Autor: Bauer Willi

Schosser ziehen statt Mucki-Bude

Gestern war ich in den Zuckerrüben, Schosser ziehen. Schosser? Was ist das denn, werdet ihr euch fragen. Schosser und Wildrüben Zuckerrüben sind zweijährige Pflanzen, die wir aber im ersten Jahr ernten. Würden wir sie stehen lassen, würden sie im zweiten Jahr Samen bilden. Dazu bilden sie sogenannte Samenstangen aus, die den Rübenbestand deutlich überragen. Sie sehen dann ein wenig wie Tannenbäume aus. Es gibt in jedem Jahr einzelne Rüben, die die Samenstangen schon im ersten Jahr bilden. Soll nicht sein, kommt aber vor. Diese Samenstangen oder „Schosser“ müssen entfernt werden. Würden die Samen reif, würden sie ausfallen. Sie sind bis zu 20 Jahre keimfähig, was bedeutet, dass in der nächsten Rotation in der Fruchtfolge (bei uns etwa jedes 4. Jahr) an dieser Stelle hunderte von Wildrüben stehen würden. Die sind aber meist viel kleiner und zierlicher, bilden aber im ersten Jahr wieder Samen. Den Rest könnt ihr euch vorstellen: Wenn man beide nicht konsequent entfernt, stehen auf dem Feld dann irgendwann nur noch Wildrüben. Was tun? Es gibt kein vernünftiges technisches Gerät, um Schosser und …

Einkaufstipps für den Alltag

Wieder ein Gastbeitrag von Palla Fragen Sie Sich auch regelmäßig, welche Lebensmittel Sie denn nun kaufen sollen? Sie würden ja gerne die deutschen Bauern unterstützen, aber Sie wissen nicht bei welchen Produkten auch ein angemessener Preis beim Erzeuger ankommt? Zunächst einmal: Toll, dass Sie Sich darüber Gedanken machen! In der Vergangenheit waren die Themen Erzeugerpreis und Regionalität für alle Marktbeteiligten eher nebensächliche Themen, was dazu führt, dass es derzeit für Kunden der Discounter und Supermärkte kaum zu erkennen ist, mit welchen Produkten ein fairer Erzeugerpreis verbunden ist. Nicht mal wir Bauern können genau sagen welche Produkte uns nach den vielen Verarbeitungsstufen wirklich was bringen. Wenn wir aber ein gemeinsames Interesse daran haben die deutsche Landwirtschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten, muss sich das ändern! Hier ein paar Tipps für den Einstieg in den bewussten Einkauf, wenn Sie nicht regelmäßig direkt beim Bauern einkaufen können oder wollen: Es wird das angeboten was nachgefragt wird. Nutzen Sie ihren Einkauf um den Einkäufern ihres Discounters/Supermarktes klarzumachen, was Sie wünschen! Fragen Sie sich, ob sich ihr Einkaufziel in ihrem …

Besser als die CMA oder…

…was raus kommen kann, wenn ein Bergbauer mal bei den Generaldirektoren des LEH vorstellig wird… Als Resonanz auf den Regio Day ( www.regioday.com ) sind wir mit einem Verein (www.landschafftleben.at)  in Österreich in Kontakt gekommen, der unabhängig Aufklärungsarbeit in Sachen moderner Lebensmittelproduktion macht, mit dem Ziel bewussten, wert schätzenden Umgang mit deren Produkten, den Lebensmitteln zu stärken. Einer der Mitarbeiter heißt Peter Fuchs. Er hat für uns mal zusammengefasst, was sie machen und wie sie arbeiten.   „Land schafft Leben ist österreichischen Lebensmitteln auf der Spur! Was wir wollen: Wir zeigen den Konsumenten transparent und ohne zu werten, wie in Österreich Lebensmittel produziert werden, wie die Produktion vor Ort beim Bauern erfolgt, wie die Verarbeitung funktioniert und wie das fertige Produkt schließlich im Lebensmittelhandel landet. Für die Konsumenten ergibt sich durch die leicht nachvollziehbar und ausführlich aufbereiteten Informationen ein neues Verständnis für die Zusammenhänge innerhalb der Lebensmittelproduktion und damit ein höheres Wert-Bewusstsein für heimische Lebensmittel. Wie wir arbeiten: Zu jedem Lebensmittel laden wir Vertreter der Branche ein und lassen sie am Recherche- und Analyseprozess teilhaben. …

Biodiversität – unser kleiner Beitrag

Der Begriff „Biodiversität“ ist in aller Munde. Man kann darüber palavern aber man kann auch etwas dafür tun. Hier mal ein Blick in unseren Mini-Acker gleich hinter dem Haus, den unser Sohn und ich in den letzten Wochen angelegt haben. Sind auch ein paar Experimente dabei. Hier auf dem Bild zu sehen: ganz links Sojabohnen, daneben Zuckererbsen, zwei verschiedene Sorten Buschbohnen und daneben Möhren. Dahinter Wildsalat, Porree und Rote Bete. Dahinter Lein (wollen wir Leinsamen von gewinnen) dahinter Zuckermais, der aber nicht so richtig wachsen will. Dahinter Kapuzinerkresse (nicht zu sehen, Blüten passen gut für Salat) dahinter Melonen und Kürbisse. Rechts auf dem Acker standen verschiedene Sorten Kartoffeln (Blauer Schwede, Bamberger Hörnchen usw.) die aber schon geerntet sind. Hatten wir unter Folie. Ertrag war aber mäßig und auch tüchtig Krautfäule drin. Wir hatten halt nichts gespritzt… Hier diverse Sorten Tomaten (gelbe,rote, Flaschentomaten…) Zucchini (wachsen wie doof) Paprika und Auberginen (ob das was wird, ist offen, wir sind gespannt) Auf einer kleinen Brachfläche haben wir eine Bienenweide eingesät. Was man auf dem Bild erkennen könnte (wenn man die Kulturen kennt) ist …

Der grüne Teppich

Ein sehr persönlicher Film. Dem Hof eine Zukunft geben jenseits von „Wachsen oder Weichen“. Und das Bloggen mit „Bauer Willi“ als eine Aufgabe um „Bäuerlichkeit“ zu zeigen. Ja, so war es halt, mein bisheriges Leben… http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/netzlandwirt-alois-wohlfahrt-100.html

Ich will ja keine Werbung machen…

…aber was der Bayrische Rundfunk da in der Sendung „Notizbuch“ in vier Minuten hineinpackt, ist einfach klasse. Die Journalistin hat verstanden, worum es geht, und da kann man die „Sauerei“ mit den Nitratwerten auch hinnehmen. Womit sie da ja auch nicht ganz unrecht hat. http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/buchhinweis-sauerei-bauer-willi-100.html   Und heute, Freitag 22.Juli, um 19:00 Uhr geht es weiter im Bayrischen Fernsehen weiter. Die Sendung heißt „Unser Land“ und da wird ein gewisser Alois Wohlfahrt porträtiert. Und ein gewisser Bauer aus dem Rheinland kommt da auch drin vor. Hier der Film: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/netzlandwirt-alois-wohlfahrt-100.html Euer Bauer Willi  

Wer zahlt schafft an…

Die Marketingstrategen des Lebensmitteleinzelhandels wollen noch schneller sein als der Gesetzgeber. Und differenzieren sich durch immer neue und höhere Auflagen bei der Erzeugung von Lebensmittel. Doch jede Kette will was anderes! Wie das der Landwirt hinbekommen soll, ist ihnen egal. Übrigens veröffentlicht Aldi erstmals seit Firmengründung einen Nachhaltigkeitsbericht. Da bin ich aber gespannt, was da drin steht http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/lebensmittelhandel-vorschriften-bauern-100.html

Erntezeit – bitte um Rücksichtnahme

Ein tolles Pladoyer der Polizei Mittelhessen für mehr Rücksichtnahme während der Erntezeit. Unbedingt den Text lesen. Vielen Dank für die Unterstützung. Die Ernte findet ja auch nur regional statt. Das aber bundesweit 🙂 https://www.facebook.com/mittelhessenpolizei/photos/a.980755938660210.1073741828.980625018673302/1092906704111799/?type=3  

Rapsernte 2016

Nach der Gerste jetzt die Rapsernte. Wir sind fertig geworden und das Ergebnis ist alles andere als zufriedenstellend: mehr als 37 dt/ha mit Ölgehalten um 43% sind es nicht geworden. In normalen Jahren ernten wir rund 50 dt/ha, in sehr guten Jahren auch 55 dt/ha. Meinen Berufskollegen in der Nachbarschaft ergeht es nicht viel anders. Und wie sieht es im Rest von Deutschland aus? Wo ist die Rapsernte schon im Gange oder fertig? Berichtet mal… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren