Alle Artikel in: Bauer Willi

Blick in den Raps

Ein kleines Video, wie es aktuell in meinem Raps aussieht. Aufgrund des sonnigen und mittlerweile auch warmen Wetters sind viele Insekten, vorwiegend Bienen dort unterwegs. Für den Imker ist jetzt eine tolle Zeit, weil das Nahrungsangebot für die Bienen reichlich ist und er bald den ersten Rapshonig ernten kann. Was die Imker wohl nicht wissen: Durch die Mercosur-Verhandlungen wird derzeit sehr viel Biodiesel in die EU importiert, was die Preise stark fallen lässt. Wenn das so bleibt, wird wohl in den nächsten Jahren weniger Raps angebaut. Das wäre auch nicht gut für Bienen und Imker. Wenn die Politik also was für die Bienen tun will, sollte sie auch darüber mal nachdenken. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Kindermund…

Für den Sonntag mal was zur Entspannung. Und bei dem schönen Wetter ist es draußen in der Natur auch viel schöner. Allen einen erholsamen Sonn-Tag! Euer Bauer Willi P.S.: Habe eben noch mal die Rüben gezählt. Wir müssen sie nicht neu säen. Der Regen vom letzten Sonntag hat geholfen. Wofür Sonntage doch gut sind. Danke an denjenigen, der uns den Regen gerade noch rechtzeitig geschickt hat…

Das Wochenende im Garten…

Jetzt sind die Gartencenter wieder überfüllt. Doch es gibt auch Mitbürger, die wollen es gerne pflegeleicht. Dazu ein sehr passender Artikel, wie die Gärten noch lebensfeindlicher werden können. http://www.deutschlandfunkkultur.de/baumarkt-vs-natur-der-wettstreit-um-das-sterilste-terrain.1005.de.html?dram:article_id=417013 Dazu dann der passende Mäh-Roboter und die Motorsense. Den Laubbläser hat man ja schon im Herbst gekauft. Und damit sich die Natur garantiert nicht einnisten kann, kommt auch das letzte Blatt und der kleinste Ast in die Bio-Tonne. Immerhin ist die „Bio“… Soll ja schließlich „anständig“ aussehen. Ich wünsche allen ein sonniges und warmes Wochenende. Und das ist jetzt keine Ironie!  🙂 Euer Bauer Willi

Ich brauche Euren Rat!

Das steht heute in unserer Zeitung. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/rommerskirchen/anwohner-will-heimchesweg-ohne-lkw-aid-1.7554504 Bitte lest euch diesen Artikel durch und sagt mir dann, was ich machen soll? Ja, zwei Tage in diesem Jahr haben LKW´s Gärsubstrat zu meinem Acker am Heimchesweg gefahren. Es ist die einzige Zufahrt, eine Brücke am anderen Ende des Weges wurde vor kurzem abgerissen. Definitiv wurde auf der Straße nicht umgeladen, sondern direkt am Feldrand, ohne dass etwas auf die Straße gelangt wäre. Leichte Verschmutzungen mit Erde aus den Radprofilen (auch nur im Feld, nicht im Wohngebiet) habe ich abends entfernt. Langsam wird es mit dem Dialog schwierig… Euer Bauer Willi  

Geänderter Bundesratsbeschluss

Ich habe folgenden Bundesratsbeschluss, der zu einem bestimmten Thema verfasst wurde leicht abgeändert: Um die Änderung zu verstehen, müsst ihr erst auf den Link klicken. Danach wird es verständlicher. https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2018/0101-0200/107-18(B).pdf?__blob=publicationFile&v=1 Er lautet jetzt so: Bundesrat Drucksache 4711 (Beschluss)                                                                              04.05.2018 Beschluss des Bundesrates Mitteilung der Kommission über die Europäische Bürgerinitiative „Verbot von fossilen Brennstoffen und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Emissionen“ Der Bundesrat hat in seiner 968. Sitzung am 01. Mai 2018 gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG die folgende Stellungnahme beschlossen: Der Bundesrat erkennt die Leistungen der Europäischen Bürgerinitiative „Verbot von fossilen Brennstoffen und Schutz von Menschen und Umwelt“ an. Er versteht es als ein Zeichen der europäischen Zivilgesellschaft, dass europäische Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme für das Anliegen abgegeben haben und somit zum fünften Mal seit Bestehen der Europäischen Bürgerinitiative alle Anforderungen einer solchen erfüllt wurden. Der Bundesrat stellt fest, dass im gegenwärtigen Bewertungsverfahren der EU für fossile Brennstoffe auch Studien Berücksichtigung finden, die nicht öffentlich zugänglich sind und von Antragstellern in Auftrag gegeben und finanziert werden. Er begrüßt daher die seitens der Kommission …

Rübe weg…?!

Ich habe mal mit einem Berufskollegen aus Niedersachsen die Erlöse und Kosten für Zuckerrüben aus dem Erntejahr 2017 verglichen. Hier das vollständige Datenblatt: Die Ergebnisse sind recht ähnlich, Erlöse und Kosten unterscheiden sich kaum, somit auch der Deckungsbeitrag (= Erlös minus variable Kosten) Die Fixkosten habe ich rausgelassen, weil diese von Betrieb zu Betrieb recht unterschiedlich ausfallen. Prognose 2019 (auf Basis Rheinland) Die Rekordernte 2017 wird sich wohl kaum wiederholen und so habe ich einen  Ertrag von 800 dt/ha unterstellt, der auch mit den genannten Einschränkungen machbar sein sollte. Aufgrund des übervollen Marktes gehe ich von einem sinkenden Erlös aus (minus 0,30 €/dt) so dass sich ein um rund 600 €/ha niedrigerer Erlös ergibt. Da die Neonics verboten wurden, sollte der Saatgutpreis sinken. (hier minus 50 €/ha). Dünger, variable Maschinenkosten, Saisonarbeitskräfte und Hagelversicherung sollen gegenüber 2017 um einheitlich 3% teurer werden. Durch den Wegfall von Glyphosat und Neonics sollen in dieser Annahme die Kosten für Pflanzenschutz um 130 €/ha steigen (vor allem durch mehrfache und flächige Insektizid-Behandlungen, aber auch durch erhöhten Aufwand (Wegfall Glyphosat) bei der Unkrautbekämpfung …

Entlarvend…

Am Mittwoch, dem 25.April, fand im Deutschen Bundestag eine Fragestunde statt. Hier ein Ausschnitt aus dem stenografischen Protokoll. Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/19/19028.pdf  Seiten 2584/2585 Carina Konrad (FDP): Ich fasse mich kurz. – Sie haben ganz viel über das Mittel Glyphosat gesprochen und öfter erwähnt, es sei umweltgefährdend und giftig. Ich frage mich, wie Sie – wenn es in zugelassenen Mengen und von Personen, die über den eben erwähnten Sachkundenachweis verfügen, also sachkundig angewendet wird – zu der Erkenntnis kommen, dass es umweltgefährdend oder gar giftig sei, und ob es nicht der bessere Weg wäre, erst einmal un­sachgemäße Anwendungen zu beseitigen. Michael Stübgen, Parl.Staatssekretär bei der Bun­desministerin für Ernährung und Landwirtschaft: Frau Kollegin, Sie haben völlig recht. Deswegen ist ja auch mit der Stimme der alten Bundesregierung die Verlängerung von Glyphosatanwendungen bis 2021 ge­nehmigt worden; denn es gibt keine klaren wissenschaftlichen Erkennt­nisse, dass dieses Mittel bei sachgerechter Anwendung gesundheitsschädigend ist. – Das ist nun eindeutig. Wir als Bundesregierung wissen aber – auch Sie im Parlament wissen das –: Diese Genehmigung ist bis 2021 erteilt. Sie muss dann erneuert …

Es gibt Tage, da möchte man…

…die Brocken einfach hinschmeißen. Letzte Woche hatte ich so ein paar Tage. Am letzten Sonntag das heftige Gewitter, dass all unsere Rüben verschlämmt hat. Darauf hin Kommentare wie „Zucker ist sowieso ungesund“ oder „So eine Monokultur braucht kein Mensch“. Dann will uns Julia Klöckner erklären, dass das mit dem Verbot von Neonicotinoiden so schlimm ja nicht ist, weil es ja mechanische Verfahren gegen Insekten gibt. Die Frau ist Landwirtschaftsministerin! Weiß sie es nicht besser? Die Grünen stellen einen Antrag, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in 4 Jahren um 40% zu senken. Und selbst die AfD klatscht Beifall. Wie die Alternativen aussehen sollen, sagen sie alle nicht. Wollen sie nicht oder können sie nicht? Im Dorf hat sich jemand beim Ordnungsamt darüber beschwert, dass es bei der Ausbringung von Gärsubstrat stinkt. Dabei wird es mit dem Ausbringfahrzeug direkt eingearbeitet. Besser geht es nicht. Mineraldünger stinkt nicht, will aber auch keiner. Was denn nun? Überhaupt nicht mehr düngen? Eine Brücke, die unsere Felder miteinander verbindet, wurde abgerissen. Ersatzlos. Jetzt müssen wir einen Umweg von 3 km fahren, der durch …

Jubel und Frust

Es darf wieder gejubelt werden. Endlich sind die Neonicotinoide verboten. Okay, im Gewächshaus sind sie noch zugelassen, aber wie nicht anders zu erwarten, geht das einigen – wieder einmal – nicht weit genug und sie verlangen, dass es dort auch verboten wird. Aber das interessiert mich als Bauer ohne Gewächshaus nur am Rande. Auch die Anwendung von Glyphosat ist für mich durch die vielen Auflagen und Einschränkungen faktisch nicht mehr möglich, was einem Verbot gleichkommt. Und auch hier wird gleich wieder der monoton wiederholte Satz: „Das geht uns nicht weit genug“. Volkes Stimme klatscht Beifall, denn endlich ist dieses „gefährliche“ Mittel vom Markt und „vergiftet“ nicht mehr die Nahrung. Doch schon kommen neue Forderungen:  Man müsse mittelfristig dazu kommen, dass „Pestizide“ generell nicht mehr eingesetzt oder zumindest deutlich in der Menge(die Grünen fordern 40%) reduziert werden, denn ein „weiter so“ dürfe es nicht geben und die „Landwirtschaft müsse grundsätzlich umgebaut werden“. Wer wird dem als Bürger nicht zustimmen? Bei mir als Bauer macht sich jedoch Frust breit. Ich bin weder von Bayer noch von Monsanto gekauft, sondern ich …

Bauer? Landwirt?

Neulich wollte mir ein älterer Herr den Unterschied zwischen Bauer und Landwirt erklären. Seine Definition: Ein Bauer sei jemand, der Ackerbau und Viehhaltung betreibt, ein Landwirt jemand, der nur Ackerbau macht. Das wollte ich nicht glauben und habe bei Wikipedia nachgeforscht. Hier die Definition für beide Bezeichnungen: Voraussetzung für die Anerkennung des Berufs ist – in Europa – der Besuch einer landwirtschaftlichen Berufsschule und/oder Landwirtschaftsschule. Meisterprüfung und höhere schulische Ausbildung (Fachwirt und Techniker) können die Grundlage für ein Studium der Agrarwissenschaften sein. Voraussetzungen für den Beruf sind etwa: Interesse an Natur und Umwelt sowie am Umgang mit Tieren, Handwerkliches Geschick und kaufmännisches Verständnis, Körperliches Leistungsvermögen und Ausdauer. Was meint ihr? Seht ihr einen Unterschied in der Berufsbezeichnung? Gibt es eventuell regionale Unterschiede? Ist der Begriff Bauer eurer Meinung nach diskreditierend. diskriminierend oder zurücksetzend? Das fragt euch BAUER Willi