Habeck und das Monopol
Die Überschrift des Artikels klingt wie ein schlechter Witz: „Habeck über Marktmacht des Lebensmittelhandels besorgt“. https://www.topagrar.com/markt/news/habeck-ueber-marktmacht-des-lebensmittelhandels-besorgt-20003716.html Gefühlt wird dieses Thema seit Jahrzehnten von der Politik erkannt, aber wirklich passiert ist nichts. Nach dem Agrargipfel von Angela Merkel hatte die Bundeskanzlerin damals auch die Spitzen des deutschen Lebensmittelhandels zum Report nach Berlin bestellt. Von den Ergebnissen des Gespräches ist nicht viel bekannt geworden, jedenfalls nichts von Substanz. https://www.agrarheute.com/politik/lebensmittelgipfel-merkel-5-ergebnisse-564514 Tatsächlich ist es so, dass seit geraumer Zeit die „Gesetze“ der Lebensmittelproduktion längst nicht mehr vom Gesetzgeber sondern vom Lebensmittelhandel gemacht werden. Wenn zum Beispiel Aldi beschließt, ab dem Jahr X nur noch Ware der Stufe Y zu listen (z.B. bei der Haltungsstufe), dann ist das zwar de jure kein Gesetz, aber eine Einschränkung des Marktzugangs. Es ist ja „nett“, dass Habeck die Marktmacht des LEH erkannt hat, ändern wird auch er nichts. Dazu wäre es notwendig, dass das Kartellamt anfangen würde, seine Arbeit zu machen und Kartelle zu verhindern bzw. zu zerschlagen. Doch da traut sich niemand ran. Auch die Bauernverbände (und zwar alle!) unternehmen nichts Wirksames. …










