Autor: Bauer Willi

So war das Jahr in Oberösterreich

Vielen Dank an Helmut Feitzlmayr, Abteilungsleiter Pflanzenbau in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich für seinen Bericht über das landwirtschaftliche Jahr bis Anfang August. Hallo Willi, freue mich über deine Anfrage. Ja, wir hatten wieder mal ein extremes Jahr in Oberösterreich. Der Winter war viel zu trocken, mit nur der Hälfte der langjährigen Niederschläge. Auch bei uns war der Frühjahr im April und Mai um 2,5° zu kühl und ab Mai auch nass. Der Anbau von Zuckerrübe, Mais und Soja war damit später, die Jugendentwicklung stark verzögert. Im Juni wurde es heiß und seit 21. Juni rollt eine Hagelfront nach der anderen über Oberösterreich. Mittlerweile sind 120.000 ha, etwa zur Hälfte Acker und Grünland Schadfläche. Wir reden da immerhin von knapp einem Viertel unserer landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die größten Hagelschlossen, so nennt man bei uns diese Geschosse, hatten einen Durchmesser von 10 cm, durchschlugen Dächer und zerstörten viele Autos etc. Auf den Feldern sahen viele Kulturen wie gehäckselt aus und damit gab es viele Totalschäden. In der Vergangenheit gab es immer wieder Hagel, wo lokal ein paar Gemeinden betroffen …

Grüner Klimaschutz

Robert Habeck äußert sich zum den aktuellen Wetterereignissen. Um dann auf den Klimawandel zu sprechen zu kommen. Ein Begriff ist bemerkenswert: „radikal“. https://fb.watch/72hMJG8PDT/ Ob er mit Radikalität die Menschen hinter sich bekommt? Zusammen mit Oliver Krischer und Anton Hofreiter, hat er ein Papier geschrieben, in dem es um Vorsorge geht. Vorsorge des Staates, um die Bürger vor allen Unbilden zu schützen. Doch kann ein Staat, eine Verwaltung so etwas wirklich? Die Antwort mag sich jeder selbst geben. https://www.gruene.de/artikel/mit-konsequenter-vorsorge-mensch-und-umwelt-vor-der-klimakrise-schuetzen?fbclid=IwAR3hgTGNDcPFHVp1a_ZU50WlM8foV91ypvWUu1We0CFbnQf2-fEkVdw_PB8 Ein Kommentar der „Süddeutschen“ mit Details: Ein Vorsorgefonds mit einem Budget von 25 Milliarden Euro. https://www.sueddeutsche.de/politik/gruene-hochwasser-klimakrise-vorsorge-1.5366413?fbclid=IwAR2cf2h9HI3ZmUiLJa8ptcBGWoDU2FYrKvpRqhRK0ZvCQUrDiDgo1qP3PqI  

Absurde Schweinerei

Jürgen Donhauser macht sich Gedanken über die Zukunft des Betriebes, der sich auf Schweine (Zucht, Mast) konzentriert hat. https://www.topagrar.com/suedplus/news/schweinehaltung-im-duett-10123944.html Als dieser Artikel 2018 erschien, war die Welt für meine Söhne und unseren Betrieb noch in Ordnung. Die Schweinehaltung war zwar in der Vergangenheit immer wieder mit Höhen und Tiefen im Einkommen verbunden, aber damit wussten wir umzugehen. Hochwertige Lebensmittel bei steigender Weltbevölkerung zu erzeugen, versprach eine wertvolle und sinnstiftende Lebensaufgabe zu sein. Da wir in der Vergangenheit auch über 7 Jahre lang ökologisch wirtschafteten, wussten wir, dass die Biolandwirtschaft in Sachen Klimaschutz, Ressourcenschonung und auch bei Tiergesundheit nicht die Lösung sein konnte. Sogar die Vereinten Nationen, respektive die FAO, hatte ja schon vor Jahren die bevorzugten Regionen der Welt aufgefordert, die Tierhaltung zu intensivieren, um den unvermeidlich ansteigenden Fleischbedarf in den Schwellenländern bedienen zu können. Meine beiden Söhne wähnten sich also auf einen guten Weg und durchliefen die landwirtschaftliche Ausbildung bis hin zum Meister. Dementsprechend wurde der Betrieb unter staatlicher Beratung und staatlicher Förderung ausgebaut. In den letzten Jahren wurde diese Situation aber durch „Mainstream“-Politik …

Ökobilanz: Wieviel Wasser für welche Lebensmittel?

Ich habe dieses Buch noch nicht gelesen, und der Titel „Die Ökobilanz auf dem Teller“ haut mich jetzt auch nicht vom Hocker. Als ich aber gelesen habe, das für 1 kg Rindfleisch 138 l Wasser benötigt werden, habe ich dann doch die Augenbrauen hochgezogen. Sollte hier jemand die echten Fakten recherchiert haben? Aber eigentlich ist es ganz einfach: was wirklich zählt, ist das Blaue Wasser. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/buch-ueber-klimabewusste-ernaehrung-die-oekobilanz-auf-dem-teller-17097686.html?fbclid=IwAR2AUmshO3EWMvqCa4cvZDUJ1iNtCNMdyh5wZ-aiJp_E4d8BlZ4yw9AVCiU Hier die Ankündigung des Verlages: https://www.hirzel.de/sachbuch/titel/61945.html

Wasser-Strategie – Die Forderungen der Wasserwirtschaft

Rechtzeitig zur Wahl hat der BDEW „Handlungsempfehlungen der Wasserwirtschaft für die 20. Legislaturperiode“ herausgegeben. https://www.bdew.de/wasser-abwasser/eine-wasserstrategie-fuer-deutschland/ Hier der vollständige Text zum Nachlesen: https://www.bdew.de/media/original_images/bdew_wahl-broschure_wasser_72dpi_einzelseiten.pdf Es steht aber nichts drin, was wir nicht in irgendeiner Form schon gehört hätten. Etwas weltfern scheint mir die nachfolgende Forderung zu sein: „Erhöhung des Anteils der ökologischen Landwirtschaft in den nächsten vier Jahren auf mindestens 30 Prozent an der Agrarbewirtschaftung“ Schon toll, wer alles Ahnung von Landwirtschaft hat. Der Geschäftsführer Weyand ist bekannt dafür… (Ironie)

Bürger:in trifft Bauern

Heute mache ich es mir einfach: ich übernehme einfach den Text von #wurstend Mir hat das Interview viel Spaß gemacht und ich hoffe, ich konnte manches (Vor-) Urteil ausräumen. „Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu interviewt Dr. Wilhelm Kremer-Schillings – alias Bauer Willi den engagierten Wutbauern aus NRW. Ein kontroverses Interview jedoch mit viel Fairständnis. Wir behandeln Themen von Glyphosat bis Nitratbelastung und wie sich Bauer Willi eine Landwirtschaft von Morgen vorstellt. Das Buch von Bauer Willi: „Sauerei!: Bauer Willi über billiges Essen und unsere Macht als Verbraucher“ soll die Verbraucher aufrütteln und das schiefe Bild vom gierigen Bauern zurechtrücken. Wutbauer Willi schreibt über faire Preise, gesundes Essen und erklärt, wo der Bauer Urlaub macht, wenn wir Urlaub auf dem Bauernhof machen würden. Amazon-Link: https://www.amazon.de/Sauerei-Bauer-b… Mit diesem Video eröffnen wir unsere Reihe der wurstend Vodcasts – Bleibt gespannt – es kommt noch mehr. Euer #wurstend-Redaktions-Team“ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren …

Tag der Lebensmittelvielfalt -Video des DBV

Habt ihr schon mal vom „Tag der Lebensmittelvielfalt“ am 31.7. gehört? Der Deutsche Bauernverband hat dazu ein Video machen lassen. Die Zahl der Aufrufe war am 5.August mit 45 noch recht übersichtlich… Bin gespannt auf die Kommentare Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

NABU, Pufferstreifen (und die Zukunft der Landwirtschaft)

Ich zitiere aus der Veröffentlichung des NABU. Wissenschaftliche Handlungsempfehlungen der Studie für die Gestaltung von Gewässerrandstreifen: Die Breite von Gewässerrandstreifen sollte mindestens zehn Meter, besser 20 Meter betragen: zehn Meter als Pufferstreifen für Nähr- und Schadstoffe und mindestens weitere zehn Meter als unbelasteter Lebensraum. Gewässerrandstreifen sollten vielfältig und dauerhaft begrünt sein. Für eine wirksame Biotopvernetzung sind durchgängige Gewässerrandstreifen wichtig. Gewässerrandstreifen sollten an allen Gewässern verpflichtend sein. Nicht nur an denen von wasserwirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch an Kleingewässern. Hier der Link zum Original: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/artenvielfalt/lebensraum/30326.html Hier der Link zur Studie der Uni Duisburg/Essen. Auftraggeber NABU: 210802-studie-gewaesserrandstreifen-uni-duisburg-essen An keiner Stelle ist von einem finanziellen Ausgleich die Rede. Dabei steht doch im Papier der Zukunftskommission Landwirtschaft, dass man mit Naturschutz Geld verdienen könnte. Da sollten die Vertreter der Landwirtschaft noch mal nachfragen.

Wie die Schweizer unter ihrer Landwirtschaft leiden….

Wer der Meinung ist, dass das Ansehen der Landwirtschaft in Deutschland schlecht ist,. sollte diesen Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung lesen. https://www.nzz.ch/wirtschaft/schweizer-landwirtschaft-hohe-kosten-geringer-nutzen-ld.1632029 Ich frage mich angesichts solcher Artikel, wie sich die Existenz der Landwirtschaft überhaupt noch rechtfertigen lässt. Übrigens: die Überschrift ist natürlich ironisch gemeint…