Jahr: 2019

Frohe Ostern!

Dank des nun sonnigen und warmen Wetters dürften die Saat- und Pflanzarbeiten zügig vorangehen oder schon abgeschlossen sein. So bleibt hoffentlich etwas Zeit und vor allem Ruhe und Muße, das Osterfest zu feiern. Viele Bauern schauen jedoch schon wieder mit Sorge auf den Wetterbericht, der uns dieses sonnige, warme und vor allem trockene Wetter noch für viele Tage im Voraus ansagt. In Teilen von Brandenburg wurde bereits der Waldbrandindex 5, also die höchste Stufe ausgerufen und auch in weiten Teilen Deutschlands gilt Stufe 3 oder 4. https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html Eine hohe Waldbrandgefahr bedeutet aber auch Trockenheit im Boden und das ist Stress pur für alle Pflanzen. Vieles erinnert an 2018. So eine Situation müssen wir nicht noch einmal erleben.Ja, ich weiß, Bauern jammern immer. Aber Sorgen machen wir uns trotzdem…ich auch. Euer Bauer Willi, der Ostermontag mal Pause macht

Das Ende der Fastenzeit

Viele Religionen haben Zeiten, in denen weniger oder überhaupt nicht gegessen werden soll. Ob dies nun die Fastenzeit, der Jom Kippur oder der Ramadan ist. Die Hintergründe dazu sind verschieden, die Regeln auch. Allen gemeinsam ist jedoch der Verzicht. Und so verzichten viele Mitmenschen, obwohl sie der Kirche eher fern stehen, in dieser Zeit auf irgendetwas. Als Landwirten gehen uns in der Fastenzeit aber noch andere Gedanken durch den Kopf: Es ist Frühjahr, die Natur beginnt wieder zu erwachen. Das Getreide, die Wiesen und Weiden bekommen wieder Farbe, langsam sprießen die ersten Blätter, Knospen öffnen sich und bald beginnt die Obstblüte. Rüben werden gesät, Kartoffeln gepflanzt und alles wird getan, dass die Ernte, die im Spätsommer oder Herbst erfolgen soll, gut wird. Es ist die Zeit der Vorbereitung. Wie die Fastenzeit, die uns auf Ostern vorbereitet. Und diese Zeit endet mit der Osternacht. Also heute. Es ist auch die Zeit, daran zu denken, dass bei anderen Menschen Nahrung knapp ist. Wir in Europa haben von allem genug, vielleicht schon zu viel. Hunger muss es in der in …

BauerWilli-TV: Heute „Hundegang“

Für Technik-Freaks, für Schüler und Lehrer und alle an Landwirtschaft Interessierte, hier ein Video vom vergangenen Mittwoch. Alles andere im Video: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Lösungen statt Analysen

Das Ziel der Seite https://agrardebatten.blog/uber/ der Universität Göttingen ist es, in vielfältigen Formaten (Artikel, Podcast, Videos) diverse Themen der Agrarwissenschaften kontrovers zu diskutieren, zu kommentieren und darzustellen. Ich durfte jetzt einen Beitrag zu Biodiversität schreiben. Es ist eine Replik auf den vorhergegangenen Artikel Biodiversität in der Agrarlandschaft. Er befasst sich mehr mit der praktischen Seite. Hier der Link zum Artikel: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Eier färben… und andere Bräuche

Ostern steht vor der Tür. Und da ist es Brauch, dass man Eier färbt. Wie das ganz natürlich geht, könnt ihr in diesem Artikel lesen. https://www.heimwerker.de/eier-faerben-anleitungen-zum-eierfaerben-mit-naturfarben/ Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass der Farbton nicht politisch gemeint ist. Dass Braun-Töne mit Kaffeesatz erreicht werden, ist wirklich reiner Zufall. Vielleicht fallen euch ja noch andere Zufälle auf 🙂 Und für Freunde Österreichs: da gibt es einen anderen, sehr schönen Brauch, auch wenn der Name etwas komisch wirkt 🙂 https://de.wikipedia.org/wiki/Eierkratzen Ehrlich gesagt: Ich hatte heute keine Lust, ein schwieriges Thema zu bringen. Ihr könnt jetzt diskutieren oder nicht. Ich bin jetzt draußen… Euer Bauer Willi    

Anders kommunizieren!

Wer kennt das nicht: da reden wir mit unseren Mitbürgern, erklären warum wir Bauern was und warum machen, glauben, alles richtig erklärt zu haben und dann kommt als Antwort: „Mag ja alles sein, aber ich glaube das nicht“. Wir sind frustriert. Wir haben alles nach bestem Wissen und Gewissen erklärt, und er glaubt uns nicht. Was läuft da falsch? Wer wenig weiß, kann unsere Argumente nicht beurteilen und glaubt das, was er am häufigsten gehört hat. Wenn die gleiche Botschaft aus unterschiedlichen Quellen immer wiederholt wird, gilt sie irgendwann als wahr. Wir können dann gerne von zielgerichteter Düngung nach N-min-Methode (die er nicht kennt) erzählen, dass wir mit N-Sensoren arbeiten (die er auch nicht kennt) und nur nach „Entzug“ düngen (klingt irgendwie nach Drogen). Er weiß nur aus der Presse, dass ja das Trinkwasser mit Nitrat „verseucht“ ist. Irgendeiner muss das da ja hineingebracht haben. Im Zweifel die Bauern. Wer wenig weiß, hat vor vielen Dingen eher Angst. Wir erklären, dass Nitrat ein lebenswichtiges Element ist, er glaubt, dass es giftig ist und verweist auf …

Feldhamster – schützen kann schwierig sein…

In der vergangenen Woche war ich bei uns im Rathaus. Dort fand eine Veranstaltung statt, zu der die örtlichen Landwirte eingeladen waren. Es ging um den Feldhamster. Zum Hintergrund In unserer Gemeinde gab es ein sehr großes Hamstervorkommen. 2006 wurden in einem eng begrenzten Gebiet von ca. 60 Hektar rund 200 Hamsterbauten gezählt. Darauf hin wurde im gleichen Jahr ein Hamsterschutz-Programm aufgesetzt, an dem sich fast alle Landwirte in diesem Gebiet beteiligen. Etwas später hat man mich auch angesprochen, weil meine Flächen in etwa 1.500 m Entfernung liegen. Das Ziel: das ursprüngliche Siedlungsgebiet zu erweitern. Damit wurden meine Flächen zum „Hamster-Erwartungsland“.  Für die diversen Maßnahmen (lange Stoppel, keine tiefe Bodenbearbeitung, erste Bodenbearbeitung ab Oktober, stehen lassen von Getreide bis ins Frühjahr) gab es einen Betrag von rund 375 € pro Hektar  und Jahr.  Der Vertrag lief über 5 Jahre. In 2015 wurde das Gebiet erneut kartiert, es wurden (nach meiner Erinnerung) noch 8 Bauten gezählt, in 2018 keinen einzigen mehr. In der Zeit von 2006 bis heute hat es in diesem Gebiet weder eine Flurbereinigung …

Zu Ostern: Regional, saisonal, fair und bio

Folgende Anzeigen habe ich in einem Flyer einer großen Supermarktkette gefunden. Rechtzeitig vor Ostern. Man gönnt sich ja sonst nichts. Um nicht falsch verstanden zu werden: Das darf jeder gerne kaufen, aber dann nicht in Umfragen erklären, worauf er beim Kauf alles achtet…. Und das mit den lebenden Hummern? Na ja, ob das wirklich sein muss? Wegen Tierschutz, Transportwegen und so…  

Agrarbranche in der Filterblase?

Sehr gerne möchte ich auf das Ergebnis einer Tagung in Vechta hinweisen, auf dem es nicht um landwirtschaftliche Fachthemen, sondern um Kommunikation mit modernen Medien ging. Hier der Link zur Tagung. (dann auf den Reiter: „Tagungsbericht“ klicken) Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Jedem der Referenten und dann auch den Zuhörern wurde klar, dass sich auch die Agrarbranche – wie übrigens viele andere Bereiche der Gesellschaft – in einer Filterblase (auch Echokammer genannt) befindet. Dies wird durch Social Media eher befördert, weil die Betreiber der verschiedenen Kommunikationskanäle auf die Bedürfnisse des „Users“ hin selektieren. Somit wird es schwierig, auch an andere Meinungen zu gelangen und man bekommt eher die eigene Ansicht bestätigt. Ähnliche Themen findet ihr auch im Agri-Food-Blog, der zur Zeit aufgebaut wird. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button …

Glyphosat: Gutes Gift – böses Gift?

Wenn man diese Überschrift liest, hat so mancher Landwirt wohl keine Lust mehr, weiterzulesen. Das es auch anders geht, ist bei einem kleinen Film, der bei Servus.tv in Österreich ausgestrahlt wurde, zu sehen. Er liefert eine Fülle von Argumenten, warum ein Verteufeln des Wirkstoffes nicht berechtigt ist. Alle, die an sachlicher Information und Hintergründen interessiert sind, sollten sich die 6 Minuten gönnen. Und dann erst kommentieren. Hier der Link: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen