Bauer Willi
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Eine Stunde mit Robert Habeck

Das hat man nicht jeden Tag: eine ganze Stunde, ganz ohne Unterbrechungen, in aller Ruhe mit einem Politiker, der, noch in der Opposition, demnächst in Regierungsverantwortung sein könnte, zu reden. Dazu noch mit einem Politiker, der Erfahrung aus dem Agrarbereich hat (vormals Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein) und sich dort unter Landwirten durchaus Respekt erworben hat. Obwohl er ein Grüner ist…

Ich habe dieses Interview jetzt in diesem Artikel dem Sinn nach zusammengefasst. Man kann unmöglich einen offenen Dialog, in dem man auch neuen Diskussionsrichtungen Platz geben will, in all seinen Facetten und Zwischentönen wiedergeben. Mein Ziel war es möglichst viele Themen anzusprechen, wobei mir von Anfang an klar war, dass das zu Lasten der notwendigen Tiefe gehen würde. Ich habe auch auf Wertungen der Aussagen verzichtet. Dies deshalb, um das Gespräch offen zu halten, auch wenn ich in einigen Punkten natürlich eine andere Ansicht vertrete.

Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern. Verbale Attacken gegen die Person werde ich (soweit mir das zeitlich möglich ist) administrieren, weil sie uns in der Sache nicht weiterbringen und zukünftige Interviewpartner abschrecken würde.

Ganz zu Beginn wollte Herr Habeck wissen, ob ich ein „richtiger“ Landwirt bin, also ausschließlich von der Landwirtschaft lebe. Das musste ich verneinen, habe ihn aber darauf hingewiesen, dass 50% der Landwirte heute den Betrieb im Nebenerwerb führen, weil es für ein volles Einkommen nicht reicht. Aber auch Nebenerwerbslandwirte betreiben ihre Landwirtschaft durchaus mit Herzblut. Da herrschte auch kein Dissens.

  • Ein Hauptziel Ihrer Partei ist die sogenannte Agrarwende. Was genau meinen Sie damit? Frau Künast wollte ja mal 20% Biolandwirtschaft bis zum Jahr 2020. Wir haben jetzt 2019 und knapp 10%. Was stellen Sie sich unter Agrarwende vor?

Das System „Wachse oder Weiche“, dass man also immer intensiver produzieren muss oder ansonsten aufhören muss, Bauer zu sein, muss neu aufgestellt werden. Nach dem Krieg war das sicher wichtig und richtig, aber jetzt frisst das System die Landwirtschaft selbst. Es gibt inzwischen viele Dörfer ohne Bauern. Die Frage muss erlaubt sein, wie wenig Landwirte es denn noch werden sollen. Die Landwirte brauchen Alternativen für extensivere und ökologischere Produktionsweisen. Es darf nicht der Bauer der Dumme sein, der nachhaltig produziert.

  •  Jetzt liest man immer wieder in Programmen Ihrer Partei auch von der gleichzeitigen Abschaffung der Massentierhaltung. Frau Baerbock sagte neulich in einem Interview im Mittagsmagazin der ARD, dass 500 Milchkühe plus Nachzucht keine Massentierhaltung sei. Das hat viele irritiert. Frage: Was also genau verstehen die Grünen unter Massentierhaltung?

Ich würde von Intensivtierhaltung oder industrieller Landwirtschaft reden. Das beschreibt eine Logik, die man auch definieren kann. Im Sinne des Tierwohls sagt es aber nicht viel aus. Man kann auch wenige Tiere schlecht halten. Trotzdem: Wir haben in manchen Regionen einfach zu viele Tiere auf zu wenig Raum.

  • Was sagen Sie aber dem Tierhalter in diesen Regionen, die z.B. 6.000 Mastschweine halten? Wie können die reagieren?

Es gibt gute Beispiele von großen Betrieben, die auf Bio umgestellt haben, ihre Tierbestände drastisch abgestockt haben und jetzt sowohl ökonomisch als auch im Ansehen besser dastehen als vorher. Das wird natürlich nicht für jeden passen, aber immerhin für einen größeren Teil der Landwirte. Unsere Idee der Agrarwende ist, dass die Landwirtinnen und Landwirte für weniger Masse, also in diesem Falle weniger Tiere, das gleiche Einkommen erzielen oder sogar noch mehr. Das geht zum Beispiel durch eine Umstellung der Agrarförderung. Heute werden die Gelder ja unqualifiziert nach Fläche verteilt. Ob die Kuh im Stall oder auf der Weide steht – der Bauer bekommt das gleiche Geld. Folglich ist jeder Bauer angehalten, die Kühe im Stall zu halten und aus der Weide einen Maisacker zu machen. Derjenige, der das nicht macht, ist ökonomisch gesehen der Dumme. Auch wenn er das möglicherweise selbst gar nicht will und es gesellschaftlich auch nicht gewollt ist. Das muss man umdrehen. Für den Umbau der Tierhaltung wird es Zuschüsse geben müssen. Neben einer Qualifizierung der Agrarförderung ist da eine klare Haltungskennzeichnung wichtig. Wenn man heute Schweinehack kauft mit einem Fachwerkhaus und nem Apfelbaum auf der Packung, will man ja glauben machen, dass das Schwein im Fachwerkhaus unterm Apfelbaum gelebt hat. Warum soll der Kunde dann mehr bezahlen? Wenn es klar ist, wofür er mehr bezahlt, ist das einfach ehrlicher.

  • Denken wir mal zwei Jahre weiter. Sie sind dann wahrscheinlich in der Regierungsverantwortung. Müssen Sie dann nicht auch die EU-Politik verändern? Wenn es um 1. und 2. Säule geht, können wir meiner Meinung nach auch gerne auf 15% gehen, wenn das Geld auch tatsächlich beim Bewirtschafter ankommt und nicht beim Verpächter landet.

Das ist eine erstaunliche Aussage von Ihnen! Im sogenannten Agrarpaket der Bundesregierung ist ja nur eine Anhebung von 4,5 auf jetzt 6 Prozent vorgesehen. Und ich habe mir immer eine blutige Nase geholt, wenn ich mehr haben wollte. Noch vor kurzem waren noch nicht mal diese 6% mit der CDU möglich. Letztlich geht es aber um eine Qualifizierung der gesamten Agrargelder, gern schrittweise, sodass der Prozentsatz in einem gewissen Zeitraum steigt und man sich anpassen kann, aber mit einem klaren Ziel. Dann ist das für die Bauern auch planbar. Die Qualifizierung sollte über ein Punkteprogramm erfolgen. Entsprechende Modelle liegen vor. Sie sind verbindlich in den Zielen, können aber in den Maßnahmen regionalisiert werden.

  • Sie kennen die Diskussion um Nitrat und Düngeverordnung. Unser Betrieb wirtschaftet auf 7 m Löß, das Grundwasser liegt bei 76 m. Im Kreis Neuss werden mehr Pferde gehalten als Kühe. Trotzdem liegen meine Flächen im Roten Gebiet, obwohl es hier so gut wie keine Tierhaltung gibt. Seit 15 Jahren mache ich Nährstoff-Bilanzen, die absolut unauffällig sind. Den Humusgehalt habe ich durch Zwischenfrüchte, organische Düngung und konsequente flache Bodenbearbeitung ohne Pflug um 30% erhöht. Demnächst muss ich weniger düngen, was Humus abbaut. Frage: Verstehen Sie, wenn ich das nicht mehr verstehe? Ich glaubte, bisher fast alles richtig gemacht zu haben.

Sie werden verstehen, dass ich jetzt nicht exakt auf Ihre Gegebenheiten eingehen kann, da ich dazu mehr Details bräuchte. Ob ein Gebiet rot ist, hängt von der Nitratbelastung an den Messstellen und damit vom Düngemitteleinsatz ab. Meines Wissens ist aber die Vorgehensweise in allen Bundesländern gleich und auch die Einteilung in die „Roten Gebiete“, wovon ja die meisten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu finden sind. Klar ist aber: Auch die Agrarbranche, und nicht nur die Bundesregierung, hat viel zu lange an einer Düngeverordnung festgehalten, von der klar war, dass sie für den Wasserschutz nicht taugt. Die Roten Gebiete sind hochgradig gesättigt bzw. übersättigt mit Nährstoffen. Das ist eine Gefahr fürs Wasser und letztlich für die Bürgerinnen und Bürger – und deshalb muss diese Übersättigung jetzt zurückgefahren werden.

  • Der Ausstoß von CO2 soll ja durch das Klimapaket der Bundesregierung teurer gemacht werden. Nun binden wir Land- und Forstwirte ja CO2 in unseren Böden und im Holz. Das entbehrt es doch nicht einer gewissen Logik, das für eine öffentliche Leistung auch öffentliches Geld verwendet wird. Das wird ja immer wieder gefordert. Was halten Sie also von einem Gutschrifts-System für CO2 Bindung?

Das ist ein guter und richtiger Vorschlag. Auch so etwas lässt sich in einem möglichen Punktesystem darstellen. Auch die Moor-Wiedervernässung kann man zu einem bewussten Bestandteil der Agrarförderung machen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es auch sogenannte Moor-Futures. Meine Logik wäre: Was wir an Mooren, altem Grünland, Auenbrüchen haben, sollten wir erhalten. Da greift das Ordnungsrecht. Wenn man die Drainagen wieder rausnimmt, Wasser aufstaut oder extensiviert, gibt es eine Förderung.

  • Ich habe da einen Vorschlag, mit dem die Landwirte alle gut leben könnten. Macht Naturschutz zum Betriebszweig. Damit würde man viele Landwirte motivieren können und man könnte auf die speziellen Wünsche der Naturschützer auch gezielter reagieren. Der Eine möchte mehr Hamster, der andere mehr Schmetterlinge usw. Es gibt dazu auch ein Papier des Bundesamtes für Naturschutz, an dem ich als Landwirt mitgewirkt habe. Im Agrarpaket findet sich davon nichts wieder.

Aber genau darüber rede ich ja. Das ist ja das Modell zweite Säule oder Agrarwende. Und es funktioniert. Wir haben in Schleswig-Holstein 2013 dramatisch mehr Gelder in den Vertragsnaturschutz gesteckt. Der Bauernverband hat bezweifelt, dass die Gelder überhaupt abgerufen werden. Doch nach vier Jahren waren die Programme alle überzeichnet. Wir mussten sogar die Umstellungsprämie für Öko-Landbau, den Anbau von Leguminosen und den Vertragsnaturschutz deckeln, weil die Nachfrage so hoch war. Und das waren ja alles konventionelle Landwirte, die das nachgefragt haben, weil sie erkannt haben, dass sie bei engen und volatilen Märkten mit solchen Maßnahmen einen ökonomisch besseren Schnitt machen und dazu noch weniger Pestizide und Dünger einsetzen. Also eine echte Win-win-Situation. Aber Sie erkennen das Problem? Leute wollen Naturschutz, die Bauern wollen Naturschutz und die Agrargelder reichen nicht, weil sie in ein System gepumpt werden, das nicht dem Naturschutz dient.

Man muss aber auch eine Null- Linie ziehen. Da, wo der Status sich verschlechtert, muss auch das Ordnungsrecht einsetzen. Manchmal ist der Druck in den Betrieben so hoch, dass nicht immer die gute fachliche Praxis eingehalten wird. Wir brauchen auch Ordnungsrecht, damit die Bauern eine faire Gleichbehandlung haben.

  • Das wird manchem Landwirt nicht gefallen..

Ich weiß, dass das Wort ein Reizwort ist. Ich verstehe, wenn die Landwirtinnen und Landwirte sagen, „wir verdienen eh schon so wenig Geld, und dann kommt ihr noch mit dem Ordnungsrecht und nehmt uns das Geld aus der Tasche“. Aber dann muss doch die Forderung der Landwirte sein, „sorgt auch dafür, dass wir mehr Geld verdienen“. Zudem: wir leben in einem Staat, in dem das Zusammenleben an vielen Stellen durch Ordnungsrecht, also politische Vorgaben und Verbote, geregelt wird. So sind Weichmacher im Kinderspielzeug, Blei im Benzin oder auch Ladendiebstahl schlicht und einfach verboten. Letztlich unterliegt alles politisch gesetzten Regeln. Und das ist dann eben auch in der Landwirtschaft so. Es darf dort keine weiteren Verschlechterungen geben. Der große Mais-Boom beispielsweise hat ja gezeigt, dass es schnell in die falsche Richtung gehen kann.

  • Aber war es nicht Frau Künast, die das 2004 angestoßen hat? Biogas war doch damals groß in Mode.

Der Boom kam 2009, als der Maisanbau durch diverse Boni übersubventioniert wurde. Aber das muss auch keine Rolle spielen, entscheidend ist, dass der guten fachlichen Praxis wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

  • Aber Politik macht keine Preise und sollte sich auch weitestgehend aus dem Markt raushalten. Und da hätte ich einen ungewöhnlichen Vorschlag, um die Landwirtschaft wieder lukrativer zu machen: Alle Agrarsubventionen abschaffen und rund um die EU einen Außenschutz hochziehen und zwar nicht als Zoll, sondern so, dass Agrarprodukte, die nicht den europäischen Normen entsprechen, nicht importiert werden dürfen.

Jetzt klingen Sie wie vom BDM.

  • Und? Weil es vom BDM kommt, muss der Vorschlag ja nicht schlecht sein. BDM oder AbL können ja auch gute Vorschläge machen. Aber ich meine, anders als der BDM, keine Zölle, sondern als Marktzugang eben unsere hohen Standards (Umwelt, Sozialstandards etc.). Das hätte keinen negativen Einfluss auf unsere Exporte und würde außerdem dazu führen, dass in den Exportländern die Standards nach oben angepasst werden müssen. Das wäre ja auch nicht verkehrt. Dann könnte ich mit dem Anbau von Erbsen, Bohnen und heimischem Soja auch richtig Geld verdienen. Heute kann ich mit den Weltmarktpreisen nicht konkurrieren. Das habe ich schon mal bei der REWE vorgetragen, aber die haben da einfach auf andere Marktteilnehmer verwiesen.

Ich gehe insoweit mit, dass im Lebensmittelbereich nicht ein Freihandel wie bei Automobilen oder Maschinen greifen sollte. Wir haben auch Kultur- und Umweltgüter, die schützenswert sind. Entsprechend haben wir Grüne uns ja zu den Freihandelsabkommen kritisch aufgestellt. Der Bauernverband und die Bundesregierung jedoch setzen alles auf den Export und das Erschließen neuer Märkte. Dabei wandert im jetzigen System die Produktion immer an den Ort, an dem am billigsten produziert werden kann.

  • Nächstes spannendes Thema: Glyphosat. Weil ich konsequent nur noch eine flache Bodenbearbeitung mache, setze ich in der Fruchtfolge einmal nach Raps Glyphosat ein, auch um biologisch Nematoden zu bekämpfen, die sonst meinen Zuckerrüben schaden würden. Zu diesem Termin, etwa Ende August sind Bienen nicht gefährdet. Wenn ich das nicht mehr darf, muss ich mehrfach den Boden bearbeiten. Das führt zu Humusabbau, Nitratfreisetzung, Störung des Bodenlebens und Erosionsgefährdung und ich verdunste unnötig Wasser. Und es führt zu mehr CO2- Freisetzung. Das alles möchte ich nicht. Frage: werden Sie sich für eine weitere Zulassung von Glyphosat stark machen?

Natürlich nicht! Glyphosat wird zu massiv eingesetzt. Und es gibt einen Zusammenhang zwischen Glyphosat-Einsatz und Artensterben und Insektenverlusten. Glyphosat findet sich inzwischen sonstwo, wo es definitiv nicht hingehört. Und es gibt eine Produktionsweise, die seit Jahrzehnten ohne Glyphosat auskommt und es gleichzeitig schafft, Humus aufzubauen. Zum Beispiel durch mehr organische Düngung. Das ist der biologische Landbau.

  • Gut, da sind wir dann aber auch wieder bei der Tierhaltung. Das müssten wir jetzt weiter und intensiver diskutieren. Ich möchte Ihnen nur sagen, dass ich da als Wissenschaftler anderer Meinung bin und dass das so nicht funktionieren wird. Da kommen wir nicht zusammen. 

 

  • Nächstes Thema: Biozide: Eine Reihe von Wirkstoffen (Diuron, Terbutryn, Neonics) sind in der Landwirtschaft schon seit langem verboten, werden aber als Biozid (Fassaden, Kleintiere) immer noch eingesetzt. Frage: Werden Sie diese Wirkstoffe in Bioziden verbieten?

 Wollen Sie diese Wirkstoffe wieder in der Landwirtschaft haben?

  • Nein, ich will den Einsatz dieser Wirkstoffe auch in Bioziden verboten sehen. Ich kann Ihnen gerne dazu Informationen schicken. Ich möchte eben nicht, dass, wenn man diese Wirkstoffe in der Natur findet, was dann wieder den Landwirten in die Schuhe geschoben wird. So nach dem Motto, die Bauern kippen ihre alten Kanister in die Umwelt.

In der Tat sind Biozide bei Fassadenfarben oder bei Flammschutzmitteln zum Beispiel noch zugelassen. Solange es kein Verbot gibt, sollte man sich fachkundig machen und die Mittel möglichst sparsam einsetzen.

  • Thema Gentechnik: CRISPR/Cas, Genom Editing und andere moderne Züchtungsmethoden werden von den meisten Grünen strikt abgelehnt.

Es gibt da aus meiner Sicht mehrere Probleme. Erstens: die klassische Gentechnik hat ihre Versprechungen alle nicht gehalten, der Pestizideinsatz ist nicht zurückgegangen, und in trockenen Gebieten kann man Pflanzen immer noch nicht einfach so anbauen. Und zweitens ist da dann noch die Abhängigkeit der Landwirte von großen Konzernen. Ein Monopol auf Saatgut finde ich unethisch.

  • Das mag ja sein, aber alles was Sie hier aufführen trifft auf mich als rheinischen Landwirt nicht zu. Ich setze kein gentechnisch verändertes Saatgut ein und somit bin ich auch nicht abhängig von großen Konzernen.

Wo ist dann Ihr Problem? Auch bei der neuen Gentechnik muss man sich anschauen, wie diese Technik wirkt. Der Europäische Gerichtshof hat dafür klare Regeln aufgestellt, inklusive dem Vorsorgeprinzip. Die Regulation muss also streng sein.

  • Es gibt da ein sehr schönes Beispiel: Die Uni Wageningen, also kein Konzern mit monetären Interessen, hat aus Wildkartoffeln die Gensequenzen von Resistenzen gegen Krautfäule in Kulturkartoffeln übertragen. Es würden Tausende von Tonnen Fungizide unnötig. Das kann doch nur gut für die Umwelt sein. Übrigens hat sich auch Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau recht positiv dazu geäußert.

Ja, man wird sich das im Einzelfall ansehen müssen. Bei mir gibt es da eine gewisse Grundskepsis, aber es ist eine aufgeklärte Skepsis. Man wird solche Produkte auch auf ihren Einfluss auf die belebte Natur hin untersuchen müssen, nachdem ja die alte Gentechnik ihre Versprechen nicht eingelöst hat.

  •  Thema Lebensmitteleinzelhandel: Bei der Diskussion um Ernährung und Landwirtschaft wird eine Gruppe oft schamhaft verschwiegen. Das sind ALDI, LIDL, REWE und EDEKA. Die Vier entscheiden über rund 80% der Lebensmittel, die die Verbraucher in Deutschland kaufen. Dass der LEH, gemeinsam mit Ihrer Partei und NGO´s die Forderungen an die Bauern immer höher schraubt, ohne dafür zu bezahlen, tut uns Bauern richtig weh

Sie können Aldi & Co. und uns da nicht in einen Topf werfen. Ich hab ja oben erläutert, dass wir weg wollen von einer Landwirtschaft, in der der Kostendruck so hoch ist, dass immer nur intensiviert werden kann, um zu überleben. Es sind doch nicht die Grünen, die diese Agrarpolitik antreiben. Das ist die Ideologie von Bauernverband und Union. Billig und viel. Wir sollten Fusionen wie die von Tengelmann und Edeka nicht mehr genehmigen, Ausnahmen bei den Mindesteinstiegspreisregeln streichen und schauen, ob es nicht auch eine Preisuntergrenze für bestimmte Produkte der Urproduktion gibt. Legen wir bei der Intervention von Milch ja auch fest.

  • Der LEH wird aber demnächst auch die Politik ersetzen. Er legt ja heute schon, am Beispiel Tierwohllabel, die Standards fest. Sie sprechen sich untereinander ab, ohne dass das sich auch in den Erlösen für den Landwirt wiederfindet. Da brauchen wir ja eigentlich kein staatliches Label mehr.

Genau umgekehrt. Der LEH macht das, was eigentlich die Politik machen sollte. Das Nicht-Agieren der Regierung führt dazu, dass die Landwirte dem Schalten und Walten der einzelnen Konzerne ausgeliefert sind. Eine Politik, die nur auf Freiwilligkeit setzt, schützt also nicht die Bäuerinnen und Bauern, sondern macht sie zu Abhängigen von Konzernen. Wir brauchen eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung, damit die Bauern profitieren und die Kunden wissen, was sie kriegen.

  • Ich würde gerne noch Fragen zum Landverbrauch und zu erneuerbaren Energien stellen, aber ich höre, Sie müssen zum nächsten Termin. Deshalb meine letzte Frage: Sie haben vier Jungs zuhause. Wer davon wird Landwirt?

Keiner. Obwohl das ein schöner Beruf ist.

  • Vielen Dank, Herr Habeck für das wirklich interessante Gespräch. Mir hat es viel Spaß gemacht und ich hoffe, wir bleiben in Verbindung.

Gern geschehen.

 

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347 Kommentare

  1. Walter Parthon sagt

    Vor Lampedusa wird der Leichnam einer jungen Frau gefunden. In ihren Armen hält sie fest ein Kind, über den kalten Tod am Meeresboden hinaus. Zwei suchende Seelen auf dem Weg in eine bessere Zukunft, in Verzweiflung aneinander geklammert im kalten Grab des Mittelmeers. Die Bilder gehen um die Welt, treffen jede menschliche Seele ins Mark, lassen Niemanden unbeindruckt. Eine junge Frau, eine Mutter, die Zukunft für sich und ihr Kind vor Augen, ihr Hab und Gut den kriminellen Schleppern in den Rachen geworfen, ins Mittelmeer von Versprechungen einer desaströsen Einladungspolitik Europas gelockt, den gemeinsamen Tod statt dem von Kriminellen und von Politikern gleichsam versprochenen Glück gefunden. Und solange die europäischen Länder und deren Führungen ihre vermeintlich großzügige „Wir schaffen das“-Politik fortsetzen, werden Schlepper immer wieder und immer öfter ihre gutgläubigen Kunden finden, die ökonomische Armut und soziale Ausweglosigkeit von Menschen ausnutzen. Solange die NGO’s die indirekte verlängerte Werkbank dieses dreckigen Menschenhandels sind, werden immer mehr Menschen ihr ungewisses Schicksal im Mittelmeer, am Ende am Meeresboden finden. Denn solange ein Funken Hoffnung besteht, sich sein Leben zu verbessern, werden sich Flüchtlinge auf diese gefährliche Reise begeben, ihre Existenz in ihrer Heimat aufgeben, ihre Länder, ihre Häuser und Familien zurücklassen, das letzte Ersparte opfern, um mit der Aussicht der Schalmeientöne vorgeblicher Heilsbringer auf ein besseres Leben zu spekulieren. Nein, der jungen Mutter ist kein Vorwurf zu machen. Sie hat sich auf die entsandte Einladung Europas, die widersprüchlichen Signale der unfähigen Politik, auf die kriminellen Schlepper, auf die willfährigen NGO’s verlassen. Sie hat es nicht geschafft, wie die vielen anderen auch nicht, deren Schicksal durch die Beitragstäterschaft europäischer Toleranzprediger besiegelt wurde. Statt mutig und geschlossen NEIN zu sagen, Recht und Ordnung durchzusetzen, wird sich die politische Anarchie Deutschlands, Frankreichs, Italiens und aller anderen Staaten im Tod am Meeresgrund widerspiegeln. Die falsch verstandene Toleranz und geheuchelte Menschlichkeit dienen nur dem Zweck, sich nach der zweifelhaften Geschichte Europas ein humanes Antlitz zu geben. Albert Schweitzer sagte einst: Humanität besteht darin, dass niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.
    https://m.youtube.com/watch?v=hvA2WwcUz4k

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Erstens verstehe ich nicht, was dieser Beitrag auf diesem Blog soll. Zweitens angesichts solcher Tragödie Abschottung zu verlangen, finde ich zynisch. Viel eher haben wir verabsäumt, uns um diese Menschen dort zu kümmern, wo sie zu Hause sind, und wo offenbar ein menschenwürdiges Leben nicht möglich war.

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      • Schmeckt gut sagt

        Kann man von einem FÖP-mann (Grosz) andere Aussagen erwarten. Eine Darstellung der komplexen und schrecklichen Zusammenhänge, die zu Migration und dem unsäglichen Leid führen, sieht anders aus. Walter, du machst dich und auch diesen Block durch das Posten solcher Zitate angreifbar (s.a. TAZ, Bauernproteste und AfD).

        4+
  2. Dr. Bennet Jäger sagt

    Bei solchen Antworten kann man nur hoffen, dass die Grünen schnell wieder zurecht gesetutz werden. Dass man die Landwirte gegen den Umweltschutz ausspielt, ist schon unverschämt zu nennen.

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    • Wenn die etwas an der Umwelt bewirken wollen, dann müssen sie doch mit den Bauern zusammen arbeiten, finde ich!
      Ich habe denen schon oft empfohlen, sich mal auf dem Landwirtschaftsamt zu informieren, bevor sie Bauern beschuldigen!

      Und wer das nicht nötig hat, ist für mich einfach Dummschwätzer, denn ein normaler Mensch macht das.

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  3. Arnold Krämer sagt

    @Nicht“Weiter so“
    Ich kann es gar nicht deutlich und oft genug auch an dieser Stelle sagen: Wachsen und Weichen ist ein Lebensprinzip und somit auch ein Prinzip des Wirtschaftslebens! Berechtigte Frage ist in den hier diskutierten Zusammenhängen nur, inwieweit der Staat die Prozesse im Wirtschaftsleben beschleunigen, bremsen oder allgemein beeinflussen sollte. Aufhalten kann er sie in einer marktwirtschaftlichen Ordnung, der die meisten Menschen auf dieser Welt relativen oder auch absoluten Wohlstand verdanken, nicht. Aktuell beschleunigen die politisch Verantwortlichen und die, die es noch werden wollen, die „Weichen“ – Prozesse in der Landwirtschaft und fördern damit das Wachstum der verbleibenden Betriebe.

    Die Motive, die junge oder auch ältere Landwirte antreibt, ihr Unternehmen zu entwickeln sind höchst unterschiedlich. Da geht es sicherlich zum einen um Druck, also ökonomische Notwendigkeiten, zum anderen aber auch um Haltungen und Einstellungen, die sie in ihrem Text teilweise andeuten. Da kann aus „gesunder“ und unternehmerisch absolut notwendiger Neugier tatsächlich auch schon mal Gier in unterschiedlichster Ausprägung werden. Da schießen dann einige individuell übers Ziel hinaus, können ihren Berufskollegen (und den Banken) damit lange Zeit auch etwas vormachen, um dann doch letztendlich zu scheitern. (In der Landwirtschaft dauert das Scheitern aufgrund der Besonderheiten immer etwas länger als in der gewerblichen Wirtschaft). Aufgrund der Standortbezogenheit der landwirtschaftlichen Produktion verdrängen sie dabei leider allerdings ihre Berufskollegen, die z.B. zu spät ihren Bauantrag stellen, die sich nicht trauen, mitzuhalten im Pachtflächenpoker, die ganz einfach resignieren. Hier spielt dann natürlich auch wieder der Rechtsrahmen, der vom Staat gesetzt wurde und wird, oft eine ganz entscheidende Rolle.
    Das Thema der Unternehmensentwicklung hat sehr viele Facetten, ist sehr komplex und vielschichtig und Sie werden ihm mit ihren Aussagen in keiner Weise gerecht.

    3+
    • Stadtmensch sagt

      Herr Krämer, sie schreiben immer mit einer Lust am „Naturgesetz Markt“ als wäre diese Art des Wirtschaftens alternativlos und spiegele nur die Natur, das Leben, den „Raubtierkapitalismus“ wider.
      Ein Wolf hört auf zu fressen, wenn es satt ist. Napolen hat mit dem Code Civil das dauerhaft juristisch festgeschriebene Eigentumsrecht erfunden und Goethe hat mit Faust II die Hybris der Geldschöpfung nett verpackt (s. H.C. Binswanger, Geld und Magie). Dank an Bergbäuerin für den Lesetip. Wirtschaft als Selbstzweck ist also unseren kranken von Selbsthass geplagten Utilitaristenhirnen entsprungen und schuf u.a. auch im Zuge der Kolonialisierung die sog. Dritte Welt. Zwei Drittel der weltweit in urbanen Zentren angesiedelten Menschen vegetiert in Slums vor sich hin. Man kann also leicht die wohlstandsmehrende Kraft der Transformation sozialer Strukturen, flankiert von Eigentumsrechten und sonstiger Gewalt erkennen.

      Diese Art des Wirtschaftens kulminiert gerade in einer gnadenlosen Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, sozialen Strukturen und Werte. Gewalt, Gier und Geiz sind die wesentlichen Triebkräfte dieser Entwicklung. Fürsorgliche Mitmenschlichkeit und ökologische Umsicht haben in dieser Welt der totalen Ökonomisierung, des dauerhaften Wirtschaftswachstums, der unbegrenzten Wohlstandsmehrung, keinen Platz.

      Wohlan. Weiter gehts mit „Tierproduktion“ für die aufstrebende chinesische Mittelschicht, mit Sojaschrot von sonstwo, und Mais als Gülleschwamm, um damit via Biogas und mit einem lausigen Wirkungsgrad Sonnenenergie zu nutzen. Weiter gehts mit leistungslosem Einkommen für Verpächter, damit die Zeit haben für ihre Aktiengeschäfte und ein paar lustige Greta-Flames.

      2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nehmen wir mal 415 Euro Rente im Monat,
        plus 2.000 Euro im Jahr leistungsloses Pacht Einkommen,
        plus das Einkommen einer Altenpflegerin,
        dann muss man noch als Rentner 25 Stunden in der Woche arbeiten
        und mindesten zwei Eurofuchzig im Jahr an der Börse verdienen,
        dass ein Ehepaar eigener maßen über die Runden kommt.
        Zufrieden?

        Nicht falsch verstehen, das ist nicht gejammert.

        Nicht Glück macht zufrieden,
        sondern Zufriedenheit macht glücklich.

        4+
      • Arnold Krämer sagt

        Stadtmensch: Auch Sie werden mit Ihren Stereotypen aus der gängigen Kapitalismuskritik dem Thema „Weichen und Wachsen“ in der deutschen Landwirtschaft nicht gerecht.
        Die wesentlichen Fehlentwicklungen in der dt. und europäischen Landwirtschaft, die es zweifelsohne gibt, beruhen nicht auf Gewalt, Gier und Geiz der Landwirte und ihrem geschäftlichen Umfeld sondern schlicht und einfach an den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die politischVerantwortlichen haben zu unterschiedlichen Zeiten die notwendigen Pflöcke falsch oder gar nicht gesetzt.
        Übrigens: Die Tierproduktion in D ist rückläufig. Der Mais kann „missbraucht“ werden, die große Mehrheit der Landwirte tut es aber nicht. Biogas- und Solarförderung über das EEG waren das rot-grüne Prestige-Projekt der Regierung Schröder.

        6+
      • „Gewalt, Gier und Geiz sind die wesentlichen Triebkräfte dieser Entwicklung“

        Stadtmensch, Sie haben einen eigentümlichen Blick auf Ihre Mitmenschen. Und auch sonst . Wann ging es denn unserer Welt besser?
        Sie haben sicher die Statistiken zu Kindersterblichkeit, absoluter Armut, demokratischen Strukturen,Alphabetisierung etc. im Kopf oder nicht?
        Nicht das, was Sie Kapitalismus nennen, muss sich verteidigen. Da sprechen die Zahlen sehr eindeutig, allerdings deutlich anders, als Sie hier behaupten. Sondern die Alternativen, denn die haben nichts zu bieten. Außer Elend und Unfreiheit.
        Und es beruht sehr wohl auf „Leistung“ , ein Einkommen aus Kapitalvermögen, ob nun Boden oder Aktien etc., zu erzielen. Denn die Voraussetzung dafür hieß /heißt Konsumverzicht oder auch Sparen.
        Wirtschaftliches Wachstum ist die Grundlage dafür, dass heute Hunger und Armut in der Welt langsam aber mehr und mehr zurückgedrängt werden. Innovative Ideen abzuwürgen und stattdessen Goethe zu bemühen, ist etwa flach.

        3+
        • Stadtmensch sagt

          „allerdings deutlich anders, als Sie hier behaupten“

          Ich korrigiere: ein Dittel der städtischen Bevölkerung der Welt lebt in Slums. 6% in den entwickelten Industrieländern und 78,2 % in den Städten der am wenigsten entwickelten Länder (S. 28, Planet der Slums). Zitat: „Unerbittliche Kräfte vertreiben die Menschen aus den ländlichen Gebieten, und diese, durch die globalisierte Ökonomie überflüssig gemachte Bevölkerung drängt sich in den Slums“. Wie die Lebensbedingungen da sind, wird gut beschrieben.
          Wenn so viele in Müll und Exkrementen hausen (und deren Zahl ständig zunimmt),
          dürfte das wenig mit Demokratie zu tun haben.

          2+
          • firedragon sagt

            Guten Morgen Stadtmensch,

            wen oder was kritisieren Sie genau?

            Die Geschichte, wie sie stattgefunden hat, lässt sich so einfach nicht wieder rückgängig machen.
            Ich denke auch, dass Drittweltländer in ihrer Entwicklung behindert wurden und werden.
            Gerade deshalb, bin ich der Meinung, ist es nicht sinnvoll, hier von (salopp gesagt) Blumen und Bienen leben zu wollen.
            Und diese Länder wegen ihrer Bodenschätze auszubeuten, nur damit einige ihre „grüne Seele“ befriedigt wissen, ist in meinen Augen absolut idiotisch.
            Die Abwanderung aus diesen Ländern ist nachvollziehbar, sind wir ehrlich zu uns – wir würden dort auch nicht bleiben wollen.
            Achtung Sarkasmus folgt :
            Einwanderung lässt sich mit Biodiversität stoppen. Wenn der goldene Westen im Blumenmeer ertrinkt, gibt es keinen Grund mehr, hier einwandern zu wollen.

            2+
        • fingerphilosoph sagt

          Seit 2014 steigen Hunger und Armut in der Welt wieder an. Mit 775,8 Millionen Hungernden war 2014 ein Tiefstand erreicht, 2018 waren es 822 Millionen. Alle Bemühungen, Hunger und Armut zurückzudrängen, werden durch das anhaltende Bevölkerungswachstum ausgehebelt.

          Die grundsätzliche Frage ist, ob der Einzelne sich aufgrund der zunehmenden Masse an Menschen immer mehr zurücknehmen und sich immer mehr bescheiden muss oder ob der Einzelne, unabhängig von der demografischen Entwicklung, die Lebensaufgabe hat, sich selbst in die Welt einzubringen, was heißt, nach seinen eigenen individuellen Vorstellungen zu leben, und das zu verwirklichen, wovon er träumt, egal, ob das nun ein Park mit fünfzig röhrenden Sportwagen oder ein Park mit fünfzig röhrenden Hirschen ist.

          Meiner Ansicht nach ist der Weltretter, der von seinen Mitmenschen verlangt, dass sie sich immer mehr zurücknehmen und bescheiden müssen, gewalttätiger, gieriger und geiziger als etwa ein Hedonist, der dem Sinnengenuss frönt, oder ein Utilitarist, der nur anerkennt, was ihm selber nützt, oder ein Individualist, der – frei nach dem Motto „leben und leben lassen“ – sich nicht mahnend und belehrend in das Leben seiner Mitmenschen einmischt, sondern eben versucht, sein eigenes Ding zu machen.

          Gewalttätiger ist der Weltretter deshalb, weil – da sich freiwillig kaum jemand zurücknimmt – aufs Nudging zwangsläufig die Verbote folgen, und wenn das nicht ausreicht, die Verbote schließlich mit Gewalt durchgesetzt werden (müssen). Ständig wird mit der weltumspannenden Apokalypse gedroht.
          Gieriger ist der Weltretter, weil er nicht nur sein persönliches Umfeld, sondern die ganze Welt gemäß seinen eigenen Vorstellungen gestalten will und seine Mitmenschen zu Objekten seines Wunschdenkens degradiert.
          Geiziger ist der Weltretter, weil er vom Mangeldenken beherrscht wird. Die Annahme, dass es nicht reicht, ist die Hauptursache für Geiz, egal ob es sich dabei nun um Geld, Besitz oder Natur und Ressourcen handelt.

          2+
          • firedragon sagt

            Guten Morgen fingerphilosoph,

            wie hilft uns diese Erkenntnis weiter?
            Ich lebe nach dem Motto „leben und leben lassen“, bin aber kein Individualist. Ist auch aufgrund von Gesetzen und Verpflichtungen nicht möglich. Auch ich muss mich einfügen und kann nicht einfach machen, wie ich will.

            0
            • fingerphilosoph sagt

              Die meisten Menschen glauben, dass die großen Ziele in unseren westlichen Gesellschaften Individualismus und Selbstverwirklichung sind, dass der Kapitalismus aus uns einen Haufen egoistischer Soziopathen gemacht hat, dass heute jeder seine persönliche Ich-AG ist, dass es früher weitaus mehr selbstlose und mitfühlende Menschen gab als heute, das wir noch nie so viel Freiheit hatten usw.

              Nun, all das stimmt nicht. Der moderne Mensch ist zum Massenmensch mutiert, der systembedingt mehr und mehr entmündigt und überwacht wird. Der moderne Mensch ist kein Individuum, sondern wird von seinen Technologien und mittels der Technologien vom Kollektiv beherrscht. Der moderne Mensch verhält sich mehr und mehr wie ein Rädchen in einer gut geölten Maschinerie oder wie das nicht-unterscheidbare Mitglied eines Schwarms. Dieses Verhalten ersetzt heute nach und nach das individuelle Verhalten innerhalb einer Familie oder einer Gruppe, in der die Einzelnen sich kennen und direkt aufeinander reagieren.

              Das alles gehört in den Bereich Selbsterkenntnis, denn wie will ein Mensch, der sich selbst nicht kennt, angemessen handeln?

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich finde, in den 60er bis 80er Jahren ging es Westeuropa besser als heute, nämlich, was die Lebensqualität betrifft. Die Kommunismuskeule find ich kontraproduktiv.

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          • Elisabeth, es ging in dem kurzen Ausfluf um eine globale Sicht.
            Und da ist die Lebensqualität gemessen an Faktoren wie absolute Armut,Demokratie, Bildung , Gesundheit etc. insbesondere seit Mitte der 80er Jahre erheblich gestiegen. Mitte der 80er lebten noch mehr als 35 % in absoluter Armut, heute sind es um die 10 %. Bei steigender Bevölkerung. Anfang der 70er galten um die 60 % der Menschen als absolut arm.
            Die Wahrnehmung ist aber in Teilen der Bevölkerung – gerade in Deutschland, aber auch in anderen Industrieländern- eine andere.
            Und dieser Pessismus hat Folgen, und zwar besonders spürbar für die armen Länder. Wenn in den westlichen demokratisch und marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaften die Erfolge dieser Ordnung unterschätzt werden,sind die Grundlagen für eine weitere Verbesserung “ bedroht“. Wir können das bereits sehen, fingerphi hat es angesprochen. Seit ein paar Jahren sehen wir einen Rückgang der Globalisierung und damit korrespondierend einen Anstieg weltweiter Armut bzw. eine Stagnation.
            Mit der Kommunismuskeule hat das nichts zu tun.
            Ich persönlich schätze weder sehr linke noch sehr rechte Auffassungen. Mit beiden hat meine Familie sehr unangehme Erfahrungen gemacht. Ebensowenig mag ich eine grüne Ideologie, die ebenfalls latent totalitäre Züge hat.
            Oder um auf unser eigentliches Thema zurückzukommen:
            Man kann meschliches Verhalten bewerten oder auch einfach versuchen, es möglich genau zu erfassen. Und auf Eingriffe in das Privateigentum regieren die meisten Menschen „allergisch“.
            Das gilt auch und gerade für Landwirte. Weil die Existenz, das Land, eben nicht beweglich ist. Und aus meiner Sicht greifen diverse Idden von Herrn Habeck und natürlich auch die diverser NGOs tief in dieses Recht ein.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Da kommt es aber immer auch darauf an, wie man Armut definiert. In den 1960er Jahren war das Leben noch viel einfacher, aber materielle Armut habe ich selber nie kennen gelernt. In den 1970ern haben wir gelitten unter einer allzu autoritär organisierten Gesellschaft und haben uns für unsere Emanzipation eingesetzt – das waren unsere Probleme. Dieser Aufschwung des Konsums mit all dem Plastikplunder, der plötzlich in den Einkaufszentren angeboten wurde, war uns vor allem suspekt. Da gab es schon die ersten Rufe nach mehr Ökologie.
                Papst Franziskus kommt aus der Dritten Welt. Er sieht die Fortschrotte nicht bzw. hat sich für ihn nur die Erscheinungsform der ArmUt geändert: „Wie oft sehen wir die Armen auf den Müllhalden die „Früchte“ der Wegwerfkultur und des Überflusses zusammensammeln, um etwas Nahrhaftes oder etwas zum Anziehen zu finden! Nachdem sie selbst Teil einer menschlichen Mülldeponie geworden sind, werden sie als Abfall behandelt, ohne dass die Mittäter dieses Skandals dabei irgendein Schuldgefühl empfinden. Den Armen, die oft als Parasiten der Gesellschaft angesehen werden, wird nicht einmal ihre Armut verziehen.“

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    • Georg Summerer sagt

      Die Ansicht des NOVO Artikels vertrete ich schon lange. Das zeigt einmal mehr wie absurd und gefährlich die Ausführungen von Habeck und seinen Anhängern sind!

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      • Stadtmensch sagt

        Was ist denn an den Grünen absurd und gefählich? Kuhn und Kretschmar weihten doch pflichtschuldigst die neue Taycan-Manufaktur in Zuffenhausen ein. Insofern „verantwortungsbewusste“ Unterordnung unter das Wohlstands-Diktum.
        600PS E-Karre. Was wollt ihr noch? Einteignung durch Tempolimit? Ich bin realitätsverdrossen…

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es ist schon interessant wenn ein grüner Ob zur Einweihung eines 761 PS Geschosses kommt. Diese Gerät fährt auch nur, wenn der Nachbar Kohlestrom bezieht.
          Faszinierend ist es sicherlich, 260 Km Geschwindigkeit zufahren, ohne das Gaspedal mehre male durchzutreten, aber in den USA oder China, wo die meisten Kunden erwartet werden ist das nicht erlaubt.

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        • Georg Summerer sagt

          Haben wir gerade von Protzkarren oder Raserbeschränkungen geredet? Hab ich da was verpasst?

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          • firedragon sagt

            Gestern wieder auf der Autobahn :
            Wahnsinns Protzkarren, viel PS – geil….
            Eben noch im Rückspiegel gesehen und schon vorbei.
            Raserbeschränkung?!

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            • Ich verstehe es nicht?
              Warum braucht man hier zu Lande noch Protzkarren?
              Wir wohnen doch nicht in einem Schwellenland, wo sich nicht jeder ein Auto leisten kann und viele nur kleine Autos!
              So war es bei uns hier in den 50iger und 60igern und in der ehemaligen DDR, bzw. Neuen Bundesländern wohl in den 90iger.

              Also für mich sind das ganz arme Menschen, die so etwas nötig haben,
              wenn nicht aus landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Gründen.

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  4. Nicht "Weiter so!" sagt

    „Wachse oder Weiche“, diesem System haben sich über Jahrzehnte die „alten Bauern“ verweigert. Aber die „überschlauen“ Söhne und Enkel haben dem ständigen Druck nachgegeben, den Kopf aufgeweicht, die Gier dominierte. „Wachsen“ ! Ja, und den Stall vergrößern, Fläche erweitern größere Geräte, Kredite, größerer Trecker als der Nachbar, Penisersatz… „Ich wachse, weiche nicht…schaut, ich bin der Größte!“ – Nein, der bist du nicht, du Opfer. Du produzierst, was der Verbraucher garnicht will. OK, dann mit kleinem Preis voraus. Billige Milch, billiges Getreide. du bist beliebig, also weine nicht! Dein Hass auf „den Verbraucher“ wurde dir eingepflanzst. Denke aber selbständig: Wer hat dir das so empfohlen? – War es wieder der saudumme Konsument“? Echt- glaubst du das?

    2+
    • firedragon sagt

      Guten Morgen Nicht „Weiter so“,

      Dein Kommentar klingt in meinen Ohren sehr von Hass geprägt.

      Ich kenne Deinen Hintergrund nicht und was Dich veranlasst hier zu pöbeln.

      Eine Bemerkung erlaube ich mir : Beschimpfungen töten jeden Dialog.

      In diesem Sinne, lass es bleiben.

      3+
    • Obstbäuerin sagt

      „,,,,Du produzierst, was der Verbraucher gar nicht will….“ „…Echt- glaubst du das?“
      Welche Vorstellungen hast Du denn und können sie auch in der Praxis für alle umgesetzt werden?

      2+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Damit muss das deutsche Volk leben,
      die vermeintlichen Alleskönner schreiben dumme Kommentare aus dem Block von Bauer Willi und dann gibt es ein kleines Häuflein, so ca. 265.000 Bauern die absolut keine Ahnung von Landwirtschaft haben.

      Mann, was ist ihr Problem?
      Wenn sie es nicht wissen, einfach mal den Arzt wechseln.

      2+
    • bauerhans sagt

      je geringer die stückgewinne,desto mehr wird produziert.
      „alte bauern“ haben immer schlaue sprüche gelassen und mussten dann eines tages land verkaufen.

      2+
    • Was ist das für eine Gier,
      wenn man auf Wunsch des Vaters ( auch Bitte der Großeltern, die so viel Mühe in den Betrieb gesteckt haben) den Betrieb weitermacht und eine gute Stellung im öffentlichen Dienst mit anschießender Karriere sausen lässt?
      Das ist keine Gier, das ist höchstens Feigheit mit zu wenig Durchsetzungsvermögen!
      Was ist dein Penisersatz?

      Der Konsument hat das nicht empfohlen und auch nicht verlangt, der kauft ja gerne noch billiger unkontrolliertes Zeug aus der 3. Welt und stopft es sich in sich hinein!

      Dem kann es doch egal sein, ob ich meinen Betreib mit Massentierhaltung und Monokulturen weiterbetreibe oder ob es der Nachbar ist, der es mit meinen und seinen Ländereien gemeinsam macht!
      Wenn er meine Ländereien dabei hat, dann kann er sich noch größere Landmaschinen kaufen und sein Penis gewinnt an Bedeutung!
      Findest du nicht auch, Nicht „Weiter so!“

      0
        • Ja, ich weiß,
          es gibt auch Bauern auf ehemals stolzen Bauernhöfen, wo man früher ein gutes Familieneinkommen erwirtschaftete, die froh sind, dass ihre Frau noch ein sicheres Einkommen für den Familienunterhalt haben.

          Aber dafür stehen ja die grünen Kreuze!

          1+
  5. Christian Bothe sagt

    Habe eine neue „Idee“für die populistischen Illusionen der Grünen für eine Agrarwende in der BRD.Sie sollten es mal mit der LW der Amish People hier in Amerika probieren. Bin gerade hier.Keine Elektrizität, keine Traktoren+ Autos, keine sonstigen energieverbrauchenden Geräte.Telefon Ausnahme,usw.Habeck müsste sich nur einen Bart stehen lassen und Hofreiter die Haare ab…Allerdings pupsen die Pferde manchmal…

    3+
    • sonnenblume sagt

      Der Gedanke ist mir auch schon mal gekommen. Das müsste dann doch der Idealzustand sein.

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    • firedragon sagt

      Hallo Herr Bothe,
      eigentlich Hut ab, vor den Amish.
      Ich kenne die leider nur aus dem TV. Ist bestimmt interessant deren Arbeitsweise mal live zu sehen.
      Wie funktioniert der Pflanzenschutz bei den AP? Ernten sie so viel, dass das Getreide zu Weltmarktpreisen verkauft wird oder ist es nur für den Eigenbedarf?

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      • Ferkelhebamme sagt

        Für fast jedes moderne Ackergerät gibt es auch eine pferdegezogene Variante, z.T. mit Vorderwagen mit kleinem Motor. Dazu starke-pferde.com: „ Die Amishen Farmen sind im allgemeinen nicht speziell auf Ökologischen Landbau unter Verwendung veralteter Maschinen und Anbaumethoden ausgerichtet, wie man vielleicht meinen könnte. Ganz im Gegenteil, sie haben Möglichkeiten entwickelt, die modernsten Pflege- und Erntemaschinen mit Pferden zu ziehen, und sie müssen in Konkurrenz mit konventionellen Farmen im Kampf um Marktanteile bestehen.“ In Deutschland wird das nicht funktionieren, weil unsere Pferde in Gewerkschaften organisiert sind und von Tierrechtlern von der Arbeit abgehalten werden (s. Kölner Rosenmontags-Umzug)

        2+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen Ferkelhebamme,

          meine Pferde sind in keiner Gewerkschaft.
          Die eignen sich allerdings auch nicht für schwer Arbeiten.

          Aber ich liebäugele in diese Richtung.
          Allerdings nur wegen Marketing etc.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Die Tiere sind tolle Vermittler. Zu einer Kundgebung im Nachbarort bin ich mit meinem Mini-Shetty Gespann gefahren, während einige Kollegen die Straßen auf ihrem Bauern-PS-Boliden-Thron verstopft haben. Drei mal dürft ihr raten, wer mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen ist, und wer nicht…

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            • sonnenblume sagt

              Apropo Pferde. was mich immer wieder überrascht, dass es bei den Pferdesportarten noch so ruhig bleibt. Gelegentlich wurde der Rennsport schon mal angeprangert, aber sonst ist es doch sehr ruhig. Der Leistungssport fordert den Tieren doch auch so einiges ab.

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              • firedragon sagt

                Ja Sonnenblume,
                (Brandenburgbauer, ich weiß das interessiert Dich jetzt nicht und hat vielleicht auch nur ganz entfernt was mit Habeck zu tun…)
                Auch im Pferdeleistungssport wird es wohl schwarze Schafe geben.
                Aber es gibt auch Ausbilder, die ihre Pferde solide und mit Bedacht aufbauen, um erfolgreich im Turniersport zu sein.
                Was den Turf angeht, naja. Wäre besser, die würden ihre Tiere an den Start lassen, wenn die ausgewachsen wären.

                0
        • sonnenblume sagt

          Bei den Oberammergauern Passionsspielen soll Jesus auf einem E-scooter fahren. Der Einzug mit Esel ist laut Peta Tierquälerei. Gelesen in Kirche und Leben.

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        • Paulus sagt

          Liebe Ferkelhebamme, ich habe zwar nur einmal einen Rosenmontagszug besucht, aber was die Pferde betrifft, die nachweislich z.T. medikamentös ruhig gestellt werden, halte ich deren Teilnahme schon für fragwürdig. Abgesehen davon sind die Reiter keine Reiter, sondern bekommen vorher nur ein paar Stunden Unterricht in der Halle. Da ist nichts mit Schenkel und Arsch dran, sondern bestenfalls was mit am Zügel rechts oder links ziehen.
          Ich stelle mir gerade mal das Rückepferd auf dem ehem. Hof meiner Eltern vor. Das war ein ganz braver Wallach der sozusagen als Heiligtum behandelt wurde. Vor und in der Rückesaison bekam der so viel Quetschhafer in den Kopp wie er wollte, und dann sprang der wie ein Fohlen auf der Weide herum.
          Ich sage dir, der kräftige Dicke hätte in seinen besten Zeiten, ohne ihn ruhig zu stellen, so einen Rosenmontagszug von hinten bis vorne aufgerollt. Auch braven Ponys würde ich solch einen Scheiß ersparen.
          Ich habe mit dem Atlas übrigens zweimal den St. Martin gemacht, das war vor der Waldarbeit. Selbst da konnte der schon ganz gut tänzeln. 🙂

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          • Ferkelhebamme sagt

            Paulus, ich war auch schon ein paar mal IM Zug, mit dem Kaltblut-Viererzug meines Nachbarn, als persönliche Begleit-Security, um die Pferde vor dummen Leuten zu schützen. Die Pferde sind definitiv nicht sediert. Die machen hochkonzentriert ihren nicht leichten Job, die Wagen wiegen einige Tonnen, das Theater drumherum interessiert die überhaupt nicht. Ist auch garnicht so wild wie man denkt: in der Fahrgasse hat man Platz und der Geräuschpegel drumherum ist hoch, aber konstant. Wenn die das kennen, macht ihnen das nichts. Deshalb werden Neulinge zwischen alte Hasen genommen und kapieren schnell, dass die Menschen spinnen, aber nix tun. Natürlich gibt es welche mit dünnem Nervenkostüm, die gehören da nicht hin. Manche Reiter glänzen nicht gerade durch ihr Können, aber die sitzen i.d.R. auf den Profis, für die das ein kleiner Spazierritt ist. In den kurzen Stehpausen chillen die Kalten schlauerweise und betreiben Powernapping. Wie oft musste ich sagen: Nein, die sind nicht sediert, sondern trainiert! Irgendwann haben wir Begleiter begonnen, Bullshit-Bingo zu spielen: bei jedem dummen Kommentar gab es ein „Bingo!“ und ein Toffifee (Alkoholverbot) Uh, war mir nachher schlecht… Und nicht vergessen, die Pferde verdienen sich dort den Großteil ihres Lebensunterhaltes, sonst wären sie schon in der Wurst.

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            • Ferkelhebamme sagt

              In Köln werden aufgrund der Vorwürfe übrigens vorher Blutproben gezogen. (Von den Pferden, nicht den Mitläufern) DAS finden die Pferde sch…

              1+
    • bauerhans sagt

      die amish nutzen trecker mit eisenrädern zum antrieb verschiedener maschinen(pumpen,silagegebläse),auch haben die normale pressen,häcksler oder gezogene md mit aufbaumotor in gebrauch,die dann von 6 bis 8 pferden gezogen werden.
      auf dem dach der holzwerkstatt hatte der eine ein windrad,welches einen kompressor antrieb,womit dann luftgetriebene werkzeuge betrieben wurden.

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    • Eckehard Niemann sagt

      Christian Bothe kommentierte Nachfolgendes vor einem Jahr:
      …“Man mag von Trump halten was man will aber die America first kann man verstehen, wenn man durch das Land fährt und sich mit den Amerikanern unterhält, und ich spreche hier aus eigener Erfahrung vor Ort. Trump ist allerdings auch einer der wenigen Politiker weltweit, der seine Wahlversprechen versucht umzusetzen.“
      Da wird seine jetzige Positionierung ein bisschen nachvollziehbarer …

      1+
  6. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, das Thema was Willi hier ins Netz gestellt hat, ist aus meiner Sicht sehr „umfangreich“,
    damit schafft er sich persönlich etwas Luft, um in Ruhe etwas abschalten zu können ,
    ist auch dringend notwendig. Was aber dann ,und ich würde sagen, aus diesem Blog gemacht wurde,eventuell aus langer Weile gefällt mir gar nicht.
    Bleibt doch bitte beim Thema, und lasst endliche die Nebensachen weg, die kein „Schwein “
    interessiert.

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    • Paulus sagt

      Brandenburgbauer, vielleicht interessiert es doch das ein oder andere „Schwein“ was das andere ganz zwanglos mal zu sagen hat. Ich bevorzuge diese freie Art der Kommunikation. Aber gut, dass du dich als Blogwart geoutet hast.

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  7. Obstbäuerin sagt

    Das wir heute noch existieren, liegt nur daran, dass sich Bild vor 12 Jahren, nämlich 2007 verrechnet haben muss. https://www.cicero.de/weltb%C3%BChne/die-klima-hysterie/38052
    „….Und das Schönste ist, man kann mit dem Klimaschutz alles rechtfertigen, jedes Verbot, jede Steuererhöhung. Ob es was gebracht hat, stellt sich angenehmerweise erst in hundert Jahren heraus. Um das Publikum im Alarmzustand zu halten, kann es nie schlimm genug kommen. „Fliegt uns die Erde um die Ohren?“, fragte Bild im Januar 2007 und verkündete im Februar die Antwort: „Unser Planet stirbt! Jetzt amtlich: Erde immer heißer.“ Kurz darauf dann: „Wir haben noch elf Jahre …“

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  8. Friedrich sagt

    @Walter Parthon. Die Regierung ist nicht mehr zu erreichen.
    Von welchem wirtschaftenden Menschen sind die noch zu erreichen ? Von keinem !!! Frau Merkel beist in den Tisch, weil sie den Friedensnobelpreis nicht bekommen hat und weil sie durch die türkische Erpressung weder den Einmarsch nach Syrien verhindern und sich zusätzlich der Gefahr aussetzt , daß die 3,5 Mill. Flüchtlinge in der Türkei zu uns kommen könnten. Dies ist das Ende dieser Regierung. Sie hat das Vertrauen der Landbevölkerung verspielt , denn alle positiven Entscheidungen werden für die Städter gefällt und wir auf dem Land müssen dafür herhalten. Selbst auf dem Deutschlandtag der Jungen Union wurde von deren Vorsitzenden kein gutes Haar an der Regierung gelassen. Das ist das Ende. Aber in Deutschland macht man ja immer bis zum Untergang , wenn man in die Geschichte schaut und dieses Ende wird dann durch das Ende des Euro in den nächsten zwei Jahren eingeläutet. Diese Regierung wird in der Geschichte mit dem wirtschaftlichen Untergang nach dem Weltkrieg eingehen. Frau Merkel weis schon , warum sie sich ein Anwesen in Südamerika, lt. Internet , erworben hat. Hier kann sie sich nicht mehr sehen lassen. Frage mich allerdings, ob man diese Regierung nicht für die vielen Vertragsbrüche i.S. Eurorettung nicht vor Gericht stellen kann. Wenn man sich die Eurolage anschaut , dann wäre es sicherlich jetzt der richtige Zeitpunkt aus dem Euro auszusteigen , denn dann würden wir nur ca. 3 Billionen verlieren . Ansonsten stehen 6 Billionen Euro im Feuer, also das gesamte Geldvermögen, Anleihen und Lebensversicherungen. Da wird sich dann alles bedanken , was seine Alterssicherung in Geld aufgebaut hat. – Diese Regierung hat dann alles Vermögen seit dem Weltkrieg platt gemacht und eine schlechte Infrastruktur und Wirtschaft hinterlassen. Alles was man i.S. Wirtschaft und Euro nur falsch machen konnte , hat diese Regierung geschafft und dann wundert man sich , daß sich neue Parteien abseits diese Klüngels etablieren.

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    • Stadtmensch sagt

      „Das ist das Ende“
      Lieber Friedrich, mit Verlaub, du hast keine Ahnung.
      Wir leben hier auf der Insel der Glückseligen. Mit einer nahezu mütterlichen Administration (Regierung). Das merkt man schon daran, dass man es jedem recht machen will. 5000 Arbeitsplätze durch Strukturwandel in der Lausitz gefährdet? Wir siedeln Behörden dort an.
      Im „Normalfall“, lässt man den Markt walten, bis alles tot ist. Zumindest nach der Lektüre von Mike Davis „Planet der Slums“, oder nach dem Feature „American Hollow“, das gerade auf dem Dlf lief, bin ich doch froh, dass es hierzulande so etwas wie Politik gibt. Von mir aus könnt ihr das zerstören, aber dann wird es euch so gehen wie dem White Trash eben oder den Brexit Losern (s. S. Berg „GRM Brainfuck“. Die Welt hat mehr zu bieten als Eurorettung und „Target-II Salden“. Halt mal die Bälle flach!

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  9. Walter Parthon sagt

    SO ZERSTÖRT MAN DIE EIGENE HEIMISCHE LANDWIRTSCHAFT. Auf die Fragen meines FDP – Kollegen Dr. Christoph Hoffmann im Deutschen Bundestag nach den Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der deutschen Landwirtschaft kommt die klare Antwort der Bundesregierung: Man verbietet bei uns Pflanzenschutzmittel, importiert dann aber Lebensmittel aus dem Ausland, die mit Hilfe genau dieser Pflanzenschutzmittel produziert sind und bringt sie dem Verbraucher auf den Tisch.
    Das verstehe, wer will. Entweder die Pflanzenschutzmitteln sind schädlich, dann muss man sie verbieten und darf so produzierte Lebensmittel auch nicht importieren. Oder sie sind nicht schädlich, dann ist es selbstzerstörerisch, sie hier zu verbieten und anschließend zu importieren.
    Die Bundesregierung ist durch fachliche Argumente offenbar nicht mehr zu erreichen. Sie folgt einem populistischen Mainstreem und zerstört damit nicht nur bäuerliche Existenten, sondern schädigt nachhaltig die gesamten Strukturen im Ländlichen Raum. Mit dem sogenannten ‚Agrarpaket‘ hat die landwirtschaftsfeindliche Politik dieser Regierung einen traurigen Höhepunkt erreicht.
    Es wird Zeit, dass wir uns wehren. Es ist gut, das wir am 22. Oktober auf die Straße gehen. Mit einer friedlichen, aber kraftvollen Demonstration für unsere berechtigten Interessen.

    4+
  10. Friedrich sagt

    Eben habe ich über die verdrehten Presseartikel zum taz-Bericht gelesen. Leider gehören fast alle Zeitungen dem Mainstream an . Deshalb habe ich jetzt auch meine Welt am Sonntag
    abbestellt. Es reicht mir , wenn ich die HAZ lesen muß, um etwas aus der Region zu erfahren. Ansonsten würde ich die auch abbestellen. Bin auf der Ersatzsuche und habe mit „tichys Einblick“ angefangen. Habe mir eben auf dem Flughafen mal den“ Cicero „probehalber gekauft. Das sind Monatshefte. Beim ersteren Heft war ich überrascht über ehemals führende SPD- und Grünenleute die dort sehr konservative Artikel verfasst haben. Neulich , in der WAMS, wurden ehemalige Führungsleute der Grünen vorgestellt , die alle in der Wirtschaft , sprich den ehemaligen Gegnern , untergeschlüpft sind. So ist das , wenn es denn ums Geld geht , dann spielt die Ideologie keine Rolle mehr. Geld stinkt bekantlich nicht. Analog wird das wohl für fast alle Leute im Bundestag gelten. Schon Konrad Adenauer sagte: Was stört mich mein Geschwätz von gestern.“ Wir haben eben lauter Leute ohne Rückrat dort sitzen , die für 10.000 Euro/Monat und mehr alles abnicken , was denen vorgelegt wird , hauptsache die Knete kommt.Für abgebrochene Studenten und sonstige Versager in der Wirtschaft doch ganz schön , oder? Da beneide ich die Briten mit ihren selbstbwussten Abgeordneten , die sich auch von den eigenen Parteileuten ihre Unabhängigkeit nicht abnehmen lassen. —- Willi , dir weiterhin Gute Genesung. — Es werden jetzt ja erst einmal keine neuen Themen kommen können und deshalb die Überlegung , wie schon passiert , einfach von uns allen aus , neue Diskussionen zu beginnen . Was meint ihr ?

    8+
    • Paulus sagt

      Friedrich, ich bin auch erstaunt wie gut und angenehm wir uns hier auch ohne einen täglichen Beitrag von Bauer Willi austauschen können. Insofern würde ich dein Ansinnen neue Diskussionen von dritter Seite anzuregen, zumindest vorübergehend sehr begrüßen.
      Es scheint allerdings rein technisch und möglicherweise auch rechtlich nur schwer möglich zu sein. Ich denke auch, es müsste mit Willi abgestimmt und von ihm konzediert werden. Damit würde ich ihn z.Zt. eher nicht belasten.

      1+
      • Obstbäuerin sagt

        Ich glaube, Friedrich meinte es so, dass ein Thema oder eine Anregung direkt im Blog platziert werden sollte. Dann müssen wir Bauer Willi nicht belasten und können weiter diskutieren, bis er wieder das Ruder in die Hand nimmt. Und wir werden auch zukünftig einem bestimmten Herrn keinen Anlass geben, seine Frames hier massenhaft zu posten.

        3+
  11. Oberländer sagt

    Bei soviel geistigem Dünnschiss der von Linksgrün und und
    Konsorten auf die Bauern geschmissen wird ist es wohl nur eine
    Frage der Zeit bis Diese die Axt auf den Stock nehmen.

    1+
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      6+
        • Eckehard Niemann sagt

          Natürlich nicht, wieso auch.
          ich nehme nur Bauer Willis Appell zur Sachbezogenheit ernst.

          4+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen Herr Niemann,

        Sie verweisen hier sehr oft auf Sachargumente.

        Okay.
        Sachbezug : Vertragsnaturschutz
        Wird vom Staat angeboten, wird von der LW angenommen und (oh Wunder) von der LW sogar überbeansprucht, so dass der Staat da „deckeln“ muss.
        WARUM gibt der Staat den NGO’s kein Contra?
        WARUM ist der Staat nicht im Stande, die LW zu verteidigen?

        Sachbezug : Biogas
        Vom Staat befürwortet und gefördert, von der LW angenommen und umgesetzt.
        WARUM gibt der Staat den NGO’s kein Contra?
        WARUM ist der Staat nicht im Stande, die LW zu verteidigen?

        WARUM muss sich die LW an den Pranger stellen lassen?
        WARUM muss jeder einzelne Betrieb um seine Existenz bangen, OBWOHL er nach derzeitigen STAATLICHEN Vorschriften arbeitet?

        WARUM?
        Stellt man die LW als Sündenbock dar?

        Herr Niemann, ist der Sachbezug ausreichend?
        Können Sie meine Fragen beantworten?
        Nein, können Sie nicht!
        Noch nicht einmal ein Herr Habeck kann das!
        Kein Politiker kann mir antworten, schön blöd wären die, täten sie das!

        12+
        • firedragon sagt

          Herr Niemann,

          Es geht weiter mit der Sachbezogenheit.

          Chemiefirmen stellen Produkte her, diese Produkte werden geprüft und vom STAAT freigegeben. Das trifft auch auf alle Mittel in der LW zu.

          Die LW ist hier der Verbraucher und Nutzer dieser Mittel.

          WARUM ist es NGO ’s gestattet , die LW als Umweltsünder zu betiteln?

          WARUM nimmt der Staat dieses Verschulden nicht auf seine Kappe? – Schließlich hat der STAAT die Mittel zugelassen, NICHT die LW!
          WARUM wird nicht die Chemieindustrie in die Verantwortung genommen?

          Sachbezug : LEH
          Hierzu folgendes
          Die LW stellt “ nur“ Grundnahrungsmittel her.
          Was der MART daraus macht, darauf hat die LW keinen Einfluss mehr. Weder beim Preis noch bei der Deklaration.

          Ich könnte jetzt eine Flut an WARUM ’s folgen lassen.
          Alles wird überall hier auf dieser Plattform schon gefragt.

          Herr Niemann, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist:
          der Bauer steht morgens mit seinem Beruf auf, er hat ihn den ganzen Tag um sich, er geht mit ihm schlafen und trägt ihn teilweise noch die Nacht mit sich herum.

          Das ist Sachbezug : Leben

          Und dieses Leben beinhaltet alles, deshalb darf auch alles angesprochen werden.

          9+
      • Reinhard Seevers sagt

        Sachargumente sind anscheinend interpretierbar:
        Laut UBA ist die deutsche Landwirtschaft für 7,3% der Treibhausgasemissionen verantwortlich (Stand 2017)
        Laut Dr. Flessa vom Thünen Institut ist die deutsche Landwirtschaft für ca. 11% der THG – Emissionen verantwortlich (Vortrag vom 9.7.2019, Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft.
        Die klugen Köpfe wissen selbst nicht, wie groß der schwarze Peter sein soll oder muss….

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Je mehr Kritik an den Kreuzen, desto besser die Wirkung.

      Die sehen ihre Felle davonschwimmen, deshalb wird nochmal kräftig draufgehauen.
      In dem Bericht wird der Abgeordnete Willi Stächele zitiert, und gleich noch darauf hingewiesen, dass Staatsanwaltschaft wegen des Mappus-EnBW-Deals gegen ihn ermittelt hat. Das ist sicher Richtig, die Ermittlungen sind eingestellt worden, weil es keine Straftat gab.

      War selbst bei der zitierten Demo mit Herrn Stächele, der Ort ist zur besten Weinansicht Badens gewählt worden mit einer wunderbaren Aussicht auf Straßburg, auf zehntausende hochstämmige Kirschbäume, im Frühjahr, blühende Kirschbäume. Von Karlsruhe, Mannheim bis Württemberg kommen die Imker mit den Bienen und sind begeistert, wie die Völker sich entwickeln.
      Dem Bürgermeister Hattenbach habe ich erklärt, man kann nach dem Volksbegehren, statt hochstämmige Kirschbäume auch Mais anpflanzen, na ja, Die Begeisterung hielt sich in Grenzen.
      Die Streuobstbäume, über die im Bericht geschrieben wurde, sind schneller abgesägt, als manche von den Schmierfinken denken können.

      Meine Motorsäge steht bereit, zweimal durchgezogen und schon läuft sie.

      11+
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      4+
        • Eckehard Niemann sagt

          Nein, Bauer Willi braucht auch keine Beauftragten.
          Ich nehme allerdings Bauer Willis Appell zur Sachbezogenheit ernst.

          2+
          • Obstbäuerin sagt

            Herr Niemann, das war eine rhetorische Frage. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass Bauer Willi Sie niemals beauftragt hätte, hier im Blog den Moralapostel zu spielen. Ich finde Ihre Kommentare in der Monotonie und Häufigkeit auch sehr störend oder haben Sie das so beabsichtigt?

            5+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Habeck sagt: „Die Landwirte brauchen Alternativen für extensivere und ökologischere Produktionsweisen.“ Extensivere Produktion bedeutet Abnahme des Selbstversorgungsgrades. In Österreich warnt die AGES vor Ertragseinbußen durch den Klimawandel und wachsende Auslandsabhängigkeit. Dieses Problem betrifft aber in Zukunft viele Staaten bei wachsender Weltbevölkerung. Darf man angesichts dessen den Ruf nach Extensivierung kritisieren? Wer wird zur Verantwortung gezogen werden, wenn es Engpässe bei der Lebensmittelversorgung gibt?
        War das jetzt sachlich genug, Herr Niemann?

        2+
        • Brötchen sagt

          Frau Ertl, der Herr Niemann spielt sich hier ständig als Blockwart auf, ich würde das nicht so ernst nehmen. Es kann nun nicht jeder seitenlang Zeitungsartikel abschreiben, eine Meinung zu haben ist meines Erachtens wichtiger!

          2+
          • Paulus sagt

            Hallo Brötchen, jetzt tust du Herrn Niemann aber wirklich Unrecht! Heutzutage und speziell in diesem Fall bezeichnet man derart wichtige Zeitgenossen als „Blogwart.“ Soviel Korrektheit sollte schon sein.
            Auf der Visitenkarte steht dann in holperigem Englisch: Monitoring Manager for Communication and Specialist for observance of customs – oder ein ähnlicher Quatsch.
            Aus einem schlichten Hausmeister wurde ja schließlich auch ein Facility Manager, und bei Gebäuden mit über 10. Stockwerken … na ja, das würde den Blogwart jetzt wieder auf den Plan rufen.

            Was die LW betrifft fällt mir da auch so einiges ein. Und jetzt mal ehrlich, die Bezeichnung Bauer oder gar „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche LW“ klingt in der jetzigen Zeit doch etwas popelig, oder? Mit zeitgemäßen Bezeichnungen z.B. für die Ferkelhebamme, das ist die liebenswerte Dame mit der Mistforke, und dem Bauerhans könnte ich beginnen. Ok, ich wage mich eh nur noch selten auf die rechte Rheinseite. 🙂

            0
            • sonnenblume sagt

              Für die Berufsbezeichnung Hebamme hat man bislang aber noch nichts neues gefunden. Und der Beruf der Ferkelhebamme ist genauso anspruchsvoll wie der einer Hebamme im humanitären Bereich.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Paulus, ich war in meinem vorigen Leben auch schon „After Sales Manager“, was sich inzwischen wohl „Customer Happiness Service“ nennt, Kundendienst klingt ja nach nix. Als Ferkelhebamme fühle ich mich ganz wohl, weiß so doch jeder was damit anzufangen. Aber ich bin sehr auf deinen Vorschlag gespannt! Hab auch gerade kein Werkzeug zur Hand 😉

              0
            • firedragon sagt

              Paulus,
              die Bezeichnung „Bauer“ passt nicht in unser Zeitalter?
              Wenn „der Bauer“ einen anderen Namen bekommen soll, um ihn zu „pushen“, braucht es einen dazugehörigen Image – Rausputz. „der Bauer“ muss dann allerdings auch ganz anders in der Öffentlichkeit auftreten.
              Die Frage ist nun : In welche Richtung?

              Ist jemand hier, der sich in Marketing und Imagepflege auskennt?

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            • sonnenblume sagt

              Könnte man neue und bessere Berufsbezeichnungen in deutscher Sprache finden? Oder ist unsere Sprache so einfach gestrickt, dass es nur “ femdsprachlich “ geht? Der englische, oder französische Sprachraum nimmt auch keine deutschen Berufsbezeichnungen an. Andererseits müssen wir “ modern und global “ denken.

              0
        • Ja, dann müssten die Verbraucher wieder mehr in die Nahrungsmittel, bzw. Rohstoffe aus der Landwirtschaft investieren und so mit in die Ökologir, anstatt in teure Flugreise und irgendwelchen Plastikscheiss oder andere umweltschädliche Artikel! Wie wärs, dann retten wir alle zusammen die Umwelt?

          0
  12. Obstbäuerin sagt

    Diese Meldung findet sich heute in allen online und Printmedien:
    https://www.focus.de/politik/deutschland/klima-kuenast-klimaschutz-geht-nur-mit-ernaehrungswende_id_11232280.html
    Besonders der letzte Abschnitt gibt mir zu denken. Was soll uns das sagen?
    „…Die Landwirtschaft werde diese Wende von sich aus nicht hinbekommen, da es im Agrarbereich zu viele Beharrungskräfte gebe. „Da wird über Versicherungen geredet und staatliche Zuschüsse wegen Dürre oder Hochwasser“, sagte Künast. „Aber es wird zu wenig darüber geredet, dass wir die Strukturen verändern müssen.“

    1+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Das ist doch erfreulich, dass endlich auch der Konsument adressiert wird. Und bei veganer Ernährung ginge sich auch Bio flächendeckend aus – egal wie ökologisch sinnvoll es ist, aber es wird vom Konsumenten nun mal eingefordert.

      0
      • Obstbäuerin sagt

        Dann bleibt uns wohl nur noch eines, wenn wir überleben wollen: Wir müssen alle auf Bio umstellen und zwar gleichzeitig!!!?

        1+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen Obstbäuerin,

          den Gedanken hatte ich auch. Man diskutiert darüber im Betrieb und mit Kollegen.

          Bei optimalen Böden, bei optimalen Wetterbedingungen, bei optimaler Fruchtfolge… kurz, wenn alles passt, ist das möglich.
          Es passt aber nicht alles! Demnach ist es nicht möglich.

          Angenommen, wir stellen alle um – ich bin jetzt mal „abgehoben“ – auch ganz Europa.
          Zwar hätten wir wahrscheinlich bessere Technik, aber die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln wäre auf dem Stand von vor etwa 100 Jahren.

          Schade, dass keiner mehr da ist, der erzählen kann, von was man sich damals so ernährt hat.

          2+
          • Elisabeth Ertl sagt

            Ja, dann muss man sich eben von all dem ernähren, was die Fruchtfolge so hergibt. Auf Lieblingsspeisen kann man da keine Rücksicht nehmen. Nur leider können wir dann nicht einmal in den österreichischen Alpen mehr Fleisch und Milch produzieren, weil wir sie ja wie in Frankreich an den Wolf abtreten müssen – obwohl die AGES prognostiziert, dass das alpine Grünland vom Klimawandel profitieren und ertragreicher werden wird. Aber vielleicht führt dann die fruchtfolgengemäße pflanzliche Ernährung zu einer gewissen Änderung des Wolfsimages.

            1+
            • firedragon sagt

              Obstbäuerin, wie viel Flachland im alpinen Gebiet gibt es, welches man beackern kann?

              1+
                • Obstbäuerin sagt

                  Ich habe mich schon gewundert und überlegt, was ich dazu beitragen könnte aber so richtig ist mir nichts eingefallen.

                  1+
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Ja eben, dort kann man ja nur Fleisch und Milch produzieren, aber das verhindert dann der Wolf, den die Bevölkerung ebenso dringend braucht wie flächendeckende Biolandwirtschaft. Die pflanzliche Ernährung kommt dann bei uns natürlich v.a. aus dem Weinviertel und aus den Alpenvorländern und ein wenig auch von den Talböden an Inn, Salzach, Enns, Mur/Mürz und Drau, nebst ein paar Nebenflüssen, deren Talböden durch den Klimawandel auch fruchtbarer geworden sind.

                  4+
          • Brötchen sagt

            firedragon brauchst Du nur ehemalige DDR Bürger fragen.
            Kohlsorten, Äpfel, Kartoffeln satt und das wars.
            Tierisch muss alles verfüttert werden was noch organischen Stickstoff enthält, auch Schlachtabfälle, Küchenabfälle und Hähnchenmist.

            China stützt zur Zeit in bestimmten Regionen die Schweinefleischpreise, weil es sonst zum Aufstand kommt, die haben jetzt ca. 50 % des Bestandes, wie mal vor Jahren.

            2+
            • sonnenblume sagt

              Hallo Brötchen, wenn man hier das zu 100% umsetzen will. was Frau Künast da vorträgt dann hat sie den Aufstand auch fertig. Die Dame glaubt doch nicht allen Ernstes, dass die Bevölkerung sich so bevormundet lässt. Das kann sie noch so schön und clever umschreiben wie sie will. Die Menschen werden sicher etwas mehr überlegen, aber sie gehen nicht 100Jahre zurück. Wenn das Thema Klima abgedroschen ist und neue Themen kommen, dann läuft in der Regel doch alles wie zuvor.

              1+
              • Brötchen sagt

                Äh die weiss nicht, von was sie redet.
                Ich erkläre das immer so, fahren sie bitte auf dem Berliner Ring, gucken sie rechts und links und nach vorn und hinten. Sehen sie Unmengen an Tieren? Sehen sie Unmengen an Autos ?

                Ist doch Logo, die Tiere sind schuld und die Autos überhaupt nicht.

                Die haben einen am Helm, die behaupten Tierhaltung wâre böse, was CO2 betrifft. Man muss das abwägen und bewerten. Die haben nichts anderes als Hunger verdient. Ich wâre ja für eine Registrierung bei Handy, bitte stimmen sie ab, ob sie die Energiewende und die LW wende haben wollen. Wer dafür ist wird zuerst abgestellt,wenn es knapp wird und es wird knapp werden.

                3+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Würden sich die Fleischpreise verdoppeln,
                  dann ziehen die Städter zwei gelbe Westen über.
                  Die fragen nix mehr nach CO2 wenn das Schnitzel auf dem Teller fehlt.

                  Vor ein paar Tagen, hatten wir ein Schulklassenstammtisch. Provozierend fragte ich die Damen in der Runde, ob sie jetzt auf Fleisch und Wurst verzichten (wegen dem CO2 und so), die Antwort war bei der Essensbestellung zu sehen, nix vegetarisch

                  4+
                • Brötchen sagt

                  Ehemaliger das sind die alten, die sind bei uns auch so, selbst die alten Westberliner waren alle in ihrer Kindheit auf dem Bauernhof, mit denen kannst du noch sachlich reden. Was die nachfolgenden Generationen betrifft wird es schon schwieriger. Meine Erfahrung. Die letzteren kaufen meine Eier 😉

                  0
                • „Ist doch Logo, die Tiere sind schuld und die Autos überhaupt nicht.“

                  Ja klar, sind die Tiere schuld . Und die vielen BioRinder hier bei uns in der Region – allerdings nicht auf der Autobahn, da gibt es nur Nandus- sind eigentlich der Klimakiller Nummer 1. Die Touristen sind immerhin noch so orientiert, dass sie bei einem solchen Spruch dann doch zweifelnd auf ihre Autos gucken😄 Bei Renate sieht das eben anders aus.
                  Ich werde bei der Frau immer albern, ernst kann ich sie einfach nicht nehmen.
                  Die Wähler ihrer Partei ernähren sich doch angeblich alle regional, saisonal und sonstwie, und vor allem am Tierwohl orientiert. Dann kann doch jeder, der grün wählt, auch gerne eine Ernährungswende machen. Nur zu! Und wehe, da trinkt einer Rotwein aus Italien oder Frankreich. Oder kauft sich eine Apfelsine oder Banane.
                  Nur könnten dann die vielen chicen Bioläden in den Großstädten zumachen, aus der Region????

                  3+
                • sonnenblume sagt

                  Eine Expertengruppe überwacht dann den Einkauf, damit nicht Wasser gepredigt wird und Wein getrunken. Wir sind doch gut in Bezug auf Kontrollen. Warum immer nur bei uns? Eine Dame hat doch in NRW schon mal geschummelt. 90% des Weges in der großen Dienstlimousine und die letzten 100m im umweltfreundlichen Kleinwagen. Ist beim Fahrzeugwechsel leider aufgefallen.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Brötchen

                  Meine Frau arbeitet bekanntermaßen in einem Altersheim und die meisten der alten Damen sind im Kopf noch recht helle. ( also, die sind noch älter als ich 😉 )
                  Die Damen sind an der derzeitigen Diskussion, wie das Volksbegehren und Fridays for Future sehr interessiert und beurteilen die aus ihrer Sicht, aus der Sicht von Menschen, die mal längere Zeit gehungert haben.
                  Eine der Damen fragte bei meinem Leserbrief nach, ob meine Frau den Mann gleichen Namens kenne. Als meine Frau sie informierte, dass ich bereits im Verkündigungsblatt unserer Gemeinde eine Leserbrief schrieb, musste ich den per Kopie nachliefern.

                  3+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Sonnenblume,

                  war das die Person, deren in Alicante während des Urlaubes der Dienstwagen gestohlen wurde?

                  Tja, Sachen gibts liebe Ulla.

                  1+
                • sonnenblume sagt

                  @ Ehemaliger, nein, das war eine Kollegin namens Sylvia.

                  1+
                • sonnenblume sagt

                  Themen die hier aktuell diskutiert werden, sind Stellenabbau bei Zeitarbeitskräften die schon
                  zum Stammpersonal zählten , Kurzarbeit beim festen Personal, alles schneller und schlimmer wie damals, vor 10 Jahren. Diese Menschen haben andere Sorgen.

                  2+
    • Der ominöse taz Artikel wird heute in den Tageszeitungen rezitiert (Stuttgarter Nachrichten). Inhaltlich noch mieser. Meine Hochachtung vor der Presse ist mittlerweile auf dem absoluten Tiefpunkt!

      10+
      • Brötchen sagt

        Mark hast Du was anderes erwartet.
        Die komplizierte Materie ist selbst für Fachjournalisten schwierig. Siehe Meldung bei Agrarheute zum Humusaufbau aktuell.
        Ich lese so gut wie keine Berichte über Landwirtschaftsthemen in der normalen Presse, ist gesünder.
        Da wird es noch viel Streit in der Fachwelt geben.

        2+
      • firedragon sagt

        Wisst ihr, die TAZ kannte ich bisher überhaupt nicht. Erst jetzt und ich verzichte gerne auf weitere „Berichte“ von denen. Bringt mir nichts.
        Fachzeitschriften sind dann doch vorzuziehen.
        Die können einem wenigstens beim Erweitern des eigenen Horizont helfen, der andere Mist lässt einen doch nur kopfschüttelnd zurück.

        0
    • Günter Reichard sagt

      Hoi Obstbäuerin,
      mit diesen Artikel hat Frau Künast sicher nicht unrecht.
      Ich bin sicher kein Freund der Grünen, aber sie haben zumindest die
      Diskussion angestoßen und nennen auch mal Roß und Reiter.
      Im Moment darf die Landwirtschaft in Europa das Faustpfand spielen
      für all die Handelsabkommen die einzig und alleine der Industrie dienen
      und mit importierten Billignahrungsmitteln eben aus den Ländern hält man sich die Bevölkerung vom Leib.
      Derweil schlagen die Bauern aufeinander ein und machen sich gegenseitig kaputt.
      Nachstehend ein Link über Produktionsmethoden im Süden von Europa, man sieht es ist immer das gleiche.
      Wo ist die EU Kommison, wo sind die nationalen Regierungen, die Bauernverbände,
      Wo steht der einzelne? Ich habe mir die Felder in Süditalien angesehen, abgesehen von der
      Umwelt, würde jeder Tierhalter eingesperrt werden, würde er mit seinen Tieren so umgehen.
      Liebe Obstbäuerin, dass Du da keine Chanche auf Dauer hast, dürfte wohl klar sein,
      aber daran haben die Grünen nur bedingt schuld.
      Die wirklichen Deals machen da andere.
      Viele Grüße aus Südtirol Günter
      https://br.de/mediathek/video/dokthema-europas-dreckige-ernte-das-leid-hinter-dem-geschaeft-mit-dem-obst-und-gemuese-av:5c5afb0c23c85300189035b7

      0
      • Brötchen sagt

        Ich muss kein Obst aus Tirol kaufen! Und auch kein bier aus Bayern und nichts von Ikea aus Schweden. Bitte den Ball flach halten bzw. an das Glashaus denken.

        0
    • sonnenblume sagt

      Frau Künast fordert eine Ernährungswende. Die Ansätze, saisonal, regional usw. sind doch gut. Ob nun konv. oder biologisch gearbeitet wird sollte betriebsabhängig bleiben.Aber wenn es weiter geht Richtung vegan oder vegetarisch, dann stellt sich doch irgendwann die Frage, wo beginnt die Privatsphäre des Bürgers. Das kann sie sich dann wünschen, aber mehr auch nicht.

      2+
    • bauerhans sagt

      typisch Künast:ich hab recht und ihr rückständigen bauern müsst endlich in die gänge kommen!

      5+
      • Obstbäuerin sagt

        So richtig verstehen wird man sie wohl erst, wenn sie die „Beharrungskräfte“ beim Namen nennt. Ob da nicht die Pflanzenschutz- und Mineraldüngerbefürworter an erster Stelle stehen?

        1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „da es im Agrarbereich zu viele Beharrungskräfte gebe.“

          Den Satz finde ich gut!

          Der Bauerhans ist Schuld, weil er die Schweine mästet. 😉

          Ich doch nicht, ich als Verbraucher esse nur Schnitzel und Schweinshaxen. 😉 🙂 🙂

          1+
          • Brötchen sagt

            Die Beharrungskräfte muss es doch geben.

            Ein Landwirt muss immer langfristig denken und handeln.

            Die Gründen können jedes Jahr was anderes machen, inm anderen Branchen kann man jedes Jahr eine neue Idee haben.
            Siehe Bankenkrise oder Dot.com Blase. Der Landwirt sitzt auf seiner Scholle oder seinem Stall fest.

            1+
            • sonnenblume sagt

              Da werden immer Begriffe in den Raum gestellt! Oft frage ich mich, ob sie selber ganz genau wissen was sie sich darunter vorstellen, oder etwas beschreiben wollen, von dem sie nur eine Vision oder wage Vorstellung haben? Für einen Landwirt eine ganz gefährliche Situation. Wir haben doch heute schon keine Planungssicherheit mehr. Vielleicht denkt die auch wirklich schon an eine Form von staatlich reglementierter Landwirtschaft. Diesen Leuten traue ich so einiges zu. Noch müssen sie sich zurückgehalten, aber wenn sie freie Fahrt hätten dann suchen wir uns besser einen anderen Job.

              8+
    • Paulus sagt

      Ach ja, liebe Obstbäuerin, die gute alte Tante Renate mal wieder. 🙂 Und jetzt wiederhole ich mich auch wenn es nervt: Als Landwirt würde ich mir eher über das Schweigen und die vornehme Zurückhaltung meiner Berufsverbände Sorgen machen, statt mich über das Geseihere der guten Frau Künast zu echauffieren. Ich lese die landwirtschaftliche Fachpresse nicht, aber in der öffentlichen Wahrnehmung kommt von denen jedenfalls schlicht und ergreifend nichts. Das sind doch nur eitle Hüter ihrer Pöstchen aber garantiert keine Macher. Wenn sie mal etwas in der Öffentlichkeit erscheinendes von sich geben, ist es unterirdisch und wird bestenfalls und mit Wohlwollen als „naja die Bauern mal wieder“ aufgefasst.
      Marketing betreibt allein der LEH und zwar in eigener Sache. Da sind die Erzeuger nur Mittel zum Zweck.
      Und selbst wenn die hypothetische große Umerziehung a la Künast stattfinden sollte und auch der letzte deutsche Bauer in die Knie gegangen ist, ich bin in 30 Min. in Belgien oder Holland. Alternativ bestelle ich meinen Schweinenacken genau dort und am nächsten Tag steht der Bote von UPS oder DHL vor der Tür. Soviel zur den dummen Parolen irgendwelcher grünen Irrlichter.

      Und jetzt noch etwas für Elisabeth Ertl: Da man Wölfe nach meiner Kenntnis schlecht auf vegane Kost konditionieren kann, dürfte dieses Problem im Fall der Umerziehung gleich miterledigt sein.
      Ich empfehle die Papiere der Chemie- und Pharmaunternehmen zu kaufen.
      Nachdem die an diesem scheiß Glyphosat nun eh nichts mehr verdienen können, werden die sich darüber freuen, den Markt mit sündhaft teuren und günstig herzustellenden Nahrungsergänzungsmittelchen zu bedienen. Da sind ganz cool.

      Man sollte so manches auch mal positiv sehen und viel mehr lächeln. Ein Schuss Sarkasmus gehört nun mal dazu. Wie sagte ein Fußballtrainer nach x verlorenen Spielen einmal, Lebbe geht weiter. Den Spruch habe ich mir gemerkt.

      2+
      • Brötchen sagt

        Paulus bei uns ist der DBV sehr oft in den Medien auch persönlich in der Abendschau, deine Wahrnehmung auf BB trifft meines Erachtens nicht zu. In der Fachpresse sind viele Beiträge zur alternativen Bodenbearbeitung und auch zu neuen Technologien, das ist nicht so wie hier kolportiert, da ist ne Menge im Fluss.
        Hängt natürlich alles viel Markt und Geld ab. Meines Erachtens ist selbst der betreiber hier etwas hinter dem mond.

        1+
        • sonndnblume sagt

          Die Sache mit der alternativen Bodenbearbeitung ist schon recht witzig. Da schreiben die Blätter hier zeitversetzt, mindestens 1-2 Jahre später von euch ab und geben das dann als neue Erkenntnis raus. Auf dem Gebiet braucht man eure Zeitschriften. Sonst läuft man wichtigen Entwicklungen hinterher.

          0
        • sonnenblume sagt

          Unsere Fachzeitschriften hier laufen in punkto Bodenbearbeitung der Zeit hinterher. Sie schreiben zeitversetzt, etwas 1-2 Jahre später von euch ab und präsentieren das dann als neueste Erkenntnis. Manchmal echt witzig. Nun ja. Wenn man da auf Stand bleiben will, dann braucht man eure Hefte.

          0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Diese Probleme haben wir nicht. Nach dem Pflanzen der Bäume und der Reben wird einmal eingesät und das bleibt 20 bis 30 Jahre so.
          Zumindest das ist noch nicht kritisiert worden.

          1+
        • sonnenblume sagt

          Diese wirklich interessanten Dinge in Bezug auf Bodenbearbeitung, die Du hier anspricht. schaffen es LEIDER nur bis in die Fachpresse. Wenn der Bürger wüsste was da alles schon so läuft, dann würde er der modernen Landwirtschaft vielleicht nicht mehr so ablehnend gegenüberstehen. Es ist doch ein grosses Manko, dass er das nicht erfährt. Das ist etwas, dass mich immer wieder beschäftigt. Warum werden solche Entwicklungen nicht viel breiter veröffentlicht?

          0
      • Brötchen sagt

        Wenn der wolf ein Grossteil deiner Schafe gemeuchelt und zerrissen hat, sage ich mir dann auch mit Tränen in den Augen „Lebbe geht weiter“. Bloße für euch nicht, war ja nur mein Lieblingsschaf. Oder wenn sie in Berlin deinen Audi abgefackelt haben, oder den 100 Tsd Trecker nach Polen abtransportiert haben, als du schliefst, oder deine Jungrinder geklaut wurden.
        Ja Lebbe geht weiter.

        Ich weiss schon wie du es meinst, aber manchmal fällt es wirklich schwer mit Lebbe.

        4+
      • Obstbäuerin sagt

        Ja Paulus, als Nichtbetroffener sieht man die ganze Misere mit anderen Augen. Das klingt ja fast wie: Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer. Warum soll ich mir denn um den Bauernverband Sorgen machen. Die Zeit der Verbände ist vorbei – die NGO´S haben übernommen und sie stützen die, wo das meiste Geld zu erwarten ist.

        1+
    • brouss sagt

      Ich habe die Künast vor n paar Wochen in einer Talkshow gesehen. Mein Eindruck war:

      „Die wird langsam dement!“

      Auf dem Bild im Link sieht sie auch nicht gesund aus.

      0
      • Eckehard Niemann sagt

        „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
        Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

        1+
  13. Friedrich sagt

    An alle hier !!

    Gut , daß es unserem Willi wieder besser geht und wünschen ihm eine gute Genesung.

    Trotz starker Erkältung hat es mir keine Ruhe gelassen , warum der taz- Aufsatz gerade jetzt kam ? Willi war am 25.9. in Berlin . Hat dann das Gespräch mit Herr Habeck aufbereitet und evtl. auch autorisieren lassen, wie bei den Grünen fast immer üblich , oder ? In der Zwischen zeit hat die taz bei Willi sich gemeldet und den Artikel verfasst . Dieser Artikel kam dann sehr zeitgerecht , als wir hier über Habeck diskutiert haben. Für mich steht fest , daß dieser taz-Artikel genauso placiert wurde , um von Habeck abzulenken und unseren Willi zu demontieren. Mit dem Krankenhausaufenthalt ist das denen dann auch gelungen. Jetzt redet alles über den taz-Artikel und über Willi und nicht mehr über die Grünen mit ihren kruden Spielchen. Diese Linksgrünen reden von der Verrohung der Sprache , aber was ist denn der taz-Artikel ? viel schlimmer, weit unter der Gürtellinie. Das ist genau das was hier im Lande abläuft , nämlich Andersdenkende fertig zu machen. Deshalb mein Aufruf hier an alle, weiter über das Habeckgespräch zu sprechen. Ich würde es auch für richtig halten , wenn unser Willi das für richtig hält , den taz-Artikel in den Blog zu stellen und diesen ekelhaften Schreiberling zu disqualifizieren. Das hilft ! Was meint ihr dazu ?

    12+
    • firedragon sagt

      Friedrich,
      den Artikel hat „Bauer Willi“ schon auf „zur Person“ eingestellt.

      2+
    • Paulus sagt

      Friedrich, du misst dieser linksgrünen Postille zu viel Bedeutung bei und verschwendest nahezu sinnlos Energie. Die Schreiberlinge und Leserschaft der taz wirst du niemals erreichen, geschweige denn mit Argumenten überzeugen und schon gar nicht auf Linie bringen.
      Aus Sicht eines Außenstehenden, würde ich in den eigenen Reihen beginnen, statt mich an hoffnungslosen Vorhaben abzuarbeiten.
      Die Folgen eines Übels bekommt man nicht oder nur schwer in den Griff, solange man die Ursachen nicht erkennt und abstellt. Ist eine uralte Weisheit.
      Da fällt mir als Erstes euer Oberindianer nebst Begleitpersonen ein. Der hat nach Auskunft eines Blogteilnehmers 17 oder 18 Pöstchen, kein Wunder das ihn keiner kennt. Wäre ich Mitglied des DBV würde ich da gehörig auf den Putz kloppen um dieser Geisterwirtschaft ein Ende zu bereiten.
      Ähnlich scheint es mir bei Bauer Willi zu sein. Wenn ich hier lese auf wieviel Kanälen
      der unterwegs ist und gleichzeitig Vorträge hält und alles Mögliche versucht, kann das auf Dauer nicht gutgehen. Das traurige und bedauerliche Resultat haben wir vor Augen. Ich halte mich wirklich für ein Arbeitstier, würde mich aber nie in solch ein selbstgewähltes, nicht zuletzt von einer gewissen Eitelkeit geprägtes Dilemma begeben. Da könnten mir noch so viele Obstbäuerinnen, Ingas und Friedrichs zujubeln.
      Ein guter Freund von mir hat es mal sehr ernsthaft so ausgedrückt: Paulus, es gibt ein Leben vor dem Tod. Ein zweites hast du nicht. Ich denke, wir sollten Bauer Willi gönnen, sein Enkelkind in der Gillbachaue spazieren zu fahren, oder ganz einfach Löcher in die rheinische Luft zu gucken, auch wenn uns dann was fehlen würde.

      3+
    • „um von Habeck abzulenken und unseren Willi zu demontieren“

      nennt man das auch „projizieren“
      Die sollten sich etwas schämen!
      Machen das gebildete Leute?

      1+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, hier meine Meinung zur Diskussion um den Beitrag in der TAZ.
      Bei Medienleuten liegt immer etwas vorbereitet in der Schublade. Ich kann mich ganz genau erinnern, als damals vor vielen, vielen Jahren Gregor Gysi in den Deutschen Bundestag eingezogen ist, wurden mit einem Schlag“ STASI“ Vorwürfe über ihn veröffendlicht die Deutschland zur Erschütterung bringen sollte. Später stellt man fest ,das er in jeder sogenanten Volkspartei, der ehemaligen BRD herzlich willkommen war.

      0
  14. Walter Parthon sagt

    In Rheinland-Pfalz neigen sich die Herbstferien dem Ende zu. Die haben mein Wahlkreisteam und ich genutzt, um mal über den Tellerrand zu schauen – bzw. auf die Teller unserer europäischen Nachbarn.
    Was uns aufgefallen ist? In französischen Supermärkten wird viel Wert gelegt auf „Made in France“ – in italienischen auf „Made in Italy“.
    Wenn man Lidl in Frankreich betritt, prangt gleich am Eingang eine riesige Werbung, die besagt: Wir arbeiten mit französischen Viehhaltern zusammen, um ihnen eine fairere Bezahlung bieten zu können. Auf seinen Plastiktüten wirbt Lidl damit, nur Milch von französischen Erzeugern zu verkaufen. Und man weiß, dass der Durchschnittsfranzose deutlich mehr für seine Lebensmittel ausgibt als der deutsche Verbraucher.
    Auch in anderen Supermärkten sieht man beim Obst und Gemüse nur eines: Herkunftsland Frankreich. France, France, France, so weit das Auge reicht. In Italien dasselbe: Alles stammt aus bella Italia.
    „Made in Germany“ gilt vielen hierzulande als Qualitätssiegel – jedenfalls wenn es um Autos oder Werkzeuge geht. Wieso gilt das nicht auch für landwirtschaftliche Produkte? Wieso fällt es dem Großteil der Menschen nicht einmal auf, wenn ihnen mitten in der deutschen Weinlese Trauben aus Südafrika untergejubelt werden? Wir haben derzeit massenhaft Äpfel in Rheinland-Pfalz, dennoch finden wir im Supermarkt Äpfel aus Italien.
    Wir müssen da hinkommen, wo Frankreich und Italien schon sind:
    Regional einzukaufen muss der neue Trend werden – der Umwelt zuliebe, dem Klima zuliebe und auch der deutschen Landwirtschaft zuliebe. Denn unsere Bauern produzieren Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Getreide unter strengsten Auflagen und zu höchsten Standards. Wann zahlt sich Qualität endlich für sie aus?

    11+
    • sonnenblume sagt

      Selbst ein großer Biohändler, von dem wir hier regelmäßig Werbung bekommen, kauft weltweit ein. Auch da spielt regional absolut keine Rolle. Wie können wir von der Basis aus da eine Veränderung herbei führen? Das ist doch fast unmöglich unter den derzeitigen Bedingungen. Gerade auch weil soviel Stimmung gegen deutsche LW gemacht wird. Sicher spielen auch die alten Denkweisen eine Rolle, Das beste Rindfleisch kommt immer aus Argentinien, der beste Wein immer aus Frankreich, usw.

      5+
    • Paulus sagt

      Walter Parthon, zumindest einen Trost für deutsche Bauern gibt es dennoch. In der ausgesprochen exklusiven LM-Abteilung des Le Bon Marché in Paris gibt es tatsächlich original westfälischen Schinken, Jambon westphalien. Er zeichnet sich durch einen höheren Speckanteil bzw. einen breiten Speckrand aus und ist sozusagen schweineteuer. Erstaunlicherweise bekommt man bei uns, selbst im Westfälischen, nur dieses erbärmlich magere Zeugs.
      In Sachen Ernährung ticken unsere französischen Freunde tatsächlich anders. Für meine Schwiegermutter gelten die Leber und das Schmalz einer Gans als das einzig Verwertbare, der Rest kommt eher so als Abfallprodukt auf den Tisch. In deutschen Restaurants wird dir eine ausgelutschte, dröge und schlecht tranchierte Gans als Delikatesse serviert.
      Französische Bauern genießen, auch historisch bedingt, eine hohe Wertschätzung. Klar, dass sich das auch auf deren Produkte auswirkt. Daran kommt der LEH einschl. Lidl und Konsorten nun mal nicht vorbei.

      1+
      • sonnenblume sagt

        An dieser Entwicklung hat auch die Ernährungsberatung einen großen Anteil. Wer sich ausgewogen und auch kalorienbewusst ernährt, muss nicht zwingend fettloses Muskelfleisch nehmen. Aber durchwachsen ist bei uns doch igitt. Solange die Meinung in den Köpfen nicht korrigiert wird ist es schwierig.

        1+
      • sonnenblume sagt

        Mein Gedanke zur Esskultur. Haben wir jemals so eine ausgeprägte Esskultur besessen wie man sie in Frankreich kennt? Oder ist uns das ganze Wissen in den Wunderwirtschaftsjahren nach dem Krieg abhanden gekommen? Man wurde dann doch weltoffen, unsere “ Gastarbeiter “ brachten neue Gerichte mit, man fuhr nach Italien in Urlaub, niemand mochte als rückständig angesehen werden und alles Fremde war Chic. Haben wir damit auch den Bezug zur heimischen Produktion verloren? So ließe sich auch der starke Wunsch nach exotischen Lebensmitteln erklären. Dadurch bedingt hat sich die Kochkunst hier auch nicht so stark weiter entwickelt. Zum Glück setzen einige Köche mittlerweile auf Regional mit neuen Ideen. Aber bis sich das auch im Privaten durchsetzt, werden wir wohl noch sehr viel Geduld haben müssen. Dann könnten wir vielleicht auch davon profitieren.

        0
        • Brötchen sagt

          Sonnenblume ich habe etwas mit den Fleischerhandwerk zu tun, war auch schon in Italien und gucke auch so ein was da so gemacht wird. Z.b. die wurstkultur in in d. Einzigartig! Auch die Brotsorten gibt es in der Vielfalt nicht auf der Welt. Wir sollten diesbezüglich selbstbewusster sein. Der italienische Fleischer hat mir stolz erzählt, das er in d. gelernt hat.

          0
    • Berthold Lauer sagt

      Ist ja alles richtig. Aber geht es den französischen oder italienischen Kollegen wirklich besser? Wir haben hier im Grenzgebiet viele Kontakte bzw einige Kollegen bewirtschaften auch Flächen in Frankreich. Die Erzeugerpreise geben sich nicht viel. Manche verkaufen an den Landhandel in Frankreich (z.T. wohl wegen des Container-Service), umgekehrt verkauft der ein oder andere französische Kollege an die hiesige Genossenschaft oder Mühle. Scheint so, als hätte der franz. Lebensmittelhandel eine höhere Spanne.
      Andererseits machen französische Kunden einen erheblichen und steigenden Anteil in den Supermärkten und bei den Discountern der Region aus, weil’s einfach billiger ist oder sowieso auf dem Weg zur oder von der Arbeit liegt. Wenn er also die Gelegenheit hat, ist auch der Konsument in Frankreich „preisbewusst“

      0
      • Brötchen sagt

        Es stimmt auch nicht der Durchschnittspreis über alle Lebensmittel ist in d. nicht niedriger als in fr. oder in Italien. In Italien kostet Parmesan oder Schinken viel weniger als bei uns.

        0
  15. Christian Bothe sagt

    Was will dieser Möchtegernjournalist in Landwirtschaftsachen und eigentlich sagen?Nix, nur Krawall und Krieg mit der LW. Von Habeck nichts Neues und viel Unausgegorenes, eben ein Philosoph und Kinderbuchautor…Bin gerade in Wisconsin und wenn ich über die s.g.Agrarwende erzähle, schütteln die Farmer nur den Kopf über Deutschland und die Weltverbesserer.

    7+
    • Thomas Apfel sagt

      Warum „Chemie“ montan der zentrale Begriff in den Framingaktivitäten des Bio-Umfeldes ist .:
      Gestern hatte die bei mir angesiedelte SOLAWI Erntedankfest. Da kommt man mal mit Publikum zusammen, mit dem man als Landwirt sonst keinen Kontakt hat.
      Was man selbst bei intellegenten Leuten feststellt, ist die Wirksamkeit der medialen Dauerberieselung und der Kampagnen der im BIO-Umfeld verankerten Akteure.
      Der Hauptfeind sind momentan die Pflanzenschutzmittel. Es gibt eine Kampagne „Enkeltaugliche Landwirtschaft“, deren Hauptziel das Verbot aller chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel ist („40.000 to Gift, die die konventionellen Bauern jedes Jahr verspritzen müssen komplett verboten werden“). Etappenziel sind momentan die Herbizide (Stomp. Boxer und Glyphosat und alle Kombi-Mittel mit den Wirkstoffen dieser Mittel)
      Die Flyer dazu liegen in allen Bio-Company Läden aus. Eine private „Umweltmonitoringfirma“ stellt bundesweit Mattenfilter auf um die Fracht von PSM über die Luft zu dokumentieren. Dafür geben Bio-Lebensmittelhersteller bei bestimmten Produkten 25 Cent pro gekaufter Abpackungseinheit in dieses Projekt.
      Die Kunden werden aufgefordert dieses Projekt durch den Kauf der Produkte der teilnehmenden Firmen zu unterstützen. Diese Kampagnen werden Erfolg haben !
      Schon deshalb, weil erklärtes Ziel nicht die Gesamtumstellung der Landwirtschaft, sondern die Behinderung der Konventionellen Produktion ist („Auch unsere Enkel sollen noch unverunreinigte BIO-Produkte essen können“).
      Daher ist in den Köpfen der Follower dieser Kampagnen montan wieder „der Verzicht auf alle Ackerchemie“ das einzige Kriterium für Nachhaltigkeit. „Chemie“ ist im wider Moment das zentrale Framingziel aller Kampagnen. Für die Insekten interessieren sich die meisten Städter einen Scheißdreck. Außer dass bei denen die Honigbienen immer noch sterben und in China die Bäume von Hand bestäubt werden ist bei denen nichts hängengeblieben. Die interessieren sich nur für die „Schreckensmeldungen“ der Campaigner die ihnen allein durch BIO-Essen Ablass gewähren und für ihr Fressen und sonst für gar nichts. Das Problem des höheren Flächenvebrauchs haben die nicht auf dem Schirm, zumal das bei“ Biozyklisch vegan“ das zentrale Problem ist (gesamte Erzeugung essbaren Warenmenge je ha unter 25 % gegenüber modernem Gemüsebau).

      10+
      • firedragon sagt

        Zu Thomas Apfel :

        Eh jetzt wieder jemand sich bestätigt sieht, wir müssen irgendwann zur Bestäubung auf Bäume klettern.

        NEIN!

        Bei der chinesischen Bestäubung der Bäume handelt es sich um die

        SCHNEEBIRNE

        Dieser Baum hat Blüten, in die keine Biene einfliegen kann.
        Ausserdem wird so die höchste Qualität dort gewährleistet.

        2+
        • Thomas Apfel sagt

          @firedragon
          Danke, dass Du das nochmal so deutlich angehängt hast ! Ich sehe zwar nicht die Möglichkeit einer Fehldeutung meiner Aussagen, aber trotzdem gut das nochmal so klar zusammenzufassen.

          1+
          • firedragon sagt

            Thomas Apfel,

            mein Anhang war für die Personen gedacht, die „glauben“ und nicht wissen.

            Bei Deinem Beitrag gibt es nichts misszuverstehen.
            Aber Informationen werden nur zu gerne aus dem Zusammenhang gerissen und fehlinterpretiert.
            Und um dem einen „Riegel vorzuschieben“ habe ich das noch mal nachgelegt.

            1+
            • sonnenblume sagt

              Hallo firedragon, jetzt irritierst du mich. Die Schneebirne wird doch als Bienen- und Wildfreundlich für Parks und Wälder angepriesen. Sprechen wir von verschiedenen Bäumen? Diese Bilder aus China habe ich immer als Fehlinterpretation von Zuchtarbeiten angesehen.

              0
              • firedragon sagt

                Sonnenblume,

                da fragst du mich was.
                Möglicherweise sind es unterschiedliche Bäume, aber da bin ich mir nicht sicher.

                Mir ist die Felsenbirne als sogenannte Insektenfreundin bekannt.

                0
                • sonnenblume sagt

                  Ob die Felsenbirne für Bienen so interessant ist, ist mir nicht bekannt, aber sehr wohl für Vögel. Möchte man selber auch von den Früchten naschen, dann muss man schon zügig dabei sein.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Die Felsenbirne blüht sehr früh und wird von den Bienen gerne angenommen, sie gilt als Bienenweide.
                  In unserem Garten steht eine Felsenbirne und über 100 verschiedene Kräuter, die für viele seltene Insekten Nahrung bieten.

                  Leider nimmt die Forsythie oder Rhododendron neben dem Rasen und Schottersteinen in Gärten überhand.

                  1+
                • sonnenblume sagt

                  Hallo Ehemaliger Landwirt, ein Garten so ganz ohne Forsythe und Rhododendron muss ja nun auch nicht sein, aber Schotter und Co. gehören in unseren Breiten nicht dazu. Diese Art der Gartengestaltung ist doch stark an die japanische Gartenbaukunst angelehnt. Zen-Gärten. Aber bei uns fehlt dann immer der üppige Schtrauch- und Baumbewuchs, nebst Wasser und was es sonst noch in diesen Anlagen in Japan gibt. Diese Gärten sind schon toll, aber nicht für uns. Dann besser die Staudengärten aus England kopieren. Das passt besser in unsere Region. Das ist aber mit viel Arbeit verbunden. Da gibt der Garten die Marschrichtung vor und nicht so sehr der Mensch.

                  0
                • sonnenblume sagt

                  Ehemaliger, hier noch einen Satz von Lou Ericsson: Gärtnern erfordert Unmengen an Wasser – das meiste davon in Form von Schweiß.

                  0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          In einem Leserbrief habe ich folgendes geschrieben:

          In einem weiteren Leserbrief ist zu lesen, das in vielen Gegenden in China die Bestäubung der Obstbäume von Hand vorgenommen werden muss.
          Rund die Hälfte der weltweiten Apfelproduktion findet in China statt. Es ist schon bewundernswert mit welchem Fleiß die Chinesen an eine Sache herangehen. Gleichzeitig ist China der größte Honigproduzent der Welt.
          Wie machen die das, so fast ohne Bienen?
          Die Apfelernte betrug in China 2016 insgesamt 44,4 Mio. Tonnen! Äpfel werden in China inzwischen auf 2,4 Mio. Hektar angebaut, zumeist noch auf halbhohen Stämmen. Da hat ein Baum rund 25 m² Platz. Das ergibt rund eine Milliarde Apfelbäume für ganz China! Nach Berichten schafft eine Fachkraft die Bestäubung von 30 Obstbäumen pro Tag. Die Apfelblüte dauert ca. 3 Wochen, ergibt 630 Bäume pro Arbeitskraft. Bei knapp einer Milliarde allein an Apfelbäumen wären dazu also 1,5 Mio. Arbeitskräfte nötig. Wenn man davon ausgeht, dass rund 25% der Obst- und Mandelbäume Äpfel sind, müssten also Anfang Mai 6 Mio. Chinesen in den Bäumen hängen. Dem ist nicht so, tatsächlich werden nur die „Jinhuali“ – Luxusbirnen in der Provinz Sichuan um die Stadt Hanyuan handbestäubt und nur noch sehr wenige Apfelbäume (kaum noch Wanderarbeiter dafür zu bekommen) im Apfelanbaugebiet Maoxian.
          Wie, seit wann und warum das gemacht wird, wurde wissenschaftlich sehr gut beschrieben (Tang Ya, Xie Jia-sui, Chen Keming; Sichuan University, 2003; „Hand pollination of pears and its implications for biodiversity conservation and environmental protection — A case study from Hanyuan County, Sichuan Province, China“ und Uma Partap und Tang Ya, Sichuan University; 2012; „The Human Pollinators of Fruit Crops in Maoxian County, Sichuan, China“).

          Diese Informationen stammen von Georg Kekl.

          2+
          • sonnenblume sagt

            Diese Erklärung für die Bestäubung von Hand sehe ich als realistisch an. Damit bedient man dann eine Käuferschicht in der obersten Klasse.

            1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Die Birnen werden sündhaft teuer verkauft, so ist es finanziell von Vorteil, wenn man von Hand bestäubt, satt Befruchtersorten dazwischen zu pflanzen.

              2+
              • sonnenblume sagt

                Würde man mit Befruchtersorten arbeiten, müssten sicher überzählige Früchte von den Bäumen entfernt werden, um entsprechend gleichmäßig makellose Ware zu bekommen. So ist es vielleicht einfacher. Aber ich kenne mich da nicht so aus.

                0
              • firedragon sagt

                Ehemaliger Landwirt, Sonnenblume,
                das war jetzt mal ein schöner (logischer) Informationsaustausch.
                Ich habe nur noch eine Frage, da ich eine klein
                kleines Felsenbirnenbäumchen (noch im Topf) habe.
                Wohin pflanze ich es am besten?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Da wo die Sonne den ganzen Tag hin scheint.

                  3+
                • „Ich habe nur noch eine Frage, da ich eine klein
                  kleines Felsenbirnenbäumchen (noch im Topf) habe.
                  Wohin pflanze ich es am besten? “

                  Feuerdrache, was ist es für eine Art bzw. Sorte?
                  Manche sind etwas mehltauanfällig, Gelegentlich hilft da ein Standort, wo ein zusätzliches Wässern gut möglich ist.
                  Ansonsten wie der Ehemalige schon gesagt hat: Vollsonnig, auch für die wunderbare Herbstfärbung. Hier aktuell schön zu sehen. Also nicht nur für Insekten und Vögel, auch für unser Auge ist das ein prächtiges Gehölz. Hier natürlich total OT, aber das ist ja vielleicht egal.

                  0
                • firedragon sagt

                  Lady,
                  wenn es da botanische Unterschiede gibt, kann ich Dir keine spezielle Sorte nennen. Nur Felsenbirne.
                  Ist aber kein Problem, das Bäumchen in die Sonne zu pflanzen und es zu wässern. Die Gegebenheiten sind vorhanden.
                  Danke an Euch für Eure Tips.

                  0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Liebe Admins,
            unter meinem Beitrag stellte ich 2 sachbezogene Links ein,
            die nicht gegen die Spielregeln verstoßen haben.

            Es ist nicht so, das dieses Forum, wo ich schon lange mitmache, für mich Überlebens notwendig sind.

            1+
    • bauerhans sagt

      „Bin gerade in Wisconsin“

      ich war in den 1980ern in usa,wo gerade das farmsterben nach ende des vietnamkrieges zuende ging und massiv in umweltschutz investiert werden musste.
      die entwicklung in usa war seitdem rasant hin zu familiengrossbetrieben.

      2+
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      1+
  16. brouss sagt

    Es wäre doch interessant, mal zu recherchieren wo der Jost Maurin sein Geld anlegt.
    Zu erwarten ist ja doch, dass er im Bereich Grün und Bio engagiert ist.

    Hat hier nicht jemand Gelegenheit dazu? Dann könnte man zurückschießen.

    0
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
        Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

        1+
  17. Bauer Willi sagt

    Nur kurz aus dem Krankenhaus: Stent ist gesetzt, zwei Tage Intensivstation zur Überwachung, dann Normalstation. Dann werde ich mein Leben etwas ändern. War etwas viel gleichzeitig in den letzten Wochen.
    Jetzt schalte ich das Handy wieder aus.

    13+
    • Ferkelhebamme sagt

      Lieber Willi, gute Besserung, halt die Ohren steif!
      Überall präsent sein, Facebook, Twitter, Instagram haben eine große Reichweite, aber hast du das nötig? Ich meine, das sind Perlen vor die Säue (und ich darf das ;-)), pass auf dich auf.

      4+
    • Annick sagt

      Lieber Willi, gute Besserung wünsch ich dir auch aus dem Großherzogtum. Laug dich blos nicht aus, du wirst von vielen gebraucht, allen voran von deiner Familie.
      P.S. Hab mich persönlich schonmal von FB getrennt, schont enorm die Nerven 😉

      3+
  18. Antibürokratiekommissar sagt

    Oh lese gerade, der Inhaber der Website und Interviewer „BauerWilli“ läge im Krankenhaus.

    Von meiner Seite, gute Genesung, weiter viel Elan für diese gute Sache!

    6+
  19. Antibürokratiekommissar sagt

    Eines wir hier nicht diskutiert: Wie kommen wir in Deutschland dazu, dass einerseits gute, hochwertige Lebensmittel für JEDEN bezahlbar bleiben und andererseits mehr Bauern besser von ihrer Arbeit leben könnten???

    Habeck und die Grünen wollen alles über 3 Stellschrauben regeln:
    1. über den Umweg der EU-Bürokratie,
    2. durch mehr Biobetriebe und hohe Produktionskosten
    3. Ordnungsrecht, sprich Bauernsklaventum

    Ich weiß schon jetzt, was das gibt: Sozialismus. Die 10 % Biobauern, die Produkte für Besserverdienende erzeugen, passen sich schon jetzt geschmeidig nach sozialistischer Manier allen Auflagen an, damit sie alle Zuschüsse der Brüsseller Bürokraten und Gleichmacher ausschöpfen. Ich möchte dogar behaupten, dass für einige die Zuschüsse wichtiger sind, als die Produktion von Agrarerzeugnissen.

    Ich weiß auch, dass die Landwirtschaft gespalten ist in Biovertreter, die für eine Nische für Besserverdienende produzieren und Konventionelle, die Masse für die inländischen Märkte und für den Export zu bezahlbaren Preisen produzieren.

    Wie wäre es, wenn wir beide extremen Modelle zu Grabe tragen würden und die Bauern ohne Billigkonkurrenz aus dem EU-Ausland wieder so nachhaltig und selbstverantwortlich Ackerbau und Viehzucht treiben ließen, wie das unsere Großväter betrieben haben mit viel wirtschaftseigenem Dünger, aber Kunstdünger dort, wo die schlechteren Böden es erforderlich machen, Landwirtschaft mit mehreren Standbeinen statt übertriebener Spezialisierung, Nutzung regionaler Absatzmärkte.

    Wie wäre das zu steuern? Durch kostendeckende Preise für feste Quoten und Abgaben für die Verarbeitung von Überproduktion.
    Es muss was kosten, wenn zuviel erzeugt wird. Nicht die Produktion soll subventioniert werden, sondern die Überproduktion direkt bei den Verantwortlichen abgeschöpft werden.

    Der Staat muss die heimischen Märkte schützen. Das ist das A und O.

    Ich habe aber wenig Hoffnung bei all den Bürokraten, die sich in der EU-Agrarpolitik tummeln. Von Anfang an, war die EWG so konzipiert, dass die Landwirtschaft, weil sie offensichtlich die national geringsten Widerstände bot, von den EU-Planwirtschaftlern zum Labor für die Gleichschaltung der Lebens- und Produktionsbedingungen gemacht wurde. Das war narürlich blankester Unsinn, denn wie jeder wissen kann, sind die Bedingungen des Wirtschaftens mit Klima und unterschiedlichsten Böden von Region zu Region so unterschiedlich, wie sonst nirgends in der Wirtschaft.
    Die Widersprüche der EU-Agrarpolitik wurden bis heute nicht gelöst. Im Gegenteil: die EU läßt es zu, dass den Bauern in Deutschland mit hohen Produktionskosten noch Billigkonkurrenz aus Südamerika ohne Kontrollen und Auflagen erwächst. Das ist Schwachsinn hoch drei oder Niedertracht.

    Habeck redet um den heißen Brei herum. Er will die Globalisierung und er will eine teuere subvetionierte Nische für Bioprodukte für die besserverdienende Oberschicht.

    6+
    • firedragon sagt

      Guten Abend Antibürokratiekommissar,
      Dein 5. Absatz :
      Es gibt Betriebe, die arbeiten so immer noch.
      Die guten „alten“ Mischbetriebe.
      Die, die sich nie wirklich spezialisiert haben. Ihr Spezialgebiet ist die Vielfalt.
      Diese Vielfalt ist sehr anstrengend und sehr zeitintensiv, da es im Jahr keine Pause gibt.
      Diese Betriebe haben tatsächlich einige Standbeine. Jetzt könnte man meinen, ein Zweig bringt immer Geld… schön wär’s!

      2+
      • wo gibt es diese arbeitsintensive Betriebe?
        Die begünstigten ja sehr der Biodiversität, oder?

        Ja, die Intensivierung der Landwirtschaft mußte früher erreicht werden, damit wir genügend Nahrungsmittel für die all die vielen Menschen, auch für die, die nach dem Krieg als Flüchtlinge hierher kamen zur Verfügung hatten.
        Ich glaube GRÜNE REVOLUTION nannte man das!
        Das konnte man mit Opas wirtschaftsweise nicht erreichen.

        Das wurde dann zum Selbstläufer und nun sind zu viel Nahrungsmittel da, dass sogar weggeworfen werden und im LEH billig verramscht werden kann.

        Das muß ein Politiker aber wissen!

        0
        • firedragon sagt

          Hallo Inga,

          diese Betriebe gibt es in eher kleinstruckturierten Landstrichen in Deutschland und Europa.
          In der Regel ist dort Biodiversität vorhanden.

          0
        • Habeck weiß es ja:
          „Die Landwirte brauchen Alternativen für extensivere und ökologischere Produktionsweisen. Es darf nicht der Bauer der Dumme sein, der nachhaltig produziert.“

          Das verlange ich aber auch von den GRÜNEN!
          Das sollen die dann durchsetzen und mit Subventionen lenken, denn dann haben wir ganze Gemarkungen mit der vollen Biodiversität!

          Dann haben die Kleinbetreibe ihre Berechtigung.

          0
    • bauerhans sagt

      wir in D sind extrem exportabhängig.
      die etablierten gruppen wollen nicht von ihren hohen kostenintensiven standards runter.
      die mischbetriebe(vielmeier)kriegen die arbeit nicht gebacken,weil die familien nicht mehr wegen ausserlandw. tätigkeit dahinter stehen können.

      0
  20. Ehemaliger Landwirt sagt

    Mir ist nicht bekannt, ob Bauer Willi mal für Schering gearbeitet hat.
    Nach meinem Kenntnisstand stellt Bayer Schering Pharma Anti Baby Pillen her. Bis jetzt hat noch niemand gesagt, dass die Pille von der Achse des Bösen hergestellt wird.

    Man sollte schon Differenzieren, nicht nur gegen Raundap, sonder auch gegen die Pille sein, auch gegen das Aspirin, Wissenschaftler der Universität Oxford warnen: Aspirin ist jährlich für rund 3000 Todesfälle in Großbritannien verantwortlich.

    https://www.focus.de/gesundheit/videos/vorsicht-bei-der-einnahme-aspirin-ist-fuer-3000-todesfaelle-pro-jahr-verantwortlich_id_7246716.html

    2+
  21. fingerphilosoph sagt

    Mann, Leute, von der TAZ zerpflückt zu werden, ist so was wie ein Ritterschlag. Man muss sich eher Sorgen machen, wenn man von denen gelobt wird, dann hat man definitiv was falsch gemacht.

    Der Artikel über den „Chemie-Willi“ ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, dass selbst Fakten niemals objektiv sind, sondern dass zu den Fakten immer eine Interpretation miteinfließt. Dass Willi einen Posten in dieser Genossenschaft hat, hätte ein wohlwollender Artikelschreiber genausogut als ehrenamtliches Engagement fürs Allgemeinwohl darstellen können.

    12+
    • Paulus sagt

      @Fi-phil, der Gedanke mit dem Ritterschlag kam mir auch und zwar als Erstes. Ich selbst habe nicht nur einmal etwas Ähnliches erlebt, was voll unter die Gürtellinie ging. Von daher bilde ich mir ein etwas dazu sagen zu können.
      Es gibt einen gravierenden Unterschied: Ich habe einen Job gemacht für den ich gut bezahlt wurde und als Sensibelchen bin ich auch nicht gerade bekannt. Insofern wäre mir ein solcher Schmähartikel in der TAZ gerade mal am Sogenannten vorbei gegangen.
      Bauer Willis Aktivitäten sind anderer Art. Er bemüht sich ernsthaft um einen offenen Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen incl. der Politiker. Auch wenn er in der Vergangenheit nicht immer sachlich geblieben ist hat das eine andere Qualität. Leider ist Willi etwas dünnhäutig, was nicht nur bei der Möhrengeschichte zum Ausdruck kam. Wäre er ein sogen. harter Hund, dürfte ein Austausch wie er hier stattfindet allerdings nur schwer oder auch gar nicht möglich sein.
      Das gemeinsame ist, und das muss man ganz emotionslos und nüchtern sehen, dass man sich sozusagen als angreifbare Figur anbietet, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Bei aller Achtung und Respekts sowie ehrlichen Mitgefühls was ich Willi entgegenbringe, wer die Hitze am Herd nicht verträgt sollte nicht Koch werden. Jetzt kann man gerne auf mich eindreschen.

      Abgesehen davon halte ich den besagten Artikel in der TAZ für dummes Geseihere, dass ein genauso dummes Klientel bedient. An den beruflichen Stationen eines Agrarwissenschaftlers, egal ob es Bauer Willi oder sonst wer ist, kann nichts Unanständiges oder gar Ehrenrühriges sein. Diese Darstellung ist eine Ungeheuerlichkeit und diskreditiert gleichzeitig eine große Anzahl von Mitbürgern die im Agrarbusiness beschäftigt sind.
      Was die bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaften betrifft, hat der dumme Schreiberling deren Sinn und Zweck nun wirklich nicht begriffen. Das dort nicht nur Gummistiefel und schicke Arbeitsanzüge für Bäuerinnen verkauft werden, sollte auch dem Einfältigsten klar sein.

      14+
      • sonnenblume sagt

        Dann müssen wir doppelt dankbar sein, dass er sich der Hitze des Herdes aussetzt, gerade auch weil er sie vielleicht unterschätzt hat. Nicht jeder kann so eine Seite initiieren und sie leistet, trotz etwaiger Fehler, einen wertvollen Beitrag zur Verständigung und Kommunikation.

        4+
    • „Chemie-Willi“ ist in falsches Faktum, fertig.
      darüber gibt es nichts u diskutieren.

      und wenn du denkst, man können seine Arbeit in der Genossenschaft als ehrenamtlich bezeichnen, dann hast du keine Ahnung von Betrieben.
      Warum soll man darüber diskutieren, hier ist richtigzustellen, was die Kleinbetriebe in unserer Volkswirtschaft leisten, bzw. was sie für einen Sinn machen!
      In der Ökonomie und auch Ökologie!

      Und Arbeitsplätze!

      Bei dir fängt wohl ein betreib erst bei der Großindustrie an, oder?
      Wenn das so ist, dann erhebe deine Stimme nie wieder zur Massentierhaltung!

      Ich weiß wie Großbetriebe aus Handwerksbetreiben entstanden sin.
      auch wie aus Kleinställen Massentierhaltung entstanden ist!

      1+
  22. Obstbäuerin sagt

    An alle, die hier regelmäßig mitdiskutieren und für Bauer Willi einstehen. Sollten wir einen offenen Brief an die taz schreiben, worin wir gegen solche persönlichen öffentlichen Diffamierungen protestieren oder bringt das noch mehr Öffentlichkeit und verstärkt das Problem? Was meint ihr?

    5+
    • firedragon sagt

      Guten Morgen Obstbäuerin,

      dieser Gedanke ehrt Dich.
      Aber…
      Auf die Gefahr hin, dass ich zerpflückt werde :
      „Bauer Willi“ hat Informationen seiner Person betreffend an die TAZ gegeben.
      Er weiß, wie Medien Informationen für sich auslegen.
      Das hat schon jeder von Euch zu spüren bekommen, der mit Medien in Berührung gekommen ist (unser Betrieb mit eingeschlossen).
      Wenn es etwas klarzustellen gibt, muss er das selbst oder seine Familie tun. Ich schätze, dass wir hier, ihm dabei keine große Hilfe sein können.

      Was wir allerdings können :
      Die Menschen, die sich hier melden und fragen (oder auch pöbeln), anständige Antworten geben oder sachlich diskutieren und vor lauter Frust unsererseits nicht in das Muster einer TAZ verfallen.

      Euch allen ein schönes Wochenende

      6+
      • Obstbäuerin sagt

        Ich sehe es eher als einen Angriff auf die Grüne Kreuze Aktion, firedragon, weil sie so erfolgreich ist. Ebenfalls schönes Wochenende.

        1+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich denke, am besten wäre es, diesen Blog zu nutzen, um die Behauptungen zu entkräften. Aber ich hab dazu zu wenig konkrete Information.Was ist das für eine Genossenschaft?

        1+
      • Brötchen sagt

        Firedragon sehe ich ähnlich, man kennt die Hintergründe nicht!
        Aber damit muss er rechnen, zudem stellt er sich auch gegen den DBV und will alles alleine machen. Ich fand den Artikel auch nicht so schlimm, ich hatte nach den Ankündigungen was anderes erwartet.

        1+
        • firedragon sagt

          Hallo Brötchen,

          ich denke nicht, dass er „alles alleine machen will“.
          „Bauer Willi“ hat recht, wenn er teilweise gegen den DBV geht, in dem Verein wurde und wird einiges getan, was die Bäuerlichen Betriebe nicht wirklich „mitnimmt“.
          Aber wir wissen auch : egal was du tust, du wirst es keinem recht machen können.

          0
          • Brötchen sagt

            Firedragon ich sehe das etwas anders und denke da ist auch eine Menge Eitelkeit dabei.
            Ich will es dabei belassen, meine Interessen vertritt er hier sowieso nicht ( grossbetriebe).

            0
            • firedragon sagt

              Wir belassen es dabei, Brötchen.
              Austauschen, diskutieren und plaudern, mit manchem Stuss wird gerne fortgeführt.
              Grüße

              0
  23. Schmeckt gut sagt

    War heute morgen geschockt. Bauer Willi liegt im Krankenhaus. Alles Gute und komm wieder zu Kräften.

    2+
    • Brötchen sagt

      Hat sich schon angedeutet für mich, die Antworten waren irgendwie komisch und sehr dünnhäutig.

      0
  24. Friedrich sagt

    An alle hier !!

    Unser Willi liegt im Krankenhaus. So seine Mitteilung an mich. Der taz -Schmähaufsatz hat Willi stark getroffen. Das hat er mir per Telefon nach dem Erscheinen berichtet. Wenn das unsere Freie Presse ist ?

    8+
    • Danke Friedrich für die Info.
      Komisch ich hatte echt ein ungutes Gefühl. Einen solchen Artikel steckt man nicht so einfach weg.
      Gute Besserung , Willi.
      Unsere Gedanken sind bei dir !!!

      8+
      • Obstbäuerin sagt

        Das ging mir heute die ganze Zeit so Lady, nachdem ich den Artikel gelesen hatte, der auf den Nachdenkseiten verlinkt war.
        Gute Besserung und Grüße ins Krankenhaus und wir hoffen, denke ich alle im Blog, dass schnell wieder aufwärts geht.

        4+
    • Friedrich K. sagt

      Ich bin entsetzt! Dieser Beitrag von Jost Maurin hat doch nur zum Ziel, für die linksgrüne Leserschaft Willi endgültig zu diskreditieren und ihn damit als Kommunikator und Mediator zwischen Stadt und Land auszuschalten. Willi ist im Ruhestand und hat daher keine finanziellen Vorteile durch seine Arbeit – im Gegenteil.
      Wie kann man nur gegen solche Leute in den Redaktionen vorgehen?

      8+
      • sonnenblume sagt

        Danke für die Informationen und von mir auch die besten Genesungswünsche an Bauer Willi.
        Ein Gedanke noch zum Artikel in der taz. Wenn unsere Presse in D. solche Artikel veröffentlicht und dieser ist sicher kein Einzelfall, dann muss sich niemand über die derzeitige Verrohung unserer Gesellschaft wundern. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist wird diskutiert und geschrieben, Jeder der solche Artikel veröffentlicht sollte vorher bedenken, welche Reaktionen er dadurch auslösen kann. Bei Willi war es die Gesundheit, was ist mit denen die Straftaten begehen.

        2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Verrohung in unserer Welt ist nicht zu übersehen, eine Schlägerei unter Jugendlicher, oder Betrunkenen war beendet, wenn einer am Boden lag. Heutzutage wird dem Unterlegene mit den Füßen in das Gesicht getreten.
        Bei Unfällen wird der Schwer verletzte, oder gar Tote photographiert und in das Internet gestellt.
        Unsere Gesellschaft hat keine Hemmungen mehr, das sah man such an den Hassbotschaften an Renate Kühnast. Nein, diese Frau gehört nicht zu meinen besten Freundinnen, aber irgendwann sind die Grenzen überschritten.

        So ist es auch mit dem Schmierfink Jost Maurin,
        möge „Gott“ mit ihm Gnädig sein und ihn ein paar Monate hungern lassen.

        3+
    • Oh man, da setzt man sich nach einem langen Arbeitstag an die Kiste, und dann so was. Na dann hoffe ich mal, dass es mit Willi schnell wieder aufwärts geht. Ausserdem stehe ich toal auf dem Schlauch, wo finde ich den ominösen Artikel der taz (hat jemand einen Link?)

      2+
        • Brötchen sagt

          In der Google Suche kommt der gleich ganz oben.

          Jost Maurin.

          Gute Besserung an Bauer Willi.

          1+
        • Ja, Stussjournalismus übelster Art. Dieser scheint sich unaufhaltsam auszubreiten. Was jedoch am schlimmsten ist, das sich ein ABL-(K)Jasper auch noch für einen solchen Artikel her gibt und meint, sein Senf dazu wäre nötig!

          1+
        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin Obstbäuerin, habe den Artikel von dir gelesen. An deiner Stelle hätte ich mehr Schärfe reingebracht. Es geht um unsere Existens,da muss man auch mal richtig DACHELES reden. Du bist doch sonst nicht auf die Schnautze gefallen.
          Du warst zu kooperativ. Offen und immer direkt,so ist er nun einmal der BB.

          0
    • Rainer Henking sagt

      Alles Gute und schnelle Besserung an Bauer Willi! Leider hat die TAZ meinen Kommentar nicht veröffentlicht. Dabei habe ich ganz bewußt versucht sachlich zu bleiben und bewusst auf Polemik verzichtet.

      1+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Willi hat übrigens den taz-Artikel schon unter „Zur Person“ selber verlinkt.
      Auch von mir viel Kraft zum Gesundwerden!

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Man muss sich nur wundern – oder auch nicht – mit welchen Methoden heutzutage gearbeitet wird.

        Mit Freude denke ich an die Entscheidung meiner Söhne, den Betrieb nicht zu übernehmen und andere Berufe zu ergreifen.

        Solche Schreiberlinge sollen für den Fraß, den andere Länder nicht selbst verzehren wollen, viel Geld bezahlen.

        Wie sagte mal ein Obsthändler auf die Frage warum er nur mit importierten Äpfeln statt Äpfel vom alten Land handle?

        Er will die Äpfel nicht selbst essen, nur verkaufen.

        1+
  25. Hans Hinrich Hatje sagt

    Für mich bleibt Habeck ein „rotes Tuch“, auch wenn er stets wohlwollend „rüberkommt“, ist er für mich nicht kompetent genug.
    2015 hielt er auf einer landwirtschaftlichen Veranstaltung in S.-H. (Kr. Plön) als Landesminister für Umwelt und Landwirtschaft (damals mit der SPD und SSW zusammen) einen Vortrag über Naturschutz.
    Man bekam ihn in der anschließenden Diskussion schnell in die Enge, weil er keine Antwort wusste, wie auf sogen. Naturschutzflächen der landeseigenen Stiftung Naturschutz (mittlerweile Eigentümer landesweit rd. 40.000 ha!) die starke Ausbreitung des giftigen Jakobskreuzkrauts (JKK) eingedämmt werden könne. Einfach Flächen aufkaufen (oft ehemalige Äcker, z.T. mit Ökopunken versehen) und jahrelang liegen lassen, hat zum JKK-Problem (z.T. über 100 ha südl. Eutin) geführt – und angrenzende Landwirte leiden darunter (vor allem Pferdehalter). Für Habeck bleibt aber die Stiftung Naturschutz „eine Perle des Naturschutzes“ und überhaupt – so eine wörtliche Aussage von ihm den Zuhörern und mir gegenüber -:“ Man würde an den Wegesrändern keine Blumen mehr finden und müsste die Kinder auf die Friedhöfe schicken, um Tulpen von den Gräbern zu klauen!“
    Habeck ist für mich ein schauspielernder Politiker und Populist (letzteres wurde ihm auf einer Demo von Bauern und Jägern vor dem Kieler Landeshaus auch vorgehalten – wobei Frontladerweise JKK vor`s Landeshaus (Landtag) gekippt wurde …).
    Es ließen sich noch weitere Erlebnisse mit Habeck aufzählen (z.B. in Sachen Trassenverlauf einer 380 KV-Leitung, wobei er auf sogen. Dialog-Veranstaltungen den Bürgern eine Trasse quer durch Ostholstein verkaufen wollte, obwohl es Alternativen mit weniger Eingriffen in die Natur geben würde usw….). Energiewendeminister war Habeck ja auch mal.

    8+
  26. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ja warum meldet ihr euch nicht alle entrüstet in der TAZ zu Wort?
    Wer hindert euch daran?

    5+
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Herr Maurin kann gegen die konventionelle Landwirtschaft; liefert ihm EURE Argumente u. zeigt auf, dass er oftmals mit Halbwahrheiten aufwartet.

      Es endet schlimm, wenn künftig die Meinungshoheit nur noch auf unseren Straßen erkämpft werden kann!

      6+
  27. Ulfrid sagt

    Zuerst muss man erst einmal Danke sagen, für das Zustandekommen eines solchen Dialogs.
    Man hat beim Lesen schon gemerkt, bei welchen Themen die Meinungen stark auseinandergehen. Aber es war auch ein Dialog, der gezeigt hat, dass manche ideellen Wünsche fachlich schwer umsetzbar sind.
    Ich bin der Meinung, dass sich aber die grüne Politik auch langsam bewusst wird, dass Naturschutz dort stattfindet, wo bereits jemand wirschaftet wird und lebt. Egal ob Öko oder Konvi.
    Ich glaube aber auch, dass eine auskömmliche Landwirtschaft in den Augen grüner Politik keine Zukunft in Deutschland hat, da diese Flächen benötigt werden, um u.a. den „Umstieg“ bei der Energie hinzubekommen. Ich denke da z.B. an den massiv geplanten Ausbau von Windenergie.
    Neue Bahntrassen sollen entstehen, Städte sollen wachsen, um mehr sozialen Wohnraum zu schaffen, Verkehranbindungen für den ländlichen Raum sollen erweitert und ausgebaut werden usw.
    Leider ist es beim Gespräch nicht mehr zum Thema Flächenverlust gekommen.
    Das auf diesen Flächen dann kein Naturschutz mehr stattfinden kann, ist wohl für jeden nachvollziehbar. Artenvielfalt und Artensterben liegen nicht automatisch am Glyphosat. Vielleicht ist es auch der Beton?
    Wenn dann auf den verbleibenden Flächen auch nicht mehr intensiv gewirtschaftet werden darf, steigt der Import von Nahrungs- und Futtermitteln drastisch an. Das Kaufverhalten der Verbraucher ändert sich dadurch nicht.
    Aber wo und wie wird die importierte Ware produziert? Eine steigende Weltbevölkerung hat auch einen steigenden Bedarf. (Brandrodungen im Regenwald?)
    Thema Bevölkerung.
    Nicht nur Tiere produzieren Gülle und somit Stickstoff.
    Wo landet der Stickstoff aus den häuslichen Abfällen?
    Man hat mir erklärt, das filtern Kläranlagen und setzen den Stickstoff frei, der dann in die Luft entweicht. Aha. War da mal nicht etwas von Pflicht zur Einarbeitung innerhalb von 4 Stunden, sonst Sanktionen?
    Was ist mit dem Rest an Chemikalien,Pestiziden und Medikamenten aus häuslichen Abwässern. Das können Kläranlagen nicht herausfiltern!
    Ich weis, das es keine Pestizide in den Haushalten gibt. Natürlich nicht. Das sind u.a. Desinfektinsmittel, Farben, Kosmetik usw. Aber auch Tomaten, Kartoffeln und Co. bilden natürliche Fraßgifte. Diese müssten eigentlich bei den Pestiziden mit genannt werden.
    Leider ist dieser Begriff aber zum Kampfbegriff gegen die Landwirtschaft geworden, und wird immer in Beziehung mit Pflanzenschutzmittel genannt. Auch durch öffentliche Medien.
    Aber niemand beanstandet das. Auch wir lassen es zu.

    Bindet sich Stickstoff bei Regen, und sorgt in regenreichen Gebieten und Gebirgen zu einem Anstieg der Stickstoffkonzentration?
    Man sollte es vielleicht auch mal unter dem Aspekt betrachten, dass durch steigende Versiegelung dieses Wasser ungefiltert über Gräben und Kanälen direckt den Oberflächengewässern zugeführt werden. Auch die Unmengen an Salz im Winter.
    In wie weit dies öffentliche Beachtung findet, weis ich nicht.
    Die Gesellschaft hat ihren Schuldigen jedenfalls gefunden. Von den 52%, die in den Städten leben, ist es aber bestimmt niemand.
    Die Themen sind so vielfältig wie die Meinungen. Es gibt sicherlich nicht “ die Wahrheit“ für alle.
    Aber solche fachlichen Gespräche, wie hier Willi mit Herrn Habeck, sind auf alle Fälle wichtig.
    Denn grüne Politik und Landwirschaft müssen sich nicht zwangsweise ausschließen.

    7+
  28. Rainer Henking sagt

    Habe gerade diesen Artikel in der Zeit gelesen.
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/klimapolitik-gruene-antrag-parteitag-klimapaket-koalition-bundesrat/seite-2
    Wenn man sich die Kommentare zu dem Artikel durchliest, wird einem Angst und Bange. Die Gesellschaft teilt sich in zwei Lager, die sich anscheinend sehr unversöhnlich gegenüberstehen. Daher mein ausdrücklicher Dank an BauerWille, dass er versucht mit der anderen Seite ins Gespräch zu kommen.

    4+
  29. Obstbäuerin sagt

    Ich habe gerade den taz Artikel gelesen und bin schockiert. Darf man das Hetze nennen oder
    befindet man sich damit schon auf der falschen Seite?

    1+
    • Schmeckt gut sagt

      Moin Obstbäuerin. Ja, man darf es Hetze nennen. In Berlin ticken die Uhren ja sowieso anders. Und die durch Willi und die Graswurzler angestossene Diskussion, in der es um Betroffenheit der einzelnen Bauern geht, hat die grüne „wir-verhindern-denn-mal-alles-moderne-in-der-LW“-Bewegung dazu gebracht, mitdiskutieren zu müssen. Da gute Argumente in fast allen landwirtschaftlichen fehlen, wird jetzt die Person BW angegriffen. Liebe Politiker, die hier mitlesen, so weit ist es schon gekommen, wir brauchen eure Hilfe gegenüber diesen „Hetzern“. Die deutschen Bauernhöfe werden es nicht überleben, auch nicht die ganz großen. Und liebe Stakeholder im vor- und nachgelagerten Bereich, macht endlich euren Mund auf und kämpft. Es geht auch um eure Unternehmen. Willi, lass dich nicht unterkriegen. Kann man gegen die Redaktion der TAZ nichts unternehmen?

      6+
      • bauerhans sagt

        „Kann man gegen die Redaktion der TAZ nichts unternehmen?“

        ich hatte mal nen leserbrief geschickt,wo eine freundliche eingangsbestätigung kam,mehr aber nicht.
        Willi könnte ne gegendarstellung verlangen.

        1+
      • sonnenblume sagt

        Dieser Artikel, jetzt speziell gegen Bauer Willi, ist wohl erst der Anfang für eine Kampagne gegen die Konv. Landwirtschaft. Warten wir mal ab, was nach den Aktionen Mitte Oktober kommt. Solche Artikel fallen bei uns doch unter freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit.

        3+
        • Schmeckt gut sagt

          Dann ist BW also eine öffentliche Person 😉 Gratulation, Willi. Es geht aber ja auch darum, zu zeigen, dass der Artikel falsch dargestellt ist.

          2+
          • Obstbäuerin sagt

            Viel wichtiger wäre es gewesen, zu zeigen, warum sich gerade so viele kleine bäuerliche Betriebe an der Aktion Grüne Kreuze beteiligen und nicht der berufliche Werdegang von Bauer Willi, noch dazu mit einer so abwertenden Tendenz.

            1+
            • firedragon sagt

              Obstbäuerin,

              es ist in der heutigen Zeit viel einfacher auf einen „einzudreschen“, als sich Gedanken um’s Großeganze zu machen.

              4+
            • firedragon sagt

              Herr Dr Kremer-Schillings,

              bitte melden Sie sich erst wieder, wenn Sie gesund und bei Kräften sind.
              Erholen Sie sich in Ruhe und sperren die Welt so lange wie möglich aus.
              Alles Gute.

              2+
          • sonnenblume sagt

            Mit Korrekturen tut sich unsere Presse doch meistens sehr schwer, wenn überhaupt was kommt, weil vielleicht gerichtlich verordnet, dann auf der letzten Seite in aller kleinstem Format. Ich fürchte, das der Ton sich noch verschärfen wird. Bauer Willi sollte aber wissen, dass viele Landwirte hinter ihm stehen und diese Art der Berichterstattung aufs schärfste verurteilen.

            3+
    • „Ich habe gerade den taz Artikel gelesen und bin schockiert. Darf man das Hetze nennen oder
      befindet man sich damit schon auf der falschen Seite?“

      Darf man! Muss man vielleicht sogar.

      0
    • Arnold Krämer sagt

      Die meisten Journalisten liefern das, was der Kunde (hier der „gewöhnliche“ taz-Leser, nicht die Obstbäuerin) erwartet. Dafür wird er meist mehr schlecht als recht bezahlt. Es gibt mittlerweile einfach zuviele bullshit-jobs.

      4+
    • Berthold Lauer sagt

      Die TAZ bedient halt ihr Klientel! Habt ihr was anderes erwartet? Meint ihr, man könnte die Leserschaft der TAZ mit von der Notwendigkeit konventioneller Landwirtschaft überzeugen?
      Ist doch das gängige Muster: wenn die eigenen Argumente schwächeln, wir der Andere diskreditiert!

      5+
    • Günter Reichard sagt

      Genau so ist es Frau Ertl,
      Alleine das Mercusor Abkommen wird dafür sorgen, dass sich das Höfesterben weiter beschleunigt, Nahrungsmittel noch mehr zum Spekulationsobjekt werden,
      da spielt die Bewirtschaftungsweise nur noch eine untergeordnetete Rolle.
      Was ist das nur für eine Zeit.
      Viele Grüße aus Südtirol Günter

      4+
    • sonnenblume sagt

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass in D. jemand so eine Nachricht, oder Aussage, veröffentlichen wird.

      4+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Bei uns war das kurz auf der Webseite des ORF, ist aber schnell wieder verschwunden. Der Text in Klammer (dass die Regale eh voll bleiben werden durch den Import) muss geschrieben werden, um die Leute nicht in Panik zu versetzen. Dabei steht weiter oben, dass die Ernteausfälle Massenmigration zur Folge haben werden – warum sollte im Ausland immer genug für unseren Import vorhanden sein? Man hatte offenbar Angst, mit der Meldung allzu viele Emotionen zu schüren gegen Flüchtlinge, und auch Hamsterkäufe.

        1+
    • Arnold Krämer sagt

      „Ernährungssouveränität“, das ist ja ganz nationalistisch, das ist rechts!

      2+
        • Arnold Krämer sagt

          Liebe Frau Ertl!
          Das richtig einzuordnen, hätte ich Ihnen wirklich zugetraut, so wie ich mich bisher hier geäußert habe. Manchmal kann ich’s aber nicht lassen.
          Zu Ihrer und aller Sicherheit; Ironie!

          2+
      • Eckehard Niemann sagt

        Hallo, Herr Krämer:
        „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
        Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

        1+
        • Arnold Krämer sagt

          Ach Herr Niemann,
          ich habe mich doch sehr umfangreich mit Sachargumenten an der Diskussion beteiligt und sehr viel Zustimmung (vermutlich nicht von Ihnen) erfahren. Und jetzt wollen Sie mir den leichten ironischen Schlenker auf den Beitrag von Frau Ertl nicht verzeihen. Sie sind aber ungnädig und freudlos. Ich werde mich bessern.

          0
  30. Thomas Apfel sagt

    Guten Abend
    Danke nochmal für das Interview. Die Fragen waren gut ausgewählt. Schon die lange Zeit bis zur Zustimmung/Freigabe durch Habeck´s Büro spricht dafür, dass die sich Sorgen machen ihre Agenda könnte zu offenkundig werden. Mit der Bauindustrie (Biozide und Flammschutzmittel) wollen sie sich offensichtlich vorerst nicht anlegen. Bei aller Sprachgewandtheit kommt die Agraragenda klar zum Vorschein. Was da an Katalog an Maßnahmen vorgeschlagen wird, ist nicht freiwillig, nur bei Strafe des eigenen Untergangs kann der einzelne Betrieb entscheiden nicht teilzunehmen.
    Das Ganze zielt auf die Durchsetzung der alten Forderung von UBA, NABU, BUND und UTZ ab, nur bei 20 % Fläche, die aus der Produktion genommen wird, darf konventionell und intensiv weitergewirtschaftet werden. Ansonsten hofft man , dass kleinen und mittleren Betrieben nur die Gesamtumstellung auf BIO als Option bleibt .
    Um das Ganze Vorhaben an Zahlen festzumachen: Ein Betrieb mit der derzeitigen deutschen Durchschnittsgröße von 68 ha muß rund 14 ha stilllegen um 18.900 € Förderung zu bekommen. Stellt er komplett auf BIO um, erhält er nach den derzeit bekannten Plänen 91.800 € (die gesamte Fläche wird als ÖVF gewertet, weil sie „extensiviert“ ist). Richtig relevant ist das bei großen Betrieben, z.B. Brodowin mit rund 1.200 ha. Nach derzeitiger Förderrichtlinie (270 +209 €/ha) fließen rund 575.000 € in solch einen Betrieb. Nach den Plänen der Grünen und ihrer Förderer sind es nach der „Agrar(Geldverteilungs)wende“ 1.620.000 €. Ein konventioneller Betrieb dieser Größe erhält derzeit 336.000,- €. Abgesehen davon, dass der Brexit diese Planspiele in der Höhe der zu verteilenden Mittel ad absurdum führt, wird die Marschrichtung für die Öko-Förderung so bleiben: 4,8 mal höhere Förderung gegenüber „artigen“ Konvi´s mit 20 % ÖVF.

    10+
    • sonnenblume sagt

      Es stellt sich doch heute schon die Frage, wie lange es noch Zahlungen für “ normale “ Konvis geben wird und ob nicht irgendwann auch die Zahlungen für die “ artigen “ Konvis eingestellt werden, damit Gelder für andere Aufgabenbereiche frei werden. Das Landwirtschaft in der EU mittlerweile zweitrangig ist, in D. Ganz sicher, steht doch kaum noch zur Diskussion.

      3+
  31. Arnold Krämer sagt

    Willi hat mit seinen Fragen und Stichworten dem Robert Habeck die Chance gegeben, relativ ausführlich zur Tierproduktion, zur Pflanzenproduktion, zur Agrarförderung, zur Strukturentwicklung und weiteren Fragen in der Landwirtschaft Stellung zu beziehen. Diese Chance hat er nicht benutzt. Zu oberflächlich, zu widersprüchlich, zu undifferenziert waren seine Einlassungen und Antworten.

    Hier einige Beispiele:
    1. „Das System „Wachse oder Weiche… muss neu aufgestellt werden“. D.h. das Prinzip bleibt bestehen, wird nur anders interpretiert werden.
    2. „Wir haben in manchen Regionen einfach zu viele Tiere auf zu wenig Raum“. Meint er hier das Vieh-Flächenverhältnis oder die Tierbesatzdichte in den Ställen oder die räumliche Nähe von Ställen, die mit ihrer Abluft die Tierleistungen in benachbarten Ställen negativ beeinflussen?
    3. „Folglich ist jeder Bauer angehalten, die Kühe im Stall zu halten und aus der Weide einen Maisacker zu machen“. Eigentlich müsste H. als ehemaliger Agrarminister wissen, dass es im Zusammenhang mit der EU-Agrarförderung ein Grünlandumbruchverbot gibt.
    4. „Der große Maisboom beispielsweise hat ja gezeigt, dass es schnell in die falsche Richtung gehen kann“. Was ist schlecht am Mais, der sehr hohe Erträge liefert, dem man zwar vorwerfen kann, dass er für Überdüngung „missbraucht“ werden kann (weil er nicht so leicht umfällt), ansonsten aber mit vergleichsweise sehr geringem Pflanzenschutz auskommt und und ein extrem gutes Nährstoffaneignungsvermögen hat? Der Hinweis auf das EEG wird schnell beiseite gewischt, eigene „grüne“ Verantwortung geleugnet.
    5. „Der LEH macht das, (Standards setzen) was eigentlich die Politik machen sollte“. Marktwirtschaft brachte bisher nachweislich mehr Wohlstand als zentrale Verwaltungswirtschaft. Der Staat war bisher nie der bessere Unternehmer.

    Die Gesprächsinhalte wurden durch das Büro von Herrn Habeck zur Veröffentlichung freigegeben. Sie lassen den Schluss zu, dass eine schon jetzt verworrene und widersprüchliche Agrarpolitik noch schlimmer werden könnte.

    11+
  32. Thomas Apfel sagt

    Ich bin kein Tierhalter, trotzdem wächst mir eine Feder, wenn ich die Antwort zu den 6.000 Schweinen lese. Davon zu reden dass “ eine Abstockung der Tierbestände und dafür höhere Preise “ nicht für alle Betriebe, aber schon für die Mehrheit“ eine Alternative sei, zeugt von Realitätsverlust in kaum vorstellbarem Maße.. Der derzeitige Anteil von Bio-Schweinefleisch in Deutschland liegt bei 0,4 % der Gesamtproduktion. Und schon bei diesem minimalen Anteil ließen sich in den vergangenen Jahren geringe Übermengen (z.B. 11.000 t 2017) nur über konventionelle Preise vermarkten. Die strikte Vertretung der Auffassung, dass nur Extensivierung nachhaltig ist und Betriebe mit Bio-Ertragsniveau (33- 55 % ggü. Konv.) die Zukunft sind, grenzt an eugenische Auffassungen zur notwenigen Gesellschaftsentwicklung, und ich denke das Grüne Politikerklientel bewegt sich in diesem „Denkrahmen“. Mit solchen Leuten ist keine Zukunft zu gestalten, man kann nur hoffen, dass dieser Spuk bald vorüber ist und man zur nüchternen, Wissens-basierten Diskussion zurückkehrt.

    17+
  33. „@Paulus
    anders als mit solch „kruden“ Gedankenansätzen wird es nicht gehen.“

    Auch wenn ich nicht Paulus bin 😀 Aber er guckt ein bisschen ähnlich, nämlich von außen auf die Landschaft.Und ich gebe ihn im diesem Punkt Recht: Protektionismus – auch wenn es hier „nur“ um nicht-tarifäre Handelhemmnisse gehen würde- sind keine Lösung. In den letzten Jahren hatten wir einen enormen Anstieg an solchen Maßnahmen. Der Welthandel ist auch aus diesem Grund deutlich zurückgegangen. Natürlich gab es weitere Gründe. Aber auch gerade solche Koppelungen sind nicht selten. Das bedeutet am Ende immer Wohlstandsverluste.
    Natürlich sind auch Subventionen nichts anderes als Handelshemmnisse. Und auch gar nicht so leicht gegenüber der WTO zu begründen. Aber die verzerrenden Wirkungen auf den Markt sind aus meiner Sicht beim einem „Außenschutz“ noch deutlich größer.
    Leider kann ich auch keine Antwort liefern. Ökonomen haben es immer bedauert, dass der Bauernverband nur über Preise/ ersatzweise Mengen oder Protektionismus sprechen wollte. Wohlwissend, dass das nicht funktionieren kann. Das Gegenkonzept lautet Direktsubventionen auf das Einkommen der Bauern . Ganz schwierig konkret zu handeln und sicher auch irgendwie in das Selbstverständnis eines Landwirts eingreifend. Denn das klingt auf den ersten Blick für einen Unternehmer ziemlich scheußlich. Alles andere ist meinen Augen allerdings noch scheußlicher, daher lohnt es vielleicht auch mal mit jemandem zu sprechen, der da vielleicht konkrete Vorschläge liefern kann. Wie solch ein Modell aussehen könnte.
    Eigentlich müsste sich da etwas im Verbund von Agrarwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft etwas finden lassen. Vielleicht in Kiel ? Da gibt es beide Fakultäten.

    Ansonsten danke für euer Gespräch, Willi und Robert Habeck. Also jetzt nicht im Sinne von gut, dass wir drüber gesprochen haben 😀
    Als Bürger/Wähler hätte ich doch etwa zum Thema Agrarwende mehr Konkretes erwartet. Das ist nach meinem Wissen doch ein zentraler Punkt bei den Grünen. Und da kam aus meiner Sicht nichts. Nachhaltigkeit soll belohnt werden, prima. Die meisten Betriebe , die ich kenne, arbeiten nachhaltig. Dass es sie seit Generationen gibt, spricht doch Bände. Aber wenn ich Herrn Habeck richtig verstanden habe, sieht er das anders. Seine Definition von Nachhaltigkeit muss wohl anders sein. Nur BioLandbau ist nachhaltig? Warum hat er leider nicht gesagt.
    Bei Gentechnik muss ich immer automatisch an Diabetes-Kranke denken, die immens davon profitieren. Da muss nicht die Regulierung streng sein sondern die Forschung groß! Das sollte seitens der Politik gefördert werden. Ängste haben wir alle schon genug, das ist das Geschäft der Populisten.
    Dass die Grünen nicht gerade ein Hüter der sozialen Marktwirtschaft sind, wissen wir wohl alle. Auffällig auch in diesem Gespräch, dass sie keine durchdachte Alternative haben. Kein Wort wie ungeheuer wichtig es ist, den Landwirt als Unternehmer zu unterstützen . In seinem Bemühen auf neue Anforderungen neue Antworten zu finden. Stattdessen eher eine Rückwärtstendenz , Kuh auf der Wiese , alles gut. So wird es eher nichts.
    Could to be continued…

    10+
    • Bauer Willi sagt

      Ein hohes Anspruchsdenken! In 60 Minuten habe ich schon so viel reingepackt und wie oben beschrieben, leidet darunter der Tiefgang. Das war mir bewusst. Aber dafür, dass ich das alles auf eigene Kosten und zum eigenen Interesse gemacht habe, finde ich es so schlecht nicht. Den nächsten Termin nehmen Sie wahr? Super…

      10+
      • firedragon sagt

        Guten Abend Herr Dr Kremer-Schillings,

        meine Achtung und Respekt Ihrer Person und Ihrem Engagement für uns alle haben Sie.
        Danke auch an Ihre Familie, die dabei hinter Ihnen steht. Denke, dass ist nicht immer einfach.
        Danke, dass Sie unser „Sprachrohr“ sind.

        Und das mit dem Wünschen ; wie schrieb unser fingerphilosoph : wünschen ist was für Kinder… und wir sind ja schließlich alle erwachsen.

        Ihnen noch einen schönen Abend.
        Grüße
        firedragon

        11+
  34. Jimbob sagt

    Unverständlich, sich mit so einen an einen Tisch zu setzten.

    Will in Teilen die DDR wiederauferstehen lassen und schreit nach Enteignungen.

    0
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      1+
  35. Walter Parthon sagt

    Herr Habeck, ist das der Mann
    – der als Mitglied seiner Partei als erste nach dem 2. Wk BW-Soldaten in den Kriegseinsatz geschickt hat während er selbst nur Sozialdienst leistete ?
    – der wider geltendes Recht über alle fachlichen Instanzen hinweg einen Schlachthof unter Mißbrauch seines Amtes schließt ?
    – der gegen Monokultur wettert und sie selbst als Biogasmogul als Errungenschaft feiert ?
    – der trotz demokratische Wahl von jeglichem Sachverstand unbeleckt ist ?
    – der als Philosoph und Schriftsteller ein Fachresort leitet – ohne jegliche Sachkunde, nur mit fehlgeleitetem Idealismus ?
    Wouw !
    Wo sind wir nur hingekommen !
    Reiches Deutschland. Wenn wir arm wären könnten wir uns als diesen Sch….. nicht leisten.
    Kommt doch mal für 14 Tage auf einen landwirtschaftlichen Betrieb, egal ob Bio oder konventionell. Nehmt mal die Mistforke in die Hand. Füttert die Tiere (morgens und abends – jeden Tag – sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr !). Setzt euch 12 Stunden auf einen Trecker um dann nach dem Abendessen noch schnell mal 3 Stunden im Büro über Fragebögen und Antrgen zu sitzen die sich von jeglichem Sachverstand unbeleckte Bürokraten ersonnen haben damit sie ihre 38 Std Woche mit nur 10 Std sogenannter Arbeit rumkriegen !
    Und trotzdem:
    Was gibt es schöneres als ein blühendes Weizenfeld im Sommerwind ?
    Eine Herde Schwarzbunter auf saftiger Weide ?
    Satt grunzende Schweine in ihrer Box ?
    Sich an einem langen Abend auf einem Stein am Strand wieder finden und ne ganze Stunde ohne ein Wort übers Wasser schauen ?
    Ein Rudel Damwild das sich auf frostiger Fläche hinter den Knicks Schutz sucht ?
    Armer Habeck ! Ihr Antrieb kann nur so was wie Neid sein denn sie werden es nicht verstehen und dürfen das nicht leben !
    Nur die Besten werden Landwirt !
    Greenpeace hatte mal den Spruch
    Wir bauchen die Natur – die Natur braucht uns nicht !
    Das gilt auch und sogar ganz besonders für Greenpeace und ganz besonders für all diese Pseudo-Naturschutzorganistionen und Parteien die frei von Sachverstand auf ideeller Basis sich durch Verängstigung und Hetze als Heilsbringer aufspielen.
    Diese unsere Natur wird es in tausend Jahren noch geben wenn ihr politisches Denken und Handeln längst der Lächerlichkeit anheim gefallen ist.

    11+
    • Eckehard Niemann sagt

      „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
      Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

      1+
        • Eckehard Niemann sagt

          Hallo, „Ehemaliger Landwirt“, Ihr Beitrag ist übersetzt wohl ein Werbe-Text für ein (chinesisches?) Hotel . Gute Reise, möglichst mit „Flugscham“ !

          1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ich gebe es zu,
            mal auf der chinesischen Mauer zu stehen, das hätte was und das ganz ohne Flugscham.

            Aber die chinesische Schrift sagt was anderes aus.

            0
  36. Michael Gorke sagt

    Viele Politiker reden nach dem Mund ihrer Klientel, naja was heißt viele, eigentlich alle. Einige sind etwas variabel, je nachdem wo und mit wem sie gerade reden.
    Herr Habeck macht da keine Ausnahme. Spannend wird es wenn Er vom Wähler in die Verantwortung genommen wird. Nach seinen Worten ja wird alles besser. Vielleicht hat sich die Wirklichkeit dann ja seien Worten angepasst. Es geht ja nicht nur darum uns Bauern etwas „Gutes“ anzubieten, wir müssen da auch drauf vertrauen können. Und das kann ich im Moment noch nicht.

    6+
  37. Reinhard Seevers sagt

    Die Politik handelt nach Umfrage und Machterhalt.
    Der LEH kauft dort wo es am billigsten ist, bzw. verkauft das, was am meisten Gewinn bringt.
    Die Medien publizieren nur, was Schlagzeilen und damit Umsatz macht oder klicks bringt.
    Die NGOs werden dauerhaft die Finger in Wunde legen, damit ihr Spendenaufkommen erhalten bleibt.
    Der Verbraucher wird weiterhin das Billigste kaufen.
    Der Landwirt/Erzeuger wird langfristig keine Alternative haben denn stillhalten, da es 1. an der Stimme und an den gemeinsamen Zielen fehlt und 2. es keinen gibt, der diese evtl. Ziele, so es denn welche gäbe dann auch umsetzen würde.
    Ich sehe kein Land in Sicht.
    Die Zersplitterung der deutschen Landwirtschaft hemmt die Einigkeit und schafft für Außenstehende eine so hohe Komplexität, dass er sich mit einfachen Erzählungen begnügen wird und weiterhin handelt wie eh und je. Was sollte ihn daran hindern? Moralische Gängelung für Fleischesser oder „Nicht-Biokäufer“?

    0
  38. Arnold Krämer sagt

    Herr Harbeck klingt bei vielen seiner Antworten sehr moderat und verständnisvoll. Man merkt aber z. B. schon bei den ersten drei Antworten auch, dass er keinen ökonomischen Sachverstand mitbringt und dass die Grünen kein stimmiges Agrarkonzept haben. Wie sollten sie auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wir so unterschiedliche sozioökonomische Strukturen (Haupterwerb, Nebenerwerb, Familienbetrieb, Großbetrieb mit Fremdarbeitskräften), so unterschiedliche Standortverhältnisse (Dauergrünland, Ackerland, Mittelgebirge, Ebene), so unterschiedliche Produktionsrichtungen (Rindvieh, Schweine, Geflügel, Gemüse, Sonderkulturen) in Deutschland haben.

    Die Grünen maßen sich an, die Agrarerzeugung über das Instrument des Ordnungs- und Förderrechts inhaltlich letztlich immer detaillierter bestimmen und steuern zu können (SPD und CDU eifern ihnen offensichtlich nach). Schon jetzt ist zu erkennen, dass das schon kurzfristig nur zu Lasten der vorgeblich gewollten Betriebe und auf Dauer der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit aller verbleibenden Betriebe geht.
    Je mehr Restriktionen und Vorgaben man macht, umso weniger Lösungsmöglichkeiten gibt es. Ökonomen, die das Prinzip der „linearen Programmierung“ kennen, wissen das. Deshalb brauchen wir im Agrarbereich nicht mehr, sondern weniger Staat, nicht mehr, sondern weniger Subventionen, nicht mehr, sondern weniger Vorschriften. Das was aber wirklich essenziell ist, muss dann auch kontrolliert und durchgesetzt werden. Wir brauchen eine liberale Agrarpolitik und keine, die durch die Hintertür zu Strukturen und Verhältnissen führt, wie sie vor 30 Jahren (vorübergehend?) zugrunde gegangen sind.

    19+
  39. Friedrich sagt

    @Willi. Mit Habeck könnte ich mir ja noch was vorstellen , aber mit Hofreiter ,Künast usw.
    überhaupt nicht. Von Landwirtschaft , Markt und Wirtschaft verstehen die doch überhaupt nichts. Wie soll auch das in der EU und mit der Wettbewerbsfähigkeit klappen. Auch für die Welternährung , wenn 20 Mill. Tonnen Getreideernte in Deutschland fehlen und wir importieren müßen. Dann hungern doch noch mehr Menschen. Wo sollen auch die Gelder von jetzt rd. 5 Mrd. und dann 30 – 50 Mrd. Euro herkommen ? Wir müßen doch jetzt schon die C02-Steuer einführen , um die Flüchtlingskosten zu bezahlen. Deutschland hat sich jetzt schon mit der EU übernommen und jetzt schlittern wir in die wirtschaftl. Rezession. Diese Umbaugelder können nicht kommen, weil sie nicht zu erwirtschaften sind. Diese Regierung ist schon so viele Wetten eingegangen und die wird sie alle verlieren. Da können wir als Bauern nicht das Risiko eingehen , diesen Weg mitzugehen.

    10+
  40. Paulus sagt

    Hier nur zu einem Punkt des Gesprächs:
    Das immer wieder vorgetragene Ansinnen man solle EU-Importe nur zulassen, wenn in den Erzeugerstaaten die gleichen ökologischen und sozialen Standards bzw. europäischen Normen eingehalten werden, um somit auf Subventionen verzichten zu können, halte ich für unausgegoren und nicht zu Ende gedacht.
    Ich frage mich welche Standards in einem solchen Fall zugrunde gelegt werden sollen? Etwa die in der Almeria, wo ökologische Aspekte kaum eine Rolle spielen und afrikanische Migranten wie Sklaven gehalten werden? Das dürfte für die in Frage kommenden exportierenden Staaten und selbst für Drittweltländer kein Problem sein.
    Auf dem Level sind die bis auf wenige Ausnahmen schon lange. Oder sollen die deutlich höheren und nicht vergleichbaren Standards der niederländischen Erzeuger z.B. von Tomaten, Paprika und sonstigem Gemüse gelten? Ich kenne keine europäische Bestimmung in der dies auch nur ansatzweise normativ festgelegt wird.
    Abgesehen davon stellt sich die Frage, für welche Produktgruppen genau man sich so etwas vorstellen könnte.
    Lieber Bauer Willi, ich habe mich hier immer „für“ Subventionen ausgesprochen, auch wenn ich den Kreis der Empfänger gern eingegrenzt hätte. Ich vertrete auch nach wie vor die Auffassung, dass gesellschaftlich gewünschter Natur- und Tierschutz, genauso wie das Tierwohl in den Ställen eines gerechten Lohnes bedarf. Das ist doch gar keiner Frage!
    Aber komm mir doch bitte nicht mit derart kruden Ideen wie an den Haaren herbeigezogenen Einfuhrbestimmungen und dergleichen, bei gleichzeitigem Verzicht auf regulatorische oder ausgleichende Zuwendungen – so bezeichne ich die Subventionen jetzt mal.

    2+
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      anders als mit solch „kruden“ Gedankenansätzen wird es nicht gehen. Immer höher werdenden Ansprüchen und immer feingliedrigerer Regelungen, andererseits aber zu den Spielregeln des Weltmarktes produzieren zu müssen, geht nur mit einem wie auch immer gearteten Außenschutz. Wenn Du eine andere Idee hast, gerne.

      4+
  41. Andreas John sagt

    Alle Importe sollten EU-Standards aufweisen (einschl Industrieprodukte, soziale Standards dürften auch nicht in größerem Maße abweichen ), dann gibt es auch keine Probleme mit der Globalisierung in der Bevölkerung.
    Sieht man gerade bezüglich China, jetzt kann man nicht mehr zurück und muss sich anschauen, wie sich das Land zu einem Kontrollstaat verwandelt fernab europäischer Standards, mit dem wir aber konkurrieren müssen.

    3+
  42. fingerphilosoph sagt

    Mit 80% Marktanteil haben die vier Lebensmittelkonzerne ein Quasi-Monopol, das durch die Gesetzgebung nicht zu brechen ist. Alternativen beschränken sich auf den Wochenmarkt, den Gemüsetürken, den Bioladen oder den Online-Handel. Das sind jedoch lediglich Nischen, die sich nicht eignen, den Großen Vier das Wasser abzugraben. Zumal die Alternativen für den Verbraucher mit mehr Aufwand, beim Online-Handel mit mehr Wissen verbunden sind.

    Der Umbau der Landwirtschaft ist deshalb nicht über „den Markt“ zu erreichen, sondern offenbar nur durch staatliche Interventionen. Glaubt Habeck. In letzter Konsequenz bedeutet die Einmischung des Staates, also die Umverteilung der Subventionen, Planwirtschaft, in der der Staat vorschreibt, wie der Landwirt zu wirtschaften hat, was er wann wo wie anbaut. Das heißt, der Landwirt wirtschaftet fremdbestimmt, ist nicht mit „Herzblut“ dabei, weil er ja auch nicht mehr verantwortlich ist. Es gibt in der Geschichte genügend Beispiele, die zeigen, dass Planwirtschaft nicht funktioniert.

    Fazit: Weder freier Markt noch Planwirtschaft bringen das gewünschte Ergebnis.

    Statt auf Subventionen könnte Habeck allerdings vermehrt auf Transparenz setzen, um den Umbau der LW zu erreichen. Er spricht das Problem ja sogar selbst an. Auf die Verpackung vom Schweinehack gehört eben nicht das Fachwerkhaus mit dem Apfelbaum, sondern ein Foto von den de-facto-Haltungsbedingungen. Auf das Schweinehack vom bauerhans kommt ein Foto vom Schwein auf Spaltenboden, auf das Schweinehack von Frau Mörixmann kommt ein Foto vom Strohschwein.

    Auf dem Foto der Verpackung sollte der Konsument mit einem Blick sehen können, welche Haltungsbedingungen er sozusagen mitkauft. So sieht er auf einen Blick, warum das Mörixmann-Schweinehack teurer ist, ohne sich lange informieren zu müssen, was das Tierwohl-Label, die 1000 Bio-Bezeichnungen, der Nutri-Score im Einzelnen denn bedeuten.

    Fachwerkhaus mit Apfelbaum auf der Verpackung wird künftig als intransparent abgelehnt, es sei denn, das Schwein wohnt wirklich unterm Apfelbaum und im Fachwerkhaus. Bei durchgängiger Transparenz ist es dann egal, ob der Verbraucher das Produkt bei Lidl & Co., im Bioladen, auf dem Wochenmarkt oder online kauft.

    3+
    • bauerhans sagt

      „Auf das Schweinehack vom bauerhans kommt ein Foto vom Schwein auf Spaltenboden“

      das geht nicht,weil ich spinngewebe im stall habe und der verbraucher dann meint,es wäre auch im hack.
      das spinngewebe wurde tatsächlich bei einer kontrolle moniert.
      meine schweine sind absolut gesund.

      8+
      • Die Kontrolleure wußten wohl nicht, dass Spinnweben ein Indikator für gutes Stallklima ist?

        Oder hatten die auch Angst, dass diese ins Gehackte kommen!?!

        2+
    • Obstbäuerin sagt

      Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, fingerphilosoph. Für Äpfel könnte es über den Verkaufstischen Tafeln geben, wo bei den konventionellen Äpfeln z.B. steht: 15 x mit nützlingsschonenden Mitteln (Insektizide und Fungizide) gespritzt aber rückstandsfrei (auch mit einer Abbildung einer Spritze + Traktor) und die Herkunft der chemisch-synthetischen Spritzmittel. Bei den Öko-Apfeln steht dann 20-30 x mit weniger nützlingsschonenden aber biologischen Mitteln gespritzt und ebenfalls rückstandsfrei (gleiche Abbildung wie konventionell) und die Herkunft der biologischen Spritzmittel (Insektizide) aus Afrika mit einem Bild eines afrikanischen Chrysanthemenfeldes. Das wäre mal Aufklärung.

      11+
      • fingerphilosoph sagt

        Ja, man müsste sich zusammensetzen, wie die Fotodokumentationen auf der Verpackung aufgebaut sein sollen. Foto mit Spritze und Traktor mit der Zahl der Spritzungen sowie das Chrysanthemenfeld finde ich schon mal gut.

        Hier gibt es eine Marke, wo ein Foto des Bauern auf den Joghurtbechern drauf ist. Die Haltungsbedingungen der Kühe oder mit was die gefüttert wurden, würde mich mehr interessieren.

        3+
        • fingerphilosoph sagt

          Alternative Idee: Ein Foto von Deinen Obstbäumen mit der Anzahl der nützlichen Arten, die auf Deinem Anwesen zu finden sind. So wird Negativ-Werbung vermieden.

          Die Anzahl der Arten auf Deinem Anwesen spricht ja für sich selbst, dann muss man nicht ins Detail gehen, wann wo welche Spritzungen nun schädlicher oder weniger schädlich sind. Das wird sonst zu kompliziert.

          3+
          • Obstbäuerin sagt

            Wenn es aber um Transparenz geht, finde ich, müssen alle Karten auf den Tisch. Dass es im Endeffekt bei der Biodiversität nur geringe Unterschiede zwischen Bio-Obstanlage und konventioneller gibt, kann natürlich zusätzlich erwähnt werden. Durch die ständige Bodenbearbeitung (Unkrautbekämpfung) unter den Bäumen in den Ökoanlagen werden mehr Bodenlebewesen geschädigt als durch Glyphosatbehandlung. Aber ein paar hübsche Schmetterlinge machen sich als Werbung immer gut.

            5+
          • Ferkelhebamme sagt

            Macht die Westfleisch z.B. auch mit ihren Hofportraits. Mehr Transparenz mit Bildern und Infos wäre eine tolle Chance für regionale Produkte, da tut sich auch schon was, aber seeeehr zäh. Wenn mehr Kunden so wißbegierig wären wie du fp, würde der Handel schneller drauf anspringen. Die deutschen Bauern hätten da die geringsten Probleme mit.

            0
          • fingerphilosoph sagt

            „Die faire Milch“ ist eine Marke unter vielen Marken. Als Kunde im Supermarkt kann ich nicht erkennen, welche Haltungs- oder Produktionsbedingungen sich hinter der Marke verbergen. Da muss ich zu Hause erst googeln, und jetzt mal ehrlich: wer macht das schon, außer ein paar Studenten, die zuviel Zeit haben.

            „Die faire Milch“ hat zudem das Problem, dass die meisten anderen Produkthersteller im Supermarkt keine Transparenz herstellen. Die Verpackungen sehen ja alle gleich ansprechend aus und über die Haltungs- und Produktonsbedingungen erfährt man am Regal im Supermarkt – am Ort, wo die Kaufentscheidung fällt!! – nichts. Die meisten Menschen können die verschiedenen Bio-Labels inzwischen nicht mehr voneinander unterscheiden, sogar aus Almeria kommt Bio-Gemüse.
            Wenn aber Transparenz durch ein adäquates Foto gleichermaßen für alle verpflichtend ist, kann der Konsument bei allen Produkten direkt am Supermarktregal einen Blick auf die realen Haltungs- bzw. Produktionsbedingungen werfen. Der Konsument bekommt ein Foto von Almeria zu sehen, unabhängig davon, ob „Bio“ draufsteht oder nicht, wenn das Gemüse aus Almeria stammt.

            Wenn der Verbraucher dann immer noch das billige Produkt wählt, dann ist das halt eine Bestätigung für die industrielle LW bzw. der Beweis dafür, dass dem Verbraucher das Tierwohl oder Almeria hinten runter gehen. Dann ist das auch okay, aber weder der Verbraucher noch der industrielle Landwirt oder der Bio-Bauer oder die Grünen oder die Schwarzen können sich weiter was in die Tasche lügen.

            0
        • Aber die Motordrehzahl willst du nicht wissen, oder?

          also Fingerphilosoph, da hast du Recht,
          die Anzahl und Zweck der Spritzungen und die relevante Belastung der Umwelt dadurch.
          (wissenschaftl. gesichert)
          sollte angeben werden!

          0
    • firedragon sagt

      fingerphilosoph,

      die Bebilderung von Umverpackungen mit realen Bildern wäre tatsächlich mal ein sinnvoller Schritt in die richtige Richtung.

      Ähnlich der Zigarettenverpackung, Rauchen soll ja auch nicht mehr verherrlicht werden.
      Ebenso wäre es an der Zeit, den Konzernen zu verbieten, Werbung mit Bildern zu machen, die auf Suggestion aufgebaut ist.

      Dann kann jeder entscheiden ob ihm /ihr die ein oder andere Haltungsform zusagt.
      Genau wie beim Rauchen – man kann sich entscheiden, es ist nicht verboten.

      Schon wieder – ganz einfach.

      0
    • Brötchen sagt

      Frau mörixmann hat auch Spaltenboden, sogar im Auslauf. bzw. der Auslauf besteht nur aus spaltenboden. FP das du dich da nicht täuschst. sie hat nur durch ein paar Kniffe, ein etwas anderes Bild erreicht.

      1+
      • fingerphilosoph sagt

        Naja, dann lässt man Frau Mörixmann bei Dir fotografieren, und Du fotografierst bei Frau Mörixmann. Wo ist das Problem?

        1+
    • brouss sagt

      Und muss dazu schreiben, wie gesund die Tiere sind. Die Fleischforscher in Kulmbach haben vor 15 Jahren schon festgestellt, dass Bio-Tiere kränker sind als Konventionelle. Ein aufgeschürftes Sprunggelenk sehen die Tierschützer beim Einbruch. Eine chronische Lungenentzündung nicht. Einen Befall mit Endoparasiten auch nicht.
      Dass bei Bio-Haltung doppelt soviel Ferkel sterben sieht auch niemand.

      6+
    • Arnold Krämer sagt

      Die Landwirte sind nicht verantwortlich für die Verpackungen, in denen die verarbeiteten Agrarrohstoffe dem Endverbraucher angeboten werden.
      Mir ist nicht bekannt, dass zum Beispiel die Firma Wilke Wurst genossenschaftlich oder sonst wie in bäuerlicher Hand produziert und vermarktet hätte.
      In den genossenschaftlichen Unternehmen sieht das natürlich anders aus. Aber auf solche Dinge haben die bäuerlichen Funktionäre in den Gremien wohl kaum geachtet.

      2+
      • fingerphilosoph sagt

        Das müsste vom Gesetzgeber geregelt werden, aber es wären zur Abwechslung mal Vorschriften, die nicht den Landwirten, sondern der lebensmittelverarbeitenden Industrie gemacht werden. Die wären dafür verantwortlich, dass auf der Verpackung bildlich dargestellt wird, unter welchen Bedingungen die Agrarrohstoffe produziert wurden. Dass Angaben über Nährwert oder jetzt neuerdings der Nutri-Score auf der Verpackung drauf sind, wurde ja auch vom Gesetzgeber geregelt

        1+
      • Eckehard Niemann sagt

        „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
        Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

        0
        • Arnold Krämer sagt

          Herr Niemann, was ist unsachlich an meiner Antwort auf die Bemerkungen von „Fingerphilosoph“?
          Sie müssen etwas sorgfältiger arbeiten, und nicht Massen-Einheitskommentare verteilen. Dass Sie mich hier aber auch adressieren, ehrt mich, weil es mir zeigt, dass Sie sich an meinen Sach-Kommentaren reiben und vielleicht auch darüber ärgern.

          0
          • Eckehard Niemann sagt

            Nein, das stimmt so nicht. Ich finde es nur schade, dass Sie hinsichtlich der von Bauer Willi geforderten Sachbezogenheit weit unter Ihren (von mir vermuteten) Möglichkeiten bleiben.

            1+
  43. Eckehard Niemann sagt

    Insgesamt ein sachorientiertes und auf Bauerninteressen ausgerichtetes Interview!

    3+
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Da kann ich Ihnen nicht generell beipflichten wollen.

      Nach wie vor wird überhaupt nicht thematisiert, dass wir Bauern -konventionell u. Bio gleichermassen- nicht vom Verkaufserlös unserer Produkte am Markt leben können; genau das ist aber unsere grundsätzlich tiefgreifendste Misere auf allen Höfen. Deshalb,
      und zwar genau deshalb werden noch sehr viel mehr bäuerliche Existenten vernichtet werden.

      Nach dem Brexit werden die Töpfe leerer. Man kann schlussendlich nur den Kuchen verteilen, der zur Verfügung steht, insofern stehen wir Bauern in äußerst fatalen Abhaengigkeiten. BIO in Massen wird das gleiche Schicksal erleiden, wie das heute schon unseren konventionellen hochwertigen Erzeugnissen widerfährt; Leuchtbeispiel Biomilch u. Umstellerware.

      Diskutiert endlich auf Augenhöhe mit den Praktikern auf ihren Höfen und verhängt nicht eines um das andere vollkommen sinnbefreite Diktat über deren Köpfen, die unserer intelligenten Jugend vollkommen die Bereitschaft zum Ackern in der nächsten Generation raubt.

      Dann macht’s eben nur noch die von euch verteufelte Agrarindustrie u. zwar zu deren Bedingungen. Oder Trump, Putin & Co. werden alternativlos die einzufordernde Versorgungssicherheit liefern müssen, Deutschland/die EU schafft schliesslich nicht ohne spürbaren Konsequenzen die eigenen Bauern vollends ab.
      M.f.G von einem kleinen Bäuerlein

      9+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Herr Niemann, auf diesen Satz von Ihnen habe ich nur gewartet!!!!
      Herr Habeck , als Heilsbringer für die deutsche Landwirtschaft.
      “ Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für mich zu gehn……….“

      2+
      • Eckehard Niemann sagt

        Halle „Brandenburgbauer“,
        Ihre irreale Hoffnung auf irgendwelche „Heilsbringer“ teile ich nicht.
        Ich setze eher auf konsequente Definition eigener Interessen und auf eine Debatte mit gesellschaftlichen Bündnispartnern.
        Denn in dem von Ihnen zitierten Lied „Gute Nacht Freunde! gibt es doch auch die Zeile:
        „Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab‘
        Und für Eure Geduld, wenn’s mehr als eine Meinung gab…“

        1+
  44. Friedrich sagt

    Die Antworten von Herrn Habeck waren mir nicht konkret genug. Der EU-Markt und die Wettbewerbsfähigkeit wurde nicht angegangen . Auch die Aussagen zur Tierhaltung genügen nicht ., ebenso die Aussagen zu den Roten Gebieten und wie man das alles finanzieren will. In der Schweiz bekommen die Bauern in Summe mehr Geld , als in ganz Deutschland . Danach müßte sich die Summe fast verzehnfachen und das klappt doch nie , deshalb halte ich die Aussagen von ihm für nicht durchführbar. Dazu kommt noch , wer diese teuren Produkte dann bezahlen soll. Die kleinen Arbeitsleute mit 1000 – 2000 Euro Netto im Monat für eine Familie kommen ja jetzt schon kaum rund. Energiepreise, Miete, PKW usw. fressen doch schon fast alles weg. Wenn jetzt noch das Essen sich auch verdoppelt , dann bekommen wir hier doch soziale Aufstände. Wenn die Grünen das so umsetzen , dann fliegt unser Gemeinwesen auseinander. Jetzt ist die Staatsquote schon viel zu hoch. Schon heute hat man Probleme die ganze Biomilch zu verkaufen und bei den Bioschweinen , 30.000 Stück die Woche , ist es genauso. Übrigens werden rd. 900.000 konv. Schweine in der Woche geschlachtet. Welcher von den wenigen Jungbauern will denn heute zurück in die 1960er Jahre und den Computer gegen die Mistforke austauschen. Auch sollten wir nicht , wie bereits geschehen, in die Neidsubventionsfalle laufen. Zum Schluß kann ich noch sagen , daß vielleicht alle guten Ansätze von Herrn Habeck, seine anderen Grünen das nicht mitmachen werden. Allein wenn ich so die Kommentare von den Grünen, NABU , BUND usw. zu den Grünen Kreuzen sehe , dann weis ich , daß die dagegen sind , anstatt sich zu solidarisieren. Denen wird es nie genug sein , wenn die Landwirtschaft sich in Richtung Bio bewegt , weil dann deren Daseinsberechtigung wegfallen würde und damit Spenden und Wählerstimmen. — Willi hab Dank für deinen Einsatz. Jetzt wissen wir das die Grünen kein richtiges wirtschaftliches KOnzept für die ganze Landwirtschaft haben , sondern nur in Bio denken.Wo bleibt da die Freiheit des Bauern , wenn man fast alles politisch vorgeben will.
    Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer , aber das sehen die Berliner anders und daran werden sie auch scheitern.

    12+
    • Bauer Willi sagt

      Lieber Friedrich

      wir hätten bei jedem Thema eine Stunde lang diskutieren können. Dann wären die Antworten auch ausführlicher und konkreter geworden. Aber es muss ja nicht das letzte Gespräch gewesen sein…

      0
  45. Berthold Lauer sagt

    Die Tatsache, dass das Gespräch in der Form überhaupt stattgefunden hat, ist das einzig positive. Ansonsten lese ich aus den Antworten nur die übliche Politikerrethorik: Keine einzige konkrete Frage wurde konkret beantwortet. Nur Allgemeinplätze und unverbindliche Aussagen. Konkret nur die Feindbilder: Bauernverband und Union. Und er bzw seine Partei und die ihr nahe stehenden wollen doch nur alles zu unserem Besten. Einziges Problem: Wir sind anscheinend zu blöd, um das zu verstehen!
    Zum Schlusssatz noch eine Anmerkung: Wenn das doch so ein schöner Beruf ( und ja in Zukunft bei Umsetzung aller zur Zeit kursierenden Ideen noch viel schöner und sorgenloser wird), sollte er seine Kinder vielleicht doch motivieren, Bauer zu werden, denn es werden viele fehlen!

    14+
    • Arnold Krämer sagt

      Offensichtlich lesen sehr viele Personen, die nicht unmittelbar aus der Landwirtschaft stammen oder mit ihr zu tun haben, die Beiträge und Kommentare bei Bauer Willi. In der Regel sind diese wohltuend sachlich und fachlich zum Teil auch sehr anspruchsvoll. Nur deshalb war es wahrscheinlich für Willi möglich, einen Gesprächstermin bei Herrn Habeck zu bekommen. Das ist schon mal ein großer Erfolg. Gleichzeitig wird aber auch deutlich wie viel Ausdauer, Geduld, Gradlinigkeit und Konsequenz erforderlich sind, von den Grünen politisch wahrgenommen zu werden, wenn man nicht deren Grundmeinungen vertritt.
      Mit der Gesprächs- und Diskussionskultur in Deutschland ist es nicht zum Besten bestellt, weil es auch bei fast allen Sach- und Fachfragen immer wieder um die „richtige“ Gesinnung geht.

      9+
      • Bauer Willi sagt

        @Arnold

        Und genau weil die Diskussionskultur leidet, müssen wir alle da einen Anfang machen. Und ich finde es toll, dass Herr Habeck das offensichtlich auch so sieht. Natürlich hat er eine andere Agenda als ich. (Sofern ich überhaupt eine Agenda habe) Aber das ist ja nicht verwerflich. Das ist jetzt keine Antwort an Dich sondern an uns alle. Fachlich, sachlich, anspruchsvoll diskutieren. Aber das klappt ja hier ganz gut. Meistens jedenfalls (Smiley)

        4+
  46. Obstbäuerin sagt

    „Man braucht also kein Prophet zu sein, um zu erkennen: Das Klimapaket und die neue Düngeverordnung werden die Landwirtschaft grundlegend verändern. Und das passiert nicht unbedingt so, wie es sich die Mehrheit der Bevölkerung wünscht. Vor allem die kleinen Bauernhöfe werden in die Zange genommen: Auf der einen Seite drücken die neuen Vorgaben die Produktion und damit die Erlöse runter. Auf der anderen Seite explodieren der administrative Aufwand und die Kosten.“
    Hier mal eine Meinung aus dem letzten Artikel von agrar heute zum Klimapaket, das den Grünen ja nicht weit genug geht.

    3+
  47. Rainer Henking sagt

    Tatsächlich hätte ich mir auch einmal gewünscht, dass man ein Thema wirklich auch tiefergehend dsikutiert. Alle Interviews, Talk-Runde und Diskussionen mit Poltikern bleiben in der Regel an der Oberfläche. Dabei wäre nur das Glyphosatthema ausreichend, um wirklich einmal das ganze Gedankengebäude der Politik auf den Prüfstand zu stellen.
    Dann würde mir auch vielleicht einmal klar werden, ob ich mit meinen Ansichten zum jeweiligen Theman komplett falsch liege. Wenn man dann dieses eine Thema vernünftig abgearbeitet hat, kann man zum nächsten übergehen.
    Aber das ist wohl Wunschdenken und in der heutigen Zeit nicht mehr möglich.

    5+
    • Bauer Willi sagt

      Ja, das kann man sich alles wünschen. Mein Vorschlag: machen Sie einen Termin mit Herrn Habeck und vertiefen Sie die von Ihnen gewünschten Themen. Und das ist jetzt ernst gemeint.

      2+
  48. Moin!

    Ich finde es gut, daß endlich auch über den Preis gesprochen wird, das kann ich anerkennen. Ich sehe aber auch, wie Willi eher den konservativen weg der Produktivitätssteigerung zu favorisieren scheint mit Gentechnik etc. Was die Frage aufwirft: Wenn die Regierung eh nicht regulierend eingreift, wird dann jede Produktivitätssteigerung nicht eh wieder eingepreist?

    Zu Gentechnik, egal welche:
    – Unkontrollierbar, siehe Ausbreitung orange Petunie
    – Massive Abhängigkeit, siehe Patentrechtsverletzungsklagen in den USA, weil Gensaatgut sich in Felder angeblich ohne Gensaatgut verirrt hat, Bauern werden verklagt und weggebissen, wenn sie nicht mitmachen
    – Unabsehbare Nebenwirkungen, siehe Bt-Baumwolle und roter Baumwollkapselbohrer
    – Gefahr der Terminator-Technologie (GURT), nicht vermehrungsfähiges Saatgut
    – Mit Blick auf Dürren und Fruchtfolgen müßten haufenweise Pflanzen angepaßt werden, dann doch lieber die Böden dürreresistenter aufbauen durch humusbildende Maßnahmen (Novihum, Dauerhumus aus Braunkohle; Terra Preta, wir haben haufenweise Totholz aus Monokulturwälder für Holzkohle)
    – Und wenn alle auf Gentechnik setzen, könnten wir durch Anti-Gentechnik unseren Markt schützen, mal so als ökonomischer Gedanke, der auch dem entspricht, was Willi von Standards erwähnt hat (und daß ohne Zölle)

    Grüne zur Gentechnik, auch da gibt es Fanboys:
    https://progressive-agrarwende.org/selbstverstaendnis/

    Der übliche Gedanke dahinter: Man muß die Erträge immer weiter steigern …
    Wieso immer alle ans ewige Wachstum glauben, ist mir zwar schleierhaft, aber schon heute könnten alle Menschen satt werden, wenn es politischer Wille wäre. Also Wählerwille. Aber … Egoisten teilen ungern … und Menschen sind nunmal keine Ameisen. Die Erträge können prinzipiell noch weit mehr Menschen schon jetzt ernähren, mit all dem Weggeworfenen gibt es überdies noch einen enormen Puffer. (Von Kaffee und Palmfett mal ganz zu schweigen oder Avocados und dem Nährwert- und Sättigungsaspekt von Spargel …)

    ………….

    Fairerweise muß man jedoch sagen, Mercosur wurde vor allem von UNION und FDP gefeiert.

    Und der Bauernverband blockiert LINKE und GRÜNE kategorisch, selbst wenn es Maßnahmen gegen Bodenspekulation gibt (ist halt der verlängerte Arm der CDU, die es ja auch in ihren Landesregierungen tun könnte, aber nicht tut):
    https://www.tlz.de/politik/gruene-und-linke-wollen-gesetz-gegen-landraub-bauernverband-sieht-das-kritisch-id227210699.html

    Insofern wäre das Thema Landgrabbing wirklich interessant. Die Regierung lehnt es auf Bundesebene ja lieber ab:
    https://www.agrarheute.com/politik/koalition-lehnt-linken-antrag-bodenmarkt-transparenz-ab-550257

    ———

    Und es ist unangebracht, immer wieder darauf hinzuweisen, daß es für Tiere keine Subventionen gäbe (was hier in Kommentaren kommt). Zu Tieren zählen auch Futtermittel und Flächen. Auf diese Weise jemanden diskreditieren zu wollen, halte ich für unangebracht. Zumal auch Landwirte doch Interesse am nachhaltigen Wirtschaften haben dürften?! Es wurde bisher nur nie wirtschaftlich anerkannt. Nur weil jemand kein Landwirt ist, hilft es nicht, auf Korinthenkacker zu machen.

    Die Subventionen kann jeder nachprüfen, wenn man Name und Anschrift kennt (deprimierend, wenn man Fielmann in Lütjensee aufruft …):
    https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

    Oder anders gesagt: Schon aufgefallen, daß er den Begriff „Massentierhaltung“ nicht in den Mund genommen hat so als Grüner! Weil die Masse kein Kriterium ist.

    ———-

    Teilweise haben wir wirklich massiv übersättigte Böden, hier in Niedersachsen spricht man von der Region Cloppenburg-Vechta als Schweinegürtel. Und schon früher hieß es, es würde so viel Mais angebaut, weil dieser bodenzehrend wirkte und man so die Gülle besser loswerden könnte von all den Milchkühen (geflügeltes Wort: Mehr Kühe als Einwohner). Und nicht jeder hält sich durchgängig an Fruchtfolgen, Zeitintervalle etc. Was natürlich auch den wirtschaftlichen Umständen verschuldet sein mag.

    ——–

    Im Kern: Alles dreht sich übers Geld. Doch das wird nicht besser, solange die Regierung nicht eingreifen will. Und die Regierung wird von Menschen gewählt, denen die Landwirtschaft letztlich egal ist … oder sogar Feindbild aufgrund von Produktionsweisen, zu denen man wegen des Preisdrucks überhaupt erst gezwungen wurde. Wobei … es muß immer Landwirte gegeben haben, die sich billiger gemacht haben, um den Zuschlag zu bekommen, sonst wäre es nicht so weit gekommen.

    Doch Dialog ist richtig und wichtig! Und man sieht, daß es auch ankommt beim vermeintlichen politischen Gegner!

    2+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Herr Suhr, bringen Sie ein funktionierendes politisches Konzept dafür, wie man Menschen dazu bringt, weniger tierische Produkte zu essen und weniger wegzuwerfen! Freiwillig funktioniert es ja ganz offensichtlich nicht. Ich habe kürzlich im Radio ein Interview gehört mit einem Proponenten der Sozialmärkte. Seine Erfahrung: Supermärkte zeigen sich sehr kooperativ, wenn es um die Reduktion von Abfall-Lebensmitteln geht. Das Hauptproblem ist der Konsument.

      0
      • Obstbäuerin sagt

        Wenn das Hauptproblem der Verbraucher wäre und wir würden dieses beseitigen, hätten wir ein Problem.

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    • Brötchen sagt

      Nein Herr suhr es gibt auch gewerbebetriebe und Betriebe mit viel Tieren und wenig Fläche und Betriebe mit ganz viel Fläche und nicht ein Tier!
      das muss man schon trennen!

      1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zitat Christian Suhr
      “ Und es ist unangebracht, immer wieder darauf hinzuweisen, daß es für Tiere keine Subventionen gäbe (was hier in Kommentaren kommt). Zu Tieren zählen auch Futtermittel und Flächen. Auf diese Weise jemanden diskreditieren zu wollen, halte ich für unangebracht. Zumal auch Landwirte doch Interesse am nachhaltigen Wirtschaften haben dürften?! Es wurde bisher nur nie wirtschaftlich anerkannt. Nur weil jemand kein Landwirt ist, hilft es nicht, auf Korinthenkacker zu machen.“

      So gesehen müssen die Subventionen auch dem Verbraucher angelastet werden, außer dem Essen, das der Bauer selber isst.

      4+
  49. Volker Schmohl sagt

    Gefährliches Unwissen gepaart mit einer Grundskepsis. Da kommt nie etwas vernünftiges bei raus. Und die Berater von Herrn Habeck sind keine Landwirte. Die Ziele der NGO’s sind nunmal andere. Für mich war das Gespräch sehr aufschlußreich. Danke.

    13+
    • Bauer Willi sagt

      Einspruch. Herr Habeck ist sehr wohl in den Themen drin. Und Grundskepsis ist erlaubt. Darum redet man ja miteinander.

      3+
  50. Obstbäuerin sagt

    „Die Frage muss erlaubt sein, wie wenig Landwirte es denn noch werden sollen. Die Landwirte brauchen Alternativen für extensivere und ökologischere Produktionsweisen. Es darf nicht der Bauer der Dumme sein, der nachhaltig produziert.“
    Die Frage muss auch erlaubt sein, wer soll denn die zusätzliche Menge an teuren extensiv und nachhaltig produzierten Lebensmittel kaufen, wenn der Markt jetzt schon zu ist?
    Oder sollen die EU-Mittel vorwiegend genutzt werden, um die Bio-Preise für Lebensmittel noch höher zu subventionieren? Damit wird dem konventionellen Bauern automatisch die Förderung minimiert oder gestrichen und das Höfesterben nimmt seinen Lauf (nur schneller).

    9+
  51. Elisabeth Ertl sagt

    Die Hauptfrage wird nicht beantwortet: Die Welt muss 8,5 Milliarden Menschen ernähren, Deutschland kann sich nur zu 85% selbst versorgen.
    Jetzt will Habeck eine Extensivierung der deutschen Landwirtschaft, also weniger Nahrungsmittel. Wie soll das ausgeglichen werden? Durch mehr Import? Oder durch eine Rationierung von Lebensmitteln, denn freiwillig verzichten die Leute weder aufs Wegwerfen noch in ausreichendem Maß auf tierische Produkte.

    5+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Oder durch Verzicht auf Bioenergie bei gleichzeitigem Verzicht auf Kohle und Atomkraft.
      Oder durch Rekultivierung verbauten landwirtschaftlichen Grundes.

      2+
    • Also Deutschland muß nicht die Welt ernähren, durch faire Preise würde auch das Konsumverhalten sich ändern (z.B. wieder zu maximal 500g Fleisch pro Woche pro Kopf statt über 1 kg), was auch das Wegwerfverhalten/Konsumverhalten nachhaltig ändern kann.

      Siehe hier, wie die Produktion von weniger zu mehr Wertschätzung und besseren Preise führte, wenn auch unfreiwillig erzwungen durch Dürre (ab Minute 27):
      https://www.youtube.com/watch?v=TwelcZf5rd0

      Pflanzen können mehr Menschen als Tiere ernähren (siehe Flächen für Futtermittel), insofern wäre Fleischreduktion zurück zu Maß und Mitte auch ein Vorteil für freigewordene Flächen.

      Außerdem ist es ein Unding, Lebensmittel zu verheizen.

      Und was mit Ordnungsrecht für Landwirte gilt, wäre prinzipiell genauso auch möglich für Handel, Verarbeiter und Verbraucher. Siehe den Umgang mit Lebensmitteln in Frankreich so von wegen Containern in Deutschland! Verteilung der Marge nach Risiko wäre auch problemlos möglich. Der Staat muß regulierend eingreifen, da in einer freien Marktwirtschaft die Handelspartner selten auf Augenhöhe zueinander stehen, meist Erzeuger und Verbraucher den Kürzeren ziehen.

      Der Handel muß seitens der Regierung schon nicht in der Lage sein, Dumpingpreise zu machen. Aber ähnliche Konzepte gibt es auch privatwirtschaftlich. Auch wenn es immer wieder Versuche gibt, diese zu umschiffen, so sagen Kooperationspartner wie WWF, daß mit ihrem Label augezeichnete Produkte nicht unter Preis verkauft werden dürfen (Willi hat selbst mal ’nen Edeka-Markt erwischt, der mit dem Argument MHD die Bio-Milch mit WWF-Siegel für 55 Cent angeboten hat; mit WWF hatte ich sogar selbst daraufhin Kontakt).

      Auch vergessen Sie neue Techniken zum Humusaufbau etc., was die Böden allgemein resistenter macht gegen Wassermangel und Nährstofferosion, Beispielsweise Dauerhumus aus Braunkohle (Novihum) ist vielversprechend und macht aus Böden auch eine massive CO2-Senke, nachhaltiger ginge nicht. Selbst Weideland könnte man zu Ackerland aufwerten statt Jahrzehnte mühselig Humusaufbau betreiben zu müssen.

      0
      • Elisabeth Ertl sagt

        Aber wäre es nicht gerecht, wenn Deutschland wenigstens sich selber ernähren könnte – in einer Welt, wo anderswo immer noch Hunger herrscht? Wo ist da die Solidarität? Und wir wissen doch, dass anderswo noch viel mehr auf Teufel komm raus produziert wird!

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Bei den vielen Wölfen wird Deutschland eh nichts anderes übrig bleiben, als Weideland in Acker zu verwandeln. Nur geht dann halt sehr viel Biodiversität verloren. Und die artgerechteste Tierhaltung obendrein.

        1+
      • Brötchen sagt

        Herr suhr, was sie anführen haben wir hier tausendmal diskutiert. wir machen Veredelung nicht weil wir so doof sind, sondern weil es keinen anderen Weg gibt. deswegen ist ja Bauer Willi so in der Sackgasse, bei 90 ziger Boden und Regen satt. das ist genau der Grund. deshalb auch seine Aktion mit der kreuzen, weil unter den bedingungen einpacken kann.

        3+
  52. Brötchen sagt

    fachlich ist die milchkuhhaltung wird nicht direkt subventioniert. hat also mit der haltungsform nichts zu tun. es gibt ein grünlandumbruchsverbot. es kann nicht so einfach daraus maisanbau gemacht werden.

    2+
        • Brötchen sagt

          der erste teil ist garnicht mal so schlecht. danach sind zu viele Themen angesprochen worden. zu flach und für mich uninteressant.
          ich hätte lieber ein Thema und das intensiver besprochen.

          0
        • Eckehard Niemann sagt

          „Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern.“
          Haben Sie diese Aufforderung von Bauer Willi nicht verstanden ?

          1+
    • Gerda Scheips sagt

      Die Weidehaltung von Rindvieh wird heute schon gefördert. Ich frage mich, welches Wissen Herr Habeck wirklich hat.

      1+
      • Eckehard Niemann sagt

        Die Weidehaltung wird nur in wenigen Bundesländern gefördert.
        Ich frage mich, welches Wissen Sie haben…

        1+
      • bauerhans sagt

        nein.
        ich bin aber der meinung,dass sich das gespräch von Willi und Robert durchaus positiv auswirken kann.

        4+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen bauerhans,

          dazu braucht es noch ein paar mehr Gespräche, ohne Öffentlichkeit. Damit beide richtig Klartext reden können, ohne Rücksicht nehmen zu müssen.
          (politisches Umschiffen mal abgeschaltet)

          Und Herrn Habeck muss man die Praxistauglichkeit vor Augen halten. Aber nicht nur ihm, allen Politikern.

          4+

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