Alle Artikel in: Bauer Willi

Weihnacht

Diesen wunderbaren Text hat Maria Sassin, eine Freundin der Familie geschrieben. Ich schicke ihn nur weiter und wünsche allen ein besinnliches Weihnachten. Vielen lieben Dank für die vielen kleinen und größeren Überraschungen 🙂 Euer Willi

Maisernte in der Ukraine

Kaum zu glauben, aber aktuell wird in der Ukraine noch Körnermais geerntet. Aber oft fehlt der Strom zur Trocknung. Ein beeindruckendes, aber auch bedrückendes Video. https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Ukrainischer-Mais-verrottet-auf-den-Feldern-article23801863.html

Die Zukunft der Ernährung

Heute möchte ich zwei „Vorlesungen“ empfehlen, die Prof. Wilhelm Windisch bei Tichy´s Einblick gehalten hat. Vorlesungen deshalb, weil der Moderator eigentlich nur einige wenige weiterführende Fragen gestellt hat. Weil der ein oder andere Vorbehalte gegen Tichy hat: Diese beiden Folgen sind politisch neutral. Prof. Windisch gelingt es, mit sehr guten Beispielen die Bedeutung der Wiederkäuer für die menschliche Ernährung zu erklären. Und Wiederkäuer gehören keiner Partei an… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wer verdient eigentlich an den hohen Lebensmittelpreisen?

Dass die Lebensmittelpreise enorm gestiegen sind, hat mittlerweile jeder mitbekommen. Wie nicht anders zu erwarten, geht jetzt die Suche los, wer denn an der enormen Preissteigerung verdient. Schon ist die Rede von Inflationsgewinnern, zu denen die Landwirtschaft gehören soll: https://www.ifo.de/publikationen/2022/aufsatz-zeitschrift/gewinninflation-und-inflationsgewinner Was in der Publikation nur ganz am Rande und sehr versteckt erklärt wird: für die  allermeisten Agrarprodukte macht nicht der Landwirt den Preis, sondern der bildet sich an der Börse, unterliegt also dem Welthandel. In dem obigen Artikel und in den Medien wird aber der Eindruck der „Kriegsgewinnler“ erweckt, so als würden „die Bauern die Gunst der Stunde nutzen, um sich ein paar Euro extra in die Tasche zu stecken.“ Klar ist, dass in unserem Betrieb die Erlössituation im Wirtschaftsjahr sehr gut sein wird, weil die Kosten für die Produktion noch relativ günstig waren, weil noch nicht vom Krieg beeinflusst. Diesel hatten wir noch zu Preisen von rund 1 €/l im Tank und Dünger hatten wir ebenfalls zu Vorkriegspreisen eingekauft. Verkauft haben wir zu hohen Preisen. Das ändert sich nun gewaltig! Wir haben teuren Diesel …

3000 und ein Artikel

Gestern habe ich in diesem Blog seit dem 12. Januar 2015 exakt 3.000 Beiträge veröffentlicht. Viele davon waren selbst geschriebene Texte, viele aber auch Beiträge von Gast-Autoren. Dafür an dieser Stelle ganz herzlichen Dank. Die Zahl der Kommentare liegt aktuell übrigens bei rund 129.000. Wer will, kann jetzt mal den Durchschnitt ausrechnen. Angefangen hat es mit meinem ersten Artikel „Lieber Nachbar“, der zuerst auf der Facebook-Seite von „Frag den Landwirt“ veröffentlich wurde. Sehr große Beachtung hat dann mein Text „Lieber Verbraucher“ gefunden, der bisher auf dem Blog mit rund 390.000 Aufrufen der meistgelesene Artikel ist.(Und ins englische, französische und schwedische übersetzt wurde) An zweiter Stelle folgt dann der Artikel über „Grüne Kreuze – was einer alleine nicht schafft“ mit über 110.000 Aufrufen. Und nicht nur das: die Grünen Kreuze wurden seit dem 7. September in ganz Deutschland aufgestellt und führten in letzter Konsequenz zu der großen Bauerndemo in Berlin im November 2019. Im Jahr 2015 habe ich nicht geglaubt, dass der Blog länger als ein halbes Jahr existieren würde. Es gab auch einige Tage, an …

100 Jahre…

Am 19.12.1922 wurde eine für mich wichtige Person geboren. Eigentlich die Wichtigste überhaupt, denn ohne sie gäbe es mich nicht. Was niemand für möglich gehalten hat: Heute feiern wir ihren 100. Geburtstag, und das bei ihrer guten Gesundheit, hellem Kopf (o.k. das ein oder andere vergessen wir ja auch schon mal) und vor allem, ihrem unbändigen Lebensmut mit rheinischem Optimismus und Humor. Nach dem Dank-Gottesdienst geht es mit den Gästen ins Pfarrzentrum. Deshalb auch nicht viele Worte und das Freischalten von Kommentaren muss heute warten.  

Inflation schlägt Tierwohl…

Normalerweise ist der Spiegel nicht sehr landwirtschaftsfreundlich. Ich hatte schon die Ehre, von einem seiner „Journalisten“ verrissen zu werden. Anders ist es Dagmar Klingelhöller ergangen, die es geschafft hat, die Situation der Schweinehalter sehr realistisch darzustellen. Und was kaum zu erwarten war: der SPIEGEL hat es auch so abgedruckt. https://www.spiegel.de/wirtschaft/inflation-schlaegt-tierwohl-am-spareifer-der-deutschen-droht-der-umbau-der-landwirtschaft-zu-ersticken-a-5132f1bc-4f5d-40ad-b9ea-503706d0c438? Weil es hinter der Bezahlschranke ist, hier ein paar Kernaussagen (Zitate): Die Bauern stecken in einem kaum auflösbaren Dilemma: hier die explodierenden Preise für die staatlich verordnete, artgerechte Zucht, dort die Handelskonzerne, die sich aufgrund der hohen Inflation nicht auch noch auf höhere Zuschläge für mehr Tierwohl einlassen wollen. Etliche ranghohe Handelsvertreter habe sie durch ihren Stall geführt, am Ende seien sie „ohne Ergebnis weggedüst“ Borchert: „Wir stehen an einem Scheideweg. Deutschland sei dabei, beim Weg zu mehr Tierwohl den richtigen Moment zu verpassen“ Er könne keinem raten, nächstes Jahr auf die bessere Haltungsform 3 oder 4 umzustellen, wenn die Kosten des Betriebes nur für wenige Jahre gesichert ist. Ohne eine massive Intervention des Staates…wird das Versprechen von mehr Tierwohl kaum mehr bleiben als eine …

Talkshows und andere Unarten

Heute soll es mal nicht um Landwirtschaft gehen sondern um Medien. Vordergründig geht es um die Nachfolge von Frank Plasberg (durch einen Schauspieler) bei „Hart aber fair“, sehr viel interessanter ist die Diskussion über die Aufgabe von Journalisten. https://www.focus.de/kultur/medien/louis-klamroth-ist-plasberg-nachfolger-medien-kritiker-ard-macht-mit-neubauer-freund-einen-grossen-fehler_id_180456248.html Hier ein kleiner Ausschnitt:(Zitat) „Müssen Moderatoren im deutschen Fernsehen immer unparteiisch sein? Unparteiisch und unvoreingenommen zu sein, ist die Grundvoraussetzung für einen Moderator. Wenn er nicht neutral sein kann, kann er diese Aufgabe nicht übernehmen. Ein politischer Kommentar kann und muss Positionen einnehmen, egal ob populär oder unpopulär. Hingegen ist ein Moderator ein Dienstleister, der im besten Fall den fairen Austausch von Argumenten und Meinungen vor der Kamera ermöglicht. Würden Sie sich als Vertreter – sagen wir eines großen deutschen Energieversorgers – künftig freiwillig in diese Talkrunde setzen? Die CEOs in Deutschland halten sich fern von ARD und ZDF. Das hat einen guten Grund: In Talkrunden haben sie kaum eine Chance, mit ihren Positionen und Argumenten bei solchen Schlagabtauschen durchzudringen. Deshalb empfehlen Kommunikationschefs ihren Vorständen reihenweise, sich von den vielfach polemischen Polit-Arenen von ARD und ZDF …

Tiere und Sklaven – ein Vergleich

Das heutige Titelbild (Screenshot aus Twitter) hat nichts mit dem nachfolgenden Text zu tun. Ich habe es nur gewählt, weil dort das Wort „Sklaven“ enthalten ist und ein Bezug zur Landwirtschaft hergestellt wird. „Ohne Fleisch, weniger Fleisch“ Diese Diskussionen sind nicht neu. Dieses Interview von NDR-Kultur mit dem Agrarökonom Stefan Mann ist allerdings irgendwie anders. https://www.ndr.de/kultur/sendungen/ndr_kultur_a_la_carte/Ohne-Fleisch-Stefan-Mann-will-die-Landwirtschaft-umbauen,sendung1302426.html Der Titel seines Buches lautet: „Postletale Landwirtschaft“ und behandelt die Transformation der Landwirtschaft, weg von der Tierhaltung bzw. dem Töten von Tieren zur menschlichen Ernährung. In diesem Interview zieht der Autor einen Vergleich von Tierhaltung und Sklavenhaltung. „Gesundheit und Ökologie sind zwei wichtige Argumente, unseren Konsum tierischer Produkte drastisch zu reduzieren. Ethische Erwägungen jedoch führen zur Einsicht, dass sich der Konsum tierischer Produkte heute nicht mit unseren Werten in Übereinstimmung bringen lässt. Eine ähnliche Ausgangslage gab es um 1800 im Fall der Sklavenhaltung.“ Eine mögliche Entwicklung sieht der Autor so: „Bereits heute steht mit dem biozyklisch-veganen Landbau ein anerkanntes postletales System zur Verfügung. Aber auch mit mineralischen Düngemitteln und sogar mit unterschiedlichen Formen der Rinder- und Geflügelhaltung sind Produktionssysteme …

Golden Rice – erste Ernte nach 20 Jahren

Viele in der Agrarbranche kennen die Geschichte um den Goldenen Reis, aber nur wenige kennen die Geschichte von dem Mann, der diesen Reis gezüchtet hat. Dazu dieser Artikel, der in der Schweiz erschienen ist, wo Ingo Potrykus heute lebt. https://www.republik.ch/2022/11/26/ingo-potrykus-wollte-die-welt-veraendern-doch-sie-veraenderte-ihn Es ist eine Geschichte um die Frage, warum Wissenschaft politisch missbraucht wird. Das ist nicht neu, aber hier wird deutlich, wie die Kampagnen-NGO Greenpeace das Geschäft mit der Angst kultiviert hat. Geschadet hat dieses Verhalten Millionen von Menschen, die nicht hätten erblinden müssen. https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/landwirtschaft/oekologische-landwirtschaft/goldener-reis-gefaehrliche-illusion Heute wird der Goldene Rice auf den Philippinen angebaut. Offensichtlich hat man sich vom westlichen Einfluss emanzipiert. https://www.derstandard.at/story/2000141257527/erste-ernte-von-umstrittenem-gentechnik-reis-mit-20-jahren-verspaetung https://phys.org/news/2022-11-farmers-philippines-cultivated-golden-rice.html In Deutschland hat bisher nur der SPIEGEL darüber kurz berichtet. So viel zum Thema Journalismus…