Ein radikaler Plan
Unsere Seite soll den Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirten fördern. Dazu gehört auch, sich mit unbequemen Ansichten zu beschäftigen. Der nachfolgende Artikel stammt aus dem Jahr 1968 und wurde im „Spiegel“ veröffentlicht. Er wurde gekürzt und in einigen Punkten auf die heutigen Verhältnisse angepasst. Den Verweis auf das Original finden Sie am Ende des Textes. Wenn Landwirtschaftspolitik in Zukunft überhaupt noch einen Sinn haben solle, müsse die Struktur der europäischen Bauernwirtschaften „radikal verändert“ werden. Laut Plan sollen * bis 20xx die Hälfte der zehn Millionen Bauern in der EU ihre Höfe verlassen * innerhalb der nächsten sechs Jahre drei Millionen Milchkühe — heute noch Erwerbsquelle für 500 000 Europa-Bauern — geschlachtet und * bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts fünf Millionen Hektar Acker- und Weideland stillgelegt und in Naturschutzparks· oder Wälder verwandelt werden. Xxxxx: „Weder die Regierungen noch die Bevölkerungen können es sich auf die Dauer leisten, ungeheure Summen zu verschwenden, um Überschüsse zu vernichten.“ Um den Butterstrom auf die Tische der Verbraucher umzuleiten, will der Landwirtschaftskommissar tun, was unter Europas Agrarstrategen bislang streng verpönt …







