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Landwirt/in für Fernsehreportage gesucht

Landwirte bemängeln oft die mediale Berichterstattung. Doch das Interesse der Medien ist da. Was es braucht, sind Landwirte die bereit sind, da auch mitzumischen. Redakteure und Filmstudios kontaktieren uns immer wieder, weil sie bei uns einen guten Draht in die landwirtschaftliche „Szene“  vermuten. Am Freitag ist wieder eine Film-Produktionsfirma an uns herangetreten und bittet um Mithilfe für einen Dreh für eine Sendung mit dem Titel „Armes Deutschland“. Hier werden Menschen gezeigt, die nicht zu den Reichen im Lande gehören, die aber trotzdem nicht resignieren und versuchen in Ihrer Lage das Beste zu machen. Die Redaktion möchte nun erstmals auch über die Landwirtschaft berichten, da doch offensichtlich viele landwirtschaftlich Betriebe um ihre Existenz kämpfen. Was machen Landwirte in der Krise? Wie versuchen Sie zu überleben? Es soll die Situation dokumentiert, aber nicht gewertet werden. Es soll um die Menschen und ihre Ansichten, ihre Probleme und Perspektiven, ihre Sorgen und aber auch um Mut und neue Ideen gehen. Gesucht wird ein Landwirt oder eine Landwirtin, die über einen längeren Zeitraum begleitet werden kann. Insgesamt wird von 10 Drehtagen ausgegangen. Mit Interessenten wird …

Not? Strom vom Landwirt!

„Herzlichen Glückwunsch!“ sagte der Elektro-Prüfer vom TÜV-Südbayern als er meine Schalter an der Hauptleitung zum Umschalten in den Notstrombetrieb sah. Ich schaute ihn fragend an. Dann lobte er mich: „Sie sind ein vorausschauender Mann!“ Danach berichtete er mir von seiner Arbeit beim TÜV. Eigentlich klagte er mehr an. Aber nicht über Mängel der Anlagen, sondern über fehlende Weitsicht vieler Entscheider, die zwar perfekte Elektro-Anlagen wollten, aber einen Stromausfall nicht als reale Gefahr begreifen würden. Ob nun Telekommunikationsanlagen oder Lebensmittelmärkte, überall würden Notstromversorgungen aus Kostengründen verweigert. Das sei einfach nur „dumm“, meinte er, denn bei dem hohen Technisierungsgrad gingen die einfachsten Sachen nicht mehr, sollte einmal der Strom großräumiger ausfallen. Er war sich sicher: ein zweitägiger Stromausfall in einer Großstadt wie München würde die Lebensmittelversorgung lahmlegen, weil die Märkte heute nur noch digital bestellen könnten und die vorhandenen Lebensmittel ohne Kühlung innerhalb weniger Stunden verderben würden. Mich hat dieses Gespräch darin bestätigt, wie richtig meine Entscheidung war ein Zapfwellen-Stromaggregat anzuschaffen. Ich habe mir sogar den Luxus geleistet, direkt an der ankommenden Hauptleitung die besagte zentrale Schaltung …

Wir sind zuständig

Gedanken von Alois Ein Landwirt, der sich in Sachen Öffentlichkeitsarbeit engagiert, brachte es letzte Woche bei Topagrar-Online so auf den Punkt: „Oftmals fühle ich mich als Don Quijote der gegen die Windmühlen kämpft. Was nützt alle Öffentlichkeitsarbeit, was nützen vertrauensbildende Maßnahmen, wenn der nächste Kübel Dreck nur darauf wartet undifferenziert über der gesamten Landwirtschaft ausgeschüttet zu werden? „ Zunächst scheint mir dieses Aussage als Landwirt verständlich. Trotzdem kommt in mir dann auch die Frage, woher denn immer wieder der Inhalt für einen neuen „Kübel Dreck“ stammt? Nehme ich als Beispiel den Skandal mit dem Merklinger Landwirt, dann gibt es nichts zu beschönigen. Dort lagen definitiv üble Tierschutzmängel vor. Aber auch bei weniger aktuellen Kritik-Themen wie Nitratwerte oder Pflanzenschutz, kriegen wir Landwirte den schwarzen Peter einfach nicht weg. Die Flut von Bürokratie und Kontrollauflagen, unter denen ich heute schon als Landwirt stöhne, kommt nicht von ungefähr.. Es ist ein bedenklicher Vertrauensverlust zu spüren, der offensichtlich immer weiter geht. Wie wird die Gesellschaft, wie wird der Gesetzgeber weitermachen? Kriegt in Zukunft jeder Landwirt einen eigenen Aufpasser vor …

Ein Abschied mit Dankbarkeit

Am 30.September sind wir mit unseren „Moggele“ von der Alp gegangen – bei sommerlichen Temperaturen. Der Klimawandel lässt grüßen. Das ist eine Woche später als die letzten Jahre. Vom Futter her könnten wir noch ein paar Tage bleiben. Aber die Nächte sind inzwischen richtig kalt. Die Sonne kommt sehr spät und meine „Moggele“ sind unruhig und schier nicht mehr zu halten. So ist das jedes Jahr. Das Vieh spürt auch die Jahreszeit. Es spürt auch, dass die Alpzeit zu Ende geht. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Es war ein guter Alpsommer, obwohl das Wetter so manche nasse Kapriole schlug. Aber insgesamt hat es immer gewachsen und es war warm. Wir wurden von schlimmen Unwettern verschont. Es verunglückte kein Stück Vieh oder wurde krank. Wir können also dankbar zurückblicken auf eine guten Alpsommer 2016. Heute, am 1. Oktober 2016, ist nun der …

Wenn der Roboter melkt…

Markus Wagner baute eine neuen Laufstall mit einem Melkroboter. Weil es rund um so einen Melkroboter viele Fragen gibt, die vielleicht auch andere Menschen interessieren, hat er eine Homepage gebaut, die alles Wesentliche über Melkroboter aufzeigt. Coole Idee – finden wir. 🙂 Darum stellen wir Euch diese Seite vor. http://www.melkroboter.net/

Verbesserte Suche im Blog

Vor ein paar Tagen wurde in einem Kommentar der Wunsch geäußert eine bessere Suche im Blog einzubauen. Dem Wunsch komme ich doch gerne nach. Ich habe ein „Search-Plugin“ installiert, das nun alle Seiten, Beiträge und Kommentare durchsucht. Somit wird deutlich mehr gefunden, wie bisher.  Die Suchfunktion findet Ihr ganz rechts oben mit Klick auf die kleine Lupe. Wer also mal ein Zitat aus einem Beitrag oder auch Kommentar sucht, der kann ab  sofort detailliert suchen. Bei mehreren Suchwörtern gilt eine „Und-Verknüpfung“, also es ist nur dann ein Treffer, wenn alle Suchwörter in dem gefundenen Dokument vorkommen Die Anzeigereihenfolge geht nach Aktualität. Geht das Suchergebnis über mehrere Seiten, kann man bequem weiterblättern.       Sollte jemand was auffallen was nicht funktioniert, dann schickt mir eine EMail. Oder schreibt hier einen Kommentar. Alois

Einkaufstipps für den Alltag

Wieder ein Gastbeitrag von Palla Fragen Sie Sich auch regelmäßig, welche Lebensmittel Sie denn nun kaufen sollen? Sie würden ja gerne die deutschen Bauern unterstützen, aber Sie wissen nicht bei welchen Produkten auch ein angemessener Preis beim Erzeuger ankommt? Zunächst einmal: Toll, dass Sie Sich darüber Gedanken machen! In der Vergangenheit waren die Themen Erzeugerpreis und Regionalität für alle Marktbeteiligten eher nebensächliche Themen, was dazu führt, dass es derzeit für Kunden der Discounter und Supermärkte kaum zu erkennen ist, mit welchen Produkten ein fairer Erzeugerpreis verbunden ist. Nicht mal wir Bauern können genau sagen welche Produkte uns nach den vielen Verarbeitungsstufen wirklich was bringen. Wenn wir aber ein gemeinsames Interesse daran haben die deutsche Landwirtschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten, muss sich das ändern! Hier ein paar Tipps für den Einstieg in den bewussten Einkauf, wenn Sie nicht regelmäßig direkt beim Bauern einkaufen können oder wollen: Es wird das angeboten was nachgefragt wird. Nutzen Sie ihren Einkauf um den Einkäufern ihres Discounters/Supermarktes klarzumachen, was Sie wünschen! Fragen Sie sich, ob sich ihr Einkaufziel in ihrem …

Der grüne Teppich

Ein sehr persönlicher Film. Dem Hof eine Zukunft geben jenseits von „Wachsen oder Weichen“. Und das Bloggen mit „Bauer Willi“ als eine Aufgabe um „Bäuerlichkeit“ zu zeigen. Ja, so war es halt, mein bisheriges Leben… http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/netzlandwirt-alois-wohlfahrt-100.html

Beiträge ins Regio Day Verzeichnis eintragen leicht gemacht

Damit keine zusätzliche Hürde aufgebaut wird, ist ein Eintrag ins Regio Day Verzeichnis ohne Anmeldung am System möglich. Denn nur wer eingetragen ist, kann auch gefunden werden. 🙂 So geht’s: Einfach in der Menüleiste von www.regioday.com auf EINTRAG klicken. Dann folgt ein Dialog in 5 Schritten: 1-Kategorie    2-Basisdaten   3-Bild(er)    4-Kartenvorschau     5-Fertig, speichern Hauptkategorie aus der Liste wählen Basisdaten: Pflichtfelder sind mit einem * gekennzeichet. Ein Pflichtfeld ist ein Feld, das unbedingt ausgefüllt werden muss. Sonst ist speichern nicht möglich: Bild(er): Man kann ein oder mehrere Bilder hochladen und eines davon als Hauptbild auswählen. Man braucht aber nicht zwingend ein Bild Kartenvorschau: Anhand der Adresse, die unter 2 bei den Basisdaten eingetragen zeigt der Kartendienst von Google nun die gefundene Örtlichkeit an. Das kann manchmal auch nicht ganz stimmen. Auch Google kann sich mal irren. Darum habt ihr hier die Möglichkeit die Nadel selbst auf der Karte dorthin zu ziehen, wo sie hingehört. Aber meistens muss man nichts tun und dann einfach weiter. Fertig: Auf der letzten Maske ist der Eintrag dann auch schon abgeschickt. Wie …

Öko oder Marktwirtschaft

Dieser Beitrag stammt von Fred. Fred ist kein Landwirt und er macht sich seine Gedanken von dem Spannungsfeld des Landwirts zwischen Öko und Marktwirtschaft. Unsere Politik träumt von der Bio-Landwirtschaft, die auch ihre Berechtigung hat, vergisst aber, dass dies Maßnahmen für die oberen 20% der Bevölkerung sind. Wenn ein großer Discounter die Abnahme von Milch, Käse oder andere Lebensmitteln ausschreibt, dann ist das eine riesige Größenordnung und natürlich stehen dort die verschiedenen Molkereien usw. (auch die Genossenschaften) in einem Preiskampf. Es ist einfach falsch nur auf den Landwirt oder nur auf den Verbraucher zu schauen. Wir müssen das Gesamtsystem verstehen. Landwirte können sich besser präsentieren (da sollten die mal ihren verschiedenen Interessenverbänden auf die Finger klopfen). Landwirte müssen aber auch modern arbeiten dürfen. Niemand sagt der Autoindustrie, sie solle wie 1950 produzieren. Über die Landwirtschaft scheint es diese Traumwelt noch zu geben. Auch bei einigen Politikern. Verbraucher müssen mündig sein. Idealerweise kann jeder kochen und versteht was in den Produkten drin ist, die er oder sie im Supermarkt, beim Pizza-Dienst oder im Restaurant bekommt. Und …