Alle Artikel in: Bauer Willi

„Milch entgiftet“ hat meine Mutter immer gesagt…

So beginnt ein Blog-Artikel von Peter, der hier sein ganz besonderes Verhältnis zur Milch beschreibt. Ganz persönlich, ohne Werbung für irgendetwas oder irgendwen zu machen. Hier die Einleitung: Momentan kocht – nein nicht die Milch – sondern die Diskussion über diese wieder einmal hoch. Der Milchpreis ist im Keller. Der Markt ist heiß umkämpft. Milch als Lebensmittel selbst nicht unumstritten. Viele Fragen, kaum befriedigende Antworten. Ich versuche es einmal ganz anders. Mit einer Geschichte, in der Milch eine Hauptrolle spielt. Sie hat sich genauso zugetragen und wirft vielleicht ein interessantes Licht auf die Milch abseits der medialen Scheinwerfer. Hier der Link auf einen emotionalen Beitrag, der bei einigen Widerspruch auslösen könnte. Mir hat er aus der Seele gesprochen. http://www.landschafftleben.at/blog/%e2%80%9emilch+entgiftet%21%e2%80%9c+hat+meine+mutter+immer+gesagt%e2%80%a6_b172 Euer Bauer Willi  

Bauer im Netz – getrennt marschieren…

Wieder ein Gastbeitrag von Thies, diesmal zum Thema „Landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit im world wide web“ Mittlerweile entwickelt sich die Präsenz der Landwirtschaft in den sozialen Medien erfreulich. Auf Beiträge im Fernsehen und Magazinen wird schnell reagiert, gegen falsche Darstellung wird umgehend Position bezogen und im Optimalfall werden Diskussionen von Landwirten eröffnet, bevor andere Organisationen Kampagnen zu diesem Thema entwickelt haben. So soll es sein. Natürlich ist noch lange nicht alles perfekt, aber es wird. Und genau da tritt eine neue Baustelle zutage. Wir loben uns innerhalb der Community zu wenig. Oder, was noch schlimmer ist, wir kritisieren uns gegenseitig, falls ein Post in seiner Meinung oder Aufmachung nicht mit der eigenen Einstellung deckungsgleich ist. Aber gerade die Vielfalt und die Unterschiede der einzelnen Posts und Akteure machen den Erfolg der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit im Netz aus. Manche versuchen es mit Zahlen, Daten, Fakten, ein anderer lässt unkommentierte Bilder und Videos für sich stehen. Wieder andere versuchen es mit Witz, ab und zu wird mit Sexappeal gearbeitet. Manche zerlegen die Darstellungen der NGOs und einschlägigen Meinungsmacher mit Gegenargumenten, …

„So geht es nicht weiter“ – wie Meinungsbildung heute geht

Während wir über den richtigen Weg in der Darstellung der Landwirtschaft diskutieren, wissen die Marktforscher längst, wie öffentliche Meinungsbildung funktioniert. Rainer Pfuhler ist Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation beim renommierten Marktforschungsunternehmen Rheingold Salon in Köln . Sein Unternehmen hat in einer Studie untersucht, wie sich heute gesellschaftliche Meinung in der Öffentlichkeit bildet. Ich habe ihm dazu ein paar Fragen dazu gestellt. Die Antworten waren für mich sehr aufschlussreich, besonders die Konsequenzen für die Meinungsbildung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Herr Pfuhler, Sie haben vier verschieden Typen von Bürgern beschrieben. Welche sind diese? Da ist zum einen der „gespaltene Bürger“. Er akzeptiert eine Vielfalt unterschiedlicher Meinungen nebeneinander, auch wenn diese erkennbar widersprüchlich sind. Beispiel Automobil: Spritsparen und Fahrspaß passt eigentlich nicht zusammen. Trotzdem wünscht man sich beides. Beispiel Energie: man wünscht sich mehr regenerative Energien, beim eigenen Stromtarif steht aber der der Preis dann wieder im Vordergrund. Beispiel Landwirtschaft: man ist gegen Massentierhaltung, möchte aber weiter günstig Lebensmittel einkaufen. In der Befragung der Bevölkerung betrug die Bereitschaft, zwei völlig unvereinbare Standpunkte gleichzeitig zu vertreten bis zu 60%. Der …

Lieber Herr Kieling – unser Dialog geht weiter…

Lieber Herr Kieling, unser Dialog geht weiter. Sie haben gestern ein neues Video veröffentlicht, wo es um die Frage geht, wie wir die Welt ernähren wollen und sollen. Wir, die Bauern. Sie und ich sind uns einig, dass die Bürger und Verbraucher eine Mitverantwortung daran haben, wie wir Landwirte produzieren. Nur der direkte Dialog bringt uns aber alle weiter. Und der ist möglich: Am REGIO DAY und am TAG DER REGIONEN. Reden wir also wieder direkt miteinander… Ihr Bauer Willi ‪#‎regioday‬ ‪#‎tagderregionen‬ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Ökoroutine

„In zwanzig Jahren 100% Biohaltung“ so lautet die Überschrift über einem Interview mit MIchael Kopatz vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie. Und noch ein interessanter Satz: „Nehmen Sie die Ernährung: Nur die Eliten können sich Bio leisten“. Diesen anscheinenden Widerspruch will er auflösen. Wie? Das könnt ihr hier lesen. http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/oekologie-klimawandel-umwelt-umweltschutz-generationen-tierhaltung-interview/komplettansicht

Tierwohl gibt es nicht zum Nulltarif…

Dieser Artikel setzt sich mit dem umstrittenen Schnäbelkürzen auseinander. Auch wenn die Überschrift des Link unten etwas reißerisch klingt: er beschreibt recht ausgewogen die Einigung, die in Hessen zwischen Politik und Geflügel-Branche erzielt wurde und die Auswirkungen. Sowohl für das Tier als auch für den Verbraucher. Zum Hintergrund: Hühner haben offensichtlich die Angewohnheit, ihre Rangordnung durch gegenseitiges Bepicken zu regeln, vor allem dann, wenn sie sich ihre Nahrung nicht mehr selber suchen sondern gefüttert werden. Um zu verhindern, dass sie sich gegenseitig totpicken, werden die Schnäbel kupiert. Dies soll nun nicht mehr stattfinden. Keiner der Verhandlungspartner weiß jedoch, ob die Sterblichkeitsrate jetzt nicht wieder ansteigt. Als sicher gilt jedoch, dass der Preis pro Ei für den Konsumenten um 2-3 Cent oder mehr ansteigen wird, weil auch andere Haltungsbedingungen notwendig sind, die bezahlt werden müssen. Wie dieser Mehrpreis im Markt umgesetzt werden soll bleibt offen. Ob das jetzt für alle eine Verbesserung ist? Eine schwierige Entscheidung. Was meint ihr? Bitte erst lesen und dann kommentieren. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/weniger-quaelerei-in-hessischer-massentierhaltung-14380206.html  

Es geht nicht nur um Glyphosat…

Wenn ich in einer Runde von „normalen“ Menschen zu erkennen gebe, dass ich Bauer bin, dauert es nicht lange, bis das böse Wort fällt: GLYPHOSAT. Und dann geht die Post ab. Dass das ja eine Sauerei ist, dass das überhaupt noch zugelassen ist, dass man das ja jetzt überall findet, in der Muttermilch, im Bier, ja sogar im Urin. Dass das krebserregend ist und man es schon im Grundwasser findet. Das geht ja gar nicht. Eigentlich gehöre so was sofort verboten, aber Monsanto und all die anderen Chemie-Riesen stecken ja bekanntlich  mit der Politik unter einer Decke und man könne den Verdacht haben, dass auch die Behörden geschmiert werden. Und dass mit den Studien sei ja auch alles getürkt, es gäbe ja genügend ordentliche Studien von Greenpeace und Foodwatch, die das Gegenteil beweisen würden. Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt von Kommentaren, die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Und da stehe ich da, höre mir das alles an, und müsste eigentlich zu mir sagen: Willi, was bist Du doch für ein schlechter Mensch. Weil ich ja auch …

Ich bin Ihr Bauer

Ich bin Bauer. Der Bauer, der Ihre Lebensmittel macht. Und ich habe ein Problem mit Ihnen. In unserer Beziehung von Erzeuger und Verbraucher stimmt was nicht mehr. Und vielleicht haben Sie das auch schon bemerkt. Dass Sie die Lebensmittel möglichst billig einkaufen wollen, weiß ich ja. Vielleicht können Sie auch nicht anders, weil Ihnen sonst zu wenig zum Leben bleibt.  Aber Deutschland hat ja nicht nur Niedriglohnempfänger. Wenn Ihnen Lebensmittel etwas wert wären, würden Sie auch nicht so viel wegwerfen. Und das Sie immer auf alles mögliche achten? Im Zweifelsfall entscheiden Sie sich dann doch für das billigere Produkt. Gut, die Discounter verkaufen jetzt auch Markenprodukte. Dafür gehen die Supermärkte mit ihren Eigenmarken jetzt auch in Richtung Billigware, um ihre Marktanteile nicht zu verlieren. Alles nichts Neues, alle drücken den Preis beim Erzeuger so weit wie es geht. Macht ja jeder so und wer da nicht mitkommt,  muss halt aufhören und ist selber schuld. Auch wenn es sich etwas merkwürdig anhört: Das ist für mich als Bauer nicht das ganz große Problem. Womit ich nicht mehr zurechtkomme sind die Ansprüche, die …

Down under

Vor ein paar Tagen erreichte mich eine Mail von Charlie aus Australien mit diesen beiden Links. http://www.abc.net.au/news/2016-08-01/bauer-willi-germanys-most-famous-farmer-trying-to-connect/7679180 http://www.abc.net.au/news/2016-08-01/7673038 Er (oder sie?) hat sein Praktikum in der Nähe von Köln absolviert und war erstaunt, in seiner Heimat in New South Wales etwas über deutsche Landwirtschaft zu hören. Und ich war erstaunt über den Bericht. Euer Bauer Willi