Bauer Willi
Kommentare 85

Die einzige Wahrheit…

Dieses Gespräch im Video ist für mich schwer zu ertragen. Aufmerksam darauf gemacht hat mich ein Kommentar von Bauer Fritz, der einen Artikel des Cicero zitiert hat, der leider hinter der Bezahlschranke ist.

https://www.cicero.de/kultur/republica-aufritt-von-carolin-emcke-predigerin-der-einzigen-wahrheit

Der Artikel bezieht sich auf eben dieses Video hier, in dem Frau Emcke ab etwa Minute 32 dafür plädiert, nicht in Diskussionen zu gehen, in denen es um Pro und Contra geht. Ihr Aufruf: “Meinungsvielfalt ist falsch, es gibt nur eine einzige Wahrheit. Es muss aufhören.”

Unfassbar, dass Sie dafür von der Zuhörerschaft mehrfach spontanen und anhaltenden Beifall bekommt.

In was für einer Gesellschaft leben wir, in dem der Diskurs von einer kleinen Elite abgeschafft werden soll.

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85 Kommentare

  1. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    “In was für einer Gesellschaft leben wir, in dem der Diskurs von einer kleinen Elite abgeschafft werden soll”. Gute Frage! Wir machen nur den Fehler dafür viel zu einfache, oberflächliche und vermeintlich logische Erklärungen zu finden. “Wir haben die dümmsten Politiker aller Zeiten”, so sagt man und dennoch lehnt sich niemand so richtig auf. Für mögliche Gründe muss man wohl deutlich tiefer graben, vielleicht so tief:
    https://kpkrause.de/2018/07/08/der-programmierte-deutsche/#more-8057
    Man bedenke das der Artikel bereits aus dem Jahr 2018 ist, aber das stimmt doch alles nicht, oder???

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “Wir haben die dümmsten Politiker aller Zeiten”

      aber auch sehr viele einfach “gestrickte” Mitmenschen,die ihre merkwürdigen Meinungen aggressiv raushauen!

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      • Inga sagt

        Die brauchen ja das aggressive

        Aber wir müssen sie für voll nehmen, oder sollen wir nicht?

        Wenn wir zu einem nützlichen Ziel kommen wollen.

  2. Thomas Wörle sagt

    Wie bei einer Sekte nur die eine Wahrheit gilt alles andere wird bekämpft .Könnte doch glatt auf eine Partei passen den Namen trau ich mich gar nicht zu schreiben sonst wird man gleich verklagt

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  3. Limes sagt

    Alles rund um`s Klima ist mittlerweile zu einem beliebigen small talk Thema geworden. Gerne wird über Klimakrise, Klimawandel, CO²…. geplaudert und man brüstet sich mit Vorschlägen wie die Welt gerettet werden kann ja muß. Manche erwähnen dann noch belehrend ich trinke Soja-, Mandel- oder Hafermilch. Einige Zeit nachdem man sich am Thema abgearbeitet hat kann man sicher sein werden die besorgten Gesprächspartner als nächstes das Thema Urlaub wählen. Es folgen Reiseberichte diese umfassen die exotischsten Reiseziele mit dem Hinweis da musst du unbedingt mal gewesen sein, gerne auch von entfernten Südseeinseln oder Ländern mit dem Hinweis bald stehen die unter Wasser sowie Berichte von exotischen Tieren und Kulturen in Asien, Afrika, Südamerika die bald verschwunden sein werden.
    Würde nur jeder zweite dieser besorgten Menschen wirklich das tun was sie von anderen verlangen wäre dies sicher absolut vorteilhaft für das Klima auch das gesellschaftliche.
    All dies trifft wohl auch auf nicht wenige der im Publikum der Republica Veranstaltung Sitzenden zu.
    Sind das nicht die wirklichen Klimaleugner die Wasser predigen und Wein trinken.

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  4. Marian E. Finger sagt

    In einer Gesellschaft, die die Wahrheit für die Erfindung eines Lügners hält und jede Meinung gleich viel wert ist, egal ob die nun von Nullstein, Einstein oder Zweistein kommt, ist jeder Diskurs überflüssig, denn es gibt ja keinen Grund, sich ernsthaft mit den Meinungen von anderen Leuten auseinanderzusetzen, warum auch? Die eigene Meinung ist ja per se gleich viel wert wie jede andere Meinung. Deshalb gibt es auch keinen Grund, die eigene Meinung zu ändern, warum auch? In einer solchen Gesellschaft geht es dann früher oder später nur noch darum, wer die größere Klappe hat, wer mehr Follower gewinnt, wer besser aussieht, wer mehr Geld hat, wer häufiger in Talkshows auftritt, wer der bessere Selbstdarsteller ist. Es geht um alles Mögliche, nur nicht um die besseren Argumente.

    Die besseren Argumente sind nämlich die, die näher an “der Wahrheit” dran sind. Aber wenn man davon ausgeht, dass es “die Wahrheit” nicht gibt, gibt es auch keine besseren und schlechteren Argumente. Dann ist halt Beliebigkeit angesagt.

    Der Glaube an die Wahrheit ist notwendig, um überhaupt einen vernünftigen Diskurs zu führen, Entscheidungen zu treffen und Lösungen für Probleme zu finden. Wenn’s keine vernünftige Diskussionskultur mehr gibt, dann deshalb, weil in unserer Gesellschaft “die Wahrheit” suspekt geworden ist und man sie für die Ursache von Krieg und Rechthaberei hält. Dem Frieden und der Toleranz zuliebe hat man die Wahrheit abgeschafft.
    Der Glaube an die Wahrheit ist jedoch nicht dasselbe wie die Verabsolutierung einzelner Meinungen, die dann tatsächlich zu Krieg und Rechthaberei führen.

    In jedem Krieg geht immer zuerst die Wahrheit verloren, wie man an der Kommunikation über den Krieg in der Ukraine sehen kann. Vielleicht kann man auch sagen, dass uns zuerst die Liebe zur Wahrheit abhanden gekommen ist und die Folge davon die verschiedenen aktuellen Kriegsschauplätze sind.

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      • Marian E. Finger sagt

        Klar vertrete ich mit meiner Meinung meine individuelle Wahrheit. Du etwa nicht?
        Behauptest du etwa Dinge, die du sowieso nicht für wahr hältst?

        Doch dann geht es darum, meine individuelle Wahrheit mit anderen individuellen Wahrheiten abzugleichen und herauszufinden, wo die besseren Argumente sind. Das hat, glaube ich, was mit lernfähig zu tun. Wo man das mit einer gewissen Beharrlichkeit macht, kommt man der Wahrheit allmählich näher, auch wenn man sie nicht in Besitz nehmen kann, wie das gewisse Meinungsverabsolutierer tun, die anderen dann gleich den Mund verbieten wie im Video. Wenn man jedoch von vorneherein die Meinungsvielfalt über die Wahrheit(ssuche) setzt, macht ein Austausch doch überhaupt keinen Sinn. Ich tausche mich mit dir ja bloß aus, weil ich prüfen will, ob du die besseren Argumente hast, und wenn das der Fall ist, klau ich sie dir und bau sie in meine individuelle Wahrheit ein. Meistens findest du mich besonders intelligent, wenn ich von dir geklaute Argumente wiedergebe. 🙂

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        • Mark sagt

          “Behauptest du etwa Dinge, die du sowieso nicht für wahr hältst?” Das will ich nicht ausschliessen, weder bei mir noch bei anderen, schon gar nicht bei (Populär-)Wissenschaftlern! Und genau deshalb ist das, was die Emke von sich gibt falsch!!

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        • Mark sagt

          Übrigens: Es ist mir schon lange klar, dass Deine ganze Argumentationen von mir geklaut sind…. 🙂

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          • Marian E. Finger sagt

            Ich habe gefragt, ob du Dinge behauptest, die du nicht für wahr hältst. Ich hab nicht gefragt, ob du Dinge behauptest, die nicht wahr sind. Das ist ein Unterschied. Es ist ja typisch menschlich, dass er Dinge für wahr hält, die eben gar nicht wahr sind. Und eben deshalb diskutiert man. Wenn du Dinge behauptest, die du selber nicht für wahr hältst, bist du ein Lügner. Sicher gibt es auch Lügner, aber ich glaub, es gibt mehr Leute, die Dinge für wahr halten, die es nicht sind, als solche, die absichtlich lügen. Es ist nämlich so, dass das Gehirn eine ziemlich geschmeidige Masse ist, die einen immer das für wahr halten lässt, was einem am meisten nützt. Wenn man selber nicht glaubt, was man anderen erzählt, kann man andere in der Regel nicht überzeugen. Da muss man dann schon ein sehr guter Schauspieler sein, und das sind die wenigsten. Ich muss gestehen, dass ich mir die Diskussion nur ein paar Minuten lang angehört habe, weil Zeitverschwendung.

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            • Mark sagt

              Es gibt Studien, in denen erforscht wird, wie oft der “Durchschnittsmensch” täglich lügt. Ergebnis – erstaulich oft! Wenn eine Lüge oft genug wiederholt wird, wird sie irgend wann zur Wahrheit, das trifft für den Lügner im Besonderen zu. Beim Lügner wird die Lüge am schnellsten zur Wahrheit. Deshalb muss er auch kein begnadeter Schauspieler sein, um seine Lügen glaubhaft unter die Leute zu bringen. Da Wissenschaftler, Politiker oder auch Journalisten keine Übermenschen sind, passiert dies auch bei denen – erstaunlich oft!! Und deshalb braucht es den korrigierenden Diskurs – dringend, und deshalb ist das, was die Emke postuliert nicht nur Quarsch, sondern brandgefährlich!!

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      • Inga sagt

        Bei anderen gilt persönliches Gefühl gleich Ökologie.

        Ds geht nicht.

        Wir müssen unser Ego unter die Ökologie stellen, wenn wir etwas retten wollen.
        Man kann ja schlaue Strategien dabei anwenden.

        Dabei müssen aber Fachleute zu Wort kommen, aber deren Aussagen nicht mit der Meinung von Laien gleichsetzen.

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    • Stadtmensch sagt

      Der Staatsrechtler und intellektuelle Wegbereiter des Nationalsozialismus Carl Schmitt hat angefangen, den Begriff Wahrheit zu desavouieren: “Wer Wahrheit sagt, will betrügen”.
      Er war ein entschiedener Gegner der parlamentarischen Demokratie und für ein klares “Freund-Feind Denken”. Hab ich gerade nochmal ergoogelt.

      Die Propaganda, die uns mindestens seit Edward Barneys als Verkaufsvehikel begleitet und mit Walter Lippman als systemstabilisierend beschrieben wurde, tat ihr Übriges.

      Wer guten Willens ist, kann in der republica Diskussion ganz klar Ansätze zur Selbstkritik, zur Fehleranalyse, zum Versuch, sein Anliegen nachvollziehbar zu machen, erkennen.

      Will aber nicht die Nazikeule schwingen, sondern lieber bei der Idee der klaren Benennung von Interessen bleiben. Da gäbe es viel zu tun….

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  5. Frank sagt

    Ich sehe das, was nun zutage tritt, nachdem es längst praktiziert wird, mit gelassener Spannung.
    Da wo ich aufgewachsen bin, wähnten (das kommt von Wahn) sich die Herrschenden auch im Alleinbesitz der Wahrheit, der objektiven Wahrheit gar. Das gipfelte in Liedern mit dem Refrain “Die Partei, die Partei, die hat immer recht …”, das führende Repräsentaten noch sangen *, da war das Volk schon auf der Straße. …. und dann sind die sowas von vom Hof gefolgen.

    *Allerdings musste das Wahrhitsministerium den Text glätten. Das zuerst Gelernte “So, aus Leninschem Geist, wächst, von Stalin geschweißt, die Partei, die Partei, die Partei.“ war dann doch nicht mehr machbar

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  6. Bauer Fritz sagt

    Zwei Dinge sind ebenso auffallen wie bezeichnen an dieser Veranstaltung und dieser spezielle Aussage (Quelle: Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion (Minute 32:00-35:58) re:publica 2024: https://www.youtube.com/watch?v=IEbWnXIexNk)

    1) Kommentiert wurden die Aussagen von Frau Emcke NUR von üblichen Verdächtigen, also den ach so bösen rechten Medien. Bei meiner Google-Suche mit “Emcke republica” fanden sich zwar Artikel bei
    *) Focus (https://www.focus.de/politik/meinung/jan-fleischhauer-werdet-nicht-wie-carolin_id_260032445.html) und
    *) Tichy (https://www.tichyseinblick.de/meinungen/republica-emcke-diskurs-pro-contra/) oder
    *) AchGut (https://www.achgut.com/artikel/kobold_einhorn_klimaleugneroder Junge Freiheit) sowie
    *) Junge Freiheit (https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2024/auf-autoritaeren-abwegen/) sowie – leider hinter Bezahlsperre – bei Welt, Cicero

    aber KEINE wie immer geartete Anmerkungen aus der medialen Gut-Ecke zu solchen Aussagen. Lediglich einen Hauch von Unverständnis über die Veranstaltung selbst beim ehemaligen Amtsblatt der SED “Neues Deutschland” (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1182620.digitalkonferenz-re-publica-digitalpolitisches-allerlei.html)

    2) Bei dieser Veranstaltung marschieren die links-grünen “Eliten” auf vom Bundeskanzler abwärts (der sich 2022 von einer Moderatorin des Öffentlich-rechtlichen TV, die er selbst nominierte gegen Bezahlung selbiger interviewen ließ), sind dort Vertreter der Bundesregierung und Landesregierungen. Niemandem davon waren diese Aussagen Emckes im Nachhinein auch nur eine Anmerkung wert, wogegen jede(r) davon seinen Senf medial abgab als Besoffene verhunzte Liedtexte in Tic-Tok grölten.

    Es traten dort auf (https://re-publica.com/de/speakers?page=0): Annalena Baerbock, Sakia Esken, Joachim Gauck, Robert Habeck, Karl Lauterbach, Steffi Lemke, Lisa Paus, etc. etc. nebst so ziemlich jeder Person der Öffentlich-rechtlichen Medien, Mainstream-Zeitungen, Gutmenschen-NGOs u.a., durch die der (unelitäre, arbeitende, blöde deutsche) Otto Normalverbraucher seinen Eindruck bestätigt sieht, daß das, was von (der Friedenspreisträgerin des dt. Buchhandels ??!) Emcke noch als Forderungen aufgestellt wird, ohnehin schon fast Alltags-Realität geworden ist.

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    • Stadtmensch sagt

      Für mich sind das was uns als “Rechts” und “Links” präsentiert wird nur zwei Seiten der gleichen Medaille namens Herrschaftsdiskurs.
      Es soll ein “Lärm der Demokratie” erzeugt werden, damit der staunende Otto Normal denkt, er hätte irgendeine Mitsprache. Er würde im “Besseren System” leben (O-Ton Kempfert).

      Eigentlich streiten sich hier doch nur Investorengruppen um einen möglichen Ausweg aus der Situation, dass die soziale Frage um so drängender wird, je weniger Wachstum realisiert werden kann.

      Gleichzeitig gibts neuen Lärm mit dem inszenierten Endkampf “Freie Welt” gegen revoltierende Ex-Kolonien hinter BRICS, Verlust der Möglichkeiten der finanziellen Kriegsführung, Massenmigration, Schuldengebirge die man nicht weiter erhöhen kann etc.

      In dieser Situation von Aufrüstung oder Investition in Klimawandelanpassung zu faseln zeugt von absoluter Realitätsverweigerung. Das bringen nur Gesellschaften fertig, die sich einen Mümmelgreis für weiter 4 Jahre als Führer der “Freien Welt” vorstellen können.

      Verwirrung produzieren klappt allerdings gut:
      https://form-7.com/2024/06/14/zur-lage-there-s-too-much-confusion/

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      • Bauer Fritz sagt

        Angesichts der Emcke´schen Lehre von der nur einen Meinung, stellt sich ja die Frage, was dann ? Was täten die (guten) Linken nur ohne die ganzen (bösen) Rechten.
        Eine hochamüsante, satirische Rede (mit viel inhaltlichen Wahrheiten) dazu:
        (https://www.youtube.com/watch?v=s63_8flX1zk) bzw. (https://www.corrigenda.online/politik/rede-robert-willackers-wozu-braucht-es-rechte-parteien)

        Angesichts des Artikels den sie verlinkt haben, konnte ich nicht umhin, mir zu denken, wie gut es doch die USA haben, wenn “im Pentagon ca. 10.000 damit beauftragt seien, Desinformation im Sinne der amerikanischen geostrategischen Interessen zu betreiben.” Wenn sie sich hingegen alleine die angeführte 64-seitige Liste der Speaker bei der republica ansehen, kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, daß neben den mit Millionengagen aus Zwangsbeiträgen bedachten Leitern all der TV-Sender mit (angeblichem) Bildungsauftrag, den höchstsubventionierten Zeitgeistvermittlungsanstalten (früher Theater genannt) und den reichalimentierten tausenden NGOs die für oder gegen das demonstrieren, was der Regierung in den Kram paßt, sich Deutschland Horden nur noch bezahlter Apolegenten der wahren Lehre der Einseitigkeit leistet. Wie recht hat der Autor, wenn er schreibt “Funktionieren kann so etwas dennoch nur, wenn als Echoraum ein intellektuell wie mental am Boden liegendes Konsortium die Geschäfte führt”

        Wobei ich weniger ihrer Meinung bin, daß es um Verteilungskämpfe geht (da es um solche seit eigentlich mindestens 150-200 Jahre geht) sondern vielmehr um die Auslöschung all dessen was 300 Jahre an Aufklärung in Europa an WERTEN hervorgebracht haben. Lesenswert: https://www.salonkolumnisten.com/die-neue-umwertung-aller-werte/

        So schreibt der gleiche Autor den sie anführen in einem anderen Artikel “Desinformation: Zeit für die Umkehrung aller Werte” (https://form-7.com/2023/09/14/desinformation-zeit-fur-die-umkehrung-aller-werte/): “Es handelt sich dabei um die schlichte Behauptung, dass alles, was den Statements der Regierung und dem vorherrschenden Mainstream widerspricht, als Desinformation zu werten und zu behandeln ist. Wer eine andere Meinung hat, wer Fakten anführt, die der öffentlichen Darstellung widersprechen, wer sich erlaubt, eine andere Sichtweise darzulegen, betreibt also Desinformation.
        Diese Art der Deutung hat sich in den letzten Jahren eingeschlichen und wird von allen, die an ihr gearbeitet haben, weiter propagiert und von denen, die sich daran gewöhnt haben, ihr nicht zu widersprechen, weiterhin geduldet. Dass es sich dabei um die Implantierung totalitären Staatsdenkens handelt, ist noch nicht genügend kommuniziert. Wer wäre noch vor wenigen Jahren auf die Idee gekommen, sich vorstellen zu können, dass der Widerspruch zu den Aktionen einer Regierung oder der Darstellung bestimmter Sachverhalte in den Leitmedien behandelt werden könnte als eine subversive, staatsfeindliche und undemokratische Angelegenheit.”

        Denken sie dabei nur an all das was die die Regierung angesichts der Demos den Bauern unterstellen ließ und das dann fleißig von den üblichen Medien nachgeplappert wurde. Die Bundesregierung mußte nachträglich ihre eigenen Lügen öffentlich widerrufen: (https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/bundesregierung-rechte-unterwanderung-der-bauernproteste-gab-es-so-nicht-20003568.html#)

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        • Stadtmensch sagt

          Was die Salonkolumnisten schreiben kann ich unterstreichen:

          “Tatsächlich ist die Werthaltigkeit unseres Rechts eine Reaktion auf das Scheitern der Weimarer Republik und die Gräueln und die Menschenfeindlichkeit des Dritten Reichs, die systematischen, durchorganisierten Massenmorde in den Konzentrationslagern. Daraus haben wir Lehren in Gestalt von Werten gezogen. Es ist nun einmal so: Dieser Staat ist auf den Ruinen des von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkriegs und auf den Gräbern von Millionen Ermordeter errichtet worden. Es gibt in der jüngeren Vergangenheit nichts Vergleichbares. Das ist nur zu ertragen, wenn man diese epochale Schuld als Staat und Gemeinwesen einsieht und die Erinnerung daran aufrichtig pflegt”

          Die Umsetzng dieses hehren Anspruchs “werthaltiger Politik” führt aber leider zu starker “Diskursverengung” bis hin (vorerst) zum Straftatbestand “Delegitimierung des Staates”, wenn man eine andere Meinung zu den Ursachen und Beweggründen des Ukrainekrieges oder des Gaza-Kriegs begründen will.

          Prinzipiell halte ich die Parlamentarische Demokratie für die beste aller Regierungsformen. Zumindest im statischen Betrieb scheint sie zu funktionieren, obwohl sie eigentlich zu großen Teilen von Lobbyisten unterwandert ist, die alles andere als die Interessen des Souveräns in seiner Gesamtheit vertreten. Sobald es turbulent und dynamisch wird, weil äußere Einflüsse (gefühlt oder tatsächlich) die Bahnen stören, kommt wieder die Forderung zur Umwertung aller Werte.
          Weimarer Republik war ja alles andere als ein gemütliches Experimentierfeld. Deswegen hatte man sich ja nac Weimar verzogen, weil Berlin viel zu “demokratiefeindlich” war.

          Vielleicht hilft uns ja bald die KI, nicht immer wieder die gleichen Fehler zu machen.

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          • Thomas Bröcker sagt

            Bin im Urlaub in Mecklenburg zufällig auf eine Gedenkstätte des Außenlagers Ravensbrück in Rechlin gestoßen. Es ist immer wieder unfassbar, was Menschen Menschen antun … und das organisierte Morden der Deutschen ist wohl tatsächlich einmalig. Da packt mich jedesmal eine unfassbare Wut.

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            • Schmeckt gut sagt

              Bei uns ist es eine Gedenkstätte, die die Toten eines Arbeitslagers ehrt. Diese sind auf brutalste Weise für die Munitionsherstellung missbraucht worden. Es waren hauptsächlich ukrainische und russische Staatsangehörige im Alter von 18 bis 25 Jahren – meistens Frauen. Wenn ich vor dem Gedenkstein mit den vielen Hundert Namen stehe, kommen mir jedesmal die Tränen. Dies vor dem Hintergrund, dass wir auf unserem Betrieb gerne mit ukrainischen Studenten zusammenarbeiten. Trotz des Krieges blieben viele Kontakte bestehen und so bekommen wir vieles von dem Schrecken dieser Tragödie mit. Die kindlichen, neugierigen, offenen, jungen Menschen, die wir vor Krieg kennen lernen durften, gibt es nicht mehr. Es ist zum Heulen.

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            • evo.... sagt

              Ich glaube nicht,dass die Nazis (Deutschen) da etwas einmaliges veranstaltet haben. Die Türken mit den Armeniern, die Weißen in Amerika mit den Indianern, Stalin in Russland,……!

              Im Prinzip sind es für uns Folgen der Technisierung:

              1. Man hatte die technischen Möglichkeiten so etwas in dem Ausmaß zu organisieren .
              2. Man hatte die technischen Möglichkeiten das zu dokumentieren.

              Und außerdem ging das alles von einem Österreicher aus. Schämen sich die Österreichs eigentlich für den Gröfaz?

              Das immer wieder aufzuwärmen halte ich für ein Verbrechen an unserer Jugend. Das macht die depressiv und führt zu einer Nett-Neurose. Momentan wählen ja viele junge Leuts in D AfD. Dazu habe mir dieser Tage gedacht:

              1. Die jungen Männer werden wohl die Konkurrenz um die Frauen durch die jungen Migranten sehen.
              2. Manche junge Frau wird Angst vor dem Islam haben.

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              • Stadtmensch sagt

                Mit Nett-Neurose meinst du wohl Unbehagen bei der Heuchelei?

                Dass der Deutsche im Allgemeinen nicht nett ist, haben viele beschrieben. Hannah Arendt in “Die Banalität des Bösen”, oder Hans Magnus Enzensberger in “Aussichten auf den Bürgerkrieg”.

                Zum Beispiel jetzt will der “Hässliche Deutsche” Ukrainische Bürgergeldempfänger in den Bombenhagel schicken.

                Ich weiß nicht ob es am Siegeszug des Kapitalismus mit seinen neuartigen Dressur- und Zurichtungsmethoden liegt. Siehe Michel Foucaults Werk “Überwachen und Strafen”

                Die Technik ist jedenfalls nicht Ursache das Phänomens. Markuse hat erklärt warum das so ist.

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  7. Ertl Elisabeth sagt

    Hier Zitate aus der Homepage http://www.zamg.ac.at, die ich sehr schätze:

    “Leider verlassen die Diskussionen zum Thema Klimawandel gelegentlich den seriösen und objektiven Bereich. Durch die vielfältigen wirtschaftlichen und ideologischen Interessen kommt es manchmal vor, dass mit Halbwahrheiten, unzulässigen Vergleichen und Maßstabstricks sowie mit unnötigen Übertreibungen oder Verharmlosungen gearbeitet wird. Dadurch wird es für die Öffentlichkeit und für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger noch schwieriger, sich eine fachlich fundierte Meinung zu bilden und die Grenze zwischen Fakten und Interessen zu erkennen. Daher ist uns wichtig, dass mit dem „Informationsportal Klimawandel“ ein frei zugängliches, möglichst objektives und nicht interessengesteuertes Wissensangebot zur Verfügung steht.”

    “Wie kann man zur Verringerung der Erderwärmung beitragen?
    Diese Frage betrifft viele Lebensbereiche und ist von ökonomischen und politischen Entscheidungen abhängig. Sie geht also weit über das Fachgebiet der Klimaforschung hinaus. Da sie trotzdem wiederholt an uns herangetragen wird, versuchen wir eine Antwort zu geben. In der gesellschaftlichen Klimawandeldiskussion haben sich zwei Strategien herauskristallisiert: Durch Mitigation (Vermeidung) und Adaption (Anpassung) sollen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen bewältigt werden …
    Viele „Klimaschutzmaßnahmen“ haben aber selbst bei nicht unmittelbar nachvollziehbarem Klimaeffekt andere positive Auswirkungen durch Umweltschutz, Ressourcenschonung, Kostenersparnis und Gesundheit. Dass sich ernst gemeinte Änderungen oft nicht mit dem herrschenden verschwenderischen Lebensstil vereinbaren ließen, ist eine unpopuläre, selten angesprochene Wahrheit.
    Es ist richtig, dass Österreich alleine bei allen Anstrengungen nur einen kleinen, durch die wirtschaftlich überdurchschnittlich günstige Position aber überproportionalen Einfluss auf die Entwicklung des Erdklimas nehmen kann. Im europäischen und internationalen Verbund kann zudem eine wichtige Vorbildposition eingenommen werden. Dass Klimaschutzmaßnahmen oft keine unmittelbare Wirkung zeigen, sondern auf Umwegen langfristig ihre Wirkung entfalten, liegt in der Natur der Sache und darf nicht als Ausrede für Untätigkeit missbraucht werden. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten für zukünftige Anpassungen sind zwar schwierig zu beziffern, übertreffen aber in den meisten Fällen die Kosten heutiger Vermeidungsmaßnahmen bei weitem.”

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    • Pälzer Buh sagt

      Was den Klimawandel oder ich nenne es lieber Änderung angeht, vertraue eher den
      m ehrenwerten Prof. Dr. Ganteför in seinen umfassenden Video ‘s auf YouTube.
      Im übrigen Tichy’s Einblick ist heute 10Jahre alt.
      Wissenschaft bedeutet immer Hinterfragen, da gibt es kein Richtig, vielleicht doch, in der Gegenwart, aber in der Zukunft???

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        • evo.... sagt

          Ich habe bisher nur den Anfang gelesen und schreib einfach mal los:

          Dem Wolfgang Lützen habe ich schon ein paar mal die Frage gestellt, warum Deutschland sich stärker erwärmt hat als der Rest der Welt. Da hat er mir noch keine Erklärung geliefert. Ich hätte da schon eine Erklärung, aber die ist querdenkerisch.

          Allgemein denke ich, dass sich unsere gesamte Politik in Sachen Klimaschutz verrannt hat. Unsere aktuellen Maßnahmen verstärken die Erhöhung der Temperaturen. Die Wahrheit sagen kann die Politik aber nicht mehr.

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  8. Georg Johann Brand sagt

    Die Frage ist, ob sich das gegen die wendet, die die Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse ablehnen oder auch gegen die, die den Diskurs als die Suche nach den besten Lösungswegen verstehen. Im ersten Fall würde ich Frau Emcke zustimmen, im zweiten aber heftig widersprechen, denn das wäre das Ende der Suche nach neuen Erkenntnissen und die Anmaßung schon alles zu wissen.

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  9. Udo Junghans sagt

    hach, toll. ich bin in einem Land geboren, in den auch nur eine offizielle Meinung zu gehen hatte. ist bekanntermaßen schief gegangen… traurig, dass (gebildete) Menschen nicht das Erinnerungsvermögen aufbringen können und den gleichen Fehler wiederholen müssen. Hoffentlich erinnern sich Emcke, Kemfert und die Klatschhasen noch lange an diese Aussage und bleiben den Diskussionsrunden wirklich fern. wäre ein Anfang, nicht nur zu fordern, sondern auch zu handeln.

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  10. Polymesos sagt

    Was den Konstrukteuren dieses neuen Mittelalters offenbar nicht bewusst ist, ist die allgemeine Beschleunigung der Entwicklung.

    Vielleicht kann man ein Machtsystem der ökologischen Moral aufbauen, so wie die alten Könige sich in unchristliche Weise aufs Christentum stützten. Nur wird man nicht für Generationen als neuer Kaiser von Gnaden der Natur leben können. Die Ära der Dynastien ist endgültig vorbei. Allzu bald wird die moderne Königskrone ein Stück vom rostigen alten Eisen.

    Heutzutage verändert sich die Lage in Jahrzehnten, wenn nicht mittlerweile schon in Jahren. Wenn die KI Fortschritte macht womöglich bald in Sekunden. Die jeweils nächste Welle kommt immer rascher.

    Hab das auch in meinem Buch: “Demokratie ist nicht genug” beschrieben.
    Wers bis zum Ende liest erfährt auch, was man da tun könnte.

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  11. Christian Bothe sagt

    Da haben sich ja 2 zur Diskussion gefunden : Kempfert und Emcke! Die eine kennt kein Mensch und die andere erzählt ziemlich klimatologischen Unfug immer mal in den Medien… Was Emcke am Schluss zur Demokratie sagt, ist Theorie denn über 50% der Gesellschaftssysteme sind autoritäre oder hybride Systeme! Warum wohl? Weil es auch unserer Demokratie westlicher Prägung eines Updates bedarf! Mentalitätsbedingt will die dortige Bevölkerung eine starke Führung.( Ägypten, VAR, Saudi-Arabien, Marokko usw.)Wie war das mit dem arabischen Frühling? Seitdem Sturz der Herrschenden in diesen Ländern(Libyen,Irak, Afghanistan gibts Chaos…
    Zu Kempfert und ihren „CO2 Gebeten“ äußere ich mich nicht! War die nicht früher mal bei Shell, ehe sie diese Metarmorphose durchgemacht hat?
    Allerdings habe ich mir nicht das ganze Video reingezogen…

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  12. Ertl Elisabeth sagt

    Die Medien werden Klimawandelleugner weiter einladen, da bin ich sicher.
    Wenn aber in diesem Forum hier ein neuer Kommentator auftaucht, der Bauern Geldgier unterstellt, sie als Giftspritzer tituliert oder sonstwie sein Nichtwissen arrogant zur Schau stellt, wird er hinausgemobbt. Kann man es nicht auch verstehen, wenn Klimawissenschafter mit dummdreisten Gegnern nicht mehr diskutieren wollen?

    • Thomas Bröcker sagt

      Was genau, Frau Ertl, ist ein dummdreister Klimaleugner ?
      Ist es derjenige, der Klimaveränderungen als Wetteränderung bezeichnet ?
      Ist es Derjenige, der einen Klimawandel anerkennt, aber nicht die Zuordnung zum CO2 ?
      Ist es Derjenige, der sagt, ja, es ändert sich etwas aber wir können uns nur anpassen ?

      Oder ist Jeder , der nicht der Meinung von Frau Kempfert ist ein Ketzer im Sinne der Klimareligion und der damit verbundenen Industrien, die “jetzt an die Fleischtöpfe wollen”, wie einst Joschka Fischer mit den Grünen.

      Auch hier gilt, folge dem Geld und nicht dem medialen Geschrei.

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      • Polymesos sagt

        > Was genau, Frau Ertl, ist ein dummdreister Klimaleugner ?

        Das wäre ein Leugner der Notwendigkeit die Umwelt zu schützen.

        Solange Bauern diese Idee hochhalten, kann man sie mit einem Lächeln unterpflügen.

        Wenn die Bauern damit begännen, ihre Umweltfreundlichkeit zu betonen,
        ihre allen anderen Wirtschaftsweisen schon immer überlegene Umweltfreundlichkeit deutlich zu betonen,
        wäre der militante Umweltschutz genötigt, seine fragwürdigen Strategien zu überdenken.

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        • Stadtmensch sagt

          Kein Bauer mit der Aufgabe, die Menschen zu ernähren, kann stillhalten, wenn ein Berufskollege mit der Aussage “Habe Kohlenstoffgehalt im Boden um zig Prozent dauerhaft erhöht”, um die Ecke kommt.

          Das hagelt notwendigerweise Kritik, weil das Anforderungsprofil nicht passt. Entweder 8,3 GE/ha oder ganz langsames Anwachsen vom Kohlenstoffgehalt. Über Jahrzehnte, wenn keine Wetterkapriolen dazwischen kommen.

          Oder Bayer wartet demnächst mit genoptimierten EM auf und/oder Getreide mit Leguminosen als Stickstoffquelle.

          Oder die Fortschrittsgläubigen finden eine Weg, wie wir resorbierbare Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate aus nahezu beliebigen Ausgangsmaterialien generieren können. Zur Zeit schaffen wir es nur, Erdöl über den Umweg als N-Dünger und Nutzpflanze zu essen.

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          • Polymesos sagt

            > Habe Kohlenstoffgehalt im Boden um zig Prozent dauerhaft erhöht”
            > Das hagelt notwendigerweise Kritik

            Die Bauern kritisieren sich eigentlich gar nicht so sehr.
            Die Meldungen in den Medien sind weitgehend Journalisten Phantasie.
            Angeblich sind ja alle Dörfler verzweifelt,
            weil sie auf dem Dorf leben müssen.
            Eigentlich fühlt man sich auf dem Dorf oft pudelwohl,
            und bedauert ein wenig die Städter.

            Und wer will darf ruhig Bio Landwirtschaft machen.
            Deswegen wird sicher niemand schief angesehen.
            Ok, manche, aber nur manche Bio Bauern sehen die normalen etwas schief an.
            Wahrscheinlich kann man in der Direktvermarktung, im permanenten Gespräch mit besorgten Bürgern etwas tief in die Besorgnis verstrickt werden.

            Eigentlich ist Bio sowieso kein großer Unterschied.
            Der Job wird dadurch leider auch nicht einfacher.
            Die Umweltschutzvorschriften treffen die Bio Branche meist noch härter.

            Eine Menge Kollegen versuchen auch derzeit etwas von dem Humus Geld abzubekommen.
            Niemand hat etwas dagegen, wenns klappt.

            Aber die ganze Berechnung dahinter ist kein bisschen wissenschaftlich.
            Kohlenstoff kann nicht als zusätzlicher Humus gespeichert werden.
            Jeder Landschaftstyp hat einen Ziel Gehalt. Wenn man das mit Energieeinsatz kurzzeitig auf höhere Werte treibt,
            wird es sofort zurück federn, sobald man nachlässt. Um es auf Dauer zu halten, dafür wäre der Einsatz zu groß
            Das ist am Ende nicht umweltfreundlich.

            Kohlenstoff im Boden ließe sich tatsächlich speichern,
            wenn man reinen Kohlenstoff (Holzkohle) einbringt. Das ist dann zumindest für eine Weile stabil.
            Aber woher soll denn die Kohle kommen?
            Schon die Grillholzkohle ist ein Umweltdesaster.

            > Zur Zeit schaffen wir es nur, Erdöl über den Umweg als N-Dünger und Nutzpflanze zu essen.

            Ich würde mal sagen, wir essen vor allem Sonnenenergie aus den Blättern.
            Der Kunstdünger ersetzt dabei den Verlust über die Toilettenspülung.

            Theoretisch könnte man das auch aus dem Abwasser zurückgewinnen, aber es ist mit Medikamentenresten verseucht.
            Vielleicht ist die derzeitige Methode: Entsorgung und Neugewinnung gar nicht so schlecht.
            Im Prinzip ist das eine Kreislaufwirtschaft über die Luft.

            > Oder die Fortschrittsgläubigen finden eine Weg, wie wir resorbierbare Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate
            > aus nahezu beliebigen Ausgangsmaterialien generieren können.

            Das ist tatsächlich eine reale Möglichkeit, und geschieht ja längst.
            Ein Teil des Schweinefutters ist chemisch generierte Aminosäure.
            Die Pflanzen liefern nicht die ideale Zusammensetzung, und das kann am günstigsten
            chemisch ausgeglichen werden. Wir essen also tatsächlich schon heute Replikatornahrung, und niemand nimmt davon Notiz.

            Wenn es einem klar wird, könnte man sich aufregen über diese schreckliche Kunst-Nahrung,
            aber tatsächlich ist das die ökologischste Lösung.
            Auch die Retorten Eiweiße retten Regenwald.

            Es wäre so schön, wenn mehr Leute endlich erkennen könnten,
            welch großen Nutzen konventionelle Landwirtschaft speziell für die Natur bringt.

            Genau das, was die Landwirte längst machen ist das Beste für die Natur.
            Die Agrarwende wäre vor allem eine Umweltkatastrophe.

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            • Stadtmensch sagt

              “Theoretisch könnte man das auch aus dem Abwasser zurückgewinnen,”

              geht auch praktisch: Aktivkohlefilter, Ozonbehandlung, Umkehrosmose, Elektrochemische Filtration, uvm.

              Ich wünsche mir eine Debatte über “Smart Cities” die zumindest Wasser im Kreislauf gebrauchen. Brauchen wir Leute wie Kempfert und Öko-Philantrophen mit massig Geld. Der Markt wird sowas NIE regeln, weil es viel billiger ist, alles einfach in Meer zu spülen.

              Holzkohle als Hilfmittel in der Tierhaltung \ Güllebehandlung ist ja schon etabliert dachte ich. Holzkohle in großen Mengen herzustellen, um es im Boden als Strukturverbesserer, Nähstoffspeicher, Emissionsminderer einzusetzen wird untersucht.

              Bisher gibt es verschiedene Verfahren: Pyrolyse, Vergasung, Hydrothermale Karbonisierung. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse lassen nach meinem Stand keine eindeutigen Schlüsse auf eine Verbesserung der Wachstumsbedingungen für die untersuchten Nutzpflanzen auf den gegebenen Böden zu. Aber ich hab auch lange nicht mehr recherchiert.

              Prinzipiell halte ich die Idee zur Einlagerung von Pflanzenkohle in landwirtschaftliche Böden für sehr gut. Wir haben aber Marktwirtschaft. Da fließt das Steuergeld eben in CCS. Kann man nix machen…

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            • der Jens sagt

              @Polymesos
              “Kohlenstoff kann nicht als zusätzlicher Humus gespeichert werden.”
              Doch. Grünland beweist es.
              “Jeder Landschaftstyp hat einen Ziel Gehalt.”
              Nein. Es gibt keinen Zielgehalt.
              Wenn du Grünland umbrichst, sinken die Humuswerte.
              Durch Hackfruchtbau wird der Boden intensiver gelockert, als bei Getreidebau.
              Und wenn du dann keine organische Düngung durchführst, sinken die Humuswerte weiter ab.
              “Wenn man das mit Energieeinsatz kurzzeitig auf höhere Werte treibt, wird es sofort zurück federn, sobald man nachlässt.”
              Nein. Es “federt zurück” weil die Bakterien durch Bodenlockerung weiterhin angeregt werden, sich zu vermehren, und infolgedessen den Humus zu mineralisieren und Nährstoffe freizusetzen.
              Kohlenstoff im Boden mit Humus gleichzusetzen ist falsch. Vermutlich liegt es an einer Falschen Vorstellung von HUMUS.
              Man kann keinen Humus mit totem! Material aufbauen.

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        • Frank sagt

          > Was genau, Frau Ertl, ist ein dummdreister Klimaleugner ?
          Das wäre ein Leugner der Notwendigkeit die Umwelt zu schützen.

          @ Polymesos. So leicht darf man es den Schwurblern, die platte Totschlagsworte und sinnfreie Kampfbegriffe wie “Klimaleugner” gebrauchen, nicht machen. Was hat Ihr der Frage ausweichender Erklärversuch mit dem Wort Klimaleugner zu schaffen?

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          • Polymesos sagt

            >>> Was genau, Frau Ertl, ist ein dummdreister Klimaleugner ?
            >>Das wäre ein Leugner der Notwendigkeit die Umwelt zu schützen.
            > So leicht darf man es den Schwurblern, die platte Totschlagsworte
            > und sinnfreie Kampfbegriffe wie “Klimaleugner” gebrauchen, nicht machen.
            > Was hat Ihr der Frage ausweichender Erklärversuch mit dem Wort Klimaleugner zu schaffen?

            Ich denke, man macht es den Meinungsgegnern leicht,
            wenn man Oppositionsgeist einbringt,
            denn die Meinungsführer brauchen eine Opposition,
            um ihre Bedeutung zu unterstreichen.

            Wenn die Bauern jedoch ihre Umweltüberlegenheit präsentieren,
            sich also die Argumente der Angreifer zunutze machen,
            wie wird der Umweltschützer reagieren?

            @Stadtmensch: Könnten Sie auf mein gleich daneben/darüber stehendes Posting noch einmal reagieren?
            Mich würde jetzt interessieren, wie man diese ganzen Dinge aus einem anderen Blickwinkel noch deuten kann.

      • Ertl Elisabeth sagt

        Es wird ja in dieser Diskussion gar nicht geleugnet, dass man auch auf Basis des vorhandenen Wissens unterschiedlicher Meinung sein kann.
        Und es stimmt auch, dass Dinge aufgebauscht werden, um mit dem Klimawandel Geschäfte zu machen, und dass da oft Ideologie sich über die Fakten schiebt.
        Aber es gibt Fakten, und die erfordern ein Überdenken unserer Lebensweise. Und wenn ich dann unsere FPÖler reden höre, dann wird schnell klar, dass hier Stimmenfang betrieben wird mit der untersten Schublade des menschlichen Geistes, indem man denen in die Suppe spuckt, die der Gesellschaft die harte Wahrheit zumuten, indem man den Leuten das Schlaraffenland verspricht. Und mit solcher Demagogie will ich auch nichts zu tun haben.

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    • Mark sagt

      Werte Frau Ertl, ich kann mich nicht erinnern, dass hier jemand aufgrund einer anderen Meinung hinausgemobbt wurde. In welchern Medien werden eigentlich “Klimawandelleugner” eingeladen, selbst wenn mal ein Skeptiker eingeladen wird, dann nur so, dass ihm 4 Klimapaniker gegenüber gestellt werden und der Moderator dann auch noch Position bezieht! Übrigens, es gibt auch dummdreiste Klimawissenschaftler – besonders solche, welche behaupten im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein!!

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      • Stadtmensch sagt

        Eigentlich gibts hier effektiv keine abweichenden Meinungen mehr. Stimmt natürlich nicht! 😉

        Zuletzt vor Jahren der Andreas Fendt vom Mangalitza-Hof. Beispiel einer Debatte: https://www.bauerwilli.com/umstieg-auf-bio-wird-als-verrat-empfunden/
        Der hatte aus meiner Sicht sehr gute Punkte gebracht und wurde wirklich rausgemobbt.

        Die hier hin und wieder aufschlagenden “gemeinen Trolle” mit ihren Plattitüden, sind für eine ernsthafte Diskussion nicht zu gebrauchen und verlieren recht schnell die Lust hier zu stänkern. Mein Eindruck.

        Dann gabs noch den Anwalt der Tiere Kürzel AdT. Auch freiwillig entfleucht.
        Wie heißt es so schön:

        “Wer eine Freude an sich bindet, Der zerstört beschwingtes Leben, Doch wer im Flug sie küsst und findet, Lebt vom ewigen Licht umgeben”

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        • Mark sagt

          Also, der Anwalt der Tiere AdT wurde mit Sicherheit nicht rausgemobbt. Es machte sehr viel “Spaß” mit ihm zu diskutieren, war ein gescheiter Kerl und eine echte Herausforderung. Ebenso gabs mal den Paulus, auch eine besondere Persönliehkeit und Bereicherung des Forums. Ich finde gerade die anderen, nichtlandwirtschaftlichen Sichtweisen hier meist eine Bereicherung. Was nicht geht, sind perönliche Angriffe unter der Gürtellinie, ich meine bei Andreas Fendt war dies dann schlussendlich der Fall, es gibt immer wieder Trolle, die hier auftauchen nur um rumzustänkern, das hat dann nichts mit Meinungsfreitheit oder anderen Sichtweisen zu tun und die kann man dann auch getrost entfernen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es war die Art und Weise, wie sich Andreas Fend hier n diesem Forum Präsentiert hat, der Mann war nicht nur der Meinung, dass er die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, nein, er warf mit wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen um sich. Das alles haben sie mitbekommen.

          https://www.bauerwilli.com/es-werde-licht/

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  13. Frikadellen piet 45 sagt

    moin, ich glaube diser Absatz ist gut und CO2 sollte vernachligt werden und die Kemfert auch…

    Die Klimadebatte wird von Denkverboten bestimmt. Kritiker der Position des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) werden als „Leugner“ oder „Skeptiker“ stigmatisiert. Wissenschaft lebt aber vom Dissens und nicht vom politisch motivierten Konsens. Und die Klimawissenschaft ist immer noch eine relativ junge Disziplin. Es sind längst nicht alle Fragen beantwortet. Seriöse Klimaforschung ist deshalb sinnvoll und notwendig. Auch wenn man davon ausgeht, dass eine wesentlich „menschengemachte“ Erderwärmung stattfindet, kann man eine Klimaschutzpolitik ablehnen, die darin besteht, viel Geld auszugeben und mit immer mehr Regeln in Wirtschaft und Gesellschaft einzugreifen, ohne die Erwärmung nennenswert zu bremsen. Vernünftiger ist es, weiterzuforschen, um das Klima besser zu verstehen, und gleichzeitig Technologien zu entwickeln, um mit den Folgen des Wandels umzugehen und letztlich auch auf das Klima gezielt Einfluss zu nehmen. Wir brauchen eine offene Debatte über den Klimawandel, dessen mögliche Folgen und unsere Handlungsmöglichkeiten

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    • zmp_nachfahre sagt

      Hier gibt es z.B. den dänischen Statistiker Björn Lomborg,der seit über 25 Jahren für seine abweichende Sichtweise übel geschmäht wird. Dabei stellt er das “menschengemachte” nicht einmal in Frage.
      Er rechnet nur akribisch vor, daß die Reduzierung oder Vermeidung eines CO2-Ausstoßes ganz wesentlich aufwendiger und deutlich weniger zielführend ist als eine Anpassung an die Veränderungen – also das Geld genau umgekehrt zu verwenden wie heute.
      Statt teuer CO2 zu vermeiden und ein wenig Anpassung zu betreiben, genau anders herum.
      Aktuelle Bestätigung für seine These ist das Hochwasser in Bayern, das auch deshalb so viel Schaden angerichtet hat, weil der Hochwasserschutz sträflich vernachlässigt wurde.

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      • Peter sagt

        Zuerst sollte mal der Schwachsinn vom Tisch, dass ich für vermeintliches CO2 irgendwelche ausgedachten Steuern bezahlen muß!

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  14. Obstbäuerin sagt

    Diese Vorstellung einer Pro und Kontra Sendung ohne Kontra ist doch das Schlaraffenland der Mainstreamvertreter in Medien und Politik. Zur Zeit erleben wir die Durchsetzung der einzigen Wahrheit in solchen Sendungen mit Hilfe des Moderators und der meist überzähligen Pro-Probanden durch ständiges Unterbrechen, Dazwischenreden oder Wortabschneiden der Kontra-Seite. Das ist sehr nervig – sowohl für den Moderator, die Pro- und Kontraseite als auch den Zuschauer. Der Vorschlag von Frau Emcke würde hier sofort Abhilfe schaffen. Gleichzeitig könnte das Publikum nach Lust und Laune Beifall (in der Pro-Sendung) klatschen oder Buh (in der Kontra-Sendung) rufen, weil die Sachlage von vornherein klar ist. Das Verhältnis von Pro- und Kontrasendungen legen natürlich die auf der richtigen Seite mit der einzigen Wahrheit fest. Das war schon früher so….https://www.youtube.com/watch?v=dMQpSs56YfA

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  15. Stadtmensch sagt

    Zunächst mal danke, dass der Blogbetreiber diese streitbaren Protagonistinnen Kempfert und Emcke hier reingetragen hat 😉

    Ich denke schon dass es lohnt, sich ihren Auftritt anzusehen.
    Zumindest meiner Meinung nach sind viele Widersprüche aufgetaucht, an denen wir uns sonst gar nicht hätten reiben können:

    – Kempfert 11:40: “wir wollen saubere, lebenswerte, leise Ballungszentren, die global gesehen ständig wachsen, weil sie die Menschen wie Magnete anziehen. Und trotzdem machen wir das nicht”

    Warum wohl, weil die tollen Ideen, an denen diverse Tech-Buden bereits arbeiten, bisher nur als Gated Community für Leute dies bezahlen können gedacht sind.

    – Emcke 22:59 “Ich steige sofort aus, wenn es um technische Details der Transformation geht – Es soll beschlossen und durchgesetzt werden”

    WTF??

    – Kempfert 32:00: “Wir haben einen guten Öffentlich Rechlichen Rundfunk”

    Sicher sind sehr gute Beiträge dabei, aber sobald die Legitimation herrschender Machtverhältnisse mit guten Argumenten angezweifelt wird, ist es nur wieder das
    altbekannte Verkündungsorgan zur Bewahrung der “regelbasierten Ordnung”.

    – Emcke: “Es wird Verlierer der Transformation geben, so wie es immer Verlierer bei großen Veränderungen gab, müsst ihr nur Lutz Rafael lesen”

    Guter Punkt! Taugt aber wenig, eine breite Basis für Zustimmung bei den 50% zu erzeugen, die nichts besitzen und denen alles genommen wird, sobald sich was ansammelt

    Ansonsten ist es ziemlich anstrengend für mich, Frau Emcke zu folgen.
    Viele Blähworte, Kunstpausen, Überbetonung. Ihre Botschaft hätte sie eigentlich auch in 30s unterbringen können.

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  16. Mark sagt

    Aber die Emke (die Dame ist m.E. die Strak Zimmermann der Philosophen) zeigt auf, was tatsächlich im Trend liegt. Man denke nur an das neue Format von Miosga, ein Gast plus ein eine Moderatorin, die ihm wohlgesonnen ist. Zuschauerkommentarfunktion hat man gleich weggelassen, genauso wie die Kommentarfunktionen bei you tube oder Printmedien mehr und mehr abgeschafft werden. Der Gipfel ist, dass auch bei topagrar die Kommentarfunktion abgeschafft wurde, man will die Meinung der Bauern nicht mehr, und das Schlimme ist, die Bauern beschweren sich nicht mal drüber!!! In unserer Tageszeitung hat sich ein Leserbriefschreiber darüber beschwert, dass dort auch Leserbriefe, die nicht dem Mainstream entsprechen, abgedruckt werden. Die Redaktion solle ihrer Verantwortung gerecht werden und diese “falsche Meinungsvielfalt” unterbinden. Die Politik übt dieses Gebahren übrigens im Umgang mit der Afd auch schon kräftig ein – zum Schutze unserer Demokratie wohlgemerkt.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Die Kirchen hatten für so etwas (Kontra gegen die Dogmen mit denen Kirche die Gesellschaft im Interesse der kirchlichen Geldbeutel ordnete) die Inquisition erfunden.
      Im Grunde ist das was Frau Emke fordert genau dasselbe: Für das willige Volk die Dogmen der Predigt und für die Widerspenstigen die Inquisition. Die findet heute über verschiedenste Wege Anwendung. Einer der häufigsten sind Talk-Formate zwischen willfährigen Moderatoren und Diskutanten, die sich einig sind und möglichst einen in der Runde (oder außerhalb) zum Feindbild machen und gemeinsam niedermachen. Das findet ja meist gar nicht über pro und kontra, sondern über nicht ausreden lassen (durch Moderator UND Diskutanten), niederschreien. ungestört durch den Moderator ständiges Unterbrechen der Rede unliebsamer Diskutanten (die ohnehin meist in der Unterzahl sind) statt.
      Die gesamte Diskurskultur, die eigentlich dazu dienen soll “als die durch Argumentation gekennzeichnete Form der Kommunikation … problematisch gewordene Geltungsansprüche zum Thema zu machen und auf ihre Berechtigung hin zu untersuchen” (Habermas “Wahrheitstheorien”) ist weitgehend unterdrückt.
      Das gilt für naturwissenschaftliche Themen wie Artensterben und Klimaentwicklung ebenso, wie für Wege der Politik zur Lösung von Problemen. Es geht letztendlich um die Deutungshoheit, die, wenn sie wie vorgeschlagen, gewaltsam hergestellt wird, das politische Handeln der jeweils Machthabenden sehr erleichtert, andererseits aber nichts mehr mit Demokratie zu tun hat. Solche Wege führen IMMER in eine Diktatur … von der einen oder anderen Seite. Ich glaube sogar Frau Emke und Frau Kempfert würden Einführung einer “wohlwollende Diktatur” sehr begrüßen … sofern sie ihre Aussagen unterstützt/nutzt. Und ganz ehrlich, welcher Machtmensch würde sich das für sich nicht selbst wünschen ?
      Die Leuphana Universität in Lüneburg ist im Übrigen meines Wissens eine stark von den USA finanzierte und geförderte Universität. Andererseits arbeiten dort auch Wissenschaftler wie Prof. Braungart mit seinem von mir sehr geschätzten “Cradle to Cradle” – Ansatz.

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      • Stadtmensch sagt

        Woran könnte es liegen, dass die Diskussionskultur so verkommt?

        Radikalisierung in “Blasen” von sozialen Netzwerken?
        Der menschliche Hang, vom Sein auf das Sollen zu schließen? Deshalb ja auch der Hinweis von Kempfert, den Möglichkeitsraum auszuloten.

        Für mich ist Emcke mit ihrem Autoritären Anfall “Das soll beschlossen und gemacht werden” eigentlich raus. Reduktionistischer Kurzschluss. Kempfert in ihrer Eigenschaft als Technokratin ist ist zu sehr fortschrittsgläubig. Glaubt also, dass man mit Anpassung der Kultur (Technosphäre) die menschliche Biologie noch ein Stück weiter wird einhegen können (synthetische Nahrung, Elektrifizierung aller Lebensbereiche). Das ist so Ray Kurzweil mäßig. Wenns so weiter geht, werden die Transhumanisten uns beim Aussterben helfen (Scherz)

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        • zmp_nachfahre sagt

          Nun ja – so ganz dolle war die Diskussionskultur in Deutschland zumindest im Fernsehen eigentlich nie.
          Ganz vage erinnere ich mich, daß es vor Jahrzehnten im Deutschlandfunk noch so etwas gab, aber das war damals schon eine Ausnahme.
          Ich war drei Jahre in Frankreich, da gab es im Fernsehen richtige ausführliche Streitgespräche in gutem Stil, nicht diese seltsamen “Talkshows”.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

      Top Agrar hat die Kommentarfunktion ja auch eingestellt und bietet jetzt in Abständen eine “Auswahl” von Leserzuschriften. Spontane Meinung ist nicht mehr gefragt.

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      • Mark sagt

        “Auswahl” von Leserzuschriften – von der Redaktion vorselektierte Meinungen.

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      • Christian Bothe sagt

        War der Grund u.a.weshalb ich Top agrar nach ~ 30 Jahren abbestellt habe…

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    • Inga sagt

      Ja,
      keine andere Meinung zulassen,

      dass ist echte Demokratie…
      Wollen wir das zulassen?

      Haben die echte Demokratie verlernt?

      Früher hat man dafür gekämpft

  17. zmp_nachfahre sagt

    Das war doch dieselbe Veranstaltung, auf der der Journalist Tilo Jung ausführlich darlegte, daß nicht über das schreiben sollten, was die Menschen wissen wollen, sondern das schreiben sollten, was sie wissen *sollen*.

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  18. Limes sagt

    ja interessant der vehemente Appell ab Minute 32 “da wird von Selbstverdummung, bullshit schwadroniert und empfohlen bitte lesen Sie den Kram nicht..”
    In der Tat verstörend der Applaus für dieses wir brauchen “die totale und bedingungslose Kontrolle ohne wenn und aber”. Erinnert in der Sprache und im Auftritt an längst vergangene unseelige Zeiten.
    Ja ich nehme mir den Emcke Appell zu Herzen bullshit verbreitet durch ihre Hetzschriften lese und Hetzreden höre ich mir nicht an. Schwarmintelligenz bei Wahlen oder in öffentlichen Beiträgen wird die autoritären Emcke Positionen einfangen da können die freudig erregten Claquere im Publikum noch so laut klatschen und quicken.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

      Mit der “totalen Kontrolle” ist das ja noch nicht so lange her. Corona lässt grüßen. Wer sich jetzt beschwert prüfe sein damaliges Verhalten.

      • Pälzer Buh sagt

        “Mit der “totalen Kontrolle” ist das ja noch nicht so lange her. Corona lässt grüßen. Wer sich jetzt beschwert prüfe sein damaliges Verhalten.”
        …. und dem jetztigem Wahlverhalten.

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      • Pälzer Buh sagt

        … oder die Sonne die sich angeblich um die Erde dreht …
        Ich will ihr nur mal Galileo Galilei nennen und deren Geschichte.

    • Frank sagt

      Wenn man sich zum Trottel machen will, darf man alles mögliche sagen ggfs. sogar Strafbares.
      Dass Ehmke nicht mehr diskutieren, sondern das für sie Akzeptable verordnen und durchsetzen lassen will, verbietet ja keinem, trotzdem was abweichendes zu sagen.
      Ihm wird nur mal eben klargestellt, dass sein Beitrag unerwünscht ist und unbeachtet bleibt und zwar mittels der Unterstellung, dass es ohnehin unerheblich ist, was er noch beizutragen hat, da die Wahrheit den Auserwählten schon umfänglichst bekannt ist.
      Wenn man dann die Auserwählten und deren Qualifikation sieht ….

  19. Mark sagt

    Ihre Aussagen sind ja nur logisch, strebt sie doch die kulturelle Hegemonie an…….

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