Bauer Willi
Kommentare 101

Anders kommunizieren!

Wer kennt das nicht: da reden wir mit unseren Mitbürgern, erklären warum wir Bauern was und warum machen, glauben, alles richtig erklärt zu haben und dann kommt als Antwort: „Mag ja alles sein, aber ich glaube das nicht“. Wir sind frustriert. Wir haben alles nach bestem Wissen und Gewissen erklärt, und er glaubt uns nicht. Was läuft da falsch?

Wer wenig weiß, kann unsere Argumente nicht beurteilen und glaubt das, was er am häufigsten gehört hat. Wenn die gleiche Botschaft aus unterschiedlichen Quellen immer wiederholt wird, gilt sie irgendwann als wahr. Wir können dann gerne von zielgerichteter Düngung nach N-min-Methode (die er nicht kennt) erzählen, dass wir mit N-Sensoren arbeiten (die er auch nicht kennt) und nur nach „Entzug“ düngen (klingt irgendwie nach Drogen). Er weiß nur aus der Presse, dass ja das Trinkwasser mit Nitrat „verseucht“ ist. Irgendeiner muss das da ja hineingebracht haben. Im Zweifel die Bauern.

Wer wenig weiß, hat vor vielen Dingen eher Angst. Wir erklären, dass Nitrat ein lebenswichtiges Element ist, er glaubt, dass es giftig ist und verweist auf die Blausucht bei Babys. Er kennt zwar keinen einzigen Fall, in dem diese aufgetreten ist (was bei der heute üblichen Babynahrung ausgeschlossen werden kann) aber weil er das immer wieder hört und andere ihm das Gleiche sagen, bleibt unsere Erklärung wirkungslos. Bauern düngen mit Nitrat und das reicht. Wer ist schuld? Im Zweifel der Bauer.

„Meiner Meinung nach müsste Glyphosat sofort verboten werden“. Wer wenig weiß, hat trotzdem eine Meinung. Glyphosat ist ein Pestizid und das ist per se nichts Gutes. Auf die Frage, wie den Alternativen aussehen könnten, bekommen wir zur Antwort: „Früher ging es doch auch ohne“. Und damit ist seine Argumentation für ihn schlüssig und wir stehen mit dem Problem alleine da. Alle Erklärungen helfen nicht mehr, weil er mit sich der Komplexität der Zusammenhänge nicht auseinander setzen will. Und wer ist schuld am Insektensterben? Im Zweifel der Bauer.

Jetzt können wir noch ein paar Studien „aus dem Hut zaubern“, den einen oder anderen Professor zitieren, der ihre Argumentation unterstreicht. Alles sinnlos, denn die Wissenschaft ist möglicherweise ja auch „von Monsanto gekauft“. Ein beliebtes Totschlag-Argument, das jeden Dialog abrupt beendet. Und wer ist schuld an den Antibiotika-Resistenzen? Im Zweifel der Bauer.

Wir sind nicht besser

Unsere Mitbürger konsumieren Informationen genauso wie wir selbst. Auch wir bilden uns unsere Meinung aufgrund von Fragmenten, die wir vor allem über Bilder transportiert bekommen. Ein paar hundert Gelbwesten am Triumphbogen in Paris: Frankreich steht am Abgrund. Donald Trump hat wieder was Verrücktes getwittert: Auf Amerika kann man sich auch nicht mehr verlassen. Ein paar Jugendliche mit Migrationshintergrund haben ein Verbrechen begangen: Wir haben die Kontrolle über unser Land verloren. Diesmal sind  ausnahmsweise nicht die Bauern schuld, sondern die Politiker. Und wenn uns die Meldung nicht passt, sind es die Medien, die ja alles falsch darstellen. Lügenpresse.

Doch zurück zum Problem der Landwirtschaft. Uns erscheinen die Bürger und Verbraucher als dumm, weil sie unseren Sach-Argumenten nicht folgen wollen. Wir sind doch die Fachleute! Wir haben Landwirtschaft gelernt und wissen es besser. Ja, wir wissen es besser, wir sind die Besserwisser.

Unser Problem

Und genau ist das Problem: Wir hören nicht zu. Wir senden, ohne Rücksicht auf den Empfänger zu nehmen.

Wie kann Kommunikation besser werden?

Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir unsere Perspektive wechseln, wenn wir lernen, die Sorgen, Ängste und Vor-Urteile des anderen zu verstehen. Der findet „Massentierhaltung“ nicht gut. Versteht ihr das? Ich schon. Erklärt jetzt nichts. Fragt einfach nach, warum er das nicht gut findet. Lasst ihn reden, hört ihm zu und fragt immer weiter nach. Bietet ihm an, mit euch gemeinsam in den Stall zu gehen. Lasst ihn Vorschläge machen, auch wenn die für euch erst einmal absurd klingen. So kommt ihr der Sache auf den Grund.

Wenn unsere Bürger sich von uns verstanden fühlen, werden sie uns gegenüber auch eher Verständnis aufbringen. Probiert es einfach aus, ihr werdet überrascht sein.

„Der Andersdenkende ist kein Idiot. Er hat sich nur eine andere Wirklichkeit konstruiert“.

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101 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Borkenkäfer, dein Usernahme spricht ja schon für Dich.
    Sachliche Kritik ist ein Recht in unserer Gesellschaft.Persönliche Beleidigungen wie Du diese hier immer anbringst wenn es um Bauer Willi geht finde ich was Deine Beleidigungen Ihm gegenüber betrifft gelinde gesagt nicht in Ordnung.
    Willi und Alois, versuchen auf Ihrer Seite einen Dialog, einen Kompromiss, wenn es um das Verhältniss von Landwirten und Verbrauchern geht und Sie machen es gut
    Deine schrägen Kommentare sind nicht dienlich für diese Seite.
    Grob und krass, scher Dich zum Teufel mit Deiner Meinung.

    5+
    • Borkenkäfer sagt

      Na na, Brandenburger!
      Der Username „Borkenkäfer“ hat einen tieferen Sinn den nicht jeder in der Lage ist zu erkennen. Für Leute die nicht so schnell sind wie Du, Brandenburger, hier nähere Erleuterung:
      Ein Borkenkäfer ist ein kleines Insekt (?) dass große Bäume platt macht. Da sich der Bauernverband als „Westfälische Eiche“ bezeichnet, (der es nicht kümmert wenn sich ein Schwein an ihr reibt) und dieser korrupte Baum tatsächlich mit Argumenten nicht beizukommen ist, braucht es viele Borkenkäfer die sich langsam und beständig an die Rinde machen bis man diesen Bauernvernichtungsverband in die Schranken weist. Leider sind Borkenkäfer noch zu schwach und schaffen nur Fichten.

      Mit den subventionierten Brandenburgern ist aber kein Blumentopf zu gewinnen. Dort wachsen auch nur Kiefern und man ist dankbar für jede Unterstützung egal von wem auch immer… Ausnahmen bestätigen …

      5+
      • Ottmar Ilchmann sagt

        Ich dachte, der Name „Borkenkäfer“ kommt daher, dass Gescher im Kreis Borken liegt …

        1+
    • Mark sagt

      „Grob und krass, scher Dich zum Teufel mit Deiner Meinung.“ Das wird nichts bringen, denn dann kommt er als Kartoffelkäfer oder als Bettwanze wieder, er war ja auch schon mit anderen usernamen hier aktiv. Auch wenn ich das Allermeiste seiner Aussagen für Humbug halte, erfüllt er hier im blog durchaus eine wichtige Aufgabe, denn: „Totale Harmonie führt zur Verblödung.“ Deshalb, BK, schreibt halt hin und wieder was, damit wir auf der sicheren Seite sind.

      2+
      • Borkenkäfer sagt

        Zitat Mark: „… damit wir auf der sicheren Seite sind…“
        Mir scheint auch, dass Du sehr unsicher bist. Argumente und Begründungen gibt es keine.
        Zum Dialog gehört schon die Argumentation. Vermutlich klappt es deshalb auch nicht mit dem Dialog – oder besser gesagt: „Bauer Willis Betteldialog“.

        Der wirkliche Grund warum ich hier hin und wieder rein schaue ist die Rudelbildung um Bauer Willi. Das ist zu schön und köstlich zu sehen… Ist aber nicht relevant, weil die 10 User um B.W. machen den Braten nicht fett.

        4+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Richtig, die User um Bauer Willi machen den Braten nicht fett,
          außer den 10 Usern interessiert sich keine Sau um die Beiträge vom Borkenkäfer.
          Vielleicht bringen sie mal Beiträge über die man sachlich diskutieren kann.

          5+
        • Ackerbauer sagt

          Würde ich so nicht sagen.
          Hatte mal auf der AZ bei Agrarspitzen unter einem anderen Pseudonym einen „Einwurf“ gemacht,
          Konnte es genau beobachten, war selber erstaunt, seitdem tingelt „Tierwohl“ durch die ganze Nation.
          Das funzte ordentlich!

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    • fingerphilosoph sagt

      Willi und Alois? Von Alois hört man hier doch schon seit Monaten nichts mehr. Und aus dem Impressum ist er auch verschwunden, wie ich neulich entdeckt habe.

      Zwischen der Zunahme populistischer Tendenzen in diesem Blog und dem Verschwinden von Alois‘ Beiträgen besteht meiner Beobachtung nach ein umgekehrt reziprokes Verhältnis: je populistischer der Blog geworden ist, desto weniger hat man von Alois gehört. Seit es gefühlt in jedem zweiten Beitrag nur noch um Insektensterben und dergleichen reißerische Themen geht, ist Alois offenbar nun gänzlich von der Bildfläche verschwunden.

      Es ist schon merkwürdig, dass das Verschwinden von Insekten hier permanentes Thema ist, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt, während das Verschwinden eines der beiden Blogbetreibern keine Silbe wert ist. Und vom Brandenburgbauer offenbar noch nicht mal bemerkt wird.

      3+
      • Mark sagt

        „umgekehrt reziprokes“
        Das ist nicht umgekehrt reziprok, sondern umgekehrt proportional…
        Die populistischen Tendenzen hier im Blog sind übrigens proportional oder umgekehrt reziprok zu den populistischen Tendenzen in der öffentlichen Diskussion.

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        • fingerphilosoph sagt

          Wie dem auch sei 🙂 ….. du meinst also, Populismus ist ansteckend und diejenigen, die immun dagegen sind und sich nicht anstecken lassen, verschwinden aus der öffentlichen Diskussion und davon ist der Blog hier ein Abbild. Ja, so sehe ich das auch.

          Dann ist es ja kein Wunder, dass die Diskussionen hier wie dort immer hohler bzw. oberflächlicher werden.

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          • Mark sagt

            Populismus ist das Salz in der Suppe der Diskussion. Man muss halt aufpassen, dass man die Diskussion nicht versalzt. Da gibt es Kipppunkte (vgl. Rahmstorf), dann schmeckt die Diskussion nicht mehr. Zugegeben legt jeder diese Kipppunkte individuell fest, wobei ich hier in diesem Blog den Kipppunkt in Summe noch nicht erreicht sehe.

            1+
            • fingerphilosoph sagt

              Ich schon! Deshalb gucke ich immer seltener hier rein, um dann jedesmal erneut zu erleben, wie Bauer Willi und seine inzwischen fast ausschließlich aus der Bauernschaft stammenden Kommentatoren permanent um sich selber kreisen. Und das wird dann „Dialog“ genannt! Haha!

              3+
              • Borkenkäfer sagt

                Ich glaube nicht, dass hier Bauern um sich selbst kreisen sondern ehemalige Bauern um B.W..

                Ich hoffe, dass das mit Alois keine krankheitsbedingten Ursachen hat. Ich persönlich kann auf beide verzichten obwohl Alois schon etwas umgänglicher war und auf Anregungen eingegangen ist.
                Die mutmaßliche Scheidung der beiden hat mit hoher Wahrscheinlichkeit finanzielle Ursachen. Sonst ist mir aufgefallen, dass Alois sicher nicht von B.W. Buchwerbung angetan war. Auch dem Bauernverband gegenüber war Alois kritischer.

                Grundsätzlich sagt man, das Internet vergisst nichts. Mag technisch so sein, aber an Blogger wird sich die Nachwelt nicht erinnern und bei einer Grabrede wird man sicher nicht geehrt für Populismus durch bloggen. Da zählen reale Fakten wie Ehrenamt etc.

                2+
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Hatte einen Weinberg an dem ein Gut frequentierter Wanderweg vorbei ging.
                Viele Wanderer stellten Fragen über die Reben, Düngung und Pflanzenschutz.
                Habe aber nie erlebt, dass die rechthaberisch über Pflanzenschutz gesprochen haben, wie in Foren, von Menschen, deren Fachkenntnis gegen null geht.

                Deshalb, diskutieren ja, aber mit Sachkenntnis, sonst einfach mal Fragen, dann klappt es auch mit dem Dialog.

                2+
                • Inga sagt

                  Ja Deine Spaziergänger waren ja auch echt daran interessiert und nicht anonym in Internet.

                  Vielleicht waren sie auch noch seelisch ausgeglichener und brauchten sich nicht vor anderen zu erhöhen.

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              • Obstbäuerin sagt

                Vielleicht haben sich Bauern und Verbraucher aus den hier oft diskutierten Gründen auseinandergelebt, fingerphilosoph. Ich kann da mal ein Beispiel anführen: Vor ungefähr 4 Wochen erschien in der MOZ, unserer Tageszeitung ein Artikel über mich, als Obstbäuerin und die Notwendigkeit in Kirschen Insektizide zu spritzen. Darauf sprach mich letztens bei einer Veranstaltung ein aktives Nabumitglied an und meinte, bei uns würden jetzt im Sommer alle, die das gelesen haben, keine Kirschen mehr kaufen, weil ich zugegeben hätte, dass wir PESTIZIDE spritzen. Dazu habe ich nur gesagt, wenn wir nicht spritzen, können wir gar keine Kirschen mehr verkaufen, weil madige Kirschen unverkäuflich sind.

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                • Brötchen sagt

                  Obstbäuerin, die Wahrheit will doch niemand hören. Ich hatte letztens so ein dejavue. Bin kaputt abends vom kartoffellegen nach Hause. Auf der Straße kamen mir Porsches und Cabrios mit lächelnden Menschen entgegen, Golfplatz war voll. Ich dachte so bei mir, die denken jetzt bestimmt nicht an Insektensterben, wo wir uns Landwirte heiss machen. Oder gerade bin ich auch aus dem Garten gekommen, da wendete ein Porschegeländewagen vor dem Grundstück und gab noch so richtig Gas. War nur Testfahrt. die interessiert ein Scheiss was Emissionen sind, aber wir sollen 40 % einsparen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  In der Nähe wohnt eine ehemalige Lehrerin, die den Pflanzenschutz immer kritisch sah, obwohl sie die Tochter eines Landwirtes ist und selbst ein Weinberg besitzt.

                  Kurz nach der Kirschenblüte fragt sie mich, ob ich ihren Kirschbaum spritzen könnte. Hast Du Probleme mit der schwarzen Kirschenlaus war meine Frage. Nein, meinte sie, die Kirschen waren im letzten Jahr alle Madig, sie möchte aber nicht vergiftet werden. Kann die Bäume spritzen, kann auch den Holzkessel anfeuern, glaubt du dass die Wärme bist zum Winter anhält.

                  Termingerecht habe ich den Kirschbaum behandelt und sie war danach glücklich.

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              • Inga sagt

                Gerade bei LANZ war auch eine Frau die hat es eingesehen, die ist früher vor einer ausgebüxten Kuh davon gelaufen und hat gedacht, was geht es mich an,
                seid sie in der Dorfgemeinschaft lebt und einen Garten hat und Gemüse selbst zieht, hat sie mehr Respekt vor dem Gemüse (ist kein Billigkram mehr und schmeckt besser) und weiß dem Milchbauern seine Telefonnummer und kann ihn anrufen, wenn eine Kuh ausgebüxt ist.
                So ändert sich die Einstellung…

                Vielleicht auch ein bessere Lebensqualität!

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            • Inga sagt

              Was verstehst du unter „Kipppunkt“, Mark, gehört zur oder dient das der Belustigung?

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          • Stadtmensch sagt

            @fingerphilosoph: statt zu meckern könntest du ja etwas „Gehalt“ in dieses – laut Meinung eines polternden Mitforisten: „Waschweibergezänk“ – bringen. Mir macht es auch Mühe, den immer gleichen Schuldzuweisungen zu folgen. Trotzdem. Die tägliche BW-Bloglektüre ist (mit den Worten von Mark Uwe Kling), „wie bei einem youtube-Film: Eine Mischung aus Neugier und Entsetzen zwingt einen, immer wieder hinzuschauen.“ Ich als Verbraucher und Google-Bauer habe hier schon viel gelernt und sauge alles auf wie ein kleines Schwämmchen, um es später bei diversen Diskussionen mit „Ideologen“ wieder absondern zu können. Vielleicht noch ein Zitat aus einem NZZ-Interview mit Robert Harrison:

            „Die Bindekräfte schwinden, der Mensch identifiziert sich wieder mit dem nahen Kreis, seiner Gruppe, seiner Gemeinschaft, seinem Geschlecht, seiner Partei. In den USA können Sie dies in Echtzeit mitverfolgen: Demokraten und Republikaner erinnern mittlerweile an zwei Religionsgemeinschaften, die sich geradezu feindlich gegenüberstehen.“

            und

            „Heute droht der offene Zugang zur Sphäre der Öffentlichkeit verloren zu gehen. Aus meiner Sicht erleben wir nicht ein Überhandnehmen von Politik, sondern ihr Verschwinden. Es zählt nurmehr der Effekt, die Zuspitzung, die Polarisierung und nicht die Bedachtsamkeit, der Austausch, der echte, interessierte Streit. Aber gerade Letzteres ist für unser Miteinander unabdingbar.“

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            • Borkenkäfer sagt

              Nein, ich poltere nicht sondern meine Sprache ist deutlich. Es mag ja sein, dass Du viel saugst, aber wenn der Inhalt nicht stimmt kommt hinten nichts Gescheites raus (frei nach Dr. Kohl)

              Möchte zum Thema nochmal anmerken, dass alle Dialogbemühungen für die Katz sind. Unsere Zukunft gestaltet sich nach Großereignissen und nicht nach Dialogergebnissen. Wenn sich die ASP weiter ausbreitet, die Ernten immer unsicherer werden, denken Bürger mehr daran ob und wie teuer man satt wird. Die Angstmacher der Grünen haben es dann schwer.

              Dies ist eine Denkweise die man kommunizieren sollte, mit Ausdauer und aller gebotenen Sachlichkeit.

              Off Topic noch was Persönliches. B.W. gehört zu den wenigen Menschen die ich aufgrund persönlicher Erfahrungen und Einstufung in Verhaltensmustern mit großer Verabscheuung und Ablehnung begegne. Es mag ein Fehler von mir sein trotzdem hier in der Höhle des Wadenbeißers zu agieren, aber ich habe nun mal einen Dickkopf und bin wenn es um die Zukunftsfragen unserer jungen Bauern geht, ein Idealist der sich für nichts zu schade ist. Deren Zukunft darf nicht von Populisten verbaut werden…

              Ein Beispiel für die naive Dummheit dieses Blogs ist der Thread mit Frau Hueske. Die bekam den „Sonnleitnerpreis“ und B.W. trompetet bei den Verbandsidioten fleißig mit. Ich finde das schrecklich. Kann man aber auch gerne anders sehen…

              3+
              • Dorfmensch sagt

                Hallo Borkenkäfer,
                dürfen andere Menschen keine andere Meinung als Sie haben?

                Inzwischen frage ich mich, welche Zukunft der Borkenkäfer angesichts des extremen Insektenschwundes hat.

                2+
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                „und bin wenn es um die Zukunftsfragen unserer jungen Bauern geht, ein Idealist der sich für nichts zu schade ist. Deren Zukunft darf nicht von Populisten verbaut werden…“

                Sollten sie tatsächlich der Meinung sein, dass ihre Beiträge förderlich für die bäuerliche Zukunft junger Bauernkinder wären, dann sollten sie schleunigst den Arzt wechseln.

                2+
                • Borkenkäfer sagt

                  @Ehemaliger Landwirt
                  Haben Sie ein Bauer Willi-Poster im Schlafzimmer oder sonstige Fanartikel im Haus?

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sollte ich?

                  Manchmal wäre es gut, alle Beiträge zu lesen, dann wüsste man auch, dass der Ehemalige nicht immer der selben Meinung wie Bauer Willi ist.

                  Meiner Meinung nach, macht Bauer Willi sehr viel für die verbliebenen Landwirte und das sollte nicht durch private Antipathie zerstört werden.

                  Das war es mal fürs erste, ich kann auch anders formulieren.

                  Ach noch was, kein Poster von B.W. sondern ein gemaltes Bild von Tomi Ungerer.

                  Das Buch von B.W. steht im Wohnzimmer, sollten sie auch lesen, das bildet wenn es um Landwirtschaft geht.

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      • bauerhans sagt

        hier sind gerade hasen das thema,nicht der Osterhase,sondern der Gemeine Feldhase.
        der Bund wirft im Westfalenblatt der landwirtschaft vor,für das verschwinden des feldhasen verantwortlich zu sein.
        dabei hatte ich gestern noch in der wintergerste 3 hasen gesehen,umgerechnet 80 pro 100 ha ackerfläche,gar nicht schlecht.
        letztes jahr waren es auf einer triticalefläche 8 hasen,macht 100 hasen pro 100 ha.
        in der nachfolgenden zwischenfrucht hielt sich ein rudel von 6 bis 8 rehen auf,2 von denen kamen in unseren garten.

        2+
      • Brötchen sagt

        @fingerphilosoph

        Bezüglich Alois….ich bin auch schon Jahre hier.
        Alois hat sich immer nur sporadisch beteiligt. Im Impressum muss der stehen, welcher für die Inhalte verantwortlich ist. Seit dem neuen Gesetz steht man als Betreiber solch einer Webseite immer kurz vor einer Abmahnung.
        Solch einen Blog techn. zu betreuen ist mit viel Arbeit verbunden. Alles für lau ….

        Ich bastel auch wieder an einer Webseite für einen kleinen Verein…nach der php Umstellung auf Version 7 muss alles neu gemacht werden.

        Bezüglich der pop. Diskussionen könnte man noch ausgiebiger diskutieren.
        Nur kurz, auf so einer Plattform, ohne sich mal real begegnet zu sein und Hintergründe zu kennen, ist es meines Erachtens unmöglich zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. schon allein aus dem Grund: die Motivationen und Ziele der beteiligten sind sehr unterschiedlich!

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        • fingerphilosoph sagt

          Ich vermisse nicht nur die Beiträge von Alois im Blog, sondern auch seine Kommentare, die die Diskussionen bereichert haben. Ich bin dem Blog mindestens zwei Jahre gefolgt und an den Diskussionen im Kommentarbereich hat sich der Alois sehr häufig beteiligt. Es ist nicht wahr, dass das nur sporadisch war.
          Alois hat seinen ganz eigenen Standpunkt, und der war immer interessant, weil er originell und durchdacht war.

          Wenn es Deines Erachtens unmöglich ist, in diesem Blog zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen, dann heißt das doch, dass es hier nur noch um das Gelaber um des Gelabers willen geht. Den Eindruck habe ich inzwischen allerdings auch. Deshalb gebe ich den Vorwurf – Gelaber um des Gelabers willen – , den man gemeinhin Philosophen macht, hiermit gerne auch mal an die entsprechenden Blog-Laberer weiter.

          1+
          • Brötchen sagt

            Meines Erachtens ist es generell unmöglich in dieser Form zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. Nicht nur in diesem Blog. Wenn du gesellschaftliche Diskussionen in den Medien verfolgst, wirst du eventuell schon festgestellt haben, das das dort ebenfalls der Fall ist. Eine Ausnahme sind vielleicht sehr gut besetzte Gesprächsrunden Z.b. letzte Woche der Presseclub zum brexit den fand ich recht gut. Ist auch immer sehr gut moderiert, z.b. der Schöneborn ist ein sehr guter Moderator. Es ist auch immer eine Frage was man erwartet. Ab und an lese ich was interessantes, z.b. Thomas Apfel,Mark. Bauer Hans und vom ehemaligen kann ich immer was lernen. Ansonsten fallen mir noch einige Gründe ein warum es zu keinem Konsens kommen kann. Schreibe ich vielleicht noch.

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            • fingerphilosoph sagt

              Ja, Du hast vermutlich Recht mit Deiner Feststellung, dass es unmöglich ist, in dieser Form zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. Dann muss man sich jedoch fragen, welchen Zweck diese sogenannten gesellschaftlichen Diskussionen haben, wenn sie zu nichts führen und das offenbar auch gar nicht das Ziel ist.

              Es bleibt eigentlich nur eine Antwort: die breit gefächerten gesellschaftlichen Diskussionen, mit denen wir pausenlos zugemüllt werden, ob nun per TV oder Blogs, dienen eben genau dazu, konstruktive Ergebnisse zu verhindern. Sie tun dies, indem sie massenhaft Energie, Zeit und Aufmerksamkeit zu vieler Menschen von den wirklichen Problemen abziehen und in Form von sinnlosem Gelaber verpulvern. Auf diese Weise lähmt man geschickt eine große Menge Menschen, die dann umso besser manipuliert und ausgebeutet werden kann.

              Die „billigen“ gesellschaftlichen Diskussionen sind für den Geist, was die „billigen“ Lebensmittel für den Körper: Auch das ist ein geeigneter Weg, eine große Menge von Menschen am realen Aufbegehren zu hindern. Der Protest verbleibt im virtuellen Raum, wo er für die Herrschenden und die bestehenden Verhältnisse keine Gefahr darstellt.

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              • Brötchen sagt

                Fingerphilosoph die Antwort gefällt mir. Muss ich drüber nachdenken. Das Willi etwas “ verhindern“ will, würde ich ihm nicht unterstellen.
                Die Medien heute müssen ja auch Zeit füllen. Vielleicht kennst du die Zeiten ja noch, wo es Sendeschluss gab und 2 Programme.
                Auch die ganzen Plattformen brauchen Inhalte, Inhalte und Inhalte.
                Ich habe bei einkaufen drüber nachgedacht, warum ich hier ab und an lese. Es gibt schon beitrâge, die sehr durchdacht sind. Die ich woanders nicht so lesen kann. Auch der Stegemann, krämer und Friedrich schreiben lesenswerte Sachen. Ist zwar alles landwirtschaftsintern und für dich zu speziell.
                du musst bedenken, viele Jobs sind heute fast Einzelkämpfer, da hat man nicht viel Kontakt mit Gleichgesinnten, bzw. man muss zu einer Tagung oder ähnlichem fahren. Meist fahren die Leute da eigentlich eher für die Pausengespräche hin.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Brückenbauer, Horizonte-Öffner, Mutmacher und andere Weltverbesserer WOLLEN selbstverständlich das Gute, aber sie WOLLEN es in erster Linie immer von den ANDEREN.
                  Daraus leiten sie das Recht ab, an anderen beliebig herumzuerziehen und denen, die ihnen nicht in den Kram passen, die Kompetenz abzusprechen, mit dem Ergebnis, dass jeder Beitrag und jede Diskussion schließlich zur Selbstdarstellung verkommt und in sinnlosem Geplapper verhallt. Denn das ist es doch, was de facto bei diesen ganzen gesellschaftlichen Diskussionen inklusive Blogs herauskommt.

                  2+
                • Brötchen sagt

                  @fingerphilosoph die Gefahr ist gross, dass es reine Selbstdarstellung wird.

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              • Stadtmensch sagt

                Aufbegehren ist unmöglich, denn da ist niemand, den du vom Thron stürzen kannst. Aufbegehren unreflektierter Zeitgenossen endet immer in Bürgerkrieg, Zerfall und Lähmung. Bevor man diesen bequemen Weg geht, könnte man doch versuchen, sich auf eine andere Richtung zu einigen? Wir wollen doch alle, dass wir es hier auf diesem geplagten Planeten noch etwas aushalten. Und da kann man sich nicht hinstellen mit „Wer Bio will muss Fleisch essen“ oder „an weiterer Intensivierung kommen wir nicht vorbei“.
                Wir müssen unsere Ansprüche und unser Wirtschafssystem in Frage stellen. Schritt eins auf dem Weg in eine nicht ganz so trübe Zukunft ist die Abwassertrennung. So schwer ist das eigentlich nicht.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Bio ist aber nun mal Tier-orientiert (82 % der Fläche dienen der Tierproduktion (Futterbau und Grünland, sowie 70 % des Getreides). Warum soll man das nicht sagen ? Wenn man das nicht will, muss man ganz andere Wege gehen. Ich helfe gerade einer Bio-Veganen- Solawi auf 6 ha mit Gemüseanbau zu starten. Das tue ich nicht, weil ich es für den richtigen Weg halte, sondern um denen die Chanche zu geben ihre Idee umzusetzen und dabei zu lernen. Aus meiner Sicht kann man durchaus, wenn ein Marktsegment dafür da ist, so einen Weg versuchen. Nur wird das auch hier ohne mineralischen Dünger und Pflanzenschutz nicht gehen. Ansonsten bleibt das Ganze ein Projekt mit gewaltigem Input an „totkompostierter“ Organik und externem Flächenverbrauch. Nur wenn´s nicht probiert wird, gibst auch keine Datenbasis zum Diskutieren.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Stadtmensch,

                  niemand muss Fleisch essen, jedoch sind große Teile unseres Landes Wiesen, die man Kraft eines Gesetzes zumindest in BW nicht umbrechen darf.
                  Dazu braucht man Rauhfutterfresser, es sei den man will diese Flächen als Wald sehen.

                  Wenn man sieht, wie wertvolle Ackerflächen in Gewerbe und Wohngebiete umgewidmet werden, kommen wir nicht umhin, alle Flächen intensiv zu bewirtschaften. Es sei denn, wir kaufen den armen Menschen das Essen weg. Dann kommen die zu uns, und, richtig, dann werden wiederum neue Gewerbegebiete erschlossen und Wohnungen brauchen die Neubürger ja auch.

                  Deshalb ist in 80 Jahren das Problem gelöst. Wenn der Flächenverbrauch so weitergeht, ist im Jahre 2200 alles verbaut.

                  1+
                • fingerphilosoph sagt

                  Stadtmensch, du hast noch nicht kapiert, dass der Zug abgefahren ist. Weder mit Bio noch mit Vegan noch mit hehrem Klima-Aktivismus ist die Natur zu retten. Aus diesem Grund flüchten sich so viele aus der realen Welt in das sinnlose Geplapper des world-wide web.

                  3+
                • Stadtmensch sagt

                  @Thomas Apfel, sehr cool. In der Nachbarschaft hat gerade eine Solawi einen Laden aufgemacht (ein sog. Unverpackt-Laden). Mal sehen – ist schon der zweite Versuch. Bin trotzdem überzeugt, dass wir unser teuer gereinigtes Trinkwasser nicht zu 99% als Toilettenspülwasser zweckentfremden sollten, um damit wertvollen Dünger in unbrauchbaren Klärschlamm zu verwandeln.
                  @Ehemaliger: ja, es ist ein Elend.

                  0
                • Stadtmensch sagt

                  @fingerphilosoph: ich flüchte jedenfalls nicht. Die Kohle, die ich für meinen sinnlosen Job bekomme stecke ich in den Nachwuchs und in Weltrettung. Hast du eine bessere Idee? „Es nährt das Leben vom Leide sich“
                  😉

                  0
                • Mark sagt

                  @Stadtmensch: Städter kümmern sich wenig um das Hinterland – Hauptsache es kommt alle Nahrung und alles was man zum Leben braucht aus diesem Hinterland, wobei das Hinterland auch das Ausland sein kann. Und genau das zusammen mit fortschreitender Technologie bietet die Chance, die Umwelt massiv zu entlasten, denn wenn es den Menschen egal ist ,woher etwas kommt (Hauptsache es kommt) kann man die Produkte zunehmend umweltschonend und gar im Kreislauf erzeugen: Anstatt Tierpelz Kunstpelz, anstatt Fleisch vom Tier, fleischähnliche Produkte auf pflanzlicher Basis, anstatt kristallklares Bach- oder Gletscherwasser, wiederaufbereites Wasser aus der Kläranlage, anstatt bezingetriebene Vehikel E-Vehikel, anstatt kerosinbetriebene Flugzeuge der Hyperloop oder synthetischer Treibstoff gewonnen aus CO2 und Wasser. Zudem: da die Menschen ja zufrieden sind mit ihrer städtischen Umwelt kann man das Land außerhalb der Städte vollkommen renaturieren – zumindest dann wenn man es geschafft hat Nahrung direkt in einer Fabrik zu erzeugen und man keine endlosen Anbaugebiete für Getreide mehr braucht. Die Chancen sind da. Nutzen wir sie!

                  4+
                • bauerhans sagt

                  „….die ich für meinen sinnlosen Job bekomme stecke ich in den Nachwuchs“

                  mein job ist zum glück nicht sinnlos,aber mein nachwuchs braucht mein geld nicht,die verdient mehr als ich.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Die Kohle, die ich für meinen sinnlosen Job bekomme stecke ich in den Nachwuchs“

                  Genau, sinnloser Job, das Gefühl hatte ich immer, wenn ich meine Abrechnungen sah und vorher die herablassenden,entwürdigten Kommentare las.

                  Um 0 Uhr 45 kam mein Jüngster von einem Vorstellungsgespräch mit Anstellungszusage aus Bayern zurück.

                  Ich muss schon sagen, bei einer Übernahme meines Betriebes hätte er mit der doppelten Arbeitszeit, immerhin rund die Hälfte verdient.

                  0
                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch
                  Mit Deinem sinnlosen Job bist du Teil jener Maschinerie, die Natur systematisch durch Technosphäre ersetzt, denn Geld bekommt nur derjenige, welcher der Maschinerie dient.

                  Mit der Kritik, die du fortwährend übst, stärkst du die Maschinerie. Du trägst zu ihrem Wachstum bei, denn sie saugt gierig jegliche Kritik auf, um sie in neue kommerzielle Produkte zu verwandeln. Tierwohl verkommt zum reinen Produkt und vom CO2-Ausstoß kann man sich mit dem Kauf von Zertifikaten befreien. Mit deinen Kindern führst du der Maschinerie neue willfährige Diener zu. Du kannst die Maschinerie nicht anhalten.

                  Deshalb kann ich Dir nur eines raten: Höre auf, an Dir selber zu leiden und genieße den Tag.

                  1+
  2. Borkenkäfer sagt

    Zitat Bauer Willi: „So Leute wie Sie braucht jeder Blog. Also bitte solchen Kram unbedingt auch weiter bringen. Bildzeitungs-Niveau um den Bürger zu erschrecken. „China frisst uns das Schnitzel weg…“ Fast wörtlich zitiert.“

    Genau falsche Denkweise. Das Bildzeitungsniveau ist genau richtig in dem Fall und es ist gut, dass der „Bauernverband Schleswig Holstein“ das aufgegriffen hat mit den Chinesen und dem Schweinefleisch. Denn von ARD oder FAZ bis Süddeutsche sind solche Zusammenhänge und die Erdung in der Ernährungssituation aus falscher „politischer Korrektheit“ nicht zu lesen. (Von „Fressen“ war weder in der Bild noch bei mir was zu lesen. Bauer Willi Niveau)

    Vielen Dank für die Anerkennung Bauer Willi. Sie brauchen mich sagen Sie und ich will gern mal öfter rein schauen. Auch Interessant Ihre Aussage, dass Sie mich mit dem Beitrag provozieren wollen. Das ist ja nun wirklich ein Grund den Blog nicht abzuschalten…

    Allerdings bin ich am Maiskörner in die Erden drücken und mich kann wirklich nichts provozieren bei dem Wetter. Aber dennoch braucht die Landwirtschaft Bauer Willi nicht sondern Chinesen und andere Verbraucher auf der Welt sind wichtig und sichern uns vielleicht die Existenz. Gut, dass die Bild das erkannt hat im Gegensatz zu B.Willi .

    4+
  3. “„Der Andersdenkende ist kein Idiot. Er hat sich nur eine andere Wirklichkeit konstruiert“.“

    Ja, das ANDERS-Denken EINES Fortschritts, der permanent über zu viel Energie verfügt:

    https://guidovobig.com/2019/01/08/fortschritt-anders-denken/

    Genau darin liegt das Problem nicht nur der heutigen Kommunikation. Zu viel Energie bedingt falsche Fragen und zu viele Antwortmöglichkeiten darauf. Daran ändert auch die falsche Annahme nichts, dass wir in EINEM Informationszeitalter leben, im Gegenteil. Je mehr Kommunikationsmittel wir haben und nutzen, desto weniger klappt es mit der Kommunikation an sich und desto mehr weitere falsche Fragen werden rund um die Uhr von Antworten durch das globale Dorf gescheucht.

    0
    • Etwas anderes, außer den bisherigen Fortschritt ANDERS zu denken, bleibt uns nicht, wenn wir nicht aller Lebendigkeit verlustig gehen wollen:

      https://www.wired.com/story/ai-cold-war-china-could-doom-us-all/

      Auf den ersten Blick off-topic, doch zeigt der verlinkte Text, was zu viel Energie für Auswirkungen auf Kommunikation hat. Zudem ermöglicht derart viel permanente Energieverfügbarkeit, dass das Prinzip des Lebens – Geben und Zurückgeben – einzig auf Geben und Nehmen beschränkt bleibt.

      0
  4. Alexander Borchert sagt

    Ich finde den Artikel von Willi sehr gut.

    In dem Artikel steht ein Wort, das so vieles erklärt:
    „ANGST“.

    Die Geißel der Menschheit ist Angst. Wir alle haben private und heutzutage vor allem gesellschaftliche Ängste. Die Medien, die Werbung, die Zeitungen alles ist voll mit Angst.
    Warum ist Angst unser Lebens- und Geschäftsmodell? Kann mir das jemand erklären?

    7+
    • Inga sagt

      Angst ist gesund,
      gehört zu unserem Leben,
      schützt uns vor Gefahren
      aber wenn man noch nicht mal weiß wo die Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden, dann muß man sich an die Massenmedien halten, die ja nun mal Meinungsbildend sind.

      Weil jeder Mensch einen anderen Beruf hat und einen anderen anderen Alltag, deswegen kann er das nicht wissen.
      Er müßte sich höchstens mal Mühe geben und sich hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion hängen.
      Manche machen das ja auch und noch mehr interessieren sich dafür und geben deswegen dazu keine vorgefertigten Pauschalurteile ab, denn dann würden die sich vor sich selber schämen.
      Denn sie wissen, dass das viel zu banal ist.

      Aber die meisten haben die vorgefertigte Meinung, andere spielen damit und noch andere verdienen Geld damit.
      Und dann denkt der Bauer eben, alle wären so, er muß sich gegenüber dieser vorgefertigten Meinung rüsten, um nicht mit seiner schweißtreibenden Arbeit, die keiner machen will und täglichen Mühen niedergemacht zu werden.
      Warum ist Bauer, der einzige Beruf der in der Öffentlichkeit weniger angesehen ist?
      Nur weil er für unsere Grundbedürfnisse arbeitet und unserer Ökologie in Schuß hält?

      Von den Meinungsbildnern ist sehr respektlos.
      Aber sie verdienen ja ihr Geld damit, deswegen brauchen sie kein schlechtes Gewissen zu haben.

      Haben die in der Waffenindustrie arbeiten ja auch nicht.

      2+
  5. Bauer Karsten sagt

    Hier mal was zum „Freien Bauern“.

    Bei uns hier in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein Sprichwort, ich hab’s zum ersten Mal gehört auf der Beerdigung meines Großvaters gehört, der noch freier Bauer geboren wurde. Der Pastor sagte nämlich:

    „Freier Bauer auf freier Scholle, über ihn steht nur noch Gott!“

    Das zeigt wo wir Bauern Gesellschaftlich herkommen und gleichzeitig wo wir heute stehen. Damals musste sichvein Bauer keine Sorgen machen das seine Produkte der Gesellschaft nicht gefallen. Die Gesellschaft war froh was zum Essen zu haben. Heute werden uns ungeheuerlich Dinge unterstellt die mich selber sehr frustrieren. Ich verstehe mich in erster Linie immer noch als Lebensmittelproduzent und erst danach als Umweltpfleger.

    Zum Post und zum Erstkomentator muss ich sagen das ich das ich Dankbar bin.
    Danke Bauer Willy, das ich heute mal eine praktische Anleitung in Hand bekommen habe wie ich Gespräche mit Kritikern aufbauen kann. Und danke Bauer Willi das du es dich traust in der heutigen Zeit öffentlich mit zu Diskutieren in der Form wie du es tust. Mach weiter so!

    5+
  6. Karsten Köhn sagt

    Hier mal was zum „Freien Bauern“.

    Bei uns hier in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein Sprichwort, ich hab’s zum ersten Mal gehört auf der Beerdigung meines Großvaters gehört, der noch freier Bauer geboren wurde. Der Pastor sagte nämlich:

    „Freier Bauer auf freier Scholle, über ihn steht nur noch Gott!“

    Das zeigt wo wir Bauern Gesellschaftlich herkommen und gleichzeitig wo wir heute stehen. Damals musste sichvein Bauer keine Sorgen machen das seine Produkte der Gesellschaft nicht gefallen. Die Gesellschaft war froh was zum Essen zu haben. Heute werden uns ungeheuerlich Dinge unterstellt die mich selber sehr frustrieren. Ich verstehe mich in erster Linie immer noch als Lebensmittelproduzent und erst danach als Umweltpfleger.

    Zum Post und zum Erstkomentator muss ich sagen das ich das ich Dankbar bin.
    Danke Bauer Willy, das ich heute mal eine praktische Anleitung in Hand bekommen habe wie ich Gespräche mit Kritikern aufbauen kann. Und danke Bauer Willi das du es dich traust in der heutigen Zeit öffentlich mit zu Diskutieren in der Form wie du es tust. Mach weiter so!

    18+
  7. Gurkenhobel sagt

    So, speziell nach dem Borkenkäferkommentar weiter oben muss ich auch nochmal meinen Senf dazu tun. Lieber Willi, mach weiter! Ich bin oft anderer Meinung als du, bin in letzter Zeit oft wütend und enttäuscht über das, was in Medien und Gesellschaft, auch draußen bei mir auf dem Feld, so passiert. Aber es tut immer wieder gut, hier auch mal andere Meinungen zu lesen, über die eigene nachzudenken, und von dir wieder „runter geholt“ zu werden. Auch von vielen anderen hier. Danke für dieses tolle, kontroverse Forum!

    7+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Gurkenhobel, mit Deinem Beitrag hier, sprichst Du vielen aus den Herzen die an einem konstruktiven Meinungsaustausch Interesse haben,Daumen hoch und geruhsame Osterfeiertage.

      1+
  8. Bergbäuerin sagt

    Ich habe vor kurzem jemandem erklärt, dass die EU in der Import/Export-Bilanz die eigene Bevölkerung nur zu 93% mit Lebensmittel versorgen könnte: Gründe: immer mehr Flächen müssen Energie und nachwachsende Rohstoffe produzieren, immer mehr fruchtbare Fläche wird verbaut, 1/3 der Lebensmittel wird weggeworfen, der Fleischkonsum ist weiterhin hoch. Antwort:
    Das glaubt er nicht. Wir exportieren doch Fleisch und Milch, weil wir viel zu viel haben, und wenn wir nicht zu viele Lebensmittel hätten, würde ja von den Supermärkten auch nicht so viel weggeworfen werden. Daher ist es ohne weiteres möglich, flächendeckend auf bio umzusteigen und nur halb so viel zu produzieren. Das haben auch Wissenschafter ausgerechnet. Zwei Drittel der österreichischen Bauern tun es nur deshalb noch immer nicht, weil sie profitsüchtig sind. In Österreich sind die Lebensmittelpreise doch noch immer viel zu hoch, in Deutschland geht es längst billiger. Wie kommt die Unterschicht dazu, die sich bald das Essen nicht mehr leisten kann? Schaut doch nach, wie viel Förderung die Bauern beziehen, ein Skandal, von so viel Geld kann ein Durchschnittsverdiener nur träumen.
    Das in sich schlüssige Weltbild aus Sicht des Konsumenten. Um das zu entkräften, müsste man ein ganzes Seminar halten. So lange die Supermärkte übervoll sind, wird so argumentiert werden.
    Gleichzeitig ist unser Bauernladenbetreiber mit seinen regionalen Produkten überrascht, dass der Umsatz nach so vielen Jahren immer noch steigt und steigt. Mittlerweile hält sich daneben auch ein samstäglicher Bauernmarkt. Die Supermärkte und das Lagerhaus unterhalten Regionalecken. Wir sind eine Gemeinde mit 8000 Einwohnern. Dass man seit dem EU-Beitritt Österreich als Feinkostladen Europas feiert, hat durchaus Wirkung gezeigt. Denn, wie Willi schon festgestellt hat: Der Bauer, zu dem man eine persönliche Beziehung hat, das ist ein guter Bauer, in Österreich muss dazu kommen: wenn er bio oder wengigstens naturnah, mit ein bisschen weniger Gift als andere, wirtschaftet. Da ist jeder Konsument sofort sicher: das schmeckt viel besser als im Supermarkt.
    Wie immer jemand als Bauer über Konvi denkt: die Zeiten, wo man Konvi verteidigen könnte, sind für immer vorbei, zumindest ein bisschen weniger Konvi muss man wirtschaften, das reicht dann schon.

    4+
    • Obstbäuerin sagt

      Was für eine Schizophrenie – der Konvi-Bauer ernährt die Menschen zu 95% und schafft somit die Grundlage für die Ernährungssicherung, soll sich aber in Demut vor den Ökos im Staub wälzen, die es in mehr als 30 Jahren, trotz maximaler Förderung und medialer Aufmerksamkeit, nicht geschafft haben, ihren Anteil über 5% zu steigern.
      Mit Sorge sehe ich, wie die Parteien auf dem absteigenden Ast versuchen, über die – wir brauchen eine insektenfreundliche ökologische Landwirtschaftsschiene – Wähler zu generieren und das Thema ohne realitätskonform dargestellt zu werden, immer mehr Raum einnimmt. Was können wir da als EINZELNE noch erreichen?

      3+
      • Bergbäuerin sagt

        Bei uns sind schon 25% Bio. Bei den gegenwärtigen Konsumgewohnheiten glaub ich aber auch nicht, dass Bio alle ernähren könnte. Österreicher essen noch immer 63 kg Fleisch/Kopf/Jahr.
        Mir hat ein Missionar einmal gesagt: Um ein Naturvolk zum Christentum zu bekehren, brauchst du 3 Generationen, schneller geht es nicht.
        In den 1970er Jahren ist die Notwendigkeit einer Ökologisierung der Landwirtschaft erstmals in die Öffentlichkeit getragen worden. Damals hat die Mehrheit den „Alternativen“ den Vogel gezeigt, „Grüner“ war ein Schimpfwort. Diese Missionierung haben jetzt drei Generationen genossen, jetzt sitzt dieser Glaube im Volk tief: „Die Agrarlobby mit ihren Giften arbeitet aus Profitgier gegen uns Konsumenten.“ Um diesen Glauben zu verändern, bräuchte es mindestens wieder 20 Jahre, schneller geht es nicht. Gottlob hat Willi bereits damit begonnen.
        Österreich ist 1995 in die EU eingetreten. Schon im Vorfeld hat man angekündigt, dass wir uns als Feinkostladen positionieren werden mit naturnah produzierter Nahrung. Dann hat man das rot-weiß-rote AMA – Gütesiegel in die Köpfe eingehämmert. Und erst in den letzten Jahren zeigt das so richtig Wirkung: „Man“ kauft nach Möglichkeit beim Bauern in der Umgebung – zumindest wenn es halbwegs bequem geht.

        2+
        • Obstbäuerin sagt

          Die Produktion von Biolebensmitteln ist eher fleischbetont. Mehr als 60% der Fläche wird für die Produktion von Fleischerzeugnissen verbraucht. Wer Bio will – muss Fleisch essen.

          1+
          • Bergbäuerin sagt

            @Obstbäurin
            Das war ursprünglich so gedacht wegen dem Mist. Und die Anthroposophen handhaben es noch immer so, aber eher milchbetont. Da hatte Österreich in den 1980er Jahren mit seinen naturbedingt 60% Dauergrünland halt die Nase vorn, da waren wir überhaupt Umweltmusterschüler. Mit dem EU-Beitritt fielen wir dann weit zurück, und jetzt erfangen wir uns langsam wieder. Mittlerweile gibt es aber schon viele viehlose Biobetriebe, nur mit Gründüngung und Fruchtfolge!

            1+
              • Bergbäuerin sagt

                Ja eh; wenig Ertrag = hoher Flächenverbrauch; erfordert Sparsamkeit bei Lebensmitteln.

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        • Bauer Willi sagt

          Danke. Eine sehr gute Analyse. Wir Bauern können was ändern, aber dazu müssen wir uns ändern. Sehr mühsam…

          2+
          • Bergbäuerin sagt

            Man muss natürlich schon ehrlich sagen: Ohne dass unsere POLITIK das Problem erkannt und reagiert hätte, wäre unsere Landwirtschaft auch schon weg. Wir hatten zudem damals 1995 gleich das Glück, den Landwirtschaftskommissar stellen zu können.
            Und wirklich gut geht es unseren Bauern eh auch nicht, kämpfen auch mit dem Preisdruck.

            1+
            • Berthold Lauer sagt

              Jeder der BIO machen will, sollte das auch tun und er sollte auch Unterstützung dafür erhalten. Da habe ich überhaupt kein Problem mit! Ich mag nur nicht, dass man es zur Religion erhebt. Wenn man die Anteile betrachtet, sieht man schon einen kleinen Widerspruch: Du schreibst von 25 %, ich vermute Flächenanteil, der Link des Ehemaligen von 10% Lebensmittelanteil! Dazu muss man auch die natürlichen Voraussetzungen mitbetrachten! In manchen Regionen drängt es sich direkt auf, BIO zu machen, weil man kaum etwas ändern muss um die zusätzlichen Prämien mitzunehmen. Warum boomt Bio in Brandenburg gerade seit letztem Jahr? Schwache Böden, wenig Wasser, kein Ernterisiko, sichere Praemie

              2+
              • Bergbäuerin sagt

                22% der Betriebe, knapp 26% der Fläche. https://www.bio-austria.at/bio-bauern/statistik/
                Die naturräumlichen Gegebenheiten spielen natürlich eine Rolle.
                Ich hab kürzlich einen Artikel gelesen, in dem ein Fachmann daran zweifelte, dass man mit Bio die ganze Welt ernähren kann, vor allem, weil auch die Schwellenländer immer mehr tierische Produkte haben wollen. Er sah die Herausforderung in einer, wie er es nannte, „nachhaltigen Intensivierung“. Dieser Begriff gefiel mir. Nachhaltigkeit ist ja de facto eigentlich gesellschaftlicher Konsens. Ein verantwortungsbewusster heimischer Konvi-Bauer wünscht sich ja die unreflektierten Teufel-komm-raus-Methoden der 70er Jahre auch nicht mehr zurück, nur dass vielen Konsumenten das nicht bewusst ist. Umgekehrt hat das Image von Bio auch schon alle möglichen Schrammen abbekommen durch Verwässerung („die spritzen ja auch“), Etikettenschwindel (siehe Film „The Green Lie“), Supermarkt-Skandale und solche Fakten wie eben die berühmten Flugzeuge bzw. der spritzende Nachbar.
                Die Notwendigkeit von Intensivierung ist es, die leider öffentlich nicht thematisiert wird. Was mir am meisten Sorge macht, das ist diese Illusion der meisten Städter, dass alles in Hülle und Fülle vorhanden ist, sodass man sich aus diesem Grund Luxusprobleme wie eventuelle Glyphosatrückstände locker leisten kann. Dass die Kartoffeln jetzt aus Ägypten kommen, weil die heimischen wegen Drahtwurmbefall unverkäuflich sind, wird nicht in Zusammenhang gebracht damit, dass der Selbstversorgungsgrad Ägyptens nur 50% beträgt und viele von dort zu uns flüchten, weil sie sich das Essen nicht leisten können. Wir müssen die landwirtschaftlichen Debatten endlich im globalen Rahmen führen, nicht im nationalen, weil die Vernetzung ja Fakt ist. Dabei von der Versorgung aus denken, nicht von den Preisen, weil man Geld nicht essen kann; und dabei die unheilvolle Rolle der Finanzwirtschaft mitdenken, die es letzten Endes auf dem Umweg über den LEH eigentlich ist, die den Bauern finanziell die Luft nimmt. Einen Selbstversorgungsgrad von mindestens 100% anzustreben, hat da viel weniger mit Nationalismus als mit globaler Verantwortung zu tun, und da ist die Frage dann legitim, ob und unter welchen Umständen das mit Bio überhaupt realistisch wäre.
                „Nachhaltige Intensivierung“ hätte bei entsprechender Aufklärung über Welternährung schon das Potential, als zeitgemäßer Begriff das schon etwas antiquierte „Bio“ abzulösen, das glaube ich schon. „Konvi“ können wir im Mülleimer der Geschichte versenken, der Begriff ist ein für alle Mal negativ besetzt – nämlich von der „bösen Agrarlobby“.

                2+
                • Ackerbauer sagt

                  Ich habe die „Grüne Revolution“ als Jugendlicher ab Mitte-Ende der 70er Jahre mitbekommen.
                  Mein Vater erzählte auch gelegentlich von der Entwicklung in die chemische Unkrautregulierung, alles staunte als die ersten M-Mittel eingesetzt wurden. Davor hatten die Mägde und Dienstboten am Ende des Tages vom Garben binden und dem „Beikrautbesatz“ ganz blutige Unterarme Oh Wunder die Diestel verdrehten sich und verdorrten vorzeitig.
                  Der Siegeszug lag auf der Hand, zudem hatte diese Generation die Kriegs und Mangelzeiten erlebt.
                  Alles nur nie wieder Hunger, diese Entwicklung war nicht zu verdenken aber sie mündete in Butterberge also einer regelechten Produktionsschlacht.

                  1+
                • Inga sagt

                  Ja Ackerbauer frag mal,
                  lieber blutige Arme in dem Staub der Ernte (wer kennt Gerstenstaub) oder lieber chemische Mittel zum bekämpfen dieser Unkräuter, bzw. Beikräuter?
                  Dann stell ich mal hier noch die Frage, wenn vor die Zulassung der Mittel diese eine Prüfung durchlaufen müssen, dann können die doch gar nicht so giftig sein, höchstens so wenig wie möglich für die Umwelt.! Da gibt es doch dann auch festgeschriebene Kriterien, oder?

                  Nebenher haben die chem. Mittel noch den Vorteil, dass sie für höheren Ertrag sorgen, so dass für alle genügend da ist, die Regale des LEH gefüllt sind und alles billig bleibt. Wenn ich mich recht an die 70iger Jahre erinnere, da gab es noch kein chemisches Mittel gegen Disteln, die diese blutigen Arme verursachten.

                  0
          • Obstbäuerin sagt

            Und wenn ich Bio-Milch und andere Bio-Milchprodukte konsumieren möchte, muss auch das Kalbfleisch mitgegessen werden. Denn ohne Kälber keine Milch!!!

            3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn jetzt ein konventioneller Bauer weniger PSM verwendet,
      dann hat er vorher zu viel verwendet.
      Folglich ist ein Lob daneben.

      Heute steht in der Tageszeitung, dass eine Saatgutvorbereitung eines Ackers (vermutlich mit Glyphosat) Gegenstand einer Anfrage eines Stadtrates, ehemaliger Lehrer und radikaler Hobbyimker, war. Landwirte im Gremium erklärten ihm, warum das so gemacht wird. Interessant war die Wortmeldung des BIO Landwirtes, der meinte, während er den Acker umweltfreundlich bewirtschaftete, flogen 11 Flugzeuge über ihn hinweg, daher frage er sich, wer ist hier der Depp?

      6+
      • Inga sagt

        Aber Lehrer, die doch so sozial eingestellt sind, die müßten doch die die „bösen Taten“ der Bauern anders hinterfragen, als ein berufsfremder Fabrikarbeiter unter Dach, der von der Natur gar nicht mitbekommt!
        Es gibt ja auch Biologielehrer im Kollegium!
        Schüler werden doch auch für Berufe in der Natur vorbereitet.
        Ein Lehrer kann es sich nicht leisten so einseitig zu denken, oder?
        Die Zusammenhänge in der Natur sind viel komplizierter als die einer Maschine, die wohl mehr von denen geachtet wird
        Es sei denn er gibt zu von einfachen Leuten wie Fabrikarbeitern abzustammen und nichts dazu gelernt zu haben.

        1+
        • Bergbäuerin sagt

          Die Biolehrer werden gegenwärtig vom WWF mit Unterrichtsmaterialien pro Wolf zugeschüttet. Und die Schulbuffets steigen gerade im großen Stil auf Bio um. Wenn ein Lehrer die konventionelle Landwirtschaft verteidigt, braucht er ein dickes Fell – gegen Schüler, Eltern, Kollegen und Obrigkeit. Der lebt ja auch nicht im luftleeren Raum.

          1+
          • Bergbäuerin sagt

            Und er riskiert eine böse Schlagzeile in den Medien: „Lehrer von der Agrarlobby gekauft“ oder so.

            3+
          • Inga sagt

            Die sollen neutral unterrichten,
            Die Biologie einer Möhre ist gleich, egal ob Bio oder konventionell angebaut.

            Die konventionell angebaute hat höchstens mehr Provitamin A weil mit mehr N gedüngt wurde.

            aber das kann ja der Biolehrer genauer erklären, die oder der muß ja auch die Zusammenhänge besser wissen.

            1+
    • Ackerbauer sagt

      8-10% Lebensmittelimport aus Drittländer ist für die derzeitige Logistik
      keine große Herausforderung um den Nahrungsmittels“markt“ zugunsten der „Verbraucher“ auszuhebeln.
      Außerdem kommt jedes % das der EU-Agrarsektor verliert der technischen und chemischen Exportindustrie zugute.

      Man muss aber auch erwähnen die Landwirte werden in anderen Volkswirtschaften genauso verarscht!
      https://www.agrarheute.com/land-leben/usa-selbstmordrate-farmern-extrem-hoch-553167

      1+
    • Günter Reichard sagt

      Ein gravierender Unterschied besteht zwischen Deutschland und Österreich, bzw.
      Italien, die Lebensmittel haben einen ganz anderen Stellenwert, weil die Geiz ist geil
      Mentalität bei weiten nicht so ausgeprägt ist.
      Schöne Ostern und viele Grüße aus Südtirol

      1+
  9. Borkenkäfer sagt

    Es würde helfen wenn Bauer Willi von der Bildfläche verschwindet und so nicht noch mehr Vertrauen zerstört durch belangloses Gequassel.
    Er ist auch nicht auf der höhe der Zeit.
    Statt darüber zu berichten, dass die Chinesen den Deutschen das Grillfleisch vom Teller nehmen und die Schweinepreise explodiert sind, wird hier ein Waschweibergeschwätz veranstaltet.
    Der Weltmarkt wird die Richtung bestimmen. Glyphosat wird weder vom Bürger abgeschafft noch vom Landwirt erhalten als Wirkstoff. Ist nicht unser Thema und wir machen auch entspannt Honigbrachen bis die Gelbwesten in Deutschland randalieren weil alles so teuer ist.

    Gehen Sie in den RUHEstand, Bauer Willi. Die Welt ändert sich schneller als Sie denken können.

    3+
    • Ferkelhebamme sagt

      Herr Schädling, sie ernten gerade, was sie gesät haben: viel fressen- wenig zahlen hat sehr vielen Schweinezüchtern das Leben gekostet: keine Ferkel-keine Schweine. Während die Chinesen sehr viel Wert auf Fleisch legen, dass auch in Deutschland geboren wurde, entsprechend ordern und zahlen. Blöd, wenn Schmarotzer ihren Wirt zerstören.

      13+
    • Christian Bothe sagt

      Was soll dieser Beitrag,Borkenkäfer?Sie haben doch ehe schon einen schlechten Ruf, wenn ich an unsere Wälder denke und sollten nicht so einen Standpunkt vertreten…Joke! Ich finde Bauer Willi greift wichtige Themen auf, das gilt auch für obigen Beitrag und stellt diesen ins Netz.Obwohl auch ich öfters eine etwas andere Auffassung zur LW als studierter Ossi habe und haben werde, finde ich dem Blog gut und die Auffassungen und Erfahrungen von Berufskollegen.Also weiter so,Bauer Willi

      9+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ach Herr Waldschädling,
      sie versuchen jetzt gerade die Welt ins „richtige“ Bild zu rücken, ich unterstreiche versuchen.
      Offensichtlich haben die Chinesen mehr Vertauen in das deutsche Schweinefleisch, als mancher Deutscher, außerdem kaufen die Chinesen liebend gerne Schweinefüße, Ohren und Bauchspeck, das sind die Teile die der Deutsch verschmäht.

      Wie sagte der Verantwortliche von Fleisch und Fleischwaren bei Edeka Südwest:

      An einem Kg Schweinefüße nach China wird mehr verdient, als ein einem Kg Schweinesteak in der Ladentheke.

      Richtig ist, dass der Weltmarkt und der Verbraucher bestimmt, wo die Reise hingeht und wenn die selben Verbraucher gesagt bekämen, was ihre Forderungen für sie selbst kostet, würden die den Ball flach halten.

      7+
    • Obstbäuerin sagt

      Borkenkäfer, sie nutzen Bauer Willis Blog, um ihre mehr oder weniger sinnvolle Meinung in die Öffentlichkeit zu transportieren. Sie sind auf ihn angewiesen, wenn ihnen das wichtig erscheint. Falls nicht, müssen sie ja gar nicht an der Diskussion teilnehmen. Welches ist ihr Problem? Übrigens schwärmen ihre Kollegen gerade aus.

      3+
    • Bauer Willi sagt

      Ich BIN schon im Ruhestand. 😏 Werde also weiter versuchen, Sie zu provozieren. Ist ja nicht schwer…😊

      So Leute wie Sie braucht jeder Blog. Also bitte solchen Kram unbedingt auch weiter bringen. Bildzeitungs-Niveau um den Bürger zu erschrecken. „China frisst uns das Schnitzel weg…“ Fast wörtlich zitiert.

      3+
    • Dorfmensch sagt

      Korkenkäfer,
      bitte sondern Sie Ihre Weisheiten irgendwo anders ab. Bei aller Toleranz wird es allmählich unerträglich, laufend Ihre Losungen hier zu sehen. Wer will das eigentlich noch lesen?

      2+
      • Dorfmensch sagt

        Borkenkäfer,
        bitte sondern Sie Ihre Weisheiten irgendwo anders ab. Bei aller Toleranz wird es allmählich unerträglich, laufend Ihre Losungen hier zu sehen. Wer will das eigentlich noch lesen?

        0
  10. bauerhans sagt

    wenn man in foren der online-zeitungen über landwirtschaft liest,stellt man fest,dass es in jedem forum „den harten kern“ gibt,im grunde nur ganz wenige.
    ob man denen fakten oder auch nur widerworte entgegnet,die ändern ihre meinung nicht!
    interessant ist auch,dass manchmal einer vollstes verständnis zeigt,allerdings mit argumenten aus ganz ganz früheren zeiten,einzelne,die sich sehr sehr viel mühe machen,dinge genau zu erklären,werden als lobbyisten beschimpft.
    eine sehr beliebter lösungvorschlag bz. „aller landwirtschaftlichen probleme“ ist flächendeckender bioanbau,abschaffung der massentierhaltung und besonders strenge staatliche überwachung der bauern.

    7+
  11. Ackerbauer sagt

    Weite Teile der Brot und Spielegesellschaft befindet sich in einem Wahn einer Matrix.
    Wie bei einem Drogensüchtigen lässt sich das Problem
    mit vernünftiger Kommunikation längst nicht mehr beheben.
    Sobald die Nahrungsmittelversorgungslage durch Bilanzfälschungen aufrecht erhalten lassen
    „Offizielle Ernteprognosen könnten im scharfen Kontrast zu realen Ernteausfällen stehen und schwere Engpässe in diesem Sommer könnten folgen“.
    werden sich die Konsum-Entzugserscheinungen des billigen Geldes über nacht in bürgerkriegsähnlichen Zuständen entwickeln.

    1+
    • Ackerbauer sagt

      Sobald sich die………………….nicht mehr aufrecht erhalten lasse,
      werden sich die……..

      0
  12. Oberländer sagt

    Der freie Bauer ist der größte Feind des Parasiten ,
    er reist ihn von seinem Wirt um ihn in der Sonne
    vertrocknen oder im Feuer verbrennen zu lassen.

    2+
      • Oberländer sagt

        Lieber Willi
        Habe gerade eben erst Deine Frage gelesen nachdem ich seit
        heute Vormittag meine Äcker geeggt habe .
        In Deinem Artikel sprichst Du Meinung und Meinungsmache an .
        Viele Kollegen haben den Eindruck das sie und ihr Tuen un-
        erwünscht oder falsch sind, sehen sich als Umweltveschmutzer
        und Tierquäler dar gestellt und leben so wieso nur von Subventionen.
        Bis vor 20 oder 25 Jahren waren in den meisten Gemeinderäten Landwirte noch gern gesehene Mitglieder und
        waren in aller Regel auch ordentlich vertreten.
        Heute sind sie oft die Ausnahmen .
        Waren sie zu unbequem ? Waren sie noch bereit Entscheidungen auch ohne Horden von alimentierungs bedürftigen Sachverständigen zu treffen.
        Ich habe den Eindruck das die absolut nachhaltige über Generationen entstandene Denkweise der Bauern von einem
        laut schreienden Teil der Bevölkerung ( keine Mehrheit )
        nicht verkraftet wird.
        Der freie Bauer ist nicht besser als ein Schmied oder Bergmann er lebt wie sie auch von seiner Hände Arbeit und nicht wie die falschen Propheten von Lügen.

        Ich hoffe ich habe nicht zu wirr geschrieben

        3+
        • Bauer Willi sagt

          Danke. Jetzt habe ich es verstanden! Nein, es ist überhaupt nicht wirr. In unserem Gemeinderat sitzt noch ein Landwirt. Leider sind viele meiner Berufskollegen nicht bereit, sich für ein Ehrenamt zur Verfügung zu stellen.

          1+
        • Ackerbauer sagt

          „Bis vor 25Jahren“…… siehe weiter oben.
          Das war noch die dankbare Kriegsgeneration,
          sie achtete und respektierte ihren Bauernstand,
          der sie vom Hungertod bewahrt hatte.

          0

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