Bio-Blase oder Modell für alle?
Der Begriff „Bio-Blase“ stammt nicht von mir, sondern von Urs Niggli, den man häufig auch als „Bio-Papst“ bezeichnet, weil er bis zu seiner Pensionierung das FiBL geleitet hat. In diesem Interview finden sich einige sehr bemerkenswerte Sätze für einen Vertreter des Bio-Landbaus https://m.faz.net/aktuell/wissen/gentechnik-und-oekoanbau-agrarwissenschaftler-im-interview-17779173.html Hier einige Auszüge: Herr Niggli, Sie gelten als wissenschaftlicher Vordenker des Biolandbaus. Was würde einen größeren Nachhaltigkeitseffekt erzielen: Sollte man den weltweit kleinflächigen Biolandbau umfangreich fördern oder lieber die konventionelle Landwirtschaft in kleinerem Maßstab verändern, die weltweit über 98 Prozent der Anbaufläche betrifft? In Europa und weltweit ist der Biolandbau nur eine Nische. Die wichtige Herausforderung ist, wie man die konventionelle Landwirtschaft sehr viel nachhaltiger machen kann. Wir können nicht in der Bioblase vor uns her träumen und glücklich sein! Stellt man ganz auf Biolandbau um, geht die Produktivität stark zurück. Dann müsste man viel mehr Lebensmittel importieren und damit Umweltwirkungen in andere Länder exportieren. Ökolandbau allein kann die Welt also nicht ernähren? Nein. Es wäre nur möglich, wenn sich der Konsum global vollständig ändert, was aber kein landwirtschaftliches Problem, sondern eine …










