ZeigeFinger
Kommentare 48

Armes Deutschland

Andere ernten auch mit…

Hinter unserem Garten haben wir auf der Ecke eines Feldes Speisekürbisse gepflanzt. 30 Meter daneben verläuft ein Weg, auf dem meine Mitbürger mit ihren Hunden spazieren gehen. Jetzt werden die Kürbisse rot. Wer nicht rot wird, sind meine Mitbürger, die sich jetzt an unseren Kürbissen „bedienen“. Ohne Scheu, in Blickweite unseres Wohnhauses. Versteht Ihr das? Ich nicht.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 1.453 gesamt, 1 heute)

48 Kommentare

  1. wir hatten Glück: Der Dieb, der unsere Kürbisse vom Misthaufen geklaut hat, hat sein teures Messer vergessen 🙂 ausgleichende Gerechtigkeit? Fünf Samen gegen schönes Messer getauscht… Meine Mama freut sich 🙂 leider sind die Diebe nicht überall so dämlich wie bei uns…

    0
  2. Alexandra sagt

    Lieber Bauer Willi, es geht aber noch dreister. Bei uns habe ich schon welche beim Kartoffel klauen erwischt…. Als ich sie fragte was sie da machen würden, bekam ich dir dreiste Antwort:“ Wir haben den Bauern gefragt“ ? blöd nur wenn dessen Frau gerade auf’n Acker steht.

    einer älteren Dame aus der Nachbarschaft haben Sie den Bollerwagen für Ihr Sauerstoffgerät geklaut und bei uns Kartoffeln geklaut. Die Rückwand des Bollerwagens lag dann bei uns im Kartoffelacker.
    Die Herschaften hatten aber umsonst geackert, ihre Ernte wird nicht geschmeckt haben, waren Stärkekartoffeln…. Strafe kam auf dem Fuße.

    Schön ist auch das Kinder die Wahrheit sagen!
    “ Papa ist das nicht die Frau, wo du letztmal die Kartoffeln einfach so mitgenommen hast?“

    Traurig wenn man seine Kulturen verstecken muss um eine Ernte zu haben. Traurig das es danach auch immer noch welche gibt die am Stand nicht bezahlen.

    Traurig wenns auf’m Dörpen passiert. Ich dachte immer, da ist die Welt noch in Ordnung.

    0
  3. sybille sagt

    Hallo an alle Diebstahl-Geschädigten,
    ein Dieb hat das Recht auf körperliche Unverzehrtheit und das Recht auf sein persönliches Bild. Also nix mit Wildkamera. Und den Hund zurück halten, sonst gibt es eine Anzeige gegen den Bestohlenen. Schon vor mehr als 20 Jahren erzählte mir eine Gartenbesitzerin,
    daß die Diebe bei den Schrebergärten im Mercedes vorfahren – am Tag, wenn kaum jemand im Garten ist – und die gesamte Ernte abräumen.
    In den 60ziger Jahren sagten die Deutschen: Wo sind wir denn hier? und in den 80er Jahren sagten die Zugewanderten: Das ist nicht deutsch!

    0
  4. Uli49 sagt

    Hallo Willi, die kalte Wut verstehe ich, aber warum sollte es Dir besser gehen als anderen Unternehmern? Ladendiebstahl ist doch heute eine revolutionäre Tat und Schwarzfahren ein Bürgerrecht. Es gibt jetzt schon die Schwarzfahrer-App:
    http://www.rp-online.de/digitales/apps/schwarzfahrer-app-diese-apps-warnen-vor-kontrolleuren-in-bus-und-bahn-aid-1.5278033
    Warte mal ab, bald gibt es eine App mit Karte, auf der deine Kürbisse mit Bewertung eingezeichnet sind 🙂
    Grüße Uli

    0
    • Uli49 sagt

      Das ist überhaupt Die Geschäftsidee! Wenn ich clever wäre, würde ich jetzt ein Start-up gründen und die „Mundraub-App“ vertreiben. Jeder User gibt den GPS-Standort ein und schreibt noch, wie’s schmeckt. Als Ergebnis sehe ich dann auf der Karte, wo es in meiner Nähe was zu klauen gibt! Der Renner bei der Wisch-Handy-Generation.

      0
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Uli
      da ist keine „kalte Wut“. Nur Kopfschütteln, weil es sich bei diesen Leuten um Bürger unseres Dorfes handelt. Die Frau mit Hund bleibt auf dem Weg stehen, Vater geht in die Kürbisse. Beide Anfang 50 und vom Erscheinungsbild bürgerlich. Wahrscheinlich schimpfen sie abends bei der Tagesschau noch über die vielen Flüchtlinge. Ich wüsste zu gerne, warum die das machen. Ich verstehe das nicht. Ist das der Kick, etwas verbotenes zu tun?
      Bauer Willi

      0
      • Bauer Christian sagt

        hallo Willi,
        meiner Meinung nach geht es hier um Respekt und Wertschätzung vor fremden Eigentum. Dies gibt es nicht mehr, va. in dichter besiedelten Gebieten bzw. Stadtnähe. Frei nach dem Motto, du hast eh so viel davon (Acker, Fläche, Kürbisse, Mais, gr. Traktor etc.) und dir gehen die paar Kürbisse eh nicht ab.
        Es kommen Probleme wie: Warum darf ich nicht in der Wiese parken, die ist ja so groß; reg dich nicht auf, wenn mein Hund reingackt; Konsument ist gegen den Bau eines Stalls im Freigelände, aber er hält „glücklichen“ Hühner (im Wohngebiet mit Tierhaltungsverbot) in seinem zu kleinen Garten und schickt sie täglich auf die angrenzende Wiese des Bauern.

        Im letzten Jahr wurde eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass Personen die Spenden (Umwelt, etc.) , sich dann viel eher das Recht herausnehmen mehr zu sündigen (Müll irgendwo wegwerfen und nicht in Mülleimer etc) und auch weniger Schuldbewußsein haben, weil sie gespendet haben.
        Die Autoren nannten es so eine Art Ablasshandel, wo wir uns freikaufen und uns daher mehr rausnehmen, wieder Dinge zu tun die wir sonst nicht tun würden.

        0
      • Iris Rohmann sagt

        Es gibt auch eine andere Studie, die gezeigt hat, dass die Bereitschaft, illegale Sachen zu machen enorm ansteigt, je größer die Chancen sind, nicht erwischt zu werden. Das ist eben die menschliche Natur, die ist nicht nur hell und licht.. Ich würde vielleicht ein anderes Schild aufstellen: Bitte stehlen Sie nicht, wovon ich meine Familie ernähre. Oder so. 😉

        0
  5. Weserwirt sagt

    Das ist ja mal wieder ein Volltreffer-Thema. Mundraub als Kavalliersdelikt. Aber mir fällt auch nichts Besseres ein, wie man der allgemeinen Verwahrlosung der Sitten Herr werden könnte.

    0
  6. Schweinebauer Piet sagt

    Bei uns am Feld ist eine Hecke mit Himbeeren. Es haben schon mal welche gefragt, ob sie dort pflücken dürfen. Natürlich nicht alle.
    Eben hat mich jemand gefragt, ob er ein Ferkel von uns haben kann. Im Maststall wurde auch schonmal ein Schwein heimlich geschächtet, das war eine riesen Sauerei.

    Es gibt also solche und solche Mitbürger. Es hat nur noch niemand heimlich mein Auto geputzt und als Dank eine Kiste Bier da gelassen.

    0
    • Schweinebauer Piet sagt

      Eben habe ich noch mal nachgefragt, es hat doch keiner gefragt!

      Die Drecksäcke! Da such ich mir doch mal Studenten zum Pflücken, verkaufe die Himbeeren und spende das Geld.

      0
  7. Meine Sonnenblumen, die ich am Maisfeldrand gesäät habe, werden auch wie selbstverständlich gepflückt bzw. abgeschnitten… demnächst geht dann die Selbstbedienung bei Maiskolben wieder los- das Futter für Kaninchen und Co. ist ja auch verdammt teuer…

    Wer mich fragt, bekommt aber auch immer die Erlaubnis…

    1+
  8. bauerhans sagt

    der nachbar hatte früher mehrere „blumenecken zum selbstpflücken“, jetzt nicht mehr.
    scheren und messer wurden immer wieder geklaut,bezahlt wurde zu ca.50%,aber eines nachts wurde die kasse bearbeitet,die aus stahl an einem betonklotz hing,inhalt ca.10€,schaden 100€.

    0
  9. *Bäurin*Maria sagt

    Die Heutige Moral lässt bei vielen, leider immer öfter sehr zu wünschen übrig!
    Wer „Mein und Dein“ nicht mehr unterscheiden kann, sollte nochmals dringend über seine Lebensbücher gehen!
    Es ist einfach nicht mehr Lustig, was sich Manche mit einer Selbstverständlichkeit aneignen, ohne darüber nach zu denken. Auf die Jahre gesehen summiert sich das Finanziell ganz schön und es ärgert einen einfach. Selbstschussanlage :-p oder doch lieber WLan-Kameras und die Diebe auf *Bauer Willi* an den Pranger stellen!?!

    0
  10. Gernot sagt

    Wo genau wohnst Du?
    Kostenlose Hokaido will ich auch haben 🙂
    Achso, Do kannst die „Kunden“ natürlich auch direkt ansprechen und fragen ob sie eine Tüte brauchen.

    2+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.