22 Kommentare

  1. Hertha Kerz sagt

    Stichwort Zeitverständnis.
    Wenn Zwischenfrüchte gesät werden, und das jetzt im August, wie funktioniert das dann mit der nachfolgenden Saat? Die „Ernte“ wäre dann ja mitten im Winter?! Oder wird das Feld abgeerntet, dann eine Zwischenfrucht gesät und kommt nach der Zwischenfrucht nichts mehr bis zum Frühjahr?

    Wie habe ich mir das alles zeitlich vorzustellen?
    Ich hätte mal gern ein praktisches Beispiel.

    2+
    • bauerhans sagt

      zwischenfrüchte sind dafür da,den acker zu bedecken und nährstoffe aufzunehmen,damit z.b. kein nitrat im grundwasser landet.
      im winter erfrieren die pflanzen und es kann mit etwas bearbeitung die sommerung gedrillt(z-rüben,mais,hafer) oder kartoffeln gepflanzt werden.

      1+
    • Schweinebauer Piet sagt

      Wir säen Zwischenfrüchte auch nur vor Zuckerrüben. Damit wir weniger Unkraut in den Rüben haben, spritzen wir vor der Rübensaat Glyphosat.
      Wir ackern pfluglos und setzen sonst fast kein Glyphosat ein und haben einen wunderbar garen Boden und ein tolles Bodenleben.

      0
      • Rufer aus der Wüste sagt

        Widerspricht sich das nicht:
        Gesundes Bodenleben und der Einsatz von Glyhosat. Von was soll denn der Boden leben wenn man ihm seine Nahrung totspritzt.

        Die Doku passt gerade hier gut herein:

        0
        • bauerhans sagt

          die GLYPHOSAT-Diskussion ist gerade in vollem gange,wahrscheinlich lanciert vom erfinder,entwickler!
          meiner meinung nach,weil das zeug mit 3,50€ pro liter so billig ist,dass nix mehr dran zu verdienen ist.
          ich hatte vorgestern meine feldränder damit behandelt,damit quecken und disteln sich nicht ausbreiten.
          das bodenleben ist vollkommen intakt,was ich an den erträgen erkenne.

          1+
          • Rufer aus der Wüste sagt

            Hier gerade was ganz aktuelles fuer die Glyphosat Freunde.

            http://www.testbiotech.com/node/1325

            Ich frag mich hald immer warum man mehr produzieren muss wenn man nachher eh 1/3 wegschmeisst.

            Es erleichtert hald die Arbeit. Kein maehen oder unterpfluegen oder striegeln. Man spritzt und gut ist es. Sehe ich das richtig?

            0
            • Bauer Christian sagt

              Hallo Rufer,
              es ist eine Frage der Schlagkraft, der Arbeitszeit und dadurch auch eine ökonomische. Jetzt kann man diskutieren was besser ist für das Bodenleben: Glyphosat (welche Mengen anderer Herbizide spare ich mir ein; wie wirken diese auf das Bodenleben) oder /mehr/viel Bodenbearbeitung (wie viel beeinträchtige ich das Bodenleben durch die Bodenbearbeitungß). Eine gesamtheitliche Betrachtung ist gefragt.

              1+
              • Schweinebauer Piet sagt

                Moin Rufer, was weißt Du denn schon aus diesem Bericht? irgendetwas muss Dich ja zu Deiner Position bewegen.

                1+
        • Schweinebauer Piet sagt

          Ach Rufer das totgespritzte Unkraut dient immer noch dem Bodenleben. Wir haben auch einen Grill am Frobtgewicht für lange Tage. Die Kohle verteilen wir dann auch. Das ist ist gut für die Kohlenstoff-Bilanz. Das kam doch auch im Bericht.

          1+
          • Bauer Christian sagt

            @bauernhans: an die Entwicklertheorie glaube ich auch schon länger – es ist zu ruhig
            @Piet: es hemmt die Regenwurmaktivität, aber wie schon alles auf unserem Planeten: man kann/soll heute nichts mehr auf einen Faktor reduzieren, da es so viele verschiedene Einflüsse gibt. Man soll es wieder etwas gesamtheitlicher betrachten. Und weiters macht die Dosis das Gift. Verglichen mit anderen Herbiziden sicherlich eines welches die Umwelt sehr gut verträgt, vorausgesetzt man wendet es nicht zur Sikkation (bei uns eh verboten) oder so oft wie in Amerika an.

            2+
    • Bauer Willi sagt

      Unsere Zwischenfrüchte sollen noch Bodenschädlinge „einfangen“, sogenannte Nematoden. Also biologische Schädlingsbekämpfung vom Feinsten.
      Im Frühjahr werden die Rüben dann in die Pflanzenreste eingesät (auch bei uns pfluglos)und so Erosion verhindert.
      Bauer Willi

      1+
  2. Schweinebauer Piet sagt

    Moin Willi, Du pflügst wegen der Bodenstruktur Was passiert dann? Die Bodenstruktur wird dann doch zerstört oder? Ich konnte bei den Reifen gar nicht sehen, dass sie walken, dass ist bestimmt auch wegen des Klimaschutzes, dass sie länger halten und den gelockerten Boden gleich verdichten oder? Wir fahren meist mit 0,5 bar.
    Wir pflügen gar nicht und haben eine tolle Bodenstruktur. Man sieht es daran, dass die Erntemaschinen sehr wenig spuren machen und wir ein tolles Bodenleben mit vielen Regenwürmern haben.

    0
  3. bauerhans sagt

    mein gelbsenf ging schon nach 2 tagen auf,phacelia braucht länger.
    mein gegrubberter acker sieht natürlich nicht so sauber aus,aber ich brauche keinen frontpacker,weil der boden nicht so locker ist wie nach pflugfurche.
    die gülledüngung wird die zwischenfrucht gross werden lassen.

    1+
    • Bauer Christian sagt

      ja, Regen täte gut. Die vor 3-4 Wochen gesäten Begrünungen kommen ganz spärlich (falls sie schon auflaufen) bei uns.

      0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.