Bauer Willi
Kommentare 76

Klima und Landwirtschaft (Video)

Nicht nur der Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes  zum Thema Klima und Landwirtschaft bei Phoenix plus. Das alles unter dem Eindruck der Demo und dem Agrargipfel in Berlin.

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76 Kommentare

  1. fingerphilosoph sagt

    Ich will mir von niemandem mit fadenscheinigen Argumenten einreden lassen, dass Fleisch ungesund ist. Fleisch ist eines der gesündesten Nahrungsmittel, die wir überhaupt haben, wenn die Tiere entsprechend aufgewachsen sind und das entsprechende Futter bekommen haben. Ich halte Fleisch für gesünder als Getreide, allein schon deshalb, weil unser Organismus sich seit knapp drei Millionen Jahren auf Fleisch als Hauptnahrungsmittel eingestellt hat, während wir Getreide in dieser Fülle gerade mal seit knapp 10.000 Jahren zu uns nehmen. Wir haben in unseren Genen Mutationen, die uns gegenüber den Toxinen, die durch Röststoffe beim Braten und Rauch entstehen, widerstandsfähiger machen als gegenüber den Toxinen, wie sie natürlicherweise in Gewürzen, Obst und Nüssen enthalten sind.

    Vor ein paar hunderttausend Jahren haben Auerochsen, Gnus, Antilopen, Gazellen und andere Grasfresser die Steppen in derselben Anzahl bevölkert, wie heute die Kühe die Ställe. Vermutlich waren es sogar noch ein paar Millionen mehr. Und all diese Viecher haben genauso gepupst und gerülpst. Es soll mir also niemand einreden, dass die Kühe am Klimawandel schuld sind.

    Natürlich haben wir ein Problem, wenn sich acht Milliarden Menschen hauptsächlich von Fleisch ernähren wollen, was ja offensichtlich der Fall ist, wenn man sich beispielsweise den rasant ansteigenden Fleischverbrauch in China und Brasilien anguckt. Dann sollte das Problem aber gefälligst auch beim Namen genannt werden, nämlich dass der Einzelne bloß deshalb immer weniger Fleisch essen darf, weil wir immer mehr Menschen auf dem Planeten werden. Und nicht weil Fleisch ungesund ist. Oder weil die Kühe rülpsen.

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    • Stadtmensch sagt

      Fadenscheinig?

      „Mit drei Prozent weniger tierischem und entsprechend mehr pflanzlichem Protein konnte das Sterberisiko um zehn Prozent gesenkt werden.“
      https://www.ugb.de/forschung-studien/tierisches-protein-erhoeht-sterberate/?ernaehrungsverhalten-proteinqualitaet

      Michael Greger „How not to die“, war auch sehr überzeugend. Von mir aus soll doch jeder fressen bis es zu den Ohren rauskommt. Sollen sie sich doch Toxoplasmose, Zysten und wasweißich einfangen. Das Argument, dass man drei pflanzliche Proteine braucht, um ein tierisches „herzustellen“ zählt irgendwie auch nicht, wenn es ums Thema „Welternährung“ geht. Wir wissen ja, dass das Futter auf bestem Ackerland hergestellt wird mit 10kWh pro Kilogram N-Dünger und auch sonst die verfütterten Eiweiße auch gut vom menschlichen Verdauungssystem aufgeschlossen werden könnten. Also doch sehr „klimarelevant“ unsere „Tierproduktion“? Soll kein Vorwurf an niemanden sein, aber du argumentierst heute so und morgen so…
      Für deinereiner ploppen gerade überall diese schicken effizienten Hähnchenmastanlagen aus dem Boden. Nur wohlstandsverwahrloste Altautonome wie ich geraten darüber nicht ins Schwärmen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer denkt eigentlich an die Kosten der Renten, wenn das Sterberisiko um 10% gesenkt würde?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Gleiche Argumentationskette, wie bei allen landw. Themen….Überernährung und Fehlernährung des Einzelnen wird von der Landwirtschaft verursacht, und die Änderung der Landwirtschaft in diesem Lande rettet die Menschheit.

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      • Brötchen sagt

        Stadtmensch Du bist doch sehr belesen.

        Ein Sterberisiko zu berechnen ist nicht sehr einfach und ist eigentlich möglich!
        Erstens sind das Wahrscheinlichkeiten und Du kannst ja beim Menschen keine Versuche machen, wo der Tod des Probanden in „Kauf“ genommen wird.
        Bei den Feldstudien guckt man in die Population rein, da sind aber schon Leute an anderen Krankheiten vorher „abgegangen“.
        Die „rote Fleisch“ Studie hatte ich mir damals im Orginal angesehen, die hatten das gleiche Problem.
        Von einigen Wissenschaftler habe ich gelesen, dass solche Studien ganz schwierig sind.
        Bestimmte Dinge tut man, weil nichts anderes möglich ist.

        „Für deinereiner ploppen gerade überall diese schicken effizienten Hähnchenmastanlagen aus dem Boden.“

        Du bist ja auch Hühnerhalter wie ich. Bei mir brüten gerade die Hennen und ich habe auch schon wieder 6 Küken.
        Naturbrut ist vom wirtschaftl. her eine Katastrophe, weil die Henne, mind. 3 Monate keine Eier mehr legt, wenn überhaupt. Die nimmt einem einiges an Arbeit ab, aber die bekomme ich sowieso nicht bezahlt.
        Man kann ja gegen diese Hähnchenmast sein, aber selbst die Zweinutzunghuhnmast funktioniert ja ganz gut und die mache ich auch, ist aber leider wirtschaftl. auch eine Katastrophe.
        Was soll denn ein Landwirtschaftsbetrieb in Deinem Umfeld machen (Mittelgebirgslage). Ausser Milchprod. oder Mutterkuhhaltung?
        Fahre doch mal in einen Betrieb in Deiner Umgebung, sprich mit dem Chef, was an Voraussetzungen da sind und dann machst Du ein Konzept und stellst das hier vor.
        Es ist doch nicht so, dass die Landwirte nicht wollen.
        Es ist ganz einfach nicht umsetzbar bzw. sehr viel Risiko oder schwierig.

        Es ist doch im Leben nie etwas schwarz weiß.
        Reine pflanzl. Ernährung hat folgend Nachteile:
        #Nährstoffe schlechter verdaulich bzw. gar nicht
        #Giftstoffe liegen direkt vor
        #Energiedichte in der Regel geringer

        tier. Produkte
        #sehr gut verdaulich und liegen in der Form vor, wie sie der Organismus braucht
        #Giftstoffe sind teilweise gefiltert
        Nachteil sind die Umwandlungsverluste
        #Tiere können pflanzl. und andere Nährstoffe verwerten, die der Mensch nicht verwerten kann
        # Umweltbelastung bzw. in extremer Form Ressourcenübernutzung

        Aus dem Konglomerat muss man nun sehen, wie man sich das beste raussucht.

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      • fingerphilosoph sagt

        Das Sterberisiko beträgt exakt 100%, deshalb ist eine Studie mit dem Titel „How not to die“ schon per se verdächtig. Falls Du es noch nicht gemerkt hast, es gibt heute für jedweden Standpunkt Studien, die jeder beliebig kombiniert, um seinem persönlichen Standpunkt einen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen. Auf eine x-beliebige Studie zu verlinken, hat heute einen Aussagewert von exakt null.

        Zum zweiten gleitest Du, wie immer in solchen Diskussionen, zwanglos von der Gesundheit zum Thema Welternährung über. Eben das, was ich kritisiere. Ja, es ist ein Problem, acht Milliarden Menschen mit Fleisch zu ernähren, aber dann sage das gefälligst auch so und schiebe keine Gesundheitsargumente vor. Die Wahrheit sieht so aus, dass jeder Einzelne umso weniger Fleisch essen darf, je mehr Menschen wir werden, weil der Planet bereits mit 8 Milliarden Menschen hoffnungslos überlastet ist, aber keiner von euch Weltverbesseren spricht das an. In meinen Augen ist das Feigheit. Stattdessen Argumente wie: „Wir könnten auch 15 oder 20 Milliarden Menschen ernähren, wenn wir nur alle vegan wären.“

        Klar, wir könnten sogar 150 Milliarden Menschen ernähren, wenn wir alle auf Ameisengröße schrumpfen würden.

        Natürlich ist Fleisch nur dann gesund, wenn die Tiere entsprechend aufwachsen und das entsprechende Futter erhalten, und das heißt für Grasfresser eben Gras oder Heu und für Mischköstler Mischkost. Die Fütterung mit importiertem Sojapapp ist scheiße. Ebenso, dass die Tiere kaum Bewegung haben.
        Mein neuester Lieblingsfeind hier, dieser Christian Bothe, hat durchaus Recht: mit den Lebensmitteln, die wir haufenweise wegwerfen, könnte man Schweine füttern. Die wären bestimmt begeistert, mal unterschiedliche Geschmacksrichtungen vorgesetzt zu bekommen.

        Aber davon wollen weder die grünen Weltverbesserer noch die Politik was hören. Diese Lösung wird ja nicht mal diskutiert.

        Jaja, und dann zum Schluss immer persönlich werden und den Gesprächspartner fies angreifen. Das ist alles, was Weltverbesserern einfällt, wenn man ihnen nicht Recht gibt. Ich argumentiere nicht mal so und mal so. Was mich interessiert, ist die Wahrheit. Ich glaube nämlich entgegen dem Zeitgeist, dass es eine solche gibt, dass man sich dieser annähern kann und dass sich wirkliche Lösungen nur aus dieser Annäherung ergeben.

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        • Brötchen sagt

          Fingerphilosoph

          “ Die Fütterung mit importiertem Sojapapp ist scheiße. Ebenso, dass die Tiere kaum Bewegung haben.“

          Ich füttere meine privaten Hühner mit Soja plus Erbsen und Bierhefe als Proteinquelle.
          Selbst bei Bio kommen wir ohne Soja nicht aus.
          Das ist eine ganz einfache Rechenaufgabe.
          Z.B. kann man mehr eigenes Getreide verfüttern, wenn man eine sehr konzentrierte Proteinquelle hat. Bei 20 % die die Erbsen nur haben, müsste die Ration bei Jungtieren zu 50 % aus Erbsen bestehen. Einsatzgrenze ist bei 10 % (antinutritive Wirkung).
          Da ist jetzt der Preis noch nicht bewertet.
          Auch mit den Küchenabfällen, aber gut das ist zu kompliziert.

          Vielleicht kapierst Du das auch noch, die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben.
          Ähnlich verhält es sich mit der Bewegung.

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          • fingerphilosoph sagt

            Brötchen, was ich kapiert habe, ist Folgendes: der Landwirt kommt bei der Tierfütterung ohne Sojy nicht aus, weil er einen bestimmten Ertrag erwirtschaften muss, um als Betrieb zu überleben. Das sehe ich ein. Es ist auch insgesamt ein bestimmter Ertrag notwendig, um die Menschheit zu ernähren. Sehe ich auch ein. Von dieser Basis aus kann man diskutieren, was nun machbar ist und was nicht.

            Wenn ich sage, dass ich die Fütterung mit Sojapapp scheiße finde, dann heißt das nicht, dass ich nicht verstehe, warum die Landwirte mit Soja füttern. Ich seh die Notwendigkeit ein, finde es aber trotzdem scheiße.
            Ich habe schon so die Vorstellung, dass es für die Kühe am besten wäre, wenn sie im Sommer auf der Weide wären und im Winter Heu zu fressen kriegen, was bedeuten würde, dass die Rieseneuter wieder kleiner werden und die Milchleistung sinkt. Es ist mir schon klar, dass weder der Bauer noch die Weltbevölkerung sich das leisten können. Das ist ja das Dilemma. Aber es ist doch besser, das Dilemma zu benennen, als mit irgendwelchen Scheinlösungen drumrumzueiern, wie man das derzeit tut.

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            • Brötchen sagt

              FP….

              Du musst beachten Soja ist von der Nährstoffzusammensetzung und auch vom Preis her perfekt/Ideal für den Anwender!

              Das ist auch noch nicht so lange. Ich kenne noch die Bezeichnung HP Soja, bedeutet Hochproteinsoja. Musste man extra deklarieren, um das deutlich zu machen.

              Soll heißen, heute kommt Soja und dann kommt eine ganze Weile nichts und dann kommen Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen.
              Der andere Aspekt, warum sollen reine Agrarstaaten nicht Soja exportieren dürfen, wenn wir denen techn. Anlagen liefern in Gegenleistung.

              Man würde ein ähnliches Produkt aus Erbsen/Ackerbohnen oder Lupinen auch hinbekommen.
              Durch Züchtung/Schälen usw…..das würde aber mind. 10 – 20 Jahre dauern.

              Das sind die Realitäten! Da kann man jetzt noch soviel über Soja schimpfen. Soja ist ein geniales Produkt! Perfekt!
              Und dazu kommt noch, es wird sehr gern gefressen! Und liefert auch viel Energie!

              Das gleiche könnte ich jetzt was die Kühe betrifft auch noch diskitieren, lasse ich aber sein, weil das wird zuviel.

              Wenn man das erstmal als Konsens akzeptiert kann man ja weiter diskutieren.

              Küchenabfälle wäre auch noch so ein Thema, das hat nämlich auch noch ganz schöne Haken, die dazu nicht genannt werden.

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              • Brötchen sagt

                Eränze:
                Entölte und geschälte Sonnenblumen haben auch einen sehr hohen Proteingehalt, Lein auch.
                Lein hat sehr niedrigen Ertrag.

                Das wäre auch noch eine Option, wenn man wirklich wollte ließe sich da einiges machen. Muss aber preislich mind. gleich mit Soja sein. Dauert aber mind. 10 Jahre

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            • Reinhard Seevers sagt

              Es gab bereits in der Züchterhochburg Ostpreußen Kühe mit 14000kg Milch, und das ganz ohne Soja. Und Rieseneuter kann der Roboter gar nicht verarbeiten, insofern….Populismus oder?
              Man sollte evtl. auch zwischen Sojmehl für die Geflügelfütterung und dem Sojaextraktionsschrot als Abfallprodukt der Ölgewinnung bei der Schweine- und Rinderfütterung unterscheiden. Letzteres fällt an, muss irgendwo verarbeitet werden…ok, kann auch der Chinese kaufen. Wir können auch auf Rapsextraktionsschrot umstellen, so lange man noch blühende Rapsfelder möchte. Man könnte ohne Weiteres dieses Volk mit eigenem Fleisch ohne Soja versorgen…nur mit ganz viel weniger hippen Chicken Mc- Nuggets….wenn der Bürger das will?

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              • Brötchen sagt

                Reinhard es wäre schon eine Herausforderung!
                Selbst zu Ostzeiten hatten wir ja kaum Soja, das war ein ständiger Krampf, so schön, wie sich das heute anhört mit den Küchenabfällen.
                Der Aufwand ist heute unbezahlbar.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Naja, wir haben in den 60er Jahren auch kein Soja eingesetzt…..dafür Ackerbohnen, Fischmehl etc…..
                  Wirtschaftlichkeit ist ja nicht das Argument, das Volk will es ja anscheinend bezahlen, so wird es doch immer gesagt.:-)

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      • brouss sagt

        In der ganzen Diskussion um das Fleisch wird immer vergessen, dass es dafür vermutlich auch unterschiedliche Gene geben.
        Ich persönlich halte alle Forschungen diesbezüglich, die NICHT zwischen Männern und Frauen unterscheiden, für nicht valide.

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    • Gephard sagt

      Hauptnahrungsmittel?

      Okay, der Artikel ist etwas polemisch, aber nicht umsonst heißt es, dass der Mensch nie zuvor so viel Fleisch gegessen hat wie heute.
      https://www.praxisvita.de/aufgedeckt-die-luege-der-steinzeit-diaet-11481.html

      Generell ist kein Nahrungsmittel ungesund, es kommt alleine auf die Dosis an. Es haut auch nie jemand behauptet, Fleisch sei generell ungesund. Die Parameter hast du ja selbst genannt.

      Und niemand behauptet ernsthaft, die Kühe wären Schuld am Klimawandel. Wenn, dann werden die Menschen bezichtigt, der die Kühe in Massen züchten und vertilgen. Letztlich trägt die Tierhaltung ihren Teil dazu bei, vor allem weil sie eben auch nicht arttypisch ernährt werden. Man denke nur an das ganze Kraftfutter für vorwiegend Grasfresser.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das „ganze“ Kraftfutter für Grasfresser….du meinst Wiederkäuer oder? Wie viel „Kraftfutter“ wird denn eingesetzt, und was davon ist für den Menschen Ernährungsrelevant?

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      • Brötchen sagt

        „Und niemand behauptet ernsthaft, die Kühe wären Schuld am Klimawandel. Wenn, dann werden die Menschen bezichtigt, der die Kühe in Massen züchten “

        Das ist nicht korrekt, der Kuhbestand ist gesunken im Vergleich zu den 50 ziger Jahren, weil die Leistung mind, doppelt bis dreifach so hoch ist.
        Und es gab auch schon zu dieser Zeit Kühe mit extrem hohen Leistungen, falls dieses Argument wieder kommt.
        “ Man denke nur an das ganze Kraftfutter für vorwiegend Grasfresser.“
        Eine Kuh kann aus Grobfutter ungefähr 4000 l Milch geben. Das ist aber heute unter dt. Bedingungen nicht wirtschaftl. darstellbar, ausser für einige Nischen.
        70 % des angebauten Kraftfutters sind nicht für die menschl. Ernährung nutzbar, da ist Biogasanbau nicht dabei (flächenmäßig)!

        Wenn die Milchprod. stark eingeschränkt würde, gäbe es entweder große Teile Land die brachliegen würden, oder es gäbe wieder etwas mehr extensive Weiden, oder „Billiganbau von anspruchslosen Kulturen“ wie Mais oder Roggen. Die dann ebenfalls irgendwie verwertet werden müßten. Da kommt zur Zeit Biogas oder Biosprit in Frage. Rechnet sich bloss auch alles nicht so. Milchprod. wird zur Zeit gerade etwas eingeschränkt, da nicht wirtschaftlich. In BB hören Betriebe reihenweise auf!

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      • fingerphilosoph sagt

        Es ist schon richtig, was in dem verlinkten Artikel steht: Der Steinzeitmensch war Jäger UND Sammler. Das mit dem Wurzelgemüse stimmt. Nur: Der Mensch überlebte auch in Kaltzeiten, wo Steppenlandschaft überwiegt, und wo Gras ist, sind Grasfresser. Von denen hat der Mensch in den Kaltzeiten gelebt.

        Überdies ist es so, dass der Mensch sein großes Gehirn a) dem Kochen/Braten und b) dem Fleischgenuss verdankt, denn nur so kommt die notwendige Energie zustande, die es für so ein großes Gehirn (im Verhältnis zur Gesamtkörpermasse) braucht. Mit rein pflanzlicher Nahrung lässt sich ein so großes Gehirn nicht über Jahrtausende hinweg aufrechterhalten, weil bei Pflanzenkost mehr Energie in die Verdauung fließen muss. Tatsächlich schrumpft das menschliche Gehirn seit Beginn der Agrarisierung ja auch.

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    • Heinz Böckmann sagt

      Komisch, und wir werden Jahr für Jahr älter! Wie alt sollen wir denn noch werden? Jetzt kommt das nächste Argument, hoher Fleischverzehr treibt die Gesundheitskosten in die Höhe, kann man drüber diskutieren ( andere Sachen aber auch, wie zuviel Zucker, wenig Bewegung usw.) Jetzt kommt mal eine andere Sichtweise, ich sehe Fleisch als Genussmittel, das mein Leben angenehmer macht. Ich freue mich manchmal schon morgens auf ein leckeres Stück Fleisch am Abend. Das hat für mich persönlich mit Lebensqualität zu tun, was bekanntlich das Leben auch verlängern kann. Da ich körperlich auch noch einigermassen gefordert werde, bilde ich mir vielleicht auch ein, Fleisch zu brauchen, kann man aber auch drüber diskutieren! Schlechtes Gewissen gegenüber meinen Tieren habe ich auch nicht, denen ging es bis zur Schlachtung eigentlich ganz gut. Was mir aber total auf die Nerven geht, ist die Milchmädchen Rechnung mit dem C0 2 und dem Methanausstoß beim Rindvieh , da habe ich mittlerweile dicht gemacht, auch wenn gesagt wird irgendein ein Land muss ja vorbildlich bei der Reduzierung ( falls es überhaupt nötig ist) voran gehen. Das würde ich gelten lassen, wenn die Welt auf Deutschland schaut um von uns zu lernen. Dies ist leider nicht mehr der Fall, man guckt höchstens noch auf uns, und sagt sich so machen wir es besser nicht !!! Zitat von Dieter Nuhr bei seiner aktuellen Tour „ Kein Scherz“ ( sehr sehenswert, sollte zum Pflichtprogramm für Politiker werden)

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  2. Friedrich sagt

    Wenn wir alle in Bio machen , dann steigt der CO2-Ausstoß. Das haben die Engländer schon lange festgestellt. Da wir jetzt erst ein Insektenmonitoring aufbauen , kann doch keiner behaupten , daß wir weniger Insekten haben . Außerdem hat seit den 1930er Jahren ein auf Wissentschaft aufgebautes Institut in GB , in Rothamstedt, nachgewiesen , daß es nur in den urbanen Gebieten einen Falterrückgang gibt. In den ländlichen Gebieten gibt es aber dort keinen Insektenrückgang. Warum soll das hier anders sein? Die Ideologen wollen es so , auch weil man es nicht beweisen kann. Man behauptet einfach und der Mainstream übernimmt es. Warum sagt Herrn Conzen nicht , daß die Nitratdaten auf einer politischen Lüge beruhen. Das hat doch unser Willi vor Jahren doch hier bewiesen !!
    Auch das Argument mit den Wiederkäuern (Rinder , Schafe, Ziegen) ist blödsinn. Man schätzt , daß 50% der Weltbevölkerung von diesen Tieren leben. Will man diese Leute verhungern lassen ? Genauso ist es gelogen , daß die Bauern nicht Klimaneutral sind . Fast kein Berufsstand hat soviel Ökoenergie wie wir. Biogas, Photov., Wind- und Wasserkraft betreiben wir Bauern. Die Politik rechnet uns das aber nicht an , weil dann die anderen vokswirtschaftlichen Bereiche noch schlechter aussehen würden. Die Forderungen der Politik lassen sich bis 2050 sowieso nicht umsetzen . Dies machte auch der Energieberater der LK Niedersachsen ganz deutlich. Wenn ich das alles zusammenfasse , dann kann man feststellen , daß wir nur von Ideologen , Kaoten und Unwissenden regiert werden, die nur an den Fleischtrögen in Berlin bleiben wollen. Auch das Ansinnen, daß die Verbraucher mehr für Bio ausgeben und verbrauchen sollen ist eine Wunschvorstellung. Ständig steigende Steuern , Mietkostenerhöhungen usw. lassen den Haushalten keine Luft mehr.
    Allein die CO2-Steuer kostet eine Familie mind. 100 Euro im Monat zusätzlich. Bald müssen die Leute statt 7 Monate , dann 8 Monate im Jahr für den Staat arbeiten. Leute kommt mit zu den Bauerndemos und macht eurem Ärger Luft. Die Regierung und die NGOs schnüren uns Arbeitenden die Luft zum Atmen ab.

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  3. brouss sagt

    Ich habe jetzt nochmal den Link gesucht, den vor einigen Tagen jemand hier gesetzt hatte:

    https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_seinen_wind_ausbremst

    Sehe ich nämlich genau so:

    Eigentliche Ursache an Dürre sind die Windräder, weil sie die Tiefs vom Atlantik und der Nordsee auf dem Weg zum Kontinent ausbremsen.

    Nach meinen Beobachtungen an Heuschrecken und Schmetterlingen in 2018 vermute ich, dass die Insekten verdursten. Da betreibt der Herr Seibold von der Münchner Uni Insektenforschung in Nord-Thüringen und Brandenburg. Beides Dürregebiete. Wenn dort Insekten weniger werden ist konventionelle LW Schuld. Auf die Idee, dass die Insekten vielleicht verdursten, kommt er nicht. Bei meinem vorletzten Friseurbesuch hat mich eine Frau vom Hermsdorfer Kreuz „bescheert“. Dort ist man auch der Meinung, dass die Trockenheit von den Windrädern kommt.
    Solche Nachrichten kommen in unserer Presse aber nicht bis zum Leser(Seher, Hörer) . Es ist halt viel Geld in die „Vergrünung“ geflossen und das ganze politische Establishment hat das gewollt. Da wird keiner freiwillig was zugeben.

    Die konventionelle LW befindet sich momentan in der Rolle, die früher die Juden hatten.

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    • Eckehard Niemann sagt

      Über den ersten Teil von brouss´ Kommentar mag man vielleicht noch schmunzeln – der letzte Satz zeigt leider, dass brouss geschichtlich aber auch gar nichts verstanden hat.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Sie haben Recht, der letzte Satz stammt im Ganzen nicht, es wurde noch kein Bauer inhaftiert, nur weil er Bauer ist.

        Nur der jüdischen Bevölkerung wurde damals an allem Schuld gegeben, jetzt sind es die Landwirte.

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      • brouss sagt

        Ach Hr. Niemann!

        Es ist schon ein Jammer für den ländlichen Raum, dass Leute mit wenig Bildung in Führungspositionen kommen.
        Für die Spitze des BV sollte man mal einen Manager von einem internationalen Lebensmittelkonzern rauskaufen. Kostet dann halt was, würde sich aber lohnen.
        Bezüglich Windräder:

        Ich habe meine Story mal einem Bauernsohn, der als Chefkoch arbeitet erzählt. Der meinte dazu:

        Meine Großmutter hat schon vor 40 Jahren gesagt: “ Seit an dem Dorf 3 km weiter eine Hochspannungsleitung vorbei gebaut wurde, regnet es dort öfter!“
        Da merkt nun eine alte Bäuerin, dass schon der Bau einer Stromleitung das Regenverhalten beeinflusst und eine Kaste unbedarfter Euphoriker meint man könne ganz Europa mit WKA´s zupflastern. Nach 70 Jahren haben wir wieder viel Eifer und wenig Hirn in der Politik. Wir brauchen MINT in der Politik.

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        • Paulus sagt

          Es ist ja nun wirklich nicht so als wäre nicht ausreichend MINT-Sachverstand in der Regierung und in den Parlamenten vorhanden. Unsere Kanzlerin hat(te) da ganz sicher richtig was drauf. Ihre coole und sachliche Art, die ich mit dem von ihr studierten Fach verbinde schätze ich bis heute, bei aller Kritik.
          Die wahren Experten sind allerdings die grünen Überflieger. Prominente Vertreter sind z.B. die Damen KGE und Baerbock, ein Herr Trittin und nahezu unzählige Andere. Die Damen Ska Keller und Sarah Wiener sollten nicht unerwähnt bleiben, die haben richtig was drauf.

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    • Paulus sagt

      Au ha, als der Autor des im Link aufgezeigten Artikels anfing die Thermodynamik zu erklären brach fast mein Weltbild zusammen. Den Scherbenhaufen habe ich aber gar nicht erst versucht aufzukehren. Es ist schlicht Stuss!
      Ganz nebenbei, von Thermodynamik verstehe ich wirklich etwas. Ist allerdings ein scheiß schwieriges Fach und bei den Studis nicht ohne Grund ausgesprochen unbeliebt. Der Autor musste sich wahrscheinlich nicht damit herumschlagen. Soviel zu achgut und Konsorten. Eine Friseurin am Hermsdorfer Kreuz mag ja durchaus gewisse Qualitäten besitzen, deren Aussage würde ich jetzt aber nicht gerade mit den Naturwissenschaften in Verbindung bringen.

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      • Brötchen sagt

        Der Konsorte hier sollte nicht unerwähnt bleiben….😀https://www.achgut.com/artikel/landwirtschaft_ist_der_kampf_des_menschen_gegen_die_natur

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          • Paulus sagt

            Brötchen, auch damit muss ich nicht unbedingt einverstanden sein und ich stehe manchen Aussagen auch kritisch gegenüber. Bauer Willi kennt das ja schon, weiß das einzuordnen und eine entsprechende Replik lässt dann auch nicht auf sich warten. 🙂
            Ich sprach hier speziell von den wirren Thesen dieses Physikers, den ich nun wirklich ernst nehmen kann.

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            • Diese wirre These dieses Physikers hat f…ph lange vorher hier im blog aufgestellt. Allerdings ist der Anteil an Energie, welche die Windkraftanlagen aus dem System ziehen so gering, dass daraus keinerlei Einfluss auf das Klima entstehen kann.

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              • Thomas Apfel sagt

                Ach schade, ihr könnt einem ja das ganze Aha-Erlebnis verderben!. Ich fand das verlinkte Bild mit den Wolkenquirl-Windrädern so schön. Wenn man denkt, jetzt hat man eine einfache Erklärung, nimmt Einem immer Irgendwer die Illusion. Trotzdem Danke!

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                • Na ja, vielleicht hilft dafür diese einfache Erklärung: Der Einfluss eines Deltas von 100ppm CO2 ist ebenfalls so gering, dass daraus keine Erderhitzung entstehen kann….

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            • Bauer Willi sagt

              @Paulus
              ich verstehe auch nichts von Thermodynamik, aber die Story mit den bremsenden Windrädern kann ich auch nicht glauben. Deshalb glaube ich Dir, weil Du das weißt.

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      • brouss sagt

        Paulus erkläre uns doch bitte mal warum die Thesen des Physikers Stuss sind. Ich kenne mich auch nicht aus in Thermodynamik, würde aber gerne mal Deine Analyse mit der von Adel vergleichen.

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        • Paulus sagt

          Kein Problem! Zur Vorbereitung und zum Verständnis empfehle ich dir zuvor ein wenig Wissensaneignung – findet man wahrscheinlich mit Google, unter „Thermodynamik Formeln“ oder so. Ein wenig Aerodynamik kommt allerdings auch noch hinzu. Nicht das man sich da verzettelt. Ich versichere dir aber, es ist zu schaffen, auch wenn einem da erstmal ein Puhh entrückt.
          Wenn du das intus hast mache ich mir gerne die Mühe hier den Beweis einzustellen. Bis dahin empfehle ich dir, dich vertrauensvoll an die Friseurin am Hermsdorfer Kreuz oder an die Oma eines Chefkochs zu wenden.
          Zu meiner gewünschten Entlastung bleibt mir nur der Einwand, dass es mitunter schwer ist, gewisse Vorgänge populärwissenschaftlich oder allgemeinverständlich vorzutragen. Dazu bedarf es didaktischer Fähigkeiten, und da bin ich sozusagen Out of Area.

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          • firedragon sagt

            Paulus,
            könntest Du wirklich nicht einen verständlich erklärten Bericht über „Bauer Willi“ einstellen?
            Entschuldigung, dass ich Dich mit Du anschrieb, mir scheint Sie sind ein gescheiter Mensch, deswegen fände ich es gut, Sie würden sich die Mühe machen und mir die Windradtheorie erklären (so einfach wie möglich). Muss nicht gleich sein, vielleicht im nächsten Jahr, wenn es Ihre Zeit zulässt. Danke.

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            • Stadtmensch sagt

              Die Formel für die Energie, die ein Windrad dem strömenden Medium Luft entnimmt, ist mit Mitteln der Schulphysik bis Klasse 12 hergelitten in „Erneuerbare Energie ohne heiße Luft“. Gibts als kostenloses e-book, bei Amzon. Du nimmst einfach den Zylinder, der aus Windradfläche (z.B. 11300m²) und Höhe (Zeit durch Windgeschwindigkeit) und die Dichte von Luft und hast dann die kinetische Energie. Davon kannst du jetzt maximal 50% in elektrische Energie umwandeln. Dann mittelst du noch übers Jahr deine Windgeschwindigkeit und hast den durchschnittlichen Ertrag. Der Typ bei tychi ist sicher Spezialist auf seinem Gebiet, aber als er anfing, die o.g. Rechnung über Schätzungen von 20% der Wärmeunterschiede, die zu Wind führen, herzuleiten, hab ich nicht weiter gelesen. Vollkommener Schwachsinn!

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            • Paulus sagt

              Firedragon, das „sie“ kannst du bei meiner Wenigkeit beiseitelassen. Ansonsten werde ich versuchen mich um eine einfache Darstellung zu bemühen. Aufgrund meiner nicht vorh. didaktischen Fähigkeit ist das allerdings nicht ganz so einfach. 🙂
              Als Co-Autor eines Schulbuchs z.B. würde ich im Gegensatz zu Willi grandios scheitern.
              Ist halt so.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Also, Windräder können zwar sicher die bodennahen Winde beeinflussen, wie das auch z.B. Wälder tun, aber sie können sicher nicht die Höhenwinde stoppen, welche die Tiefs immer von Atlantik auf den Kontinent getrieben haben. Für eine solche Beeinflussung bräuchte es Gebilde in der Größenordnung von Hochgebirgen!

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  4. Obstbäuerin sagt

    Auch wenn sich der Journalist große Mühe gegeben hat, eine unvoreingenommene Einstellung zu demonstrieren, gelungen ist es ihm nicht. Die Positionen gehen nach wie vor weit auseinander und wie im wahren Leben stehen die Medien und der angebliche Vertreter der »Gesellschaft« der (konventionellen) Landwirtschaft ablehnend gegenüber.
    Leider sind die Medien nach wie vor in der Berichterstattung nicht paritätisch (um es mal vorsichtig zu formulieren) und deshalb ist es so schwierig unsere Positionen wirksam zu verbreiten. Um so wichtiger sind die Aktionen, die jetzt in dem zunehmend aufgeheizten Klima der anstehenden Entscheidungen durchgeführt werden. Ein scheinheiliges Angebot hat der Bauernbund an LSV gemacht, indem er zu einer gemeinsamen Protestaktion mit WHES gegen Freihandelsabkommen am 18. Januar aufgerufen hat.
    In der Sache eine gute Idee in der beabsichtigten Form ein Affront.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zu sehen war doch auch wieder, dass der Verbraucherschützer die Aussage über zu viel Fleisch mit der Forderung nach weniger Konsum, dafür besserer Preis verknüpfte. Da eine Vorschrift zum weniger Fleischessen nicht möglich ist, verknüpft der Journalist das Fleisch mit dem CO2 – Ausstoß, um so eine Schulddiskussion anzustoßen, und den schwarzen Peter zum Erzeuger zu schieben…das geht doch seit Jahren so….
      Wenn man den Verbraucher nicht zwingen kann, dann muss der Erzeuger eben herhalten. Und so ist es mit dem Artenschutz, dem Nitrat und dem Pflanzenschutz usw….

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      • Brötchen sagt

        Das ist ja der erste Trugschluss…..“Zu sehen war doch auch wieder, dass der Verbraucherschützer die Aussage über zu viel Fleisch mit der Forderung nach weniger Konsum, dafür besserer Preis verknüpfte.“

        Das Fleisch wird nicht teuer, es kann sogar sein, es wird noch billiger.

        Aber ich glaube Herr Seevers, das sehen sie genauso.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Importe aus ausländischen extensiven Großbetrieben (Argentinien oder Brasilien) werden meiner Meinung nach billiger werden. Wenn es, wie Frau v.d. Leyen plant, einen CO-2 Einfuhrzoll geben soll, dann ist das im Inland produzierte Fleisch aus Stallhaltung teurer, weil der Stall mit all seinen CO-2 Emissionen (Bau und Betrieb) gegenüber dem Rind aus Weidehaltung in Südamerika im Nachteil ist. Die Verschiffung großer Margen schlägt dann gar nicht zu Buche….wohl aber der in Deutschland hergestellte Beton.
          Ich sehe schwarz für deutsches Fleisch aus Stallhaltung, wenn alle Kriterien zusammenkommen……

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          • Brötchen sagt

            sehe ich auch so!
            Der Schuss geht genau nach hinten los, aber das kapieren die nicht!
            Ansonsten kann einem das ja ziemlich egal sein.

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Fass es nicht: 50% (mögliche Reduzierung des landw. Anteils) von 7% (angeblicher Anteil der deutschen Landwirtschaft am nationalen CO-2 Äquivalent) der 0,2% unseres globalen Anteils reduzieren und dafür die eigene Nahrungserzeugung gegen die Wand fahren?

    Und was mich besonders erregt ist die unsägliche Vermischung von Vorwürfen: Wenn der Journalist nicht mehr weiter weiß, und das Thema Klima nicht mehr ausreicht, dann kommt noch Nitrat, Tierschutz und Artenvielfalt dazu….dann muss es ja reichen, es ist einfach zum Kot.en!

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    „Großbetriebe sind nicht an regionaler Vermarktung interessiert, die sind am Weltmarkt interessiert.“ So ist es. In Ö. gibt es vor allem Kleinbetriebe und entsprechend viel Direktvermarktung – mit Unterstützung des Staates. Die Bauernläden sind gesteckt voll – hier am Land! Immer mehr steigen um – es geht sehr wohl. Bei uns gibt es neben dem Bauernladen jetzt am Samstag auch einen Bauernmarkt – zusätzlich!. Jetzt will aber REWE auf diesen Zug aufspringen und nur noch heimisches Frischfleisch anbieten – billiger als der Bauernladen. Das zeigt einerseits, dass der Markt da ist, wird aber für die Bauern in den Ruin führen. Putenfleisch um derzeit 13 Euro soll es dann bei Billa um 10 Euro geben. Das Problem sind die Gewinnmargen des LEH, die 300 vererbten Nobelimmobilien des Herrn Wlaschek z.B. Und mit so viel Geld wird man dann die österreichischen Fleischbetriebe kaufen, die man zuvor umgebracht hat. Ohne Schrankensetzung für den Handel wird es nicht gehen.

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    • Brötchen sagt

      „Großbetriebe sind nicht an regionaler Vermarktung interessiert, die sind am Weltmarkt interessiert.“

      Das ist doch undifferenzierter populistischer Unsinn.

      Edeka hat z.B. eine recht große regionale Schiene, bloss muss eben jeder gucken, wo das Geld verdient wird und wo nicht.
      Ein große LPG liefert ihr Getreide an irgendeinen Händler oder verwertet das selber. Die Tiere gehen an einen großen Schlachthof und die verhandeln mit ihren Abnehmern und da lässt sich eben das dahin verkaufen und anderes dahin, oder eben eine Molkerei.

      Es wird Zeit das dem Großbetrieb ÖR mal der Saft abgedreht wird, damit sie mal überlegen können, wer wo was verdient.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Wenn man es so betrachtet, dass REWE nun regionales Fleisch vermarkten will, stimmt das, was Sie sagen. Aber das Ziel von REWE ist doch nicht, die österreichischen Kleinbetriebe zu stärken, sondern sie feindlich zu übernehmen. Das nennt man dann vertikale Integration in einen Konzern. Und die Preise werden dann wieder Weltmarktpreise sein.

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  7. Ferkelhebamme sagt

    Heute ein Interview mit Tönnies in unserer Tageszeitung: er betont, dass er Millionenbeträge zur CO2 (Stromsparen/Wärmerückgewinnung)- und Plastik-Einsparung investiert, seine Produkte zur Lebensmittelsicherheit zusätzlich zu staatlichen Kontrollen beprobt werden, Fleisch essen Spaß macht und gesund ist und ER sagt, dass die Bauern durch neue Fütterungsstrategien 50% Nitrat-Eintrag sparen. Warum, verdammt nochmal, schaffen wir selber es nicht, das zu kommunizieren?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Er muss es ja nicht beweisen, er kann behaupten, was er will….nennt sich Werbung.

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      • firedragon sagt

        Thema :Werbung

        hier oder auch anderer Stelle wird moniert, die Verbände hätten das mehr oder weniger verpennt.
        Wie soll denn bitteschön Werbung für diese enorme Vielfalt, die die LW bietet, geworben werden?

        Es kann doch nur jeder für sich werben, seinen Betrieb, seine Produkte. Aber selbst hier tue ich mir schwer. Ich beobachte andere Direktvermarkter, wie die sich in „Werbung setzen“. Es wird mit Sachen geworben, die für mich selbstverständlich sind – was ich damit ausdrücken möchte – warum wird mit dem Selbstverständlichen geworben, bzw hat der Verbraucher (der ich ja auch bin) tatsächlich keine Ahnung mehr?
        Wenn ich Herrn Seevers‘ Kommentar lese – wie wird Werbung eigentlich betrachtet?
        Als Gaukelei, Täuschung, must have – Inszenierung…?
        Mal ehrlich, wie reagiert ihr, wenn Werbung im TV läuft oder Werbung im Briefkasten liegt?

        Ganz ehrlich, da möchte ich die LW nicht sehen. Dafür ist sie zu kostbar.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Man darf sich in diesem Fall nicht Werbung im klassischen Sinne vorstellen, es muss ein Imagefilm sein bzw. eine Emotionalisierung stattfinden…..

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            erinnern Sie sich an den Film von greta?
            Ich hatte da schon geschrieben, „starke Bilder“, verdammt gut gemachtes Video. Es ruft starke Emotionen hervor – die Welt geht unter, wir müssen sie retten.
            Schon da hatte ich mir vorgestellt, so müsste die LW in Szene gesetzt werden – nur, welche Emotionen will ich damit wecken?
            Kennen Sie die Filme von Econiva? Cool gemacht, beeindruckend und krass – das ist mitunter die Wirkung auf einen Landwirt.
            Was glauben Sie, wie wirken diese Filme auf einen, ich nenne es jetzt mal salopp – Weltverbesserer?

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        • Berthold Lauer sagt

          Läuft aber so, selbstverständliches wird beworben und findet dadurch erst Beachtung. Krasses Beispiel: Veganes Mineralwasser! Müssen wir noch lernen.

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    • bauerhans sagt

      möglicherweise hat die presseabteilung von Tönnies das mit eurer zeitung „eingefädelt“,weil er ja nach wie vor ärger mit seinem neffen Robert hat und er mal positiv rüber kommen wollte.
      in unserer NW steht jedenfalls immer wieder was über den familienstreit.

      der WLV verdient gut an der rechtsberatung und an der buchführung,muss sich um klienten nicht kümmern,hat auch presseleute,aber die sollen wohl nicht,könnte nachteile fürs kerngeschäft bringen.

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      • Ferkelhebamme sagt

        bauerhans, das ursprüngliche Thema war tatsächlich der Familienstreit, aber er und sein Geschäftsführer schaffen es, selbst den positiv darzustellen und aus einem kritischen Interview mal eben eine ganzseitige Werbung zu machen. Respekt!

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    • Paulus sagt

      Ferkelhebamme, wahrscheinlich weil ihr zu knickerig seid, für solche Aufgaben ein paar ernst zu nehmende Profis zu engagieren, was vor allem die Verbände betrifft.
      Ein Clemens Tönnies hat es da zweifelsfrei leichter. Klar, dass seine Aussage bezügl. 50% Nitrateinsparung mehr Gewicht hat als das gelegentliche Geschwätz eines völlig unbekannten Pöstchensammlers.
      Mir geht der Beitrag dieser Ricarda und die überwiegend positive bis begeisterte Resonanz so mancher Bauern nicht aus dem Kopf. Als Sympathieträgerin gegenüber den Verbrauchern kommt diese Dame nun wirklich nicht rüber. Ganz im Gegenteil.
      Was einige oder viele mit dem Kopf und ihren Taten versuchen mühsam aufzubauen, werfen einige schwach belichtete ganz schnell mit dem Arsch wieder um. Das kommt auch auf diesem Blog nicht selten zum Ausdruck.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Paulus: „Was einige oder viele mit dem Kopf und ihren Taten versuchen mühsam aufzubauen, werfen einige schwach belichtete ganz schnell mit dem Arsch wieder um. Das kommt auch auf diesem Blog nicht selten zum Ausdruck“

        Der Abstand zwischen Grandiosität und Selbstüberhöhung ist ganz gering….

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Was die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft betrifft, gebe ich dir Recht, dies wurde sträflich vernachlässigt.
        Aber deine Kritik an Frau Berg ist für mich nicht nachvollziehbar.
        Der Anteil des Verbrauchers sollte man nicht unter den Teppich kehren.
        Der preisbewusste Verbraucher gibt gerne 20 Cent für Benzin aus, um den Becher Joghurt für einen Cent billiger kaufen zu können. Dies ist bei vielen eine Tatsache, auch wenn du dies jetzt als Verbraucherschelte ansiehst.
        Jeder der 5 größten Einkäufer will der billigste sein und den Preis wird nach unten weitergegeben.

        In den Dörfern (und da nehme ich mich nicht aus) sterben die Einzelhändler weil der zuvor beklatschte Discounter ihnen die Kundschaft streitig macht und anschließend ist der Jammer groß, wenn der letzte Laden dicht gemacht hat.
        Wer hat hier die Schuld, das sind doch wir Verbraucher selbst.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Paulus, ein getretener Hund freut sich über jede noch so kleine Zuwendung. Da muss man aufpassen, dass man nicht Schwanzwedelnd dem Falschen nachläuft…

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  8. John Bier sagt

    Herr Conzen ist einer der angenehmen Erscheinungsbilder im Verband. Das Problem war, dass der andere Herr mehr oder weniger als Sachverständige dargestellt wurde. Aber insgesamt nicht schlecht.

    Herr Seevers, Sie scheinen nicht nur ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis sondern auch ein großes Bevormundungsbedürfnis zu haben. Es ist für Sie bitter nicht zu tun zu haben, aber spuken Sie lieber im Landtreff unter Pseudonym weiter. Ihre Kinder werden es Ihnen danken.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Danke für die Belehrung Herr Bier,
      zeigen Sie mir noch, wo ich wem eine Bevormundung angedeihen ließ und Sie unterlassen dann ebenfalls noch die Beleidigung und Verleumdung? Danke!

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    • Ferkelhebamme sagt

      Und warum interveniert Herr Conzen nicht, als der Moderator Bauern „nicht nur als Opfer“ darstellt und Burdick mit seinem 26 Jahre alten Buch „Klimaänderung und Landbau“ (Stiftung Ökologie und Landbau) vorstellt und behauptet, dass sich in den letzten 26 Jahren wohl nichts geändert hat? Da wäre es Zeit gewesen aufzuzeigen, was sich alles getan hat, allein der technische Fortschritt! Wie gesagt, ein Herr Tönnies schafft es darzustellen, dass die Bauern nur durch moderne Fütterung Nitrateinträge halbieren. Unsere Verbände können sich einfach nicht verkaufen

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