Jahr: 2019

Was weiß die Wissenschaft über den Klimawandel?

Ein Gastartikel Elisabeth ist manchen auch als „Bergbäuerin“ bekannt. Sie lebt in Österreich, hat Geographie studiert und dort auch promoviert. Sie interessiert sich auch für Klimaforschung und hat mal ein paar Punkte zusammengetragen, die zur Versachlichung der Debatte beitragen können. Eine ausgezeichnete populärwissenschaftliche Aufbereitung des Themas Klimawandel findet sich auf der Homepage der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. (https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel)  Die ZAMG wurde 1851 gegründet und ist damit der älteste staatliche Wetterdienst der Welt. Ihre Aufgabe ist es nicht nur, in den verschiedenen Fachgebieten Messnetze zu betreiben und zu forschen, sondern auch, ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Auf der Webseite heißt es in der Präambel zum Thema: „Leider verlassen die Diskussionen zum Klimawandel gelegentlich den seriösen und objektiven Bereich. Durch die vielfältigen wirtschaftlichen und ideologischen Interessen kommt es manchmal vor, dass mit Halbwahrheiten, unzulässigen Vergleichen und Maßstabstricks sowie mit unnötigen Übertreibungen oder Verharmlosungen gearbeitet wird.“ Klimaeinflüsse und der Wirkmechanismus des Treibhauseffektes sind auf der Webseite sehr gut erklärt, doch soll hier nicht näher darauf eingegangen, vielmehr die für die gegenwärtige Diskussion relevanten …

Bericht vom Acker: Blühmischungen für Insekten (Video)

Gerade ab Anfang Juli wird es für die Insekten schwer, blühende Pflanzen zu finden. Raps- und Obstblüte ist vorbei und auch von Linde und Robinie/Akazie ist nicht mehr viel zu holen. Deshalb hatte unser Sohn und ich die Idee, an vier verschiedenen Terminen  im April und Mai eine Blühmischung von rund 20 verschiedenen Arten auszusäen, damit die Insekten immer ein Angebot an blühenden Pflanzen haben. Im Video könnt ihr sehen, wie das jetzt aussieht. Das Video ist von Anfang Juli (1.7.2019) Hinweis in eigener Sache: Wenn nichts dazwischen kommt, will ich heute zu den Öko-Feldtagen fahren. Weiterbildung…Dann klappt das mit dem Freischalten der Kommentare tagsüber nicht.  Am Abend kommt die Sendung „Odysso“ beim SWR Fernsehen. Da habe ich mitgewirkt. Bin gespannt, was dabei herausgekommen ist. https://youtu.be/AIsnsdKes8I

Klimawandel

Wer den Kopf aus dem Fenster hält, darf sich nicht wundern, wenn ihm der Wind ins Gesicht bläst. Diese Erfahrung durfte ich in den letzten Tagen machen. Ich habe mich aus dem Fenster gelehnt und meinem Unmut freien Lauf gelassen. Meinem Unmut, und ja, zu Beginn auch meiner Wut über das für mich unverständliche Verhalten einiger Mitmenschen, mit fremden Eigentum umzugehen. Wut ist kein guter Ratgeber und da wählt man auch schon mal Worte, die man nach reiflicher Überlegung vielleicht anders hätte wählen sollen. Die Resonanz auf meine Äußerungen hat mich jedenfalls überrollt. Überrollt… …hat mich die Resonanz in zweifacher Hinsicht. Zum einen wegen der großen Zustimmung, zum anderen wegen der massiven Angriffe. Besonders bei Twitter nehmen die Diffamierungen und Beleidigungen Formen an, die zarte Gemüter schon aus der Bahn werfen könnten. Es juckt mich in den Fingern, die Geschmacklosigkeiten, die bewussten Provokationen, die persönlichen Beleidigungen, die im wahrsten Sinne des Wortes auch „unter die Gürtellinie“ gingen („nachlassender Sexualtrieb eines alten weißen Mannes“), hier alle aufzuzählen. Die meisten davon habe ich gesichert und bringe sie …

Entschuldigung… oder: die Möhre als Symbol

Am Montag Abend erreichte mich ein Anruf von Frau Henneberger, Pressesprecherin von Ende Gelände, in der sie sich für das Verhalten ihrer AktivistInnen entschuldigt. Diese käme deshalb so spät, weil sie sich erst um die Verletzten hätte kümmern müssen und auch Mühe gehabt hätte, meine Telefonnummer herauszufinden. Heute war Frau Henneberger dann bei mir auf dem Hof, zusammen mit einem Team der Tagesschau, die mit ihr und mir ein Interview geführt haben. In der Sache wurden wir uns nicht einig, weil nach meiner Erkenntnis die Aussage, sie wären im Falle von Petersilien- und Gerstenfeld der Polizei ausgewichen, nicht stimmt. Ein kleiner Umweg von 50 m hätte jeden Schaden vermeiden können. Was das Möhrenfeld angeht, kann ich es nicht beurteilen, aber auch dort hätte man durch die Fahrgassen (Treckerspuren) gehen können und hätte so jeden Schaden vermieden. Aber sei es drum, die Entschuldigung habe ich angenommen. Am Vormittag rief dann Robert Habeck bei mir an.  Wir haben uns rund 7 Minuten sehr ordentlich unterhalten. Er findet das Verhalten von Ende Gelände nicht in Ordnung und distanziert …

Möhren oder Klima?

Ein Kommentar von RTL West gestern abend 24.6.2019. Unter dem Video der Link zur ganzen Sendung  In den ersten 10 Minuten geht es um die Klima-Aktivisten und nochmal um die Möhren. Kann sein, dass das Video dort nicht von jedem Browser gezeigt wird. Mit Firefox ging es, mit dem Internet Explorer bei mir nicht. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren   https://www.rtl-west.de/beitrag/artikel/umweltschuetzer-zerstoeren-gemuese-1/ Ein Beitrag aus der Bild: https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/rommerskirchen-bauer-willi-sauer-ueber-klima-aktivisten-62827950.bild.html Und auch der Focus hat das Thema aufgegriffen: https://www.focus.de/panorama/ende-gelaende-demonstrationen-bauer-willi-aus-rommerskirchen-wuetet-gegen-klimaaktivisten-sie-zerstoeren-mein-feld_id_10858035.html Ein Kontakt zu Focus bestand jedoch nicht. Der Artikel wurde aus diversen Beiträgen anderer Medien erstellt. Übrigens hat jemand die Löschung meiner „Möhren-Tweets“ bei Twitter beantragt. Twitter hat dies geprüft und mit der Begründung abgelehnt, man hätte keinen Verstoß gegen die Regeln festgestellt.  

Nicht nur die Diskussionen sind heiß…

…sondern auch das Wetter. Und das Wetter soll noch heißer werden, was uns Bauern überhaupt nicht gut tut. Vielleicht tun aber ein paar Worte zur Deeskalation ganz gut. Demonstrationen sind ein probates Mittel jeder funktionierenden Demokratie. Dies gilt für jede Gruppierung, also auch für „Ende Gelände“, auch wenn das nicht jedem gefällt. Die Polizei hat die undankbare Aufgabe, die Regeln der Demonstrationen zu kontrollieren und für deren Einhaltung zu sorgen. Im Falle der Besetzung der Tagebaue eine unlösbare Aufgabe, was den Aktivisten auch bekannt war. Ihnen ging es um eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Dieses Ziel wurde erreicht. Kollateralschäden sind aber zu vermeiden. Dieses Ziel wurde (wie schon bei der G20-Demo in Hamburg) deutlich verfehlt. Darüber wird also sowohl auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene zu diskutieren sein. „Ende Gelände“ hat das Video mit der Wanderung durch das Möhrenfeld inzwischen gelöscht. Das kann interpretieren wie man will. Für mich ist es ein Zeichen, dass man dort wohl eingesehen hat, dass es der Aktion nicht gut getan hat, sich selbst dabei zu filmen. Bei Twitter, wo meine diversen …

Asoziale Klimagegner latschen durch Äcker (Video)

Gestern haben rund 500 Klima-Aktivisten unseren Wohnort Rommerskirchen heimgesucht. Nachdem sie beim Vorbeimarsch nach Neurath rund um unseren Hof Müll hinterlassen haben, dann über ein abgeerntetes Petersilienfeld gewandert sind, haben sie sich dabei gefilmt, wie sie mitten durch ein großes Möhrenfeld latschen. Unfassbar! Ich hoffe, das Video ist sichtbar. Bin mir da nicht ganz sicher. Ansonsten bei Facebook unter „Soli für Hambi“ aufzurufen. https://www.facebook.com/solifuerhambi/videos/2308781532503105/

Insekten: zu viele ist auch nicht gut

Ich habe ja neulich über die Bekämpfung der Stechmücken am Rhein berichtet. Dabei sind die nur lästig und verursachen keinen wirtschaftlichen Schaden. Anders ist das mit den Heuschrecken, die jetzt in Sardinien auftreten. Das Video im Artikel macht schon Angst. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sardinien-heuschrecken-plage-nach-temperaturanstieg-a-1271880.html Habt ihr schon mal von der „Marmorierten Blattwanze“ gehört? Die macht jetzt Probleme in Norditalien. Und in Süddeutschland soll sie auch schon gesichtet worden sein. Die Kirschessigfliege ist ja schon da und im letzten Jahr hat es erstmals unseren Walnussbaum erwischt. Die Nüsse waren alle unbrauchbar, weil sich ein für uns neuer Schädling, die Walnussfruchtfliege, in der Schale eingenistet hatte.