Bauer Willi
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Wasser-Strategie – Die Forderungen der Wasserwirtschaft

Rechtzeitig zur Wahl hat der BDEW “Handlungsempfehlungen der Wasserwirtschaft
für die 20. Legislaturperiode” herausgegeben.

https://www.bdew.de/wasser-abwasser/eine-wasserstrategie-fuer-deutschland/

Hier der vollständige Text zum Nachlesen:

https://www.bdew.de/media/original_images/bdew_wahl-broschure_wasser_72dpi_einzelseiten.pdf

Es steht aber nichts drin, was wir nicht in irgendeiner Form schon gehört hätten.

Etwas weltfern scheint mir die nachfolgende Forderung zu sein:

“Erhöhung des Anteils der ökologischen Landwirtschaft in den nächsten vier Jahren auf mindestens 30 Prozent an der Agrarbewirtschaftung”

Schon toll, wer alles Ahnung von Landwirtschaft hat. Der Geschäftsführer Weyand ist bekannt dafür… (Ironie)

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10 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Na , da wird ja wieder kräftig gefordert und ein Schuldiger gefunden , anstatt selber erst einmal seine Schularbeiten zu machen. Die Bauern sollen es mal wieder gewesen sein , aber wer pumpt denn das Wasser aus der Erde ? und läst es nach der Kläranlage so eher schlecht als recht gereinigt wieder in die Flüsse fließen und damit ist die Wassermenge der Region entzogen. Wo ist da die Kreislaufwirtschaft ? Der Grundwasserspiegel sinkt doch deshalb weil das entnommene Wasser letztlich ins Meer abfließt und das muß verhindert werden. Immer wieder wird die ldw. Beregnung als Sünder vorgeführt , oder auch das 11000 ltr. Wasser für ein Kilogramm Rindfleisch benötigt wird. Vergessen wird dabei , daß dieses Wasser aber zu fast 90% an Ort und Stelle bleibt und nicht im Meer verschwindet. Auf diese Art und Weise ersparen sich die Klärwerke die 95% Reinigung des Wasser und entsorgen es über die Flüsse kontaminiert ins Meer. Viele Klärwerke reinigen das Abwasser nur zwischen 60 und 80% und der Rest wird entsorgt, ganz zu schweigen von Chemikalien oder Hormonen . Dafür wird dann der Bauer schuldig gesprochen. Dafür gibt es doch Abhilfe , die zwar kostet, aber schon sehr lange gemacht wird. Der Abwasserverband Braunschweig verregnet das sehr stark gereinigte Abwasser auf ldw. Flächen und hilft so der Grundwasserabsenkung zu begegnen. – Das ist Kreislaufwirtschaft ! und eine Win-Win-Situation ! Bei uns gibt es fast keine Beregnungsbetriebe aber drei Wasserwerke , die in den letzten 50 Jahren den Grundwasserspiegel um einen Meter abgesenkt haben . Inzwischen wird Wasser aus dem Harz zugekauft , um weitere Grundwasserverluste zu minimieren , denn nachweislich gibt es inzwischen regelrechte Trockenlinsen die den betroffenen Landwirten erhebliche Ertragsausfälle bescheren , aber das will die Öffentlichkeit nicht hören. Auch das Trockenfallen der Bäche über viele Monate im Jahr hat es hier vorher nie gegeben , sondern man angelte Fische darin.

    • Reinhard Seevers sagt

      …das Komische ist auch immer, dass man sagt, der Wasserverbrauch ginge seit Jahren zurück und dennoch benötigen die Städte laufend mehr Wasser. Entweder ist die Kalkulation falsch, der Zuzug ungeregelt, die Grundwasserneubildung gestört oder der Verbrauch falsch angegeben. Irgendeiner lügt doch.

      Hamburg Wasser, Jörg Grossmann sagt: “Der Wohlstand bringt mehr Verbrauch mit sich, das ist statistisch eindeutig nachweisbar“.

      Ist wie überall, weniger ist mehr. Die große Transformation wirds richten!

  2. Heinrich Steggemann sagt

    Der BDEW scheint ja alles im Griff zu haben. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft werden neue Förderbrunnen für Trinkwasser nur noch in Altstadtbereichen gebaut. Die Städte werden ja zu Schwammstädten umgebaut. Wasserversickerung, Wasserförderung und Verbrauch vor Ort und möglichst weit weg von landwirtschaftlichen Flächen. Die Wasserspültoilette wird abgeschafft ( ca. ein Drittel des jetzigen Wasserverbrauchs nur um unsere Fäkalien zu transportieren) und die unverdünnten aufbereiteten menschlichen Fäkalien frei von unerwünschten Inhaltsstoffen werden den Ackerbauregionen als Mineraldüngerersatz zur Verfügung gestellt.

  3. firedragon sagt

    Vielleicht interessant, weil es in Pkt.1 um das Vermeidungsprinzip geht – könnte man sogenannte zuckerfreie (light) Softdrinks abschaffen.

    https://klaerwerk.info/nuetzliches/allgemeine-meldungen-und-berichte/suessstoffe-im-wasserkreislauf/

    Künstliche Süßstoffe wie ACE könnten vermieden werden … ZBspl wird aus Mais (den viele ja ganz schrecklich finden) ein natürlicher Zucker”ersatzstoff” gewonnen.

    In wie weit künstliche Stoffe in der Erzeugung von veganen Fertigprodukten Verwendung findet, entzieht sich meinem Wissen, weil ich das Zeug nicht esse. Vielleicht ist da auch der ein oder andere Stoff dabei, der sich nicht in Luft auflöst, wer weiß …

    • Bauer Fritz sagt

      Sie haben recht: es werden sicher wieder wir Bauern ein Problem bekommen, wenn für diese Umstellung (heißt heute modern glaube ich Transformation) von Rübenzucker auf die allseits beliebte Alternative Birkenzucker viel Mais angebaut werden muß, weil man diesen “Birkenzucker” ja (ganz natürlich großtechnisch-chemisch) aus Maiskolben herstellt.

      Die Vermaisung wird also wieder mal zunehmen.

      • Inga sagt

        Ja, dann eben Zuckermais anstatt Zuckerrüben.
        Aber Mais für Biogasanlagen ist doch eine andere Sorte, oder ?

  4. Reinhard Seevers sagt

    Aus der Schrift:”
    Die heute schon sichtbaren Folgen des Klimawandels mit Trocken- und Hitzeperioden sowie Starkregenereignissen erfordern Unterstützung für Investitionen in die wasserwirtschaftliche Infrastruktur. In den Sommern 2018 bis 2020 haben die längeren Trocken- und Hitzeperioden zu einem Anstieg der Spitzenbedarfe von 60 Prozent und mehr geführt. Dadurch sind technische Engpässe entstan den, die viel Beachtung in den Medien gefunden haben. Sie sind jedoch noch kein Zeichen einer Ressourcenknappheit und können durch Anpassung von Leitungen, Hochbehältern etc. behoben werden. Zum Teil wäre auch eine Erhöhung der Wasserentnahmerechte für die Wasserversorger wichtig und richtig. ”

    Schau, schau…..es gibt also offiziell genug Wasser. Dann fahrt Mal die Panik-Rhetorik runter.

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