Autor: Bauer Willi

SPD: Nachhaltige Landwirtschaft

Auf der Suche nach der politischen Meinung unserer verschiedenen Parteien bin ich auf der Seite der SPD-Fraktion auf diese Aussage gestoßen: Wir wollen die Förderung einer leistungsfähigen, nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt und zugleich gesunde Lebensmittel für unsere Bürgerinnen und Bürger auf den Markt bringt. Damit ist nicht nur eine artgerechte Tierhaltung verbunden, sondern auch der Schutz der Böden, Gewässer und der Artenvielfalt. Eine nachhaltige Landwirtschaft ist doppelt gut: Gut für die Wirtschaft und gut für Mensch und Natur. Das ist so ziemlich das Einzige, was von der SPD zum Thema Landwirtschaft auf Anhieb zu finden ist. Ist ja nicht sonderlich aufregend. Dann findet man noch, dass die Fischetikettierung verbessert werden soll, dass die SPD kein Klonfleisch in der EU will, und dass eine gesunde Ernährung gestärkt werden soll. Und man will auf Gentechnik verzichten, um das dann aber auf Grüne Gentechnik zu beschränken. Das Papier vom 11.11. 2014 mit dem schönen Titel „Bio für alle“ habe ich mir etwas genauer angesehen. Da steht dann bei den Zielen: Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt …

Grüne CDU

Dazu ein Kommentar aus der FAZ zum nachdenken und diskutieren http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/agrarpolitik-gruene-cdu-13778606.html Die CDU greift die Themen der Grünen auf und setzt sie um. Nicht nur bei der Energie, jetzt auch im Agrarbereich. Oder wie seht Ihr das?  

Liebe CDU – ich hätte da mal ein paar Fragen…

Parteien zur Landwirtschaft: Wir haben das Internet gescannt, welche Aussagen die Parteien zum Thema Landwirtschaft machen.   Am 3.7.2015 hat eine CDU-Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren“ den Abschlussbericht vorgelegt. Vorsitzende der Kommission war Julia Glöckner. Ich habe mir das Papier mal durchgelesen, weil da auf den Seiten 12 bis 14 auch was über Landwirtschaft steht und mit meinen Kommentaren versehen. Die Landwirtschaft ist ein besonderer Wirtschaftszweig, denn sie arbeitet in und mit der Natur und den Mitgeschöpfen. Daraus erwächst eine hohe Verantwortung für die Landwirtschaft selbst… Das war mir immer schon klar und ist nicht neu. Unser Leitbild ist die die bäuerliche Landwirtschaft, die nachhaltig wirtschaftet und Tier- und Umweltschutz achtet. Wir wollen keine anonyme, industrielle Agrarproduktion, sondern eine Landwirtschaft, die regional verankert ist und von den Landwirten und ihren Familien vor Ort getragen wird. Den ersten Satz habt ihr doch bei den Grünen oder einer NGO abgeschrieben. Den zweiten Satz hätte ich gerne genauer spezifiziert, weil ich nicht weiß, was mit „anonymer, industrieller Agrarproduktion“ gemeint ist. Und den zweiten Teil des zweiten Satzes …

Anspruchsdenken

Der Lebensmitteleinzelhandel macht sich mit dem Aufstellen immer neuer Forderungen, die angeblich von der Gesellschaft gewünscht sind, einen schlanken Fuß. Wenn also der LEH eine Verpflichtung gegenüber „der Gesellschaft“ verspürt, sollte er die Lieferanten dabei nicht aus den Augen verlieren. Ein Kommentar von Bauer Willi bei der Agrarzeitung: http://www.agrarzeitung.de/nachrichten/blog/anspruchsdenken-58129.html

Ernährung 2025 – eine Fiktion!?

Der Trend zu einer stärkeren Konzentration hat in den letzten 10 Jahren weiter zugenommen. Besonders sichtbar ist dies im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels (LEH,) wo die Zahl der Anbieter auf zwei zurückgegangen ist. Durch Fusionen sind die Lebensmittelkonzerne REWEKA und Aldidl entstanden, die sich mittlerweile den Lebensmittelmarkt teilen. Beide Fusionen wurden vom Kartellamt genehmigt, damit die Bevölkerung garantiert mit preiswerten Lebensmitteln versorgt werden kann. Das Konzept des Vollsortimenters Metro ist nicht aufgegangen. Er hat sich vom Markt zurückgezogen. Der Umsatz von REWEKA und Aldidl betrug im Jahr 2024 in der Summe rund 254 Mrd. €, wobei rund ein Drittel aus Umsätzen in den Filialen in Indien und China stammt. Große Umwälzungen konnten im Bereich der Grundproduktion von Nahrungsmitteln (früher Landwirtschaft genannt) festgestellt werden. Dies erfolgte zum einen durch den Wandel der Ernährungsgewohnheiten, zum anderen durch politische Vorgaben. Ernährungsgewohnheiten Lag der Anteil der Veganer im Jahr 2015 noch bei 1% und der, der Vegetarier bei 10%, so ernähren sich heute, im Jahr 2025, bereits 15% der Bevölkerung vegan, 60% vegetarisch. Dieser Trend nimmt weiter zu. Die früher …

Armes Deutschland

Andere ernten auch mit… Hinter unserem Garten haben wir auf der Ecke eines Feldes Speisekürbisse gepflanzt. 30 Meter daneben verläuft ein Weg, auf dem meine Mitbürger mit ihren Hunden spazieren gehen. Jetzt werden die Kürbisse rot. Wer nicht rot wird, sind meine Mitbürger, die sich jetzt an unseren Kürbissen „bedienen“. Ohne Scheu, in Blickweite unseres Wohnhauses. Versteht Ihr das? Ich nicht. Euer Bauer Willi

EinBlick in eine Seele

Maria ist Österreicherin, die jetzt in der Schweiz lebt. Sie wollte was von mir wissen, ich habe ihr geantwortet. Sie hat sich bedankt. Was dann aber noch zurückkam, war dieser Brief. Er hat mich sehr bewegt, weil er einen tiefen Einblick in ihre bäuerliche Jugend gibt. Lieber Bauer Willi Mein zuhause war ein kleiner Milch- und Kartoffelbauernhof, in der Sonnenstube Österreichs, in Tirol. In den Stall durfte und darf auch heute nur Tiroler Braunvieh. Komme von einem für deine Verhältnisse sicher sehr winzigen Bauernhof: 2 Almen, jede Menge Wald, 1 Jagd, ca. 30 ha Wiesen, Äcker. 30 Rinder, 1 Bulle, 10 Schweine, 5 Enten, 50 Hühnern, 10 Truten, 3 Katzen, 1 Jagdhund, Eltern, 5 Kinder 😀 (am meisten Arbeit machten WIRKLICH  die Eltern) Habe ab meinem zwölften Lebensjahr  bis ich zwanzig war, jedes Ferkel in unserem Stall persönlich zur Welt gebracht. Wir hatten zwar immer nur 10 Schweine aber immerhin: auch Kleinvieh macht Mist. Es war mein Lieblingsjob. Nachdem ich das erste Ferkel sah, das erstickte wegen der Nabelschnur um den Hals, konnte es mein …