Autor: Bauer Willi

Klimawandel und Artensterben – anders betrachtet

 Die nachfolgende Rede habe ich November 2019 im Reichstagsgebäude vor Vertretern der CDU/CSU-Fraktion gehalten. Damals war Julia Klöckner Landwirtschaftsministerin und viele Mitglieder ihrer Fraktion mit der Politik der eigenen Regierung unzufrieden. Ich übrigens auch, und das habe ich dann auch zum Ausdruck gebracht. Die gleiche Rede könnte ich jetzt wieder halten… „Ich freue mich, heute das erste Mal in meinem Leben ein Referat im Reichstag halten zu dürfen. Und wenn ich damit fertig bin, war es vielleicht auch das letzte Mal. Ich will mich nicht mit langen Vorreden aufhalten und Ihnen das Thema Klimawandel und Artensterben aus meiner Sicht, der eines Bauern, darlegen. Das Klima in unserer Gesellschaft hat sich gewandelt: Der Ton ist rauer geworden, den ehemals großen Parteien verhagelt es eine Wahl nach der anderen, der Regierung weht der Wind ins Gesicht, kurz, das Klima wird kälter. Und wir Bauern? Uns ergeht es ähnlich. Wurden wir in der Nachkriegszeit noch als Retter gefeiert, weil wir immer neue Ertragsrekorde aufstellten um die Bevölkerung zu ernähren, wird genau das heute kritisiert. Ernährung? Pah, brauchen wir …

2700 Traktoren – Bauern-Demo in Brüssel – wo sind die Medien?

Am 3. März waren tausende belgische Bauern in Brüssel um dort zu demonstrieren. Die Berichterstattung ist äußerst zurückhaltend, große Zeitungen oder das Fernsehen berichten überhaupt nicht. Eine Ausnahme ist das Handelsblatt https://www.handelsblatt.com/dpa/mit-2700-traktoren-landwirte-demonstrieren-in-bruessel/29017206.html Hier drei Links aus Belgien: https://brf.be/national/1697115/ https://www.vrt.be/vrtnws/de/2023/03/03/bauerndemo-gegen-stickstoffplan-2-700-traktoren-in-bruessel-geg/ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Und ein Bericht aus Österreich: https://www.krone.at/2945910 Viel mehr habe ich dann auch nicht gefunden, selbst bei top agrar nicht. Dann wollte ich es zumindest erwähnt haben….    

Milch und Klima

Wissenschaftliche Erläuterungen über Methan und Rindviecher. Das Video zeigt in klaren Worten, Grafiken und Zahlen, dass die Nutztierhaltung von Wiederkäuern seit Jahrtausenden ohne nennenswerten Einfluss auf das Klima sind. https://www.milchundklima.de/?fbclid=IwAR0E1Hbuk4Nc72Xd7Vdv57eozsAgMEJt7uFnUHhDjwNjxQUGWJu3WVZyyRA Hier Bilder von tatsächlich kritischen Methanemissionen: https://www.mdr.de/wissen/treibhausgas-methan-besser-entdecken-100.html

Keine Landwirtschaft erspart sehr viele Kosten…

Wir alle wissen, dass ein kleineres Auto mit einem kleiner Motor weniger Sprit verbraucht als ein SUV. Trotzdem werden sehr viele SUV´s verkauft. Noch weniger Sprit wird verbraucht, wenn man überhaupt kein Auto fährt. Dieser Schluss im Denken steht im nachfolgenden Beitrag. Es ist doch logisch, dass weniger Output auch weniger Input erfordert. Das ist eine mathematische Binsenweisheit und hat mit der Produktionsform erst einmal nichts zu tun. https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/oekolandbau-erspart-pro-jahr-300-millionen-euro-folgekosten-18717007.html Wenn ich also überhaupt keine Landwirtschaft mehr betreibe und keine Lebensmittel mehr herstelle, habe ich die niedrigsten Kosten. Ist doch logisch, oder?  

Winterdürre…

Ein neuer Begriff findet sich jetzt in den Medien: „Winterdürre“. Der Begriff ist so nicht richtig, denn Dürre bedeutet, dass die Pflanzen vertrocknen und das ist derzeit – zum Glück – noch nicht der Fall, denn noch hat das Wachstum unserer Kulturpflanzen nicht begonnen. Im Titelbild könnt ihr den aktuellen Niederschlag der letzen zwei Jahre und der ersten Monate 2023 an unserem Hof westlich von Köln sehen. Was den Wasservorrat im Boden angeht, so sieht es aktuell nicht so schlecht aus. Nachsehen kann man das hier: https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/bf_view/_node.html oder hier: https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html Ich war am vergangenen Wochenende zum Vortrag in der Schweiz, wo extrem wenig Schnee liegt. Im Bodensee fehlt richtig viel Wasser, nach meiner persönlichen Einschätzung etwa 2 Meter. Ich war richtig erschrocken. Auch im Rhein ist der Pegel nicht sehr hoch. Besteht Grund zur Sorge? Aktuell noch nicht, weil das Wachstum wegen der aktuellen Kälte noch nicht begonnen hat. Aber es sollte schon bald regnen… https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-02/schneedecke-alpen-wassermangel-duerre-oesterreich https://www.deutschlandfunk.de/was-steckt-hinter-der-winterduerre-in-frankreich-italien-und-oesterreich-100.html https://www.wetteronline.de/wetterticker/32-tage-ohne-regen-trockenheit-mit-negativrekord-in-frankreich–becfbcfa-9d0e-4dae-ab71-cf0cca3901c7

Brief an die ARD – Schwachsinn vor Acht 28.02.2023

An die Leser dieses Blog: wenn ihr euch meiner Meinung anschließt, schickt den Link oder den Text dieses Artikels an die ARD. Hier zwei Links https://www.daserste.de/specials/service/zuschauerredaktiondaserste-100.html Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Lieber Tom Buhrow, Darf bei der ARD eigentlich jeder Depp zu allem seine unqualifizierte Meinung sagen? ja, darf er. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein Rapper sich vor die Kamera stellen darf und dort darüber siniert, wie schlimm der Raps für die Natur ist? https://www.ardmediathek.de/video/wissen-vor-acht-natur/wissen-vor-acht-natur/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3dpc3NlbiB2b3IgYWNodCAtIG5hdHVyLzIwMjMtMDItMjhfMTktNDUtTUVa Dann behauptet er noch, dass der Raps eine Monokultur ist (eine Monokultur ist die immer gleiche Kultur auf dem gleichen Feld, was beim Raps tödlich wäre)  und erzählt, dass er gerne mehr Wiesen und Weiden haben möchte. Nun können Wiesen und Weiden ja nur von Tieren genutzt werden und „wir sollen ja alle weniger Fleisch essen“. Was nun? Hat Thomas D schon mal …

Methan aus der Nutztierhaltung sinkt permanent

Auch die Landwirtschaft soll in Zukunft die Emissionen senken, um die Klimaziele zu erreichen. Experten haben nun ausgerechnet, wie sich die Methanemissionen der Nutztierhaltung in den letzten 150 Jahren entwickelt haben, also quasi von der vorindustriellen Zeit bis heute. Was verwundert: die Emissionen haben in den letzten 30 Jahren permanent abgenommen! Die Grafik dazu findet ihr auf Seite 11 der pdf-Datei. https://www.buel.bmel.de/index.php/buel/article/view/441 Die Kalkulation ist nicht ganz einfach, weil sich nicht nur die Zahl der Tiere verändert hat sondern auch deren Ernährung und vieles mehr. Was bei der Diskussion um die Methanemissionen immer wieder „vergessen“ wird: Das Methan stammt aus dem Futter und wird nach einiger Zeit dort auch wieder eingebaut. Methan aus der Tierhaltung ist folglich klimaneutral, weil es nicht zusätzlich emittiert wird. Wenn aber fossiles Methan verbrannt wird, ist dieses sofort klimawirksam, weil es vor Jahrmillionen eingelagert wurde und jetzt freigesetzt wird. Wollen wir wetten, dass das viele Mitbüger nicht wissen? Ich wusste es bisher ja auch nicht.  

„Warum an einer veganen Ernährung kein Weg vorbeigeht…“

Vor ein paar Tagen hat Thorsten sich bei einem Artikel über Fleisch zu Wort gemeldet. Er ist Veganer und ich habe ihn gebeten, uns einmal mitzuteilen, was seine Beweggründe dafür sind. Hier sein Text. Ich bitte um eine sachliche Diskussion und die Einhaltung der Spielregeln https://www.bauerwilli.com/regeln/ Meine persönliche Einstellung zum Thema Veganismus : Eine vegane Ernährung/Lebensweise hat unterschiedliche Gründe und jeder Veganer hat sich zu dieser Lebensweise entweder aus ethischen Gründen/Tierschutz/Tierrecht Umwelt/Klima Nachhaltigkeit Gesundheit/gesunde Ernährung oder auch div. anderen Gründen entschieden. Mein Beweggrund zum Veganismus ist Ethik/Tierrecht. Das darüber hinaus positive Aspekte, wie Umwelt/Klima, gesunde Ernährung mit einfließen, ist ein schöner „Nebeneffekt“. Ich möchte daher hauptsächlich auf meine Beweggründe eingehen und die Bereiche wie Umwelt/Klima, gesunde Ernährung weitesgehend außen vor lassen. Zum Tierrecht : Dazu gibt es zwei Arten von Menschen: Diejenige, die Tierrechte befürworten, betonen die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Tier, diejenige, die den Tieren keine Rechte zugestehen, verweisen auf die vielen Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Egal wie groß oder zahlreich die Unterschiede, je nach Sichtweise, auch sein mögen, moralisch entscheidend ist einzig …

„Die jungen Leute haben ja keine Ahnung mehr..“

Wie ich diesen Satz hasse. Genau so wie den Satz „früher war alles besser“.  Der nachfolgende Film zeigt die Pflege der Zuckerrüben zu dem Zeitpunkt, als ich 10 Jahre alt war. Nein, früher war nicht alles besser. Und dass es da mehr Biodiversität gegeben haben soll, kann ich auch nicht so richtig glauben.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wissenschaftskommunikation II

Ein Interview mit Ingo Potrykus, dem Entwickler des Golden Rice zu bekommen, ist nicht jedem möglich. BioWissKomm ist es gelungen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen