Bauer Willi
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Gesunde Erdbeeren – die Fakten II

Folgenden Brief hat der Geschäftsführer der Fachgruppe Obstbau an Frau Hölzel vom BUND e.V. geschickt. Ich darf ihn mit seinem Einverständnis hier abdrucken. Erhellend sind die Ergebnisse der offiziellen Beprobungen, die sich sowohl in der Anzahl als auch im Ergebnis deutlich von denen des BUND e.V. unterscheiden. Im Gegensatz zu den willkürlichen Einkäufen geht man bei den offiziellen Beprobungen systematisch und streng wissenschaftlich vor. So sind zum Beispiel Doppelkäufe des gleichen Produzenten ausgeschlossen.

Sehr geehrte Frau Hoelzel,

Sie werden sich kaum vorstellen können, mit welchem Aufwand und mit welcher Verantwortung Erdbeeren in Deutschland produziert werden.

Um über die vergleichsweise hohen Umwelt- und Sozialstandards zu informieren, sind Erdbeererzeuger bzw. ihre Frauen oder Angehörige aktuell auch in Kindergärten unterwegs.

Gerade rief mich ein Erdbeererzeuger an, dessen Frau heute im Kindergarten ihrer Tochter war und Erdbeeren für den Kindergarten mitgebracht hat. Eine andere Mutter merkte laut hörbar auch für die Kinder an, dass ihr Kind diesen Giftcoctail nicht essen dürfe.

Was Sie mit “Giftige Verlockung im Körbchen” vor diesem vielleicht umsatzstärksten Verkaufswochenende den deutschen Erdbeer-Obstbaufamilien angetan haben, können Sie nicht ermessen…

Unsere Bewertung Ihrer Proben:

Keine der untersuchten Erdbeerproben würde lebensmittelrechtlich beanstandet werden, zulässige Höchstmengen wurden weit unterschritten.
Alle Proben halten die strengen Vorgaben des Lebensmitteleinzelhandels mit höchstens vier Wirkstoffen ein (nur drei von 19 Proben haben vier Rückstände), die Hälfte der Proben hat keinen Wirkstoff-Rückstand oder nur einen Wirkstoff.
Die prozentuale Ausschöpfung der Rückstandshöchstgehalte (RHG-Ausschöpfung) der Wirkstoffe liegt zwischen 1 und 24%.
Pflanzenschutzmittel laufen vor ihrer Zulassung in Deutschland umfangreiche jahrelange Tests durch, das Bundesamt für Risikobewertung sowie vier weitere, zulassende Behörden beurteilen die Gefahrenlage stetig aufs Neue und justieren fortlaufend nach. Diese Institutionen arbeiten im Auftrag des deutschen Staates wissenschaftlich und unabhängig.
Andere Untersuchungen, z.B. des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern, ergeben vergleichbare Ergebnisse. Hier wurden in den vergangenen drei Jahren 145 Proben auf rund 500 Wirkstoffe hin untersucht. In lediglich einem Fall ist ein zugelassener Höchstwert überschritten worden und in einem Fall ein in Deutschland nicht zugelassener Wirkstoff festgestellt worden. Ein gesundheitliches Risiko habe nach Auskunft der unabhängigen Behörde bei den zwei auffälligen Proben der nicht in Deutschland produzierten Erdbeeren aber nicht bestanden.
Für das Rückstandsmonitoring der Qualitätssicherungssystems QS, an dem über 90 % der deutschen Erdbeererzeuger teilnehmen, wurden im Auswertungszeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 17.047 Obst- und Gemüseproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Die untersuchten Proben stammten aus 41 verschiedenen Herkunftsländern, wovon der Großteil der untersuchten Proben aus der EU (16.765 Proben) und hiervon die meisten Proben aus Deutschland (12.742 Proben) kamen. Auch in schwierigen Zeiten, unter extremen Klimabedingungen halten die Erzeuger die gesetzlich vorgeschriebenen Rückstandshöchstgehalte (RHG) beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ein. 99,33 Prozent der Proben waren ohne Beanstandung, lediglich 115 der untersuchten Proben (0,67 Prozent) wies in der aktuellen Auswertung eine RHG-Überschreitung auf. Die Überschreitungsquote in Deutschland liegt ähnlich wie in der letzten Auswertung bei einem niedrigen Wert von 0,64 Prozent.
Analyseergebnisse der diesjährigen Saison bestätigen die hervorragende Arbeit der Erzeuger. Wir erwarten eine sachlich richtige und fundierte Berichterstattung, die wissenschaftlich untermauert und nicht polemisch aufgebaut ist.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Jörg Hilbers, Geschäftsführer Fachgruppe Obstbau, 10117 Berlin

Es gibt zum Glück auch noch seriöse Journalisten, die recherchiert haben und feststellen, dass der BUND e.V. Panik schüren will und empfehlen einen “Genuss ohne Reue”

https://www.schwaebische.de/wirtschaft/pestizidrueckstaende-in-erdbeeren-genuss-ohne-reue-1670707

https://www.nordkurier.de/panorama/pestizidrueckstaende-in-erdbeeren-genuss-ohne-reue-1670707

https://www.agrarheute.com/pflanze/streit-um-erdbeere-bund-schuert-pestizid-panik-607560

Bemerkenswert und schon fast zynisch zu nennen ist die Tatsache, dass die Meldung des BUND e.V. zur Hochsaison deutscher Erdbeeren lanciert wird. Spanische Erdbeeren werden kaum noch gelistet, weil dort die Saison zu Ende geht.

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36 Kommentare

  1. Wolgang Feldhus sagt

    Willi…das mit den PSM ist eh ein vorgeschobenes ding. Gestern hatte ich die Gelegenheit heimische Erdbeeren von 3 verschiedenen mir bekannten Erzeugern zu essen.

    Ja Pfuideifl….wenn ich essiggurken will, kaufe ich mir ein glas Hengstenberg.
    Sauer, kein typischer Erdbeergeschmack und von Duft will ich erst gar nicht reden.
    Die Kaliber unter aller Sau, lauter Mickerfrüchte.
    Wir hatten jetzt optimles Erdbeerwetter und dann verkaufen sie zu Höchstpreisen, 4-5 T€uronen die Pfundschale an ihren Ständen wo das Schwarzgeld wie ein reißender Gebirgsfluß reinströmt.
    Es gibt und gab sehr gute Erdbeeren aus Spanien, Sorte Sabrosa , einige Monate als gelegte Ware in 1 kg Flachsteigen bei Lidl. , da können sich unsere bauern eine Scheibe abschneiden, weil das Kistchen kostete 5 € und war oft mit 1,2 kg befüllt.
    Wogegen deutsche Supermärkte jetzt an der Kasse wiegen um das umsonst abgepresste Übergewicht des Lieferanten zu Geld machen.
    Der Lieferant muss mit 550 gr füllen damit das Mindsetgewicht sicher eingehalten wird. Im Laden wird auch noch rausgefressen. Keine Schale wird eingewogen, der Pflücker macht die Kiste mit 10 Schalen voll und die Feldaufsicht gibt ihm nach verwiegen der Kiste zu bspw 7 Kilo brutto den Akkordbon oder zwickt seine Karte oder elekronisch gezählt.
    Die Star Erdbeeren kommen aus Metaponto im vollreifen Zustand, Sorte Sabrosa /Candonga oder ähnliche…..ein Hochgenuß, der in Mittel-oder Nordeuropa einfach nicht erzeugt werden kann
    Ich bin übrigens der mit dem Kerosin als Herbizid in Petersilie in den 70 ern.

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    • Schmeckt gut sagt

      Alles klar, sie wollen nur rummotzen. Schön, dass sie Werbung für unsere spanischen Kollegen machen. Die haben es schwer genug, den Druck aus dem LEH und ihren Genossenschaften/Händlern auszuhalten. Die Direktvermarkter aber über einen Kamm als “Betrüger” und Schwarzgeldabzweiger darzustellen geht garnicht. Was ist mit den Kontrollen von Lebensmittelkontrolle, FA, Zoll, … Regelmäßig und streng. Also Ball flachhalten. Und eigentlich wollte ich zu dem blödsinnigen “Einfall” Kerosin garnichts schreiben. Aber da sie nochmals darauf hinweisen. Vor Jahren gab es einen Riesenaufstand wegen analysierten Mineralölprodukten auf Früchten (Obst und Gemüse). Rückzuführen waren diese damals auf Druckfarben bei Pappverpackungen, weshalb wir jetzt in jedem Jahr zusätzlich (zu allen aanderen Nachweisen) eine Unbedeklichkeitsbescheinigung von allen Verpackungsherstellern beibringen müssen. Vor der Ernte werden alle Anbauflächen beprobt und dabei werden selbstständlich auch Mineralöle gefunden. Ist alles in Ordnung “dürfen” wir liefern, ansonsten werden wir ausgelistet. Kerosin als Herbizid in Erdbeeren ist also diplomatisch ausgedrückt – Quatsch.

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      • Wolgang Feldhus sagt

        Ich schrieb das mit dem Kerosin nur um mal einigen Leuten zu zeigen was mal Sache war. Richtig lesen, das Kerosin wurde als Herbizid damals in Petersilie eingesetzt.
        Es galf früher….du darfst dich nicht erwischen lassen oder du benutzt ein nichtzugelassenes Mittel in einer Kultur und bleibst unter dem Zehntelgrenzwert einer bestehenden Zulassung.Ja…so war es mal.
        Und zu dem rummotzen,. Ich bin aus der Branche und lernte vom Erfinder der Selbstpflückfelder Martin Eberle .Da sollte es noch Photos geben wo das Geld in Waschkörben heimkam.
        Als früherer Selbstvermarkter an einem Großmarkt ,weis ich wie und wo die Hasen laufen.
        Kontrollen des Finanzamtes, Zoll etc,…da wird einer exemplarisch an den Nüssen aufgehängt.
        Warum Direktvermarktung? Eben, da geht halt BAT…..,bar auf Tatze.
        Und Mosh sowie MOAH, sind die selbe Chemiesau die von depperten Journalisten immer wieder durch die Dörfer getrieben wird.
        Ich könnte auch noch einiges zu Arbeitsbedingungen, Lohnabrechnungen, Akkordarbeit und so fort in landwirtschaftlichen Betrieben sagen
        Oder aus dem Nähkästchen der Einkäufer was zum Besten geben.
        Aber es würde zu weit und zu tief weg von der Erdbeere führen.

        • Reinhard Seevers sagt

          Na, da weiß aber einer Bescheid….bischen anpricken, bischen aus dem Nähkästchen der Vergangenheit und ein bischen Andeuten….und schon haben wir einen neuen Spielplatz auf dem der Bauer mit Dreck beworfen werden kann. Was möchte denn Herr Feldhus genau sagen, oder welche Richtung möchte er einschlagen?
          Früher, heute, zukünftig? Gute, böse, ehrliche, Halsabschneider? Was wird das nun?

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          • Schmeckt gut sagt

            Reinhard, wir kennen doch die Vorgehensweise der “üblichen Verdächtigen”. Wenn die Argumente ausgehen, wird ein “Wadenbeißer” vorgeschickt, der oft ein ganz anderes Faß aufmacht (Kerosin…) und so von der argumentativ gut geführten Diskussion ablenken soll. Unsere Branche hat halt extrem komplexe Themen, ist dadurch aber auch so spannend. Der Leser/Zuhörer/Zuschauer ist mit dem Umfang der Einzelthemen aber schnell überfordert und hier benötigt ein “Herr Feldhus” (der mit Sicherheit anders heißt) diesen “dämlichen” Zwischenruf , um abzulenken von den guten Argumenten. Noch mal auf den Punkt: Wir brauchen keine blöden Zwischenrufe, sondern hilfreiche und richtige Entscheidungen von den Entscheidern (für die mitlesenden Politikern und Entscheidern).

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        • Limes sagt

          Na Hr Feldhus mit ihrem Wissen haben sie doch sicher viele Anzeigen plaziert oder haben sie das unterlassen weil es nicht stimmt sonst muß man ja davon ausgehen sie waren Bestandteil des “Systems” und haben sich persönlich bereichert.

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    • Hannah sagt

      Akkordlohn darf laut MiLoG nur über Lohn/h liegen. Nie darunter. Es geht beim Akkordlohn also darum, dass die fixen Mitarbeiter sich mehr als den Mindestlohn verdienen können. So ist es zumindest vom Gesetzgeber vorgesehen. Bei uns im Betrieb gibts nur Lohn/h bzw. feste Monatlöhne für Festangestellte. Wir lehnen Akkordlöhne ab. Aber gelesen hab ich das Gesetz schon.

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      • Bauer Willi sagt

        @Hannah, ein Mensch, der nicht einmal seinen eigenen Vornamen (Wolgang) schreiben kann, muss man nicht wirklich ernst nehmen. Er ist ein typischer Troll, wie er immer mal wieder auftaucht (und verschwindet)

        Zitat Wikipedia: “Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die im Internet vorsätzlich mit „zündelnden“ Flame-Kommentaren einen verbalen Disput entfachen oder absichtlich Menschen im Internet verärgern will. Dies geschieht zur Unterhaltung des Trolls normalerweise durch das Posten entzündlicher und abschweifender, irrelevanter oder nicht themenbezogener Nachrichten und Beiträge in einer Online-Community (beispielsweise einer Newsgroup, einem Forum, einem Chatroom oder einem Blog). Ihre Kommunikation in diesen Communitys ist auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen. Dies erfolgt mit der Motivation, eine emotionale Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen”
        Passt doch genau auf ihn.

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        • Wolfgang Feldhus sagt

          Willi,naja, mir geht einfach das pauschale , Deutsche Erdbeeren oder Deutsche Bananen und Ananas , sind die besseren Früchte als diejenigen aus dem Ausland gegen den Strich.
          Mich ärgern als Landwirt auch Biogasler,weil mit Bio hat das nichts zu tun.
          Ausserdem war ich in Spanien und Italien als Anbauer schon in den 80 ern aktiv und erzeugte dort Gemüse .
          Zum Akkord und dem Lohn beim nächstenmal was.
          Dass der LEH und die Discounter die Bauern am Strick um den Hals durch die Manege ziehen ,ist sowieso jedem vom Fach klar.Weil den Einkäufern ,entgegen ihrem Gesäusel , ist es egal was die Bauern machen, Hauptsache mein Konkurrent bekommt es nicht billiger als ich. Da aber jeder so denkt, ist das Mißtrauen des Einkäufers immer vorhanden, er könnte derjenige sein, der zuviel bezahlt. Und bist du nicht willig , so brauche ich Gewalt in Form der Auslistung .Mit der Milch wurde hier wieder der Anfang gemacht und es wird nicht lange dauern bis Getreide und Fleisch folgen werden.
          Willi, es war die Autokorrektor deiner Maske auf der Website…….es ist manchmal schwierig mit Pratzen eines echten Bauern auf dem Smartphone zu tippen

          • Bauer Willi sagt

            @Herr Feldhus
            wo steht, dass deutsche Erdbeeren besser sind als spanische`? Die Art und Weise der Erzeugung (Lohn, Soziale Leistung) unterscheiden sich sehr wohl von der anderer Länder.
            Zum Einkaufsgebahren des LEH empfehle ich das Studium des Buches “Satt und unzufrieden” aus dem Westend-Verlag. Ich kenne den Autor ganz gut, prima Mann…
            P.S.: SAUEREI – erschienen im Piper-Verlag- ist auch ganz gut…

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  2. oberländer sagt

    Ist es nicht so langsam Zeit die Türen leise zu schließen und
    noch zu retten was zu retten ist .
    Nein nicht Deutschland retten, sondern das eigene Vermögen die Familie
    und die Gesundheit.
    Die Gescheidinnen wissen ja alles richtig , also sollen sie machen.

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    • Smarti sagt

      Oberländer, wenn ich mit anderen spreche, so nehme ich wahr, dass man sich vorbereitet. Der Betrieb wird sorgsam und langsam runter gefahren, damit nicht zu viel Vermögen verbrannt wird… aber die Richtung ist vorgegeben. Da braucht es nur noch einen letzten Tropfen… und plötzlich reagieren die Betriebe reihenweise mit Türen schließen.
      Wenn über Jahre die Zufriedenheit sinkt, der Stress ( z.B. im Büro ) steigt und man anfängt sich auszurechnen, das mehr Geld übrig bleibt, wenn man weniger “arbeitet”, dann ist irgendwann ein Ende in Sicht. Vorher müssen aber die Kredite geklärt sein… und es muss sicher sein, dass die Kinder den Hof nicht weiter führen wollen. Dies dauert einige Jahre.

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  3. F. Hoffmann sagt

    Zu dem Gebaren von BUND (Außenstelle der amerikanischen Friends of the Earth) und Co. gibt es einen passenden Spruch von Simone de Beauvoir: Die hinterhältigste Form der Lüge ist das Weglassen.

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die Erdbeeren, nur ein weiterer Stachel vor den schon nächsten:

    Heute Schlagzeilen bei TopAgrar:

    „Matif-Weizen verliert trotz gesenkter Ernteprognose“ (Was juckt ein gesprengter Staudamm u. hier die grausamen Folgen, die noch niemand so richtig abschätzen kann!? Wetterunbilden nach der Sonne…!?)

    „Bioraps ist nicht mehr knapp“ (Bilddokumente! – Wir glauben nicht alles!!!)

    Absonderliche Stilblüten geradezu – fragen wir doch unsere Profis, den werten Herr Özdemir mit seinem KK (Käpsele-Kumpel) Rukwied in der Ackerbau-Oberliga. Die sollen uns das doch bitte schön erläutern…

    Gibt dafür zur Belohnung auch ein leckeres Eischen mit frischen leckeren Erdbeeren aus der Region!!! – Wenn das nicht verlocken kann, dann weiß ich auch nicht…. 😉

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    • Rolf Sieling sagt

      Nicht nervös machen lassen, eine Woche bei 30Grad, und demnächst kommt wieder völlig unerwartet in EU ein kleines Problem. Oder Russland hat erstmal genug exportiert und schiesst vom schwarzen Meer Raketen? Oder in Kanada USA fängt die Waldbrandsaison erst an ? Gerade habe ich sinngemäß im Radio gehört, das die Bundesregierung in Klimawandel fragen zunehmend mit Indien kooperieren will. Die landwirtschaftliche Expertise wäre dort hervorragend. Das ist mit Stilblüte sehr zurückhaltend umschrieben. Wo war noch gerade der Stundenlohn eines indischen Wanderarbeiters ? Wie hoch ist demzufolge die Gewinnmarge bei Reis ? Gibt es da vielleicht auch noch Erdbeeren?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ja, die Politiker schauen sich in den Ländern Indien, Pakistan und Bangladesh an, mit wie wenig Geld Bauern doch real auskommen können….das wird dann als Vorbild bei uns eingeführt.
        Letzte Woche gab es einen Bericht aus Bangladesh über die Herstellung von Jutefasern.
        Da hat die Regierung mit Unterstützung von NGOs als regionale Alternative zum CO2 Emittenten und Wasserverbraucher den “tarditionellen” Juteanbau wieder forciert.
        Jute statt Plastik!
        Die dummen Bauern müssen die Jute-Ruten in stinkende, hautschädigende Wasserbecken einweichen…zur Abdeckung wird Plastik-Folie benutzt. Von der Saat bis zur Faserherstellung komplett archaisch…alles für unsere Ökowelt.
        Es ist so unglaublich, wie man die Bauern arm und dumm halten muss, damit die übrige Gesellschaft sich ihr Gewissen beruhigen kann.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Hochpreisige Trecker verkaufen sich immer noch sehr gut!

        Warum schimpfen die Bauern eigentlich!

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    • Stuki sagt

      Ich wollte nur einmal kurz mitteilen, dass ich noch etwas zum Beitrag Wölfe dürfen geschossen werden, wenn geschrieben habe. Es geht u.A. um die Rede von Steffi Lemke Dialog Wolf.

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  5. Ludwig sagt

    Kurz gesagt betreibt der BUND Staatssabotage an allen Ecken und Kanten und ist als grüne Vorfeldorganisation zu sehen . Leider ist unser Rechtsstaat auf diesem Auge blind. Auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgesetzes zum Klima wurde im Buch von den Prof. Varenholt und Lüning in deren Buch “Unanfechtbar” (10 Euro, rd. 125 Seiten) sehr gut analysiert. Je mehr Unsinn diese Linksgrünen betreiben , desto stärker wird die AFD und andere Protestparteien. Leider fällt die CDU als Opposition hier völlig aus.

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    • Inga sagt

      Das kommt mir auch so vor!

      Ews muß unbedingt über die vergleichsweise hohen Umwelt- und Sozialstandards zu informiert werden!!!

      Wenn die Leute das für sich nicht selber leisten könneen oder wollen!

      Ist das nicht des Bürgers Pflicht?
      Lieber muß das Kind im Kindergarten verzichten, als sich aufklären zu lassen, oder selber Wissen zu holen!
      wofür sind denn die Ämter da’?

      Da kann man sich doch Auskkunft holen, oder nicht?

  6. Sauerland Farmer sagt

    Ich wünsche mir, dass die Verbände (z. B. Berufsverband der deutschen Erwerbsobstbaubetriebe, DBV) in diesem Fall eine Anwalts Kanzlei einschalten würden und den BUND e. V. medienwirksam viral verklagen:
    Tatbestand Verleumdung § 187 StGB erfüllt?
    Lassen sich Schadensersatzansprüche einklagen?
    Veröffentlichung der Gegendarstellung des BfR auf BUND Seite erzwingen

    Mag sein, dass eine Klage gegen den BUND scheitert, aber zumindest sollte hier klare Kante gezeigt werden. Reden und Diskutieren hilft nicht mehr. Wie hoch wird der Kollateralschaden für die Erdbeer Bauern am Ende sein?

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Richtig – unsere funktionierende(!?) Rechtsstaatlichkeit sollten wir viel öfter bemühen, Sammelklagen einreichen wg. des entstandenen immateriellen (welcher oftmals weit schwerer wiegt) und materiellen Schadens.

      Wie oft schon habe ich das angemahnt. Milliarden die uns Bauern mittlerweile irrlichternerweise einfach durch die Hände geglitten sind durch nachweislich erfüllte Straftatbestände…

      Geradezu schändlich, wie unsere vierte Macht im Staate sich da fortwährend missbrauchen lässt. Richtigstellungen seitens der Bauern werden sofort gelöscht bzw. erst gar nicht eingestellt.

      Deshalb müssen wir jetzt Gerichte bemühen – für die Wahrheit, nix als die Wahrheit!!!

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  7. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    In der Thematik wurde dieser Tage im Morgenmagazin nahegelegt, die erntefrischen leckeren Nüsschen in Wasser, versetzt mit Backpulver oder NaHCO₃ u. einem spritzer Essig zu waschen. – Ja, hat mir sofort eingeleuchtet, unsere Mütter und Großmütter waren da auch recht um-/vorsichtig unterwegs, ohne diese Mittelchen durften wir keine Erdbeeren verspeisen. 😉

    Willi, frag mal deine mit 100 Jahren Lebenserfahrung geadelte Mutter. Falls diese Erinnerungslücken dahingehend plagen sollten, scheitert es aber nicht an ihrem noch immer wachen Geist. Erdbeeren sind ein extrem empfindliches süßes Früchtchen, das solche Behandlungen wohl gar nicht leiden mag.

    Medialer Volltreffer!!! – Esst Granatapfel, Flugmango, Ananas, etc.pp., …alles was von sehr weit hergereist kommt mit entsprechendem CO2-Fußabdruck, dabei garantiert überhaupt nicht chemielastig. Das Schälchen Erdbeeren aus dem regionalen Umfeld kann da nicht mithalten wollen. Glücklicherweise!!! Das Bessere darf deshalb gerne mal mehr kosten….

    Unsere deutschen Verbraucher wollen aber ganz offensichtlich veräppelt werden. Genau in eben diese Richtung fungiert der BUND e.V. in schönster Kontinuität als leidenschaftlicher Garant mit seiner Aufklärungsarbeit. Ein solcher Bauernhass will omnipräsent wach gehalten bleiben. – Hängt diesen Verleumdern endlich die Futterkörbe unerreichbar hoch. Man kann zusammen mit Nils Özdemir ja auf seiner Nilgans die Nahrungsmittel-Entdeckungsreise starten. Vielleicht finden sie ja ihr grünes Paradies!?

    „Der Weg liegt nicht im Himmel. – Der Weg liegt im Herzen.“ (Buddha)

    Nun ja, Özdemir in einträchtigem Schulterschluss mit seinen grünen ThinkTanks können ausschließlich HERZLOS!!! – Daher alle zusammen aufsteigen, abheben hoch in die Lüfte und sich vom Winde treiben lassen,…am Besten weit, weit weg!!!

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  8. Zwar wird Frau Hölzel vom BUND e.V. nicht an Fakten interessiert sein (Siehe dazu auch https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320506/ideologie/), trotzdem ist es sehr gut, daß es solche Briefe und solche Blogs, wie diesen, gibt. Hier könnnen normal denkende Menschen Fakten und Meinungen finden um für sich und für ihren Verantwortungsbereich die richtige Entscheidung zu treffen.

    Ganz wichtig für eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft. Wie richtig festgestellt: Es gibt nur noch wenige seriöse Journalisten. Somit braucht es mehr Medien wie Bauer Willi.

    “Bemerkenswert und schon fast zynisch zu nennen ist die Tatsache, dass die Meldung des BUND e.V. zur Hochsaison deutscher Erdbeeren lanciert wird. Spanische Erdbeeren werden kaum noch gelistet, weil dort die Saison zu Ende geht.”

    Geht es am Ende nur darum wer der beste “Umweltlobbyist” ist, also um Spendeneinnahmen? Zieht der BUND nach, weil der WWF spanische Erdbeeren nicht mag? Ist alles nicht nur Panikmache damit die “Umweltschutzindustrie” brummt um davon weiterhin gut leben zu können?

    Dazu einige Leseempfehlung:

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/erdbeeren-aus-spanien-migros-fordert-stopp-von-illegalem-anbau-ld.1677350

    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/spanien-spanische-bauern-sind-wuetend-petition-fordert-boykott-ihrer-erdbeeren-id66746616.html

    https://aktion.campact.de/trinkwasser/duerre-erdbeeren/teilnehmen

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Frage wäre noch offen, ob die Urlauber, welche die Gegend besuchen, auch wissen, dass das Wasser knapp ist?

  9. Smarti sagt

    Dieser offene Brief gefallt mir sehr gut. Sowohl inhaltlich, die eindeutigen Zahlen und spannenden, ehrlichen Informationen.
    Auch die Sprache ist einfach zu verstehen, klar und unaufgeregt, ohne jegliche Vorwürfe. Welche ja nur verständlich wären.
    Danke an Willi fürs Veröffentlichen, dieses Thema ( Verleumdung im grossen Stil ) verdient es, so deutlich und ehrlich aufbereitet zu werden. Das bisher meist angewandte “aussitzen oder nur sehr leise und zögerlich protestieren” muss der Vergangenheit angehören.
    Killer der Landwirtschaft gehören an den Pranger. Man könnte ja auch einen Wettbewerb etablieren ?
    Killer / Sargnagel des Monats und Killer / Sargnagels des Jahres…
    mit Abtimmung online zu ermitteln. Killer wäre in diesem Beispiel Corinna und Sargnagel die Medien, die ungeprüft übernommen haben und teils noch aufgebauscht haben.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Die Bauern als sanfter, stets freundlicher Erklärbär, die solchen Skandalen immer wieder hinterherrennen, wenn ein nachweislicher Schaden bereits gesetzt ist!?

      Nein – laut müssen wir werden, sehr laut. Ansonsten wird man uns in sämtlichen audiovisuellen Medien immer wieder als unrühmliche Jammerlappen belächeln.

      Aufklären – richtigstellen – um mediales Gehör werben; machen wir das nicht schon immer!?

      Mit welchem Erfolg!?

      Hierfür ist zunächst eine unumstössliche Solidarität der Landwirte untereinander vonnöten, und an dieser Stelle dürfen unsere NGOs alle hämisch grinsen: Diese gibt es leider nicht, lieber geht man selbst mit wehenden Fahnen unter.

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      • Smarti sagt

        Wurzelwicht, selbst wenn von heute an alle Landwirte miteinander solidarisch agieren würden, weil sie endlich einsehen, dass sonst alle Betriebe unter den Füssen der NGOs, der Nachplapperer und Nichtselberdenkenkönner zermalmt werden.
        Nun selbst dann ( wenn das total Unmögliche eintreten würde ) – solange es Bioland, Demeter, allerlei Schützer und die Grünen gibt, solange gibt es für die Landwirtschaft und deshalb für die vielfältige Ernährungssicherung keine Solidarität. Die werden immer Bomben werfen, die sind so dumm !
        Aber deshalb kann man ja trotzdem kämpfen, jetzt erst Recht, denn Schlimmer kann es ja als Landwirt eigentlich kaum mehr machen… egal was man macht.

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        • Hannah sagt

          @Smarti: Die Welt ist nicht so schlecht wie Du meinst. Solidarität gibt es schon, auch von mir vom Bioland-Betrieb. Ich zitiere mich und Willis Antwort nochmals. Es freut mich auch, das er meine Aussage gleich auch nochmal in diesem neueren Artikel deutlich hervorgehoben hat. An der Stelle ist auch Solidarität gefragt. Es geht hier wirklich um Existenzen genau wie beim Spargel. Ich kenne den Druck in der Branche gut und daher habe ich mich auch entschlossen das zu schreiben.

          “Hannah
          7. Juni 2023
          Also krass ist ja, das aus spanischen Anbaugebieten nur ein Achselzucken kommt. Denn deren Saison ist um. Das was der BUND da geleistet hat ist genau zur Unzeit für einheimische Bauern und gefährdet hier Betriebe. Auch wenn ihr sicher wisst, wie ich als Öko zu den Antworten stehe – das war zeitlich total ungünstig und torpediert das Ziel nach mehr Umstellung. Sehr Schade!

          Antworten
          Bauer Willi
          7. Juni 2023
          Der Termin ist bewusst gewählt, damit der Schaden für die deutschen Anbauer relevant ist. Die Studie von Oxfam zu den Saisonarbeitern bei Spargel kam ja auch passend zur Saison in Deutschland. Oxfam hat mich vor etwa 2 Monaten interviewt. Nichts von dem, was ich erzählt habe, wurde verwendet.”

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          • Smarti sagt

            Sali Hannah, ich dachte da an etwas Anderes. Solidarität als ein bedingungsloses Zusammenhalten gegen Angriffe von Aussen.
            Wenn ich z.B. sauer bin auf meinen Mann, die Kinder oder meine Angestellten, weil sie Mist gesagt oder gebaut haben, dann kläre ich das niemals vor Zeugen sondern schlucke meinen Ärger hinunter und bespreche das später in Ruhe unter 4 Augen. Kleine, liebevolle Sticheleinen mal ausgenommen – aber die bekomme ich auch.
            Und so müsste es auch bei Landwirten laufen… es gibt einfach viel zu Wenige, um noch zu unterscheiden in Bio oder nicht, Tierhaltung oder nicht, Biogas oder nicht… Fakt ist, dass dies nicht einmal in unserem kleinen Dorf geht… da gibt es Eifersüchteleien wegen nichts, das ist nicht normal. Ich ( wir als Familie ) versuchen uns aber raus zu halten… normal funktioniert Karma immer.
            Dieses Gelassen bleiben, sich einfach nicht mehr vor den Karren von Weltverbessern und spannen lassen geht aber nur, wenn man niemandem was weg nehmen will – aber Bio will z.B. alle Pflanzenschutzmittel halbieren (mindestens) und niemanden absichtliche Umweltverschmutzung ( zuviel Dünger…) vorwerfen will.
            Leider wäre so ein bedingungsloser Zusammenhalt unter Landwirten nur bei einem Zurücksetzen auf Null möglich. Keine Direktzahlungen, keine unsinnigen Vorschriften mehr… alle hätten die gleichen Voraussetzungen. Dies kann aber niemals funktionieren, denn schon die Qualität des Bodens ist unterschiedlich, die Regenmenge…
            Früher in der Schule habe ich Kinder, die nur übertrieben und gelogen haben um sich wichtig zu machen und Vorteile zu erlangen, gemieden. Ihre Gegenwart war mir unangenehm. Heute sind das die führenden Köpfe von NGO´s, die ganzen Bauernschmarotzer ( Kontrolleure ) und Politiker.
            Ich bin ein unverbesserlicher Menschenfreund, kann gut und böse kein bisschen abschätzen… und habe auch eher Mitleid mit einigen Mitmenschen als dass ich ihnen was Böses will. Aber an Solidarität aus den vorgenannten Gründen glaube ich nicht ( mehr ).

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Smarti, das ist doch sehr schade, oder!? – Gereicht ALLEN in Summe nicht zum eigenen Vorteil!!!

              Aber, so what!? – Lassen wir uns eben allesamt von unseren unerbittlich fresswütigen Aasgeiern jagen…., aus welchen Himmelsrichtungen diese auch im Sturzflug zur Landung ansetzen.

              Deutschland hasst augenscheinlich wirklich seine Bauern!?

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  10. Frikadellen piet 44 sagt

    moin es gibt unheimlich viele Ernährungstipps ich bin aber der Meinung Frikadellen mit Bier ist immer gut

    7
    • Smarti sagt

      Und zum Dessert Erdbeeren mit Vanilleeis und Sahne, dazu einen Weisswein, mmmmh.

      12
      • Pälzer Buh sagt

        “dazu einen Weisswein, mmmmh.”
        …. oder einen Rosé, da passt die Farbe und der Geschmack dazu ….

        6
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Und ein Schuss Eierlikör über das Eis, darauf das Sahnehäuptchen.
        Probier das mal aus.

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