Bauer Willi
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Gratulation – und noch etwas anderes…

Es ist jetzt nach 23 Uhr am 22.10.2019. Eben hat das heute-journal über die bundesweiten Bauernproteste berichtet. Es dürfte die größten Veranstaltungen sein, die Bauern in den letzten Jahrzehnten “auf die Beine gestellt” haben. Und nachdem, was man bisher gehört hat, friedlich und ohne Zwischenfälle. Das war eine Riesenleistung des Orga-Teams und dazu herzlichen Glückwunsch. Ich denke, allen fällt jetzt ein Stein vom Herzen.

Was ich am 22.10. gemacht habe, war, im Rückblick gesehen, ein Fehler. Vielleicht nur noch mal zur Historie: Frau Klöckner hatte um das Gespräch gebeten und mir  Ende September den 22.10. als Termin angeboten. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine Organisation “Land schafft Verbindung”. Als der Termin für die Demo feststand, hätte ich den Termin bei Frau Klöckner absagen sollen. Habe ich nicht gemacht und daher Asche auf mein Haupt.

Dass das ein Kommentator mein Verhalten nicht gut findet, äußert er in einer Mail: “Du bist und bleibst ein ekelhafter und selbstsüchtiger Populist. Ich bete, dass wir uns nie begegnen müssen. Schäm dich!!” Und auch sonst ist der falsche Termin eines der zentralen Themen auf meiner Facebook-Seite. Und das auch von Personen, von denen ich das nicht erwartet hätte.

Im Moment ist meine Stimmungslage so, dass mir für eine Fortsetzung meines Engagement für die Landwirtschaft die Motivation abhanden gekommen ist. Klar geworden ist mir das auch, als mich ein Journalist des SPIEGEL – auch am 22.10. –  mit so ziemlich allen Phrasen von Nitrat über Glyphosat und Insektensterben konfrontierte. Ich ahne schon, dass da ein ähnlich freundlicher Artikel wie bei der TAZ herauskommen könnte. Langsam werde ich da dünnhäutig, wobei ich die öffentliche Kritik von den Medien immer noch wegstecke. Wenn sie von Berufskollegen kommt, geht es dann schon eher unter die Haut.

Und dann frage ich mich, warum ich das mir und meiner Familie eigentlich weiter antun soll?  Besonders nach dem gesundheitlichen Warnschuss vor einigen Tagen.  Eine Kommentatorin meinte sehr freundschaftlich, dass “du für die vorletzte Seite der Zeitung noch zu jung bist.” Recht hat sie.

Ich werde in Zukunft kürzer treten, nur noch ausgewählte Termine wahrnehmen, nicht mehr auf jede Mail, Messenger oder PN antworten und ruhiger werden. So zumindest mein Vorsatz. Die Kritik an meinem Verhalten ist angekommen. Ich habe kein Problem damit, mich hiermit dafür öffentlich  zu entschuldigen.

Bauer Willi

 

 

 

 

 

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102 Kommentare

  1. Dr. bennet jäger sagt

    Die Bauern haben jahrzehntelang so viel aushalten müssen von der Politik, da ist ein bisschen Frust denke ich nachvollziehbar.

  2. Matthias Zahn sagt

    Lieber Willi, entschuldigen brauchst DU dich für gar nichts! Wer soviel für die Landwirtschaft und den Dialog mit der Gesellschaft getan hat wie Du, verdient Anerkennung und Respekt! Wo gehobelt wird fallen Späne. Entwicklungen im Nachhinein zu bewerten ist immer einfach und auch ziemlich Unfair. Zumal im Grunde jeder weis wie sehr dir die Landwirtschaft am Herzen liegt. Deshalb-streu nicht Asche auf dein Haupt, sondern erhebe dein Haupt und sei Stolz auf das was du in den letzten Jahren geleistet hast. Hätten wir in der Ldw. mehr von deiner Sorte, wäre die Welt bestimmt ein ganzes Stück besser…… Danke!

  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    So payoli, alias Alter Kracher, jetzt hol ich mal aus.

    Gerade 4 Monate waren meine Eltern verheiratet, als mein Vater das Heimatland “verteidigen” musste und seine Frau (meine Mutter) mit ihrer kranken Mutter alleine zurücklassen musste. Für einen Knecht, oder Magd reichte die Größe bei weitem nicht aus.

    Damit Menschen wie sie, oder ihre Eltern das nötige Fressen bekamen, musste meine Mutter das erst einmal Erzeugen, was sie Abliefern musste. Das zehrte körperlich und psychisch so sehr, dass sie ein leben lang nicht von diesen Strapazen erholte.

    Das sollte auch mal erwähnt werden

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Die Geburt, die jede ursprünglich lebende Frau ‘im Vorbeigehen’ erledigt …”

      Guck Dir die zu 98,6% mit uns genetisch identen Primaten an.
      ( Gemeint war eine Muttersau)

      Leute, die nicht in der Lage sind bei all unseren heutigen (Internet-)Möglichkeiten die Arbeiten zu finden, in denen unsere biologisch angelegte Lebenserwartung von 120 Jahren herausgearbeitet wird, sind nicht meine Klientel.

      Und drei weitere, sehr amüsante PAYOLI Zitaten:

      Mich interessiert das Verdienen beim Gesundheitsthema überhaupt nicht!

      Deine Gesundheitstipps sind für meinen Job das Problem Nr.1!

      Ich halte Vorträge darüber, gebe Seminare und bin am Aufbauen eines Seminar- und Lebens- Zentrums …

      https://platonisch.wordpress.com/tag/payoli/

      Nur mal so, mit wem wir es hier zu Tun haben.

    • Eine 85ig jährige erzählte mir neulich, wie grausam und geizig früher die Bauern waren.

      Sie wurde mit ihrer Familie im Krieg in mein Nachbardorf aus der Großstadt evakuiert.
      als sie oder ihre Mutter ein Glas für sie erbeten hat, meinte der Bauer,
      ja, wenn sie dafür den Hof kehrt!

      Meinte die 85ig jährige zu mir,
      stellen sie sich mal mit 8 Jahren sollte ich den Hof kehren.

      Ich antwortete ihr, ich mußte das in dem Alter jeden Samstag machen!

      Dann erklärte ich ihr, dass die Bauern früherer alles abgeben mußten, damit es für die Lebensmittel, die der Staat verteilte ausreichte!

      Das war für sie in Aha-Effekt!

    • Also haben die Bauernhöfe, egal welche nit Familienkonstellation für die Bevölkerung in der Zeit leisten müssen.
      Deswegen gab es ja Viehzählungen und so!
      Vielleicht wird deswegen auf die im Dreck arbeitenden Leute so heruntergeschaut, oder?
      Ob das deswegen heutzutage noch so ist?

      Jetzt habe ich eine 90ig jähriger Frau (Bauerntochter) kennengelernt, die ihren Haushalt und Garten noch mit der selben Gewissenhaftigkeit betreibt, wie sie es früher gelernt hat.
      Also das war immer und ist noch immer ihr Lebensinhalt!
      Das hält sie fit!
      Das braucht sie.
      Es war eben früher eine andere Kultur als heute.
      Ihre Tochter hat etwas dagegen, sie ist Lehrerin,
      die bestimmt auf die Multinational kulturellen Unterschiede ihrer Schulkinder Rücksicht nehmen muß, oder?
      Warum wird da auf die verschiedenen Kulturen der Welt Rücksicht genommen, aber bei unseren Vorfahren von früher nicht?

      Daraus können wir doch auch etwas lernen, oder?

    • Das tut mir aufrichtig Leid, ist aber nicht Thema meiner Kritik und Anregungen.
      Aber danke für diese Erwähnung. Klar gibt es immer auch eine andere Seite.
      Liebe Grüße!

  4. Daniel Mayer sagt

    Lieber Bauer Willi!
    Ich bin echt Stinksauer und zugleich traurig.

    Aber nicht auf dich. Im Gegenteil.
    Ich finde dein Engagement mehr als nur wichtig und richtig.

    Aber was hier Berufskollegen mit dir abziehen und dich Beleidigen geht einfach nicht

    Bitte bitte bitte mach weiter, sofern es deine Gesundheit natürlich zulässt.

    Grüße

  5. Thomas sagt

    Lieber Willi
    Ich war auch dabei ihn München und ich kann die verstehen die sauer sind das Frau Klöckner sich bei dir versteckt hat.
    Aber lass dich nicht entmutigen denn wir brauchen dich jetzt dringender denn je!!
    Was du gemacht und geschafft für uns Landwirte allen Respekt.

    • firedragon sagt

      payoli,

      bedaure, dies hier ist die falsche Adresse, an die Sie sich wenden, um mitzuteilen, dass Sie eine Demonstration der Bauern nicht nachvollziehen können.
      Bitte wenden Sie sich wegen Ihrem Anliegen an eine andere Stelle, herzlichen Dank.

  6. Lieber Bauer Willi!
    Kennst Du den Spruch ‘Tüchtige gestalten, Unfähige können nur wählen gehen’?
    Wenn Unselbständige, Hilflose, Arme, Dumme … demonstrieren, versteh ich das. Wenn Selbständige, wie Bauern, demonstrieren, ist das deren Bankrotterklärung.
    Ihr wart Jahrhunderte lang ‘die Macher’ und habt das weidlich bis schäbigst ausgenutzt: siehe z.B. Tagebücher ehemaliger Knechte und Mägde.
    Danach habt Ihr Euch ohne auch nur einen Hauch von Skrupel zu Handlangern, der alles vergiftenden und ruinierenden (3, anstatt 84 chem. Elemente!) Chemo- Industrie machen lassen.
    Ihr habt Euch freiwillig in den Agroindustrie- Markt begeben.
    Dass solche Leute nun demonstrieren ist eine Lachnummer für sich!
    Ich mein’s absolut nicht bös mit Euch, ganz im Gegenteil!
    Aber was ist mit Euch los? Lasst Euch doch bei Raiffeisen oder Bayer anstellen oder wiederbesinnt Euch Eurer Selbständigkeit!
    Jeder Selbständige kann nur erfolgreich sein, wenn er innovativ ist, vorangeht, auf ‘Lokomotive’ für neue Entwicklungen macht! Ihr seid in allen Bereichen Nachläufer.
    Ich muss heute noch gewisse Produkte aus Frankreich importieren, da regionale BIO- Bauern nicht bereit oder weitaus zu teuer sind! Bitte, das ist doch krank!
    Wenn solche Leute dann auch noch jammern und demonstrieren, wirds überhaupt lächerlich.
    Liebe Grüße!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wow,
      jetzt hast Du es uns gezeigt.

      Dass auch Bauern mit ihren Dienstboten nicht richtig umgegangen sind ist sicher richtig, aber das Gemüse, das von Andalusien oder von Süden Italiens kommt, da wird noch Schäbiger mit den Erntehelfern umgegangen. Manche – damit meine ich nicht Sie – die Kritisieren den früheren Umgang mit Knechten und Mägden, gehen aber selbst in den Puff, obwohl bekannt ist, das viele der Damen zur Prostitution gezwungen werden.

      Wenn sie in Frankreich Lebensmittel billiger bekommen, als von deutschen Bauern, dann machen sie es, das brauchen sie hier nicht hämisch schreiben.
      Ich komme ab und zu in das Elsass und das gehört bekanntermaßen zu Frankreich, da muss man Lebensmittel die günstiger als bei uns sind, mit der Lupe suchen.

      Deshalb ist ihr Beitrag einfach nur Bauernbashing.

      • Ah ja!? Mein ‘Ich mein’s absolut nicht bös mit Euch, ganz im Gegenteil!’ nennst Du ‘Bauernbashing’!?
        Na dann noch viel Spaß mit Deiner Leseschwäche 😉

    • Elisabeth Ertl sagt

      Importieren Sie nur immer von dort, wo Sie etwas am billigsten bekommen. Das ist der effizienteste Beitrag zur Ausbeutung von Mensch und Natur. Wenn Sie neben den angeblich skrupellosen Handlangern der Chemo-Industrie auch an den Biobauern kein gutes Haar lassen können, dann eröffnen Sie doch einen Landwirtschaftsbetrieb in Deutschland und zeigen Sie uns, wie es geht!

      • Ich habe geschrieben ‘Ich muss heute noch gewisse Produkte aus Frankreich importieren, da regionale BIO- Bauern nicht bereit (oder weitaus zu teuer) sind!’
        Ich bin der Letzte, der nur das Billigste wählt!
        Aber erklär mir mal eine Produzenteneinstellung die sich weigert Kundenwünschen nachzukommen. Oder die um die Ecke doppelt so teuer produzieren, als ihre Kollegen 1000km weiter!

          • Ja , mich würde auch interessieren, um welche Produkte es geht.
            Wir alle nutzen Importe, im Gegenzug kaufen viele Menschen in anderen Ländern unsere Produkte. Und??
            Payoli, für mich sind Sie ein Troll. Sie haben offensichtlich überhaupt kein Gespür dafür, um was hier geht.
            Es wäre nett, wenn Sie sich wieder trollen würden.
            Dann würden alle hier glücklicher sein…

    • Ferkelhebamme sagt

      Payoli, ich habe auf Ihrer Homepage gerade Ihre Lebens-Leitsätze gelesen:
      „Mögen alle Wesen glücklich sein
      und die wunderbare Zeile von Erich Fried: Es ist wie es ist, sagt die Liebe“
      Ihre Kommentare aber triefen vor Mißgunst und Hass. Was ist da schief gelaufen?

      • Sorry, liebe Ferkelhebamme!
        Aber ich seh bei meinem Kommentar nur ‘Lieber …’, Liebe Grüße’, Fakten und ernstgemeinte Fragen! Ah ja, und den Satz ‘Ich mein’s absolut nicht bös mit Euch, ganz im Gegenteil!’.
        Wo genau sind solche Nettigkeiten in Deinem Kommentar? 😉
        Und warum beantwortet mir niemand meine Fragen?
        Liebe Grüße!

        • Ferkelhebamme sagt

          „Laber nicht, Schweine labern auch nicht.“ Kennen Sie den Spruch? Hohle Phrasen sind nicht meins. Meine Nettigkeiten kommen von Herzen und sind ehrlich gemeint.

        • Sabine sagt

          Leute, bemüht Euch nicht. Der Typ schwärm von einer Natur, die es schlicht nicht gibt. In seiner Welt hat die Natur weder Mangel noch Krankheit für uns und andere Lebewesen vorgesehen und unsere ganzen Krankheiten kommen davon, dass wir nicht mehr naturgemäß leben und unser Essen kochen.
          Auf seinen Seiten ist so viel falsch, da weiß ich nicht wo ich Anfangen soll.
          Tiere und Pflanzen kann er allerdings nicht besonders gut beobachtet haben. Draußen in der Natur kann er nicht viel sein, und wenn dann ist der blind und taub für die Dramen, die sich dort ohne Unterlass abspielen.
          Wer so umfassend die Grausamkeiten der Natur ausblenden kann und sich sein eigenes Paradies strickt, der hat ein grundsätzliches Problem und das werden wir hier nicht lösen.

          • Ok, jetzt wissen wir wie eng Deine Weltsicht ist, liebe Sabine 😉
            Ich hab’s versucht, doch Eure Einsichtsresistenz hier ist mir zu mühsam. Aber seid versichert, Ihr wärt nicht die Ersten, die mir in ein paar Jahren dann doch noch nachgelaufen kommen 🙂
            Liebe Grüße!
            Ciao

            • firedragon sagt

              payoli,

              Du hast weiter oben eine Frage gestellt.
              Um diese eventuell beantworten zu können, hätte ich ganz gern gewusst, welches oder welche Produkt(e) Du meinst.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Können sie hier ihre Adresse bekanntgeben, nur für den Fall, dass ich ihnen nachlaufen möchte. 😉

    • Christian Bothe sagt

      Entschuldigung payoli, haben Sie schlecht geschlafen, wenn Sie solchen Stuss hier präsentieren!Mit der LW als Primärproduzent haben Sie ja nichts am Hut und die anderen Aussagen von Ihnen kann man Ehe vergessen…

    • Günter Reichard sagt

      Du bist auch noch zu feige, Deinen richtigen Namen unter Deinen Scheiß- Kommentar zu setzen!

      • Wenn mich ca. 16.000 meiner Leser unter diesem Namen kennen, wird das wohl auch für Dich reichen … 😉
        Zudem brauchst Du bloß den link zu meinem blog nutzen, wo mein Name steht.
        Baldige Besserung! 😉

      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin @ Günter Reichard, ” Deinen Scheiß-Kommentar” hättest du auch anders ausdrücken können. Diese Schreibweise gefällt mir persönlich nicht.

  7. Princess mum 17/18 sagt

    »… wenn wir der Weinkönigin auf den Leim gehen…«
    »… der ministerialen ehemaligen Weinkönigin…«

    Lieber Georg Summerer, ich bin durch die “Grüne Kreuze“-Aktion auf diesen Blog gestossen. Seit dem bin ich begeisterte Leserin der Beiträge und Kommentare.
    Solche gedankenlose Äußerungen stören mich dann doch. Wir beschweren uns zu Recht über Bauernbashing und Verunklimpfungen. Da passt sowas nicht. Das Amt der Weinkönigin ist ein ehrenvoles Amt. Das, was die Weinhoheiten, sei es als Bereichs-, Gebiets- oder Deutsche leisten, geht weit über “lächeln und winken“ hinaus. Das nun eine ehemalige Deutsche Weinkönigin den Bezug zur Realität verloren hat, ist mehr als traurig, aber dafür können all die Andere ja nix.
    An sonsten an alle Aktiven: Weiter so! Ihr seid spitze!!!

    • Georg Summerer sagt

      Richtig, das Amt der Weinkönigin und all der anderen Königinnen und Prinzessinnen ist ein tolles, ehrenvolles und mitunter wohl auch anstrengendes Amt denn Ihr seid Botschafterinnen für die Landwirtschaft, und das über eure Amtszeit hinaus. Julia Klöckner hat das aber irgendwie vergessen. Wenn sie etwas von sich gibt hört sich das für mich wie das Statement eines Großkapitalisten an. Rücksichtslos, eiskalt berechnend. Schade, denn ich glaube oder hoffe Sie ist eigentlich ganz anders. Sie uns zu vertreten und nicht die Industrie oder die landwirtschaftlichen Interessen anderer Staaten. Sie ist DEUTSCHE LANWIRTSCHFTSMINISTERINN!!!!!!!!!
      Niemals würde ich euch und euer Amt angreifen.

  8. christoph Plass sagt

    Lieber Willi
    ich denke Frau Klöckner muss sich wohl entschuldigen das sie den Termin wahrgenommen hat und nicht erkannt hat das sie besser in Bonn gesprochen hätte und ohne Grüne Kreuze wären niemals so viele auf die Straße gekommen dafür müssen wir dir Respekt zollen und wir brauchen Bauer Willi weiter.

  9. Ferkelhebamme sagt

    Aufstehen, Krönchen richten, Weitergehen!
    Weißt du, wer mir fehlt, lieber Willi? Der Bauer Willi- Erklär-Bär! Gerade jetzt wären z.B. Erläuterungen zur Gülledüngung, für Laien verständlich erklärt, so wichtig. Und das kannst du doch so gut. So zur Entspannung? 😉

    • Christian sagt

      Moin, Moin Willi
      Ich habe gerade den Bericht über diesen Artikel im Top Agrar Online gelesen.
      Ich wollte dir nur sagen das du dich nicht dafür Entschuldigen musst! Entschuldigen sollte sich derjenige der dir diese Nachrichten sendet !
      Auch ich sehe das so das Frau Klöckner dem Termin hätte absagen können wenn sie gewollt hätte. Hat sie aber nicht.
      Zum Schluss wollte ich dir nochmal Danke sagen.
      Christian 27 Jungbauer aus Niedersachsen

  10. Heinz Böckmann sagt

    Bitte keine Kritik an Bauer Willi,er muss sich auch dafür nicht entschuldigen!Wir kämpfen doch alle für ein Ziel! Willi hat gestern das Gespräch gesucht.Klöckner hätte ja noch später zu uns sprechen können,hat sie aber nicht ( wird sie vielleicht noch bereuen),das ist kritikwürdig!!!!Willi und die anderen haben so viel für uns getan ( besonders möchte ich Christian Lohmeyer erwähnen) ihr seid alle spitze,und jetzt kritisieren wir uns untereinander,das ist der schlechteste Weg.Überlegt mal wie unsere Bewegung vor einem Jahr aussah.Das größte Problem was wir glaube ich jetzt haben ,wir kommen zu schlecht in den Hauptnachrichten weg,man lässt uns nicht vorteilhaft zu Wort kommen.Dabei hätten wir genug Beispiele.Wir hatten verdammt viel Unterstützung in der Bevölkerung,und die brauchen wir auch durch die Medien.Also weiter aufklären,die Erfolge beschreiben und das wir nicht gegen Umweltschutz und Tierwohl sind.Das sind wir sowieso nicht,kommt aber schlecht rüber.Lasst uns Bio Bauern zitieren,die unsere Probleme verstehen oder den Kretschmer aus Baden-Württemberg zum Insektenschutz und zur Volksabstimmung,aber bitte keine Standardsprüche vom Verband oder Politikern die uns nahe stehen.Wir können ,glaube ich etwas bewegen,aber auf jedenfall zusammen

  11. Jan-Klaus Gerken sagt

    Für meine Frau und mich war der Treck nach wenigen Kilometern vorbei, da unser Traktor streikte. Umso mehr interessiert mich nun, was die Ministerin denn bei Dir zu sagen hatte.

  12. Bauer Fritz sagt

    Ich bin ja aus dem benachbarten Ausland, daher ein Gedanke aus der Ferne:
    *) Ist die Demo jetzt gelungen weil derart viele Landwirte sich angeschlossen haben ?oder ist sie nicht gelungen, weil BM Klöckner nicht da war ?
    oder ist sie gelungen weil sehr viele Medien über die Anliegen meist zumindest verständnisvoll berichtet haben ?
    oder ist sie nicht gelungen weil irgend ein Ministerial weiß der Kuckuck was gesagt hat, wodurch sich (Agrar-)Welt nicht schlagartig verändert hat ?
    oder ist die Demo gelungen weil viel Bauern jetzt erst mit vielen Bürgern ist Gespräch kommen können ?
    oder ist sie nicht gelungen, weil 1 Bauer Willi mit 1 Frau Minister ein Gespräch geführt hat ?
    oder war sie gelungen, weil man endlich wieder so etwas wie eine gemeinsame Sprache und ein Gemeinschaftsgefühl als Bauern gefunden hat`?

    Eine Demo ist bestenfalls ein Startschuß um auf ein Thema aufmerksam zu machen, die Arbeit geht jetzt erst los.
    Und da scheint es mir wichtig, daß der Erfolg verlängert werden kann (Motto: steter Tropfen ….), damit nicht das passiert was auf viele Demos folgt – nämlich nichts !
    Herr Dirk Fisser hat das m. M. nach gut beschrieben (https://twitter.com/dirkfisser/status/1186667216038760454)

    Und um ihre (etwas kleinkarierten) Diskussion und die Bedeutung der Demo ins richtige Lot zu rücken, sei doch erwähnt, daß z.B. davon in den gängigen österreichischen Medien NICHTS, Null, Nada zu lesen oder zu hören war (übrigens auch nicht über die in Holland oder in Frankreich)

    Dennoch oder gerade deswegen zumindest von mir persönlich die Hochachtung für alle Beteiligten und viel Erfolg mit allen weiteren Schritten.

  13. Michael Gorke sagt

    Nabend allerseits,
    Als ich die Nachricht heute morgen gecheckt habe, was Frau Ministerin denn gestern so getrieben hat, habe ich zu erst gedacht: Wie geil ist das denn, die hat an dem Tag ja mal genug Bauern erlebt. Tausende auf den Straßen und einen am Tisch. Kein Gedanke, dass da irgendetwas neben der Spur gelaufen ist. Aber das scheint ja nur eine Sicht auf die Dinge zu sein.
    Ja, Willi oder Frau Klöckner hätte den Termin verschieben können.
    Ja, Willi hätte sich besser mit der LSV Orga abstimmen können.
    Aber einige Leute sollten sich auch vielleicht erst mal abregen, nachdenken und sich dann mitteilen.
    Aber für die Sache hätte es doch nicht viel besser laufen können. Schade, dass zu dem Zeitpunkt noch nicht klar war, wie viele Bauern unterwegs waren.
    Ich wäre vom Stuhl gekippt, wenn Sie sich mit irgendwelchen NGOs, Medienvertretern, oder Ähnlichen getroffen hätte. Aber Bauer Willi, ich bitte Euch, perfekt. Er ist doch, der der so viel mit angestoßen hat. Eine Ministerin ausbuhen zu können ist vielleicht für den Moment ganz schön, mehr hätte ich mir von einem Bühnenauftritt ihrerseits jedenfalls nicht erhofft. Ich glaube wenn wir uns auf unsere Ziele konzentrieren ist mehr gewonnen, als sich nur mit gemeinsamen Gegenspielern stark zu machen.

    Also Willi, mach Dir keine Vorwürfe. Ich unterstelle Dir jedenfalls nicht, dass du von den gemeinsamen Zielen für uns Bauern abgewichen bist, oder die LSV Aktion in irgendeiner Form untergraben wolltest.
    Aus Deiner Situation heraus kann ich voll verstehen, dass du den Termin mit Frau Klöckner wahrgenommen hast.
    Pass in der nächsten Zeit auf dich auf. Und wenn es sein muss, zieh Dich etwas mehr zurück. Was allerdings sehr schade wäre.

  14. “Lieber Willi. D u hast dich für aber auch überhaupt nichts zu entschuldigen. Der Geist von „bauerwilli“ schwebte über allen Demos gestern. ”

    Das fasst es gut zusammen, Friedrich.
    Willi, leider ist unser Gehirn arg altmodisch und hat keinen Papierkorb, in den wir solche Beschimpfungen einfach verschieben und dann unwiderruflich löschen können.
    Auch nach meinem Eindruck waren die grünen Kreuze eine Art Initialzündung. Dass vielleicht doch einige deine Bitte, da nichts zu vermischen, ignoriert haben, könntest du durchaus auch positiv sehen. Vielleicht war der laute Protest von gestern ein bisschen das nächsten Kapitel. Das der jüngeren Generation.
    Ich finde, dass er gelungen ist. Nun wird es darauf ankommen, weitere Schritte folgen zu lassen. Und – wie hier auch vielfach zu lesen- da braucht es alte Hasen und junge Häschen. Nur gemeinsam wird es gehen!

  15. Obstbäuerin sagt

    Wenn ich ehrlich bin, finde ich es viel wichtiger, dass Bauer Willi mit Frau Klöckner spricht als mit Herrn Habeck. Was den Termin betrifft, hat der Tag 24 Stunden und so lange hat das Gespräch wohl nicht gedauert. Sie hätte auf der Demo in Berlin sprechen können, wenn es ihr wichtig gewesen wäre. Inzwischen empfinde ich ihre Statements als trotzig und bauernfeindlich. Jetzt sollten wir nach vorn sehen und überlegen, was als nächstes wichtig ist. Ich denke wir sollten nun mit der Baumpflanzaktion anfangen. Am meisten ärgert mich, dass die Medien alles verhindern, was darauf hin weißt, dass das Vogel- und Insektensterben entweder andere Gründe hat oder gar nicht stattfindet. Hier müssen wir ansetzen.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin, rege dich doch nich so über Fraun Klöckner auf !!! Ob sie nun aufgetreten wäre oder nicht, ändert doch an unserer Situation nichts. Aeikens war da und hat in Bonn gesagt was Phase ist. Da kann Julia Klöckner strammpeln wie sie will und Schulze auch . Aeikens undFlasbarht sind die Macher , das habe ich heute schon einmal zu Kenntnis gegeben. Die beiden Ministerinnen haben zu gehorchen, so läuft Politik, nicht nur in Deutschland sonder Weltweit.

  16. Jan-Dirk Meckmann-Dorsel Mecky sagt

    So, hetzt mal wieder locker durch die Hose atmen. Wenn Frau Klöckner nicht bei 10.000enden Landwirten war, ist doch gut, dass einer bei ihr war. Sie hat die Hörner der Traktoren wohl gehört. Bauer Willi, Die können den Kopf nicht in den Acker stecken.

  17. Ferkelhebamme sagt

    So, jetzt fahren wir mal alle unseren Adrenalinspiegel von gestern wieder runter und schalten den Verstand ein. Das Motto war, wir bitten zu Tisch und Klöckner saß mit einem Landwirt zu Tisch! Die beiden sollen wohl nicht nur Kaffee getrunken haben. Klöckner hat vor der Demo ein Statement abgegeben, dass sie live während der Demo wohl nicht geändert hätte, die Medien reduzieren das erfahrungsgemäß auf die Strafzahlungen, an denen wir selber schuld sind. So kamen jetzt die Landwirte viel mehr zu Wort und wurden so auch in den Medien zitiert. Ein toller Erfolg! Wie wollt ihr nach außen erklären, dass ihr euch jetzt untereinander zerfleischt? Wir haben alle ein Ziel, und beide Protestaktionen ergänzen sich super! Ich denke, es ist an der Zeit, Bauer Willis Entschuldigung anzunehmen und eine Entschuldigung an Bauer Willi ist ebenfalls fällig. Anfeindungen unter der Gürtellinie sind aufs äußerste zu verurteilen.
    Wir müssen an einem Strang ziehen und das Ziel weiter im Auge behalten, und uns jetzt nicht wie dumme Mehlmützen benehmen. Bitte! Eure Ferkelhebamme

    (Dieser Kommentar darf auch gerne ins Fratzenbuch kopiert werden, ich bin da nicht unterwegs)

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ich wüsste nicht warum Bauer Willi sich entschuldigen müsste.

      Ein Termin bei einer Ministerin zu bekommen, ist nicht einfach und diesen Termin absagen, das wäre töricht gewesen.

      Wenn der Ministerin Klöckner es wichtig gewesen wäre, vor den Bauern zu sprechen, dann hätte die dem Willi einen anderen Termin unterbreiten können, bin mir sicher, Bauer Willi hätte dies verstanden.

      Wer in anderen Foren unterwegs ist, der weiß wie viel Abschaum da schreibt und dass deren Beiträge freigegeben werden, ist der eigentliche Skandal.

      Derzeit, bzw. die letzen Jahre werden dazu benutzt, die eigene berufliche Unfähigkeit an der Landwirtschaft abzuarbeiten.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, klare Worte Ferkelhebamme. Packen wirs an. Egal ob Ost oder West, egal ob Bio oder Konventionel und egal ob Groß oder Klein. Unserer Berufsstand muss zu sammenhalten.
      Wer etwas anderes ins Kalkühl zieht muss sich als Totengräber der Landwirtschaft in Deutschland jetzt outen.

  18. Bauer S sagt

    Schade das Sie sich zurück ziehen, aber in Ihrer Situation mehr als verständlich. Gesundheit und Familie gehen vor. Sie haben mehr bewirkt als man am Anfang sich vorstellen konnte. Vielen Dank Bauer S

  19. Oliver Schaub sagt

    Guten Tag Bauer Willi.
    Erstmal Danke für Deinen Einsatz für die Landwirtschaft!
    Wenn Frau Klöckner auch nur irgend etwas an uns Bauern gelegen ist, hätte SIE den Termin mit Dir verschieben müssen. Punkt! Von ihr hätte diese Initiative kommen müssen. Es gab Politiker in Berlin, die Zeit für die dort demonstrierenden Landwirten hatten. Nur Frau Klöckner nicht? Nicht mal eine einzige Stunde? Komisch. Mehr will ich dazu nicht schreiben. Es lag nicht an Dir. Dies ist meine Einschätzung.

  20. Christian Bothe sagt

    Was für ein idiotischer Kommentar! Bitte nicht verzagen ,lieber Bauer Willi. Schonen Sie sich und machen irgendwann weiter im bisherigen Blog!Nochmals Grüsse aus Wisconsin und weiter gute Genesung.

  21. Elfriede Grünling sagt

    So wie Ihr Tun und Handeln für die LW kritisiert wird, hat das mit Mundtod machen, zu Tun. Besitz und Selbstständigkeit ist den Regierungen schon lange ein Dorn im Auge. Bitte nehmen Sie diese Angriffe auf keinen Fall persönlich (das ist genau das was man will) !!!!!! Diesen Organisationen, wer auch immer, sind Sie als Mensch wurscht. Auch wir in Österreich sind dankbar für Ihr Wirken und ich hoffe von Herzen, dass Sie und viele so gut geschulter Menschen im Sinne der Bauern und auch der Konsumenten, weitermachen können. 💚

  22. Wolfgang Rühmkorf sagt

    Lieber Willi, dem Kommentar von Friedrich schließe ich mich vollumfänglich an.
    Wenn, hätte, könnte, sollte?! Wer einmal in vorderster Linie der Meinungslenkung gestanden hat, der weiß um die vielen Signale, die durch minimal veränderte Wortwahl oder Verhalten ausgesendet und auch unterschiedlich aufgenommen werden.
    So habe ich durchaus Verständnis für die Zurückhaltung der Graswurzler und von Dir im Vorfeld der sich anbahnenden Bewegung in Deutschland!
    Es ist mehr als gut abgelaufen! Ihr habt den ersten Stein aus der Mauer gezogen, die den Dammbruch der Protestwelle unter uns, Deutschen Bauern bewirkt hat.
    Und wir sind auch hierbei Deinem Weg des friedlichen Protestes gefolgt!
    Das Datum des Gespräches war zweifellos misslich. Aber die Dir übertragene und von Dir angenommene Aufgabe diesen Weg in die Politik zu tragen ist eben auch sehr bedeutend.
    Selbst wenn ich die agrarpolitische Labilität oder auch Inkompetenz von Frau Klöckner verurteile, so hab ich doch Verständnis insofern für Sie, als das Sie ja heute den Agrarbericht im Bundestag vortragen muß. Und dies Bedarf auch einiger Vorbereitung. Vielleicht hat Dein Gespräch am 22. sogar auch noch etwas hierin bewirkt.
    Also bleib bei uns!
    Gruß
    Wolfgang

  23. Ulfrid sagt

    Lieber Willi,

    wie hier bereits mehrfach geschrieben, ist ein Vorwurf gegen Dich völlig unbegründet.
    Jeder weis, wenn man lange auf wichtige Termine warten muss, werden die einfach abgemeldet.
    Dies wird auch bei den gestrigen Demos mehrfach passiert sein. Manch einer hätte sicherlich auch gern dran teilgenommen.
    Viel wichtiger ist aber, dass es endlich gelingt, die breite Öffentlichkeit mal zu erreichen. Dies geht aber nur, wenn man sich gemeinsam und vor allem geschlossen dieser Herausforderung stellt. Dies wurde gestern eindrucksvoll bewiesen. Damit hätte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. Du sicherlich auch nicht.
    Viele Landwirte und Verbände haben einzeln in Ihren Regionen für eine Anerkennung des Berufsstandes gekämpft.
    Erst mit deinen Beiträgen und öffentlichen Auftritten ist es gelungen, fachliche Themen der Landwirtschaft auch in die Medien zu bekommen.
    Dies gestern ist möglich geworden, da du in der Vergangenheit beharrlich unsere Meinung vertreten hast. Ich sage mit Absicht unsere.
    Wir haben Deine Berichte gelesen, kommentiert und bei Diskussionen zitiert.
    Um deinen Einsatz für die Landwirtschaft ist eine Gemeinschaft gewachsen, die gestern gezeigt hat: Es geht auch größer.
    Das deine Mahnung, die grünen Kreuze nicht für solch öffentliche Demos zu nutzen, war sicherlich unglücklich und falsch. Das aber mag jeder für sich selbst beurteilen.
    Denn auch diese Aktion hat der Öffentlichkeit den wachsenden Unmut der deutschen Landwirte gezeigt.
    Neider und Besserwisser wird es immer geben.
    Gesundheit ist absolut wichtig.
    Aber bitte, jetzt nicht aufhören!
    Gerade jetzt brauchen wir solche Vertreter wie Dich.
    Man kennt Dich. Man versucht uns (Dich) in Verruf zu bringen.
    Aber jetzt scheint auch die Zeit zu sein, wo man uns zuhört.
    Das ist zum großen Teil auch Dein Verdienst.

    • Ulfrid sagt

      “Jeder weis, wenn man lange auf wichtige Termine warten muss, werden die einfach abgemeldet.”
      Sorry hier ist mir ein Schreibfehler aufgefallen.
      Sollte heißen … werden die NICHT einfach abgemeldet.
      Ich hoffe, dass dies nicht zu Verwirrungen geführt hat.

  24. Friedrich sagt

    Lieber Willi. D u hast dich für aber auch überhaupt nichts zu entschuldigen. Der Geist von “bauerwilli” schwebte über allen Demos gestern. Kein grünes Kreuz , wie gewünscht , alles sehr sauber abgelaufen , keine Auswüchse und alle waren zufrieden. Ohne deine jahrelange Vorarbeit wäre das Ergebnis nie so zustande gekommen. Hier , bei dir im Blog ,liegt die positive Ursache für die wiedergewonnene Solidarität unter uns Bauern. Vorher hat jeder Seins gemacht. Jetzt heist es wir Bauern. Allein schon die verloren gegangene Ökonomie sorgt für Zusammenhalt und diesen Zusammenhalt hast du über Jahre aufgebaut. Wir alle sind dir zu großer Dankbarkeit verpflichtet. – Kann denn mal einer von den Politikern hier endlich mal das Bundesverdienstkreuz in Gang bringen !!– Ich habe dir von der Demo aus Hannover Bilder, Videos und heute Presseartikel von der HAZ gemailt . Das alles ist dein Verdienst , auch wenn du es nicht wahrhaben willst. Ohne dich hätte es das nicht gegeben. Wir Bauern würden nackt dastehen. Danke Willi !! Endlich haben die Bauern den Hintern hochbekommen . Auch der DBV kommt aus dem Schlaf heraus. Hier im LK Hannover hat der Verband tatkräftig die Graswurzler unterstützt. Auch die Polizei hat alles möglich gemacht. Jetzt heist es die nächsten Schritte vorzubereiten, denn stehen bleiben dürfen wir jetzt nicht. Bis zur Frühjahrsbestellung haben wir rd. vier Monate Zeit und die sollten wir nutzen. Die Motivation der Bauern ist jetzt da.

  25. Kerstin Blumhardt sagt

    Lieber Willi,
    deine Einsicht ehrt dich… Dankeschön, aber leider etwas spät!
    Wir beide kennen uns nicht persönlich, schade…ich möchte dich seither sehr, da du schon viele gute Dinge, Landwirtschaft betreffend, angestoßen hast und oft zum Nachdenken anregst.
    Als Mitglied des Orga-Teams “Land schafft Verbindung” möchte ich dir noch gerne etwas sagen:
    Es ist in Ordnung, dass du diesen Termin bei Frau Klöckner hattest… Gespräche sind immer in Ordnung und die Landwirtschaftsbranche sollte auch jede Gelegenheit zum Gespräch mit Verantwortlichen der Politik wahrnehmen und keinesfalls ausschlagen!
    Allerdings finde ich es nicht in Ordnung, dass du diesen Termin nicht mit uns kommuniziert hast. Gelegenheit dazu hattest du, schließlich gab es Kontakt zwischen dir und dem Orga-Team von “Land schafft Verbindung”.
    Ich frage dich einfach nur: “Warum?”
    Wolltest du dein eigenes Ding durchziehen? Ist dir die eigene Selbstdarstellung so wichtig? Oder wolltest du dir eine Tür offenhalten, falls die Aktion von “Land schafft Verbindung” in die Hose geht. Vermutlich wird es so sein – auf der einen Seite verständlich, denn auch wir hatten bis gestern Angst, das unser Vorhaben nicht so gelingt, wie wir uns das erhofft haben! Absolut menschlich!

    Meiner Meinung nach hast du gestern mit deinem Alleingang vielen jungen Landwirten und Landwirtinnen die Chance genommen an der wichtigsten Stelle im Land, gehört und verstanden zu werden.
    Dein Termin hätte genauso stattfinden können, als Delegation der Bewegung “Land schafft Verbindung” in Berlin!
    DU hättest die Botschaften der Jungen im Land nach Berlin tragen können!!!!
    Da hätte man sicherlich etwas aussagekräftiges ausarbeiten können…!
    Wie war nochmal das Zitat von Raiffeisen: “Was einer alleine nicht schafft, schaffen viele!”?
    Stattdessen…na ja…

    Ich finde deine Aktion deshalb etwas missglückt!

    Herzliche Grüße
    Kerstin Blumhardt

    • Bauer Willi sagt

      Einfache Antwort: Frau Klöckner hat mich zu diesem Termin eingeladen. Als Antwort auf einen Brief, den ich ihr geschickt habe. Alles war im September und steht auch so oben im Artikel. Ich habe mich entschuldigt. Warum wird jetzt immer weiter nachgetreten? Reicht es nicht langsam?

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi,
        du wirst es nie allen Recht machen können.
        Sei gelassener und reg dich nicht über alles Gesabbere auf. Deine Gesundheit wird es dir danken. 🙂

      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Willi ,an dieser deiner Antwort merke ich und andere wahrscheinlich auch ,das es aus meiner Sicht Zeit wird, die Handbremse ,was Öfentlichkeitsarbeit betrifft entlich ganz anzuziehen. Halbherzigkeit hilft dir hier persönlich nicht weiter.
        Offen und ehrlich, aber immer guten Willens für dich persönlich.

    • firedragon sagt

      Frau Blumhardt,

      ist Ihnen der Inhalt des Gesprächs zwischen Frau Klöckner und Herrn Dr Kremer-Schillings bekannt?

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      So Frau Blumhardt,
      jetzt möchte ich ihnen Direkt antworten.

      Einen Termin mit der Frau Ministerin kann man nicht absagen, wie ein Termin beim Frisör. Eine zweiten bekommst du nicht.
      Frau Klöckner hätte den Termin verschieben müssen um, und vor den Bauern zu sprechen, vermutlich hatte die das Muffensausen vor den Bauern. So langsam komme ich auch zum Ergebnis, dass Frau Klöckner dem Amt nicht gewachsen ist.

      Und jetzt zu ihrer Kritik an Bauer Willi,
      gerade das ist es, was manche Freude bereitet, wenn sich Bauern, oder Bäuerinnen uneinig sind. Bauer Willi hat vieles geleistet, auch die Demos haben einen hohen Wert
      Man sollte jedoch nicht den FRIDAYS FOR FUTURE nacheifern und meinen, wir Jungen haben das Rad neu erfunden.

    • Georg Summerer sagt

      Kerstin, glaubst du dass dem Politikprofi Julia Klöckner nicht bewusst war dass Ihr angepisst seid wenn Sie den Willi empfängt und euch nicht? “TEILE UND HERRSCHE”! Das funktionierte immer schon perfekt. Wir machen unseren Demoerfolg und die grünen Kreuze kaputt wenn wir der Weinkönigin auf den Leim gehen. Wollt Ihr das? Ich kanns nur wiederholen: Wenn Sie auf der Demo reden hätte wollen, hätte Sie dem Willi nur einen anderen Termin vorschlagen können. Hat Sie aber nicht!

      Die Politiker rechneten doch mit einer Minikrawalldemo und stehen jetzt ziemlich betröpfelt da!

      SO MUSS ES WEITERGEHEN!

  26. Marko sagt

    Hallo Wille (verzeih die vertrauliche Anrede) …

    Du hättest den Termin absagen können, Frau Klöckner hätte um eine Verschiebung bitten müssen (!) wenn ihr die Belange der Landwirte am Herzen liegen wie sie ja behauptet.
    Das ist die eine Seite …

    Andererseits stellte sich in Bonn der Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens hin und BELÜGT die versammelte Bauernschaft indem er die Abwesenheit von Frau Klöckner mit der Sitzungswoche in Berlin begründet.
    Dieser Pharisäer stellt sich auf die Bühne, wofür ihm ja durchaus Respekt gezollt werden muss, palavert von Dialog und Bereitschaft zum Dialog und belügt die Versammlung?

    Entweder weiß er von nichts, dann ist es sinnlos mit Ihm einen Dialog führen zu wollen oder er spielt mit gezinkten Karten. So oder so hat er sich und das BMEL beschädigt.

    Dieser Quatschkopf der Dich hier anging … einfach nicht ernst nehmen, der beruhigt sich auch wieder.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, warum die Ministererin Klöckner in Bonn nicht zugegen war, ist doch erst ein mal nicht das entscheidende.Sie hätte eventuell auch nichts anderes gesagt als ihr Staatssekretär.
      Der letzte müsste doch inzwischen wissen, das Aeikens im BMEL und Flasbarth im Umweltministerium die Fäden ziehen und ohne ihren Seegen nichts geht.
      Ich habe mir die Rede von Aeikens angehört. Milde gesagt, es war eine Zumutung, nur immer und immer wieder die gleichen Argumente die am Ende nicht zielführend sind.
      Wichtig war, das unser Berufsstand dort so umfangreich vertreten war und alles friedlich ablief.

  27. Volker Hahn sagt

    lieber Bauer Willi,
    es würde Seiten füllen, das zu schreiben, was mich bewegt. Erst einmal bin ich mehr als froh, dass Du gesundheitlich wieder auf der Höhe bist!! Das war mir nicht klar, wie schwer Deine Erkrankung war! Dann haben die grünen Kreuze etwas geschafft, was niemand zu träumen gewagt hätte: Sie sind deutschlandweit bekannt und bekommen soviel Aufmerksamkeit, wie es die Landwirtschaft noch nie geschafft hat. Sie haben bewirkt, dass Bauern angefangen haben, über ihr Image und ihre Probleme nachzudenken und begreifen, dass nur sie selber ihr Schicksal in die Hand nehmen können – authentisch und mit großem Verantwortungsbewusstsein. Das wäre ohne die grünen Kreuze nie passiert! Die Dynamik dieser Bewegung ist von vielen unterschätz worden, auch anfänglich von mir, aber seit vorletztem Wochenende war mit klar, dass die Bauern raus wollen. Wenn eine Ministerin kein Gespür für die Stimmung in der Branche hat, kann da Bauer Willi schon mal gar nichts für, aber es zeigt, wie die Ministerin vorgeht. Wenn, dann hätte sie das Gespräch verschieben müssen, nicht Du! Auf alle Fälle muss die Sprachlosigkeit zwischen den Bauern und dem Ministerium ein Ende haben! Dir, Bauer Willi, sind wir zu großem Dank verpflichtet! Die Gegenseite merkt, dass wir anfangen, uns zu wehren. Und das noch verbandsunabhängig. Ich habe Hoffnung für die deutsche Landwirtschaft . Von Herzen wünsche ich Dir alles Gute . Achte auf Deine Gesundheit und bau ein Schutzschirm gegen plumpe Anfeindungen auf!
    Volker Hahn

  28. Stepham sagt

    Lieber Bauer willi.

    Um es kurz zu machen: wir brauchen dich! Du hast Fachwissen und bist auch in der glücklichen Lage, dass die Leute dir zuhören. Das sind zwei Dinge die auf die meisten anderen schonmal nicht zu treffen.
    Die Idee mit den Grünen kreuzen war extrem gut und hat bereits sehr viel mediale Aufmerksamkeit gebracht. Ich komme auch nicht umhin zu sagen, dass die grünen kreuzen die Landwirte auch extrem motiviert haben sich bei der Demo zu engagieren.

    Letzten Endes wollen wir Landwirte ja alle das selbe. Die Wege wie wir Wiederstand organisieren sind halt etwas unterschiedlich.
    Ich hätte mir von ihnen allerdings auch etwas mehr Zuspruch gewünscht als es um die Demos ging. Letzten Endes verfolgen wir ja die gleichen Ziele.
    Das sie Frau Klöckner nicht ausgeladen haben werte ich Mal als kleinen politischen Fehler eines Landwirtes der das grosse Spiel der Politik noch nicht verinerlicht hat. Der Vorwurf geht an Frau Klöckner, die mit dieser Aktion ganz bewusst versucht die landwirtschaftlichen bewegungungen zu spalten und Unmut zu streuen.

    Ich kann nur hoffen das alle meine Kollegen nicht auf dieses Mist reinfallen und wir weiter an allen Fronten weiter daran arbeiten, dass die Landwirtschaft eine Zukunft hat.
    Ob nun getrennt als Landschaft Verbindung sowie als grüne Kreuze Bewegung oder aber gemeinsam als eine vereinte stimme. Wenn wir was erreichen wollen brauchen wir beides.

    Und das sehen meine Kollegen genauso die alle fleissig Kreuze aufbauen und trotzdem gestern mit dem Trecker unterwegs waren.

  29. boss_marta sagt

    Wenn nicht irgendwann mal einige Landwirte z.B. sie und “Bocholter Landschwein”, den Anfang gemacht hätten und unermütlich immer wieder für Aufklärung und auch Mut bei den Landwirten gesorgt hätten, wäre der Tag gestern gar nicht zustande gekommen!
    Jetzt muss mit grünen Kreuzen und Briefen/Päckchen, wenn nicht grün, dann mit einem großen grünen Kreuz drauf, weitergemacht werden. Auch Artikel mit falschen Untrstellungen in Zeitungen müssen direkt kommentiert und richtig gestellt werden.
    Größeren geistigen Müll wie manschmal von irgendwelchen Reportern in den Zeitungen steht, kann man nicht verfassen.
    Also nicht aufgeben, dran bleiben und dicke Bretter bohren.
    Vielen Dank Willi, für deine guten Ideen,
    dass du dich so unermütlich für die Sache der Landwirte einsetzt, und z.B. mir Mut gemacht und Argumente an die Hand gegeben hast, sich zu wehren.
    Nimm dir Zeit gesund zu werden, aber vergiss uns nicht, wir brauchen dich, dein Wissen und deine Ideen.

  30. Ehemaliger Landwirt sagt

    “„Du bist und bleibst ein ekelhafter und selbstsüchtiger Populist. Ich bete, dass wir uns nie begegnen müssen. Schäm dich!!“ ”

    Na ja,

    es ist für manche recht schwer, wenn der andere (der Willi) populärer wird, als man selbst, das kann nicht jeder verkraften und die Enttäuschung wird in den obigen Zeilen ausgedrückt. Die Formulierung zeigt wessen Geistes Kind er ist.

    Dass gerade bei einer so großen Demo wie gestern, die gegnerischen Ratten aus den Löchern kriechen, war zu erwarten, in dieser Hinsicht nichts neues.
    Was sich früher am alkoholgeschwängerten Stadtfest abspielte, geht heutzutage über das Internet und dies hat den Vorteil, dass niemand für sein dämliches Gesabbel eine auf die Mütze bekommt.

    • Monika Pflamminger sagt

      Und dann traut er sich nicht mit Namen aufzutreten weil er genau weiß das er dafür gelyncht würde

  31. @Willi
    Die Prioritäten hätte die Klöckner setzen müssen, das war kein Fehlverhalten von Dir. Die Aktion von “Land schafft Verbindung” war o.k., aber es fehlte eine klare Botschaft für die Presse. Jetzt gibt es in dieser Kommentare wie”die Bauern demonstrieren gegen Umwelt-und Artenschutz”. Daher ist es wichtig, dran zu bleiben und richtig zu stellen. Vielleicht kannst Du uns auch vom Treffen mit Klöckner noch näheres berichten. Auf all die Anwürfe gegen Dich und damit auch uns gibt es nur eine Antwort: Jetzt erst recht!

  32. Lieber Willi,
    bitte nimm dir die weitestgehend unberechtigte Kritik nicht allzu sehr zu Herzen!
    Du hast bisher unbeschreiblich viel Gutes für uns Landwirte geleistet. Du hast dir als Praktiker ein Gehör an oberster Stelle verschafft. Genau das ist ja unser Problem: Die, die Gesetze und Verordnungen erschaffen sind mittlerweile viel zu weit von der Praxis entfernt.
    Auch die Konsumenten sind teilweise in unnahbarer Entfernung. Für sie gibt es ja wenig Gründe das gut funktionierende System zu hinterfragen. Die Supermarktregale sind voll und sie brauchen nur zuzugreifen. Es ist immer alles da. Hauptsache billig.
    Willi, du hast dich mit ganzer Kraft für uns eingesetzt und uns eine Stimme gegeben. Wenn du eine Pause brauchst, kann ich das gut verstehen.
    Persönlich wünsche ich dir weiterhin viel Gesundheit und freue mich, wenn ich wieder was von dir erfahre.
    Servus, sagt der Franz aus dem Allgäu

    • Scheips sagt

      Die, die Gesetze und Verordnungen erlassen sind nicht nur weit entfernt von der Praxis, viel schlimmer ist sie kennen die Praxis überhaupt nicht.s

  33. Matthias D sagt

    Lieber Willi,

    Erst mal möchte ich dir sagen dass ich hoffe das du nach dem Warnschuss jetzt wieder auf dem Damm bist!
    Ich möchte dir auch für deinen bisherigen tollen Einsatz für die Landwirtschaft danken und hoffe dass es dir auch weiterhin eine Herzensangelegenheit sein wird für die Landwirtschaft ein zu stehen. Tue dies mit so viel Kraft wie du neben deiner Familie verkraften kannst und möchtest. -> Übernimm dich nicht 😉

    Dennoch kann ich auch gut nachvollziehen dass gerade bei denen die bei den Demos waren, und in den Emotionen dieses Tages standen dein Treffen mit der Ministerin arg sauer aufgestoßen ist. Aus dieser Emotion heraus sind sicher auch Kommentare entstanden die nächste Woche vielleicht schon wieder versöhnlicher klingen würden. Also nimm sie dir nicht zu sehr zu Herzen.

    Du hast deinen Fehler erkannt, das ist gut und lässt sich halt nicht mehr ändern. Auch wenn du Abgesagt hättest glaube ich nicht dass Frau Klöckner auf der Demo erschienen wäre.

    Für mich wäre noch Interessant was du von eurem Gespräch berichten kannst

    Mit freundlichen Grüßen
    Matthias D.

  34. Moin!

    Nachdem ein Landwirt hier in Oldenburg-Land, selbst mit grünem Kreuz auf dem Acker, mich anschrieb und äußerte, daß er zwar das eigentliche Ziel der Demo gestern nicht verstehen würde aufgrund der gewählten Schwerpunkte, der Dialog ihm jedoch nach wie vor sehr wichtig wäre und er damit zum Feldrundgang eingeladen hat im November, würde ich sagen, Du hast jetzt schon mehr erreicht als alle Presseartikel und Facebook-Kommentatoren zusammen.

    Die Presse bedient oft ihre Nischen, der Chef von der BILD wurde ja gerade auch dafür ausgezeichnet, könnte man sagen … irritierenderweise haben diejenigen sich ausgerechnet für eine goldene Kartoffel als Symbol entschieden … weiß der Teufel, was die alle mit ihren Himbeeren und Kartoffeln immer haben …

    Andererseits heißt aber all das auch, der Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern ist umso wichtiger. Es braucht noch mehr Dialogpartner und Mediatoren, die nicht den Anspruch haben, andere von ihrem Weg zu überzeugen, sondern kritisch alle Wege hinterfragen und wortwörtlich über den Tellerrand schauen.

    In heutiger Zeit des Individuums und der persönlichen Freiheit ist Solidarität abhandengekommen. Die Kirchen gehen auf dem Zahnfleisch, Gewerkschaften schwinden, von so genannten gelben Gewerkschaften ganz zu schweigen, und ich selbst als Linker kann auch ein Lied davon singen, daß es fast schon hoffnungslos ist, andere davon überzeugen zu wollen, daß Teilen uns allen zugutekäme. Und leider ist das auch in der Landwirtschaft angekommen, wo die nächste Generation sich gegen die Hofübernahme entscheidet, Familienstrukturen so auseinanderbrechen.

    Ich will hiermit auch versuchen, was Konstruktives beizusteuern. Vielleicht wäre ein Konzept, daß Du sozusagen Input lieferst, ob das wie seinerzeit der Hinweis auf die hybride Landwirtschaft von Michael Horsch war, Deine „Mini-LPG“, Aufklärung über populistische Begriffe wie „Massentierhaltung“ und warum es nicht den Dialog fördert … Das Projekt hier beispielsweise, immerhin 3.300 ha Fläche, ist eine Agrargenossenschaft, die sogar vom WWF ausgezeichnet wurde, Größe ist kein Kriterium und Verbraucherorganisationen können zusammen mit Landwirten auch medial und politisch mehr erreichen: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Landwirt-aus-Marlow-vom-WWF-geehrt,landwirt268.html

    Siehe auch hier: https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-wegen-ernteausfaellen-bauer-zieht-gegen-deutschland-vors-gericht-_arid,1868769.html

    Und dafür braucht es Aufklärung!

    Danke für Dein Engagement und viele Einblicke! Ich versuche weiterhin, auch mal aufzuklären, daß es nicht das Schlechteste ist, wenn ein Landwirt auch in der Verarbeitung drinsteckt und so von der Wertschöpfung wenigstens auch einen Teil erhält, wenn die Marge schon nicht nach Risiko verteilt wird. Um ein Beispiel zu nennen.

    Chris, Niedersachsen

  35. K.Wohlers sagt

    Lieber Bauer Willy,
    Du hast mit der Grünen-Kreuzaktion dafür gesorgt, dass die Landwirtschaft deutschlandweit zusammenrückt und dass wir eine Sprache sprechen. Dank der Grünen Kreuze wurde ich oft angesprochen und ich habe mit der Kirche, Bürgern, LEH, Schulen und Umweltverbänden viele tolle und intensive Gespräche geführt.
    Du hast der Landwirtschaft ein neues Gesicht gegeben.
    Sammle wieder Deine Kräfte und bleib uns treu, wir brauchen Dich!
    Gruß K.Wohlers

  36. Boah Willi, ich werde richtig sauer, wenn ich höre wie du angegriffen wirst🤬ohne dich wären wir Landwirte in Deutschland immernoch ein unorganisierter Haufen Eigenbrötler, die weit davon entfernt wären an einem Strang zu ziehen. Ohne Ideen, wie man Gehör in der Bevölkerung findet statt Anfeindung. Wir brauchen einen langen Atem und wir brauchen dich mehr denn je. Keiner von uns kommt auch nur in die Nähe eines Gesprächs mit den wichtigsten Politikern. Ärgere dich nicht über die, die das nicht kapieren, auch wenn das die mit den größten Kartoffeln sind😉und nimm es dir vor allem nicht zu Herzen ♥️. Erhol dich gut und nimm dir ne Auszeit, liebe Grüße vom Bodensee, Anja

  37. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, dieZustimmung im Blog, zu den bisherigen Beitägen ist ja schon am Morgen überwälltigend und wir haben den Tag noch vor uns. Willi,s ehrliche Meinung die er hier zum Ausdruck bringt verlangt höchsten Respekt.

  38. Duffy sagt

    Lieber Willi,
    ich hatte bisher das Vergnügen Dich und Deinen Einsatz zweimal live zu erleben. Dort konnte ich sehen wie Dein Einsatz für die Landwirtschaft und uns Bauern ist. DAS hat nichts im geringsten mit Selbstsucht und Populismus zu tun. Das ist das eine.
    Zum anderen, wenn es Frau Klöckner wichtig gewesen wäre am 22.10. mit den Landwirten und Landwirtinnen ins Gespräch zu kommen, wer hätte sie daran hindern können, Deinen Termin abzusagen. Dir daraus einen Strick zu drehen halte ich nun für lächerlich und dumm.
    Ich für meinen Teil wünsche Dir bei allem was Du noch tust und welche Projekte Du noch anpackst Gottes Segen und alles Gute auf Deinen Wegen, für Dich und Deine Familie. Ein herzliches vergelt`s Gott.

  39. Franke sagt

    Hallo Willi,
    eigentlich geht dies ja gegen Frau Klöckner.
    Dies hätte den Termin absagen sollen und sich nicht verleugnen lassen!

    Wenn du im Gespräch was gutes bewirkt hast dann ist das ja auch Super.

    Es müssen alle Landwirte zusammen halten.

  40. Martin Koch sagt

    Auf diesen Moment der Neu-Orientierung habe ich gewartet, lieber Willi, Glückwunsch zu den neuen Erkenntnissen!
    Lass den täglichen Agrarblog links liegen, das führen andere weiter. Aber ganz zurückziehen geht nicht: Du hast die Gabe, die Lage zu beschreiben wie kein anderer und das in einer Sprache, die man versteht. Bleibe uns erhalten als Mahner und Begleiter. Sprich mit den Klöckners und Habecks, aber nicht mehr mit der zügellosen Presse. Ohne TV geht es aber nicht. – Werde eine Art Privatgelehrter und finde die Rolle des Elder Statesman der Bauern. Darin ist dann enthalten die Hochachtung und das Ansehen, das du dir reichlich verdient hast! Das wünscht sich ein langjähriger Beobachter und Fan, Martin Koch.

  41. Torsten Schmidt sagt

    Moin, mich bewegt heute viel mehr die Form der Berichterstattung in den Medien.
    Sei es RTL, wo sofort der NABU zu Rate gezogen wird oder Hallo Niedersachsen wo die ABL mit einem Vertreter aufläuft der nur den NGO s nützt.
    Ich fürchte damit es unsere Medien endlich ohne die grüne Brille sehen, verstehen und neutral berichten braucht es noch eine zweite und dritte Welle des Protestes.
    Leider haben es doch grüne Kreuze auf die Demo geschafft was ich sehr bescheiden finde, da wir mehrere Wege nutzen sollten um gehör bei der Politik und den Medien zu finden.
    MfG Torsten Schmidt

  42. Christian sagt

    Lieber Willi,

    Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man dich als selbstsüchtig und populistisch oder dergleichen bezeichnen kann. Es ist eine Schande für Den oder Diejenigen, die sowas überhaupt denken, geschweige denn zu Papier bringen. Das wiederspricht alles Grundsätzen für ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben. Das ist ein Keil, der unsere Gesellschaft spaltet und der Anfang vom Ende ist.

    Ich habe dich als objektiv und konstruktiv in einem deiner Vorträge kennenlernen dürfen.
    Du reflektierst – auch selbstkritisch – im Namen eines ganzen Berufsstandes. Und ob uns das gefallen mag oder nicht, du hast überwiegend Recht!

    Das was gestern an vielen Orten in Deutschland passierte, ist auch Dir zu verdanken.
    Die Grüne-Kreuze-Aktion hat nach meiner Auffassung das ganze überhaupt erst ermöglicht, bzw. ins Rollen gebraucht. Du hast das geschafft, was in der Vergangenheit oftmals gescheitert ist. Du hast uns aufgefordert und ermutigt unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen!

    Ich hoffe für uns alle, dass du bald vollständig genesen bist und uns dann wieder mit aller Dir möglichen Schaffenskraft uns zur Seite stehst und uns weiter Möglichkeiten aufzeigst und uns dadurch die Richtung vorgibst.

    Vielen herzlichen Dank lieber Willi und hoffentlich auf bald,

    Dein Christian

  43. Kattina sagt

    Moin Willi
    Erstmal weiterhin gute Besserung! Ich glaube was an deinem Termin mit der K. So viel Frust aufwirbelt ist einfach die Art und Weise WIE es abgelaufen ist. Es wusste ja niemand vorher.
    Von außen betrachtet, grenzt du dich von der lauten Demo ab, bist weiter für den stillen Protest und triffst dich dann fast heimlich mit ihr am Tag der Demo.

    Kommunikation, ein ganz wichtiger Punkt auch unter Berufskollegen. Landwirte fordern redet mit uns statt über uns.

    Ich wünsche dir nach wie vor gute Besserung! Ich hoffe das dein Gespräch gestern zumindest etwas bewirkt hat sonst wäre all der trouble sinnfrei. Wir sollten auch immer im Hinterkopf behalten, wie unser Zusammenschluss so vieler berufskollegen begonnen hat.

    Ich gebe zu, gestern hab ich innerlich gekocht. Wochenlang Stress, gestern den hintern abgefroren und immer und immer wieder das gleiche erzählt und auf Verständnis gehofft. Und abends dann die Mitteilung…
    Aber nach einer Nacht drüber schlafen sieht Die Welt schon anders aus.

  44. Loutsch Claude sagt

    Bauer Willi,
    Du bist wie der Kaminanzünder den das Feuer braucht um überhaupt zu starten und wenn das Holz dann verkohlt ist, wird man den Umriss des Anzünders immer noch erkennen.
    Ansporn für viele von uns.
    Gruss aus Luxemburg

  45. Mäusezahn sagt

    Den beiden Kommentaren, insbesondere dem von „Einfacher Bürger“ ist nichts hinzuzufügen. Jeder Bauer, der das anders sieht, hat nichts verstanden. Ihre unermüdliche Und kluge Arbeit hat den gestrigen Tag erst möglich gemacht.
    In meiner Heimat gibt es den Spruch: „Wer nichts macht, macht auch keine Fehler“ oder auch „Wenn man vom Rathaus zurück kommt ist man immer klüger als vorher.“ Also, nicht vorschnell „die Flinte ins Korn werfen.“ Sie sind weiterhin eines der wichtigsten und überlegtestes Sprecher der Bauern, der insbesondere auch vom Rest unserer Bevölkerung gehört wird.
    Bleiben Sie, wie Sie sind und passen Sie dabei auf Ihre Gesundheit auf. Sie werden noch lange gebraucht, nicht nur von Ihrer Familie.
    Kopf hoch.
    Es gibt mehr Dummschwätzer als man meint. Lassen Sie sich nicht von denen von Ihrem Weg abbringen. Wenn Ihnen kein größerer Fehler als der gestrige passiert, ist alles prima.
    Und noch was. Bei solchen Gelegenheiten lernt man seine „wahren Freude“ kennen. Kein schlechter Nebeneffekt.

  46. Johannes sagt

    Hallo Willi,
    immerhin hatte Frau Klöckner eine Entschuldigung sich nicht den Bauern stellen zu müssen. Sich mit dir auseinanderzusetzen, hat sicher mehr in ihr bewegt, als eine Reise nach Bonn.
    Erhol dich erst mal!

    • Georg Summerer sagt

      Wenn die Demo der ministerialen ehemaligen Weinkönigin wichtig gewesen wäre hätte sie dir einen anderen Termin angeboten. Hat sie aber nicht, warum auch immer. So wie ich die Meldungen aus der Politik und aus den Medien verfolge hat die gestrige Demonstration die Gegenseite kalt erwischt. Die hatten wohl Krawall erwartet und wollten uns dann medial fertigmachen! Dass es derzeit nicht so gekommen ist ist eben auch dein Verdienst und deshalb weiter so. Hat gestern so richtig stolz gemacht und einen der teilgenommen hat aufgebaut! Wenn man am Rande der Veranstaltung sich mit Zuschauern unterhalten hat gab es so manches erstauntes Aha-erlebnis bei denen.

  47. WirBrauchenDich sagt

    …mir scheint der ein oder andere Landwirt etwas Selbstzerstörerisch zu sein. Endlich steht mal jemand auf, macht sich für sie stark und wird sogar in der Politik gehört. Und dann rieselt es Kritik, ausgerechnet aus den eigenen Reihen. Olle Jammerlappen, werdet endlich Unternehmer!
    Bitte gib nicht auf!

  48. Ludwig Wreesmann sagt

    Moin Willi, jeder sollte zum Gelingen der gemeinsamen Sache beitragen. Der Eine spricht mit der Ministerin, der andere fährt mit dem Trecker auf die Demo. Jeder nach seinen Möglichkeiten.
    Auch vom Trecker herunter kann man ekelhaft und arrogant wirken.
    Sieh dir doch das Ganze einfach einige Zeit von außen an.
    Wäre schön, wenn deine Kompetenz weiter für uns zur Verfügung steht

      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Inga, zeig doch endlich mal Gesicht und fasse deine Beiträge nicht immer so schlicht ab. In diesem Blog zerreist dich keiner, wenn du klare ehrliche Kannte zeigst. Mädel nimm dein Herz in die Hand. Das befreit und stärkt bei entsprechender Zustimmung dein Selbstvertrauen. Wie sagt man so schön packen wirs an.

  49. Heike sagt

    Lieber Willi,

    herzlichen Dank für dein Rückrat. Was den Termin betrifft, hast du mit deiner Aussage Recht. Trotzdem ist es für uns Bauern kein Drama, dass es nun so lief. Klöckner wird in eurem persönlichen Gespräch mehr verstehen können, als auf einer Bühne. Die Demos hatten auch so eine Wirkung auf sie. Ich fand ihr Auftreten in der Tagesschaumeldung längst nicht so unerschüttert, wie zuvor. Ich denke wir haben sie “bewegt”. Wir werden sehen. Du weißt, wer Verantwortung übernimmt und vor geht, bekommt schnell Häme, wenn dann mal was nach hinten los geht. Und in der Regel kommt sie von Menschen, die nicht sonderlich diplomatisch sind. Diplomatie, Reden und Zuhören liegt uns nun mal nicht allen. Das ist auch nicht schlimm. Schlimm ist es aber, dass uns so wertvolle Kollegen, wie du es bist verloren gehen.

  50. Einfacher Bürger sagt

    Hallo Willi ohne deine ganzen Vorleistungen wäre so eine Demo erst gar nicht möglich geworden. Du hast es geschafft denn Neid muss mann sich erarbeiten. Allen Besserwisser und Kritiker sollen es erst mal besser machen. Und wenn du es auch schon hundert Mal gehört hast denk an dich mach das was du meinst es tut dir gut.

  51. Oberländer sagt

    Lieber Willi ,
    der gestrige Tag war gut für die die Landwirte im Land .
    Dir Selbstsucht vor zu werfen ist ekelhaft.
    Deine Gesundheit ist Vielen wichtiger als das nichtssagende
    Gestammel einer abgehobenen Ministerin.
    Du hast viel Gutes gemacht .
    Das reicht für zwei Ewigkeiten im Himmel.
    Aber den lässt Du hoffentlich noch viele Jahre auf Dich warten.

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