Alle Artikel in: Bauer Willi

Flamingo im Hühnerstall – eine Jägerin in der Talkshow

Sich als Jäger in eine Talkshow zu setzen erfordert Mut. Wenn man eine Jägerin ist, erst recht. Deutschlands bekannteste Jägerin bezeichnet sich selber als „Flamingo im Hühnerstall“. Der Verlauf der Diskussion ist positiver, als ich es ursprünglich erwartet hätte. https://www.ardmediathek.de/video/deep-und-deutlich/kontroverse-jagd-deutschlands-bekannteste-jaegerin-im-talk/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS80NjA1XzIwMjQtMDMtMDktMDAtNDU

Neue Chancen – neue Märkte: Mikrogreens

Im Urlaub hat mich unser Gastgeber Klemens Kössler vom Breitenhof in St. Pauls auf einen kleinen, aber feinen Betrieb in der Nachbarschaft aufmerksam gemacht. In einer ehemaligen Garage hat Ulrich mit Freunden die Firma Profarms gegründet und produzieren dort sehr professionell „Microgreens“. Das sind Keimlinge, die in der Gastronomie zur Veredlung von Speisen dienen. Erst habe ich gemeint, dass das Anziehen von Kresse doch nicht so schwierig sein kann. Ulrich hat mich überzeugt, dass es schon sehr viel Erfahrung bedarf, ein standardisiertes Produkt zu erzeugen, wie es der Kunde haben will.  Da spielt die Blattgröße oder auch die Stiellänge eine Rolle, damit der Koch sagt: „Gute Ware“.  Profarms produziert mittlerweile Keimlinge von Senfkohl, Rettich, Rucola, Borretsch, Radieschen, Amaranth, Erbse, Brokkoli, Fenchel und Kapuzinerkresse und ist damit auf dem Weg, Marktführer in Südtirol zu werden. Noch ist das Ziel nicht ganz erreicht. Und jetzt kommts: profarms vermarktet das Know how über ein Partnerprogramm. Wenn ihr nach einem neuen Geschäftsfeld sucht, könnt ihr euch also mit Ulrich und seinen Freunden in Verbindung setzen: info@profarms.bio Sie sehen gerade …

Den Bauern zuhören…

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen in Baden-Württemberg, den ich gut kenne, hat mich gebeten, diese Einladung weiterzuleiten. Das mache ich gerne. „Landwirtschaftliche Praxis trifft Politik und Verwaltung“ Dienstag, 12. März 2024 von 10:00 – 12:30 Uhr Livestream Die jüngsten Bauernproteste haben sichtbare Spuren hinterlassen. Bei zahlreichen Veranstaltungen, an denen wir teilnahmen, um den Anliegen der Bäuerinnen und Bauern Gehör zu schenken, wurde immer wieder von einem „vollen Fass“ gesprochen. Aus diesem Grund hat die Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg beschlossen: Wir wollen die Themen, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben direkt von den Praktikerinnen und Praktikern aufgreifen und Ihnen Gehör verschaffen! Unsere Fraktionsanhörung zielt darauf ab, Landwirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen zu bringen. Wir möchten damit engagierten Landwirtinnen und Landwirten die Chance geben, ihre konkreten Anliegen zu teilen. Wir möchten zeigen, dass wir ihre Proteste und ihre Situation ernst nehmen, diese entsprechend der Zuständigkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene aufgreifen und nach Möglichkeit bearbeiten. Wir sind überzeugt, dass in diesem Format wertvolle Anliegen von Bäuerinnen und Bauern zur Sprache kommen. Diese Anliegen …

Deutschlandfunk zum Ärgern

Martin Häusling ist für die Grünen im Europa-Parlament und dort agrarpolitischer Sprecher. Sebastian Lakner ist Agrarökonom und Prof. an der Uni Rostock. Auch er ist bekennender Grüner und nutzt seine Position, um deren Interessen fachlich zu untermauern. Da hat es Dagmar Klingelhöller, Sauenhalterin und aktiv bei Netzwerk Sauenhaltung Schleswig-Holstein und der ZKHL – Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft nicht leicht. Leider ist auch der Moderator überfordert. Ich hätte viel Verständnis dafür, dass ihr nach dieser Einführung keine Lust mehr habt, den Beitrag anzuhören. https://www.deutschlandfunk.de/zur-diskussion-100.html

Bürokratie-Wahnsinn in der Landwirtschaft

Es wird ja sehr von Bürokratie-Wahnsinn und von Bürokratie-Abbau gesprochen. Ich möchte euch heute bitten, in die Kommentare Beispiele zu schreiben, welcher Bürokratie-Wahnsinn euch besondert ärgert, welche Regeln ihr für unsinnig haltet welche Gesetze und Verordnungen ihr ersatzlos streichen würdet welche Gesetze man vereinfachen könnte Also nicht nur allgemein jammern, sondern möglichst konkret benennen, was euch ärgert und euch die Zeit für Sinnvolles stiehlt. Da Politik und Verwaltung hier mitliest, könnten sie wertvolle Anregungen erhalten, es anders zu machen.  

Bauern: Wer profitiert von den Subventionen?

Ich bin auf einen Beitrag im ZDF von Halim Hosny und Patricia Schäfer aufmerksam gemacht worden, der der Frage nachgeht, wer von den Subventionen profitiert. Im ersten Moment reagiert man als Landwirt bei diesem Thema allergisch, weil man erwartet, dass das Bauern-Bashing gleich wieder losgeht. Das ist bei diesem Film nicht so. Die Macher haben in verschiedene Betriebe hineingeschaut und mit den Betriebsleitern über deren Meinung zu den Zahlungen gefragt und was tatsächlich ankommt. Da ist unter anderem die junge Bäuerin der AbL, die mit 5 Hektar im Nebenerwerb wirtschaftet und Bio-Kräuter herstellt, aber auch der Manager der großen Holding mit 20.000 Hektar, die vor allem Biogas produziert. Was ich an dieser Sendung wirklich gut finde: es wird ohne Wertung berichtet was ist. Das ist bei Sendungen über Landwirtschaft heute nicht mehr oft der Fall. Lassen Sie sich trotzdem von den ersten Minuten nicht erschrecken, wo brennende Barrikaden gezeigt werden. Und bitte daran denken: der Film ist für den normalen Bürger gemacht und die Zielgruppe sind nicht die Landwirte. Der Film ist aber sehr wertvoll, …

Vergleich Bio – Konventionell

Es gibt nicht viele (seriöse) Quellen für einen Vergleich von Bio-Betrieben mit konventionellen Betrieben. Die Daten sind sehr gut aufgeschlüsselt und so selten zu finden. FachinformationÖkobetriebe_06_2024 21.02.2024-erg Wag https://llh.hessen.de/unternehmen/unternehmensfuehrung/buchfuehrungsergebnisse/ergebnisse-oekologisch-wirtschaftender-haupterwerbsbetriebe-des-wj-2022-23/ Die Daten werden seit vielen Jahren erhoben, die Betriebe bleiben nahezu gleich, so daß auch die Entwicklung über die Jahre interessant ist. Das letzte beobachtete Jahr ist vom Preisanstieg durch den Ukraine-Krieg beeinflusst. Wir sind zur Zeit in Südtirol, wo die Preisdifferenz bei Äpfeln von Bio zu Konventionell schmilzt wie der Schnee in der Sonne. Das Angebot an Bio-Lebensmittel in den Geschäften war unserer Einschätzung nach geringer als in Deutschland. Es scheint den Verbraucher in Italien weniger zu interessieren. Da die Zertifizierung für Grünland und Oliven relativ einfach möglich ist und die Zuschüsse einfach zu erlangen sind, sind doch erhebliche Flächen bio-zertifiziert. Das entspricht auch den Gegebenheiten in Deutschland, wo Betriebe mit Grünlandnutzung eher auf Bio umstellen als Acker- oder Gemüsebau-Betriebe.      

„Zukunft Landwirtschaft“ in Südtirol

Ich habe vor einigen Tagen über die Arbeit des Südtiroler Bauernbundes berichtet. Jetzt habe ich mich mit einem Vertreter der landwirtschaftlichen Gemeinschaft „Zukunft Landwirtschaft“ unterhalten. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren