Moralischer Imperativ
Ich habe länger gegrübelt, ob ich diesen Gastkommentar von Horst Hermannsen (Journalist) bringen soll. In einigen Punkten kann ich mich seiner Sichtweise anschließen, in anderen wiederum nicht. Aber genau deshalb wird er mit Sicherheit zu kontroversen Diskussionen führen. Überbevölkerung und Klimawandel Die menschengemachten Probleme nehmen täglich zu. Armut, Ungleichheit und Umweltbelastung haben in der Welt auch deshalb dramatisch Fahrt aufgenommen, weil die Geburtenrate in den ärmsten Ländern massiv wächst. In Afrika etwa hat sich die Bevölkerung seit 1950 verfünffacht. Keine Vermögenssteuer, keine „Kolonialwiedergutmachung“ keine Umverteilung im Westen würde auch nur ansatzweise ausreichen, um die Bevölkerung Afrikas zu versorgen, die um 200.000 Menschen anwächst – jeden Tag. Aus ideologischen Gründen wird in unserer Gesellschaft diese Entwicklung nicht offen als Problem diskutiert. Die Angst vor dem Diskriminierungstabu und noch schlimmer, der Rassismus-Keule ist zu groß. Dagegen tritt der sonst stets laute Impuls, die Welt vor Klimaerwärmung und Umweltbelastung zu retten, hier in den Hintergrund. Dabei ist doch jedem vorurteilsfreien Beobachter klar, dass sich durch die Bevölkerungsexplosion in Afrika dort zukünftig existentielle Probleme Bahn brechen werden, die den …










