Bauer Willi
Kommentare 141

Nitrat ist gesund…

Schon mal was von „Nitro-Spray“ gehört? Das haben Herzpatienten immer dabei, falls es mal um schnelle Hilfe bei Herzproblemen geht (z.b. Angina pectoris). Habt ihr schon mal auf das Etikett gesehen, was da drin ist? Das steht: Glycerol-Tri-Nitrat. Jetzt hab ich mir von einem Apotheker meines Vertrauens sagen lassen, dass das chemisch was anderes ist, als das, was „wir auf die Felder kippen“. Schade eigentlich, der Vergleich hätte so gut gepasst.

Nitrat ist ja der Inbegriff alles Bösen. Dass Nitrat ein natürlicher Bestandteil jeden Bodens ist,  dass Pflanzen ohne Nitrat nicht leben können und dass aus Nitrat in der Pflanze Aminosäuren gebildet werden, glaubt ja eh kaum noch einer. Nitrat ist in der Gülle, die wird auf die Felder gekippt und landet dann im Grundwasser und in unserer Nahrung.

Und das stimmt sogar: das Nitrat landet in unserer Nahrung. Besonders viel Nitrat ist im Gemüse, warum auch Vegetarier deutlich mehr Nitrat zu sich nehmen (180-200 mg/Tag) als Fleischesser (50-160 mg/Tag). Allein daher kann Nitrat ja sooo schädlich nicht sein, den Vegetarier ernähren sich – glaubt man der veröffentlichten Meinung – gesünder.

Ein normaler Mensch nimmt 70% des Nitrat über Gemüse, 20% über Trinkwasser (falls er Leitungswasser trinkt), 5% über Fleischwaren und  3% über Obst auf. Und nochmal: bei Vegetariern sind die Verhältnisse anders, denn die essen ja mehr Gemüse.

Ja, werdet ihr sagen, das Nitrat ist ja vielleicht nicht giftig, aber das Nitrit. Und wie Nitrit gebildet wird, wisst ihr ja. Ich wusste es nicht und drum habe ich nachgeschaut.

Nitrat reichert sich im Speichel an und wird von Bakterien am Zungengrund in Nitrit umgewandelt. Aber dies trifft nur für rund 25% des Nitrates zu: die restlichen 75% werden unverändert über die Nieren ausgeschieden. (Und 75% sind Dreiviertel, nur für Mathe-Legastheniker…)

Nitrit wiederum regt die Bildung von Stickstoffmonoxid an. Das ist nun einer der potentensten Blutverdünner! Es weitet die Gefäße und vermindert die Verklumpung der Blutplättchen. Nebenbei wirkt es antibakteriell und tötet Keime ab. Und einen positiven Einfluss auf die Magenschleimhaut und die Verhinderung von Magengeschwüren wird ihm auch nachgesagt. Na, wenn das nicht positiv ist! Gut, für Apotheker vielleicht keine gute Nachricht 😉 .

Ja, aber die Nitrosamine!!!  Sie entstehen in der Regel bei der Zubereitung, beispielsweise durch zu langes Grillen oder beim Frittieren. Aber das hat ja jeder selbst in der Hand, da kann ja das Nitrat nichts dafür…

Wie ihr seht, lohnt es sich immer wieder, die überall verbreiteten Meinungen mal kritisch zu hinterfragen.

Euer Bauer Willi

 

Wer noch mehr wissen will:

http://www.nationalgeographic.de/aktuelles/gesundes-nitrat

https://www.ugb.de/forschung-studien/nitrat-im-essen-vom-saulus-zum-paulus/

https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/toxische_reaktionsprodukte/nitrosamine/et_nitrosamine_gefaehrlichkeit.htm

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141 Kommentare

  1. Andreas Wasmeier sagt

    Eine Düngung mit Nitrat schadet sogar den Pflanzen. Haben Sie schonmal was von der Nitratreduktase gehört?
    Kritisch hinterfragen sollte man die Tatsachen, warum noch immer der nitrathaltige Kalkamonsalpeter 27 der Standarddünger der deutschen Landwirtschaft ist, wo doch jeder Landwirt wissen müsste, dass die Pflanzenernährung besser über Ammoniumstickstoff funktioniert zum Beispiel Harnstoff 46 oder Cultan…
    Es hilft nicht, solange Landwirte stur mit standardisierten Pflanzenbauverfahren schema F, welches man auf beliebig großen Flächen anwenden kann, arbeitet, muss ein kleine Ackerbaubetrieb mit 100 Hektar mit Betrieben, welche mehrere 1000 Hektar haben, konkurieren. Beide stellen absolut identische Produkte her. In der Regel sind die größeren Betriebe sogar weitaus effizienter.
    Die Globalisierung ist gnadenlos, aber unglaublich effektiv!
    Es hilft nicht, kleinere Landwirte welche beim Trend zu immer mehr Fläche nicht mithalten können, oder über eine bessere Wertschöpfung ihre Erlöse steigern, wird genau das gleiche Schicksal treffen, wie dem Tante Emma Laden um die Ecke…
    Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand, werter Herr Bauer Willi! Schließen Sie sich zum Beispiel mit Landwirten in einem Verband zusammen und gründet eine Erzeugergemeinschaft für den Anbau von Gemüse mit erhöhtem Nitratgehalt, weil das ja so gesund ist…
    Ich bin mir sicher, Produkte mit einem solchen Siegel werden ein Verkaufsschlager 😉

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  2. Andreas sagt

    Schade Schade … „Ist Nitrat gesund“
    Jeder Diskutant kann sich hier die Frage stellen, als Landbewohner in der Situation zu sein, dass man einen eigenen Hauswasserbrunnen hat mit einem Nitratwert von 150 . Das Gesundheitsamt verbietet es nicht zu nutzen. So ist die Praxis. Frage: Würde Bauer Willi seinen Kindern das Wasser zumuten oder nicht? Darum geht es. Um kommende Generationen und das lässt sich nicht polemisch wie hier diskutieren.

    Ich habe selbst mal gesehen, wie ein Gemüsebauer Porree Mitte Oktober mit schnell wirkendem Stickstoffdünger winterfest gedüngt hat.
    Ich sehe Gärsubstrat aus Biogasanlagen, das ebenfalls mehr Anteil schnell wirkenden Stichstoffdünger hat was das Auswaschungsrisiko automatisch erhöht.
    Ja, wir machen satt… (außer BGA) Aber gibt es Verbesserungsmöglichkeiten sollte man fragen und nicht zynisch werden mit solchen Themen hier.
    Ich fange an mich zu schämen für diese kranken Diskussionen.
    Ein Beispiel zum Thema:
    Auf der Facebook Seite des Sattmachers Holtkötter wird über einen Landtagsabgeordneten der Grünen gelästert, weil er einen höheren Mehrwertsteuersatz für Kunstdünger fordert.
    Er wird von Holtkötters „Gefährdern“ (Gefährder unseres Ansehens) massiv beleidigt. Zitate erspare ich uns. Diese Gefährder gehen mit dem Motto nach Berlin: „Redet mit uns“
    Ich finde das alles widerlich.

    Frage an Bauer Willi:
    1.Lässt er seinen Enkeln nitrathaltiges Wasser trinken über viele Jahre?
    2.Wie findet er den Vorschlag, mineralischen Stichstoffdünger mit Mehrwertsteuer zu erhöhen? Würde dies nicht wirklich genau den Intensivregionen helfen ihre überschüssige Gülle los zu werden?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „jeder Diskutant kann sich hier die Frage stellen, als Landbewohner in der Situation zu sein, dass man einen eigenen Hauswasserbrunnen hat mit einem Nitratwert von 150 . Das Gesundheitsamt verbietet es nicht zu nutzen. So ist die Praxis.“

      @Andreas

      Das Landratsamt Ortenaukreis erinnert alle Eigenwasserversorger im Ortenaukreis daran, ihr Trinkwasser untersuchen zu lassen. Auch Betreiber von Kleinanlagen müssten nach den geltenden Bestimmungen der Trinkwasserverordnung ihr Trinkwasser regelmäßig untersuchen lassen. Die Verordnung schreibt die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an das Trinkwasser vor. Einige Inhaltsstoffe des Trinkwassers müssen jährlich, andere mindestens alle drei Jahre kontrolliert werden. Zu den Kleinanlagen zählen alle Anlagen, aus denen pro Jahr höchstens 1.000 Kubikmeter Wasser für den menschlichen Gebrauch, also Trinkwasser, gewonnen werden. Die Untersuchungen haben die Betreiber der Kleinanlagen in Eigenverantwortung durchzuführen, unabhängig davon, ob sie das Trinkwasser selber nutzen oder an andere Nutzer abgeben. Bis spätestens Ende dieses Jahres müssen die Eigenwasserversorger die Probe nehmen und die Ergebnisse der Untersuchung innerhalb von zwei Wochen dem Landratsamt Ortenaukreis vorlegen.

      https://www.ortenaukreis.de/Themen/Landkreis-Verwaltung/Presse/Pressemitteilungen/J%c3%a4hrliche-Trinkwasseruntersuchung-bei-Kleinanlagen.php?object=tx%7C2390.13.1&ModID=7&FID=2390.10048.1&NavID=2390.275

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      • Andreas sagt

        @Ehemaliger
        Ich habe nichts zu korrigieren und du erzählst nichts Neues.

        Ich habe das geschrieben um klar zu machen, dass natürlich untersucht wird behördlich aber es dem Eigenverbraucher freigestellt ist sich unbelastetes Wasser zu organisieren durch Neubohrung oder das Wasser mit 150 mg Nitrat zu trinken. (Das Wasser von Wasserwerken hingegen , ist an Vorgaben gebunden)

        Es geht hier also um eine Selbsteinschätzung und ich will von Willi wissen was er hier überhaupt zum Ausdruck bringen will oder ob er nur unser Ansehen schaden will weil er den Eindruck erweckt, dass wir Bauern fahrlässig mit dem Thema umgehen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es ist richtig, dass der Eigentümer und die im Familienverbund sich im eigenen Brummen nicht an die Richtlinien halten muss, bin mir aber sicher, wenn zb. ein Baby durch nicht den Richtlinien entsprechenden Wassers zu schaden kommen würde, das wäre nicht nur moralisch fragwürdig, sondern wäre ein Straftatbestand.

          Zu glauben, Bauer Willi möchte seinen Berusfkollegen schaden, ist absurd.

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          • Andreas Schmid sagt

            Einfach in den ersten 3 Monate stillen, dann hat man kein Problem. Nachher darf der Nitratgehalt höher sein.

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            • Sabine sagt

              Meiner Mutter hat man noch das MAT angedreht, weil Kinder damit angeblich besser zunehmen. Das hat geklappt, wir sahen alle aus wie wie kleine Sumoringer. Meine älteste Schwester – die Kinder kamen in den 80igern – hat gestillt bis die Kinder selber stehen konnten und hatte keine Probleme mit Über- oder Untergewicht und wenig Probleme mit Erkältung, Durchfall etc. damit hatte sich das Pulverzeug bei uns in der Familie erledigt. Das man überhaupt jemals Frauen einreden konnte, dass Muttermilch schlecht für Babys ist, hört sich heute wie ein schlechter Scherz an.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas
      ich will überhaupt nichts zum Ausdruck bringen! Mir scheint es so, als würdest Du hinter jedem Baum einen Räuber vermuten. Ich habe die positiven Seiten von Nitrat aufgezeigt, nicht mehr und nicht weniger.
      Jedes Wasser enthält Nitrat! Mal mehr, mal weniger. Wasser mit einem Nitratgehalt von Null wird es wohl kaum geben, nur weiß das kein Mensch mehr! Auch Gemüse enthält Nitrat, je nach Kultur sogar sehr viel. Ist Gemüse jetzt ungesund? Und ja, auch meinen Enkel würde ich Leitungswasser zu trinken geben (wenn ich denn schon Enkel hätte). Und die Frage nach der Mehrwertsteuer kann ich dir so spontan nicht beantworten, weil ich davon noch nichts gehört habe.
      Noch was: bitte unterlasse das Bashing gegenüber Leuten, von denen wir ja mittlerweile alle wissen, dass Du die nicht leiden kannst. Das gehört hier nicht hin, mach das bitte mit denen direkt aus. Beachte die Spielregeln: keine Verleumdung von Personen.
      Bauer Willi

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      • Andreas sagt

        Lieber Bauer Willi, jemandem eine nicht begangene „Verleumdung“ zu unterstellen, ist eine Verleumdung.

        2. Es geht keineswegs um Leute die ich nicht mag oder mag sondern um ein Demonstrationsereignis in der Bundeshauptstadt für das ich mich schäme. Mir eine persönlich „Feindschaft“ zu unterstellen ist zwar keine Verleumdung sondern eine Unterstellung. Außerdem höchst unprofessionell wie

        3. deine ausweichende Antwort. Ich habe nicht gefragt ob Du was gehört hast oder nicht sondern was Du dazu sagst die Steuer auf Dünger zu ändern und zweite Frage ob du Wasser mit 150 mg Nitrat als Trinkwasser für deine Kinder nutzen würdest.

        Wenn Du anfängst hier Meinungen zu zensieren zu wollen in dem halbgar festgestellt wird was hier hin gehört oder nicht, kannst du dich bei topagrar erkundigen wie schnell ein Forum tot ist.

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        • Bauer Willi sagt

          Ich werde mit Deiner Kritik leben können und müssen. Ich bin jetzt einfach zu müde, um auf Details einzugehen. Bin in den letzten Tagen durch die halbe Republik gefahren, um aktiv zur Verbesserung des Bildes von uns Bauern beizutragen.
          Bauer Willi

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          • Andreas sagt

            Dann mal gute Erholung! Mich zu diffamieren, dazu warste nicht zu müde.

            Ich hoffe dass Nitrat bald gesund ist und wir zahlen keine Strafe an die EU sondern bekommen Geld

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            • omg, Andreas. Immer in der Opferrolle und gleichzeitig auf Attacke eingestellt. Überleg doch mal, bevor du schreibst! So dreht sich das Hamsterrad für dich immer weiter.

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            • Andreas sagt

              @B. Barkman
              @Bauerhans
              Danke für eure Führsorge. Persönliches ist nicht nötig und ich stehe weder anderen noch mir selbst im Weg. Auch so ein Hamsterrad ist mir völlig fremd.
              Opfer bin ich auch nicht, denn das Wasser aus unserem Brunnen hat einen Nitratgehalt 0,.. . Wir gleichen diesen Nitratmangel nun nach Willis wissenschaftlichen Analyse mit Gemüse aus.

              Bitte macht diese Seite nicht mit persönlichen Befindlichkeiten kaputt. Es geht um Nitrat und um unsere Außendarstellung und nicht um Andreas im Hamsterrad – das es gar nicht gibt.

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            • Mark Rössler sagt

              Zitat Andreas:
              „Bitte macht diese Seite nicht mit persönlichen Befindlichkeiten kaputt.“

              Wie würdest Du Deine ständigen Beiträge bezeichnen, deren Inhalt oft von Angriffen gegenüber Dritten beinhaltet, die weder an der Diskussion beteiligt sind, noch was mit den Themen zu tun haben?

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            • Andreas sagt

              @Mark Rössler
              Meine Wortmeldungen kann man mögen oder nicht -alle sind themenbezogen und das Thema heißt „Nitrat“.

              Es ist die Sorge die mich treibt, wenn ein Abgeordneter mit den Worten bedacht wird: Zitate der Bauern: „Vollgasdepp, Vollidiot, Trumosyndrom, Pfeife, Deppen, … . Dies zum Thema Nitrat und Dünger auf der o. genannten Facebookseite . Die gleichen Leute schreien in Berlin: „Redet mit uns“.

              Wir Bauern werden Schaden nehmen, glaube mir.
              Es gibt auch eine Realitätsverweigerung. Agravis ist ja wohl das Symbol für Agrarindustrie schlechthin. Genau diese Agravis macht nun in einem Kraftfutterwerk nach Biorichtlinien Naturland Biofutter. Wurde gestern auf topagrar online bekanntgegeben. Ich glaube, Naturland ist auch Mitveranstalter der Whes. An dem Beispiel merkt ihr doch, dass es eine Realität neben der Sattmacherideologie gibt. Ihr verrennt euch total weil ihr aus eurer selbst gesteuerten Wahrnehmungsblase nicht mehr raus kommt. Ich bin sicher nicht euer Problem dass ihr bekämpfen müsst.

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            • Mark Rössler sagt

              Was stimmt mit Dir nicht?
              Warum „Ihr“ und sonstigen Krams?

              Was bitte habe ich mit den anderen Personen, Organisationen Top Agrar oder der Agravis zu tun?

              Und was hat das wiederum mit dem Thema hier zu tun?

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            • Andreas sagt

              @Mark Rössler
              nun wird`s aber kompliziert
              Bauerhans spricht selbst von „wir“
              Mit „Ihr“ meine ich die:

              Wer Mark Rössler ist oder nicht ist kann er am besten selbst sagen oder sein lassen.
              Der Link (topagrar) diente dazu zu zeigen, dass es die Aufteilung von echten und unechten Bauern real nicht gibt, wie man das in Berlin erklären will. Warum sich Mark R. nun wieder angesprochen fühlt liegt vermutlich daran, dass er stören will und sich bewusst dumm stellt und auf solche Quatsch werde ich sicher nicht noch einmal reagieren.
              Nun kommen wir wirklich zu weit vom Thema „gesundes Nitrat“ weg . Die Stadtmenschen werden sich angewidert abwenden. Bin raus hier und es wurde sicher alles gesagt.

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            • Mark Rössler sagt

              „Andreas privater Feldzug gegen andere!“

              Was möchtest Du eigentlich mitteilen? Es ist einfach nervig ewig die Leier von der ist böse, die ist doof zu hören.
              Befasse Dich doch lieber mit den Themen und nicht immer mit anderen.

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        • Mark sagt

          @Andreas
          Die Mehrwertsteuer für mineralische Düngemittel beträgt 19% und hat damit schon den höchsten derzeit gültigen Satz. Wenn man darauf noch was draufpacken will müsste man eine Stickstoffsteuer einführen. Die Diskussion gabs schon mal Anfang der 90iger des letzten Jahrtausends. Problem damals und heute nochmehr: die flächenarmen Intensivtierhaltungen. Man müsste den Stickstoffanteil des Dunganfalls ebenfalls versteuern, sonst hätten diese heute noch mehr kritisierten Haltungformen einen enormen Wettbewerbsvorteil. Besteuert man mineralischen und organischen Stickstoff (was ist mit Leguminosen) so wird sich die Produktion in Deutschland bzw. Europa verteuern. Bei Beibehaltung der Globalisierung wird die landwirtschaftliche Produktion weiter zurück gehen und der Import von Nahrungsmitteln zunehmen. Wenn das gewollt ist, nur zu.

          Bei 100 mg würde ich meinen Kindern bedenkenlos zu trinken geben. 150 mg müssen nicht sein. Ich gebe Bauer Willi recht, das Thema Nitrat ist mittlerweile vollkommen emotional aufgeladen und oft weit entfernt von realistischer Sachlichkeit.

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          • Andreas sagt

            @Mark Rössler
            Du brauchst nur ein Jahr zurückgehen, da wurde durch Hendricks die Stickstoffsteuer noch thematisiert und wohl zugunsten der Biobetriebe fallen gelassen.

            Ich lehne die Lenkung der Düngung durch Steuern grundsätzlich ab. Natürlich ist „Kunstdünger“ jetzt schon mit 19% bedacht und es ist fraglich ob es steuerrechtlich überhaupt möglich wäre speziell eine Düngerart höher zu besteuern (z.B. Stickstoff)

            Jedenfalls ist es bedauerlich, dass seitens der Landwirtschaft weder seriöse Informationen noch Vorschläge kommen sondern nur noch rumgepoltert wird wie in meinem Eingangspost beschrieben. Für einen Bauernverband ist das ja auch super schwierig zu agieren, weil man schlecht eigene Mitglieder auf die Füße treten kann. Die Mitglieder sind dann mal schnell weg.
            Also geht das nur so wie hier oder auf Facebook mit Einzelmeinungen die dann aufgegriffen werden können. Noch besser wäre, Bauer Willi bringt hochkarätige Expertenmeinung auf diese prominente Plattform.

            Also: Nitrat ist lebenswichtig und das ist nicht neu. Vitamine sind es auch aber auch über dosiert tödlich. Wir sollten das Wasser nicht mit Nitrat anreichern und da sind sich alle einig und deshalb war diese Thema vom Bauern Willi nicht zu seinen Glanzleistungen zählend. Wir müssen seriös bleiben bzw. andere müssen es werden.

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    • bauerhans sagt

      „Jeder Diskutant kann sich hier die Frage stellen, als Landbewohner in der Situation zu sein, dass man einen eigenen Hauswasserbrunnen hat mit einem Nitratwert von 150“

      keiner muss belastetes wasser trinken!
      entweder gibts stadtwasser oder die zuständige behörde sorgt dafür,dass unbelastetes wasser zur verfügung steht.
      selbst der reihenhausbewohner im raum vechta/cloppenburg,der im ndr ordentlich über die nichtnutzung seines hausbrunnens schimpfte,gab zu,dass das trinkwasser aus der stadtwasserleitung kommt.

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  3. Friedrich sagt

    Hallo Leute habt ihr schon in der Ernährung oder auf Verpackungen mal was über Nitratgehalt gelesen. Ich nicht , las mich aber gerne korrigieren. Also mit dem Faktor 6,25 wird der Stickstoff multipliziert um auf den Eiweißgehalt zu kommen. Der Mensch braucht pro kg Gewicht und Tag ein Gramm Eiweiß ,- mal so als Faustzahl. Eiweiß ist „Lebensnotwendig“ , daß wissen wir doch alle , oder ? Keiner würde so schlecht über Eiweiß reden , wie es hier über Nitrat gerade passiert. Es hat also alles seine zwei Seiten. Wir sollten auch nicht vergessen , daß die Luft unter anderem aus Stickstoff besteht. Auch in den Böden ist Stickstoff von Natur aus vorhanden . In einem Hektar sind 5.000 – 20.000 kg Stickstoff vorhanden. Ohne Stickstoff würde keine Leben möglich sein. Alle organische Masse , die auf die Erde fällt (z.B. Laub im Herbst) und dort verrottet setzt dort Stickstoff frei. Deshalb kann es auch unter Wäldern zu erhöhten Stickstoff/Nitratwerten kommen. Es ist also kein Teufelszeug , sondern Natur und wie Christian sagt : Die Dosierung macht das Gift !!

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    • Stadtmensch sagt

      Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es einen Unterschied zwischen dem Inertgas Stickstoff (N2) und reaktivem Stickstoff (NO und NH Verbindungen).
      Die Humusauflage (Wald oder Feld) kann nur eine bestimmte Menge Stickstoffverbindungen im Kreislauf binden\aufnehmen. Was zuviel ist, geht ins Grundwasser (Nitrat) oder in die Luft (Lachgas). Abhängig von anderen Einflüssen kann das weitreichende Folgen für das jeweilige Ökosystem haben (s. Fluch und Segen der Stickstoffdüngung o. UBA).
      Die ganze Diskussion um Gesundheitsrisiken durch Nitrat im Gemüse oder Trinkwasser ist reine Ablenkung.

      +1
      • Mark Rössler sagt

        Wie sieht es mit der Stickstoffbindung im Boden aus?
        Das „Zu Viel“ landet nicht grundsätzlich im Grundwasser oder in der Luft.
        Das ist ein Irrglaube, ansonsten würden Biobetriebe ja überhaupt keinen Stickstoff zur Verfügung haben außer aus Wirtschaftsdüngern (Gülle, Mist),

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  4. Anwalt der Tiere sagt

    Skandal! Nitrat ist gesund, und wir leisten uns ein teures Messstellennetz!

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  5. Nachbar sagt

    Wenn 75% des dem menschlichen Körper zugeführten Nitrats wieder ausgeschieden werden(vorausgesetzt man ist kein Wildpinkker und benutzt die Kanalisation als Entsorgungsweg),zu welchem Anteil ist dann die Menschheit an der Nitratdiskussion beteiligt? Ich vermisse Aussagen dazu bei dem Thema, oder ist das „anderes Nitrat“???
    Die braune Tonne vor der Haustüre in der der sattgrüne Rasen- und Grünschnitt landet ist sicher auch zu vernachlässigen, die wird ja vom Müllwagen abgeholt ?.

    +1
  6. Josef sagt

    Und mit Allem, was nicht nachweislich schädlich, und im Krankheitsfall sogar nützlich ist, versauen wir gedankenlos und hirnlos das Grundwasser ? Wie oft schon haben sich Stoffe erst später als schädlich erwiesen, oder die Grenzwerte als zu hoch ? Vergleiche mit dem Nitrat im Gemüse sind doch hier total unsinnig. Wer es vermeiden will, kann weniger N-haltiges Gemüse essen, jeder kann das selber entscheiden, jetzt und in künftigen Generationen. Ist das N erst im Grundwasser, gibt es diese Entscheidungsfreiheit nicht mehr.

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    • bauerhans sagt

      autos sind nachweislich schädlich,sogar tödlich,wenn sie hirnlos eingesetzt werden.

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      • Josef sagt

        Deine Antworten sind immer die besten. Autos kann man verschrotten, dann sind sie weg. Was ist aber mit Rückständen im Grundwasser ? Hinterlassen wir nicht schon mit dem Atommüll genug für Tausende von Jahren?

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        • bauerhans sagt

          trinkwasser wird ständig untersucht.
          ich habe meine flächen zwischen 3 trinkwassertiefbrunnen und da werden proben gezogen,auch bei den nachbarn,demnächst wieder n-min.
          im herbst wurden bodenproben gezogen,deren ergebnisse auch dem wasserwerk
          zugestellt wurden.
          das wasserwerk sponsert die zwischenfrucht,darf keine leguminose sein.

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        • Mark Rössler sagt

          Josef: „Autos kann man verschrotten, dann sind sie weg.“

          Diese Aussage muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen…

          Der Straßenverkehr ist beim Nitrat mit fast 10% beteiligt, Altlasten von PKWs sind auch nicht einfach weg.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Josef
      schade, dass Du Dich einfachen Argumenten jedes Mal verweigerst und nur dahinpolterst. Vergleiche mit Gemüse sind nicht unsinnig, weil sie der weitaus größte Posten ist, über den der Mensch Nitrat zu sich nimmt. Vielleicht liest Du erst Mal die Links, die das sehr anschaulich zeigen.
      Bauer Willi

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      • Josef sagt

        Ist das N in Gemüse eine Rechtfertigung dafür, Grundwasser zu belasten ? Hätten wir ein derart sauberes Grundwasser, wenn die Generationen vor uns auch schon so leichtfertig vorgegangen wären ? Im Übrigen poltere ich nicht, sondern ich stelle unbequeme Fragen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Durch Koppelung grundwasserhydrologischer, agrarwissenschaftlicher und sozio-ökono-
          mischer Modelle wurde ein Modellverbund „MoNit“ geschaffen, der eine Interpretation
          der Grundwasserbelastung durch Nitrat im Oberrheingraben ermöglicht. Die Validierung
          anhand der umfangreichen Daten aus der Grundwasserüberwachung ermöglichte über
          die Kalibrierung der Einzelmodelle hinaus den Nachweis der Eignung des Gesamtsystems.
          Damit können Handlungsoptionen zur Reduzierung der Grundwasserbelastung verglei-
          chend bewertet werden
          Als Folge der starken Zunahme der N-
          Überschüsse bis 1980 stieg die im Grund-
          wasser gespeicherte Nitratmenge bis zur
          Mitte der 90er Jahre auf bis zu 1 000 kt

          Nitrat an.
          Für 2005 betrug der Nitrataustrag in
          das Gewässernetz 32 kt Nitrat/a, rd. 84 %
          des Eintrags über die Grundwasserneu-
          bildung (38 kt/a). Der Abbau mit 11 kt/a
          und der Austrag über die Grundwas-
          serentnahmen mit 8 kt/a waren deutlich
          kleiner. Seit Mitte der 90er Jahre über-
          wiegt der Austrag gegenüber dem Ein-
          trag, im Jahr 2005 aber nur um 18 kt. Das
          führt zu entsprechend langsamen Ab-
          nahmen der Konzentrationen (z. B. Mess-
          stellenmittelwert von 28,4 mg/l (1997)
          auf 27,2 mg/l (2003) [7]). Ein Vergleich
          mit der gespeicherten Menge zeigt, dass
          die Wiederherstellung einer flächende-
          ckend befriedigenden Grundwasserbe-
          schaffenheit nur extrem langsam erfolgen kann.

          [7] Landesanstalt für Umwelt, Messungen und
          Naturschutz Baden-Württemberg (Hrsg.):
          Schriften zum Projekt MoNit, Karlsruhe 2006

          https://www.researchgate.net/publication/257745208_Der_Modell-verbund_MoNit_zur_Simulation_der_Grundwasserbelastung_durch_Nitrat_im_Ober-rhein-graben

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  7. Andreas Schmid sagt

    Danke, Willi dass du dich hingesetzt hast um das wichtige Hintergrundwissen zu veröffentlichen. Ich habe das oft nur behauptet, du hast die Fakten zusammengetragen.

    +7
  8. Biobauer Andreas Fendt sagt

    ich ergänze für all jene, die dem Ökolandbau vorwerfen die ganze Welt mit Kupfer zu vergiften: Kupfer ist für den Menschen ein essentielles Spurenelement und Kupfermangel ist eine ernste Krankheit!

    merkt ihr was 😉

    0
    • Bauer Willi sagt

      Ja, stimmt. Wir haben Kupfer-Wasserleitungen. Und ich lebe immer noch.
      Bauer Willi

      +3
    • Klaus Schaller sagt

      Dieses Faß würde ich als „Öko- oder Biobauer“ nicht unbedingt aufmachen. Kupfer (Cu) ist ein allgmeines Biozid und schädigt, in den Boden eingebracht, dessen gesamtes Bodenleben erheblich. Im Endeffekt leidet die Bodenfruchtbarkeit. Der allgemeine Grenzwert von 60 ppm Cu wurde nicht ohne Grund eingeführt. Ab diesem Wert nimmt das Bodenleben unwiederbringlich Schaden. Die erlaubten 3 kg Cu/ha und Jahr im Biolandbau bedeuten ca. 1 mg Cu/kg Boden (= 1ppm) Zunahme. Es kann sich nun jeder Ökolandwirt selbst ausrechnen, unter Berücksichtigung der Grundbelastung, wann für ihn persönlich die Schadgrenze auf seinen Äckern, Obst- oder Weingärten erreicht sein wird.
      Leider bleibt das Kupfer den Böden erhalten. Es wird auch nicht umgewandelt und „transformiert“ wie einige immer noch glauben. In diesem Fall ist die Naturwissenschaft unumstößlich!

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        beantworte eine einfache Frage: auf wieviel % der ökologisch bewirtschafteten Flächen darf Cu überhaupt angwendet werden, weil dort Kulturen angebaut werden, für die es eine Zulassung gibt?

        Die Kupferlüge ist neben den EHEC-Sprossen das häuftigste Fakeargument um Ökolandbau zu diskreditieren.

        Wie immer macht im Mensch die Dosis das Gift: Kupfer braucht der Mensch, Glyphosat nicht, ein einziges Molekül reicht da, um u.U. Krebs auszulösen. Und wie Willi (danke!) richtig schrieb: Die Kupferaufnahme des Menschen durch Wasserleitungen und andere Quellen übersteigt jene durch Konsum gespritzer Bioprodukte um das 1000-fache.

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        • Ich seh das so sagt

          Du hast einen tollen Speiseplan:
          „Kupfer braucht der Mensch, Glyphosat nicht. da, um u.U. Krebs auszulösen“

          Frage dazu: Wieso haben SPUREN-Elemente wohl den Namen bekommen und wieso heißen andere HAUPT-Nährstoffe ? Dürfte wie so oft mit der nötigen Dosis für Mensch, Tier und Pflanze zusammenhängen – ist aber nur so eine laienhafte Vermutung.

          Vorschlag dazu: ersetze in deinem Speiseplan Glyphosat durch Nutella. Es ist schmackhafter und du schaltest die schlimmste Krebsquelle der Menschheit aus.

          Und weiters haben wir wieder mal bewiesen bekommen: Lügen (EHEC, Kupfer ….) tun immer nur die Anderen. Bio darf man einfach nicht auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen.

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        • Karl Napp sagt

          »Glyphosat nicht, ein einziges Molekül reicht da, um u.U. Krebs auszulösen«

          Und das ist das häufigste Fake-Argument gegen Glyphosat. Es gebe »begrenzte Hinweise«, sagt die IARC, auf die sich alle berufen, bewiesen hat’s noch keiner, auch nach über 30 Jahren Anwendung und Untersuchung nicht.
          Als nach IARC auf jeden Fall krebserregend eingestuft (Klasse 1) sind aber Schinken, Salami, Wurst und Würstchen, Bier, Wein und Schnaps.
          Guten Appetit und Prost!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Kupfer ist ein essentielles Spurenelement; es ist unentbehrlicher Bestandteil vieler Enzymsysteme. Dementsprechend kann nicht Kupfer an sich, sondern nur zu viel Kupfer wie im ÖKO-Landbau schädlich sein. Die Dosis macht das Gift.

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  9. Sabine sagt

    Nur mal zur Erinnerung. Soweit ich weiß, sind die Grenzwerte für Nitrat im Trinkwasser einst aufgrund der Häufung von Methämoglobinämie -landläufig auch Blausucht genannt- bei Babys in den 50igern und 60igern eingeführt worden. Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland immer noch Gegenden wo private Brunnen recht hohe Werte aufweisen und Kinder daher das Wasser nicht Trinken sollten. Also, so ungefährlich ist es nicht, aber man muss auch nicht hysterisch werden.

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    • Bauer Willi sagt

      Gibt es eigentlich aktuelle Studien zur Blausucht bei Säuglingen? Wäre doch mal interessant…Wer recherchiert? Muss gleich wieder zu einem Vortrag und komme nicht dazu…
      Bauer Willi

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      • Sabine sagt

        Also, da es meist Säuglinge im Alter bis 3 Monaten traf, die mit Milchaustauscher ….äh Säuglingsnahrung, die mit Wasser angerührt wird, gefüttert wurden, lag es wohl Nahe. Andere Quellen schieden wohl aus, weil die halt nix anderes in dem Alter bekommen. Ich glaube nicht, dass da jemand eine Versuchsreihe gestartet hat.
        Mir hat man noch gesagt, dass man Kleinkindern kein aufgewärmtes Gemüse und keinen Fisch geben soll. Das wären weitere Quellen. Ich weiß jetzt nicht, was in den „Gläschen“ ist, die so gerne an Kleinkinder verfüttert werden. Irgendwie sind die ja auch aufgewärmte Gemüsepampe.

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        • Stadtmensch sagt

          Das hatte ich mir gemerkt (Pollmer mal wieder):

          http://www.deutschlandradiokultur.de/langlebige-ernaehrungsmythen.993.de.html?dram:article_id=249278

          „Dumm nur, dass in der Nachkriegszeit vom Spinat nicht wenige Kinder krank wurden, einige sind daran sogar verstorben. Das konsequente Ausspucken hat so manchem das Leben gerettet, denn da war statt Eisen giftiges Nitrit mit drin. In den Nachkriegsjahren wurde der Spinat vorgekocht; Kühlschränke gab es noch keine, und so hatten die Bakterien genug Zeit und Wärme das Nitrat allmählich in das gefährliche Nitrit umzuwandeln. Und damit bestand für Kleinkinder Lebensgefahr.“

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          • Sabine sagt

            Nun, der letzte Fall von denen ich aus der Presse weiß, waren 1984 in Lemgo, bei einem Kleinkind wurden Hirnschäden aufgrund von Nitratvergiftung festgestellt. Damals wurden auch von einigen Gemeinden eingeräumt zu hohe Nitratwerte im Trinkwasser zu haben. In NRW wurde damals sogar ein Wasserwerk vorübergehend geschlossen, nachdem zwei Babys verstorben waren. Ob es am Ende das Wasser war, kann ich nicht erinnern.

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        • Andreas Schmid sagt

          Deshalb ist es ja auch gesünder, wenn Mütter stillen. Die Verdauung ist bis 3 Monate bei Babys anders. Die Verdauung kann mit dem natürlichen „Nitrat“ noch nicht umgehen. Das ändert sich aber mit dem Alter. Es ist aber auch nicht nötig, dass sie Nitrat verdauen müssen, denn die Natur hat ja für den Normalfall das Stillen eingeplant. Die niedrigen benötigen wir im Wasser demnach einzig und allein, damit Hipp, Alete…….. Gewinne machen können.

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    • Andreas Schmid sagt

      Das ist aber auch die einzige Begründung für einen niedrigen Nitratgehalt.

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  10. …und wenn man die leckere Wurst (immer etwa schwarz am Rand angekokelt, denn dann schmeckt sie besser) vom Gartengrill mit Genuss isst, kann nicht viel passieren in Sachen der krebserregenden Nitrosamine, wenn man viel Orangensaft dazu trinkt. Leid tun mir die Kindergartenkinder (auch ältere), wenn die sich ihr Stockbrot am Lagerfeuer schwärzen und kein Orangensaft literweise zuführen… . Die biochemischen Zusammenhänge von Nitrat-Nitrit-Nitrosamine- Orangensaft, sollen und die Ernährungsphysiologen erklären.

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  11. Christian sagt

    Danke für die Recherche Willi.
    Die Dosis macht das Gift – dies gilt für (alle?) Bereiche für uns und unsere Umwelt.
    Sehr viele Stoffe braucht unser Organismus oder die Natur als essentielles (Nähr) Element zum (über) Leben. Ab einer gewissen Dossierung wird es aber schädlich oder sogar toxisch.
    Unter einem gewissen Wert (tägl. Aufnahme etc.), wirkt der Stoff nicht (=ungefährlich?).

    Meine persönliche Schlussfolgerung daraus: zuerst nachsehen wieviel drinnen ist, dann nachsehen was wird benötigt und ab wann wird es toxisch.
    Vorsichtig bin ich nur bei Verbindungen, die in der Natur als solches wirklich nirgends vorkommen. Denn dort (so sagt mir der Hausverstand) gibts wahrscheinlich auch keinen natürlichen Gegenorganismus. Ansonsten gibt es in der Natur immer eine Gegenstrategie.

    Also, nicht nervös machen lassen und vielleicht heute wieder mal ne „Nitratbombe“ esssen 🙂

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