Bauer Willi
Kommentare 8

Warum das “Welt retten” nicht so einfach ist…

Es gibt in Österreich eine interessante Webinar-Reihe der Industriegruppe Pflanzenschutz.

Ein Webinar ist mir besonders aufgefallen. Moderator Timo Küntzle spricht mit Urs Niggli über Bio-Landwirtschaft und Welternährung.

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8 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Was mich an Niggli extrem nervt ist die Fortführung der “Wir-Geschichte”.
    Er spricht immer von WIR, und meint mal Europa, mal Österreich, mal Schweiz, mal die ganze Welt.
    Ich höre auch weiterhin die westlich-kapitalistische Missionierungs- und Besserwissergesellschaft heraus. Europa hat 10% der Weltbevölkerung, mit abnehmender Tendenz. Und nun will man von hier aus, aufgrund der eigenen Schuld aus vergangenen Fehlentscheidungen sowohl die Welt ändern, als auch unsere Bauern so einhegen, dass das Gewissen sauber wird? Es läuft auf die immer gleiche Layer hinaus: der Bauer muss spuren, damit der Rest der Gesellschaft seinen Wohlstand generieren kann, diesmal aber mit gutem Gewissen.
    Wir sehen gerade, dass zwei Länder die Welt in eine Hungerkatastrophe bringen können und dann wird von Erhöhung der Diversität der Agrarproduktionen gesprochen…..gehts noch? Wo gibt es eine größere Diversität in der Landwirtschaft, als in Europa?
    Ich sehe bei der Diskussion eine reine Wohlstandserhaltungsstrategie für die Mehrheit der europäischen Bürger auf Kosten der wenigen verbleibenden Landwirte.

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  2. Ludwig sagt

    Habe nach dem EU-abgeordneten abgestellt. Traumtänzer kann ich da nur sagen. Die wollen kontrollierte Staatswirtschaft grün eingepackt. Wenn die wirklich was ändern wollen , dann muß erst einmal der LEH-Preisdruck , der ja von der Politik gefordert wird, weg. Das geht nur mit der Zerschlagung der großen LEHs , denn die Politik hat die doch mit den ewigen Ministererlaubnissen gegen das Kartellamt groß gemacht. Auch in der Schule muß der Unterricht fürs Essenmachen wieder Pflicht werden. Ohne Bildung keine Verbesserung. Da helfen keine Gesetze und Verordnungen. Auch die ständigen Vorgaben für die Bauern in der Produktion sind alle nicht förderlich . Kreislaufwirtschaft , Nachhaltigkeit und Biodiversität waren immer wichtig für die Bauern bis die EU kam und alles mit heftigen Preisdruck regulieren wollte. Beides klappt nicht und die EU meint mit immer mehr Verordnungen ihre eigene eingebrockte “Scheiße” regulieren zu müßen. Das Ding ist nach hinten losgegangen und die wollen ihr “Totalversagen” nicht einsehen und machen einfach weiter. Ob EU-Kommission oder EZB , beide haben ihre Unfähigkeit bereite festgeschrieben , befinden sich über dem Abgrund und haben es noch nicht gemerkt das der Fall nach unten kommt.

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  3. Pälzer Buh sagt

    Als Winzer und nicht Landwirt ist die kombination aus kon. und biol. Verfahrensweise die beste Varrriante,um erfolgreich den Ertrag zusichern. Die Kellerwirtschaft mit eingeschlossen. Das wiederum können nur kleine bis mittlere Betriebe. Je größer(ha) die Beriebe werden desto höher die CO2 Bilanz pro/ltr.
    Die Technik ist ein Schlüssel von vielen Punkten.
    Das ist wie mit dem Rad, es wurde und wird weiterentwickelt, aber es bleibt Rund!

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  4. Günter sagt

    Es wäre an der Zeit den eigenen Laden aufzuräumen, hier in Deutschland.
    Man diskutiert über Welternährung und der Berufsverband der Bauern läßt seine Mitglieder einfach über die Klinge springen. Und im Blog hier
    wird das auf den Kapitalismus geschoben so einfach ist das heutzutage. Es interessiert niemanden wie es den Betrieben geht die das Erbe Ihrer Väter und Großväter nicht mehr halten können, die Familien die dadurch kaputtmachen ganz zu schweigen von den Bauern die nicht mehr können.
    Aber es ist halt so im Kapitalismus.
    Die Grünen Kreuze, wo sind sie geblieben? Der Aufbruch wo? Oder stehen die Kreuze mittlerweile für die Depression und den zerstörten Familien?
    Wo bleibt der Aufschrei über die GAP Förderung deren Geld überwiegend Nicht Bauern zugute kommt.
    Die Zeiten werden grottenschlecht werden, in Bezug auf den Ukrainekrieg, der Russe wird nicht nachgeben, ich habe insgesamt ungefähr 1 Jahr dort verbracht, die Gegebenheiten sind so riesig, die meisten Leute wissen wahrscheinlich nicht einmal was passiert.
    Nein die Veränderung muß hier passieren in den Köpfen nicht in der sinnlosen Auseinandersetzung über Bio oder Kovi, die Raketen die aus Russland in 2 Minuten über Berlin sein können machen da keinen Unterschied

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    • Reinhard Seevers sagt

      Günter, der Kapitalismus ist und bleibt der Kern des ökonomischen Handelns, so lange es keine Alternative gibt = keine individuelle Einflussnahme.
      Die Weltpolitik ist, wie sie ist = keine individuelle Einflussnahme.
      Die deutsche Landwirtschaft ist eingebettet in die europäische Agrarpolitik und abhängig von der nationalen gesellschaftlichen Sicht = eingeschränkte individuelle Einflussnahme.
      Wir sprechen hier eigentlich ausschließlich über den letzten Bereich, weil er evtl. einer Einflussnahme unterliegt.
      Welche Hebel wie und wo umgelegt werden können und müssen, darüber wird hier immer und immer wieder diskutiert. Und weil die Lage so komplex ist, wirken Lösungen so hilflos.
      Für viele Bürger geht die Welt unter, weil Landwirtschaft ist, wie sie ist. Für die Landwirtschaft geht selbige unter, weil die Gesellschaft ist, wie sie ist……
      So, jetzt sag uns, wo welche Hebel umgelegt werden müssen.

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