Alle Artikel in: Bauer Willi

Das Ende des Green Deal?

Es gibt Tage, an denen man sich erstaunt die Augen reibt und feststellt, dass es doch noch ein paar Menschen mit gesundem Menschenverstand gibt. Dazu gehören jetzt auch Vertreter der EVP in Brüssel, die einem wichtigen Baustein des Green Deal nicht zustimmen wollen. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/union-kuendigt-bruesseler-naturschutzpaket-auf-18911451.html Hier ein Textauszug: „In der Landwirtschaft jedoch führe das zu Existenzängsten. Darüber hinaus ständen zu strikte Naturschutzvorgaben im Widerspruch zum angestrebten Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in Europa – und damit den Klimazielen. Der Vorschlag der Kommission sei so schlecht, dass er nicht geheilt werden könne.“

Der Bullshit-Kreislauf

Nein, es geht nicht um die Düngewirkung von Gülle. Bauer Fritz hat sich angesichts der vielen Falschmeldungen diverser Medien und Ministerien ein paar Gedanken gemacht und diese in einer Powerpoint visualisiert…. Der Bullshit-Kreislauf Video Herunterladen, unter „Downloads“ öffnen und Start (Dreieck unten) drücken. Ihr schafft das!    

Warum geht das immer so weiter?`

Es gibt Tage, da bin ich frustriert und will die Brocken hinwerfen. Heute ist wieder so ein Tag. Es ist Samstag Abend und ich habe noch keinen Artikel für den Sonntag. Nicht, weil mir die Themen ausgehen (ich habe noch über 130 Artikel im Speicher), sondern weil ich mich frage, was das alles bringt? Interessiert es außerhalb der landwirtschaftlichen Blase überhaupt jemanden, wie es uns Bauern geht? Und damit meine ich nicht so sehr die finanzielle Situation, sondern die Gefühle, die Überlegungen über die Zukunft, die wir jeden Tag neu anstellen. Agrarpolitik ohne Sinn und Verstand Damit meine ich jetzt nicht nur die Politik des deutschen Agrarministeriums, dass nach außen hin von Cem Özdemir repräsentiert wird. Die Politik wird allerdings von anderen gemacht und da ist für konventionelle Landwirte kein Platz mehr. Bio wird gehypt, alles „was mit Chemie zu tun hat“ ist des Teufels. Zusammen mit BUND, NABU und WWF ist man sich einig, dass CRISPR/Cas (ein neues Züchtungssystem) nicht sein darf. Und das, obwohl Urs Niggli, ehemaliger Direktor des FIBL (Forschungsinstitut für biologischen …

Die grüne Lobby

Mit „Grüner Lobby“ ist diesmal ausdrücklich nicht ein Bauernverband gemeint, sondern das Geflecht von großen und kleinen Organisationen rund um Natur-, Klima-, und Tierschutz, die den Anschein erwecken wollen, als wären sie der kleine David, der alleine und im Interesse des Volkes gegen den großen Goliath der Konzerne, der Politik, des Kapitals ankämpft. Tatsächlich ist nicht erst seit dem „Fall Graichen“ klar, wer heute die Richtlinien der Politik maßgeblich mit bestimmt. Das wird auch mit der Entlassung nur kaschiert, das Geflecht dahinter wird weiter bestehen bleiben. https://www.welt.de/wirtschaft/article230760047/Greenpeace-WWF-BUND-Die-unterschaetzte-Macht-der-gruenen-Lobby.html Eine Zeitlang habe ich geglaubt, dass es sinnvoll ist, sich mit diesen NGO ernsthaft auseinanderzusetzen. Jetzt, nach vielen Jahren, unzähligen Gesprächen und persönlichen Kontakten, muss ich erkennen, dass es nur um den Erhalt der Macht und des (erfolgreichen) Geschäftsmodells geht. Egal, wie weit man diesen NGO´s entgegenkommen wird, die Aussage wird stets sein: „Das geht uns noch nicht weit genug“. P.S.: Ich habe eine Einladung in den Agrarausschuss eines Landesparlamentes bekommen? Ob ich da hin gehe? Klar doch, Lobbyarbeit machen. Aber für die Richtigen… 🙂

Bio-Bauern haben´s schwer

Die wirtschaftliche Situation hat sich auch für Bio-Bauern geändert. Dies führt im Nachbarland Österreich dazu, dass Betriebe von Bio wieder auf konventionell zurück umstellen. Sehr interessante Details hinter dem Link. http://gmeiner-meint.blogspot.com/2023/05/viele-bauern-lassen-die.html Übrigens: das Titelbild habe ich vor ein paar Jahren in der West-Ukraine aufgenommen. Schlaglänge 2 km, Schlaggröße etwa 900 ha. Die weißen Teile  an der Bodenoberfläche sind Queckenrizome. Da wird es schwierig, auf Bio umzustellen…  

Wenn der Strom knapp wird…

Man hat mir in den „Sozialen Medien“ schon häufiger den Rat gegeben, bei Ackerbau und Viehzucht zu bleiben und mich aus Themen, von denen ich nichts verstehe, rauszuhalten. Die Stromversorgung ist so ein Thema, von der ich nichts verstehe. Umso besser ist es, Menschen zu finden, die etwas davon verstehen und meine Zweifel am Gelingen der Energiewende bestätigen. https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/smart-meter-gateways-kampf-gegen-den-kollaps-der-stromnetze-18777435.html Was ich an den Smart-Meter etwas blöd finde: man kann mir damit den Saft abdrehen… https://www.verbund.com/de-at/privatkunden/themenwelten/wiki/abschaltung Und was kaum einem wirklich klar ist:  die Dinger werden Pflicht! https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/05/20230512-smart-meter-gesetz-final-beschlossen.html

Kein Gemüse, weniger Zuckerrüben, mehr Mais…

Diese Anbauveränderungen sind das Ergebnis einer Studie, die die Hochschule Südwestfalen im Auftrag des DBV erstellt hat. Es geht dabei um die ökonomischen Folgen des Verzichtes auf Pflanzenschutz, wie es die EU-Kommission im Verordnungsentwurf SUR (Sustainable Use Regulation) plant. Natürlich ist die Überschrift stark verkürzt. Es lohnt sich, die Langfassung zu studieren, weil dort die Ableitungen erläutert werden. Für den, der keine Zeit hat, geht es auch mit der Kurzfassung. Gutachten_SUR_Kurzfassung Gutachten_SUR_Langfassung

Mit Eimern gegen Rüben-Derbrüssler

Eine sehr fundierte und neutrale Berichterstattung. Im Privatfernsehen… Es geht um den Rüben-Derbrüssler, der im Rübenanbau Österreichs ein großes Problem darstellt. Die Möglichkeiten, ihn erfolgreich zu bekämpfen, sind sehr eingeschränkt. https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa0cslrctzvw2j8mugch/

Probleme lassen sich lösen: Mit Forschung, Innovation und Begeisterung!

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Jörg Stetter. Jörg Stetter ist organischer Chemiker und hat nach Studium an der RWTH Aachen und der LMU München 1973 promoviert. !974 trat er in die BayerAG ein und hatte wechselnde Positionen in Forschung. Entwicklung und im Innovationsmanagement in den Bereichen Pflanzenschutz (heute Crop Science) und Zentrale Forschung an den Standorten Wuppertal, Monheim und Leverkusen inne. Auf Grund seiner Lehrtätigkeit im Fach Technische Chemie an der Bergischen Universität wurde er 1993 zum Honorarprofessor ernannt. Nach dem Eintritt in den Ruhestand bekleidete er von 2005 bis 2014 das Amt des Generalsekretärs der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ), die unter ihrem ersten Präsidenten Alexander von Humboldt schon 1822 gegründet wurde. Jörg Stetter verfolgt schon lange mit großem Interesse die wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Diskussionen rund um die Themen Energiewende und Klimawandel. Er hat sich entschieden, seine ganz persönlichen Gedanken hierzu einmal zu Papier zu bringen. Dies ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern nur eine Sammlung von Eindrücken , Vorschlägen und Ideen. Sein Fazit: Nur mit Technologieoffenheit und Begeisterung für Forschung und Innovation …

Bauernkünste

Heute nur ein Terminhinweis wo ich Samstag abend zu finden bin: http://bauernkuenste.de/articles.php?p=495 Die Veranstaltung im Bahnhofscafe Fürstenwald in Calden (bei Kassel) ist für jeden offen. Wer mehr über das Projekt von Miriam Leitner wissen will: http://bauernkuenste.de/pages-misc.php?p=68