Die Welt braucht dringend Weizen! Jetzt!
Gunnar Breustedt arbeitet als habilitierter Agrarökonom an der Universität Kiel und bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb bei Goslar. Ich habe ihn um seine Einschätzung über die Folgen des Ukrainekriegs gebeten und gefragt, welche Vorschläge er hat, um kurzfristig mehr Getreide für die menschliche Ernährung zur Verfügung zu stellen. Er erläutert insgesamt 9 solcher Vorschläge. Und wie immer: Der Text stellt die Meinung des Autors dar. Willi: Wegen des Ukrainekrieges befürchtet der Welternährungsökonom Prof. Qaim in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung „im schlimmsten Fall bis zu 100 Millionen mehr Hungernde“. Nach Minister Özdemir wolle Putin globale „Konflikte .. schüren, und sein Mittel dafür heißt: den Hunger verstärken“. Woher kommen solche Befürchtungen? Gunnar: Durch den Krieg kann die Ukraine kaum noch Getreide und Ölsaaten exportieren. 2019/20 waren es noch 21 Mio Tonnen Weizen, 34 Millionen Tonnen Futtergetreide und 10 Millionen Tonnen Ölsaaten und –schrote. Schon bis zur kommenden Ernte im Juli müssten noch 20 Millionen Tonnen exportiert werden, die jetzt auf dem Weltmarkt fehlen. Dementsprechend sind die Weizen- und Rapspreise auf Rekordhöhen von ca. 400 € und 1000 € je …










