Autor: Bauer Willi

Du hast die Wahl!

Stellen Sie sich vor, Sie leben in China oder in Russland und dort finden Wahlen statt? Würden Sie hingehen? Hätten Sie den Eindruck, Sie würden mit Ihrer Stimmabgabe irgendetwas ändern? Vermutlich ist Ihre Antwort: nein. Und Sie haben recht, es sind dort keine demokratischen Wahlen. Am Sonntag ist die Europawahl. Ich muss zugeben, dass ich auf diese Wahl sehr gespannt bin. Natürlich werde ich wählen. Nach 50 Jahren, in denen ich CDU und manchmal (aus taktischen Überlegungen auch mal FDP) gewählt habe, werde ich diesmal einer kleinen Partei geben, die konservativ, liberal und christlich eingestellt ist. Der Vorsitzende dieser Partei in Deutschland ist ein Landwirt, die Kandidatin für das Europa-Parlament ist eine Landwirtin aus einem Milchviehbetrieb in Bayern. https://www.fw-bayern.de/aktuelles/mitteilungen/pressemitteilungen-details/anpacken-fuer-europa-freie-waehler-spitzenkandidatin-christine-singer-stellt-sich-vor Auch Ulrike Müller, die bereits im Europa-Parlament ist, ist Landwirtin. Ich kenne sie persönlich und schätze ihre aufrechte Art und ihr Engagement auch außerhalb der Politik sehr. https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_M%C3%BCller_(Politikerin) Die Stimme den Freien Wähler zu geben ist mein Glaube, dass diese kleine Partei mit ihrer unkonventionellen und unverbrauchten Art frischen Wind in die Parteienlandschaft bringen kann. Da …

„Westfernsehen“ – aus dem Süden

Die NZZ schreibt häufig über Themen, die so in den deutschen Medien nicht zu lesen sind. Und die Redakteure der NZZ analysieren als Schweizer anders, als es unsere Journalisten tun, die häufig eine bestimmte politische Linie vertreten. Das dürfte auch der Grund sein, warum bestimmte Medien die NZZ als „rechts“ verorten. Im nachfolgenden Artikel wird analysiert, wie sich das Machtgefüge durdch die Europawahl ändern könnte und warum die etablierten Parteien den Grund dazu liefern. https://www.nzz.ch/meinung/populismus-und-eu-politik-wie-der-waehlerwille-das-machtgefuege-verschiebt-ld.1832819

Bundestagsdebatte Schutzstatus Wolf

Die CDU/CSU-Fraktion hat gestern, 5.6.2024 einen Antrag gestellt, den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabzustufen. https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7611713#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NjExNzEz&mod=mediathek Die Reden sind im Parlamentsfernsehen nachzusehen. Neben den Vertretern der CDU als Antragssteller sind meines Erachtens die Reden von Ulrike Harzer (FDP) und Zoe Mayer (Grüne) bemerkenswert. Was mir unabhängig vom Thema auffällt: die Art und Weise des Umgangs miteinander ist – in meiner Wahrnehmung – nicht nur einer gewählten Volksvertretung unwürdig, sondern auch rein menschlich erbärmlich. Diejenigen, die sich sachlich und fachlich korrekt verhalten, werden von anderen niedergemacht. Gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Rede von Ingmar Jung, der die Absurdität der gegenwärtigen Rechtslage in einer ruhigen Art und Weise auf den Punkt bringt.

Temperatur, CO2 und Methan über 2 Millionen Jahre

Durch Zufall bin ich auf den nachfolgenden Artikel gestoßen, der sich mit der Entwicklung der Temperatur sowie des Gehaltes von Kohlendioxid und Methan in der Atmosphäre in den letzten zwei Millionen Jahren beschäftigt. Ich kann in den Daten nichts Beunruhigendes erkennen. Oder bin ich blind? https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2016/temperaturkurve-des-erdklimas-ueber-zwei-millionen-jahre/ Da das Portal „Welt der Physik“ heißt, nehme ich an, dass dort keine Klimaleugner oder Verschwörungstheoretiker am Werk sind. Und dann habe ich noch diesen Artikel der Uni Bonn aus dem Jahr 2005 gefunden, der mich verwirrt hat. https://idw-online.de/de/news123326 Da schreiben die doch tatsächlich, dass es vor 125.000 Jahren viel wärmer war als heute. Was ist denn jetzt los? Wie passt das zu diesem Artikel aus der FAZ? https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/klimawandel-die-heissesten-zwoelf-monate-seit-mehr-als-120-000-jahren-19301653.html War es nun damals wärmer oder kälter? Und wir wollen uns doch jetzt nicht über ein paar läppische tausend Jahre Unterschied unterhalten, oder? Dann habe ich noch bei Wikipedia den CO2-Gehalt in der Atmossphäre in den letzten 60 Millionen Jahre gefunden. Er hat in diesem Zeitraum permanent abgenommen!! https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kohlendioxid_in_der_Erdgeschichte In den letzten zwei Jahren ist die Temperatur des Meerwasser deutlich …

Ich esse nur heimische Kiwis…

In einer Schiffsladung mit Kiwis aus Neuseeland wurde im Hafen Zeebrügge ein Mäusebefall gefunden. Die gesamte Ladung wird entsorgt. Der Schaden beträgt 19 Mio. Euro/Franken. https://www.nau.ch/news/schweiz/mausebefall-sorgt-fur-verspatete-kiwi-saison-in-schweizer-regalen-66768895 Hier die Meldung mit einer Stellungnahme des Exporteurs Zespri: https://www.freshplaza.com/north-america/article/9619618/mouse-activity-on-board-ship-leads-zespri-to-delay-start-of-european-kiwi-sales-season-by-a-week/ Die Kiwis landen jetzt in einer Biogas-Anlage. Was mit den Mäusen passiert ist, ist nicht bekannt. Wie Neuseeland mit invasiven Arten umgeht, ist in „Spektrum der Wissenschaft“ nachzulesen: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Giftige Kartoffeln…

Vor wenigen Tagen machte eine Meldung über den Rückruf von Kartoffeln die Runde. https://www.fr.de/verbraucher/betroffen-warnung-pestizide-grosser-kartoffel-rueckruf-rewe-penny-mehrere-bundeslaender-93096041.html Einige Medien sprachen schon von „giftigen Kartoffeln“: https://www.moz.de/nachrichten/panorama/rueckruf-aktion-giftige-kartoffeln-bei-penny-und-rewe-produktrueckruf-in-acht-bundeslaendern-73873637.html Der Inverkehrbringer der Kartoffeln, die Firma Böhmer, hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. In dieser Pressemitteilung werden Hinweise zu den Chargen und zur Sorte gemacht. Allerdings kann man erst anhand der Fotos der Produktanhänger erfahren, dass die Kartoffeln aus Ägypten eingeführt wurden. PM_Rueckruf_Kartoffeln_20240527_RBW_und_Marktliebe-pweu(1) Auf Nachfrage teilte mir die Pressestelle der Firma mit, dass es sich bei dem Pflanzenschutzmittel um den Wirkstoff Fluazifop handelt, der auch in Europa und somit auch in Deutschland zugelassen ist und gegen Gräser wie zum Beispiel Quecke eingesetzt wird. Warum es zur Überschreitung der Höchstmenge gekommen ist, ist nicht geklärt. Eine Fehlanwendung (z.B. Überdosierung etc.) erscheint wahrscheinlich, diese kann aber grundsätzlich überall vorkommen, wo Menschen arbeiten. Also auch in Deutschland. Was dieser Rückruf zeigt: Unsere Kontrollsysteme arbeiten gut, der Handel arbeitet verantwortlich.    

1.500 t CO2 gespeichert…

Ich habe diesen Artikel mehrmals gelesen. https://m.focus.de/perspektiven/constructive-world-award/nominierte-beitraege/die-erde-mit-erde-retten_id_259851686.html Es geht um Carbon Farming und um Kompostierung. Erzählt wird die Geschichte eines Landwirt, der nach Meinung des Focus wohl beispielhaft wirtschaftet. So soll er auf seinem Betrieb 1.500 t CO2 gespeichert haben. Die Zahl klingt erst einmal groß. Aber leider fehlt die Bezugsgröße. Überhaupt werden einige Dinge genannt, die mir wissenschaftlich nicht einleuchten wollen. Das kann natürlich auch an mir liegen und ihr könnt es mir erklären.  

In eigener Sache

Lieber Leser, liebe Leserin, liebe Lesende Im Moment und in den nächsten Wochen gibt es bei uns auf dem Hof viel zu tun. Neben der normalen Arbeit werden wir viel im Haus umbauen, weil wir als Altenteiler nach unten ziehen. Dort hat bis Dezember meine Mutter gewohnt, die uns jetzt von oben zuschaut. Unser Sohn mit Frau und unseren zwei Enkeln ziehen in unsere Wohnung in der ersten Etage. Komischerweise wollen Sie dort umbauen. Wir finden, dass das eigentlich nicht nötig ist. Allerdings haben wir vor 38 Jahren auch alles verändert. Wir werden im Erdgeschoss auch eine Wand versetzen, andere Heizkörper einbauen, einen Kachelofen bauen (sofern das technisch geht) und statt dem alten „Windfang“  eine Wintergarten bauen. Wir wollen möglichst viel in Eigenleistung machen. Das macht Spaß und spart Geld, kostet aber auch Zeit. Von daher bitte ich um Verständnis, wenn ich die Schlagzahl meiner Artikel etwas reduzieren werde. Ihr könnt mich aber unterstützen, wenn ihr mir interessante Themen vorschlagt, die auch für andere Leser interessant sein könnten. Schreibt sie einfach in die Kommentare. Es …

Eine professorale Gesprächsrunde über Landwirtschaft

Bei ARD Alpha wurde vor kurzem ein Gespräch gesendet, in dem sich mehrere ausgewiesene Experten über Landwirtschaft unterhalten. Es handelt sich dabei um Prof. Grethe  https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Grethe bekannt durch den WBA und Agora Agrar Prof. Strohschneider https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Strohschneider bekannt durch die Zukunftkommission Landwirtschaft Frau Prof. Schnitzer https://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Schnitzer bekannt durch die „Wirtschaftsweisen“ Ich weise hier deshalb auf das Gespräch hin, weil es aufzeigt, wie die Landwirtschaft wissenschaftlich seziert wird. Die Analyse ist interessant, Lösungen werden nicht aufgezeigt. Eigentlich ist man sich auch in fast allen Dingen einig, was das Gespräch in weiten Teilen etwas langweilig macht. Ich bleibe zurück mit der Frage: „Und nun?“ https://www.ardmediathek.de/video/alpha-gespraeche/das-ringen-um-die-zukunft-der-landwirtschaft/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MTE2ODM5NDM4MTNfRjIwMjNXTzAxOTA2MUEw Quelle Foto: ARD Alpha

CDU zur Landwirtschaft – Auszüge aus dem Grundsatzprogramm

Im Grundsatzprogramm der CDU, das auf dem Parteitag verabschiedet wurde, hat man 2 Seiten von 71  der Landwirtschaft gewidmet. Los geht´s auf Seite 60. Ich habe ein paar Auszüge kopiert, die sich mit Umwelt und Landwirtschaft befassen. Bildet euch selber ein Urteil… (Das Foto ist am 2. Dezember 2019 auf dem Agrargipfel im Bundeskanzleramt entstanden) https://assets.ctfassets.net/nwwnl7ifahow/2EL5GCfZkrwIGaWfsW0zAB/64d5811f7ded113693095b1d7fb0ba67/240113_CDU_GSP_2024_Beschlussfassung_FINAL.pdf Klimawandel und die Gefährdung der biologischen Vielfalt sind eine Bedrohung für unsere Erde. Die Bewältigung dieser Herausforderungen kann nur mit den Menschen, nicht gegen sie gelingen. Daher gehören für uns Ökologie, Ökonomie und Soziales untrennbar zusammen. Wir Christdemokraten arbeiten für eine Umwelt, in der saubere Luft, sauberes Wasser und gute Böden eine Selbstverständlichkeit sind. Wir arbeiten für eine Zukunft, in der Energie sicher, sauber und bezahlbar ist. Auch hierfür ist die Soziale Marktwirtschaft das Modell der Zukunft. Eine intakte Natur und Landschaft ist unabdingbare Voraussetzung für ein lebenswertes Umfeld, für Tourismus, für unsere Wirtschaft und für eine funktionierende und nachhaltige Landwirtschaft und damit für unser Leben. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist Menschheitsaufgabe. Dem weltweiten Rückgang der Biodiversität können …