Alle Artikel in: Bauer Willi

Ich mache mir Sorgen…

Das obige Bild stammt vom Bodenfeuchteviewer des DWD: https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/bf_view/_node.html Ich denke, es spricht für sich. Wenn ich dazu noch den Wettertrend sehe, kann man meine Sorgen vermutlich nachvollziehen. https://www.wetteronline.de/wettertrend/rommerskirchen Für die nächsten Tage soll es keinen Niederschlag geben und es bleibt weiterhin sehr warm. Auf den leichten Sandböden wird bald die Wintergerstenernte beginnen. Ihr dürfte die Trockenheit nicht mehr allzuviel angetan haben, zumindest in unserer Region. In anderen Teilen Deutschlands sieht es schlimmer aus. Der Winterraps hat eine Pfahlwurzel und kann noch aus tieferen Bodenschichten Wasser holen. Da mache ich mir auch keine allzu großen Sorgen. Aber was wird mit Weizen, Zuckerrüben, Kartoffeln oder Mais? Auf leichten Böden gibt es bereits jetzt irreversible Schäden. Tatsächlich kam in der Wettervorhersage des heute-Journals der Begriff „Ernteausfälle drohen“ vor. Und auch die ersten Fachblätter berichten darüber. https://www.agrarheute.com/pflanze/duerresommer-trockenheit-bringt-ernte-ostdeutschland-gefahr-607527 Wir haben wieder die Situation, dass ein stabiles Hoch über Mitteleuropa von mehreren Tiefs eingekesselt ist. Am Mittelmeer regnet es deshalb, nicht aber bei uns. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Das ist Wetter. Klima wäre es, wenn es jedes Jahr …

Kultiviertes Fleisch – wie ist der Stand der Dinge?

Fast jeder hat schon mal von „Laborfleisch“ gehört. Das ist Fleisch, dass ohne ein Tier entstanden ist. Auf einer Veranstaltung habe ich Prof. Dr. Nick Lin-hi getroffen, der sehr viel darüber weiß. In den nächsten 45 Minuten habe ich ihm Fragen gestellt, die ihr euch vermutlich auch schon mal gestellt habt, auf die ihr aber keine oder keine schlüssigen Antworten bekommen habt. Ich habe in dem Interview viel Neues erfahren. Einiges davon hat mir nicht gefallen, aber es hilft ja nicht, es zu verdrängen. Also nehmt euch die Zeit, zuzuhören. Wenn es so kommt wie im Interview angedeutet, wird es die Landwirtschaft sehr stark verändern. Und das ist sehr vorsichtig ausgedrückt. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Gesunde Erdbeeren – die Fakten III

Es hat etwas gedauert, aber jetzt berichtet auch die FAZ: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/pestizidbelastung-warum-sie-erdbeeren-bedenkenlos-essen-koennen-18952659.html Hier die Stellungnahme des Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. zu den „Ergebnissen des BUND-Tests von Erdbeeren auf Pestizidrückständen Mai 2023“ mit weiteren wertvollen fachlichen Erläuterungen. Es gibt keine“alternative Fakten“, es gibt Fakten, Halbwahrheiten und Unwahrheiten. Simone der Beauvoir: „Die hinterhältigste Lüge ist das Verschweigen“ Nein, „konventionelle Erdbeeren weisen eine hohe Pestizidbelastung auf“. Diese Aussage ist nicht richtig, denn die Rückstandshöchstmengen wurden nie überschritten und die Hälfte der Proben wiesen keine bzw. nur einen Rückstand auf. Auch der Eintrag in das Grundwasser wie beschrieben ist eine eher pauschale Aussage. Auch in unserem Netzwerk gibt es Bio-Betriebe, die Erdbeeren anbauen. Dies ist eine wirklich interessante Möglichkeit, um in der Direktvermarktung die Kunden zu versorgen. Im großen Maßstab aber nicht umsetzbar, denn die Forderung in der EU zur Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmittel um 50% (im SUR) betrifft auch den Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln und damit wäre der Anbau von Erdbeeren nicht mehr möglich. 1. Keine der untersuchten Erdbeerproben würde lebensmittelrechtlich beanstandet werden – zulässige Höchstmengen …

Gesunde Erdbeeren – die Fakten II

Folgenden Brief hat der Geschäftsführer der Fachgruppe Obstbau an Frau Hölzel vom BUND e.V. geschickt. Ich darf ihn mit seinem Einverständnis hier abdrucken. Erhellend sind die Ergebnisse der offiziellen Beprobungen, die sich sowohl in der Anzahl als auch im Ergebnis deutlich von denen des BUND e.V. unterscheiden. Im Gegensatz zu den willkürlichen Einkäufen geht man bei den offiziellen Beprobungen systematisch und streng wissenschaftlich vor. So sind zum Beispiel Doppelkäufe des gleichen Produzenten ausgeschlossen. Sehr geehrte Frau Hoelzel, Sie werden sich kaum vorstellen können, mit welchem Aufwand und mit welcher Verantwortung Erdbeeren in Deutschland produziert werden. Um über die vergleichsweise hohen Umwelt- und Sozialstandards zu informieren, sind Erdbeererzeuger bzw. ihre Frauen oder Angehörige aktuell auch in Kindergärten unterwegs. Gerade rief mich ein Erdbeererzeuger an, dessen Frau heute im Kindergarten ihrer Tochter war und Erdbeeren für den Kindergarten mitgebracht hat. Eine andere Mutter merkte laut hörbar auch für die Kinder an, dass ihr Kind diesen Giftcoctail nicht essen dürfe. Was Sie mit „Giftige Verlockung im Körbchen“ vor diesem vielleicht umsatzstärksten Verkaufswochenende den deutschen Erdbeer-Obstbaufamilien angetan haben, können Sie nicht ermessen… …

Gesunde Erdbeeren – Die Fakten I

Hier die offizielle Stellungnahme des BfR (Bundesamt für Risikobewertung) zu den Vorwürfen des BUND e.V. (eingetragener Verein) bezüglich Rückstände in Erdbeeren rueckstaende-von-pflanzenschutzmitteln-in-erdbeeren-gesundheitliche-beeintraechtigungen-nicht-zu-erwarten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Erdbeeren – Gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten Mitteilung Nr. 022/2023 vom 7. Juni 2023 Laut Test-Messungen einer Umweltschutzorganisation weisen im Handel erhältliche Erdbeeren Rückstände von Pestiziden auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Nachweis von Rückständen in Lebensmitteln nicht per se ein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellt. Alle im Testbericht nachgewiesenen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe sind toxikologisch bewertet und im Rahmen der zugelassenen Anwendungen für sicher befunden worden. Dementspre-chend sind sie in der Europäischen Union für die Verwendung in Pflanzenschutzmitteln ge-nehmigt und in Deutschland für die Anwendung in Erdbeeren zugelassen. In keiner Probe wurde der gesetzlich festgesetzte Rückstandshöchstgehalt (RHG) über-schritten oder auch nur annähernd erreicht. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Verzehr dieser Erdbeeren ist nach dem derzeitigen Stand des Wissens somit nicht zu erwar-ten. Für drei der identifizierten Wirkstoffe (Difenoconazol, Penconazol und Trifloxystrobin) ist der-zeit eine Akute Referenzdosis (ARfD) festgesetzt. Dieser Wert definiert …

Giftige Erdbeeren

Der BUND e.V. hat am 5.6.2023 einen Test über Rückstände in Erdbeeren herausgegeben. Hier der Link dazu: https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-erdbeertest-giftige-verlockung-im-koerbchen/ Am Ende des Artikels findet man die Mailadresse und die Mobilnummer von Corinna Hölzel, der ich eine Mail mit Fragen geschickt habe. Hier die Antworten: Liebe Frau Hölzel, Sie sind Pestizidexpertin und haben gerade eine Studie über „Pestizide“ in Erdbeeren herausgegeben. Sie geben allerdings keine Höchstwerte an, so dass der Leser nicht erfährt, ob die untersuchten Produkte innerhalb oder außerhalb der Norm liegen. Warum haben Sie darauf verzichtet? Grenzwerte wurden bei dem Test nicht überschritten. Dennoch ist das für uns kein Grund zur Entwarnung, denn Grenzwerte garantieren keine vollständige Sicherheit, aus zwei Gründen: 1. Das Problem der Pestizidcocktails wird bei der Risikobewertung und der Ableitung von Grenzwerten nicht berücksichtigt. Unterschiedliche Pestizide können aber in Wechselwirkung gehen. Die Giftigkeit der Stoffe kann sich dadurch um ein Vielfaches erhöhen. 2. Die Hormongifte. Viele Pestizide haben das Potential, das menschliche Hormonsystem zu beeinflussen. Diese Hormongifte wirken auch schon in sehr kleinen Mengen. Da gilt der Grundsatz „Die Dosis macht das …

Was sind das für Menschen?

Ich habe Sonntag abend bei Twitter eine Meldung von Franz Kinker kommentiert. Siehe Titelbild. Es gab darauf bis Montag abend über 120 Kommentare. Hier eine Auswahl: Ein weiterer Sieg im Kampf für die Tiere! Schön, weniger Tierausbeutung Schöne Nachricht… ein Tierqualbetrieb weniger Ein frohe Botschaft ist immer schön wer immer noch denkt, wir müssen Tiere für unsere Zwecke ausbeuten lebt wirklich im Mittelalter oder hat keinerlei Empathie für andere Lebewesen auf diesem Planeten. Tiere quälen für unnütze Produkte muss man halt auch schon geil finden wieder ein Tierquäler weniger, wie tragisch Good news, bitte mehr davon Und so weiter, und so weiter. Ich frage mich, was Menschen dazu bringt, solche menschenverachtende Kommentare abzugeben. Wie verroht muss man sein, um seinen Mitmenschen so viel Schlechtes zu wünschen? Warum kommen solche Kommentare bevorzugt von Menschen, die sich vegan ernähren? Jedenfalls war dies in allen obigen Texten der Fall. Ich war schon zweimal bei Franz Kinker, einem Bio-Bauer in der Nähe von Füssen. www.berghof-kinker.de Wenn solche schäbigen Kommentare über einen lieben Menschen kommen, den ich gut kenne, macht …

Wölfe dürfen geschossen werden wenn…

Ein Interview des Deutschlandfunk mit Steffi Lemke über das Ergebnis der „Dialogreihe Wolf“, zu der zwar Peta, nicht aber der Deutsche Jagdverband eingeladen war. https://www.deutschlandfunk.de/problematische-woelfe-duerfen-geschossen-werden-interview-mit-steffi-lemke-gruene-dlf-f4a8b040-100.html Zitat: „Wölfe dürfen so lange geschossen werden, bis der wirtschaftliche Schaden aufhört.“

„Die armen Bauern“ – eine schlechte Geschichte

Eine Diskussion, bei der jeder nur das Beste will. Die Frage ist nur,für wen? Mein Fazit: vier Traumtänzer ohne Bezug zur landwirtschaftlichen Realität. Bin noch (Samstag, 18 Uhr) auf der Heimfahrt vom Landwirtschaftstag in Miesitz (Ostthüringen) der einen großen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ich werde berichten. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Erste Ergebnisse des Dialognetzwerkes

Bildquelle: BMEL/Photothek Am 10. Mai wurden die ersten Ergebnisse des Dialognetzwerkes (die Nachfolge des früheren Praktikernetzwerkes) veröffentlich. Hier die Links dazu https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/dialognetzwerk-ergebnisdokument-psm.html https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/dialognetzwerk-ergebnisdokument-kreislaufwirts.html Hier die Erläuterungen von Bernhard Barkmann, der Mitglied des Dialognetzwerkes ist: https://blogagrar.de/politik/dialognetzwerk-liefert-ab/ Hier eine Pressemeldung https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/dialognetzwerk-des-bundeslandwirtschaftsministeriums-praktiker-geben-input-fuer-psm-reduktion-106996?