Bauer Willi
Kommentare 12

„Milch entgiftet“ hat meine Mutter immer gesagt…

So beginnt ein Blog-Artikel von Peter, der hier sein ganz besonderes Verhältnis zur Milch beschreibt. Ganz persönlich, ohne Werbung für irgendetwas oder irgendwen zu machen.

Hier die Einleitung:

Momentan kocht – nein nicht die Milch – sondern die Diskussion über diese wieder einmal hoch. Der Milchpreis ist im Keller. Der Markt ist heiß umkämpft. Milch als Lebensmittel selbst nicht unumstritten. Viele Fragen, kaum befriedigende Antworten. Ich versuche es einmal ganz anders. Mit einer Geschichte, in der Milch eine Hauptrolle spielt. Sie hat sich genauso zugetragen und wirft vielleicht ein interessantes Licht auf die Milch abseits der medialen Scheinwerfer.

Hier der Link auf einen emotionalen Beitrag, der bei einigen Widerspruch auslösen könnte. Mir hat er aus der Seele gesprochen.

http://www.landschafftleben.at/blog/%e2%80%9emilch+entgiftet%21%e2%80%9c+hat+meine+mutter+immer+gesagt%e2%80%a6_b172

Euer Bauer Willi

 

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12 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Während einige Milch und alle anderen tierischen Produkte vom Speisezettel verbannen möchten (s. Not your num, not your milk), gibt es Leute, die sich mit den Gesundheitsbehörden anlegen, um Rohmilch trinken zu können.
    Rohmilch soll, so die Tiere gesund, die Kühlkette intakt ist und die Milch schnell verzehrt wird, gerade bei Kindern das Risiko von Allergien senken, das Knochen- und vor allem das Kiefer-und Zahnwachstum positiv beeinflussen, bei einigen chronischen Darmerkrankungen und Menstruationsschmerzen das Leben erträglicher machen, bei hyperaktiven Leuten die Symptome lindern und – das ist das einzige was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann- für schnelles Einschlafen und erholsamen Schlaf sorgen. Und ja, entgiften sollen sie auch, es gibt Leute, die regelmäßig Rohmilchkuren machen und schwören, dass es besser wirkt als Heilfasten.
    Alles Probleme und Problemchen für die Menschen sehr viel Geld den Nahrungsergänzungs- bzw. Pharmafirmen hinterherschmeißen. Wer mal gezwungen war, das Vorabendprogramm samt Werbepausen im ÖR anzugucken, weiß wieviel Geld da gemacht werden muss, da wird geworben was das Zeug hält, keine Werbeunterbrechung ohne Einschlafmittelchen oder Hält-Dich-Fit-Pülverchen für Omi und Opi.
    Vllt. könnte man auf diesem Markt ja eine weitere Nische schaffen.
    Unbehandelte Milch für topfite Senioren, oder so.

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    • Inga sagt

      Guter Beitrag,
      aber eines sei noch gesagt,
      meine Oma früher meinte auch Milch entgiftet, deswgen müssen Katzenauf dem Bauernhof viel Milch haben, weil sie giftige Mäuse fressen!
      Aber ich glaube das ist wissenschaftlich widerlegt, weil Mäuse gar nicht giftig sind, oder?
      In der Krankenpfelge wird auch nicht mehr empfohlen Milch nach der Vergiftung zu trinken, auch das ist widerlegt, oder?
      Das werde ich wohl mit ätzenden Flüssigkeiten verwechseln, oder?

      Vielleicht wusste sie, dass Mich alle Vitamie, außer Vitamiin C, die wir brauchen hat, wenn man davon täglich einen haben Liter Vollmilch trinkt, wenn man keine anderne Milchprodukte zu sich nicht.
      Vollmilch, weil an das Fett Vit. A und D gebunden sind.
      Und wenn die Kuh viel Kräuter neben dem nur Gras , bzw. Heu aufnimmt, dann sind in dem Fettgehalt eben mehr Omega3 Fettsäuren enthalten.

      Das ist auch irgendwo wissenschaftlich belegt, oder?
      Wenn das so ist, dann ist Milch das Gold in unserer Ernährung.

      Es macht auch so viel Mühe die zu gewinnen.

      Ist es dann nicht Sünde diese Gold billig zu verramschen?
      Und dann auch noch die Haltungsformen und Verarbeitung (Molkerreien) danach auszurichten?

      Und dann bekommen die Kuhhalter geschimpft?
      Ist das in Ordnung?

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  2. Erstmal vielen Dank, lieber Willi fürs Teilen! Bin auf Achse, das heißt auf Dreh in Vorarlberg und werd mir heut Abend Zeit nehmen auf Kommentare zu antworten. Bis dann, Peter, der Fuchs

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  3. Martin Grube sagt

    Was vor allem stimmig ist, dieses wer melkt meine Kühe im Krankheitsfall. Bauern werden öfter mit Gips bedacht als andere Patienten um die Bewegungsfreiheit einzuschränken, damit auf dem Hof nicht gleich wieder voll gearbeitet wird.

    True Story.

    Martin

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    • Hallo Martin, das hast du schön erkannt, diesen Aspekt einer hohen bäuerlichen Arbeitsmoral, nennen wir das mal so. Das hat eben mit Tradition und Verbundenheit über Generationen zu tun und heute sehr oft damit, dass niemand im Krankheistfall einspringen kann oder will und man Kühe nicht einfach mal so auf Standby schalten kann. Wird häufig von Laien übersehen, diese Problematik.

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  4. Bauer Willi sagt

    Nun, weniger mit der Landwirtschaft aber mehr mit dem Verbraucher. Einer der Kommentare unter dem Original lautet: „Milch tötet“. Vielleicht wird es jetzt etwas klarer, warum wir diesen Artikel bringen.
    Bauer Willi

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  5. No Name sagt

    Tolle Geschichte, aber was hat das mit der heutigen Landwirtschaft, speziell in D, zu tun?

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    • Stadtmensch sagt

      Das war ein Wink mit dem Zaunsfeld. Hinter vielen Dingen, die wir täglich als gegeben voraussetzen, stehen Menschen. Man kann das natürlich als eine reine Geschäftsbeziehung abtun, aber das ist meiner Meinung nach Selbstbetrug.
      Es scheint so, als hätten nur noch bestimmte Philosophen und ein paar Bauern einen Sinn dafür. Hängt alles mit der frühkindlichen Prägung zusammen.
      Ich fand den Text und besonders den letzten Absatz sehr gelungen. Wenns geht, sollte man seinen Emotionen freien Lauf lassen 😉

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      • „Hinter vielen Dingen, die wir täglich als gegeben voraussetzen, stehen Menschen“ … und Tiere würde ich noch hinzufügen. In diesem Fall Kühe. Klar, wer mit diesen wunderbaren, aber auch super anspruchsvollen (!) Tieren jemals gearbeitet hat, wird nicht verstehen können, wie ein Produkt wie die Milch in der gesellschaftlichen Wertschätzung dermaßen den Bach hat runter gehen können. Das wollte ich eben vermitteln – ist natürlich subjektiv, wie gesagt.

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