Bauer Willi
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Winterdürre…

Ein neuer Begriff findet sich jetzt in den Medien: “Winterdürre”. Der Begriff ist so nicht richtig, denn Dürre bedeutet, dass die Pflanzen vertrocknen und das ist derzeit – zum Glück – noch nicht der Fall, denn noch hat das Wachstum unserer Kulturpflanzen nicht begonnen. Im Titelbild könnt ihr den aktuellen Niederschlag der letzen zwei Jahre und der ersten Monate 2023 an unserem Hof westlich von Köln sehen. Was den Wasservorrat im Boden angeht, so sieht es aktuell nicht so schlecht aus. Nachsehen kann man das hier:

https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/bf_view/_node.html

oder hier:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html

Ich war am vergangenen Wochenende zum Vortrag in der Schweiz, wo extrem wenig Schnee liegt. Im Bodensee fehlt richtig viel Wasser, nach meiner persönlichen Einschätzung etwa 2 Meter. Ich war richtig erschrocken. Auch im Rhein ist der Pegel nicht sehr hoch.

Besteht Grund zur Sorge? Aktuell noch nicht, weil das Wachstum wegen der aktuellen Kälte noch nicht begonnen hat. Aber es sollte schon bald regnen…

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-02/schneedecke-alpen-wassermangel-duerre-oesterreich

https://www.deutschlandfunk.de/was-steckt-hinter-der-winterduerre-in-frankreich-italien-und-oesterreich-100.html

https://www.wetteronline.de/wetterticker/32-tage-ohne-regen-trockenheit-mit-negativrekord-in-frankreich–becfbcfa-9d0e-4dae-ab71-cf0cca3901c7

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28 Kommentare

  1. roy sagt

    roy/kanada
    leute, im kleinen wie im grossen
    ist doch ein alter hut
    schaut euch mal eure koerpertemperatur an
    wie ist da die auf dauer vertraegliche bandbreite, bevor der koerper schaden nimmt?
    etwa 2*celsius.
    daraus kann man ableiten, wie gross/klein die bandbreite in der gesamten natur ist
    2.5%
    es gibt keinen “ueberfluessingen” wind, wasser, sonneneinstrahlung, und, und, und
    alles in der natur ist im gleichgewicht
    wird das gestoert, so hat das tiefgreifende auswirkungen
    der gesamte denkansatz es gaebe irgendetwas in der natur fuer “umsonst” ist vollkommen
    falsch
    es laeuft draus raus, dass es zur zeit viel zu viele menschen auf der erde gibt
    dadurch gibt es auch zu viele moehren, salat, zwiebeln, aepfel, schweine, hasen, usw.
    ihr versteht schon, was ich meine
    die natur wird dieses ungleichgewicht, ob wir menschen das wollen oder nicht, beseitigen
    so oder so
    denkt mal drueber nach
    bezueglich der windkraftanlagen habe ich mal was gelesen, dass die aufgestellten anlagen in etwa
    einer 300m hohen wand von der nordsee bis an die alpen entsprechen
    wer sich da denkt, dass das keine tiefgreifenden auswirkungen hat, der wird sich noch wundern

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  2. Ludwig sagt

    Jedes Jahr ein anderes Wetter und immer machen die Medien Alarm. Irgendwie gleicht sich das über Jahre aus. So ist bei uns im mittleren Niedersachsen/Hannover über fünf Jahre gesehen doch das Regenmittel von rd. 660 mm erreicht. Ich ermittle immer den Niederschlag vom 1.11. – 31.3. . Im langfristigen Mittel haben wir 233 mm Niederschlag in Form von Regen oder Schnee. Im letzten Jahr waren es 173 mm und in diesem Jahr bisher 210 mm. Letzte Woche lief sogar eine Drainage. Das Wetter/Klima ist für uns Bauern sicherlich nicht das größte Problem , sondern die Gesetze und Verordnungen der Politik.
    Der gläserne Bauer sind wir jetzt. Das Orwellsche ist eingetreten. Ganze Schwärme von Kontrolleuren überwachen und kontrollieren uns. Die Krake von Politik und Verwaltung überziehen das Land und legen den Nebel des Niederganges über uns alle. Ständige Abgaben – und Steuerhöhungen sollen die Bürger zur Räson bringen. Um die politikverursachte Energieknappheit zu kontrollieren sollen in Zukunft sogenannte Smartmeter überall eingebaut werden , um uns den Strom abzudrehen. Also Totalkontrolle von den achso menschenfreundlichen Linksgrünen mit dem Ziel den sozialistischen und bestimmenden Einheitsstaat der Unfreiheiten hier einzuführen. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen ?

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  3. Mark sagt

    Normalerweise wird das Wetter in Mitteleuropa bestimmt durch den Wechsel von Atlaniktiefs und Azorenhochs. Dieser Wechsel wurde in der Vergangenheit hin und wieder unterbrochen durch Ostwetterlagen, d.h. Hochdruckbrücken reichten von Russland bis Mitteleuropa. Diese Wetterlagen scheinen sich in den letzten Jahren verändert zu haben. Immer häufiger kommt es zu sogenannten Omega-Wetterlagen. D.h. über Mitteleuropa bildet sich ein nahezu ortsfestes Hoch, welches die Alantikiefs um Mitteleuropa herum leitet. D. h. die Tiefs werden im Westen hoch in den Norden geleitet und kommen dann über Osteuropa wieder nach Süden. Warum diese Wetterlage in den letzten Jahren immer häufiger auftritt, jetzt sogar im Winter, darüber kann nur spekuliert werden. An CO2 oder Methan wird es wohl kaum liegen. Denkbar wäre unter anderem die Ursache in dieser Karte zu finden: https://wind-turbine.com/tools/wkamap

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    • sonnenblume sagt

      Wind-Turbine. Im letzten Jahr ist uns der Gedanke durchaus gekommen. Nicht wegen der Trockenkheit allgemein, sondern bei der Beobachtung wie die Regengebiete ziehen. Frühere Beobachtungen, also über zig Jahrzente lange Beobachtungen, haben keine Gültigkeit mehr.
      Schon eigenartig da es sonst keine Veränderungen in der Landschaft gibt. Wälder und Hecken, alles wie schon seit Menschengedenken. Nun die Städte wachsen. Das wirkt sich sicher auch aus.

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      • Erndlsepp sagt

        Am 9.Dezember war der Mars der Erde besonders nahe, das bedeutet Trocken-
        heit. Der Einfluß der Gestirne wird m.E. von Meteorologen und Presse nicht
        beachtet. Beispiel, Mond auf Gezeiten.

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    • evo.... sagt

      Man muss da die WKA`s in ganz Europa betrachten. In dem Video

      https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/politik/Wetter-2074.html

      sieht man gleich zu Beginn des Wolkenbildes, wie eine Wolke vom Atlantik auf dem Weg nach Europa aufgespalten wird. Die Windräder wirken da wie ein Keil. Am übelsten wirken die Offshore – Anlagen, die bremsen die Wolken schon auf dem Meer aus. Die Wolken mit viel Regen liegen halt-wie wegen der Schwerkraft zu erwarten- tief.

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      • sonnenblume sagt

        Dazu soll es demnächst eine Masterarbeit geben, wo diese Problematik untersucht wird. Ist aber auf die Niederlande bezogen.

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        • evo.... sagt

          Ist leider sehr,sehr spät. Wie wollen unsere Demokraten denn da wieder raus kommen ohne Gesichtsverlust. Man bräuchte eine neue Partei. Wenn die von der AfD zu Sacharbeit fähig wären, könnten sie die ganzen “Vereine” locker aushebeln. Manchmal frage ich mich aber auch, ob die AfD nicht schon in das allgemeine politische Geschehen eingebunden ist. Mal hypothetisch gefragt: Was würde wohl passieren, wenn wissenschaftlich erwiesen und in der Öffentlichkeit diskutiert wird, dass die Dürren in Spanien, Italien Frankreich und im Süden und Osten Deutschlands von den Windrädern im Norden kommen? Zerbricht dann die EU? Oder zahlt man Entschädigung?

          Alle Themen, die in den ungebildeten Grünen ihren Anfang genommen haben, führen ins Desaster.

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          • sonnenblume sagt

            Die Masterarbeit ist schon in Arbeit.
            Ob sich jetzt die Windräder im Norden auch auf den Süden auswirken, dass glaube ich kaum. Aber jene von England bis einschl. Ostsee, hier in den Niederlanden, Benelux und Deutschland, dass könnte ich mir schon vorstellen. Dazu dann alle innerhalb von D. Vom ganzen angestrebten Zubau nicht zu reden. Immerhin sollen hier an windschwachen Orten jetzt Turbinen mit plus-minus 250 m Höhe gebaut werden.

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    • Pälzer Buh sagt

      Zu den Windmühlen ein anderer Gedankengang: Unsere hauptsächlich in Westeuropa ansässigen Windmühlen sind Axeal. Was Wind Rückgang und Trockenheit hinter den Windmühlen zur Folge hat. Aber was wäre wenn man vertikale Windmühlen bauen würde?

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Und, was kann man dagegen tun? Weniger Fleisch essen würde Maritta empfehlen!
    Am Ende kackt die Ente. Also logger bleiben und weiter machen.💪🍺

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    • Inga sagt

      Es geht ja zuerst mal um die Auswirkungen in Spanien und Frankreich.
      Und ob das da einmalig ist, ob es sich mit dem Mairegen erholt und was da noch wächst.
      Ob da dann immer weniger was wächst, heißt vor allen Dingen, bei uns keine Einschränkungen im Ackerbau!

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      • Schmeckt gut sagt

        Auch bei uns wird es zu Einschränkungen kommen. In unserem Kreis wurde im letzten Sommer verboten, in der Mittagszeit über Kopf zu beregnen. Hat noch gerade funktioniert, weil es nach den 40 Grad-Tagen beschlossen wurde, aber für die Obst- und Gemüsekulturen ist dann die klimatisierende Beregnung nicht mehr möglich – mit gravierenden Auswirkungen für Quantität und Qualität. Maritta, bitte googeln: klimatisierende Beregnung. Falls diese wichtige Steuerung des Kleinklimas flächendeckend in Europa eingeschränkt wird, ist Schluß mit der Verfügbarkeit einer großen Palette O&G. Die Alternative im klimagesteuerten Gewächshaus fällt auch aus, wegen des zu hohen Ressourcenbedarfs (Baumaterial, Strom, Steuerung, KnowHow…). In Spanien wird diese schlimme Situation zu allererst sichtbar werden. Das Feuchtgebiet Donana hat in den letzten 15 Jahren 2/3 seines Umfangs eingebüßt – weil es als Wasserspeicher für den exessiven O&G-anbau gedient hat. Dabei ist es laut EU-recht streng geschützt. Und “by the way”: Unserer Region fehlen immer noch 300mm Regen aus den letzten Trockenjahren.

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        • Brötchen sagt

          Gemüseanbau ist extrem von passgenauer Wasserbereitstellung und (Düngung) abhängig. Die Erzeugung von Futtermitteln dagegen variabel mit viel Puffer.

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        • sonnenblume sagt

          Bei uns würde so manche Hauswasserversorgung ausfallen wenn wir alle Gemüse anbauen wollten. Erste Probleme gab es schon, obwohl nur ganz geringfügig Gemüseanbau vertreten ist. Dann fallen viele Flächen aus der Ernährungssicherung raus. Aber angeblich ist ja auch 2/3 der Fläche überflüssig.

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          • Brötchen sagt

            So siehts aus Klaus, das hat auch keiner auf dem Schirm, was eine Steigerung des Gemüseanbaues intensiv , dann in Wirklichkeit bedeuten würde.
            Vielen Laien ist nicht klar, wie effektiv Mais, Getreide und auch Grünland die vorhandene Feuchtigkeit nutzen kann.
            Vor allem was Mais heute leisten kann, ist gigantisch.

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          • Smarti sagt

            Letzten Sommer sah man immer wieder in den Nachrichten, dass die lieben Nachbarn sehr wütend waren, weil der Gemüsebauer sich erdreistete, Wasser für den Anbau von Gemüse “zu verschwenden”.
            Auch in Spanien oder Amerika wird das Wasser erst in den Obstplantagen rationiert, bevor es dann später auch die Schwimmbadbesitzer trifft.

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        • evo.... sagt

          2022 trockneten die Feuchtgebiete aufgrund der Wasserentnahme durch Landwirtschaft und Tourismus vollkommen aus. Ob sich die Natur davon erholen wird, ist derzeit (Stand Oktober 2022) fraglich.[2]

          Das obige steht bei Wiki zur Donana. Als ob es Landwirtschaft und Tourismus dort erst seit 2022 geben würde.

          Sind die Leute so dumm oder wagt es niemand etwas gegen politischen Mainstream zu schreiben.

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  5. Brötchen sagt

    Piet der Monitor zeigt flächendeckend bis auf die grünen Inseln eine Sättigung von 120 % in den oberen Schichten an. Die unteren Schichten 80 – 90 %.
    Zur Zeit ist es bei uns für unsere Verhältnisse überdurchschnittlich feucht.
    Gucke ich in bestimmte Gräben ist da auch Wasser drin.
    Wie es aus Erfahrung so ist, kann man mit einer langen Frühsommertrockenheit rechnen.
    Für das Frühjahr ein guter Start.

    Ist ja z.B. auch ein gutes Argument für die Nutzung von Tieren. Nutzung von Feldfrüchten die die Winterfeuchte nutzen können! Passt dann in den Punkt anbaurtechn. Gründe.

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  6. Frikadellen piet 44 sagt

    moin nicht nur in der Politik auch im Ackerbau findet eine Zeitenwende statt man sollte gut überlegen wie man ackert um mögliches Wasser zu sparen ist meine Meinung aber wenn man schon Wasser verbraucht hat ist es wahrscheinlich schon zu spät

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