Jahr: 2019

Die „hohe Kunst“ der Lebensmittelherstellung

Ich habe mal verschiedene Schinkenwürste miteinander verglichen. Links die ganz einfache, die es  früher beim Metzger für die Kinder auf die Hand gab. Dann der SchinkenSpicker normal und v rechts die vegane  Variante. Neben der Zutatenliste auch mal einen Blick auf den Preis werfen. Trinkwasser und Grillgemüse ist jetzt nicht so teuer, und auch Erbsenproteinisolat dürfte erschwinglich sein. Was Konjak ist musste ich erst mal googeln. Es ist kein Schreibfehler (Cognac) . Stellt sich schließlich noch die Frage, was gesünder ist. Was den Geschmack angeht, so habe ich es ausprobiert. Der vegane SchinkenSpieker kommt doch recht nahe an das Original heran. Der Brennwert ist bei der veganen Schinkenwurst nur etwa halb so hoch wie bei der preiswerten Variante. Man könnte es auch etwas deutlicher sagen: halbe Energie bei vierfachem Preis. Das ist gut. Für die Marge des Lebensmitteleinzelhandels.      

Obst, Wein und Artenvielfalt (Video)

Wir sind im Urlaub am Bodensee auf dem Betrieb von Hubert. In wunderbarer Umgebung bei bestem Wetter habe ich ihn gefragt, was er auf  seinem Betrieb macht. Und dann sprechen wir in der zweiten Hälfte des Videos noch über ein Volksbegehren und die möglichen Folgen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Unsere Ferienwohnung am Bodensee…

…ist das auf dem Bild nicht. Es ist eines der Häuser im Pfahlbautendorf Unteruhldingen. Sehenswert ist es auch deshalb, weil es uns klar macht, welchen gewaltigen Aufwand es damals bedurfte, die Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs anzubauen, zu lagern, zu verarbeiten und schließlich zuzubereiten. Oder auch die Zeit, die benötigt wurde, um Fische zu fangen oder Tiere zu jagen. Und die domestizierten Haustiere mussten auch betreut werden. Selbstverständlich mussten auch die Kinder an der Nahrungsmittelbeschaffung mitwirken. Beeren und Nüsse sammeln und Tiere hüten waren ihre Aufgaben. Auch freitags… Auf dem Speiseplan der Dorfbewohner stand neben den Getreidearten Emmer, Einkorn und Dinkel (Brot und Getreidebrei) auch diverse Hülsenfrüchte. Neben Schweinen und Rindern wurden auch Frösche, Igel, Fischotter, Vögel und Biber verspeist.  Und Fische gab es natürlich aus dem Bodensee. Wenn sie vorher gefangen wurden.  Wir haben den Fischteller mit Felchen, Zander und Forelle in einem Restaurant bestellt. War einfacher. Übrigens kamen die Bewohner der Pfahlbauten mit den neuen Technologien aus der Gegend des „Fruchtbaren Halbmond“. Die Begründung dafür ist auch nachzulesen.  Irgendwie erinnert mich das an was. …

„Wir brauchen eine neue Landwirtschafts-Revolution“

So lautet eine Bildunterschrift im nachfolgendem Artikel. Der “Spiegel” berichtet, dass es in der Landwirtschaft Schädlinge und Krankheiten gibt. Und daß diese zu beträchtlichen oder totalen Ernteverlusten führen können. Das ist für Landwirte so neu nicht. Aber immerhin gut, wenn auch eine größere Wochenzeitschrift darüber berichtet. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-so-fatal-sind-schaedlinge-und-krankheiten-a-1251826.html

Fachliche Frage an meine Bio-Kollegen

Liebe Bio-Kollegen, bei der aktuellen Änderung der Düngeverordnung (13.6.2019) finde ich folgenden Satz: „Für extensiv wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe und Ökobetriebe gelten Ausnahmen. So sollen Betriebe, die durchschnittlich auf ihren Landwirtschaftsflächen weniger als 160 kg Stickstoff je Hektar und Jahr und davon max. 80 kg mineralisch düngen, von der Reduzierung der Düngung und der Mengen-Obergrenze freigestellt werden.“ Ich dünge zu Weizen 90 kg N organisch zum Schossen,  40 kg N mineralisch (als Andüngung und zur Ährengabe).  Sind zusammen 170 kg, also 10 kg mehr als ein Bio-Betrieb darf. Hier im Rheinland werden von Bio-Betrieben rund 50-55 dt/ha Weizen geerntet. Ihr dürft bis 160 kg N (ca. 3 kg N pro dt Weizen) düngen.  Ich ernte in etwa das Doppelte und werde von der Poltitik eingeschränkt. Und Raps baut ihr erst garnicht an. Ich schon, und der braucht auch im Herbst schon etwas zum Wachsen. Ist ja schön, dass ihr von der DVO ausgenommen seid. Aber wer kann mir das fachlich erklären? Oder ist euer Nitrat irgendwie anders? Vielleicht Bio-Nitrat? Nee, ernsthaft, ich verstehe das nicht mehr.  Und …

Eine völlig neue Erkenntnis

Und wieder zwei Artikel, die nicht hätten geschrieben werden müssen… https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/es-fuehrt-kein-weg-daran-vorbei-echter-klimaschutz-bedeutet-verzicht-16230427.html?m https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/alle-wollen-mehr-klimaschutz-aber-nicht-dafuer-zahlen-16230425.html?m

AfD will EEG abschaffen

Laut einer Meldung des Deutschen Bundestages vom 5.6.2019 plädiert die AfD für eine Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes. https://www.bundestag.de/presse/hib/646144-646144 Für Anlagen, die nach dem 1. August 2019 in Betrieb gehen, soll kein Anspruch auf  Zahlungen mehr bestehen. Da ich ja im Urlaub bin und von den Segnungen des EEG nichts abbekomme, könnt ihr ja gut ohne mich diskutieren.  Was meint ihr? Gute Idee? Bauer Willi

Soja aktuell

Es wird ja immer von einer europäischen Eiweißstrategie gesprochen.  Um das mal in Relation zu Übersee zu setzen: So sehen die aktuellen Anbauflächen aus. In Süd- und Nordamerika dürfte weit über 90 % GV-Soja sein. In Österreich und Deutschland natürlich nicht.    

Nachhaltigkeit: #saturday-was-badetag

Gedanken eines alten weissen Mannes über Nachhaltigkeit früher und heute. Habe ich was falsch gemacht? Hygiene Als ich Kind war, lebten wir relativ nachhaltig. Toilettenpapier wurde aus der Tageszeitung geschnitten und mit einer Kordel im Klo aufgehängt. Es wurde vor der Benutzung etwas geknäult, damit es auch seine Funktion erfüllte. Und manchen Artikel konnte man hier, während der Sitzung, noch mal nachlesen. Heute kaufen wir das Toilettenpapier im Supermarkt. Aber nur dreilagig. Manchmal auch aus Recycling-Papier. Auf dem Waschbecken lag ein Seifenstück („Kernseife“) für alle, was wochenlang hielt. Heute benutzen wir Flüssigseife und jedes Familienmitglied hat sein eigenes Duschgel. Gebadet wurde damals samstags. Heute dusche ich zweimal in der Woche, stinke aber trotzdem nicht. Kleidung Kleidungsstücke wurden lange getragen. Ich musste –als Junge – die Strumpfhosen meiner älteren Schwester unter der kurzen Lederhose auftragen. Sehr peinlich. Vieles wurde weiter oder enger gemacht, länger oder kürzer gemacht, genäht, gestopft oder geflickt. Wenn es wirklich nicht mehr ging, wurden an den abgetragenen Textilien die Knöpfe abgeschnitten und die Reißverschlüsse herausgetrennt und der Rest für Putzlappen in der …

„Muten wir den Landwirten zu viel zu?“

Im „Tagesgespräch“ des Bayrischen Rundfunk geht es hoch her. Es geht um das Volksbegehren, um den Dialog zwischen Stadt und Land, um Bürokratie und Gesetze, um Bio-Landwirtschaft und Weltmarkt und vieles mehr. Im Studio ist Alois Penniger (28), Landwirt aus Fürstenzell, der sehr sachlich Rede und Antwort steht, auch wenn es nicht immer unbedingt sachlich hergeht. Übrigens auch eine hervorragend moderierte Sendung. https://www.br.de/radio/bayern2/bauer-sucht-zukunft-muten-wir-den-landwirten-zu-viel-zu-100.html Die Sendung ist auch als Podcast verfügbar, so dass man die Sendung gut nebenher hören kann. Und schließlich ist heute Sonntag… https://www.br.de/mediathek/podcast/tagesgespraech/bauer-sucht-zukunft-muten-wir-den-landwirten-zu-viel-zu/1624606 Bauer Willi