Autor: Bauer Willi

Selbstbegrünung fördert keine Biodiversität

Die Stilllegung von 4% der Ackerflächen gilt auch für Öko-Landwirte. Im nachfolgenden Artikel äußert sich ein Bio-Landwirt kritisch zu den Folgen der Selbstbegrünung, die für den Bio-Landbau wesentlich schwerer zu managen sind als für konventionelle Landwirte. https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/stilllegungsmassnahmen-keine-biodiversitaet-gefoerdert-101943? In jedem Fall stellt sich die Frage, welchen konkreten Nutzen für die Biodiversität die Selbstbegrünung auf den Stilllegungsflächen bringen soll. Gibt es dazu Studien?

Eine Umfrage zur Tierhaltung der Zukunft

Von eine Landwirtschaftlichen Fachhochschule erhielt ich den Hinweis auf die nachfolgende Umfrage, an der sich wohl auffallend viele Tierschützer und Tierrechtler beteiligt haben. Was fehlt, ist eine größere Beteiligung von Landwirten, egal ob mit oder ohne Tierhaltung. https://thuenen.limequery.com/847856?lang=de Ich habe die Umfrage, für deren Beantwortung es tatsächlich nur 10 Minuten braucht, ausgefüllt und an manchen Stellen schwer atmen müssen. Die Antworten sind nach meiner persönlichen Auffassung nicht neutral sondern weisen eine Tendenz auf. Das finde ich ärgerlich. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Landwirte ihre Meinung kundtun. Die Umfrage ist bis zum 15.7.2022 offen.

Lebensmittelverschwendung…halbieren…bis 2030…

Und wieder einmal eine Pressemitteilung aus dem BMEL, wo etwas bis 2030 halbiert werden soll. (Bisher ist es die Nutz-Tierhaltung und die „Pestizide“) 07-90-ÖZ-BMEL-BMUV-Bericht Lebensmittelabfälle   Und wieder einmal werden die bekannten Sprechzettel herausgeholt: Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir: „Es passt einfach nicht zusammen, dass bei uns nach wie vor Lebensmittel im Müll landen, während weltweit zig Millionen Menschen hungern. Das ist eine Schande. Und vergessen wir nicht, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte hart für unser Essen gearbeitet haben. Es ist also auch eine Frage der Wertschätzung, respektvoll mit Lebensmitteln umzugehen. Und wieder einmal sind die Zahlen fast unverändert zu den Vorjahren.   Und wieder einmal wird kein Konzept vorgelegt, wie man die Reduktion tatsächlich erreichen will. Nur mit guten Ratschlägen wird das wohl nicht gelingen.   https://www.umweltbundesamt.de/themen/ein-drittel-der-lebensmittel-wird-verschwendet Interessant ist in diesem Zusammenhang die Seite der Deutschen Umwelthilfe, die nicht von 11 Mio. Tonnen sondern von 18 Mio. Tonnen verschwendeter Lebensmittel ausgeht. https://www.duh.de/projekte/lebensmittelverschwendung/ Zitat: „Durch Lebensmittelverschwendung entstehen pro Kopf und Jahr knapp eine halbe Tonne Treibhausgase. Dies entspricht circa 4 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen von Deutschland.“ Wetten, …

Bauernproteste in den Niederlanden

Mittlerweile berichten auch deutsche Medien über die Bauernproteste in den Niederlanden: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/niederlande-protest-103.html https://www.spiegel.de/ausland/niederlande-bauern-attackierten-wohnhaus-von-umweltministerin-mit-guelletank-a-c491cb60-9673-42b8-b922-182e520cddd9 https://taz.de/Bauernproteste-in-den-Niederlanden/!5861364/ Gründe für diese sehr heftige und zum Teil radikalen Proteste sind mögliche neue Regeln für die Stickstoffdüngung, die allerdings für viele Betriebe existentell sind. Anthony Lee hat im folgenden Video einiges zusammengefasst. Bisher hat die niederländische Regierung von ihren Plänen nichts zurückgenommen. Man kann nur hoffen, dass die Proteste nicht noch radikaler werden.      

„Darfs noch etwas Gift sein?“

Unter diesem Titel veröffentlicht das Portal  https://www.fluter.de/ einen Text zu Grenzwerten bei Pflanzenschutzmitteln. https://www.fluter.de/lebensmittel-grenzwerte-pestizide Dass kritisch über Pflanzenschutzmittel und ihre Zulassung berichtet wird, ist alleine nichts besonderes. Dass der Eindruck erweckt wird, dass man es damit nicht so ernst nimmt, auch nicht. Das kennt man ja von NGO´s. fluter. ist allerdings kein Medium einer NGO sondern das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung Normalerweise schätze ich die Bundeszentrale, denn sie veröffentlicht auch sehr lesenswerte Bücher. Dieses hier zum Beispiel: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/239142/land-und-wirtschaft/      

Auf Bio umstellen?

Das Thema stellt sich jeder Landwirt irgendwann einmal. Doch jetzt sind die Rahmenbedingungen anders, als noch vor einem halben Jahr. Die Erzeugerpreise von Bio und Konventionell nähern sich immer mehr aneinander an. Wir haben dieses Thema auch in einer WhatsApp-Gruppe des Praktikernetzwerks diskutiert und dabei wurde dieses aktuelle Video geteilt. Die ARD hat einen jungen Landwirten bei der Frage, ob er den Betrieb umstellen soll, einige Wochen begleitet. Bis zu seinem endgültigen Entschluss. Und sie hat Renate Künast in Berlin dazu befragt. Dieses Video ist unbedingt sehenswert, weil die Reporterin sehr offen mit dem Thema umgeht. Und weil Renate Künast zeigt, dass sie keinen Plan hat, wie 30% Bio bis 2030 erreicht werden soll. Und  auch selbst nicht mehr daran glaubt. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Hört auf, die Bürger für dumm zu verkaufen

Es stimmt einfach nicht, dass die Ernten 2022 normal ausfallen und es für alle reicht. Hier eine Auswahl aktueller Meldungen. Zuerst aus Europa Italien: In Norditalien soll wegen Dürre Ausnahmezustand ausgerufen werden | Nachrichten.at Nach Angaben des Bauernverbands Cia wird in der Po-Ebene ein Rückgang der Obst- und Gemüseproduktion um 30 bis 40 Prozent erwartet, wobei die Spitzenwerte bei Getreide noch höher liegen und bei Mais und Soja bis zu 50 Prozent betragen.  Frankreich: Dürre in Frankreich: Geht Landwirten im August das Wasser aus? | Euronews Ein Mangel an Niederschlägen, der zu einem Zeitpunkt auftritt, an dem der Weizen am meisten Wasser benötigt.  Deutschland: Trockenheit in Deutschland: Droht wieder eine Dürre? – Wissen – SZ.de (sueddeutsche.de) Frisch ausgesäte Pflanzen wie Zuckerrüben, Soja und Mais haben dann häufig noch zu kurze Wurzeln, um sich aus tieferen Bodenschichten mit Wasser zu versorgen. Wenn es nicht bald ausreichend regne, sei in Regionen nördlich des Mains mit Ernteeinbußen zu rechnen Und dann ist da noch China: https://www.nzz.ch/pro-global/asien/china-droht-eine-krise-bei-der-versorgung-mit-nahrungsmitteln-ld.1676750? Oder der Dieselmangel in Argentinien, der die Landwirtschaft trifft: https://taz.de/Dieselknappheit-in-Argentinien/!5859767/ https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/argentinien-weizen-durch-dieselmangel-bedroht-101832? Mittlerweile …

Methan: Immer das Wichtigste zuerst

Ein Gastbeitrag von Bauer Fritz Folgt man der gängigen Mainstream-Meinung ist es unausweichlich und massiv vordringlich das Klima der Welt sofort dadurch zu retten, daß in Deutschland weniger bis gar kein Fleisch mehr produziert und folglich auch nicht mehr gegessen wird. Weil allein schon das Methan daß die Kühe ausstoßen. FURCHTBAR. Immer schön nach NGO-Unlogik-Sprech und Medial-Primitiv-Lösungs-Schema: Es gibt ein Problem und es gibt da auch eine Lösung. Am besten eine, die immer andere betrifft und nie einen selbst. Heißt also: Kühe weg – Problem gelöst – Welt gerettet. Nun ist da dieser Tage eine Meldung aufgetaucht (Gigantisches Leck – Algerien: Riesige Methanwolke befeuert Klimakrise | krone.at), wonach aus einem von insgesamt drei Gasleitungslecks in Algerien (dem drittgrößten Gaslieferanten der EU) die Kleinigkeit von 118 Tonnen Methan pro Stunde austreten. Nochmal: 118 Tonnen pro Stunde. Nun rechnen wir mal gemeinsam: 118 Tonnen Methan pro Stunde x 24 Stunden pro Tag x 365 Tage pro Jahr ergeben: 1.033.680 Tonnen austretendes Methan pro Jahr. Nun haben wir ja mittels medialer Hirnwäsche gelernt, daß der schlimmste Klimakiller der …

Warum Pflanzenschutz existentiell ist

Prof. Josef Verreet, Uni Kiel, macht anhand sehr interessanter Zahlen und Daten deutlich, dass wir weltweit in eine akute Nahrungsmittelkrise stürzen würden, wenn die Effektivität der Landwirtschaft zurückgefahren würde. https://www.topagrar.com/acker/news/verzicht-auf-pflanzenschutz-auf-kosten-der-anderen-12422480.html? Ein Auszug aus dem Artikel, der relativ simpel ist: Um den steigenden Bedarf zu sichern sind zwei Wege möglich: Erweiterung der Flächen durch bisher landwirtschaftlich nicht genutzte Flächen. Steigerung der Produktion auf den bereits genutzten Flächen Damit ist eigentlich alles gesagt. Wer sagt es Cem Özdemir?

Rukwied: „Die EU-Kommission hat den Schuss nicht gehört“

Ich gestehe, dass ich mit den Äußerungen des DBV oft hadere. Diese Videos zum Start der Ernte finde ich deshalb bemerkenswert, weil sich Joachim Rukwied mit sehr deutlichen Worten an die Politik in Brüssel und Berlin wendet. Es gibt eine Lang- und eine Kurzfassung. Was mich allerdings erschreckt: Das Video zur Pressekonferenz hatte gestern abend (Samstag 20:00) 322 Aufrufe, das Kurzinterview 1921 Aufrufe. Ich finde, dass das sehr wenig ist. Gibt es dafür einen Erklärung? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Hier das Kurzinterview. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren