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Radio hören

Der Hessische Rundfunk hat ein Interview mit mir gemacht. Die zwei Teile sollen gesendet werden am Donnerstag 5. Januar um 10:15 Uhr und 10:40 Uhr. So hat es mir der Sender durchgegeben. Und hier kann man HR 1 digital empfangen: https://www.radio.de/s/hr1  

Evangelisch essen?

Irgendwie ist das an mir vorbeigegangen… Die Meldung ist aus dem November 2022. https://www.evangelisch.de/inhalte/208447/18-11-2022/gegen-vegetarisches-essen-bauern-protest-bei-synode-der-reformierten Wundert mich aber nicht. Vegetarisch ist ja Mainstream und da dürfen die Kirchen nicht fehlen. Aber vermutlich haben die Bauern auch nur was falsch verstanden, denn: Zitat: Bei der Wieden führte aus, die Entscheidung sei vielfach als mangelnde Wertschätzung der Kirche gegenüber der Landwirtschaft in ihrer Bedeutung für die Ernährungssicherheit und den Erhalt der Kulturlandschaft verstanden worden. So sei der Beschluss aber nicht gemeint gewesen. Es gehe um die Unterstützung kleinbäuerlicher und regionaler Landwirtschaft. Der Fairness halber müsse aber auch gesagt werden, „dass es durchaus eine klimaschädliche Fleischproduktion gibt“. Übrigens: das alles hätte auch in der katholischen Kirche passiert sein können. Und vielleicht kommt es ja auch noch….

Kinderreicher Bauer…

Ich weiß nicht, ob es eine Statistik gibt, dass Bauern mehr Kinder haben als andere Berufe. Der Bauer im nachfolgenden Artikel dürfte allerdings zu den Rekordhaltern gehören: https://www.sueddeutsche.de/panorama/leute-nach-dem-100-kind-mann-aus-uganda-in-der-bredouille-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-221226-99-20318 Erst dachte ich, dass der Artikel lediglich der Rubrik „Seltenes und Skurriles“ zuzuordnen ist. Beim weiterem Lesen zeigt sich dann aber die Problematik dahinter. Die Geburtenrate in Afrika ist sehr hoch. Im Niger liegt sie bei 6,7 Kindern, in Uganda bei 4,7. Man geht davon aus, dass sich die Einwohnerzahl in Afrika bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppelt. Leider macht der Artikel keine Aussagen darüber, wie diese wachsende Population ernährt werden soll. Dort heißt es nur: „Denn die ohnehin knappen Lebensmittelressourcen in Afrika geraten mit der zunehmenden Bevölkerungszahl weiter unter Druck. Bis 2050 dürfte die Migration aus Afrika nach Europa entsprechend weiter zunehmen.“ Meine Frage: welche Verantwortung haben wir für die Welternährung? Die Frage klingt einfach…    

Où va l’agriculture? Überlegungen aus Frankreich

Ich bin mit Andre aus Frankreich seit einigen Jahren in loser Verbindung. Ab und zu hat er Artikel von mir ins Französische übersetzt und auf seinem Blog veröffentlicht. Jetzt hat er mir einen Artikel aus seinem Blog zur Verfügung gestellt, den er mir ins Deutsche übersetzt hat. Vielen lieben Dank, denn das was Emmanuel Rizzi schreibt, ist nahezu deckungsgleich mit der Situation in Deutschland. Wer es im Original lesen will, hier der Link: https://seppi.over-blog.com/2022/12/ou-va-l-agriculture.html Wohin geht es mit der Landwirtschaft? Emmanuel Rizzi* (Vizepräsident der Coordination Rurale) Die Jahre vergehen und die Situation wird nicht besser. Ich spreche nicht von der Kälte, die die Knospen erfrieren lässt, dem Regen, der unsere Ernte ruiniert, oder der Sonne, die die Wiesen grillt. All das ist Teil unseres Berufs und hängt nicht vom Willen des einen oder anderen von uns ab. Stoizismus ist der Schlüssel zum Glück in der Landwirtschaft… Nein, ich spreche nicht von dem, was die Natur uns auferlegt, sondern von dieser Gesellschaft, die alles und das Gegenteil verlangt. Marc Fesneau, der Landwirtschaftsminister, hat gerade erst die …

Vom großen Versagen der Agrarpolitik

Zum Jahresende ein Gastartikel von Jürgen Donhauser, der mit der aktuellen Agrarpolitik hart ins Gericht geht Was mich als Landwirt am meisten verletzt ist die Tatsache, dass man mit uns Bauern nicht ehrlich umgeht (wie übrigens auch nicht mit dem Verbraucher). In letzter Zeit nimmt aber unter Cem Özdemir dieses „Falschspielen“ Ausmaße an, dass es schon dreist und unverschämt ist. Hier das jüngste Beispiel mit der Einführung der Haltungskennzeichnung. Jahrelang haben die GRÜNEN die Vorgänger im Agrarministerium dafür kritisiert, keine Kennzeichnung auf die Reihe zu bekommen. Nun stellt Özdemir seine Haltungskennzeichnung medienwirksam vor. Sie ist allerdings nur verpflichtend für deutsche Ware und nur für Frischfleisch! Geht’s noch?! Die schlimmsten Verschärfungen für die Schweinehaltung wurde bei den Zuchtschweinen in den letzten Jahren über Ordnungsrecht eingeführt. Durch diese Wettbewerbsverzerrung haben inzwischen so viele Ferkelerzeuger aufhören müssen, dass wir mittlerweile 9 Mio. Ferkel aus anderen Ländern importieren. Bei diesen Importen interessiert es niemand, wie diese Tiere gehalten, gefüttert und die männlichen Ferkel kastriert wurden. Man hat das Problem einfach ins Ausland verlagert – „aus den Augen, aus den …

Reflexhafte Ablehnung

Ich habe ja schon mal darüber berichtet, dass ich mit Robert Habeck ein Interview geführt habe. https://www.bauerwilli.com/eine-stunde-mit-robert-habeck/ Der nachfolgende Artikel passt sehr gut dazu, denn er beschreibt, dass innerhalb der Grünen nach wie vor Realos und Fundis um die Vorherrschaft streiten. https://www.tagesspiegel.de/debatte-uber-grune-gentechnik-wider-besserer-vernunft-9054853.html Aktuell sieht es eher so aus, dass die Fundis das Sagen haben. Aber lest selbst. Hier ein Zitat: „Es ist schade, dass die Grünen Habeck in seinem Ruf nicht folgten. Denn nun machen sie, darunter die Leitung des Umweltministeriums, genau das, wovor Habeck gewarnt hat: Sie verweigern sich einer Lösung, vor allem, so wirkt es, weil ihnen das Wort Gentechnik nicht passt.“ Und weiter: „Habeck und Gehring schrieben damals, man müsse „Potenziale und Gefahren“ abwägen. „Aber nicht geleitet von Angst, sondern von Fakten, Werten und Zuversicht“. Die Partei täte gut daran, sich an diese Worte zu erinnern.“ Ich habe manchmal den Eindruck, dass Robert Habeck in einer anderen Partei ist.

Eine Alternative zu Joachim Rukwied?

Eine starke Rede der Miss India 2022 zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in ihrer Heimat Indien. Und die Dame engagiert sich auch ansonsten beeindruckend:  https://en.m.wikipedia.org/wiki/Adline_Castelino? Man stelle sich vor, Miss Germany würde zur Unterstützung der deutschen Bauern aufrufen… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Hier noch einmal ab Sec 0:50 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Unbekannte Wirkung eines Giftes

Wie, das kann doch nicht sein, dass unser Weizen vergiftet ist! https://www.welt.de/wissenschaft/article242716641/Fast-die-Haelfte-des-in-Europa-angebauten-Weizens-mit-Pilzgiften-belastet.html Und tatsächlich ist die Überschrift irreführend, denn der Anteil des Giftes liegt fast immer unter dem Grenzwert. Um welches Gift es sich handelt? Hier ein Zitat: „Insgesamt enthielt knapp die Hälfte (47 Prozent) des für den menschlichen Verzehr vorgesehenen Weizens in Europa das Toxin Deoxynivalenol (DON), auch Vomitoxin genannt, zumindest in geringer Menge. In Großbritannien, Schweden und Dänemark waren es sogar 69 bis 93 Prozent.“ Wird der Grenzwert für Menschen überschritten, kann der Weizen immer noch als Tierfutter verwendet werden. Übrigens wirken „chemisch-synthetische Pestizide“ gegen dieses Gift…

Satt und unzufrieden – Das Dilemma der Essensmacher

Ich habe wieder ein Buch geschrieben. Es erscheint am 16. Januar.  Was steht drin? Wir alle wollen sichere und bezahlbare Lebensmittel, mehr Tierwohl, mehr Klimaschutz, mehr Artenschutz. Ich sage: Wir Bauern können alles, es muss nur jemand bezahlen.  Und genau da hakt es: Der Bürger stellt hohe Ansprüche, die er als Konsument nicht bezahlen will. Das führt zu zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen dem Machbaren und dem Wünschbaren in der Landwirtschaft. In einem großen Bogen erläutere ich die Zusammenhänge. Es geht um die Agrarwende und das Artensterben, um Bienen, Bürger und die Bürokratie, und natürlich auch um Chemie und Cannabis sowie Doppelmoral und doppelte Standards, Dünger und Dürre, Eierpreise, Ethik und Europa. Die Landwirtschaft benötigt Fortschritt durch Forschung. Dazu gehört auch Gentechnik. Natürlich geht es um Gifte und Glyphosat, auch die Götter spielen mit, was taugt der Green Deal und was ist mit der Gülle? Ist ein Haferdrink eine Alternative und kommt iFood auf uns zu, sterben die Insekten? Konsum, Konzerne und Kosten, Krankheiten, Kühe, Lachgas, natürlich alle Lebensmittel und der Lobbyismus gehören zum Themenkreis. Es dreht …

„Kein Schwein braucht Weihrauch und Myrrhe“

Nein, singen kann Reinhard wirklich nicht. Aber wenn man die ersten Sekunden ausgehalten hat, wird es ein sympathischer und origineller Weihnachtsgruß. Auch zum Weiterleiten an Menschen, die die Tierhaltung kritisch sehen: Ton einschalten! Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren