Jubel und Frust
Es darf wieder gejubelt werden. Endlich sind die Neonicotinoide verboten. Okay, im Gewächshaus sind sie noch zugelassen, aber wie nicht anders zu erwarten, geht das einigen – wieder einmal – nicht weit genug und sie verlangen, dass es dort auch verboten wird. Aber das interessiert mich als Bauer ohne Gewächshaus nur am Rande. Auch die Anwendung von Glyphosat ist für mich durch die vielen Auflagen und Einschränkungen faktisch nicht mehr möglich, was einem Verbot gleichkommt. Und auch hier wird gleich wieder der monoton wiederholte Satz: „Das geht uns nicht weit genug“. Volkes Stimme klatscht Beifall, denn endlich ist dieses „gefährliche“ Mittel vom Markt und „vergiftet“ nicht mehr die Nahrung. Doch schon kommen neue Forderungen: Man müsse mittelfristig dazu kommen, dass „Pestizide“ generell nicht mehr eingesetzt oder zumindest deutlich in der Menge(die Grünen fordern 40%) reduziert werden, denn ein „weiter so“ dürfe es nicht geben und die „Landwirtschaft müsse grundsätzlich umgebaut werden“. Wer wird dem als Bürger nicht zustimmen? Bei mir als Bauer macht sich jedoch Frust breit. Ich bin weder von Bayer noch von Monsanto gekauft, sondern ich …








