Jahr: 2017

Nitrat ist gesund…

Schon mal was von „Nitro-Spray“ gehört? Das haben Herzpatienten immer dabei, falls es mal um schnelle Hilfe bei Herzproblemen geht (z.b. Angina pectoris). Habt ihr schon mal auf das Etikett gesehen, was da drin ist? Das steht: Glycerol-Tri-Nitrat. Jetzt hab ich mir von einem Apotheker meines Vertrauens sagen lassen, dass das chemisch was anderes ist, als das, was „wir auf die Felder kippen“. Schade eigentlich, der Vergleich hätte so gut gepasst. Nitrat ist ja der Inbegriff alles Bösen. Dass Nitrat ein natürlicher Bestandteil jeden Bodens ist,  dass Pflanzen ohne Nitrat nicht leben können und dass aus Nitrat in der Pflanze Aminosäuren gebildet werden, glaubt ja eh kaum noch einer. Nitrat ist in der Gülle, die wird auf die Felder gekippt und landet dann im Grundwasser und in unserer Nahrung. Und das stimmt sogar: das Nitrat landet in unserer Nahrung. Besonders viel Nitrat ist im Gemüse, warum auch Vegetarier deutlich mehr Nitrat zu sich nehmen (180-200 mg/Tag) als Fleischesser (50-160 mg/Tag). Allein daher kann Nitrat ja sooo schädlich nicht sein, den Vegetarier ernähren sich – glaubt …

Verlogener Lebensmittelhandel

Ab dem 1. Januar 2017 ist das Schnäbelkürzen in Niedersachsen gesetzlich verboten. Gleichzeitig hat der Lebensmitteleinzelhandel die Kontrakt-Preise ab Januar 2017 gesenkt! Dieses Verhalten zeigt deutlich, dass es dem Lebensmitteleinzelhandel nicht – wie immer behauptet – um das Tierwohl, sondern lediglich nur um Profitmaximierung geht. Die Bauern bleiben auf den Mehrkosten wie z.B. für Beschäftigungsmaterial, höheren Beobachtungsaufwand und höhere Verluste durch möglichen Kannibalismus sitzen. Von Fairness im Umgang des Lebensmittelhandel mit den Lieferanten kann hier wohl keine Rede sein. Hier nutzen die vier großen Konzerne gnadenlos ihre Monopolstellung aus, um sich einseitig einen Vorteil auf Kosten anderer zu verschaffen. Es wird höchste Zeit, dass das nicht nur das Kartellamt, sondern auch die zuständigen Politiker (allen voran Herr Meyer in Niedersachsen) und alle bäuerlichen Interessenvertreter und -verbände (egal welcher Couleur!) diesem unsäglichen Treiben Einhalt gebietet. Man trifft sich ja auf der Grünen Woche… Ein wütender Bauer Willi   Quelle: http://www.dgs-magazin.de/Schnabelkuerzen-in-Niedersachsen-jetzt-verboten,QUlEPTUyODExNjkmTUlEPTQ3Mg.html  

…könnte…sein…

Die gute Nachricht: Wir haben selbstgemachte Marmelade. Da wissen wir auch, was drin ist. Die Berichterstattung ist doch toll: wieder der schöne und beliebte Zusatz „könnte“. Das reicht dann schon und alle sind wieder auf den Bäumen. https://kurier.at/wissen/nutella-koennte-krebserregend-sein/241.153.060

Feinstaub…

Die guten Nachrichten reißen einfach nicht ab. Weil die erste Stunde des Jahres in Städten immer die mit der höchsten Feinstaubbelastung ist, will der grüne Bürgermeister in Stuttgart das private Abbrennen von Feuerwerk verbieten. https://www.welt.de/politik/deutschland/article160966816/Gruene-wollen-in-Stuttgart-Feuerwerke-verbieten.html Ist doch gut, wenn sich jemand um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmert. Jedenfalls sind die Bauern damit erst mal raus aus den Schlagzeilen… Euer Bauer Willi

2017 wird kein Steckrübenwinter!

Wieder eine gute Botschaft! Mit Optimismus ins Jahr 2017! Es ist genau 100 Jahre her, dass Deutschland nicht nur unter einem langen und schneereichen Winter, sondern auch unter einer extremen Nahrungsmittelknappheit litt. Vorausgegangen war ein nasser Sommer, der die Hälfte der Kartoffelernte verfaulen ließ und auch ein guter Teil der Weizenernte war ausgefallen. Deutschland war damals der weltgrößte Agrarimporteur, ein Drittel der Lebensmittel musste aus dem Ausland herangeschafft werden. Steckrüben, die die Bauern bisher an Schweine verfütterten, wurden zur Hauptspeise. Angefangen von Suppen bis zu Rübenkuchen musste die „Hindenburg-Knolle“ vor allem die Städter vor dem Verhungern retten. Diverse Lebensmittel wie z.B. Kartoffeln wurden rationiert und waren nur auf Karte erhältlich. Und ein Kolumnist berichtet: „Der Hausbesitzer N.N. wird wegen Nichteinhaltung des fleischlosen Tages angezeigt“. Das war vor 100 Jahren… Wir hatten 2016 auch einen nassen Sommer…Mal sehen, wie der Winter wird… Euer Bauer Willi

Weniger Massentierhaltung – mehr Bauern

Neulich musste ich mich aus einem anderen Grund mit Agrarstatistik in NRW beschäftigen. Dabei fielen mir diese Zahlen auf, die aus mehrfacher Hinsicht interessant sind. Die Zahl der Tiere ist (Ausnahme Schweine) zurückgegangen Die Zahl der Viehhalter hat in allen Bereichen dramatisch abgenommen Die Zahl der Tiere pro Halter hat zugenommen Für die Zukunft bedeutet das: Wenn die Gesellschaft weniger Tiere pro Betrieb will, müssen wieder mehr Tierhalter her. Und zwar sehr viel mehr. Doch woher sollen die kommen? Wenn wieder weniger Tiere pro Betrieb gehalten werden sollen, müssen entweder weniger tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier etc.) verzehrt werden, oder die Produkte müssen importiert werden. Oder habt Ihr noch eine andere Idee? Euer Bauer Willi

Super Food – am besten aus der Heimat

Ich habe mich mal auf die Suche nach „Super Food“ gemacht. Hier bin ich fündig geworden: http://www.projekt-gesund-leben.de/superfoods/ Wer keine Lust zu klicken hat, hier mal eine Auswahl der vorgestellten Super Foods (in alphabetischer Reihenfolge) Aroniabeere Acai-Beere Carob Chia-Samen Cranberries Datteln Goji-Beere Hanfsamen Kakao Kokosöl Kürbis Maca Matcha Maulbeeren Quinoa Sprossen Weizengras (ist eine eigene Gattung und nicht mit Weizen zu verwechseln) Fällt euch was auf? Ich kenne noch andere Super Food. Hier meine Liste: Haferflocken Leinsamen Weizenkleie Wirsing, Grünkohl Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen …. Bitte die Liste vervollständigen…Denn diese Super Food benötigen keine langen Transportwege und auch keine aufwändigen Verpackungen. Meist reicht eine Papiertüte… Regional ist es allemal und gibt es auch in der Geschmacksrichtung Bio 🙂 Euer Bauer Willi