Bauer Willi
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Methan: Immer das Wichtigste zuerst

Ein Gastbeitrag von Bauer Fritz

Folgt man der gängigen Mainstream-Meinung ist es unausweichlich und massiv vordringlich das Klima der Welt sofort dadurch zu retten, daß in Deutschland weniger bis gar kein Fleisch mehr produziert und folglich auch nicht mehr gegessen wird.

Weil allein schon das Methan daß die Kühe ausstoßen. FURCHTBAR.

Immer schön nach NGO-Unlogik-Sprech und Medial-Primitiv-Lösungs-Schema: Es gibt ein Problem und es gibt da auch eine Lösung. Am besten eine, die immer andere betrifft und nie einen selbst.

Heißt also: Kühe weg – Problem gelöst – Welt gerettet.

Nun ist da dieser Tage eine Meldung aufgetaucht (Gigantisches Leck – Algerien: Riesige Methanwolke befeuert Klimakrise | krone.at), wonach aus einem von insgesamt drei Gasleitungslecks in Algerien (dem drittgrößten Gaslieferanten der EU) die Kleinigkeit von 118 Tonnen Methan pro Stunde austreten. Nochmal: 118 Tonnen pro Stunde.

Nun rechnen wir mal gemeinsam:

118 Tonnen Methan pro Stunde x 24 Stunden pro Tag x 365 Tage pro Jahr ergeben: 1.033.680 Tonnen austretendes Methan pro Jahr.

Nun haben wir ja mittels medialer Hirnwäsche gelernt, daß der schlimmste Klimakiller der Welt nur die deutsche Kuh sein kann. Mit einem fürchterlichen Methanausstoß von sage und schreibe 0,1 Tonnen pro Jahr.

Wir rechnen also weiter: 1.033.680 Tonnen austretendes Methan pro Jahr aus dem einen von drei Bohrlöchern dividiert durch 0,1 Tonnen Kuhmethan pro Jahr entsprechen also einer Herde von 10.336.680 Kühen. Dies wiederum entspricht in etwa dem Rinderbestand Deutschlands mit 11.301.860  Stück (Rinderbestand in Deutschland und in der EU bis 2020 | Statista).

Nun könnte sich der einfältige Normalbürger natürlich fragen, ob es denn nicht etwas mit Hausverstand zu tun hätte, wenigsten mal dieses eine der drei Bohrlöcher Algeriens zu schließen oder schließen zu helfen. Zumal man dies ja doch auch schon seit 40 Jahren weiß. Würde man das tun, könnten die deutschen Rinder friedlich weitergrasen und Milch und Fleisch für eben diese einfältigen Normalbürger liefern. Dann hätte man eigentlich auch gleich 2 Probleme gelöst.

Würde man sich dann vielleicht auch noch dem Verschließen der Löcher 2 und 3 widmen und anderer (Gas-)Löcher in der Welt, hätten die Rinder Europas wohl gar wieder eine Lebensberechtigung und der Klimakollaps samt Weltuntergang könnte ……. (darf man das sagen: verschoben werden). Und Deutschland könnte Dank Algeriengas womöglich wenigsten mittelkalt duschen statt eiskalt.

Aber nein: Wir kennen die EU. Immer das Wichtigste zuerst. Daher: Zuerst mal weg mit den deutschen Kühen. Dann bekommen wir auch weiterhin Gas aus Algerien. Und das brauchen wir doch nun wirkliche viel dringender als Milch und Fleisch.

Bauer Fritz

Der Text stellt die Meinung des Autors dar

 

Zum Thema Methan auch ein interessanter Artikel aus der TAZ. Nicht von Jost Maurin…

https://taz.de/Landwirtschaft-und-Klima/!5860158/

Und mehr zu Gas-Lecks hier:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/erdgas-die-groessten-methan-lecks-der-welt-1.5521537?

https://www.energiezukunft.eu/klimawandel/methan-lecks-in-deutschland/?

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/methan-unterwegs-mit-dem-jaeger-nach-erdgas-lecks-a-5036aa92-2488-4985-9420-deea4054e7af

https://www.deutschlandfunk.de/methanverluste-lecks-in-der-oel-und-gasindustrie-100.html?

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_92327304/russland-satellit-misst-groesstes-methanleck-aus-kohlemine-90-tonnen-pro-stunde.html?

https://www.mdr.de/wissen/treibhausgas-methan-besser-entdecken-100.html

Ein wirklicher Knaller sind die Karten der ESA zum Thema Methan:

https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-5P/Methane_levels_surged_in_2020_despite_lockdowns

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45 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Interessant ist, wie sich die Ökoszene in den Gesetzen widerspiegelt. Jahrzehntelang hatten die VDI- Richtlinien die Haltung von Nutztieren in Einstreusystemen in Bezug auf Gerüche negativer beurteilt als Einstreulose Verfahren. Das hatte man insbesondere durch Messungen gut hinterfüttert und über jahrelange Genehmigungspraxis untermauert.
    Nun heißt es im Entwurf der neuen TA-Luft:

    “Bei Haltungsverfahren mit verbessertem Tierwohl lassen sich Abluftreinigungsanlagen nicht immer einsetzen, zum Beispiel weil Offenställe zum Einsatz kommen. Der Entwurf der TA Luft sieht ausdrücklich vor, dass diese Haltungsverfahren selbst dann eingesetzt werden können, wenn sie zu höheren Emissionen führen. Ohnehin sind die Emissionen aus tiergerechten Außenklimaställen geringer als diejenigen aus geschlossenen Ställen ohne Abluftreinigung. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Temperaturen in Außenklimaställen geringer sind als in geschlossenen Ställen. Zum anderen gibt es in Außenklimaställen unterschiedliche Funktionsbereiche (zum Beispiel zum Ruhen, Fressen, Saufen, Koten). Dadurch wird verhindert, dass die gesamte Oberfläche des Stalls verschmutzt wird und Ammoniak von der gesamten Oberfläche “ausdünstet”.

    https://www.bmuv.de/faqs/technische-anleitung-zur-reinhaltung-der-luft

    Da wird einfach mit simplen Worten etwas behauptet, was rechtlich ausschließlich nur über die Einzelfallbeurteilung zu beurteilen wäre…..

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  2. Pälzer Buh sagt

    Mal genauer Nachgeforscht. Eine Kuh stößt am Tag 300l Methan aus × 0,73g Spezifisches Gewicht = 219g/Tag ×365=79.935g/Jahr oder 79,935kg/Jahr×11.301.860 Rinder( in Deutschland)=903.414.179,1kg oder 903.414,1791 Tonnen Rein Methan. So gar weniger wie “Oben” Vorgerechnet.😉

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  3. Pälzer Buh sagt

    Jetzt wollte ich es genau wissen und habe zu rechnen angefangen.
    Methan hat ein Spezifisches Gewicht von 0.73g auf 1000ml.
    Bei 600ml sind das 0.438g/Tag im Durchschnitt.
    0.438g/Tag ×365=159,87g/Jahr oder 0,15987kg/Jahr ×83.000.000 Einwohner in Deutschland= 13.269.210kg/Jahr/Durchschnitt die die Einwohner(Menschen o. Haustiere) in Deutschland Ausstoßen.
    Ein weiteres Kommentar, dazu verbiete ich mir einfach, es wäre einfach nur für den A…. .

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    • Reinhard Seevers sagt

      Pälzer Buh, was hast du jetzt so aufregendes bewiesen oder beweisen wollen…..am Ende stehen 900tausend kg Methan- Rind gegen 13tausend kg Methan- Mensch.
      🙄

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      • Pälzer Buh sagt

        Soll ich mal hypothetisch Rechnen, wenn wir ein Jahr lang uns mit Kohl und Bohnen Ernähren würden? Also so wie es sich die Grünen (fast) Vorstellen? Egal wie, fand ich trotzdem Interssant die Ergebnisse.

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        • Inga sagt

          Methan als Abluft?

          Woraus entsteht Methan!

          Aus verdautem Gras oder eiweißreiche Bohnen?

          Aus verdauten Mais oder Rübenblättern?

            • Inga sagt

              Ich meinte die methanhaltige Abluft des Menschen

              Deswegen die Frage,
              ob Methan auch aus eiweißreichen Essen entsteht oder nur aus Gras?

              Wenn es in der Biogasanlage entsteht,
              dann doch auch im Silo und im Sauerkraut, das der Mensch zu sich nimmt.?

  4. Stadtmensch sagt

    “Nun könnte sich der einfältige Normalbürger natürlich fragen, ob es denn nicht etwas mit Hausverstand zu tun hätte, wenigsten mal dieses eine der drei Bohrlöcher Algeriens zu schließen oder schließen zu helfen.”

    Ja, das frage ich mich. Warum lässt man das dort 40 Jahre rausniffeln?
    Bei uns war kürzlich einer vom Energieversorger und hat die Gas-Anschlussleitung zum Haus auf Leckage geprüft. Deutsche Gründlichkeit…nützt jar nüscht…

    Danke Bauer Fritz fürs raussuchen.

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  5. Mathias Mindrup sagt

    Moin zusammen!
    Hier auch noch ein Hinweis zu einem Vortrag von Prof. Frank Mitloehner
    zum Thema “Methan, Klimawandel und Co – Klimakiller Kuh?
    Warum Kühe ein Teil der Lösung sind.”

    Es ist eine Aufzeichnung eines Webinars im Rahmen des Milchtalks von Agravis.
    Der in deutscher Sprache gehaltene Vortrag ist sehr ausführlich (Dauer: 1 h 34 min)
    und meiner Meinung nach sehr informativ, und daher sehenswert.

    Hier der Link dazu:
    https://www.agravis.de/de/tierhaltung/fuettern/rinder-und-kaelber/milchtalk.html

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  6. Pälzer Buh sagt

    Wie viel Methan stößt ein Mensch aus?
    Der Ausstoß von Gas bewegt sich beim Mensch zwischen 200 und 2000 ml pro Tag. Der Durschnitt liegt hier bei 600 ml täglich. Wird die Ernährung durch blähende Lebensmittel wie Kohl oder Bohnen bereichert, erhöht sich der stündliche Ausstoß der Gase von circa 15 ml auf bis zu 176 ml pro Stunde.
    Wer mag jetzt Ausrechnen wer mehr Methan ausstößt. Die Deutschen zweibeinigen oder doch die vierbeinigen Rindviecher. Von den unzähligen Haustiere in Deutschland die noch hinzukommen ganz zuschweigen.

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    • Inga sagt

      Von uns 2 beinigen und den anderen einmägigen werden wohl nicht so viel ausgestoßen werden,
      wie von den 4mägigen.
      Wieviel Gras und Klee oder Heu passt in den Panzen, den ersten Magen der Wiederkäuer?
      Ich nehme an, das ist das gleiche Methan, das aus den Silos der Biogasanlage entweicht.
      Jedem Grünfuttersilo eigentlich auch.
      Dem Moor, den Kohlebergbau und Erdgas auch.
      Denke ich.

      Ob der Wiederkäuer mehr ausstößt wenn er neben Gras auch Getreide, Soja oder andere Eiweißreiches Futter bekommt?

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  7. Thomas Bröcker sagt

    “Man kann ja das Eine tun, ohne das Andere zu lassen” ist das Credo der radikalen Umweltschützer. Wundern darf man sich aber eigentlich nicht, was von unseren Verantwortlichen und der EU verzapft wird: Das Umwelt- und Radikaltierschutz – Klientel der Grünen haben das 20 Jahre lang angekündigt ! Sie haben ihre Kostgänger und Interessenvertreter inzwischen in allen Parteien, Organisationen und Verwaltungen installiert. Die ehemaligen Volksparteien sind (wie jetzt auch in Frankreich zu sehen), profillos bis zur Unkenntlichkeit und driften in die politische Bedeutungslosigkeit bzw. “verschmelzen” zu einer “Einheitspartei”. Die eigentliche Macht liegt bei den Medien und die sind voll auf Kurs “Einheitspartei” und Verbotspolitik.

    Man hätte nur genau hinhören müssen, was der NGO-nahe Wissenschaftsapparat fordert.:
    Die Grundeinstellung ist (und wurde oft genug geäußert): Alles was schädigt radikal verbieten, weil nur absolute Verbote enorme Innovationsschübe auslösen.

    Die machen “ganz ehrlich” das, was sie angekündigt haben. Die halten die Wahlversprechen an ihre Klientel ! Es hat nur keiner für möglich gehalten und gegengesteuert und alle haben sich auf deren “Sprech” und deren Erzählungen eingelassen und sich angebiedert.

    Dem Weg der “klaren Kante” von Seiten (Land-) Wirtschaft aus, ist inzwischen jegliche Machtbasis weggebröselt. Die “Big Five” und die Finanzindustrie profitieren immer, egal wovon.

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  8. Piet sagt

    Das ganze erinnert mich daran dass wir Bauern an den Nitrat im Grundwasser schuld sind angeblich aber es sind die Kläranlagen die aus sehr viel Nitrat ins Grundwasser führen

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    • Inga sagt

      Nein,
      an die Städter, die für das Erdklima anheizen
      und die Seen und Meere erwärmen lassen, wodurch mehr Algen wachsen und diese dann das Methan vermehrt abgeben.

      Deswegen soll unsere Rindviehaltung eingeschränkt oder abgeschafft werden.

      Fleisch ist Fleisch, die Schweine haben die gleiche Schuld daran, obwohl keine Wiederkäuer und Methanproduzenten?

      Ist Fleisch jetzt Klimakiller?

  9. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Warum ein vernünftiges Gespräch mit den Erben der Bolschewiki unmöglich ist: Die Grünen Khmer werden niemals zufrieden sein. Die würden gegen den Sauerstoff und auch gegen den inerten Stickstoff in der Atmosphäre kämpfen, wenn sie sich dadurch einen politischen Vorteil versprechen. Mit den Grünen Khmer vernünftig zu streiten, ist unmöglich, da diese einen “Polylogismus” benutzen, mittels dessen sie Unvereinbares vereinen und Widersprüchliches scheinbar harmonisieren können. Und wenn das nicht hilft, dann lässt sich alles Vernünftige in einer chaotischen Gefühlssuppe ertränken.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Polylogismus

    “Polylogismus ist eine gesellschaftliche Philosophie, nach der Personen aus verschiedenen Rassen, sozialen Klassen oder Zeitaltern verschiedene Arten der Logik hätten. Solche Grundsätze werden dem Marxismus, dem Nationalsozialismus und anderen politischen und gesellschaftlichen Philosophien zugeschrieben. Zum Beispiel stellen Marxisten der „proletarischen Logik“ eine „bourgeoise Logik“ gegenüber, im Nationalsozialismus zwischen einer „Arischen Logik“ und einer „Jüdischen Logik“ usw.”

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sehr schön Regenbogen!

      Wie schrieb 1944 Ludwig von Mises:

      “Beim Polylogismus handelt es sich weder um eine Philosophie noch um eine epistemologische Theorie, sondern um die Einstellung engstirniger Fanatiker, die sich nicht vorstellen können, dass irgendjemand vernünftiger oder schlauer als sie selbst sein könnte. Polylogismus ist vollkommen unwissenschaftlich. Er ersetzt Vernunft und Wissenschaft vielmehr durch Aberglaube. Er ist die charakteristische Mentalität eines chaotischen Zeitalters.”

      😎👍

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      • Inga sagt

        Ist Ludwig von Mises
        zu diesem Schluß gekommen, weil er Erfahreungen mit dem 3. Reich und seinem Zusandekommen gemacht hat?

        Ich dachte das (Polylogismus) würden nur die ungebildeten Tratschweiber im Dorf machen,
        aber nicht gebildete und veranwortungsvolle Leute, und Politiker schocn gar nicht!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Es ist doch langsam deutlich, dass viele Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Jetzt müsste die Lobby mal kräftig Aufklärungsarbeit leisten und medial auf den Putz hauen, damit das bashing endlich aufgebrochen wird.
      Der Insektenschwund wird ebenfalls nicht der bösen Landwirtschaft zuzuordnen sein, ist nur noch nicht wissenschaftlich genau betrachtet worden. Derzeit gibt es ausschließlich Korrelationen, die die Schuld bei der Landwirtschaft verorten. Wer sich aber in der Natur umschaut kann zur Zeit gut erleben, wie aufgrund der Trockenheit viele Insekten, wie z.B. Mücken nicht da sind. Komischerweise brauchen Insekten auch Wasser… 😉

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  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ja, man muss gerade auch internationale Medien lesen, um ein unabhängiges Bild zu bekommen, was hier in Deutschland und in unseren Nachbarländern heute so alles abgeht. Man weiß offensichtlich noch immer nicht, was jetzt die Stunde geschlagen hat; …und dennoch wird systematisch daran gearbeitet, dass unsere Bauerngeißelung mit einem schon geradezu menschenverachtenden Charakter ihren Fortgang nimmt. Auch RT Russland ist hierüber bestens informiert, um in Zeiten wie diesen den Hunger gnadenlos instrumentalisieren zu können.

    Erst dieser Tage konnte ich nachlesen, dass hier in Deutschland gerade noch etwa 17.900 schweinehaltende Betriebe zu verzeichnen sind. Özdemir ist nicht mehr so weit weg von seiner „Fleischlos-Diktatur“ für die deutschen Verbraucher.

    Im Ländle der Käpsele -der Heimat von Rukwied und Cem- ist der Selbstversorgungsgrad beim Schweinefleisch lt. unserem DBV-Oberen auf ca. 45% gesunken, bewerten wir diese Zahlen im Rahmen der Agenda unseres Anwalts der Bauern, der den Fleischverzehr ohnehin halbieren möchte, sind wir damit bei fast 100% – läuft!!! Eben dieses Beispiel lässt erkennen, wie extrem flexibel man einen solchen Zahlen- und Datensalat bewerten kann, um gesteuert Einfluss auf unsere Gesellschaft zu nehmen. Auf den einzelnen Betrachter kommt es dabei schlichtweg an.

    Wagen wir den Blick über den großen Teich zur Grenze Mexikos: Dort sterben täglich Menschen, die hin zu den fetten Trögen streben unter Einsatz sogar des eigenen Lebens. – Hier auf unseren Flughäfen erleben wir aktuell die „Urlaubsflucht“ der großen Massen von Bundesbürgern. Ein solch dekadentes Verhalten zeigt unmissverständlich auf, wo selbst in Zeiten eines Krieges hier in Europa noch immer die Prioritäten der Übersatten zu verzeichnen sind. Kein einziger dieser nach dem eigenen Fun-Factor Dürstenden dürfte nur ansatzweise besorgt sein, ob im Background die heimischen Bauern in Vielzahl die Lust am Ackern verlieren, ihre Stalltüren für immer verriegeln.

    Wer über hinreichend Intelligenz verfügt -und die Deutschen halten sich nach wie vor für die Klügsten weltweit- würde jetzt endlich rasant an Konzepten arbeiten, um das zur Verfügung stehende Methangas (CH4) sinnvoll nutzen zu können. Immerhin weiß man heute schon, dass Energie zum eklatant knappen Gut mutiert. Aber Herbst und Winter sind noch weeeeeit weg, jetzt drängt es erst einmal Richtung Süden zu den Örtchen, wo der Planet Sonne sinnbetörend das Leben versüsst beim Schwimmen im Meer, wilde Lüfte fröhlich einsaugend. Das Frieren im Winter lassen wir als bloßen bedrohlichen Schatten erst alle einmal hinter uns…

    Wann hören sie alle diesen Knall, diesen unendlich lauten Knall!?

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    • Mark sagt

      Nebenbei bemerkt: Die Sonne ist kein Planet, sondern ein Stern.
      Ein Planet ist gemäß der Definition der Internationalen Astronomischen Union
      (IAU) ein Himmelskörper, der sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne
      bewegt,

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Jawoll Herr Prof., ich stehe stramm, nachdem ich mich in der “Umgangssprache” verlustiert habe und nicht demgemäß kennzeichnete.

        …Hoffentlich bringen Sie den Rest nicht auch in Abrede, wäre schade.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “…würde jetzt endlich rasant an Konzepten arbeiten…”

      die Deutschen haben keine Zeit,die lieben den Stau besonders im Urlaub,der ja jetzt schon im Flughafen anfängt,empörend!

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  11. oberländer sagt

    unser NGO-s können sich nicht un der Abdichtung eines rostigen
    Rohres in Afrika beteiligen.
    Das ist für sie wirtschaftlich nicht darstellbar.

    Wenn sie dafür 100.000 Euro aus eigener Tasche zur Verfügung
    stellen ist dieses Geld weg , ohne eigenen Nutzen !!!!!!

    Investieren sie diese 100.000 Euro aber in billige Bauernhetze
    können sie damit ein vielfaches an Spenden generieren!!!

    Folge der Spur des Geldes , sie führt IMMER ins Ziel.

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    • Mark sagt

      Das ist echt krass! Die selektive Berichterstattung unserer grüngeschalteten Medien ist unakzeptabel!

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      • Inga sagt

        Dem müsste unbedingt nachgegangen werden.
        Vor allen Dingen Prioritäten
        gesetzt werden.

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        • firedragon sagt

          Videos dazu hatte ich am 23. gesehen…war überrascht über null Reaktion hier.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Mit dem Zweiten sieht man besser….oder bei ARD und ZDF sitzen Sie in der ersten Reihe….wo sind denn die Deutschen Qualitätsmedien gewesen, die eine ausgewogene Berichterstattung garantieren sollen und wollen? In Fachzeitschriften lesen Fachleute, aber dies hat in meinen Augen ein allgemeines Interesse verdient…es sei denn, Nahrung ist ausschließlich etwas für Fachleute.

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          • Thorens sagt

            …es kommt halt darauf an, in welche Richtung die erste und alle anderen Reihen ausgerichtet sind.

            Heute flatterte mir von einer der einschlägigen Karriereplattformen etwas ins Mailpostfach. Eine Journalistin spricht über den Journalismus. Ein Zitat daraus, das mir gleich ins Auge sprang:
            “Heute begreife ich herausragenden Journalismus als perspektivenreich und lösungsorientiert. Ich stelle andere Fragen – für einen konstruktiven Journalismus, der nichts beschönigt, aber allen mehr bringt.”

            Perspektivenreicher und lösungsorientierter Journalismus also?
            Ich staune.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ellen Heinrichs ‘(Hamburg Media School): Wir verstehen konstruktiven Journalismus als ein Mindset, das dem Journalismus helfen kann, Nutzerbedürfnisse besser zu erfüllen – durch eine lösungsorientierte und perspektivenreiche Berichterstattung und durch die Förderung von konstruktiven Debatten, die unsere Gesellschaft dringend nötig hat. Journalistinnen und Journalisten könnten Moderatoren des öffentlichen Dialogs sein und so nicht nur ihren eigenen Anspruch einlösen, die vierte Säule unserer Demokratie zu sein, sondern auch viel für Vertrauen und Relevanz von Medien tun.”

              Für mich klingt das gefährlich nach Lobbying oder Meinung nach Budget….Wer mir am meisten zahlt, den unterstütze ich bei der Findung meiner Meinung bzw. der Meinung, die andere von meiner haben sollen.
              Mindsetting…..wenn ich das schon höre.

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              • Thorens sagt

                Ja, das meinte ich.
                Als neutral fasse ich das nicht auf.
                Vielleicht bin ich aber auch als alter weißer Mann nur zu engstirnig.

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