Bauer Willi
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Verlogener Lebensmittelhandel

Ab dem 1. Januar 2017 ist das Schnäbelkürzen in Niedersachsen gesetzlich verboten. Gleichzeitig hat der Lebensmitteleinzelhandel die Kontrakt-Preise ab Januar 2017 gesenkt!

Dieses Verhalten zeigt deutlich, dass es dem Lebensmitteleinzelhandel nicht – wie immer behauptet – um das Tierwohl, sondern lediglich nur um Profitmaximierung geht.

Die Bauern bleiben auf den Mehrkosten wie z.B. für Beschäftigungsmaterial, höheren Beobachtungsaufwand und höhere Verluste durch möglichen Kannibalismus sitzen. Von Fairness im Umgang des Lebensmittelhandel mit den Lieferanten kann hier wohl keine Rede sein. Hier nutzen die vier großen Konzerne gnadenlos ihre Monopolstellung aus, um sich einseitig einen Vorteil auf Kosten anderer zu verschaffen.

Es wird höchste Zeit, dass das nicht nur das Kartellamt, sondern auch die zuständigen Politiker (allen voran Herr Meyer in Niedersachsen) und alle bäuerlichen Interessenvertreter und -verbände (egal welcher Couleur!) diesem unsäglichen Treiben Einhalt gebietet.

Man trifft sich ja auf der Grünen Woche…

Ein wütender Bauer Willi

 

Quelle: http://www.dgs-magazin.de/Schnabelkuerzen-in-Niedersachsen-jetzt-verboten,QUlEPTUyODExNjkmTUlEPTQ3Mg.html

 

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195 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Liebe Verbraucherinnen – wir wollen Dialog
    Also, liebe Verbraucherinnen und Landwirte, ihr seid ja beides.

    Bitte, bitte macht doch das was Ihr seid … nämlich Land-Wirtschaft … Obst … Gemüse … Salat … alles bio … alles vegan … biovegan …

    Bitte macht doch mal was Neues … einfach mal eine kleine Ecke auf dem Acker ausprobieren … seid inovativ …
    Veränderung kann auch interessant sein … Ihr habt gar keine Ahnung was für ein Potential Ihr entfalten könntet, wenn Ihr von der alten Scheiße, im wahrsten Sinne des Wortes, lassen würdet …

    Wir haben nicht das Recht andere auszubeuten, egal wen.
    Wir möchten eine echte Veränderung …
    Hier gibt es jede Menge Infos:
    http://www.biovegan.org

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Jetzt drehen sie vollkommen durch, Viehhaltung ist nur ein Teil der Landwirtschaft, glauben sie ernsthaft, auf Grünlandgebieten kann man Gemüse und Salat anpflanzen?

      Oder im Hochschwarzwald Erdbeeren, die Gurken und die meisten Tomaten kommen aus Andalusien, oder aus dem Gewächshaus.

      Zwetschgen habe ich angepflanzt, die Preise waren so tief im Keller, dass sich manchmal nicht mehr die Ernte lohnte und sie meinen, man soll noch mehr Obst anpflanzen?

      Dann kommt noch der Streuobstanbau, 2014, 4 Cent hat man für das Kg bezahlt, 2016 7,5 Cent und sie meinen, man soll noch mehr Obst anpflanzen?

      Könnte es nicht sein, dass Sie keine Ahnung haben?

      Sie haben Recht, man darf andere nicht ausbeuten, auch keine Landwirte.

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      • Astrid sagt

        „… glauben sie ernsthaft, auf Grünlandgebieten kann man Gemüse und Salat anpflanzen?“

        Ja, macht der Bauer im Nachbardorf. Alle sagen hier wächst nichts und er lebt im Sommer vom Verkauf von Erdbeeren und im Winter vom Verkauf der Tannen.

        Sie sprechen vom Obstanbau und geben also selbst zu, dass das Problem nicht ist, dass nichts wächst, sondern, dass nicht genug dafür bezahlt wird.

        Ich bin mir sicher, ihnen ist es egal wie sie zu Geld kommen, Hauptsache es kommt. Wenn sie genug für Pflanzenanbau bekommen, machen Sie das. Ganz einfach, und nicht weil nichts wächst. Es geht um Geld und mir scheint die Ausbeutung von Tieren bringt eben am meisten. Das ist das Schreckliche. Wir leben in einem Gewaltsystem. Aber die Gewalt an die wir gewöhnt sind, die wir uns legalisiert haben, nehmen wir nicht wahr. Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen wir aufhören gewalttätig zu sein … d.h. wir müssen aufhören andere auszubeuten nur weil wir es können … Wir brauchen Pflanzen …
        Zitat: tegut Heft vom Lebensmittelhandel mit Anspruch an gute Ernährung … „Es geht auch anders. Neues wagen! Köstliches mit Gemüse … Voll im Trend … Pflanzendrinks … „

        Es gab vor einiger Zeit eine Umfrage aus der hervorging, dass die Landwirte, genauer Tierwirte nichts ändern wollen … Veränderung macht Angst, ist unbequem … Bitte, aber sie lohnt sich … Ihr braucht ja nicht sofort alles zu ändern, sondern einfach mal nur eine Veränderung im Kopf zulassen.

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        • bauerhans sagt

          auf natürlichem grünland wachsen keine erdbeeren und tannen,weil das feucht ist.
          tierwirte werden laufend gezwungen zu verändern,weil die politik neue verordnungen macht,die QS und veterinärämter kontrollieren,aber die kosten der auflagen werden nicht bezahlt.

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          • Astrid sagt

            Die Veränderungen sind erzwungen und bewegen sich nur im vorgegebenen Rahmen. Es sind keine wirklichen Veränderungen.
            Die Kontrollen funktionieren nicht oder finden nicht statt.

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  2. Astrid sagt

    Dem Lebensmittelhandel geht es um Profit.
    Den Bauern geht es um Profit.

    Fair wäre mit der Tierquälerei aufzuhören.
    Wir brauchen keine Tiere für Eier zu quälen.
    Wir brauchen auch keine Tiere mehr zu essen.
    Wir brauchen auch keine anderen Tiere mehr auszubeuten.

    Wir brauchen eine ernstzunehmende Veränderung in unseren Köpfen und im Handeln.
    Land-Wirtschaft = Pflanzenwirtschaft
    http://www.biovegan.org

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      • Astrid sagt

        Wir brauchen in sofern neue Menschen, als dass wir ein neues Bewusstsein brauchen, ein möglichst gewaltfreies Bewusstsein … ein Bewusstsein das Mitgefühl an erste Stelle setzt, statt Geld um wirklich jeden Preis.

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        • bauerhans sagt

          weil wir im materiellen überfluss leben,philosophieren einige über ein neues bewusstsein,lebensgefühl.

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          • Abwesenheit von Überlebenskampf reicht vielleicht schon, sich Gedanken über Tiere zu machen. Es empfinden aber auch gerade Leute, die sich am Existenzminimum durchs Leben kämpfen und benachteiligt sind, Solidarität mit Tieren.

            Mir sagte eine Freundin, die häufiger im Pott hinterm ARIWA-Stand steht, dass sie oft Zuspruch von armen Rentnerinnen und Obdachlosen bekommt, die ihr sagen, dass sie wegen der Tiere Vegetarier sind. Vielleicht auch aus der Not eine Tugend gemacht. Es berührt sie trotzdem sehr.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Dem Lebensmittelhandel geht es um Profit.
      ………………………………………………………………………

      Stimmt

      Den Bauern geht es um Profit.
      …………………………………………………………
      Stimmt auch, geht es ihnen nicht um Profit, dann sind sie Harz IV Empfänger, oder sie haben einen Esel zu hause, der ihnen alles bezahlt.
      …………………………………………………………………………
      Fair wäre mit der Tierquälerei aufzuhören.
      Wir brauchen keine Tiere für Eier zu quälen.
      Wir brauchen auch keine Tiere mehr zu essen.
      Wir brauchen auch keine anderen Tiere mehr auszubeuten.
      Wir brauchen eine ernstzunehmende Veränderung in unseren Köpfen und im Handeln.
      ………………………………………………………………………………………………………………………….

      Stimmt auch, sie brauchen eine Veränderung im Kopf, dann können sie klarer denken.

      Nichts ist mir lieber auf dem Feuer,
      als ein Stück vom Wiederkäuer,
      denn meine Körperform und Kraft
      entstammt der Kuh im Bratensaft.
      Der zarte Schmorbraten der Kugel,
      schmeckt besser noch als Omas Gugl-
      hupf, denn nur mit feinstem Rind
      wurden wir, was wir jetzt sind.
      Und grillt nun die geprüfte Hüfte,
      ziehn feine Düfte durch die Lüfte.
      Auch meine heißersehnte Lende,
      ist durch und ich geh essen – ENDE

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      • Astrid sagt

        80% der sich pflanzlicher ernährenden Bevölkerung sind Frauen. Das hängt damit zusammen, dass Mitgefühl nicht zur Männerrolle dazu gehört und bewusst oder unbewusst Fleisch, Gewalt und Töten immer noch mit vermeintlicher männlicher Potenz zusammenhängt. Bei der Stierquälerei in Spanien, den wir verlogenerweise Stierkampf nennen, kann mensch das sehr deutlich erkennen.

        Der stärkte Mann Deutschlands, der 500kg schleppen kann, ist vegan. Gerade für körperliche Leistung ist die pflanzliche Ernährung sehr gut geeignet, weil sie den Körper nicht so belastet und damit die Regenerationszeit verkürzt ist.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Jetzt bin ich wirklich stinkig !!!!

          Woher nehmen sie die Frechheit, mir mangelnde, oder fehlendes Mitgefühl zu unterstellen?

          Würden sie meine Frau Fragen, dann würde sie begeistert von meiner Zärtlichkeit erzählen und von meiner Potenz war sie immer angetan.

          Stierkampf ist in meinen Augen eine Tierquälerei, er dient nur zur einer fragwürdigen Unterhaltung und ist abzulehnen

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          • Ja, Sie fragen sie bestimmt, wie Sie waren. Qualitätskontrolle.

            Nächstenliebe ist serienmäßig, mit unterschiedlicher Intensität, Reichweite und Zuverlässigkeit, abhängig von Charakter (Zärtlichkeit 😉 ) und Willen. Fernstenliebe ist zivilisatorische Leistung!

            Nutztiere werden da regelmäßig nicht erfasst, oder wissen Sie, woher Ihr Fleisch kommt? Also ich habe da kein Vertrauen.
            Ich bin Pessimist aus (Berufs-)Erfahrung und Überzeugung, aber mit dem Willen, das Gute zu erkennen und zu würdigen. Vorteil: weniger Enttäuschung, viel positive Überraschung!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ AdT

              Heutzutage ist es einfach eine Frau in das Bett zu bekommen, die selbe immer wieder, da gehört schon mehr dazu.

              Es gibt ein altes Sprichwort:
              Wer die Welt verbessern will, sollte zunächst die eigene Gesellschaft verbessern, und wer die Gesellschaft verbessern will, sollte bei sich selbst und seiner eigenen Familie anfangen.

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          • Astrid sagt

            Mitgefühllosigkeit mit anderen Tieren ist die Norm in unserer speziesistischen Gesellschaft.
            Und gerade Männer halten am Fleischessen, also an der Mitgefühllosigkeit fest … auch auf Sie trifft das zu ehemaliger Landwirt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich will ihnen nicht zu nahe treten, meinen sie nicht auch, dass sie jetzt zu weit gehen?

              Nein, sie leben in einer Welt, in der sie meinen, dass sie 7 Milliarden Menschen umerziehen können, indem sie diesen Menschen Mitgefühllosigkeit vorwerfen.

              Schalten sie ihr Internet ab, es könnte sein, das ein Mitgefühls loser Mensch eine Hochspannungsstromleitung gebaut und ein armer Vogel einen Stromschlag bekommen hat.

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            • Andreas Schmid sagt

              @ Ehemaliger Bei uns gab es vor ein paar Jahren einen Stromausfall: Ein Vogel hat ein Nest in ein Umspannwerk gebaut. Der war gebraten! Internet abschalten ist da schon richtig.

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            • fred huber sagt

              „ausbeuten, mitgefühllosigkeit, gewalt, töten….“
              ich glaube das, das größte problem mit „diesen kampfveganern“ für uns bauern ist, dass wir uns einen schuh anziehen lassen der uns nicht passt. ich sehe das verhältnis zu meinen tieren eher als symbiose. gerade die letzen 2 wochen mit dauerfrost, wind und richtigem sch…wetter.
              ich sorgte dafür, dass sie alle gesund blieben, für eine, für kuh-verhältnisse (für menschen-verhältnissen eher weniger) gute behausung, futter, wasser und sonst noch alles was so ein tier eben braucht. kurz gesagt: meine tiere hatten es die letzten wochen wesentlich entspannter als ich. den einzigen preis den sie zu zahlen hatten, waren 2mal 10 min am tag im melkstand. von unseren hühnern ganz zu schweigen….

              was unseren „tierfreunden“ nicht ganz klar sein dürfte, ist, daß eben die grenzen zwischen wirt und parasit stark verschwimmen können…

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            • Lizzy sagt

              fred huber – ihre tiere zahlen mit ihrem leben! und das wohl nicht freiwillig! oder werden ihre tiere nicht zum schlachter gefahren? zum dank ab in den tod :/

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Fred

              Hast du gesehen, die habe ein Huhn geschlachtet, musste das unbedingt sein, wo man die bei ALDI kaufen kann? 😉

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              • Lizzy sagt

                oh man, seid ihr dämlich :/ dafür ist mir jetzt echt die zeit zu schade. prima diskussionsgrundlage!

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            • fred huber sagt

              naja lizzy. das filmchen ist jetzt vielleicht nicht der ariwa-style den du gewohnt bist, kommt aber der realität schon ziemlich nahe. er zeigt eine form der landwirtschaft die ihr bekämpft.

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            • Lizzy sagt

              naja, wie finden sie eine hand im arsch? artgerecht ist anders. wir werden uns nicht einigen können. sie als landwirt haben einfach eine andere meinung vom tier und vom leben mit dem tier. landwirtschaft auf kosten von tieren, und sie zahlen alle, da sie ja ihr leben lassen müssen und ihre freiheit, ist für mich einfach nicht zu vertreten. gegen diese tierwirtschaft werde ich immer demonstrieren! denn es sind fühlende lebewesen die nicht wie gegenstände behandelt und weggeworfen werden sollten.

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            • fred huber sagt

              „wie finden sie eine hand im arsch?“

              suchen.

              aber im ernst. ich nehme mir auch nicht wegen dir (ich bleib mal beim du, alles andere wäre unhöflich) oder astrid die zeit hier zu schreiben. das wäre verschenkte liebesmüh. es gibt ja auch noch andere leute die hier mitlesen und um die geht es mir.

              ich glaube das in dem film ganz gut rüber kam das man als landwirt seine tiere eben nicht als gegenstände sieht, die man einfach wegwirft (ab min 3:50). ganz im gegenteil. dadurch das wir jeden tag mit ihnen arbeiten, und uns nicht nur nach feierabend mit ihnen auf dem sofa flätzen, nehmen wir die tiere intensiver und ,im besten sinne, objektiver war, als die meisten tierhalter, die das zum eigenen vergnügen machen. wie ich darauf komme? weil es sonst viel weniger haustiere gäbe! ich würde mir zum beispiel keinen hund oder keine katze, bei einer 40 stunden woche, in einer wohnung halten. da hätte ich mitleid.

              ps:
              bei uns besamt ein bulle der frei in der herde mitläuft. das es das für dich besser macht, wage ich zu bezweifeln…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „naja, wie finden sie eine hand im arsch?“

              Analfistig nennt man das, wir wollen uns doch gepflegt ausdrücken.

              Ich selbst hatte noch nie das Vergnügen, weder aktiv, noch passiv.

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  3. Gephard sagt

    Wenn sich die Bauern über die Mehrkosten beschweren, hat das Tierwohl für sie offenbar auch nicht die höchste Priorität. Wenn ich will, dass es meine Kinder gut haben, tue ich auch das Möglichste, ohne mich zu beschweren und evtl. übe ich sogar Verzicht.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sie vergleichen Nutztiere mit Kinder?

      Wenn die Argumente ausgehen, dann hilft nur noch Polemik.

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    • Andreas Schmid sagt

      Alle wollen für ihre Kinder das beste. Schaffen das alle? Viele liegen mit ihrem „das Beste wollen“ auch mal daneben. Manchmal geht es richtig schief.

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    • Mark Rössler sagt

      Warum Leisten wir uns Tierwohlbeauftragte aber für Kinder fehlt das Geld?
      Wenn wir wollen, dass es den Kindern gut gehen würde, dann würde in Deutschland mehr Aufwand für die Kinder betrieben.
      Wenn man die Nachrichten verfolgt, dann haben wir in Deutschland eigentlich immer noch ein gravierendes Problem den Kindern zu helfen und für ein wohlbehütetes Aufwachsen fehlt es in Einkommensschwachen Haushalten an Geld und öffentlicher Fürsorge. Man diskutiert lieber über die Tierhaltung, die scheint wichtiger geworden zu sein als der Mensch.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es wurde mal bei einem Versuch 3 Spendenbüchsen aufgestellt, jeweils eine für Tiere, eine für Obdachlose und eine für Kinder. Der Spendentopf für Tiere war am besten gefüllt.

        Ja, wir Deutsche können Prioritäten setzen.

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        • Astrid sagt

          Bitte aufhören mit der Tierquälerei und einen lukrativeren Job suchen. Umsteigen auf Land-Wirtschaft = Pflanzenwirtschaft. Da wird sich niemand über unzureichendes Pflanzenwohl beschweren, höchstens über Gift auf dem Essen. Wir alle müssen grundsätzlich etwas ändern. Wir brauchen keine gequälten und gewaltsam getöteten Tiere, nur aus Geldgier oder Essspaß … http://www.vegan-taste-week.de
          Wir brauchen Pflanzenbauern.

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          • fred huber sagt

            „Da wird sich niemand über unzureichendes Pflanzenwohl beschweren, höchstens über Gift auf dem Essen.“

            …ohne worte…

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          • Sabine sagt

            Astrid, niemand hält dich davon ab ein Grabegrundstück zu pachten und vegan zu gärtnern. Is nur nen Tip, hab ich von meiner Mutter, die immer gesagt hat, wenn Dir was wirklich wichtig ist, muss Du es selber machen und nicht darauf warten, dass es andere machen. Wenn Du jetzt sagst, das kann ich nicht, weil ich wohn ja nicht auf dem Land, hab nen anderen Job…. dann, dann kann es nicht so wichtig sein. Denn wäre es wichtig würde sich ein Job und eine Wohnung auf dem Land finden.

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            • bauerhans sagt

              ich hatte hier schon zu einigen wohngemeinschaften kontakt,die sehr gern „infrage stellten“,den vorhanden garten auch in angriff nahmen,aber dann schnell das interesse verloren.
              einer ausgebildeten landwirtin hatte ich spontan einen acker vermittelt,aber die geschichte lief nur eine saison.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Eine Bekannte wollte auch das leckere Gemüse im eigenen Garten ernten, erst nach der Einsaat erkannte sie, damit kann man kein Geld verdienen.

              Somit durfte der Eigentümer den Garten wieder selber bewirtschaften.

              Bei einer Landesgartenschau in BW wurde ein Gemüse-Schaugarten erstellt, von dem auch Sendungen ausgestrahlt wurden, interessant war, auf dem Schild vor dem Garten stand, dass so ein Garten viel Arbeit erfordert.

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            • Astrid sagt

              Ich lebe auf dem Land. Seitdem bin ich vegan, was ich mir vorher nicht hätte vorstellen können, weil ich dachte, die fressen ja nur Salat, kommt für mich nicht in Frage und außerdem ist das gefährlich, wegen der Mangelernährung.

              Jetzt dürft ihr alle mal raten wer mich hat zur Veganerin werden lassen … Na?

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          • Lizzy sagt

            ihr landwirte wollt dialog, aha, und dann kommt astrid mit vorschlägen, auch weiter oben, denn es muss sich definitiv was ändern um alle menschen weltweit ernähren zu können, und von euch landwirten kommt nichts besseres als „dann mach das doch selbst“.
            vielleicht tut astrid das ja sogar. oder, weiter oben vom ehemaligen landwirt ein gedicht wie lecker und toll fleisch ist. super diskussionsbasis.
            da ich selber erfahrung mit spendendosen habe kann ich sagen, das die spendendose der kinder noch am meisten geld bekommt. kommt natürlich drauf an wo sie steht. steht sie mit einer für tiere im tierheim, werden wohl die tiere am meisten bekommen. aber ich denke das ist logisch, oder?

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            • Mark Rössler sagt

              Lizzy,
              „denn es muss sich definitiv was ändern um alle menschen weltweit ernähren zu können“

              Und das schaffen wir mit eine veganen -biolandwirtschaft?

              Warum funktioniert das den nicht, immerhin ist das in Afrika in vielen Teilen Standard.
              Unsere Lebensmittelsicherheit ist erst dann entstanden, als wir wussten das sowas nicht funktioniert.
              Das war irgendwann im Mittelalter und heute kommen kluge Köpfe und wollen den Landwirten erzählen das würde funktionieren? Eigentlich kann das jeder sehr schnell „ergoogeln“, um zu wissen -> NEIN.
              Heute ist man sehr weit mit der Naturwissenschaft aber es scheint immer wieder Zweifeler zu geben.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „ihr landwirte wollt dialog, aha, und dann kommt astrid mit vorschlägen, auch weiter oben, denn es muss sich definitiv was ändern um alle menschen weltweit ernähren zu können, und von euch landwirten kommt nichts besseres als „dann mach das doch selbst“

              Was will man eigentlich, jetzt zeigen sich die Landwirte lernfähig und wollen sich an sehbaren Erfolgen orientieren und schon kommt die Lizzi und meint, die Bauern sollen alles glauben, was man ihnen so vorgibt. Sie werden es kaum glauben, aber nach 55 Jahren Berufserfahrung erlaube ich mir zu sagen, dass ich was von der Materie verstehe, mit Sicherheit mehr wie eine Astrid und eine Lizzi.

              Wenn ich schon das Gefasel von der Gewalt und Quälerei gegen Nutztiere höre, die ist nicht höher als bei Haustiere.

              Dann nehmen wir mal die Vegane Ernährung, was macht man mit dem Kartoffelkäfer und Blattläuse?

              Werden die Blattläuse, die vielleicht noch am Salat sind mitgegessen, oder werden die im Abwasser ertränkt?

              Die werden meistens mit Insektiziden bekämpft, also vergiftet. Oder die tierischen Schädlinge im Gewächshaus die mit eingesetzten Nützlingen bekämpft werden ist das gefressen werden nicht auch Gewalt?

              Vor einem Schlachthaus wird man nie für einen Gnadenhof Spenden sammeln.
              ……………………………………

              Manche der gebildeteren Vegetarier berufen sich zur Erklärung ihrer Ernährungsweise einerseits auf medizinisch argumentierende Autoren, die die fleischlose Kost für die gesündere erklären, und andererseits auf Aussprüche berühmter philosophierender Vegetarier – wie beispielsweise Thoreau. Thoreaus geistige Ziehväter in dieser Frage, die Neuplatoniker, waren nicht Vegetarier, weil sie damit gesünder leben wollten, sondern weil sie im Gegenteil danach trachteten, den Körper zu schwächen. Je schwächer der Körper, desto stärker konnte er nach deren Auffassung die Macht der Seele beweisen. Sie gingen davon aus, daß es keine Kunst ist, in einem starken Körper eine starke Seele zu haben. Mittlerweile hat sich längst herausgestellt, daß die Beziehung zwischen physischer und psychischer Stärke ein kompliziertes Geflecht von nur schwer bestimmbaren Wechselwirkungen ist.

              © Gregor Brand
              (*1957), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

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            • Lizzy sagt

              zitat vom ehemaligen landwirt „Wenn ich schon das Gefasel von der Gewalt und Quälerei gegen Nutztiere höre, die ist nicht höher als bei Haustiere.“
              also ich schlachte meine haustiere nicht. und ich weiß auch kein säugetier dem nach der geburt das jungtier entnommen wird, ausser das arme tier lebt auf einem landwirtschaftlichen betrieb. jedes säugetier hat eine bindung zu seinem kind.

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            • Andreas Schmid sagt

              “ jedes säugetier hat eine bindung zu seinem kind.“

              Das erlebe ich bei meinen Kühen anders. Die Kühe sind nur froh, wenn das Euter nicht drückt. Das ist meine ganz praktische Beobachtung bei meinen Kühen, die ein totes Kalb hatten.

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            • Lizzy sagt

              Andreas, sie wollen das doch auch so sehen. Ich kann mir das nicht vorstellen. andererseits, die kühe sind schon so traumatisiert, das es wirklich so ist. einfach nur schlimm…
              und ich kenne tiere nicht nur aus dem tv. ich lebe auf dem land und habe seit meiner geburt kontakt zu tieren.
              und wenn ich hier so lese was so geschrieben wird überall, muss ich dem spiegel recht geben. bauern haben ihre empathie verloren 🙁

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              • Astrid sagt

                Die Gewalt an die wir gewöhnt sind nehmen wir nicht wahr … und Menschen die Tiere ausbeuten sind an sehr viel Gewalt gewöhnt … und Menschen die andere Tiere essen finden diese Gewalt für den gewohnten Geschmack, für ihren Essspaß in Ordnung … Wir leben in einem Gewaltsystem … die Gewalt an die wir gewöhnt sind … Wir können das ändern … indem wir unser Verhalten ändern … und damit auch unser Bewusstsein ändern …

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            • Na ja, ein totes Kalb löst vielleicht keine Instinktreaktion aus, weil die Kuh nicht unbedingt, auch unbegrifflich/gefühlsmäßig nicht, erfasst hat, dass sie ein Kalb zur Welt bringen würde. Aber es ist unbestreitbar, dass eine gegenseitige Bindung zu einem lebenden Kalb entsteht und dass das Muttertier einen späteren Verlust betrauert. Hier wirken die gleichen Hormone wie beim Menschen. Es ist ein Instinkt am Werk, der offensichtlich auch bei Tieren eine starke Gefühlswahrnehmung vermittelt. Nicht wenige religiös veranlagte Menschen sprechen hier von einem göttlichen Werk.

              Tierische Produkte haben nun einmal den Nachteil zu anderen Waren, dass ein Tier, ist es erst einmal einmal geboren oder bereits vor diesem Zeitpunkt entstanden, Eigeninteressen entwickelt, z.B. an:
              – körperlicher Unversehrtheit, Schmerzfreiheit, Selbstbewahrung,
              – Bewegungsfreiheit, Erkundung der Umgebung auch an Licht und Freiluft,
              – sozialer Interaktion,
              – Leben.

              Diese Eigeninteressen des Tieres werden verletzt. Diesen Nachteil haben Produkte anderen Ursprungs nicht. Das empfinden Sie möglicherweise nicht als (gravierenden) Nachteil im Vergleich zu anderen Produkten, andere Menschen hingegen schon. Einzelne Landwirte wünschten Kritikern schon eine Hungersnot an den Hals, damit diese sich mit anderen Problemen zu beschäftigen haben. Das kann aber auch nicht die Lösung sein.

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            • Andreas Schmid sagt

              „Na ja, ein totes Kalb löst vielleicht keine Instinktreaktion aus, weil die Kuh nicht unbedingt, auch unbegrifflich/gefühlsmäßig nicht, erfasst hat, dass sie ein Kalb zur Welt bringen würde.“

              Das ist auch so wie ich es oben erklärt habe, wenn es zunächst lebt und später stirbt.

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            • Lizzy sagt

              ich denke das ist darauf bezogen, wenn das kalb tot geboren wird. also schon im mutterleib gestorben ist. einer hündin oder einer stute würde man nie in den ersten monaten ihr kind weg nehmen, weil man ganz genau weiß wie wichtig diese zeit ist.

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            • Sabine sagt

              Wenn man nicht will, dass der Kuh das Kalb weggenommen wird, gibt es Alternativen. Muttergebundene Kälberaufzucht geht, kostet aber und schirmt die Kühe auch nicht vor u.U. negativen Gefühlen wie Trauer und es kostet Geld. Man muss Ställe umbauen, vergrößern etc. Man muss, wenn die Tiere denn auf die Weide sollen, das Weidesystem anders organisieren….
              Die Landwirte können das, die Verbraucher finanzieren es aber nicht.
              Dann bleibt das Männer-Problem. So ziemlich jede Nutztierart hat mehr männliche Nachkommen, wie sie für ihre „Gesellschaftsform“ benötigen. Das hat etwas damit zu tun, dass die Natur für viele dieser Arten einen sehr viel höheren Selektionsdruck auf den männlichen Tieren hat. In der Natur müssen sie durch eine ganze Reihe von „Zuchtprüfungen“ bevor sie zur Vermehrung zugelassen werden. Die Natur ist da nicht zimperlich und die Tiere untereinander auch nicht. Die hervorgehobene Stellung des Vermehrers in einer Herde zu erreichen, wird hart gekämpft und viele schaffen es nie, andere maximal eine Saison, diese Stellung zu erreichen.
              Bei unseren Haustieren, geht uns dieses Verhalten so sehr auf den Senkel, dass wir sie inzwischen so früh wie möglich steril machen. Wir nehmen ihnen einen Großteil ihres natürlichen Verhaltens, damit ihre Gesellschaft für uns angenehmer wird. Denn für nichts anderes halten wir sie ja, sie sollen uns gute Gesellschafter sein. Dafür muss alles was nicht in unseren Alltag passt, verschwinden. Also rauben wir ihnen ihren natürlichen Sexualtrieb und zwingen sie dazu emotional und körperlich in einem höchst unnatürlichen Zustand. …. Wenn das mal keine Ausbeutung ist.

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            • Lizzy sagt

              wenn man nicht will, das kuh und kalb getrennt werden kauft man keine milchprodukte. für mich ganz einfach, denn ich leb vegan. kein tier muss für mich leiden bzw. sterben. und meine tiere lasse ich nicht kastrieren weil sie sonst nerven, sondern damit sie sich auf keinen fall vermehren können. denn auf dieser welt gibt es schon viel zu viele haustiere, die keiner will.

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            • fred huber sagt

              es gab ja mal die theorie, daß vegetarier kein fleisch essen, weil sie tiere hassen….

              ps.: den daumen hoch hast du von mir. aus versehen….

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            • bauerhans sagt

              „für mich ganz einfach, denn ich leb vegan.“

              lizzy,du kannst deshalb einfach so vegan leben,weil dir unsere soziale gemeinschaft das ermöglicht.

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            • Lizzy sagt

              es wäre so schön wenn die menschen das nicht nur sagen, sondern auch leben würden <3 sozial und empathisch mit allem leben <3

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            • Andreas Schmid sagt

              @ Lizzi Freue Dich, dass Du so lebst, wie Du möchtest. Das ist doch gut.
              Das selbe mache ich auch.

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            • Sabine sagt

              Ne is kla, Lizzy, du willst ein Haustier, aber das darf sich nicht vermehren, weil es dann eben nicht mehr in dein Leben passt. Die Viecher müssen schön steril sein, weil ihr Vermehrungstrieb und seine Konsequenzen dich schlicht überfordern würden. Sexualität und Vermehrung sind für jedes Lebewesen ein höchst wichtiger Bereich. Das zeigen alleine die vielfältigen Partnerfindungs- und Paarungsrituale in der Natur. Kaum etwas ist den Wildformen unserer Haustiere so wichtig wie die erfolgreiche Fortpflanzung. Diesen Bereich, die Fülle an Emotionen, enthältst Du ihnen wissentlich vor, nur damit du ein bisschen Natur in deiner Nähe haben kannst. Aber bitte nicht zu viel. Zu viel ist anstrengend.
              Aber wenn ich meine Hennen glucken lasse, weil es für sie das wichtigste in der Welt ist Eier auszubrüten und Küken zu führen und die überzähligen Tiere schlachte und esse, beute ich Tiere aus.
              Du machst nichts anderes, Du beutest Tiere aus um einen Emotionalenmehrwert zu erheischen, ich um meinen Kühlschrank zu füllen. Wofür hätten Tiere wohl mehr Verständnis könnte man sie fragen?

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            • fred huber sagt

              sabine, sehr gut! wie sieht´s mit zoos, gnadenhöfen oder tierheimen aus? die tiere werden dort aus unterhaltungs- oder kommerzzwecken gehalten. sterilisation notwendig und/oder erwünscht, von dem anderen tier mensch.
              youporn boomt, und andere tiere dürfen sich nicht sexuell entfallten?! das geht doch nicht!

              könnte satire sein, muß aber nicht.

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              • Astrid sagt

                Zoos gehören abgeschafft. Lebenshöfe und Tierheime sind Notunterkünfte für gerettete Tiere oder Tiere die sonst niemanden haben der sich um sie kümmert. Auf Lebenshöfen(Gnadenhöfen) werden oft auch die aus der Tierqualwirtschaft gerettet, ein paar wenige. Die anderen sterben den grausamen Schlachttod.
                Wir sind alle Tiere, Menschen sind eine Säugetierart und Ausbeutung ist Gewalt.
                Ihr werdet frühestens dann anfangen zu verstehen, wenn ihr keine Belohnung mehr für das bekommt was ihr tut, wenn sich die Ausbeutung nicht mehr lohnt.
                Allerdings ist Euch auch schon aufgefallen, dass Ihr in diesem Gewaltsystem selbst auch ausgebeutet werdet. Nur leider habt ihr kein Mitgefühl für die die Ihr ausbeutet. Die Gewalt an die wir gewöhnt sind …

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Lizzy

              Nehmen wir mal die Vegane Ernährung, was macht man mit dem Kartoffelkäfer und Blattläuse?
              Werden die Blattläuse, die vielleicht noch am Salat sind mitgegessen, oder werden die im Abwasser ertränkt?
              Die werden meistens mit Insektiziden bekämpft, also vergiftet. Oder die tierischen Schädlinge im Gewächshaus die mit eingesetzten Nützlingen bekämpft werden ist das gefressen werden, nicht auch Gewalt?

              Fragen über Fragen,
              jedoch keine Antworten.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ fred huber

              Vor vielen Jahren hatten wir einen Kater, der ging jedes Frühjahr auf Brautschau, nach 5 Wochen kam er wieder zurück, zersaust und völlig abgemagert. Mühsam musste der wieder aufgepäppelt werden.

              Als der in die ewigen Jagdgründe ging, wurde dem Nachfolger diese Leidenschaft vom Tierarzt abgewöhnt, meine Frau bestand darauf.

              So sind sie halt die Frauen, dem männlichen Wesen wird die Würde genommen. 😉

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              • Astrid sagt

                Die Kastration ist eine Notlösung … weiter nichts … um nicht noch mehr unversorgte Katzen zu produzieren … keine schöne Lösung … wichtig aber: sie werden nicht betäubungslos kastriert wie in der Tierqualwirtschaft … was wirklich der absolute Gipfel ist … und tatsächlich straffrei … die Tierqualwirtschaft quält Tiere! Ganz offensichtlich! Aber die Gewalt an die wir gewöhnt sind …

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            • fred huber sagt

              ehemaliger:
              da musste ich gerade lachen. als negativbild wird ja leicht der massentierhalter hergenommen, oder, je nach bedarf, der assige aussiedlerhof mit massen von verwahrlosten katzen.

              beides ist nicht die realität.

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              • Astrid sagt

                Negativbild Massentierausbeutung und verwahrloste Katzen … ja genauso ist es leider … das ist kein Bild, sondern die Realität, allerdings ist die Zahl der Tiere dabei egal … 100 Rinder auf Spaltenboden oder 10 in Ketten … Alle stehen sie in ihrer eigenen Scheiße. Viele möglichst eng eingesperrt, so dass sie sich kaum bewegen können.
                Auch die die jetzt draußen stehen dürfen haben den grausamen Schlachttod vor sich.

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            • Andreas Schmid sagt

              @ Ehemaliger Die Läuse werden im Biobereich mit Seife abgetötet. Vermutlich stammt das vom Schwein.

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            • Andreas Schmid sagt

              Es gibt die Geschichte von den „veganen“ Indern, die nach England übersiedelten. Die sind in England vom Salat krank geworden. Zuhause in Indien war das nicht so. In Indien hatten sie auch die Läuse mit gegessen, in England war der Salat sauber gewaschen.

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              • Astrid sagt

                Zurück zum Thema Ausbeutung:
                Bauern werden ausgebeutet und die anderen Tiere werden ausgebeutet. Bauern werden aber nicht gequält und auch nicht in ihrer eigenen Scheiße gehalten, auch nicht betäubungslos kastriert …

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            • fred huber sagt

              astrid: „Zoos gehören abgeschafft“

              es gibt ja auch tierrechler die meinen zoos seien eine möglichkeit menschen die anderen tier näher zu bringen. ich sehe das nicht so.

              meiner meinung nach kann mensch gut darauf verzichten. stattdessen würde ich, für das geld, das der staat sonst in zoos investiert, vorschlagen, verpflichtende praktikas auf bauernhöfen und/oder schlachthöfen von mindestens 9 monaten (ähnlich dem militärdienst) einzuführen.
              dann hätte das tier mensch nicht nur die wahl zwischen arw-schock-vieos und hinky-pinky-werbung.

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              • Astrid sagt

                Pflichtpraktika auf Bauernhöfen mit Tierausbeutung und Schlachthöfen … eine schreckliche Vorstellung.
                Jeden Tag dieses Elend mitansehen, diese grausame Gewalt … Ich habe schon so viel davon gesehen …
                Ein gutes Beispiel dafür sind Tierärztinnen. Die kennen das alles aus ihrer Ausbildung.
                Die Gewalt an die wir gewöhnt sind … gilt auch für sie …

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              “ Zurück zum Thema Ausbeutung:
              Bauern werden ausgebeutet und die anderen Tiere werden ausgebeutet. Bauern werden aber nicht gequält und auch nicht in ihrer eigenen Scheiße gehalten, auch nicht betäubungslos kastriert …“

              Wie kann man dies Verstehen, sie meinen Bauern darf man ohne Betäubung kastrieren?

              Sie sind ja noch schlimmer als Alice Schwarzer.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              ²Pflichtpraktika auf Bauernhöfen mit Tierausbeutung und Schlachthöfen … eine schreckliche Vorstellung.
              Jeden Tag dieses Elend mitansehen, diese grausame Gewalt … Ich habe schon so viel davon gesehen …
              Ein gutes Beispiel dafür sind Tierärztinnen. Die kennen das alles aus ihrer Ausbildung.
              Die Gewalt an die wir gewöhnt sind … gilt auch für sie …²

              @Astrid

              Wenn sie Gewalt erlebt haben, verursacht von einem Mann, dann haben sie mein Mitleid verdient.

              Aber hier zu behaupten, Tierärztinnen, haben alle Gewalt erlebt, ist so was von Abstrus.

              Ich bin auch gegen Gewalt in der Ehe/Partnerschaft, ich möchte auch nicht von einer Frau geschlagen werden.

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            • fred huber sagt

              ehemaliger:

              es ist noch gar nicht so lange her, als ich aus einem stier einen ochsen machen lassen musste (um ihn später selbstvermarkterisch zu verkaufen).
              und, ja da muß ich jetzt ein bisschen ausholen: also die tierärtztin und ich reden eben ein wenig über dies und das, bis die narkose komplett wirkt. machen smaltalk als sie ihm die klemmzahne an die hoden setzt. als die minuten verstrichen sind, und sie die klemmzange löst, streicht sie dem schlafenenden ochsen über die innenseiten der hinterschenkel weil dort sehr weiches fells ist. und sagt: „ach, ich weiß auch nicht nicht, aber mir gefällt der akt an sich..“ jaja..

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            • Sabine sagt

              Also, die letzten Kühe, die ich besucht habe, waren weder angekettet, noch standen die in ihrer eigenen Scheiße. Die hatten einen Laufstall für den Winter mit eingestreuten Liegeboxen und Tageslicht. Die paar verbliebenen Fleischrinder von meinem Nachbarn, der sich – schlau wie er war- vor Jahren aufs Pferdesitten für Städter spezialisiert hat, haben auch einen Stall, der denen der Pferde nicht wirklich nachsteht.
              Mir ist schon klar, dass die sterilen Haustiere eine „Notlösung“ sind. Aber natürlich ist halt anders.
              Zoos sind häufig die einzige Möglichkeit gefährdete Arten gezielt zu erhalten. Arten, denen wir die ökologische Nische oft schon vor Jahrzehnten wegzivilisiert haben. Also auch eine Notlösung.
              Die Kastration für Hähne ist glücklicherweise Verboten. Aus Tierschutzgründen übrigens. Wer sich also nicht für eine alte, nichtbrütende Rasse interessiert, muss sich dem Vermehrungsproblem stellen. Wenn man nicht will, dass die Tiere natürlich reduziert werden, muss sich mit der einzigen Alternative anfreunden, die bleibt. Meine Top-Henne, die Queen Mum, würde jeden Lebenshof in einer Brutsaison mit ihrem Nachwuchs überbevölkern.
              Und niemand, niemand wird die vielen verschiedenen Haustierrassen über Lebenshöfe retten. Wir haben ja jetzt schon Schwierigkeiten Leute für unsere alten Rassen zu begeistern. Die Gesellschaften zur Erhaltung alter Nutztierrassen schätzt das jede Woche eine Rasse von dieser Welt verschwindet. Dass, wenn wir die Nutztiere erstmal los sind, die Natur aufatmet… Na der Bambi-Traum ist bekanntlich zerplatzt. Da wo die Beweidung durch Nutztiere verboten wurde, ist es fast immer nach hinten los gegangen. Selbst da wo die alten Wildwechsel nicht durch Straßen und Wohngebiete zugebaut worden sind, erleben wir eben nicht, dass sich ein ökologisches Gleichgewicht einstellt. Da haben wir entweder fortschreitende Versteppung oder – in unseren Breiten – eine Verbuschung und eine Reduzierung wilder Arten und oft auch eine Explosion von eingeschleppten Arten vom Marderhund bis zur Herkulesstaude. Marderhunde haben übrigens sehr schöne Felle, aber weil der Tierschutz uns eingeredet hat, dass Kunstfaser umwelt- und tierfreundlicher ist, bleibt den Jägern oft nichts anderes als die aus Umweltschutzgründen erlegten Tiere auf den Müll zu werfen und selbst die verantwortungsvollste Hegearbeit wird oft von „Tierschützern“ mit merkwürdigen Aktionen sabotiert. Wir hatten hier schon alles, vom angesägten Ansitz bis zum wilden Topfschlagen im Wald. Das ist gruselig, wenn man mich fragt. Übrigens immer von Leuten, die für diese Aktionen anreisen mussten und denen es ziemlich egal ist, was das Wild den Rest des Jahres so macht.
              Ach, und wenn Du mal konkret gegen Grausamkeit machen willst, stopp das Keulen von hundertausender Nutziere. Da hab ich noch keinen Vegan-Aktivisten sichten können, der bereit ist seine gesamte Kohle in Quarantäne-Einrichtungen zu investieren, um die Tiere zu retten. Die einzigen, die es bis jetzt geschafft haben, wenigstens vorläufig ihre Bestände vor der Keulung zu retten, ist ein kleiner Rassezuchtverein, die mit allen Mitteln, von Mailsschreiben bis hin zum kompletten Umbau ihrer Anlage, gerade versuchen ihre Vögel zu retten. Und es liegt nicht daran, dass die betroffenen Landwirte das nicht auch wollen. Nur können sie das häufig nicht. Die, die so eine Keul-Aktion hinter sich haben, sind meist völlig fertig und das sicher nicht, weil ihnen die Tiere egal sind.

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      • Astrid sagt

        Wenn es im sozialen Bereich an Geld fehlt, liegt das daran, dass wir in einem Unrechtssystem, in einem Gewaltsystem leben. Wir können das ändern, wenn wir unser Bewusstsein ändern und friedfertiger werden. Dazu gehört unbedingt, möglichst gewaltfrei zu leben und aufzuhören andere auszubeuten.

        +1
        • fred huber sagt

          anwalt: „Aber es ist unbestreitbar, dass eine gegenseitige Bindung zu einem lebenden Kalb entsteht und dass das Muttertier einen späteren Verlust betrauert.“
          ich würde schätzen, dass 98 von 100 von meinen kühen sich das bestreiten würden. 10 sind ihre kälber direkt nach der geburt egal, 80 wenden sich, nachdem das kalb weg ist, ihren eigenen interessen zu (fressen, ausruhen), 8 gucken noch einen tag ob da noch ein kalb ist, und 2 länger (2 tage). vielleicht solltest du mal ein praktikum auf einem landwirtschaftlichen betrieb machen. die vermenschlichung des tieres geht dabei vielleicht verloren, die empathie auf jeden fall nicht!

          und noch:

          „dass ein Tier, ist es erst einmal einmal geboren oder bereits vor diesem Zeitpunkt entstanden, Eigeninteressen entwickelt, z.B. an:
          – körperlicher Unversehrtheit, Schmerzfreiheit, Selbstbewahrung,
          – Bewegungsfreiheit, Erkundung der Umgebung auch an Licht und Freiluft,
          – sozialer Interaktion,
          – Leben.“

          warst du nicht der, der sich nicht so sicher war, ob für ein masthächnen jeder (weitere) tag zählt…?

          ps: das ei will leben?

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          • Astrid sagt

            Nach dem Motto … die merken sowieso nichts … denen sind ihre Kinder egal … denen kann mensch sie ruhig wegnehmen … denen ist auch ihr Leben egal … deshalb kann mensch sie auch abschlachten …
            Die Gewalt an die wir gewöhnt sind …

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  4. Sabine sagt

    Wie is das eigentlich bei den Niederländern mit dem Beter Leven Keurmerk geregelt? Wer finanziert die?

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  5. Friedrich sagt

    Lieber Stadtmensch du schlägts ja heute kräftig um dich. Das wollen wir ja eigentlich nicht.
    Eine ruhige sachliche Diskussion , also ein Gedankenaustausch zur gegenseitigen Erleuchtung soll hier stattfinden. Zur Rente kann ich dir sagen , daß die Bauern aus der Alterskasse so ca. 400 Euro für jeweils Mann und Frau bekommen, aber nur wenn auch eingezahlt wurde. Dazu kommt die warme Wohnung und wenn der Betrieb von den Kindern weiterbewirtschaftet wird noch ein kleines Baraltenteil und eine warme Wohnung. Sehr viele Hofnachfolger sind mit dem Baraltenteil schon wirtschaftlich überfordert , trotz bester Ausbildung. Fast alle Hofnachfolger haben heute den Meister oder mind. die Zweijährige Fachschule oder Studium. Also eine überdurchschnittliche Ausbildung. Unser Problem sind die hohen deutschen Vorgaben und Kosten. Vergleichbare Ausbildungsgänge in der gewerbl. Wirtschaft bekommen mehr Einkommen als ein Landwirt. Bei diesen Erzeugerpreisen sind wir auf Züchtungsfortschritt angewiesen. Z.B: haben wir 1990 rd. 500 dt/ha Rüben geerntet und heute 700 – 950 dt/ha. Ohne diese Züchtungserfolge bei diesen niedrigen Preisen gäbe es keine Landwirte mehr un d wir hätten sehr viele hungernde Menschen auf der Erde. Mit BIOanbau in Deutschland und ohne Züchtung wäre unsere Bevölkerung nicht zu ernähren. Die NGOs behaupten zwar etwas anderes , aber es ist so wie ich sage. Aber auch dann würde sich immer die Preisfrage stellen.

    +7
    • Stadtmensch sagt

      Hallo Friedrich,
      ich habe nichts gegen Züchtungserfolge und von mir aus sollen die Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten auch steinreich werden (falls es ihnen darum geht). Ich denke auch nicht, dass die Rechte am Saatgut hierzulande momentan das Hauptproblem sind. Als kleines Verbraucherlein ohne nennenswerten Einfluss auf die Verteilung des gesellschaftlich erzeugten Mehrproduktes (immerhin durchgängig positive Wachstumszahlen bei unwesentlicher Änderung der Bevölkerungszahl), leide aber auch ich an Beißreflexen, wenn permanent die Organisationen diffamiert werden, die das zur Sprache bringen. Und das genau von den Leuten, die unter diesen ungerechten Bedingungen am meisten leiden. Deshalb habe ich ja auch den „Konzernatlas“ verlinkt, woraus ich es nicht lassen kann zu zitieren: „Nur wenn wir die Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien der Konzerne durchschauen, können wir uns für die notwendigen politischen Änderungen einsetzen.“

      0
      • Mark Rössler sagt

        Stadtmensch, Sie leiden an dem Problem, dass Sie beschallt werden mit Müll und meinen von etwas Ahnung zu haben, wie Sie heute schon unter Beweis gestellt haben leiden Sie unter dem BUND/Greenpeace-Wahn und haben wirklich keine Ahnung von dem, wovon Sie meinen sprechen zu müssen.
        Warum antworten Sie nicht mehr auf Sortenschutz, Patente und KWS?

        Sie leben in einer Blase und glauben etwas, was Ihnen erzählt wurde aber allein vom Grundsatz schon falsch und gelogen ist.
        Man darf glauben, heute kann man aber auch wissen!

        +2
        • Stadtmensch sagt

          „Warum antworten Sie nicht mehr auf Sortenschutz, Patente und KWS“
          Bin Hobbygärtner und lese hin und wieder mal ein Büchlein. In so einem Büchlein (vom Felix Löwenstein) stand auch die KWS Geschichte. Wenn sie meinen, dass das Müll ist…
          Ich bin kein Landwirtschaftsinsider mühe mich redlich ein bisschen mehr zu erfahren. Dafür lasse ich mich hier auch gerne beschimpfen 😉

          +1
          • Mark Rössler sagt

            Und der Prinz hat natürlich Recht, auch wenn die Gesetze ganz was anderes sagen?
            Ist aber rührig welche Geschichten den unbedarften Bürgern aufgetischt werden und diese unkritisch geglaubt werden.
            Ob der Rest seiner Geschichte ebenso ins Reich der Fabeln gehört?

            Es ist in Diskussionen immer wieder müßig solche Stories zu hören, die Platte leiert. Mit kritischem Denken hat das jedenfalls nichts zu tun, das ist unkritisches Nachplappern von Mythen.

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            • Stadtmensch sagt

              Das mit dem unbedarften, nachplappernden Bürger perlt ab 😉
              Ich habe für meine Begriffe schon genügend „auf die Kette gebracht“, sollte das dass Maß für Glaubwürdigkeit oder whatever sein. Wie sagt der Ehemalige immer: Man soll andere nicht für dümmer halten, als man selber ist.

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          • Stadtmensch sagt

            @Mark
            Lies doch sein Buch (Food Crash) und bewerte selbst. Ich habe jetzt leider keine Zeit dir Kontext und Quelle rauszusuchen.
            Ansonsten danke für deine verlinkte „Internet-Intelligenz“ zu KWS.

            Hier die nächsten Bücher auf meiner Leseliste:
            Matthias Wolfschmidt: Das Schweinesystem
            Anita Idel: Die Kuh ist kein Klimakiller
            Frank Uekötter: Die Wahrheit ist auf dem Feld

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            • Mark Rössler sagt

              Warum sollte ich „Food Crash“ lesen, wenn ich Ihren Aussagen, die Sie daraus „gelernt“ haben, schon entnehmen kann, dass es sich um Humbug handelt, wenn nicht gar um Verschwörungstheorien?
              Ich würde auch kein Buch von B. v. Storch lesen.

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        • Sabine sagt

          Mark, die meisten Sorten, ich denke darüber können wir uns einig sein, sind nicht vom Himmel gefallen und die Saatgutfirmen haben sie sicherlich nicht aus den Wildtypen gezogen, sondern haben auf Saatgut zurückgegriffen, was von Bauern über Jahrhunderte gemeinsam entwickelt wurde. Während diese Entwicklungsleistung nie abgegolten wurde, werden die neue Züchtungen patentiert, um den in der Tat hohen Aufwand der Firmen zu finanzieren.
          Ich hab Mitte der 90iger als Studentin den Gen-Hunt-Boom mitbekommen, wo Firmen in jeder Ecke unserer Welt nach traditionellen Sorten suchten, um sich diese für ihre Züchtung nutzbar zu machen. Das hat bei mir einen sehr unangenehnen Beigeschmack hinterlassen. So weit ich weiß, gibt es nur wenige Länder, die ihre natürlichen „Gen-Pools“ vor dem Zugriff von Pharma, und Saatgutfirmen gesetzlich schützen und sich mit Verträgen z.B. Anteile an Stoffen oder Sorten sichern, die durch die Forschung in ihrerem Land und an ihren Pflanzen und Tieren entdeck wurden. Ich denke, man darf hier schon kritisch gegenüber dem Geschäft mit den Genen sein.
          Was unser Zulassungsverfahren z.B. betrifft, mag das die richtigen Ziele haben, nur wird es m.M. nach unsinnig, wenn alte Kartoffelsorten plötzlich nicht mehr für den Anbau geeignet sind, nur weil die Firma, die sie einst auf den Markt gebracht hat, die Zulassung nicht verlängern will, weil sie andere Sorten – für die der Sortenschutz noch besteht- lieber verkaufen möchte. Das Theater hatten wir ja mit der Linda. Eine Kartoffel, die vorwiegend im Bio-Anbau und in privaten Gärten ihre Freunde hat. Hätten die Briten nicht ein einsehen gehabt, wäre mein Linda-Anbau im Garten quasi kriminell.
          Ähnliches gilt fürs Bamberger Hörnla. Da haben Hobbygärtner in ganz Deutschland eine alte Sorte vor dem Aussterben bewahrt. Dann kam ein Rückbesinnungstrend, die Hörnchen wurden hip, und die Sorte wurde als Regionalmarke anerkannt, was bedeutet, dass die Gärtner und kleinen Landwirte, die sich ausserhalb der Region für den Erhalt eingesetzt haben, jetzt in die Röhre gucken. Denn nur die süddeutschen Hörnla dürfen als Bamberger Hörnla bezeichnet werden. Na vielen Dank auch. Da fasst man sich als Kleingärtner schon mit beiden Händen an den Kopf.

          +1
          • Mark Rössler sagt

            Der Sortenschutz bestand auch so für die Linda.
            VW baut auch keinen Käfer mehr…
            Es gab eine geeignete Nachfolgesorte, die wesentlich weniger unter Krautfäule gelitten hat. Warum sollte der Züchter eine veraltete Sorte wieder neu nachzüchten? Das hatte bei der Hansa schon nichts gebracht, die ist trotzdem nicht mehr nachgefragt worden und verursachte für den Züchter nur Kosten.
            Es stand den „Kämpfern“ doch offen auf Basis der Linda eine neue Sorte zu züchten und dann hätten die ja auf Nachbaugebühren verzichten können. Heute ist Linda trotz Medialem Trara so gut wie verschwunden, letztendlich wurden neuere Sorten gekauft.

            Und „neue Züchtungen“ werden patentiert?
            Geht das jetzt schon wieder los? Ein Link zum Sortenschutz und Patentschutz ist weiter unten. Warum wird falsches immer wieder wiederholt? Wird es dadurch richtig?

            Und privater Nachbau ist kriminell? Seit wann denn das und in welchem Land? In Deutschland jedenfalls nicht.
            Ein Blick in das Sortenschutzgesetz schafft Abhilfe.

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            • Sabine sagt

              Wenn eine Pflanze nicht mehr für den Anbau freigegeben ist, ist sie nicht freigegeben. Ob ich die nu auf nem Acker oder in meinem Privategarten stehen hab, ist wohl wumpe. Linda ist nicht verschwunden, die kannste beim Online-Händler deiner Wahl oder im Raiffeisenmarkt um die Ecke noch genau so kaufen, wie Hansa. Nur weil sie für die Landwirtschaft uninteressant ist, heißt das ja nicht, dass der Hobbygärtner sie Scheiße finden muss.
              Es werden und wurden Stoffe und Eigenschaften, nebst Gen-Sequenz und Implementationserfahren patentiert. Frag mal bei der Pharma nach, da kannst Labormäuse mit bestimmten Defekten bzw. Eigenschaften bestellen, aber bitte das Kleingedruckte lesen. Die meisten dieser Tiere sind transgen.
              Oh, natürlich sind es keine EU-Patente, da ist Tierrasse und Pflanzensorte ja ausgenommen….äh, also bis zum 25.03.15, wo dann doch irgendwie Unilever von der EPA recht bekommen hat. Ich glaub, es waren Anti-Matsch-Tomaten oder Brokkoli? USA, Japan und andere Länder vergeben eh Patente. In den USA sind Patente auf asexuell oder in Vitro vermehrte Pflanzen möglich und werden auch erteilt.
              Schau mal, wenn die EU ein Patent auf „Öl-Mais“ widerruft, muss es ja erstmal ein Patent gegeben haben, oder? DuPont würde sicher nicht zu einer Anhörung rennen, wenn sie dort ein Patent verteidigen sollten, was sie nicht haben oder nicht anstreben. Gekippt wurde es wohl nur, weil DuPont nicht nachweisen konnte, dass dies in ihrem Produkt vorhandenen Eigenschaften neu waren. Man hat beschlossen, dass diese Eigenschaften schon vorher in … ich glaub mexikanischen Sorten… vorhanden war und DuPont sie nur neu kombiniert hat, was dann halt keine Erfindung ist und daher nicht patentwürdig.
              Wir können uns jetzt gerne noch ne Weile über den Hype um Gene, die patentiert oder nicht patentiert werden können, streiten. Ich finde den Punkt recht uninteressant. Was ich viel interessanter finde, sind die Auswirkungen, die die Konzentrations des Wissens um Züchtung auf wenige große Firmen hat. Wir kaufen bei fünf Lebensmittelhändlern, Produkte von 10 Herstellern mit X-Handeslmarken, die aus einem knappen Dutzend Grundstoffen erzeugt werden, deren Züchtung in der Hand von 5 großen Unternehmen liegt…. aber wir sind alle total unabhängig und frei in unserer Entscheidung…wie war das mit dem Zitronenfalter?

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            • Mark Rössler sagt

              Dir scheint das Sortenschutzgesetz unbekannt.
              Der Nachbau betrifft nicht jeden, der Nachbau im Garten ohne gewerblichen Hintergrund tangiert den Sortenschutz nicht.

              Sicher ist die Linda oder Hansa nicht verschwunden, diese Sorten lassen sich für ein Unternehmen aber eben nicht mehr wirklich wirtschaftlich vermarkten als Saatgut. Der Anbauumfang ist praktisch gleich Null, auch wenn einzelne immer noch an einer eher durchschnittlichen Linda festhalten wollen, es gibt weitaus bessere und gesündere Sorten.

              In der USA können natürliche Verfahren (auch Sorten) nicht mehr patentiert werden, glaube seit 10 Jahren nicht. Die EU hängt da mit der gesetzlichen Regelung hinterher, sieht da aber bedarf.

              Unilever hat was?
              Mir ist bekannt, dass ein kleiner Züchter aus England eine kompliziert gezüchtete Sorte (Brokkoli) hat patentieren können in der EU.
              Die antimatsch Tomate war ein gentechnisches Verfahren, da wird die Eigenschaft auf den technischen Weg patentiert, dadurch wäre aber der herkömmliche züchterische Weg ohne Gentechnik nicht betroffen.

              Bitte nicht immer alles durcheinander werfen, klassische Zucht hat mit Gentechnik nichts zu tun.

              Und Du gibts doch gleich Beispiele an, dass eben nicht einfach patentiert wird. Ein Antrag ist noch lange kein Patent und wenn das Patentamt diesen Antrag widerruft, dann hat es auch keins gegeben.

              Und „Gene“ wurden bitte wo patentiert?
              Hier herrscht anscheinend sehr viel Nachholbedarf bei dem was Gene sind und was Gentechnik.

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            • Mark Rössler sagt

              Sabine: „die Konzentrations des Wissens um Züchtung auf wenige große Firmen hat.“

              DAS Wissen war mal in deutschen Unis vorhanden aber eine wenig gebildete Minderheit möchte damit ebenso wenig was zu tun haben wie Du.
              Wir lassen uns die Ausbildung dieser Molekularbiologen locker 100.000 Euro kosten und dann müssen die abwandern um in Lohn und Brot zu kommen, weil die Forschung in Deutschland „verboten“ ist.

              Und Deine gehörten Vorraussagungen aus den 1990gern, solltest Du doch sehr gut vergleichen können mit 2017?
              Was ist aus diesen Horrorbehauptungen Realität geworden? Irgenwie nichts aber die Behauptungen werden trotzdem noch aktuell gehalten.

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            • bauerhans sagt

              die „hörnla“ sind seinerzeit von veronica ferres in einer talkshow „wiederbelebt“ worden,die als tochter eines kartoffelhändlers im ruhrgebiet aufgewachsen war.
              besonders schmecken tun die nicht.

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            • Mark Rössler sagt

              Das ist wie mit der Linda, sie schmeckt nicht und ist ein „Zwitter“.
              Eigentlich eine Sorte, die den damaligen Zeitgeist traf.
              Bei den geschmacklosen Tomaten haben die Verbraucher das erkannt, bei der Linda nicht.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Will jetzt hier nicht jammern, bekomme unter 400 Euro Rente, weil in jungen Jahren nichts eingezahlt wurde, daran war ich auch schuld.
      Mein Vater war sehr rüstig und konnte mir bis zu seinem 86igsten Lebensjahr helfen, danach war er ein Pflegefall und musst von meiner Frau und mir noch nebenher gepflegt werden.

      Dadurch konnte meine Frau außerhalb arbeiten und durch der Tarif ÖD erwarb sie eine Anwartschaft auf Zusatzrente, ich hatte nebenbei eine zusätzliche Einkunftsquelle, daher konnten wir etwas zu Seite legen.

      Da unsere beiden Kinder ihr Wohl bei einer akademischen Laufbahn suchten, müssen wir die Wohnung selber unterhalten, wie andere auch. Dazu kommen noch die Wirtschaftsgebäude, allein die halbe Renovierung einer Dachfläche kostete 9500 Euro.

      Diese Kosten sind kaum mit den Pachteinnamen zu decken, da mein Betrieb recht klein war.

      Man hört immer, wie ungerecht es ist wenn Rentner im Rentenalter noch Arbeiten müssen, in der Landwirtschaft ist das obligatorisch, auch ich mache das.

      Wie ich oben Geschrieben habe ich möchte nicht jammern, anders als bei uns beide leben viele ehemalige Landwirte in in Armut, die nicht einmal das Eigentum verkaufen können, weil es niemand kaufen will.

      Das ist ein Thema, für das sich niemand interessiert, weder der Stadtmensch, noch der nicht landwirtschaftlich tätige Landmensch, schon gar nicht die Medien.

      +5
    • Astrid sagt

      Lieber ehemaliger Landwirt,
      selbstverständlich verstehen sie etwas von Materie. Davon gehe ich aus.
      Sie haben die Grundlage für eine positive Veränderung in der Land-Wirtschaft.
      Nur leider fehlt der Wille … weil eine Veränderung nicht lukrativ ist … sie sehen nur, dass mensch ihnen etwas wegnehmen will.
      Das ist übrigens bei den Tieresserinnen genauso, zu denen ich ja auch lange gehört habe, weil ich nicht begriffen habe was ich tue. Die Tieresserinen denken auch, dass mensch ihnen was wegnehmen will, wenn mensch von pflanzlicher Ernährung spricht. Dabei geht es um Weiterentwicklung und um mehr, nicht um weniger. Das sieht nur auf den ersten Blich anders aus.

      Zu der Gewalt gegen Haustiere und sogenannte Nutztiere: die Gewalt an die wir gewöhnt sind nehmen wir nicht wahr. Menschen die direkt von der Ausbeutung von anderen Tieren leben sind da sehr stark betroffen. Zum Beispiel finden es Bauern die Kühe für die Milch ausbeuten es völlig normal den Kühen die Kälber wegzunehmen, den Kälbern die Mütter und den Babys die Babymilch … Die Gewalt an die wir gewöhnt sind … Ich war nicht daran gewöhnt und deshalb nehme ich die Gewalt wahr … und habe die Konsequenzen daraus gezogen …

      Friedrich: Wir leben in einem Gewaltsystem, in einem Ausbeutungssystem … auch die Bauern werden ausgebeutet, aber nicht so wie sie sie anderen Tiere ausbeuten … sie werden nicht auch noch abgeschlachtet …
      „Fleisch“ braucht so viele Resourcen …
      Rund 60 Prozent der deutschen Getreideernte fließen als Futtermittel in die Intensivtierhaltung.
      Eine Fläche von 40 Ar für den Anbau von Futtermitteln zur Fleischproduktion bringt am Ende nur 10 Kilo Fleisch hervor. Auf der gleichen Landfläche könnten rund 180 Kilo proteinreiche Sojabohnen angebaut werden. Jeder Deutsche verbraucht pro Woche durchschnittlich 840g Fleisch und Wursterzeugnisse und nimmt im Durchschnitt 27% seinerEnergie durch tierische Lebensmittel zu sich. Wenn jeder Mensch auf der Erde genauso essen würde, hätten 3,2 Milliarden Menschen etwas zu essen und 3,7 Milliarden Menschen würden hungern. 17 Mal so viele Menschen könnten damit vor dem Verhungern gerettet werden.
      Die Tierzucht zur Fleischproduktion erfordert eine äußerst ineffiziente Nutzung der Landfläche, die zur Gewinnung von Pflanzen besser genutzt werden könnte. Wir verfüttern Nahrungsmittel an Tiere, um diese zu schlachten und Fleisch herzustellen. Würden die Menschen diese Pflanzen jedoch direkt verzehren, ließen sich damit wesentlich mehr Menschen ernähren.
      http://www.erkenne-den-zusammenhang.de

      +1
      • Andreas Schmid sagt

        „http://www.erkenne-den-zusammenhang.de“

        Das ist eine Seite von Menschen, die Menschen die nicht so sind wie sie selber, hassen.

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        • Astrid sagt

          Was ist das wieder für ein Blödsinn? Das ist eine Seite von Menschen die Mitgefühl wollen, statt Gewalt und Ausbeutung.

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          • Andreas Schmid sagt

            Da kommt die Cholesterinkeule gleich zu Anfang. Den Cholesterinwert stellt der menschliche Körper selber auf einen Wert ein, der ganz knapp oberhalb der von der Cholesterinsenkerindustrie angegeben wird. Somit kann man an jeden die Senker verkaufen. Wird mehr Cholesterin gegessen, etwa über Eier oder Fleisch, produziert der menschliche Körper einfach weniger. Inzwischen ist auch bekannt, dass das Cholesterin einen gewissen Schutz vor Krebs gibt. Bei Leuten, die sehr auf das Cholesterin achten, ist herausgekommen, das die Senker nicht vor „Verkalkung“ schützen, sonder erst recht die Verkalkung fördern.

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          • Andreas Schmid sagt

            Das 15500 Liter Wasserverbrauchsmärchen ist hier in einer etwas abgewandelter Form zu finden. Astrid sie wohnen auf dem Land. Vermutlich haben sie ein Häuschen, 300 m². Dann Verbrauchen sie, wie beim Rindfleisch gerechnet 180000 Liter Wasser im Jahr. Wenn sie zu Zweit drin wohnen sind es nur 90000 Liter. Da ist aber noch nicht das Regenwasser, das anteilig für sie auf die Straßen regnet, eingerechnet. Da fehlt auch das Wasser das die Kläranlagen für sie reinigen. Der Häuschenvergleich ist notwendig, um deutlich zu machen, was für einen Schmarren da verbreitet wird.

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            • Astrid sagt

              Ehrlich gesagt, für mich ist es unerheblich wie viel Wasser da verbraucht wird.
              Mich stört das Leben das da missbraucht wird und ausgelöscht wird … aus Geldgier … aus Essspaß … Gewohnheit oder sonstigen niedrigen Beweggründen.

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          • Andreas Schmid sagt

            Wenn ich ein Rind aufziehe, dann benötige ich dazu 200 Kg Getreide. Das schlachtfertige Rind erbringt 300 Kg essbares Fleisch. Das Getreide bei mir ist ein Getreide, das Veganer nicht essen würde. Dort steht aber dass man 16 Kg Getreide für ein Kg Rindfleisch verbrauchen soll. Passt irgend wie nicht.

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            • Astrid sagt

              Aha, es gibt also schlachtfertige Rinder …
              Wann gibt es endlich schlachtfertige Bauern?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Astritt
              Jetzt haben sie den Pfad der Seriosität endgültig verlassen, sie sind meines Erachtens Krank, sehr Krank.

              Gehen sie zum Arzt, vielleicht kann der ihnen helfen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Das war nicht meine Absicht, bin wohl etwas verwirrt durch die unglaublichen Anschuldigungen gegen meine Person.

              Aber genau genommen reitet sie auf einem Ast, der an Abbrechen ist.

              Wenn die Person von „schlachtfertige Bauern“ schreibt, dann sollte der Zeitpunkt sehr Nahe sein, wo man was für die Forenhygiene tun sollte.

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            • Andreas Schmid sagt

              Kommen jetzt die Mordaufrufe? Die findet man bei Facebook und Co bei jeden Tierschutzblog. Da wird aufgerufen, gelikt usw was das Zeug hält. Und keiner schreitet ein.

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          • Andreas Schmid sagt

            60 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Grünland. Da lässt sich gar kein Gemüse…. anbauen. Bei uns in BW hat uns Bauern Herr Kretschmann verboten auf einer Wiese etwas anderes anzubauen als Gras. Wohl bekomms!!!!!!!!!!! Ich füttere das lieber meinen Kühen, als es selber zu fressen.

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        • Na ja, das Selbstbild des Welternährers einiger Landwirte ist ja nun nicht sehr realistisch. Es ist nicht belegt ist, dass Low Income Food Deficit Countries von der hiesigen (Über-)Produktion überhaupt profitieren. Es spricht sogar einiges dafür, dass sie hierdurch benachteiligt werden.

          ….so jetzt wird vorgeglüht, gut dass Bier vegan ist – und von den deutschen Hopfenanbaugebieten dürfte die Welt wahrlich profitieren… 🙂

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Thiam ethoxam, Lam bda-Cyhalothrin, Eisen-III-phosphat, Im idacloprid, Pym etrozin, Flonicam id, Im idacloprid, Spirodiclofen, Acequinocyl, Milbem ectin,

            können sie mit dem was anfangen, mit Sicherheit nicht.

            Das sind alles Insektizide, die im Hopfenanbau zugelassen sind, das heißt man bringt die Tiere um, oder man hemmt die Entwicklung, bin mal gespannt ob die närrischen Weiber ihre Unterstützung noch schätzen.

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      • Lizzy sagt

        Astrid, ich geb dir so recht!!! ich glaube andreas ist ziemlich frustriert und hilflos und konstruktive unterhaltung ist nicht möglich :/

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        @ Astrid,

        mir nimmt niemand was weg, zumindest keine Tiere, nun ja, meine 4 Hühner sind für die Stalleinbrecher uninteressant.

        Auch nimmt mir niemand meine Wurst und Fleisch weg.

        Sie leben in einer Welt, die mit der Irdischen nicht vergleichbar ist, sie leben in einer Scheinwelt.

        Vor ca. 20 Jahren wurde in unserer Gemeinde eine BUND Groppe gebildet, mit den Gründern konnte man noch sprechen, dann wurde eine Frau Vorsitzende, die mit ihren Ausführungen genau so Aggresiv arumentierte wie Sie Frau Astrid und Lizzy.

        Eines Tages wurde die Feuerwehr zu einer Menschenrettung gerufen, am Einsatzort angekommen, sas diese Frau auf dem Dach, hinter dem Kamin.

        Was sie dort suchte, ist mir nicht bekannt, Kaminkehrarbeiten verrichtete sie jedenfalls nicht.

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        • Andreas Schmid sagt

          „Was sie dort suchte, ist mir nicht bekannt, Kaminkehrarbeiten verrichtete sie nicht.“

          Hatte sie etwa zuviel Cholesterinsenker gefuttert? 😉 😉 😉

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        • Astrid sagt

          Sie leben in ihrer Realität … die Gewalt an die wir gewöhnt sind … Widerspruch sind sie nicht gewöhnt … und Menschen die sich von der ‚guten‘ Tierausbeutung überzeugen und sie öffentlich machen … können sie natürlich nicht leiden …
          die Gewalt an die wir gewöhnt sind … ich verstehe Sie kämpfen um ihr Geld und die Tiere sind ihre Geldsäcke …

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Jetzt schlägts aber dreizehn,
            ein Feuerwehrkamerad und ich waren auf das Dach geklettert und haben diese Frau sicher aus ihrer Lage gerettet.

            Und jetzt faselt eine Astrid von Gewalt, Gewalt an die ich mich gewöhnt haben soll.

            So langsam mache ich mich um ihre Gesundheit sorgen.

            Übrigens, es übersteigt ihren Horizont, aber lassen sie es sich sagen, mit 4 Hühnern kann man das Geldsäckchen nicht füllen, im Gegenteil, rein rechnerisch ist es ein Verlustgeschäft.

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            • Lizzy sagt

              sie haben sich an die gewalt gegen „nutz“-tiere gewöhnt. wie viele andere menschen auch. und ja, von vier hühnern kann man natürlich nicht leben. aber bevor ich dann tausende in einen stall stecken würde, würd ich mir lieber einen anderen job suchen! und die freiheit hat jeder.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Lizzy

              Das ist wieder der Beweis wie Realitätsfremd sie agieren.

              Mit sicherem Einkommen, womöglich HarzIV lasst sich leicht labern. Von Landwirtschaft leben ist was anderes.

              Gerade das was sie verlangen, wird doch gemacht, die Kinder übernehmen den Elterlichen Hof nicht mehr.

              Zwischen 2013 und 2016 haben 9.000 Betriebe aufgegeben, die Tierhaltung verlagert sich dann in Großbetriebe, oder in das Ausland.

              Am besten sieht man das in der Metro, dort ist nur wenig Fleisch aus deutscher Haltung zu finden.

              Hauptsache ist, man pinkelt den deutschen Bauern an das Bein.

              Ps: Im Alter von 69 Jahren sucht man keinen neuen Job, mit Sicherheit keine Tierhaltung, es gibt genügend Haustiere, die gequält werden.

              +3
              • Astrid sagt

                Es hat einfach keinen Sinn … der Bewusstseinsunterschied ist zu groß.
                Landwirtschaft und Tierrechte – Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft.
                Tierausbeutung beenden.
                Bauern und alle Menschen wollen nicht ausgebeutet werden.
                Was wir nicht für uns wollen, dass sollten wir auch anderen nicht antun.
                Wir wollen nicht geschlachtet werden, also sollten wir andere auch nicht schlachten, weil die wie wir an ihrem Leben hängen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Andreas Schmid

              Im Badischen gehen die Uhren halt anders, deshalb kommen im Frühjahr die Schwaben wieder zu uns und schauen sich die Baumblüte an.

              Wenn die dann den Kofferraum mit Wein vollladen, dann sind die Schwaben besonders Willkommen. 😉 🙂

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            • Andreas Schmid sagt

              Oh, ins Badische muss ich gar nicht weit, bei mir über die Felder, in den Wald und schon bin ich da. Aber da gibt es keinen Wein, den müsste ich mir selber wieder anlegen(gab es bei mir vor ein paar hundert Jahren). Aber 2 Km weiter bin ich wieder im Württembergischen.
              Obwohl, nächstes Wochenende habe ich im Badischen Urlaub gebucht, 50 m hinter der Grenze.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Bei mir sind es 8 Km. Luftlinie, dann bin ich da, wo Baden am dünnsten ist, bei Dürrbaden, kurz dahinter beginnt das Schwabenland.

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      • bauerhans sagt

        „Eine Fläche von 40 Ar für den Anbau von Futtermitteln zur Fleischproduktion bringt am Ende nur 10 Kilo Fleisch hervor.“

        auf 40ar wachsen ca.3000kg gerste,womit man ca.1000kg schweinefleisch erzeugen kann.

        +1
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Friedrich, muss noch jeden Tag hier zweimal Schneeräumen. 😉
      Mittwoch Nacht gehts los.

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  6. Schweinebauer Piet sagt

    Was schlägst Du vor Willi sollten wir Bauern da machen oder sollten die Verbraucher da mal besser informiert werden? Wollen Sie das eigentlich oder nur NGOS?

    +1
  7. Altbauer Jochen sagt

    Bauern sind Kapitalisten ???
    Meine Bauernrente liegt deutlich unter dem Hartz 4 Satz.
    Ein paar mühsam angesparte Notgroschen während meines Erwerbslebens
    bringen z. Zt, gar nichts und werden zur Streckung des Lebensunterhalt´s
    verbraucht.
    Und mein Sohn hat auf dem Hof zu kämpfen um seine Familie anständig
    durchzubringen. Da kann man guten Gewissen´s auch kein großes
    „Altenteil“ abverlangen.
    Also:Die Zähne die einem geblieben sind, zusammenbeißen!

    +3
    • Stadtmensch sagt

      Ich hab „Urkapitalist“ mit Zwinkersmiley geschrieben. Die Definition stammt von Alois und er hat es irgendwo im Netz ausführlich erklärt, was er darunter versteht.
      Nach der Marxschen Theorie seid ihr es als Besitzer von Produktionsmitteln (Boden, Maschinen) allemal. Das heißt nicht, dass ihr automatisch auch den Mehrwert aus menschlicher Arbeit (Fremd-AK, Verpachtung, usw.) einsacken könnt. Für den einen ist es eine saubere Trennung der Begriffe für andere pfuibäh Ostblock-Gespinne…

      +1
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Nach der Marxschen Theorie seid ihr es als Besitzer von Produktionsmitteln (Boden, Maschinen) allemal.“

        Oftmals ist es der Neid derjenigen, die noch nie mehr als die letzte Lohnzahlung auf dem Konto hatten.

        Die können oftmals nicht den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum erkennen.

        Ein mancher Bauer ist in Besitz eines großen Ackerschleppers, Eigentümer ist oftmals die Spar- und Kreditbank.

        Da in diesem Forum Menschen mitlesen, die nicht so schlau sind wie Stadtmenschen, möchte ich dies in einfachen Worten erklären:

        Im Alltag wird oft davon gesprochen, dass jemand eine Sache besitzt und damit meint man dann in Wirklichkeit den Eigentümer. Zum Beispiel ist mit „Hausbesitzer“ meist der Eigentümer des Hauses gemeint. Verwirrend?

        Das Gesetz unterscheidet – anders als die meisten Menschen – sehr genau zwischen dem Eigentümer einer Sache und dem Besitzer. Eigentum und Besitz sind deshalb nicht dasselbe. Ein Besitzer ist derjenige, in dessen Einflussbereich sich die Sache befindet und der deshalb auf sie zugreifen kann.

        Abgrenzung: Besitz ist eine Tatsache, Eigentum dagegen ist das Recht an einer Sache.

        Oft hat der Eigentümer seine Sache selbst. Dann ist er zugleich Besitzer. Er kann aber auch die Sache tatsächlich weggeben und das Eigentum behalten. Der Besitzer darf dann mit der Sache nicht alles machen, was er möchte, sondern nur das, was der Eigentümer ihm erlaubt hat.

        +2
        • Stadtmensch sagt

          Danke für die Aufklärung. Der oberschlaue Stadtmensch bekennt, es in diesem Fall mit den Feinheiten notarieller Herrschaftssprache nicht so genau genommen zu haben. Asche….

          +1
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Jochen, den Begriff „Ur-Kapitalist“ habe ich tatsächlich in die Runde geschmissen. Ich glaube auch nicht, dass der Stadtmensch jemand damit treffen wollte.
      Der Begriff stammt von dem Österreichischen Forscher Johann Millendorfer, der in den 80er und 90er des vergangenen Jahrtausend die Bäuerlichkeit erforscht hat. Millendorfer hat die Bäuerlichkeit an einer Geisteshaltung festgemacht. Der Bauer kultiviert Boden und Natur um davon Ertrag für sich, für seine Familie und damit Lebensraum für die Gemeinschaft zu haben. Gleichzeitig strebt er auch danach den Ertrag und Besitz zu steigern. Aber nicht um ihn zu verjubeln, sondern um ihn langfristig und nachhaltig zu erhalten und ihn am Ende seiner Tage an seine Nachfahren intakt weiterzugeben. Mit dieser Geisteshaltung der Bäuerlichkeit ist der Ur-Kapitalist gemeint.
      Den Kapitalist wie ihn Marx definierte hat damit nichts mehr zu tun. Dieser ist auf Gewinnmaximierung und Ausbeutung aus. Tatsächlich hat das Wort deshalb einen negativen Touch erhalten und die Kapitalisten der Neuzeit interessiert tatsächlich wohl nur die kurzfristige Rendite und die Abfindungen, wenn sie dann rausfliegen.
      Ur-Kapitalismus, der aufbaut und mit guten Werten und Langfristigkeit handelt, dieser fehlt heute in der Gesellschaft wirklich. Und mit jedem Bauern, der aufgibt, geht wieder ein Stück Bäuerlichkeit der Gesellschaft verloren. Millendorfer prophezeite die „gesellschaftliche Multiple-Sklerose“ wenn die Bäuerlichkeit in einer Gesellschaft ausgelöscht würde. Ich denke, wir sind auf dem besten Weg dorthin.

      +4
      • Astrid sagt

        Hallo Alois,
        das Erste hört sich gut an, vielleicht war es früher auch so und das glauben jedenfalls die Bauern von sich.
        Das Zweite ist die heutige Realität, dafür brauchen wir uns nur die Qualzuchten angucken, ob nun die für die Milch ausgebeuteten Kühe oder die Puten … Gewinnmaximierung und maximale Ausbeutung … Die Bauern beuten die anderen Tiere aus und sie beuten sich auch selbst aus … 7 Tage Arbeit und kein Urlaub kann auch nicht richtig sein …

        +1
  8. Verlogener Lebensmitteleinzelhandel? Trifft das auch auf diese Aktion von Hofer (österr. Aldi-Tochter) zu? Würd mich echt interessieren, was die Herren und Damen Landwirte hier auf Willis Plattform davon halten:
    Fair-Hof: https://www.fairhof.at/

    Eckpunkte Tierwohl:

    100% mehr Platz für die Schweine als gesetzlich vorgeschrieben,
    verpflichtende Stroheinstreu partiell,
    Auslauf auf mind. 25 % der Stallfläche,
    kein Schwanzkupieren,
    kein Gensoja
    ansonsten alles wie gehabt inkl. Kastration, Kastenstand usw.

    Eckpunkte „Bauernwohl“:

    Die Landwirte erhalten für das Kilo Schwein im Jahresschnitt um 30 Prozent mehr als bisher und eine fünfjährige Abnahmegarantie

    Die Produkte werden im Verkauf um 15 bis 20 % teurer sein als „normales“ konventionelles Schweinefleisch.

    +1
    • Ich seh das so sagt

      Grundsätzlich sind Neuerungen und Verbesserungen zu begrüßen, sofern auch die Produzenten zumindest soviel davon (zusätzlich) haben, dass sie sich in solche Projekte auch reinwagen und vorgeschriebene Mehraufwendungen zumindest abgedeckt sind.

      Es sollte aber schon festgehalten werden, dass es derzeit nicht mehr als ein Versuchsballon ist. Die Eckpunkte des Hofer-Hütthaler-Projekts sind folgende: 15 Vertragsbauern im Umkreis von 50 Kilometern um das Hütthaler-Werk mästen derzeit 13.000 österreichische Schweine für FairHOF.
      Bei ca. 2,8 Mio. Schweinen in Ö sind das mal satte 0,46%.

      Das Projekt wurde vorerst mal auf 5 Jahre zeitlich festgelegt, die Weiterführung wird sicherlich nicht davon abhängen, ob die Bauern zufrieden sind, sondern ob die Konsumenten das annehmen. Dann wird sich auch zeigen, ob es ein mediales Feigenblatt für Hofer ist oder eine Produktion für ein hochpreisiges Marktsegment oder – wie manch andere solcher Projekte auch – am Konsumentenwillen scheitert.
      Bei solchen Versuchen haben sich viele Bauern schon angewöhnt, den Tag nicht vor dem Abend zu loben.

      +2
      • Danke für die Einschätzung. Deckt sich ungefähr mit der meinigen. Man muss auch nix loben. Ein Versuch und ein Schritt in eine richtige Richtung KÖNNTE es sein. Immerhin wird nicht nur mit mehr Tierwohl geworben – obwohl das sicher das Werbewirksamste ist – sondern auch mit mehr Fairness dem Bauern gegenüber. Sodass hier ein Problembewusstsein dafür zumindest mittransportiert wird. Sicher, 15 Bauern sind nicht viel, aber Branchenlösungen sind sehr schwer zu erreichen. Und ein Anfang ist ein Anfang.

        +1
        • Bauer Willi sagt

          Die Perversion des in der Gelben Karte gesagten ist ja die Gleichzeitigkeit von Erfüllen einer Forderung und der Preissenkung. Und was Hofer in Ö macht, ist nur dann gut, wenn es auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Kann aber auch sein, dass das Projekt in einem Jahr beendet wird und dann war es nur das typische Greenwashing.
          Bauer Willi

          0
          • Schon klar Willi. Hofer gibt (immerhin) 5 Jahre Abnahmegarantie. Frage, ob das lang genug ist? Und ob 30 % mehr fürs Kilo bei gleichzeitig 50 % weniger Tiere auf derselben Fläche plus Mehrkosten für gentechnickfreie Futtermittel plus allfällige Investitionen in Stallum- bzw. ausbau sich für den Landwirt rechnen. Ich denk mir halt, die können ebenfalls rechen? Jedenfalls scheint es vom Marketing her gut aufgezogen. Auch ein lokaler Schlächter/Mäster ist mit an Bord.

            +1
    • Astrid sagt

      Also Bauernwohl, aber kein Tierwohl, höchstens ein Scheintierwohl … weil Tierwohl mit betäubungsloserer Kastration und Kastenstand und anschließendem Abschlachten … börks!

      +1
  9. Friedrich sagt

    Warum sind unsere politischen Entscheider nicht in der Lage mal nach GB zu schauen . Da war die Selbstversorgung mit Schweinefleisch bei 70%. Durch die Tierschutzforderungen der
    Supermärkte ging der Selbstversorgungsgrad auf rd. 40% zurück und man mußte vom Festlandeuropa zu kaufen und die Forderungen i. S. Tierschutz wieder fallen lassen , weil man auch nicht mehr bezahlen wollte. So übt man zu Lasten der Erzeuger. Wir haben hier zwar keine Hühnerkäfighaltung mehr und die Frühstückseier kommen aus Deutschland, aber der Nachschub an Eiern für die Nahrungsmittelindustrie kommt aus Käfighaltung aus Polen usw. . Wir haben also ein verlogenes System. Leute wacht auf , wir sind von politischen Träumern umgeben. Es gibt doch wohl wichtigere Dinge in Deutschland zu entscheiden , oder ? Wenn ich nur an den Terroranschlag in Berlin denke.
    Da wird uns doch nur die Hucke voll gelogen. Unsere Gutmenschenentscheider sollten ausgetauscht werden. Unsere Politiker sollten mehr auf das Volk hören und nicht auf den Beamtenapperat oder die Großindustrie.

    +5
    • Stadtmensch sagt

      Eine neue Düngeverordnung hat nichts mit „Gutmenschentum“ zu tun. Das ist knallharte Logik zur nachhaltigen Gewinnmaximierung. Die Forderung nach (noch) mehr Tierwohl lässt sich gesamtwirtschaftlich auch ökonomisch begründen (weniger Verluste, Konsumentengesundheit, geringere Belastung der Ökosysteme). Also auch kein „Gutmenschentum“. Leider ist es nicht so einfach, gesamtgesellschaftlich einen neuen „Lastenausgleich“ zu verhandeln. Dagegen steht die „anonymisierte Macht“ der verwalteten Welt: https://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltete_Welt
      Die werdet ihr nicht los, indem ihr weniger Reglementierung fordert, um wieder auf eure Kosten zu kommen. Ich fange jetzt nicht wieder mit dem Existenzminimum für alle an, auf das es (zur Freude Weniger) hinauslaufen wird…

      0
    • bauerhans sagt

      „nicht in der Lage mal nach GB zu schauen“

      britische farmer sind ungleich grösser als deutsche landwirte und die rechnen,rechnen und rechnen……und fahren gern deutsche edeltraktoren und mähdrescher!

      +1
    • Astrid sagt

      Die Politikerinnen sollen mehr auf das Volk hören?
      Jawohl… das Volk will Pflanzenwirtschaft! Weder Menschenterror, noch Terror gegen andere Tiere! Abschaffung der Tierausbeutungsindustrie!

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Jawoll,

        gehen Sie vor ein Schlachtergeschäft und erklären den Kunden, dass die auf Fleisch und Wurst verzichten sollen.
        Am besten an einem Samstag, wenn die Frauen bei ihrem Einkauf von ihren Männern unterstützt werden.

        0
      • Sabine sagt

        Welches Volk? Das was gerade vor mir an der Supermarktkasse stand, hat bei tierischen Produkten gut zugelangt.
        Die Leute gucken komisch, wenn ich sag, dass ich Schlachten fahre, aber futtern wahrscheinlich drei mal so viel Fleisch wie ich.
        Wie gesagt, jeder darf sich ein Stück Land anschaffen und selber das Land bewirtschaften wenn er will.
        Wenn Du unbedingt vegan leben willst, kannst Du dir einen veganen Garten anlegen.
        Wenn Du keine kastrierten Schweine aus Ställen willst, muss Du sie nicht essen.
        Gibt Alternativen, sind halt nur etwas teurer. Dafür muss man dann aber entweder mit einem Landwirt, Hobbyhalter oder Jäger reden, sagen was man haben will und der kann einem dann sagen ob und wann er das hat… Jäger orakeln eher wann sie was haben. So um die 10 Euro das Kilo geht es normalerweise los.

        +1
  10. Sabine sagt

    Es gibt in Deutschland nur noch vier große Lebensmittelhändler, die überwiegend Produkte von 10 großen internationalen Lebensmittel- und Hygieneartikelherstellern verkaufen und wir glauben, nur weil sie jedes Produkt in 30 verschiedene Verpackungen anbieten und uns mit Werbung zu ballern, hätten wir die freie Auswahl zwischen verschiedenen Herstellern und Qualitäten. Haben wir schon lange nicht mehr. Geholfen bei dieser Konzentration haben auch Gesetze und Auflagen, die Neueinsteigern in die Lebensmittelproduktion entsprechend hohe Investitionen abverlangen.
    Die hier oft nicht ganz zu unrecht gescholtenen Umweltschützer bedauern das schon länger.
    Hier wäre vllt. ein Ansatz für eine strategische Zusammenarbeit.
    Landwirte und Verbraucher füttern im Moment die Riesen der Branche und beschleunigen die Konzentration immer mehr. Die Frage ist, wie man damit aufhören kann. Kann man aus diesem System überhaupt noch aussteigen und sich dem Diktat der Konzerne entziehen? Sicher ist für mich, dass man da auf Hilfe von der Politik nicht hoffen kann, die haben viel zu viel Angst, vor den Konzernen und machen sich in Hemd, wegen Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen.
    Kann man eine Verbraucher-Revolution anzetteln? Wenn die Direktvermarktung für viele Höfe zu aufwendig ist und viele Verbrauche nicht den Weg aufs Land finden, wäre da nicht der Coop-Gedanke wieder interessant? In vielen mittleren Kleinstädten stehen Ladenlokale leer und die Innenstädte werden zu 1-Euro-Laden-Zonen…. ging da nicht vllt doch was?

    +4
    • Stadtmensch sagt

      „Landwirte und Verbraucher füttern im Moment die Riesen der Branche und beschleunigen die Konzentration immer mehr. Die Frage ist, wie man damit aufhören kann.“

      Gute Frage! Die Bauern (Urkapitalisten ;-)) ziehen es vor, Gesellschaftskritik aus Richtung „linksgrün“ in den Orkus zu treten. Dabei horten sie fleißig Aktien und wählen AfD. So wird das nix. Sie werden genau so marginalisiert, auf Markt dressiert und fremdbestimmt werden, wie ganz normale Lohnsklaven. Dann ist es vorbei mit eigenen Investitionsentscheidungen…

      https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/landwirtschaft/landwirtschaft_konzernatlas_2017.pdf

      0
      • Mark Rössler sagt

        Die „Bauern“ sollen wieder Leibeigene werden, diesmal von den Herren des BUND?
        Und Lebensmittel gibt es ja bei Aldi.

        Was unterscheidet eigentlich die AfD von den Grünen? Beide spielen mit den Ängsten der Bürger, Lösungen haben beide nicht parat.

        +5
        • Stadtmensch sagt

          „Leibeigene werden, diesmal von den Herren des BUND“
          So ein Unsinn!

          Eine Lösung hab ich momentan auch nicht parat. Aber die Konzentrations- und Monopolisierungsprozesse, die Privatisierung von Züchtungsergebnissen, (die auf dem Werk von Generationen beruhen) stören mich in der Tat. Das ist Raub und alle finden das ok. Das Gleiche gilt für alle viele Technologien (Nahrungsmittelverarbeitung), die mehr oder weniger auf dem Wissen und der Erfahrung, die über Jahrhunderte gesammelt wurden und nun einfach in Software implementiert und damit dem Zugriff durch die Allgemeinheit (durch Vergessen) entzogen werden. Die Veganer haben keine Ahnung, welchen Trend sie da befeuern. Niemand kann sich eine Lupinenmilch selber herstellen. Denkt mal drüber nach!

          +1
          • Mark Rössler sagt

            Züchtungsergebnisse werden privatisiert?
            Was soll das eigentlich sein?

            Dachte wir hatten schon unter dem Kaiser private Züchtung.
            Mag ja sein, dass Sie im kommunistischem Ostblock aufgewachsen sind aber im Rest von Europa züchten schon sehr lange private Zuchtunternehmen.

            Sollten die Bauern vielleicht auch noch Trecker selbst bauen? Deutscher Packopacko?

            +1
            • Stadtmensch sagt

              Es ist sinnlos mit ihnen eine kultivierte Debatte über Saatgut aus privater Züchtung mit Nachbauerlaubnis im Verhältnis zu Saatgut ohne Nachbauerlaubnis zu führen. Es interessiert sie überhaupt nicht, dass es lange bevor Monsanto eine GVO basierte Maiszünslerresistenz verkaufen konnte, bereits eine von KWS auf Züchtung basierte gab. Nur leider hat der GVO Anbieter diese Züchtung einfach gekauft (warum wohl?). Ich dachte, sie beschäftigen sich mit der Thematik, bevor sie hier kommentieren.

              0
            • Mark Rössler sagt

              GVO hat überhaupt nichts mit dem Nachbau des Sortenschutzgesetzes zu tun.
              Technische Verfahren lassen sich patentieren, bei einigen Hybriden ist das auch möglich.

              Und nein es stört mich nicht, dass die vielen Mitarbeiter von Züchtern für ihre Arbeit Geld bekommen und daher kaufe ich mein Saatgut dort. Immerhin bringen mir diese Sorten in der Regel einen Mehrwert, der Ihnen vielleicht nicht bekannt ist, weil Sie vermutlich kein Saatgut kaufen.

              Und Ihren Mythos muss der KWS Sorte…
              KWS hat und beschäftigt sich damit, Problem dürfte sein, die Pflanze an sich wird toxischer.
              Und Monsanto könnte sich diese Sorte kaufen aber damit nicht verhindern, ob Sorten mit dieser Eigenschaft auf den Markt kommen würden, denn es gibt ja freies „Ursprungsmaterial“. Der Sortenschutz verhindert nicht, dass andere Züchter mit diesen Sorten weiterzüchten. (So viel zur „kultivierten Debatte“, dann doch bitte mit fachlichen Aussagen und nicht mit unsinnigen Vorstellungen)
              ZITAT KWS Sortenschutz:
              „Sie muss durch eine eintragbare Sortenbezeichnung gekennzeichnet sein. Über den Sortenschutz erwirbt der Züchter ein zeitlich begrenztes Verwertungsmonopol. Gleichzeitig wird in Deutschland ein sogenanntes Züchterprivileg gewährt. Dieses Recht besteht für jeden fremden Dritten und ermöglicht die uneingeschränkte Nutzung von geschützten Sorten zur Entwicklung von neuen Sorten und deren grundsätzlich freien Vermarktung. “

              ZIAT ENDE
              http://www.kws.de/aw/KWS/germany/Unternehmen/Forschung_und_Zuechtung/Kontext/~eqcn/Sortenschutz-und-Patentschutz/

              Und dann müsste man diese Eigenschaft erst mal in neue Sorten bekommen, die dann nicht ertraglich einbrechen.
              Mit CRISPR ließe sich das vermutlich in absehbarer Zeit realisieren, wenn es denn wirksam wäre, was zu bezweifeln ist.

              +1
            • Philip sagt

              @Stadtmensch
              „Saatgut aus privater Züchtung mit Nachbauerlaubnis“

              Saatgut aus privater Züchtung mit Nachbauerlaubnis kann es im großen Stil nicht geben, einfach weil dem privaten Unternehmer im 2. Jahr das Geld ausgeht. Saatgutherstellung ist Arbeit und braucht Zeit und kann im professionellen Maßstab nicht verschenkt werden.

              Was Sie wollen, ist staatliche Züchtung mit Nachbauerlaubnis.

              Wie ich diese aber gegen die Privatwirtschaft langfristig durchsetzen soll, sehe ich nicht. Ist auch die Frage, ob das sinnvoll ist.

              Aber im Rahmen von institutioneller Forschung, finde ich das gut. Und es existiert auch schon.

              0
            • Mark Rössler sagt

              Jetzt kommt vomStadtmensch nichts mehr, denn seine Internetintelligenz reichte nicht für die Realität.
              Seinen Unsinn wird er weder einsehen noch widerrufen und so läuft es bei allen Themen um die Landwirtschaft, die Leute haben was gehört oder gelesen, was grundsätzlich falsch und einfach nur hinterhältig verlogen ist aber es kann ja nur stimmen, bis man etwas klares vorlegt.
              Stadtmenschen wollen die Welt retten und erkennen nicht, dass sie Gaucklern auf den Leim gegangen sind,

              +1
          • Ich seh das so sagt

            Der Spruch dürfte ihnen ja bekannt sein:
            „Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral“

            Aber wir kaufen uns mit einer Spende an Greenpeace ohnehin frei.
            Es ist eher das, wo alle gerne mittun.

            +1
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Dabei horten sie fleißig Aktien und wählen AfD.“

        Woher haben sie die Erkenntnis?
        Glaskugel, oder Kaffeesatz?

        Nehme ich mal an, ich erlebe das 85igste Lebensjahr, wenn ich die durchschnittliche Rente von derzeit 1370 Euro für mich als gerecht empfinde, dann müsste bei Rentenbeginn 240.000 Euro erspartes auf meinem Konto sein.

        Genau diese Rentenanwartschaft hat der Durchschnittsrentner, das sind die selben, die voller Neid auf die Ersparnisse von Landwirten sehen, obwohl die Hälfte der Rentenversicherung vom Arbeitgeber bezahlt wurden.

        Ja, mir ist bekannt, dass viele Menschen der Ansicht sind, HarzIV -Niveau wäre auch für einen Bauern in der Rente angemessen.

        Gestern kam im ZDF eine Sendung, in dem ein Milchbauer erzählte, dass er bereits die Hälfte seiner ausbezahlten Lebensversicherung (die für das Rentenleben vorgesehen war), für den Lebensunterhalt verbrauchte.

        +5
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vom Mitlesen wissen sie, dass die Bauern AfD wählen, sind sie Hellseher?

            Wer sein Geld für das Rentenalter in Aktien anlegt, ist gut beraten, man darf aber nicht darauf spekulieren, dass die Kurse steigen, nein, man sollte schon wissen, ob die Produkte der Firmen zukunftsfähig sind.

            Manche haben auch das Geld am Ballermann versoffen,längstens mit dem Rentenbescheid kommt das große Heulen und Wehklagen.

            Würde doch mal was über das ansparen von Geld für das Rentenalter hören, besonders würde mich interessieren, ob es für einem bäuerlichen Rentner erlaubt ist, den selben Lebensstandard zu haben wie der Durchschnittsrentner, der bei Siemens gearbeitet hat.

            Die Arbeitnehmer von Siemens beklagen (jammern) sich besonders über die Eigentümer der Firma.

            +3
      • bauerhans sagt

        „Die Bauern (Urkapitalisten ;-)) … Dabei horten sie fleißig Aktien“

        bauern sollen kapitalisten sein und aktien horten…..???
        die produzieren und produzieren und produzieren……usw.

        +2
    • Astrid sagt

      Eine Verbraucherrevolution ist eine Bewusstseinsveränderung die sich auch im Handeln auswirkt.
      Zum Beispiel, wenn mensch keine Massentierhaltung, Massenausbeutung mehr möchte, konsumiert mensch keine Tiere mehr … das ist für uns revolutionär …
      Solidarische Landwirtschaft ist eine tolle Sache, wenn sie denn tatsächlich solidarisch ist mit allen Tieren, also ohne Tierausbeutung stattfindet.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Jetzt haben sie es begriffen, wenn der Mensch Vegan lebt, dann braucht man nur noch Fleisch für die Hunde.

        Allein in Mannheim gibt es 40.000 Hunde, es soll doch niemand glauben, die fressen Mohrüben?

        Von einigen wenigen abgesehen, braucht kein Mensch so einen Köder, dieser Fleischverbrauch interessiert keine Sau!

        +1
    • Paulus sagt

      Alles schon x-mal durchgerechnet, funktioniert aber nicht! Businessplan erstellt und zigmal umgestrickt. Im Team waren BWLer, Logistiker, Informatiker, Architekten und div. andere Fakultäten. Pilotprojekt sollte in Köln in einer ehem. Industriehalle starten. Warenangebot auf Paletten bzw. so wie geliefert wird. Frischfleischtheke incl. Peripherie zwingend erforderlich. Preise dürfen nicht höher sein als im LEH. Bei Lieferservice per Web nur minimaler Zuschlag. Garantieversprechen für Frische und Qualität. Soll ich ihnen sagen woran es gescheitert ist? Ausschließlich an den Erzeugern.
      Die Einen befinden sie sich im Vertragsanbau und können gar nicht liefern. Die Anderen betreiben eigene Hofläden und wiederum andere wollten erst mal abwarten oder hatten sonstige Bedenken. Einige wollten es sich auch nicht mit REWE verderben. Diejenigen die liefern wollten forderten Preise, die knapp unter den Endverbraucherpreisen lagen. Zu erwartendes 5-jahres Betriebsergebnis bei Geschäftskostenreduzierung bis zum geht nicht mehr = tiefrot = negativ. Soviel zu der durchaus charmanten Idee Coop.

      0
  11. bauerhans sagt

    das ist doch bei den schweinen „gang und gäbe“,mehrkosten durch QS oder TIERWOHL werden nicht erstattet !

    +2

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