Ein moralischer Mindestpreis
Jürgen Donhauser hat sich Gedanken darüber gemacht, wie die Preisgestaltung von Lebensmitteln fairer und gerechter gestaltet werden kann und gleichzeitig für den Verbraucher transparenter wird. Ein moralischer Mindestpreis Endlich kommt Bewegung in die Forderung nach gerechten Preisen für die Landwirtschaft. Ebenso ratlos ist man aber über die „richtigen“ Mechanismen, diese auch umzusetzen. Von verschiedenen Seiten werden fast schon inflationär Vorschläge unterbreitet. Bei näherer Betrachtung wurden viele davon aber schon in der agrarpolitischen Vergangenheit erfolglos versucht. Begonnen wurde mit der Marktabschottung durch Schutzzölle, einem Mindestpreis (Interventionspreis), danach Mengensteuerung durch Kontingente bis hin zur heutigen Flächenprämie, die uns Landwirten als unsinnige Pauschalsubvention um die Ohren gehauen wird, ohne tatsächlich die Hintergründe zu kennen und zu verstehen. Mit der Borchert-Kommission wurde ein neuer Versuch gestartet und immer wieder mit dem Energieeinspeisegesetz (EEG) verglichen. Im Vergleich zum EEG hat der Borchert-Vorschlag mehrere Schwachstellen: Im EEG gibt es eine Abnahmegarantie für den erzeugten Strom zu einem Festpreis über 20 Jahre. Diese Abnahmegarantie gibt es bei Borchert nicht. Der größte Schwachpunkt ist aber, dass im EEG der Einspeise-Preis festgeschrieben wurde, während …










