Es geht schon wieder los…
Über 20 Jahre kannte ich dieses Bild nicht mehr: Blattläuse an jungen Rübenpflanzen. Winzig klein sitzen sie auf der Unterseite der ersten Laubblätter, die sich dann oft auch schon kräuseln und so auf einen Befall hindeuten. Nun könnte man ja sagen, dass die Saugschäden an den jungen Pflanzen tolerierbar sind. Doch die Gefahr lauert ganz woanders: beim Saugen übertragen die Blattläuse, besonders die „Grüne Pfirsichblattlaus“ einen Virus, den Rüben-Vergilbungs-Virus, der im Zuckerrübenanbau gefürchtet ist. Er führt später im Jahr zum Aufhellen der Blätter und zu erheblichen Ertragsausfällen. 1994 wurde mit Imidacloprid ein Wirkstoff zugelassen, der der Pillenhüllmasse von Zuckerrüben zugefügt wurde, der dann von den jungen Rübenpflanzen mit den Wurzeln aufgenommen wurde und so die Pflanze eine Zeitlang vor Blattläusen schützte. Und zwar nur die Rübenpflanze, denn nur das einzelne Saatkorn wurde mit dem Wirkstoff versehen. Dies war im Rübenanbau ein gewaltiger Fortschritt, denn die sowohl ökologisch als auch ökonomisch kritisch zu sehende Behandlung der gesamten Ackerfläche konnte so entfallen. Seit 2019 sind diese insektizide Beizen nicht mehr zugelassen. Ein Schutz gegen Blattläuse besteht also …










