Bauer Willi
Kommentare 38

„Wir brauchen eine neue Landwirtschafts-Revolution“

So lautet eine Bildunterschrift im nachfolgendem Artikel. Der “Spiegel” berichtet, dass es in der Landwirtschaft Schädlinge und Krankheiten gibt. Und daß diese zu beträchtlichen oder totalen Ernteverlusten führen können. Das ist für Landwirte so neu nicht. Aber immerhin gut, wenn auch eine größere Wochenzeitschrift darüber berichtet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-so-fatal-sind-schaedlinge-und-krankheiten-a-1251826.html

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38 Kommentare

  1. Obstbäuerin sagt

    Hallo Inga, heute ist Freitag und bei uns sind Ferien. Da wollen wir doch mal sehen ob denn die Kinder …von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin, das wollen sicherlich viele wissen.
      Jetzt müssen Sie beweißen das es Ihnen nicht nur ums Schule schwänzen geht. Warten wirs ab.

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  2. Inga sagt

    Vielleicht will die Jugend ja endlich mal über die Phytomedizin und ihre Notwenigkeit aufgeklärt werden.
    In der Schule würde das doch auch gut in das Fach Chemie passen!

    Warum soll das Wissen denn nur den „dummen Bauern vom Dorfe“ vorbehalten sein?

    Das müsste zur Allgemeinbildung gehören, denn dann könnten viele mitdenken !

    Und nicht nur von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen.

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    • Paulus sagt

      Inga, ich denke, Phytomedizin ist eher was für Biologie- statt für Chemielehrer.
      Allerdings, wenn ich da so an eine Biolehrerin meiner Tochter denke, oh je oh je.
      Aber wie das halt so ist, bei manchen Lehrern fragt man sich eh, womit die ihre Zeit im Studium und im Referendariat vertrödelt haben.
      Den Bio-Unterricht, was die ehem. Schule meiner Tochter betrifft, hätte ein externer Landwirt aus der Umgegend wahrscheinlich besser und vor allem wirklichkeitsnah und spannender für die Kids auf die Reihe bekommen.
      Zumindest in NRW wird man eher von einer Uni als Gastdozent eingeladen als das man einen unterrichtsmäßigen Vortrag an einem Gymnasium halten darf. Ist jedenfalls meine Erfahrung.

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      • Inga sagt

        Das Thema gehört in Chemie und Bio.

        Keine Ahnung von Chemie haben, aber dann über die angeblich „bösen“ chemischen Mittel schimpfen, die die Bauern da auf unsere wachsende Lebensmittel spritzen.

        Meine Schwester hat mich als Lehramtsstudentin (1980) für Biologie gefragt, ob die Thechnik des Besamen der Kühe

        Gentechnik

        ist!?!

        Also die Lehrer in der Schule können doch den Kindern beibringen, wo die Lebensmittel herkommen und wie schwierig es ist sie zu produzieren, gerade wo sie au der Natur kommen.
        Wo nicht alles so gerade aus nach Plan läuft!

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        • Paulus sagt

          Na klar hat das Besamen von Kühen oder Schweinen etwas mit Gentechnik zu tun, nur eben nicht im derzeit allgemein üblichen und völlig irregeleiteten Sinn.
          Rein gentechnisch war ich ganz froh eine Frau befruchten zu dürfen die nicht aus dem gleichen Dorf stammte, sondern genetisch auch noch etwas von einer Oma aus Algerien mitbrachte. Zeitgenössischen Schilderungen zufolge gab es in gewissen aristokratischen Schichten nahezu fürchterliche Missbildungen, die in der Folge Anlass gaben, es doch einmal mit der Gentechnik zu versuchen. Auf die ganz einfache Art wohlgemerkt.
          Ich halte es nicht für unanständig, wenn die Pflanzenforschung versucht, Nutzpflanzen mit gewissen Resistenzgenen auszustatten.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Besamung, sprich Zucht, ist quasi noch analoge Biotechnologie. Dauert länger bis zum Ziel, wenn man es überhaupt erreicht. Gentechnik ist die digitale Variante. Warum die bei Pflanzen unanständig ist, während sie für z.B. Medikamente akzeptiert wird (das heutige Insulin hätten wir ohne Gentechnik nicht) kann ich nicht verstehen. Warum müssen wir (Bauern) zurück ins Mittelalter?

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            • Inga sagt

              Weil sich die genmanipulierte Kulturpflanzen auf ihre Wildpflanzen und andere nicht genveränderte Sorten weitervererben. Das ist ein gravierender Einschnitt in die Umwelt!

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          • Inga sagt

            Hast du deine Frau gentechnisch untersucht, bevor du sie geheiratet hast?

            Das Besamen bei Tieren hat genau so viel mit Gentechnik zu tun, wie das Kreuzen der Pflanzen mit der Pinzette! Z.B. nach den Resistenzen, also nach Robustheit!

            Bei beiden ausgesuchtes Genpotenzial nach Phänotypus!
            Bei richtiger Gentechnik nach Genotypus!

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            • Paulus sagt

              Nein, liebe Inga, ich habe sie selbstverständlich nicht gentechnisch untersucht sondern bin da ganz pragmatisch vorgegangen. Wie man das als Mann halt so macht.
              Exkurs: Das mein damals hundsgemein schlechtes Französisch und der mir eigene, sehr ausgeprägte westfälische Charme eine Rolle spielten halte ich für ausgeschlossen.

              Eher war meine Frau an meinen Genen interessiert, ebenso wie ich an Ihren. Sonst hätten wir uns nicht gepaart. Das geschieht unbewusst und ist nun wirklich keine Geheimwissenschaft.
              Dazu musste meine Gattin weder in einer lila-Latzhosen-Frauengruppe diskutieren, noch musste ich Mitglied einer frustbeladenen Männer-Strickgruppe werden.
              Habe ich deine Frage damit ausreichend beantwortet? 🙂

              Noch etwas für die Skeptiker was Gentechnologie betrifft, und da ich fange mal bei den ganz einfachen Dingen an. Es gibt wahrscheinlich, außer (angeblich) Kastanien kein Waschmittel, das ohne gentechnisch erzeugte Enzyme hergestellt wird. Ebenso verhält es sich mit dem Lab zur Erzeugung von Käse, ausgenommen Biokäse.
              Sogen. weiße und rote Gentechnik werden anstandslos akzeptiert und als Segen empfunden. Sobald es sich um grüne Gentechnik handelt ist das alles nur Teufelszeug. Als naturwissenschaftlich nicht ganz Ungebildeter verstehe ich das nicht.

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              • bauerhans sagt

                „Als naturwissenschaftlich nicht ganz Ungebildeter verstehe ich das nicht.“

                materiell gesättigte esoteriker kann/muss man nicht verstehen oder eben doch.

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          • Bauer Fritz sagt

            Um sich die Tatsache einzuprägen, daß einer Besamung nicht zwingend eine Befruchtung folgt, geruhte unser Biologielehrer zu sagen: Wer den Unterschied zwischen Besamung und Befruchtung nicht kennt, dem bleibe am besten beides verwehrt.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            In meiner Ahnentafel habe ich entdeckt, das auch schwäbisches Blut in unserer Linie steckt.
            Ist das von Vorteil, gentechnisch gesehen?

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  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    @ Bauer Willi

    Du hast sicherlich gesehen, dass im Spiegel es nur 3 Kommentare gibt,
    Ein Artikel über Glyphosat bringt es zu 300 Kommentare, das gibt Werbeeinnahmen.

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  4. Arnold Krämer sagt

    Der Einsatz von PS-Mitteln und Arzneimitteln in der Landwirtschaft ist (vorbeugender) Reparaturbetrieb. Ohne den geht es wie im menschlichen Leben nun einmal nicht, ohne Leben, Gesundheit bzw. Versorgungssicherheit zu gefährden. Man darf es sich aber damit nicht zu leicht machen, auch wenn es in der Vergangenheit oft leicht gemacht wurde (Kosten, Verfügbarkeit etc.). Anspruch eines jeden Landwirts sollte sein, den Reparaturbetrieb vermeiden zu können, nicht nur aus Kostengründen.
    Dazu sind nicht nur individuell Gewohnheiten zu hinterfragen, sondern auch teilweise andere produktionstechnische Rahmenbedingungen zu setzen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Insektizide akzeptiere ich als „Reparaturbetrieb“, bei Herbiziden sieht das anders aus, die sind aus meiner Sicht Produktionsvoraussetzung, insbesondere, wenn der Markt nur relativ enge Fruchtfolgen ermöglicht. Die Forderungen aus der Gesellschaft (oder Gruppen derselben) nach weniger Vieh verschärfen das Problem noch.

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  5. Hans-Georg sagt

    nur mal was aus der Praxis. Ich sehe dieses Jahr in vielen Weizenschlägen unheimlich viel Trespe. Wie will man denen Herr werden? Welches PSM ist dann noch verfügbar? Mit welchen Ertragseinbußen ist da zu rechen? Wie soll der Biobauer damit umgehen?

    Mir hat mal ein Biokartoffelbauer auf meine Frage, wie er denn mit den Insekten und Krankheiten klar kommt, geantwortet: solange genügend Konventionelle Betrieb um mich herum Arbeiten stellt das kein Problem dar. Wenn alle Kartoffelanbauer auf Bio machen, müssen wir wieder Käfer sammeln gehn! Er wusste das ich im ersten Leben eine Ldw. Ausbildung gemacht habe.

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  6. Fortschritt ANDERS denken.
    Ko-Evolution statt K.O.-Evolution.
    Nicht länger Energieräuber sein.
    Mehr Gelassenheit.
    Lügen, wenn man belogen wird, indem man bei der WAHRHEIT bleibt.

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  7. Eckehard Niemann sagt

    Zum nachfolgenden BAYER-Text: Das kursiv Gesetzte nimmt die Internetseite von Bauer Willi nicht extra auf – die kritischen Kommentare sind aber erkennbar, weil jeweils in Klammern gesetzt):

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  8. Eckehard Niemann sagt

    Dazu passt eine aktuelle Anzeige des Bayer-Monsanto-Konzerns in FAZ und Handelsblatt (in nachfolgendem Text mit meinen zusätzlichen, kursiv gesetzten Kritk-Anmerkungen):

    BAYER
    Wir haben zugehört. (Ganz offensichtlich nicht)
    Und verstanden. (Ganz offensichtlich nicht)

    Bayer trägt heute als führendes Unternehmen der Landwirtschaft (Unverschämt: BAYER gehört nicht zur Landwirtschaft sondern zur Agrarchemie-Branche) eine größere Verantwortung als je zuvor. Und wir sind wie kaum ein anderes Unternehmen in der Lage, zu einer besseren und nachhaltigeren Landwirtschaft beizutragen (Falsch: BAYER kann doch nur Agrarchemie und Gentechnik),

    Nach der Übernahme von Monsanto haben wir viele Gespräche geführt – mit Journalisten und Politikern, Wissenschaftlern und Behörden, Konsumenten und Aktionären, Landwirten und Nachbarn. Es gab viele Fragen und auch Bedenken (wer die massiven Proteste so runterredet, hat nichts verstanden), wofür wir stehen und wie wir handeln. Wir haben verstanden, dass wir uns weiterentwickeln (!?) müssen. Es darf keinen Zweifel daran geben, dass wir weiteren Fortschritt (aber wohl nicht hauptsächlich von BAYER) für eine nachhaltige Landwirtschaft als Grundlage für unsere Ernährung brauchen (banale und späte „Erkenntnis“).

    Darum beginnen wir mit dem heutigen Tag, höhere Maßstäbe (viel wichtiger wäre die selbstkritische Frage: warum bisher so niedrige?) für unser Handeln zu setzen: für Transparenz, Nachhaltigkeit und unseren Umgang mit allen Interessengruppen. Und wir laden andere Industrievertreter (oben hieß es doch noch, BAYER gehöre zur Landwirtschaft!?) ein, uns zu folgen.

    Transparenz und höhere Maßstäbe

    Transparenz hat für uns höchste Priorität. Darüber hinaus erweitern wir unsere Unternehmensrichtlinien für den Umgang mit Wissenschaftlern, Journalisten, Regulierungsbehörden und Politikern – basierend auf
    Offenheit, Integrität und Respekt (das heißt doch: bisher galt gegenüber diesen allen etwas anderes).

    In einem ersten wichtigen Schritt für mehr Transparenz haben wir alle 107 Sicherheitsstudien zu Glyphosat veröffentlicht, die im Besitz von Bayer sind (haben BAYER und Co. derlei Veröffentlichungen nicht massiv bekämpft?). In den kommenden Monaten starten wir darüber hinaus ein Programm, das es noch nie gegeben hat. Wir laden Journalisten, Wissenschaftler und NGOs ein, das Verfahren zur Wiederzulassung von Glyphosat in Europa aktiv zu begleiten (die Genannten wollen das doch verhindern, nicht „begleiten“).

    Zudem werden wir in Entwicklungsländern einen neuen Maßstab für Konsistenz in der Produktsicherheit setzen (wie war denn der „alte Maßstab“?!). Wir werden dort nur noch Pflanzenschutzprodukte auf den Markt bringen, wenn diese auch den Sicherheitsstandards einer Mehrheit der führenden Zulassungsbehörden entsprechen (eigentlich doch selbstverständlich). Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser Standard künftig global gilt und dass andere Unternehmen unserem Beispiel folgen.

    „Viel hilft viel“ ist ein Relikt der Vergangenheit

    Bei den Innovationen der Zukunft geht es nicht mehr darum, lediglich immer mehr zu produzieren, um eine wachsende Bevölkerung zu ernähren. Unsere Verantwortung ist größer. Wir werden daran arbeiten, bessere
    Lösungen zu finden – für die Bekämpfung des Klimawandels, den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz unserer Umwelt (Blabla).

    Die Welt darf sich nicht zwischen Ernährungssicherheit und Umweltschutz entscheiden müssen – mit wissenschaftlichem Fortschritt (nur oder vor allem in Agrarchemie und Gentechnik?!) können wir („wir“?) beides erreichen.

    Wir arbeiten daran, die Umweltbilanz unserer landwirtschaftlichen
    Produkte deutlich zu verbessern. Mit unseren Lösungen wollen wir die Auswirkungen auf die Umwelt (was soll das denn konkret heißen?) bis 2030 um 30 Prozent reduzieren. Dafür entwickeln wir neue Technologien, reduzieren die Menge an Pflanzenschutzmitteln und ermöglichen präzisere Anwendungen (was heißt denn das?). Glyphosat wird dabei weiterhin eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft und in unserer Produktpalette spielen (AHA!). Aber Einheitslösungen werden der
    Natur nicht gerecht. Der globale Erfolg von Glyphosat hat in einigen Regionen (nur in einigen?!) zu Unkrautresistenzen beigetragen („beigetragen“?!) – und in manchen Fällen auch zu unbeabsichtigten Fehlanwendungen (???).

    Landwirte brauchen in Zukunft mehr Auswahl (wovon, wozu, oder einfach so?). Deshalb investieren wir in den nächsten zehn Jahren rund fünf Milliarden Euro, um zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung (Fruchtfolgen, Sortenwahl, mechanische Beikrautregulierung…?) zu erforschen. Wir wollen Landwirten weltweit die effektivsten und sichersten Lösungen anbieten und ihnen vermitteln, wie sie diese am besten nutzen können (Bauern sind nicht so blöd, dass – gerade BAYER – es ihnen „vermitteln“ müsste).

    Unsere besten Köpfe in Chemie, Biologie und Digitalisierung (Gentechnik also nicht mehr?!) arbeiten an der Weiterentwicklung von Lösungen für Gesundheit und Landwirtschaft. Nachhaltigkeit ist dabei ein zentraler Bestandteil. Deshalb werden wir einen Nachhaltigkeitsrat mit externen Experten gründen, der uns unterstützt und hinterfragt (das kennt man doch zur Genüge).

    Nachhaltigkeit und Unternehmenserfolg sind für uns zwei Seiten derselben Medaille. Wir bekennen uns ausdrücklich zu dem Ziel, langfristigen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen und gleichzeitig unsere wirtschaftlichen Ziele zu erreichen (kann man diesen „Mehrwert“ nicht klarer als Profit oder weitere Ausrichtung auf kurzfristigen shareholder-value benennen?).

    Bayer ist und bleibt das Unternehmen, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Maßstäbe setzen wollen (die vielleicht, aber wie ist es mit den Aktionären und Managern?) und dafür täglich an neuen Lösungen in den Life Sciences arbeiten. So wie wir uns nicht scheuen, einige der drängendsten Fragen unserer Zeit anzugehen, scheuen wir
    uns auch nicht, uns kritischen Fragen zu stellen (Hoho!).

    Mit dem heutigen Tag setzen wir neue Maßstäbe, die wir kontinuierlich weiterentwickeln werden – für ein besseres Leben dieser und folgender Generationen (wer soll das und wer wird das glauben?!).

    Außerdem: Es fehlt jegliche Selbstkritik, die Benennung der Monsanto-Lobby-Vergehen, die Auseinandersetzung mit den Argumenten der Glyphosat-Gegner, die Einbeziehung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen bei Welthunger, Armut und Welternährung, Undsoweiterundsofort. Man möchte gern wissen, wer für BAYER diesen Schmarren formuliert hat und was das gekostet hat…

    Science for a better life
    http://www.bayer.de/commitments

    4+
    • Paulus sagt

      Sehr geehrter Herr Niemann, nur für sie fang ich jetzt noch mal ganz von vorne an:

      1. Es gibt keinen Bayer-Monsanto Konzern. Das Unternehmen bezeichnet sich als Bayer AG. Monsanto ist Geschichte.
      2. Unterschätzen sie die Fähigkeiten der Bayer AG. Außer Agrarchemie und Gentechnik können die auch noch was anderes.
      3. …
      4. …

      Ach, ich habe keine Lust ideologisch verbohrte Dummköppe aufzuklären. Melk deine Kühe und dann is es jut.

      11+
      • Arnold Krämer sagt

        @Paulus
        Herr Niemann ist studierter Göttinger Agrarökonom Mitte der 70er Jahre. Ob er jemals Kühe gemolken hat, weiß ich’s nicht. Er war tätig in der Senatsverwaltung der Stadt Hamburg und unterstützt heute gerne Bürgerinitiativen im gesamten norddeutschen Raum, wenn es darum geht, sinnvolle und auch manchmal weniger sinnvolle Stallbauvorhaben von Landwirten zu verhindern. Davon zeugt u.a. sein Pressespiegel, den er mehrmals wöchentlich herausgibt.
        Er war lange Jahre Pressesprecher der AbL und Mitstreiter von Herrn Ilchmann, der in der Tat regelmäßig Kühe melken muss.

        5+
        • Ottmar Ilchmann sagt

          Heute hatte ich mal frei, Herr Krämer, mein Sohn hat mich vertreten 😉 Im kleinen Familienbetrieb geht das noch.

          1+
  9. bauerhans sagt

    wir sind in D materiell gesättigt! die soziale absicherung ist so weit fortgeschritten,dass wir für einfache,aber körperlich anstrengende arbeiten osteuropäische arbeitskräfte brauchen.
    unsere politiker handeln nur noch populistisch weltrettend oder sind mit sich selbst beschäftigt.
    die konventionelle landwirtschaft soll der grund allen übels sein,obwohl sie nachweislich preiswerte gesunde rohstoffe für nahrungsmittel produziert.
    die jugend demonstriert,wählt grün,beschimpft die alten,hat aber bis jetzt überhaupt noch keine konstruktiven vorschläge gemacht,was sie verändern will.
    die forderung,Habeck soll Kanzler werden,ist doch auch nur populistisch.

    31+
    • Inga sagt

      Vielleicht will die Jugend ja endlich mal über die Phytomedizin und ihre Notwenigkeit aufgeklärt werden.
      In der Schule würde das doch auch gut in das Fach Chemie passen!

      Warum soll das Wissen denn nur den „dummen Bauern vom Dorfe“ vorbehalten sein?

      Das müsste zur Allgemeinbildung gehören, denn dann könnten viele mitdenken !

      Und nicht nur von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen.

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  10. Thomas Apfel sagt

    Da passt er wieder – der Satz: „Pflanzenschutz ist Phytomedizin und sichert das Überleben der Menschheit, das haben wir Bauern verpasst zu kommunizieren.“ Hierbei ist der moderne auf chemisch synthetischen Behandlungsmitteln basierte konventionelle Pflanzenschutz das was die Schulmedizin für die Gesundheit ist. Alle anderen Methoden sind mit „Naturheilkunde“ im Bereich der Medizin gleichzusetzen. Für die „Zipperlein der Ebene“ verhindert Kenntnis und Anwendung von Naturheilkunde den zu starken Einsatz der „harten Waffen“ der Schulmedizin mit ihren Nebenwirkungen. Ansonsten verdanken wir unsere höhere Lebenserwartung und Lebensqualität NUR den Errungenschaften der Schulmedizin und der gesicherten Nahrungsmittelversorgung durch die moderne Agrar-Chemie basierte Landwirtschaft. Wie in der Medizin muss man hart daran arbeiten die unerwünschten Nebenwirkungen zu reduzieren, nicht aber daran, die Schulmedizin abzuschaffen. Obwohl der Artikel förmlich nach einer Befürwortung, oder zu mindestens differenzierten Betrachtung, des Chemischen Pflanzenschutzes schreit, wagt sich auch dieser Spiegel-Artikel nicht an dieses wichtige Thema. Die Gefahr von Prügel aus der Bio-vernarrten Szene im Medienbereich ist wohl doch zu groß.

    30+
    • Arnold Krämer sagt

      Zusätzlich gilt es, genauso wie im menschlichen Leben, die krank machenden Faktoren soweit wie möglich auszuschalten (z. B. in der Landwirtschaft: Fruchtfolge, Sortenwahl, angepasste Düngung, Stallklima, Besatzdichte, räumliche Konzentration der Viehhaltung) Alles nicht so schwierig, wenn man es den wollte. Die Antibiotika-Reduktion in der Tierhaltung infolge des AMG liefert viele Hinweise.

      4+
      • Bauer Willi sagt

        Wer oder was ist AMG? Agrar—Gesetz? Fehlt mir nur noch was für das „M“…
        Minister? Medizin? Ich weiß es wirklich nicht.

        0
        • Andi sagt

          Ich denke mal, dass es sich um Antibiotika-Monitorring handelt, also die genaue Dokumentation und Überwachung der eingesetzten Arzneimittel und wie sich das Ganze entwickelt hat. Der Einsatz ist ja bekanntlich in den letzten Jahren um 56% zurückgegangen. Leider war das keine große Pressemitteilung wert.

          5+
          • Arnold Krämer sagt

            @Andi
            Die offizielle Bewertung der Bundesregierung zu den Wirkungen der Novelle des AMG (Arzneimittelgesetz) ist noch nicht veröffentlicht. Eine vorläufige Fassung wurde „durchgestochen“ und auf der Internetseite der Tagesschau veröffentlicht.
            Bekannt ist, dass der Antibiotikaeinsatz bei Schweinen deutlich, bei Rindern gering und bei Geflügel garnicht zurück gegangen ist.
            Man darf gespannt sein, welche Gründe dafür im offiziellen Bericht der BR in Kürze genannt werden und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

            2+
      • Alexander Borchert sagt

        Hallo Herr Krämer,

        ich kann Ihre Position nur unterstützen.
        Es gäbe viele Wege die Bevölkerung der Welt zu ernähren.

        1+
        • Joachim Herbert sagt

          Können wir das bitte ausführlicher haben? Ich könnte mir vorstellen, dass der Betreiber dieser Site das aus ganzem Herzen unterstützen würde.

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    • Mark sagt

      „Pflanzenschutz ist Phytomedizin und sichert das Überleben der Menschheit, das haben wir Bauern verpasst zu kommunizieren“. Im Übrigen nicht nur „wir Bauern“, sondern auch die PSM-Industrie! Die geben unglaubliche Summen für Werbung und Marketing aus, aber fast nichts für Öffentlichkeitsarbeit.
      In den nächsten 2-3 Jahren läuft bei vielen, wichtigen, teils seit -zig Jahren bewährten PSM die Zulassung aus und eine Wiederzulassung nach den neuen „Regeln“ ist nicht mehr zu erwarten. Dies wird die Bauern sehr viel härter treffen als das „schnöde“ Glyphosatverbot. Da bin ich mal gespannt….

      8+

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