Bauer Willi
Kommentare 21

Bundestagsdebatte Schutzstatus Wolf

Die CDU/CSU-Fraktion hat gestern, 5.6.2024 einen Antrag gestellt, den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention von “streng geschützt” auf “geschützt” herabzustufen.

https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7611713#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NjExNzEz&mod=mediathek

Die Reden sind im Parlamentsfernsehen nachzusehen. Neben den Vertretern der CDU als Antragssteller sind meines Erachtens die Reden von Ulrike Harzer (FDP) und Zoe Mayer (Grüne) bemerkenswert.

Was mir unabhängig vom Thema auffällt: die Art und Weise des Umgangs miteinander ist – in meiner Wahrnehmung – nicht nur einer gewählten Volksvertretung unwürdig, sondern auch rein menschlich erbärmlich. Diejenigen, die sich sachlich und fachlich korrekt verhalten, werden von anderen niedergemacht.

Gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Rede von Ingmar Jung, der die Absurdität der gegenwärtigen Rechtslage in einer ruhigen Art und Weise auf den Punkt bringt.

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21 Kommentare

  1. Gerald sagt

    Auch wenn es den Grünen und roten Minderdenkern nicht gefällt .. Wolf und Bär gehört in unseren Ländern einfach ausgerottet. Fragen?

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Abschüsse helfen nachgewiesenermaßen nicht, das sei wissenschaftliches Faktum, heißt es. Auf Basis welcher Erfahrungen wird so etwas behauptet?
    In Kärnten wurden im vergangenen Jahr 8 Wölfe geschossen. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Wölfe von 28 auf 30 gestiegen. Die Zahl der Schafrisse ist von 400 im Jahr 2022 auf 133 zurück gegangen. Und jetzt erkläre mir einmal ein Wolfsexperte, warum das reines Wunschdenken war und nichts mit der Realität zu tun hat.
    https://www.kleinezeitung.at/kaernten/18017827/zahl-der-wolfsrisse-in-kaernten-deutlich-gesunken#:~:text=Vorsichtig%20positiv%20war%20die%20Stimmung,W%C3%B6lfe%20und%20133%20Wolfsrisse%20nachgewiesen.

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    • Heinrich sagt

      Elisabeth danke für diesen Beitrag.
      Ist doch Wohltuend soetwas aus einem Wolfsland kommend zu lesen.

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  3. Ertl Elisabeth sagt

    Phänomen Werwolf: Menschen, die sich mit Wölfen identifizieren, können angeblich unter Umständen selber zu Wölfen werden …. 🙂

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    • Reinhard Seevers sagt

      Werwölfe Elisabeth, das war eine von Himmler gegründete Untergrundorganisation…..du musst ganz vorsichtig sein, was du in der Öffentlichkeit schreibst….Nancy schaut zu.😎
      Es gibt auch We(h)rwölfe, aber auch die waren organisierte Männer des Wehrverbandes und gingen später in die SA über…….
      Prost!

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      • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

        Bei Ihnen ist jeden Tag Vollmond! Auf eine solche Interpretation aus dem 1000-jährigen Reich wäre ich zuletzt gekommen. So hat jeder Mensch seine eigene Gedankenwelt.

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  4. Jörg sagt

    Die Diskussion um den Schutzstatus des Wolfes erscheint mir sehr bizarr. Natürlich muss ein gefährliches Raubtier wie der Wolf bejagt werden.Er hat keine natürlichen Feinde, deshalb kann nur der Mensch der ungebremsten Vermehrung Einhalt gebieten. Es geht nicht um Ausrottung, sondern um Populationskontrolle.
    Interessanterweise haben die vom Wolf qualvoll getöteten Weidetiere anscheinend keine Lobby. Den Tierschützern und Wolfsfreunden scheint deren Schicksal egal zu sein.Wenn ich mir vorstelle, ich wäre Schafshalter und würde morgens auf der Weide meine Tiere zerrissen und ausgewaidet vorfinden. Ein schrecklicher Gedanke.
    Wahrscheinlich werden wir bei weiter zunehmender Populationsdichte immer mehr Begegnungen zwischen Mensch und Wolf haben. Wehe, es passiert dann was. Die Stimmung würde radikal kippen und der Wolfsschutz wäre Vergangenheit.

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  5. Limes sagt

    Das übliche Ritual.
    Grünes BlaBlaBla wegducken in der Sache, schwadronieren und ablenken vom eigentlichen Thema

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  6. Arnold Krämer sagt

    Politiker versuchen Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen haben, hier mit der Unterschrift unter das Berner Artenschutzabkommen. Das Gleiche gilt für das Pariser Klimaabkommen und auch für viele andere internationale Vereinbarungen. Es ist immer dasselbe. In guter Absicht ohne die Konsequenzen wirklich zu überschauen, werden Verträge unterzeichnet und Gesetze verabschiedet. Als ein besonders gravierendes Beispiel für dieses Verhalten ist mir noch in Erinnerung das Anfang der 2000er Jahre die Nährstoffe der Biogasgülle nicht vollständig in die Düngeverordnung einbezogen wurden. Den Fehler hat man erst nach 15 Jahren mit der neuen Düngerordnung 2017 korrigiert. Politiker tun sich immer sehr schwer, Fehler einzugestehen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Moin Herr Krämer, gut nach Hause gekommen?
      Ich widerspreche Ihnen prompt. Die Einbeziehung der Nährstoffe aus der Biogaserzeugung in die Düngeverordnung hätte proaktiv von der Verbandsseite angegangen werden können damals. Hat man aber wohlwollend übersehen, weil etliche Betriebe dadurch ihre Kapazitäten rechtlich gesichert ausdehnen konnten. Dann ist es irgendwann aufgefallen und doch umgesetzt worden. Dann schrie der Verband laut rum, aber alle hatten es gewusst – sie haben sich in meinen Augen aber nicht verantwortlich gegenüber der eigenen Klientel verhalten. So sehe ich das.

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      • Arnold Krämer sagt

        Solche Dinge müssen die Fachbeamten erkennen und in die Gesetzesstexte “einbauen”. Damals konnte man doch davon ausgehen, dass der BMEL-Apparat noch mit versierten Fachbeamten besetzt war. Oder war die politische Absicht von R. Künast, die Viehhaltung mit Biogas “kaputt” zu machen? Der Landkreis Cloppenburg hat tatsächlich immer noch große Nährstoffprobleme

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      • Arnold Krämer sagt

        Gut nach Hause gekommen. Bin aber schon wieder unterwegs. Gerade mit der ASG im Tagebau Garzweiler.

  7. Frank sagt

    Der Bundestag ist da ein Spiegel der Gesellschaft: Verblödung und Verwahrlosung in Umgang und Benehmrn allenthalben.
    Das geht ja mittlerweile längst von den Hinterbänken bis zu Ministern, letztes Beispiel Pistorius, der gerade von Bas gebremst wurde. Über was soll man sich noch wundern, wenn man sieht, welche Qualität / Qualifikation und Lebensleistung Teile des höchsten Personals der Republik aufweisen und trotzdem meinen, Land, Partei, Bundesbehörde etc. pp. führen zu können.

    Wolf: Es geht ja nicht umsonst die “Mär” um, dass in Deutschland Täterschutz vor Opferschutz geht. Das beruht auf einer bestimmten Denkungsart und wird in der Praxis zum Prinzip über die Themen hinweg.

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    • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

      Man muss die ironischen Einsichten des britischen Historikers Cyril Parkinson über die Gesetzmäßigkeiten des Wachstums der Bürokratie nicht im Detail kennen, um zuzustimmen: Je mehr Ämter man schafft, desto mehr mittelmäßige bis schlechte Mitarbeiter erhält man zwangsläufig, und je fragwürdiger die Legimitation eines solchen Bürokraten ist, desto angestrengter wird er sich um seine Selbstlegitimation bemühen-und sei es, dass er nutzlose Arbeit erfindet.

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  8. Sonja Dengler sagt

    Raubtiere “müssen” nach Ansicht unserer Regierung geschützt werden, deren Opfer sind selbstverständlich zum Abschuss frei gegeben.
    Das entspricht doch ganz der Haltung unserer Regierung gegenüber uns Bürgern: Messerstecher und Vergewaltiger erfahren Gnade bis hin zum Nicht-Abschieben oder evtl. Einweisung in die Psychiatrie, wo sie den wirklich Kranken den Platz wegnehmen. Die Raubtiere werden geschützt, die Opfer….
    Wir sind gerade gestern mit dem Beseitigen der Überschwemmungen fertig geworden – die Opfer (wir selbst blieben glücklicherweise verschont) werden abgespeist, die Politiker erhöhen sich Diäten, Gehälter usw. Wo immer man hinschaut, es ist das gleiche Bild: Raubtiere versus Opfer. Aber bisher in der Menschheitsgeschichte hat sich das Bösartige nicht ewig gehalten – bin gespannt, wann der Laden endlich zusammenbricht

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  9. Gurkenhobel sagt

    Ich habe nach einer Minute abgeschaltet. Wenn ich nur den immer wiederholten Schnack “…wir müssen…” der Frau höre, kriege ich Puls. Die ganzen Schnacker betonen immer, was wir alle müssen müssten. Einen Scheiß müssen wir…

    Ich bin aus beruflichen Gründen in die Heideregion im Raum Uelzen gezogen. Wolfsland. Durch meinen Beruf habe ich reichlich Kontakt auch zu Tierhaltern. Die gute Dame sollte da mal ein Jahr Praktikum machen, damit sie mal wieder runter kommt.

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    • firedragon sagt

      Gurkenhobel, es freut mich zu lesen, dass Du einen Job gefunden hast 🙂👍

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  10. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen ja ich glaube nicht nur der Wolf auch einige Menschen und vor allem Politiker haben Probleme vernünftig mit anderen Menschen umzugehen und haben immer noch nicht verstanden dass der Wolf ein riesiges Problem werden kann

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