Bauer Willi
Kommentare 72

Bauernproteste in den Niederlanden

Mittlerweile berichten auch deutsche Medien über die Bauernproteste in den Niederlanden:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/niederlande-protest-103.html

https://www.spiegel.de/ausland/niederlande-bauern-attackierten-wohnhaus-von-umweltministerin-mit-guelletank-a-c491cb60-9673-42b8-b922-182e520cddd9

https://taz.de/Bauernproteste-in-den-Niederlanden/!5861364/

Gründe für diese sehr heftige und zum Teil radikalen Proteste sind mögliche neue Regeln für die Stickstoffdüngung, die allerdings für viele Betriebe existentell sind.

Anthony Lee hat im folgenden Video einiges zusammengefasst. Bisher hat die niederländische Regierung von ihren Plänen nichts zurückgenommen. Man kann nur hoffen, dass die Proteste nicht noch radikaler werden.

 

 

 

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72 Kommentare

  1. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/zehntausende-bauern-blockieren-strassen-in-den-niederlanden/

    Die Agenda 2030 ist zusammen mit dem Great Reset eine moderne Form des Krieges.
    Dass die Bürger der westlichen Staaten schon lange nicht mehr der Souverän sind bzw. es niemals waren, wird immer deutlicher sichtbar. Dass die Demokratie nur eine auslaufende Phase war, zeigt sich an der sich entwickelnden Tyrannis der EU, die die Vorgaben der UNO gegen den Willen großer Anteile des angeblichen Souveräns umsetzt.

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  2. Bauer s sagt

    Muss man eigentlich eine neue Ernte erstellen oder kann man 2 Jahre mal die Hälfte schonen?😜👌

  3. Ludwig sagt

    Während der ideologische Kampf in den Niederlanden auf voller Breitseite vom Staat direkt läuft , findet das bei uns in verdeckter Form statt. Durch die vielen Ministererlaubnisse zum Wachstum des LEH hilft heute der LEH stellvertretend der Politik bei der Preiseinkaufsgestaltung so nach und nach verschiedene Bereiche der Landwirtschaft fertig zu machen. Gerade jetzt sind die Schweinehalter dran , nachdem man die Rindviehhaltung stark dezimiert hat. So hat man bis jetzt in fast zwei Jahren rd. 40% der Schweinehalter platt gemacht. Mit der jetzigen politisch gewollten Energiekrise geht es an die gesamte Substanz unserer Volkswirtschaft. Das wird Folgen haben und eine riesige Arbeitslosigkeit hinter sich herziehen. Überall nur Versprechungen , aber keine positiven Taten. Selbst die Ahrtalbewohner sind auf der Demo weil dort nichts passiert.
    Dieser Weg der politischen unfähigen Verantwortungslosigkeit bringt das ganze Staatssystem zum Schwanken . Überall nur Versagen , weltweite Geldverteilerei, Weltenrettung , aber den Schwur auf das Grundgesetz vergessen , nämlich Schaden vom deutschen Volke abzuhalten.

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    • Inga sagt

      Wenn der LEH Obst und Gemüse wo anders her billiger kauft, um unsere Landwirtschaft mit poltischem ok zu dezimieren, dann ist unserer Staat dumm und hochnäsig . Wieviel ungünstige Umwelteinflüsse hat es ein Feld zu bestellen und dann nicht abzuernten? Diese Umwelteinflüsse wurden wo anders auch getan, wo das Obst und Gemüse wächst, dass dann in inserem LEH billiger eingekauft wird.
      Was bilden wir uns ein, dass wir uns doppelte Umweltbelastungen für unsere Lebensmittel leisten.
      Da ist der Bauer aber keine Schuld.

      Das müsste FFF wissen, dann hätten die aber recht, wenn sie soch darüber aufregen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Ganz so schwarz-weiß, wie sie die Rolle des LEH darstellen, ist es nicht. Die Milchviehhaltung litt unter einem struturellen Überangebot, ausgelöst durch die Laufstall- und Melkrobotertechnik und durch den Wegfall der Milchquote. Da haben viele drauflos produziert für einen bestenfalls stagnierenden D- und EU-Markt. Es waren auch die Molkereine, die ihre Lieferanten “angefeuert”, mehr Rohstoff zu liefern, den man dann -naturgemäß in verarbeiteter Form- nur in Weltmarktkonkurrenz verkaufen konnte, Was aber nicht so einfach ist.

      Heute deshalb keinen Daumen von mir.

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      • firedragon sagt

        “… durch den Wegfall der Milchquote. Da haben viele drauflos produziert für einen bestenfalls stagnierenden D- und EU-Markt…”

        Herr Krämer,
        vor dieser Aussage wurden die Augen verschlossen. Auch von Milchviehhaltern.
        Tja, aber der Mensch lernt einfach nicht … im Weinbau läuft es seit einiger Zeit ähnlich. Zwar steht das Flächenkontingent noch, allerdings sind die Pflanzrechte, wie sie waren, abgeschafft.
        Kommt im Weinbau auch so, wie bei der Milch und die Winzer werden sich ihr Geschäft selbst kaputt machen … werden aber auch die Augen verschlossen.

        Politik setzt allzu oft verkehrte Anreize. Aber … naja.

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        • Arnold Krämer sagt

          Im Schweinebereich sind die Landwirte ebenfalls mit Hinweis auf den Bedarf der Schlachthöfe “angefeuert” worden, zu expandieren und letztlich für den Weltmarkt zu produzieren. Das ging gut bis zum Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest und den Verwerfungen durch die Corona-Krise. Die Sauenhalter und Schweinemäster hatten z. B. im WJ 19/20, also vor den Krisen, sehr gute Wirtschaftsdaten aufzuweisen.
          Die Situation ist eine andere als für die Milchviehhalter, die keine wesentliche Nachfragekrise haben und preislich im Aufwind sind. Bis sich der Markt für Schlachtschweine und Ferkel a) unter Berücksichtigung der Nachfrageentwicklung b) unter Berücksichtigung der allgemeinen Kostensteigerungen (Energie, Futtermittel etc.) und c) unter erhöhten kostensteigernden nationalen Haltungsvorschriften in einem neuen Gleichgeicht sein wird, kann ich nicht voraussagen. Für manche Betriebe – nicht für alle – ist die Lage hoffnungslos.

  4. Piet sagt

    Irgendwie greift er ziemlich viele Probleme auf ich glaube ein Hauptproblem ist dass die Weltbevölkerung steigt und wir uns überlegen müssen das unsere Bodenproben richtig sind und dass die Nitratbelastung irgendwo anders herkommt als von der Landwirtschaft die Kläranlagen sind da bestimmt auch mit schuld dran das müsste mal genauer untersucht werden

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    • UR sagt

      Das mit der Überbevölkerung erledigt sich gerade, dafür haben die auch gesorgt.

  5. Peter aus MV sagt

    Ein Gruß in die fachkundige Runde mit der Bitte um Aufklärung.
    Ich bin ein Nicht-Landwirt, also Laie, der seit einer Weile die Berichterstattung hier und auf dem Youtube -Kanal ” Moderner Landwirt ” verfolgt. Als auf ‘s Land gezogener Stadtmensch bin ich bemüht, die Abläufe, Probleme, Standpunkte etc meines neuen und ungewohnten Umfeldes nachzuvollziehen und zu verstehen.

    Zu den Protesten in den Niederlanden fand ich als Auslöser stets den Regierungsbeschluss “Senkung der Stickstoff -Emissionen”
    In der “TAZ” etwas mehr dazu: “Stickstoffoxide und Ammoniak, zu denen der Stickstoff in der Luft reagiert, sind Vorläufersubstanzen von gesundheitsgefährdendem Feinstaub und Ozon und schädigen Ökosysteme. Deshalb kündigte die Regierung in Den Haag Mitte Juni an, den Ausstoß von Stickstoff um 50 Prozent zu reduzieren.”
    Das erscheint mir aber als hanebüchener Unfug, denn wenn mich meine Erinnerung an Schulzeiten nicht trügt, besteht die Erdatmosphäre doch ohnehin zu knapp 80Prozent aus Stickstoff und der ist, gelinde gesagt, ziemlich reaktionsträge.
    Könnte mir bitte jemand erklären, wo das Problem mit Stickstoffemission liegt?
    Methan (als Treibhausgasemission) wäre im Ansatz als Problem nachvollziehbar, bei Stickstoff verstehe ich es nicht.
    Vielen Dank im Voraus für weiterführende Informationen.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Luftstickstoff N2
      Methan CH4
      Ammoniak NH3
      Nitrat (im Wasser giftig) NO3 –

      • Peter aus MV sagt

        Danke.
        Die chemischen Formeln waren mir durchaus bekannt.
        Zudem ist Ihre Aussage “Nitrat (im Wasser giftig)” falsch.
        Nitrat ist selbst nicht giftig. Problematisch ist die mögliche bakterielle Umwandlung durch Reduktion in Nitrit (NO2-) / Quelle http://www.boden-fachzentrum.de
        Ihre Antwort hilft also nicht weiter.

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        • Seevers Reinhard sagt

          Man sollte Mal einen Schritt zurücktreten und fragen, wer hat ein Interesse daran einem Prozent der Bevölkerung, die Verantwortung für fast alle derzeitigen Probleme zu geben?
          Es werden falsche Datengrundlagen, nicht zutreffende Gefährdungen und Gefühle vermischt und zu einer Kausalitätskette verknüpft, die bei der Landwirtschaft endet. Das muss einen tieferen gesellschaftlichen Sinn haben. Ich tippe immer noch auf den Ablasshandel zur Aufrechterhaltung des Wohlstands durch Konsum.

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          • Brötchen sagt

            Bestimmte politischen Gruppen haben ein gewaltiges Eigeninteresse

            Wenig Kohle und AKW höher Gasbedarf und hohe Abhängigkeit!
            Nenn jetzt keine Namen.

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            • Brötchen sagt

              Ansonsten kommt nur Dummheit (Hybis), oder viel Pech beim Nachdenken oder Lust an der Selbstzerstörung in Frage.

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              • Brötchen sagt

                Achso schon zu Ostzeiten hatten wir einen riesigen schmarotzenden Apparat.
                Jetzt gibt es natürlich viel mehr zu verteilen, da ist die Versuchung wesentlich höher.
                Stasi, Militär, Parteiapparat, Gewerkschaftsapparat

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        • Brötchen sagt

          Peter gibt unterschiedliche Wirkungen von Stickstoff in verschiedenen Formen.

          Vom Naturschutz her wird für bestimmte Biotope fast null Stickstoffeintrag gefordert.
          Weiss vom Emissionsschutz gibt es eine Grenze von 5 kg /ha.
          Allein dadurch kfz und andere Quellen hat man schon eine gewisse Belastung.
          In den Niederlanden hat man einen sehr hohen Tierbesatz und auch einen intensiven Gemüse und Zierpflanzenanbau, da kommt sicher auch noch eine Grundwasserbelastung hinzu.

          Also das zweite Problem Nitrat im Grundwasser…..und dann in den Flüssen und Meeren.

          Das dann als Giftstoff für die Trinkwassernutzung und eben eutrophierung der Gewässer.

          Ich sehe das auch bei uns nahe dem Stall grünt und blüht es schon schön.

          Hat eben alles seine zwei Seiten…hier wird aber nur eine Seite verteufelt.

          Im Gegensatz zu MV oder BB hat die Niederlande ein ganz anderes Niveau der Stickstoff Belastung.

          Rein von den zahlen und dem pol. Gerede ist MV gaaaaanz gaaanz schlimm und die Niederlande ein Stickstoffwüste.

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          • Brötchen sagt

            Wegen der Biotope der Pflanzenbesatz ist eben von den Wachstumsbedingungen abhängig!
            Den Pflanzenbesatz einer Weide kann man durch Düngung und Bewirtschaftung steuern.

            Das ist der Hintergrund.
            Wenig Nährstoffe, Stickstoff, Kalk, Bodenzusammensetzung, feuchtigkeit

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Grundsätzliches zu Nitrat:

      Nitrat ist ein „windiger Bursch“: gut löslich, extrem mobil, dabei sehr vielseitig einsetzbar.

      Krass kurz und bündig ausgedrückt; ohne Nitrat kein Pflanzenwachstum, somit keine Photosynthese – für jeden vielleicht jetzt unschwer zu erraten, ob ich ohne dieses „Bürschchen“ hier überhaupt noch Zeilen verfassen könnte…

      Ohne Nitrat kein Leben!

      Zur Giftigkeit von Nitrat bzw. Nitrit: Es gab irgendwann einmal im Zusammenhang mit Nitrat eine attestierte Blausucht (Zyanose) bei Kindern in den USA. Heute finden Sie wohl keinen Wissenschaftler, der sich noch mit eben dieser Thematik in einem solchen Zusammenhang auseinandersetzt, fatal verallgemeinernd wird medial allerdings in diese Richtung verteufelt, was das Zeug hält, ohne wissenschaftlich belastbare Ergebnisse hierzu vorlegen zu können. – Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

      Die Entdeckung dereinst, dass man durch das Pökeln von Fleisch dieses konservieren konnte, hat einen riesigen Sprung in unserer Menschheitsgeschichte initiiert. Dazu hat es wg. der enttarnten Giftigkeit einen kompletten Rückzieher gegeben, konsequent verteufelte man auch hier. Sind eben diese Behauptungen heute noch in dieser Art und Weise haltbar!? Auch Kochsalz in ungesunden Mengen schadet. übrigens.

      Acrylamid – der große Aufschrei in sämtlichen Medien vor einigen Jahren, aktuell läuft wiedern die Grillsaison auf Hochtouren, braun bis schwarz am Grillgut ist geduldet, schmeckt so manchen sogar besonders gut – das heiß geliebte Grillaroma eben, auf das viele nicht verzichten möchten. Um das spottbillige Grillgut herum hat sich einen Luxusindustrie etabliert, Preise von bis für den Edelgrill in sämtlichen Variationen.

      Die Menschheit erlaubt sich derzeit innerhalb eines allgewaltigen weltweiten noch immer omnipräsenten massiven Verteilungsproblems Luxusdiskussiönchen im eigenen Umfeld dieser dekadent erheblich egoman abgehobenen Wohlstandswelten in einer beinahe schon absolut weltfremden Art und Weise, die kein Hungernder jemals wird nachvollziehen können , der leider vollkommen unverschuldet nicht in das richtige Fleckchen Erde hineingeboren wurde.

      Was uns die meisten staatlich alimentierten Stickstoffexperten heute hellseherisch fortwährend vorzugaukeln wissen, offenbart sich zunehmend als das, was es im eigentlichen ist – eine bloße Verdrehung von Tatsachen: 5 Jahre Ökolandbau ohne N-Einsatz und wir ernten günstigstenfalls auf eben diesen Äckern nur noch die Hälfte. Können wir uns das realiter aber auch erlauben; ich meine nicht!!!

      Heute, da wir infolge des bestialischen Überfallskrieges inmitten Europas nicht wissen, ob wir in den kommenden Wintermonaten über das notwendige Gas verfügen können, geht dem einen oder anderen hoffentlich ein Lichtlein auf, dass es ohne dieses Gas parallel auch Probleme mit der Düngerversorgung geben könnte. Vernachlässigbar? – Ich jedenfalls meine nicht!!!

      Wenn erst einmal der Hunger hier in Deutschland wieder anklopft, werden sehr viele Banalitäten vom Bildschirm einfach wieder von selbst verschwinden. Jene Experten eben, die derzeit himmelschreiende Ungerechtigkeiten an ihren Schreibtischen umzusetzen wissen durch z.B. fachlich kaum mehr begründbare Ausweisung von ROTEN GEBIETEN, wo man unseren Pflanzen anmaßend brutal aufoktroyiert, dass diese hungern müssen; eine grandioser Verstoß wider unser Grundgesetz, unsere Europäische Menschenrechtscharta und viele Betroffene lassen genau das dennoch tatenlos mit sich machen, noch…! Vor dem Gesetz sind alle gleich, vergisst man das geflissentlich ganz!?

      5 Jahre Ökolandbau einhergehend mit den katastrophalen Dürrephasen, die wir in den letzten Jahre fortwährend verzeichnen mussten; und es wächst nix – unsere Böden hat man dabei auf längere Sicht systematisch ruiniert, die segensreichen Wasservorräte von Menschenhand zusätzlich bewusst vernichtet. Können wir uns das forthin leisten, ich meine nicht!!!

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    • Mark sagt

      @Peter aus MV
      herzlichen Dank für die sachliche Anfrage zum Thema Ammoniakemissionen und Nitratemissionen aus der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft nehmen wir diese Themen sehr ernst und befassen uns damit schon seit langem, längst bevor sie in den öffentlichen Focus gerückt sind. Und genau darin liegt ein wesentlicher Kritikpunkt seitens der Landwirtschaft. Die Fortschritte, welche seitens der Landwirtschaft bisher bereits gelungen sind werden in der öffentlichen Diskussion in keinster Weise gewürdigt. Probleme, die bereits weitgehend gelöst sind, werden hochstilisiert und z.B. mit immer schärferen Grenzwerten qusi am Leben gehalten, die daraus resultierenden Anforderungen an die Landwirtschaft sind dann aber weder sinnvoll noch erfüllbar. Dieses Hase und Igelspiel ist es was die Bauern auf die Palme bringt!

      Als Beispiel die Ammoniakemissionen. Diese wurden seitens der Landwirtschaft in den letzten 30 Jahren um 25,5% gesenkt. Würde man den Betrachtungszeitraum ausdehnen bis in die 70er Jahre, wäre der %-satz noch höher. Warum jetz plötzlich der Ammoniakausstoss zur Umweltkatastrophe hochstlisiert ist nicht nachvollziehbar.

      https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/ammoniak-emissionen#entwicklung-seit-1990

      Genauso beim Thema Nitrat. Wie schon richtig festgestellt ist Nitrat als solches kein Gift sondern im Gegenteil für den Mensch in seiner Ernährung sogar existenziell wichtig. Dabei ist wie bei allem natürlich die Dosis entscheident. Einiges erhellendes ist folgendem link zu entnehmen:

      https://www.ugb.de/forschung-studien/nitrat-im-essen-vom-saulus-zum-paulus

      Die Nitratgehalte im Grundwasser sind ebenfalls seit langem rückläufig, bis auf ganz wenige regionale Ausnahmen. Auch dies wird in der öffentlichen Dikussion völlig negiert und NGO`s und deren mediale Helfer sowie die nachträllernde Politik palavern irgendwas von nitratverseuchem Grundwasser was eben auch nicht der Wirklichkeit entspricht. Sehr gut dargestellt ist die Problematik in folgendem Video:

      https://www.youtube.com/watch?v=kP0h0krkq5U

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    • Mark sagt

      @Peter aus MV
      herzlichen Dank für die sachliche Anfrage zum Thema Ammoniakemissionen und Nitratemissionen aus der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft nehmen wir diese Themen sehr ernst und befassen uns damit schon seit langem, längst bevor sie in den öffentlichen Focus gerückt sind. Und genau darin liegt ein wesentlicher Kritikpunkt seitens der Landwirtschaft. Die Fortschritte, welche seitens der Landwirtschaft bisher bereits gelungen sind werden in der öffentlichen Diskussion in keinster Weise gewürdigt. Probleme, die bereits weitgehend gelöst sind, werden hochstilisiert und z.B. mit immer schärferen Grenzwerten qusi am Leben gehalten, die daraus resultierenden Anforderungen an die Landwirtschaft sind dann aber weder sinnvoll noch erfüllbar. Dieses Hase und Igelspiel ist es was die Bauern auf die Palme bringt!

      Als Beispiel die Ammoniakemissionen. Diese wurden seitens der Landwirtschaft in den letzten 30 Jahren um 25,5% gesenkt. Würde man den Betrachtungszeitraum ausdehnen bis in die 70er Jahre, wäre der %-satz noch höher. Warum jetz plötzlich der Ammoniakausstoss zur Umweltkatastrophe hochstlisiert ist nicht nachvollziehbar.

      https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/ammoniak-emissionen#entwicklung-seit-1990

      Genauso beim Thema Nitrat. Wie schon richtig festgestellt ist Nitrat als solches kein Gift sondern im Gegenteil für den Mensch in seiner Ernährung sogar existenziell wichtig. Dabei ist wie bei allem natürlich die Dosis entscheident. Einiges erhellendes ist folgendem link zu entnehmen:

      https://www.ugb.de/forschung-studien/nitrat-im-essen-vom-saulus-zum-paulus

      Die Nitratgehalte im Grundwasser sind ebenfalls seit langem rückläufig, bis auf ganz wenige regionale Ausnahmen. Auch dies wird in der öffentlichen Dikussion völlig negiert und NGO`s und deren mediale Helfer sowie die nachträllernde Politik palavern irgendwas von nitratverseuchem Grundwasser was eben auch nicht der Wirklichkeit entspricht. Sehr gut dargestellt ist die Problematik in folgendem Video:

      https://www.youtube.com/watch?v=kP0h0krkq5U

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      • Seevers Reinhard sagt

        Mark, wir schreiben uns seit Jahren die Finger wund und immer, wenn Mal wieder ein einsamer Bürger hier eine Frage stellt, fangen wir wieder und wieder von vorne an…..ich finde das so hoffnungslos, so deprimierend.

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          • Peter Hans sagt

            Vielen Dank, auch an Wurzelwicht, für Ihre umfassende Antwort mit reichlich Informationen.

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        • Stadtmensch sagt

          Das ist ja hier (leider) auch kein Informationsportal, sondern einen “Quatschbude”.
          Wer es genau wissen will, muss entweder permanent mitlesen und die Fakten selbst sortieren\prüfen\hinterfragen oder der die Wissbegierige begibt sich selbst auf die Reise – und wird vermutlich scheitern.

          Das ist ja immer der Trugschluss, dass man mit “mechanistischem Denken” in die Landwirtschaft (Biologie\Chemie) stolpert und meint, man könnte sich mit ein paar chemischen Formeln und metabolistischen Schemata ein hinreichend genaues Bild vom Verbleib reaktiver Stickstoffverbindungen machen. Das ist nun mal kein abgeschlossenes System und hier spielen viele Faktoren eine Rolle.

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          • Seevers Reinhard sagt

            “Wer es genau wissen will, muss entweder permanent mitlesen und die Fakten selbst sortieren\prüfen\hinterfragen oder….”

            ….oder er hat einfach Vertrauen in seine Ernährer und Kulturlandschaftserhalter……?
            🤔

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            • Peter Hans sagt

              Erst einmal vielen Dank für den oben gesetzten Link auf den Nitrat-Lüge-Artikel.
              Und jetzt zum Thema Vertrauen: Ihr Ernst?
              Den Bauern aus dem Nachbardorf, der seine Flächen für Windräder verpachtet hat und dauerhaft in die Südsee angetaucht ist?
              Dem Landwirt, der hier ringsum seine Felder bewirtschaftet und mir einen gigantischen Haufen Kalk an die Grundstücksgrenze gekippt hat, der vom Winde verweht meinen Garten gründlich geweisst hat? Der die Bitte, den Haufen mit Plane abzudecken abtat mit “Kalken ist das Beste, was dem Boden passieren kann” zu jemandem der gerade Blaubeerbeete und ein Maronenwäldchen auf seinem Grund angelegt hat.

              Vertrauen muss verdient werden, das wissen Sie so gut wie ich.

              Ich vertraue darauf, daß Sie von Ihrem Beruf (sehr viel) mehr verstehen als ich (umgekehrt wird es ebenso sein), aber so wie ich meinen Kunden Ausarbeitungen und Planungen umfassend und für Laien verständlich erläutere sehe ich es als wichtig an, auch selbst als Laie einmal nachfragen zu dürfen ( insbesondere dann, wenn Verlautbarungen “vertrauenswürdiger Stellen” wie Regierung, Tagesschau, einschlägige NGO offenkundig unvollständig wenn nicht gleich in sich widersprüchlich sind
              Mit bestem Gruß
              Peter aus MV (der nicht so einsam ist, wie von Ihnen vermutet).

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              • Brötchen sagt

                Mit dem Kalk hat er Recht….,hört sich komisch an, ist aber so.

                Ich kauf für meine hobbywiesen die 10 kg tüten für 6 Euro und davon soviel ich wegkriege……

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                • Brötchen sagt

                  Gut Blaubeeren sollten kein Kall sehen….
                  Aber Bauern sind keine Feinmechaniker….
                  Bissl. Moorerde wieder drauf und gut ist…

                  Dumm gelaufen…

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              • Seevers Reinhard sagt

                Peter Hans, ich bin kein Landwirt, sondern Architekt und meine Berufsbasis ist allein Kompetenz und Vertrauen. Und ich versuche meine Kenntnisse in Vertrauen umzumunzen, was mir in den letzten 25Jahren gelungen ist.
                Auch der Normalbürger überschreitet irgendwann Mal Grenzen, die dem Nachbarn nicht gefallen, deshalb allen Menschen nicht zu vertrauen ist schon spookie oder?
                Es ist immer wieder interessant, wie Menschen ihre eigenen persönlichen Erfahrungen verallgemeinern können und daraus ein Bild für eine ganze Gruppe ableiten.
                Das hab ich auch am eigenen Leibe häufig erfahren. Jeder hat sein Welt- und Menschenbild.😉

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                • Peter aus MV sagt

                  Seevers Reinhard,
                  mit “oder er hat einfach Vertrauen in seine Ernährer und Kulturlandschaftserhalter……?”
                  haben Sie in den Raum gestellt, daß man jemandem allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Bauernstand Vertrauen entgegen bringen sollte.
                  Das habe ich in Abrede gestellt.
                  Und zu Ihren weiteren Ausführungen:
                  das Vertrauen, das Ihnen jetzt (Hoffentlich )ermöglicht, eine gesicherte berufliche Existenz zu führen ist Ihnen auch nicht zugeflogen, sondern das haben Sie sich in (nach Ihren Worten) in 25 Jahren erarbeitet; also verdient.
                  In Abwandlung Ihres obigen Beitrages:
                  Es ist immer wieder interessant, wie Menschen ihre eigenen persönlichen Erfahrungen verallgemeinern können und daraus ein Bild für ein ihnen völlig unbekanntes Gegenüber ableiten.
                  Schon spookie oder? 😉
                  Genug davon; das bringt weder Sie noch mich weiter.
                  Mit bestem Gruß

                • Seevers Reinhard sagt

                  Peter, ich meinte mit Vertrauen in die Ernährer die Landwirtschaft, und nicht die Reduzierung auf DEN Landw. Nachbarn. Es gibt auch so etwas wie Vertrauen in die Stabilität von Brücken oder der Luftfahrtbranche, auch wenn der Bauing. oder der nachbarliche Pilot ein A.sch sein können.

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              • Sabine sagt

                Okay, da kalkt jemand seine Wiesen/Felder und bringt damit seinen Boden auf ein hoffentlich guten ph-Wert für seine Kultur. Das hat man schon vor 100 Jahren so gemacht, das hat so ziemlich nichts mit “Umweltvergiftung” zu tun. Das geht dem Hobbygärtner auf den Sack, der gerade Blaubeeren und Maronen gepflanzt hat.
                Mir als echt ätzende Öko-Tante stellt sich da die Frage: Warum? Warum versucht man in einem Garten eine Pflanze ran zu ziehen, die in 99% der Fälle dort im völlig falschen Standort sind? Meinst nimmt man dann noch die Kulturheidelbeere, die aus Amerika kommt und die für die Insektenwelt hier nicht besonders interessant ist. Das ist genau so affig, wie ständig mit Steinbeeten die Hochalpine Landschaft im Mini-Format anzulegen. Mit der Edelkastanie eine Mittelmeerart anzupflanzen, könnte pfiffig sein, wenn das mit den Klima im Moment passiert und so kalkempfindlich ist die gar nicht, was der Art in D eher zu schaffen macht ist, dass sie ein ausgesprochen wärmeliebender Baum ist, der Staunässe und starke Sommerregen gar nicht gut verträgt. Zudem ist der ein Phosphor- und Kalim-Monster. Die lockeren, gut gelüfteten leicht sauren und vollsonnigen Standorte, die diese Pflanze eigentlich liebt, gibt es hier zu Lande eigentlich eher seltenst.
                Ich seh das immer wieder, da versuchen Hobbygärtner mit massivem Aufwand ihren kompakten gelben Lehmboden in einer Ecke auf Moor oder Heide und in der anderen Ecke auf Hochalpin und in der Mitte auf amerikanische Prärie zu trimmen und wundern sich, warum das alles so mühsam und kostenintensiv ist. Da werden ganze LKW-Landungen Sand und Humus und weiß der Gott noch was angekarrt, damit es auf 200 qm “schön” ist, der Bauer, der den Kalk ausbringt,um damit Nahrungsmittel zu erzeugen, ist aber ein Arsch.
                Der Natur wäre viel mehr geholfen, wenn man das mit der sau-teuren Gartengestaltung sein lässt. Es gibt eine ganze reihe traditioneller Gartenpflanzen, die sich sehr gut in so ziemlich jedem Boden halten und es gibt eine heimische Wildstaudenflora, die nicht nur schön sondern auch sehr nützlich ist und meist von selber kommt. Warum nicht einfach stink-normale Johannisbeeren oder Stachelbeeren und Heinbuchen und Heideröschen?
                Würde man ich wirklich ernsthaft für die Umwelt interessieren, würde man den Garten einfach selber entscheiden lassen, was er sein will. Ich verstehe es einfach nicht, warum man Landwirten jede Anbauschritt bis ins kleinste vorschreibt und die ganzen Privatgärten ausnimmt. Warum darf ein Landwirt in einem Naturschutzgebiet nur zwei mal heuen im Jahr, aber die angrenzenden Siedlungen jedes Wochenende den Rasen kurzraspeln?
                Warum kann ich im Baumarkt mir den Hänger voll mit Eisendünger und so interessanten Sachen wie Celaflor Combi oder Permaclean Duo laden. Ohne jeden Sachkundenachweis.
                Ich verstehe es nicht.
                Und ich verstehe es auch nicht, warum die Leute, die gerade mit viel Aufwand ihren Boden vergewaltigen, dann das Heulen anfangen, wenn ein Bauer Gülle fährt. Denn das was ich an Gartengestaltung sehe, ist oft nichts anderes als ein massiv destruktiver Eingriff in die Natur.

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        • Peter Hans sagt

          Vielen Dank für Ihren Link (weiter oben) auf den Nitrat – Lüge – Artikel.
          Finger wundschreiben muß meist bei einem gutgefüllten Beitragsarchiv nicht sein, wenn man den Anfrager mit ein paar einschlägigen Suchbegriffen versorgt.
          Die Suche nach “Stickstoff” gab leider nicht viel her, daher meine Fragestellung.

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          • Bauer Willi sagt

            Beim Suchbegriff „Nitrat“ werden 101 Ergebnisse angezeigt, bei Stickstoff 42.
            So viel zum Thema Nachschlagewerk versus Quatschbude.
            Der Initiator und Betreiber dieses Portals verfügt (noch) nicht über hellseherische Fähigkeiten.

            • Peter Hans sagt

              Richtig. Meine Anmerkung sollte kein Vorwurf sein.
              Ich gehe davon aus, daß sich hier im Archiv etliches findet, das hochinformativ und auch lehrreich ist.l
              Allerdings:
              Ich hatte nach Stickstoff auch vor meiner Frage hier im Kommentarbereich gesucht. Nicht nach Nitrat, denn in der ganzen Niederlande-Protest-Sache war und ist stets nur von Stickstoff die Rede.

              Ich muss aber gestehen, daß ich mir nicht die Zeit genommen habe, alle Artikel zu lesen, mit Ausnahme von: Stickstoffmanagement-und-Technik-Ina-Körner.
              Ansonsten habe ich, vielleicht etwas voreilig, unterstellt, das mich in der Verständnisfrage zum “Bürgerkrieg” (Zitat A.Lee) in den NL Artikel wie :”Hafermilch ist keine Lösung”, “Die Welt braucht dringend Weizen!”,”Der Krieg”,”Der Hirn-Aus-Reflex” uvam nicht wirklich weiterbringen.
              Dann ist es auch hilfreich, wenn, wie von Seevers Reinhard einfach kommentarlos ein informativer Link übersandt wird; es ist nicht immer nötig (wenn auch sehr freundlich) eine solche Anfrage mit einer umfassenden Abhandlung (Finger wundschreiben) zu beantworten.

              Abschliessend meinen herzlichen Dank, daß Sie sich die Mühe (und Kosten) machen, diese Seite hier überhaupt zu unterhalten.

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              • Inga sagt

                Die Welt braucht Wezen, aber bestimmt auch Hafer, oder?

                Hafer kann man in die Fruchtfolge einbauen, um den Boden gesund zu halten.

                Wenn jetzt dringend Weien gebraucht wird, dann kann ja Hafer zurückstehen,
                Und Hafermilch ist keine Alternative zu Milch, deswegen darf sie sie auch nicht Milch nennen.

                • Peter aus MV sagt

                  Auch das ist sicher richtig; der Zusammenhang zu meinem Versuch, als Nicht-Landwirt die Hintergründe der Bauernproteste in NL nachzuvollziehen, erschliesst sich mir allerdings nicht.
                  beste Grüße

  6. Smarti sagt

    Es ist ja nicht so, dass auf dieser Seite nicht seit Jahren gewarnt, aufgeklärt und Lügen enttarnt werden.
    Es gab ja auch in D grosse Demonstrationen und Streiks, immer wieder.
    Es kam in der breiten Bevölkerung aber nicht an: “Reiche Bauern mit grossen Traktoren nerven mal wieder, weil sie mehr Geld wollen…” in etwa die Schreibe der Journalisten.
    Dass es schon lange ums Überleben der Bauern und damit in Folge auch ums Überleben der Bevölkerung ( erst ausserhalb Europas, dann Europa, dann Deutschland…) geht, das war vielen zu abstrakt.
    Deutlicher als jetzt ist es noch nie, endlich, gut so. Ich finde es wichtig zu informieren, dass es bei “uns in D” nicht besser ist ! Die Regierung kann es nur besser verstecken ( subtiler, z.B. Halbierung der Tierzahl, Bioumstellung 30 %).

    Angehende Mörder: Leute, die vorsätzlich die sehr knappe Ernte von Nahrung noch weiter verknappen, obwohl alle Anzeichen auf gar nicht gut für die nächsten Jahre stehen.

    Macht man sich als Politiker mitschuldig weil man trotz vieler Zahlen nichts unternimmt, die Erntemengen zu steigern – im Gegenteil alles unternimmt, die Ernten zu verringern ?

    Macht man sich als Medienperson am Mord von Kindern mitschuldig, wenn man ungeprüft jeden Mist nachplappert oder veröffentlicht, der schlussendlich dafür sorgt, dass weniger Nahrung bereit gestellt werden kann ? Ich denke ja.

    Macht man sich als Landwirt mitschuldig, wenn man sich fügt ? Den Vorgaben aus Brüssel nichts entgegensetzt, weil die Kraft fehlt und das Geld ausgeht. Oder weil – so geht es mir – man nicht auch noch jammern will solange es so viele Menschen gibt, denen es viel dreckiger geht. Aber wie lange noch schweigen ? Bis Corona vorbei ist, bis kein Krieg mehr ist, bis…. Ich denke ja, auch mitschuldig.

    Macht sich der Handel mitschuldig, weil er falsch informiert und so Landwirte weltweit und Verbraucher gleichzeitig über den Tisch zieht ? Mit seiner Einkaufspolitik schädigt der Handel seine Lieferanten ebenso wie alle vorgenannten Verdächtigen, wenn nicht noch mehr – denn die tun es mit voller Absicht – sind die lästigen Bauern aus dem Weg kann man das Zeug endlich ohne Hindernisse aus allen Teilen der Welt importieren.

    Wie kommen wir da wieder raus ?

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  7. Sabine sagt

    Oh wie schön…. Journalismus bei der TAZ hat sich in den letzten Jahrzehnten echt entwickelt. Haben die Leute von der Bild eingekauft, dass die es schaffen mit einem Satz Bauern, die berechtigterdings Angst haben enteignet zu werden mit Schwurblern gleichzusetzen, die Angst haben, dass Bill Gates ihnen einen Micro-Chip impfen will?
    Freunde der russischen Folklore, das ist mal ne Leitung!
    Was in den Medien ankommt ist: Bauern gegen Verminderung von Schadstoffen! War glaube ich die Überschrift bei der Meldung im Focus.
    Wir reden über Stickstoff. Auf welcher Schule waren diese … nein ich schreib nicht Schmierfink, ich will keinen Vogel beleidigen. Wäre Stickstoff das grausame Umweltgift, als das es gerade überall beschrieben wird, wär atmen echt schwierig… überhaupt wär es sehr problematisch eine Körper zu haben.
    Man kann über Eutrophierung reden, man kann darüber reden, dass die Niederlande gemessen an ihrer kleinen Fläche einer der größten Produzenten von Lebensmitteln überhaupt ist, man kann sicher viel über Hochleistungzuchten und deren Sinn und Unsinn reden, aber Leuten den Hof wegzunehmen, wenn sie nicht sofort aufhören nach guter fachlicher Praxis den selben zu bestellen, das geht nicht.
    Kippt einen Monat lang die Milch weg, stallt einen Monat keine neuen Hühner oder Schweine ein, verkauft einen Monat nicht eine müde Runkel… europaweit. Macht das am Besten wenn alle wieder von ihren Flugreisen zuhause sind, damit es auch jeder mitbekommt. Grève Générale, aber richtig. Sprecht euch ab. Macht gemeinsam eine Städtetour, möglichst mit dem Fahrrad und guckt was passiert. Nach einer Woche steht entweder die Bundeswehr neben dem Milchtank oder man hört Euch zu.

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    • Smarti sagt

      Flughäfen und Autobahnen sperren und schon wird viel Stickstoff eingespart. Genial diese Bauern :). Angst vor Sanktionen werden diese Landwirte keine mehr haben – noch mehr geht ja gar nicht.

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  8. Günter Düsterhus sagt

    Es wird noch ganz anders knallen. Ich höre Gerüchte ,China hat riesige Weizenreserven, weil es sich auf einen Präventivschlag gegen die USA vorbereitet. Man beurteilt den Krieg in der Ukraine als Angriff der USA auf Russland, beobachtet das ganz genau und möchte nicht auch von einer globalen NATO abgekocht werden. 8 Jahre wurden jedes Jahr 10000 Soldaten von der NATO in de Ukraine ausgebildet. Im Januar kündigte Selenskyj die Minsk abkommen und ab dem 15. Februar beschleunigte sich laut OSZE Beobachtern der Angriff auf den Donbass radikal. Würdet ihr warten, egal wie das ausgeht oder die Munitionsverluste der NATO jetzt ausnutzen? Ja wir stehen vor interessanten Zeiten!

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    • Thomas Bröcker sagt

      Wohl eher ein Präventivschlag der USA gegen China. Anlässe zu basteln wird ja gerade mit allen Mitteln versucht. Gleiwitz/Thaiwahn/Scheinwitz/HonkKong lassen grüßen.

    • Inga sagt

      Dann appellieren wir mal an die Verbraucher.

      Der neue Zeitgeist ist
      Salat,

      auch abnderes Obst und Gemüse

      aus der Region
      verbrauchen.

      Es müsste sozial sanktioniert werden8, wenn man Kirschen aus der Türkei kauft, anstatt von hießigen Obstbauern, mit Salat und anderem genauso.
      Was das für Energie kostet, so einen großen Plan mit Salat unterzupfkügen.

      Das muss deswegen sozial kontrolliert werden, damit die Ökologie unserer Heimat so weit es geht erhalten bleibt.

      Fangen wir endlich an.

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    • Smarti sagt

      Landwirte ausgestopft im Museum – das sind ja “tolle” Aussichten. Leute, macht was !

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      • Inga sagt

        Ja,
        damit man später mal die Mittler von Natur und Kultur bewundern können.

        Wie wird es dann draußen in unserer Gemarkung aussehen?

  9. Ostbauer sagt

    Also bis jetzt kann ich noch keine Radikalität feststellen!
    Die “letzte Generation” hat doch auch ministeriales “Verständnis” bekommen für ihre Aktionen, welche man auch als Nötigung bezeichnen könnte.
    Bei den Landwirten gehts um alles; Existenz, Zukunft, Lebenswerk!
    Ich kann die niederländischen Kollegen gut verstehen.
    Aber glaubt ja nicht, dass es in “good old Germany” viel anders kommt!
    Wenn sich Timmermanns durchsetzt; und ich denke, dass wird er, gehen hier bei mir die Lichter aus. 100% meiner Flächen liegen im SPA-Gebiet, da läuft in Sachen Pflanzenschutz nichts mehr, obwohl man bei der Ausweisung der Gebiete noch ganz was anderes gesagt hat. So etwas nennt man “kalte Enteignung”. Eigentlich müssten sich alle Landwirte in Europa an die Seite unser Kollegen in den Niederlanden stellen!

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  10. Pälzer Buh sagt

    Wetten dass, die deutsche Umweltministerin Lemke das auch kann(?), wie Ihre Niederländische Kollegin?

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  11. Seevers Reinhard sagt

    “Damit nicht genug: Gestern Abend zog ein wütender Mob vor das Haus der Umweltministerin Christianne van der Wal.”

    OK, jetzt gehören die Bauern zum Mob…..dann ist ja alles gesagt. Wenn sowieso keiner zuhört, kann man sich ja auch ruhigen Gewissens mit “der letzten Generation” zusammentun.

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  12. Obstbäuerin sagt

    Die beiden Beiträge von heute machen wirklich sprachlos und werfen die Frage auf: Wohin soll die Reise gehen? Für den Landwirt in Deutschland gibt es eine Fahrkarte ins Mittelalter, die neben schwerer körperlicher Arbeit auch rustikale hygienische Zustände bedeuten: “Ein Besuch bei Landwirtinnen, die ihr Feld nachhaltig bestellen. Text: Eva Hoffmann und Fotos: Marzena Skubatz” Gefunden unter dem link des vorherigen Beitrags. Wenn das die Zukunft der Landwirtschaft sein soll, ergeben sich zwei Fragen: Wer macht das freiwillig und wo kommt dann unser Essen her?

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      • Ostbauer sagt

        Na ja, von mir aus. “Jeder soll nach seiner Fasson selig werden”; hat schon der Alte Fritz gesagt.
        Glaubt Irgendjemand daran, mit solchen Methoden ein Volk ernähren zu können?

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        • Inga sagt

          doch mit Nanopartikel aus der Mikrochemie.
          Wir sind ein schließlich ein Hochtechnologie Land!!!

          Für die Landschaftspflege werden hochbezahlte Rancher eingesetzt!

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    • Limes sagt

      habe den Fluter Beitrag auch gelesen, mir ist spontan folgendes zu der Quecken Strategie in den Sinn gekommen.
      Wie oft musste das arme Pferd den Pflug noch bis vor der Roggensaat im Herbst 2021 über das Feld ziehen.
      Wie häufig mussten die Löcher in den Jeans von Sonia geflickt werden.
      Wie schaut der Roggenbestand jetzt aus hat er die Quecken unterdrückt und sind die Queckenwurzeln im Winter tatsächlich abgefroren.
      Hoffe das Pferd muß nicht nach der Roggenernte 2022 wiederholt mühsam den Pflug über das Feld ziehen und Sonia die Jeans wieder flicken da sie knierutschend beim Queckenwurzelziehen Löcher in der Hose produziert.
      Falls ja ist das vereinbar mit der Würde des Pferdes und Tierwohlgerecht. Bezüglich der Jeansflicken gehe ich davon aus es handelt sich um Bio Baumwolle aus kontrolliertem Anbau und kommt nicht aus einer Uiguren Region in China.

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      • Seevers Reinhard sagt

        “Schädlinge werden in den Grünstreifen abgefangen, von anderen Tieren gefressen und zerstören so weniger Pflanzen, ganz ohne Pestizide.”
        Wenn ich solche Sätze, von Frauen geschrieben, lese, hab ich das Gefühl es hat keine Bildung und keine Zivilisationsfortschritte gegeben….der Kindergarten gilt ein Leben lang….
        Wie gestern bei Dieter Nuhr, der Beitrag über die Kindergartengruppe, die von Frau Hammer, geborene Sichel geleitet wurde.😄

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        • Thomas Bröcker sagt

          War eine schöne Persiflage von Andreas Rebers. Ob´s verstanden worden ist, wage ich zu bezweifeln. Da muss man schon entsprechend vorgeframet/vorgeschädigt sein, wie wir.

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      • Inga sagt

        Die Ackergäule schonen den Boden, vielleicht nicht schlecht.
        Und dann die vielen unterschiedlichen Pflanzen, gut für die Biodiversität.

        ‘Und:
        Bio, das bedeutet in dem jungen Betrieb vor allem: mehr Arbeit und viel Geduld. Auf einem Teil der 16 Hektar Acker zwischen Wiesen und Wald baut das Kollektiv seit vergangenem Jahr Gemüse an, das in Kisten gepackt wöchentlich mehr als 30 Haushalte in der Region versorgt. Solawi – solidarische Landwirtschaft – bedeutet, dass die Mitglieder einen Betrag zahlen (ca. 80 bis 100 Euro im Monat), unabhängig vom Ergebnis der Ernte.

        Also trägt der Kunde das Risiko mit!
        Echte SoLaWi

        Aber ob wir alle davon satt werden?
        Was sagt die weiterverarbeitende Industrie dazu?
        Fallen da Arbeitsplätze?

      • Limes sagt

        ja es handelt sich um diesen Betrieb, beschrieben im Fluter Artikel
        https://www.fluter.de/nachhaltige-landwirtschaft
        2 Pferde für 16 ha Ackerland geht evtl in einer Sandbüchsenregion aber für andere Standorte wohl nicht ausreichend. 1900 arbeiteten 4,2 Mio Pferde in der Landwirtschaft, 1950 mit Lanz Bulldog Unterstützung waren es 2,3 Mio. Bei vollständiger Umstellung werden die 1,5 Mio Pferde wohl nicht ausreichen oder man reaktiviert wieder zur Unterstützung den Lanz Bulldog, natürlich mit nachhaltigem Holzvergaser. Bleibt aber immer noch offen ob es ausreichend Freiwillige gibt welche die Queckenwurzeln ziehen.😉😉

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