Jahr: 2017

Greenpeace wirbt für Landwirte…

Danke, Greenpeace! Für euren Einsatz vor den Lidl-Märkten. Und für diese Erkenntnis: „Wenn ein Kilogramm Schweinhack für 3,19 Euro im Angebot ist, bleibt für den Landwirt nicht viel übrig. So muss auch er schauen, wie er über die Runden kommt. Futter aus umweltschonendem Anbau oder Schweine, die Frischluft schnuppern dürfen, sind bei dem Budget nicht drin.“ Jetzt habt auch ihr erkannt, dass es nicht die „bösen Bauern“ sind, sondern auch der Lebensmitteleinzelhandel und der Endkunde eine wichtige Rolle spielen, wenn es mehr Tierwohl geben soll. Vielleicht können wirBauern ja mal was zusammen mit euch machen. Aufeinander schimpfen wird ja auf Dauer auch langweilig… Und miteinander reden bringt mehr… https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/tierische-taeuschung

Bauern gehen an die Börse

Jedenfalls dann, wenn sie organische Dünger abgeben oder beziehen wollen. Dazu haben diverse Organisationen, meist Maschinenringe, Lohnunternehmer und Landwirtschaftskammern, Nährstoffbörsen eingerichtet. Dort finden Abgeber und Aufnehmer zusammen. Ich habe mich bei meinem Besuch beim einem Betriebshilfsdienst und Maschinenring in Westfalen informiert. In diesem Maschinenring werden jedes Jahr rund 25.000 cbm organische Dünger (rund 45% Schweinegülle, 40% Gärsubstrat und 15% Rindergülle)  für wenige Cent pro Kubikmeter vermittelt. In verschiedenen Laboren wird der Nährstoffgehalt bestimmt, damit der aufnehmende Betrieb dies in seine Nährstoffbilanz aufnehmen kann. Diese kann auch vom Maschinenring erstellt werden. Die Lieferscheine werden vom abgebenden und aufnehmenden Betrieb unterschrieben. Die Abrechnung erfolgt über den Maschinenring. So wie bei diesem Maschinenring läuft es auch bei den anderen Organisationen. Eine gute Sache, die in den Medien ruhig auch mal erwähnt werden könnte. Ist doch eine gute Nachricht. Schließlich kümmern sich die Bauern selbst darum, dass es nicht zur Überdüngung kommt. meint Euer Bauer Willi Hier mal ein paar Links https://www.naehrstoffboerse.de/ https://www.maschinenring.de/leistungen/naehrstoffboerse.html

Bauern sind beliebt – ja, aber…

Im März 2017 wurde die Emnid-Studie über das Image der deutschen Landwirtschaft veröffentlicht. Ich habe mir die jetzt mal angesehen und bringe hier ein paar Ausschnitte, die mir interessant erschienen. In jedem Fall lohnt es sich aber, die Grafiken mal selbst durchzublättern. Hier ist der Link: http://media.repro-mayr.de/79/668279.pdf Bedeutung der Landwirtschaft Das bäuerliche Leben ist ein wichtiger Bestandteil deutscher Kultur finden 82% richtig und damit 9% mehr als 2012 Moderne Landwirtschaft trägt zum Klimaschutz bei sagen 35% bei der gleichen Fragen und damit 5% weniger als 2012.  Folglich sind 65% nicht dieser Meinung Informationsquellen über Landwirtschaft Mit über 70% ist dies Fernsehen, gefolgt von Rundfunk und Zeitungen. Die Werte sind gegenüber 2012 kaum verändert. Das Internet als Informationsquelle hat von 2002 bis 2017 einen steilen Anstieg erfahren (41%) wobei es bei den Jugendlichen mehr als 60% ausmacht. Interesse an landwirtschaftlichen Themen Großes Interesse an landwirtschaftlichen Themen haben in der Altersgruppe von 14-29 Jahren 22%, in der Altersgruppe über 60 Jahre 59%. Gar kein Interesse haben 14 bzw. 11%. Interessante Themen in der Landwirtschaft Für 94% ist dies primär die Qualität …

Kartoffeln „verstecken“

Am Freitag wurden Kartoffeln gepflanzt. Ich habe zwar selbst keine Kartoffeln, aber habe bei meinem Nachbarn vorbeigeschaut. Der baut mit zwei weiteren Kooperationspartnern Kartoffeln für Pommes Frites an. (sogenannte „Industriekartoffeln) Deshalb auch drei verschiedene Trecker-Marken. Aber alle grün, nur die Felgenfarbe ist unterschiedlich. Und wer nicht weiß, was ein „Jonny“ ist, kann ja mal einen Landwirten fragen… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

„Systemische Probleme…“ – Interview mit Habeck

Ein sehr bemerkenswertes Interview!! Unaufgeregt, sachlich und die kritischen Punkte angesprochen. Und das von beiden Seiten. Zehn Minuten die sich lohnen. Danke an beide (Seiten) Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

…bis zum Schluss!

Dem Landwirt geht es ums Tierwohl. Er möchte, dass seine Tiere in der gewohnten Umgebung getötet werden. Und dafür betreibt er einen großen Aufwand. Nicht nur, was die Genehmigung angeht, sondern auch an Personal. Ihm ist es das wert und wenn seine Berufskollegen das anders sehen, stört ihn das nicht. Um mit zu diskutieren, bitte das Video in voller Länge ansehen. Bis zum Schluss… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der gute Wolf…

Der Wolf als Inbegriff der Natur. So sehen ihn Aktivisten und preisen die Vorteile dementsprechend an: *https://chwolf.org/woelfe-kennenlernen/oekosystem/wolf-als-teil-des-oekosystems Der Wolf ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität. Die Rückkehr des Wolfes wird für das Ökosystem von grossem Vorteil sein. Es ist erwiesen, dass die Wölfe aktiv dazu beitragen, dass Wildtierbestände vitaler werden und Ökosysteme natürlich im Gleichgewicht gehalten werden. Oder: Durch die Rückkehr des Wolfes und dessen Regulierung des Wildbestandes, verändert sich auch das Verhalten der Hirsche und Rehe. Sie wandern mehr umher und bleiben nicht immer am selben Ort, somit hat die Vegetation mehr Zeit um nachzuwachsen und die Schutzwälder können sich besser verjüngen. Dadurch wird Erosion und damit Erdrutsche, Lawinen und Hochwasser natürlich verhindert und somit profitieren auch die Lebensgemeinschaften von Insekten, Fischen, Vögeln über Biber bis hin zum Menschen. Also, hier einige praktische Tipps, wie du dich verhältst, wenn dir mal so ein „Naturschutzwolf“ begegnet… Aber vielleicht kann man sich ja fragen, wie natürlich ist der Wolf in der menschlichen Kulturlandschaft? http://wolfmagazin.blogspot.de/2016/03/wie-verhalte-ich-mich-wenn-ich-einem.html?m=1

„Landwirt first“

Johannes Dreer ist Unternehmensberater. Aber seine Kunden sind keine Dax-Aktiengesellschaften, sondern Landwirte. Dabei geht es um mehr als betriebswirtschaftliche Fachlichkeit, weil der Erfolg von Familienbetrieben auch an weichen Faktoren hängt. Und oft ist es der externe Blick von aussen, der das Blatt wendet… Wir kommen auf den Betrieb: 150 Milchkühe im ausgesiedelten Stall, 140 Stück. weibliche Nachzucht auf der Althofstelle. Völlig überbelegt. Die Eltern beide über 80, der Vater leicht pflegebedürftig. 3 Kinder, eines davon designierter Hofnachfolger, aber noch ohne Fremdbetriebs- oder Fremdbranchen-Erfahrung. 1,6 Millionen Fremdkapital im Gesamtbetrieb – inklusive PV-Anlagen. Herdenleistung unterdurchschnittlich. Ergebnisse schlecht. Weil nur knapp 60 ha in Bewirtschaftung sind, drücken gleich mehrere Schuhe: Fremdkapital-Last, die neue Düngeverordnung und die mangelnde Futtergrundlage. Der Landwirt präsentiert uns seine Lösung: „Biogasanlage 75kW. Damit kriegen wir das Gülleproblem in den Griff und generieren Zusatzerlöse,  „nur“ ca. 700.000Euro Investition, ein Angebot liegt bereits vor,“ argumentiert der Landwirt. Aus unserer landwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Praxis wissen wir, dass eine Erweiterungsinvestition aufbauend auf ungesunder betriebliche und finanzieller Lage keinen Sinn macht. Aber wir erleben das häufig. Beziehungsweise beschäftigen wir uns …

Einstellungssache…

So denkt ein Vollblut-Unternehmer. So denken auch viele Landwirte. Also: Mut zum Risiko! Nicht auf andere warten, selbst handeln. Neulich sagte mir ein (erfolgreicher) Bauer: wir sind nach jedem Fehler danach stärker geworden. Das ist die richtige Einstellung.

Freie Hühner, freie Schweine…

Was passiert, wenn plötzlich und unerwartet ein Huhn in einem Dorf auftaucht und sich dort „einbürgert“? . Das zeigt das nachfolgende Video sehr anschaulich. Der Effekt ist verblüffend. http://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/13923698/Unbekanntes-Huhn-im-Baum/14019149                   Und da kam mir eine Idee: Menschen in der Stadt kennen viele unserer Tiere nicht mehr aus eigenem Erleben. Um das zu ändern, habe ich mir überlegt, dass ich in die nächste größere Stadt fahre und dort auf einem belebten Platz ein paar Hühner und vielleicht auch ein Schwein laufen lasse. Vielleicht Ostersamstag, weil dann besonders viele Menschen in den Städten sind und die Tiere bewundern können. Besonders Kinder dürften sich über so einen „Besuch vom Lande“ freuen. Ich habe das mal mit ein paar Freunden und Freundinnen diskutiert. Auweia, da ging es aber los! Das könnte gefährlich für die Tiere und die Passanten sein. Es wäre ein tierschutzrelevantes Thema (weil ich Tiere freilasse?) wenn die Tiere unbeaufsichtigt wären. Und der Einsatz der Polizei könnte auch Kosten verursachen (Wieso Polizei? Die sollen die doch nicht einfangen!). In geschlossenen …