Monate: Juni 2018

Der kleine Keiler „Willi“ – eine Lesergeschichte mit Video

Tilman Ziegler ist ein treuer Blog-Leser und auch Kommentator. Wir haben auch schon einige Gast-Beträge von ihm gebracht, denn Tilman bloggt selbst auf der Seite liegeboxen.de. Diesmal hat er uns allerdings ein berührende Geschichte geschickt. Sie handelt von einem kleine Helden, namens „Willi“…. Pfingsten ist uns ein kleines Wildschwein zugelaufen. Der offenbar mutterlose Frischling wurde in Nachbars Garten aufgegriffen. Wir haben den kleinen Keiler Willi genannt. In der Umgebung des Dorfes wurden noch weitere Frischlinge gesehen. Vielleicht ist die Bache angefahren worden und irgendwo verendet, vielleicht wurde sie auch versehentlich geschossen. Willi war erst ungefähr vier Wochen alt und hatte großes Glück. Mutterlose Frischlinge sind begehrte Beute für Füchse und anderes Raubwild, das in dieser Jahreszeit selbst hungrigen Nachwuchs zu versorgen hat. Eigentlich sollte man einen scheinbar verlassenen Frischling auf keinen Fall mitnehmen. Die Mutter kann noch in der Nähe sein, und mit einer führenden Bache ist nicht zu spaßen. Außerdem unterliegen Wildschweine dem Jagdrecht: das Wild gehört dem Jagdpächter. Wer sich Wild ohne dessen Einverständnis aneignet, begeht Wilderei. Wir halten Willi mit Einverständnis des …

Die gängige „Lehrmeinung“ kannte diese einfache Lösung nicht.

Die Herkules-Staude ist sehr giftig und zu einer Plage geworden. Seit Jahren bekämpft man sie landauf landab mit Schutzanzug und Sondermüllentsorgung. Nun aber haben ein paar Praktiker vom Angelverein eine ganz simple Lösung gefunden. Seht Euch das Video an…. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-das-ende-der-herkulesstaude-100.html 0

Wieder mal Starkregen am Grünten im Allgäu

Hier ist der Alois. Gestern Nachmittag gab es ein Gewitter bei uns. Nichts besonderes an sich. Bis mich mein Sohn anrief und fragte, ob der Roßbach hinter unserem Haus Hochwasser hätte? Ich antwortete „Nein, es hat doch nicht so stark geregnet“. Da sagte mir mein Sohn, dass die Feuerwehr-Alarmierung der Feuerwehr Rettenberg aber von Starkregen am Grünten und Hochwasser und Überschwemmung von eben diesem Roßbach berichtete. Also bin ich raus und um zu schauen. Und tatsächlich: Der Roßbach schwoll als braune Brühe sehr schnell an. Innerhalb von 10 Minuten trat er dann über die Ufer. Wieder ein paar Minuten später war die Hauptstraße überflutet. Schließlich gab die Wolkendecke den Blick zu meinem Hausberg, dem Grünten frei. Weit sichtbar schossen richtige Bäche über die steilen Felsen talwärts. Aber wir hatten Glück. Denn die Hochwasserwelle ebbte so schnell wieder ab, wie sie gekommen war. So blieb mein Hof und auch mein Tagesheim vor der brauen Brühe verschont. Als dann klar war, dass keine Gefahr mehr drohte, bin ich mit meinem Quad losgefahren zu meiner Alpe am Grünten …

Was ein „Macher“ uns sagt

Ich hatte Gelegenheit mit Michael Horsch, Geschäftsführer der Firma Horsch Maschinen, zu sprechen. Eigentlich wollte ich ihn zu den Zukunftsaussichten der Landwirtschaft interviewen. Doch als „Macher“ will er sich nicht mit „Aussichten“ begnügen. Sehr impulsiv äußerte er seine eigenen, durchaus kritischen Ansichten über die Landwirt-Verbraucherbeziehung. Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt? Die Hintergrundgeräusche sind leider etwas laut. Hatte mein externes Mikro vergessen. Doch mit seiner impulsiven Rhetorik versteht man Michael Horsch trotzdem recht gut. OK, nachdem hier doch einige die Aussagen von Horsch nicht so gut verstehen, habe ich mal ein bisschen mitgeschrieben. Nicht alles, aber das Wesentliche: Landwirte müssen ein gewisses stereotypes Verhalten ablegen. Aussagen wie: „Wir machen alles, aber ihr müsst es dann aber bezahlen“ Wenn wir diese Forderungen stellen, dann laufen die anderen schon wieder weg. Wir müssen umgekehrt denken. … Am Ende muss jeder von uns in Vorleistung gehen. Wenn einer eine Idee hat, und davon überzeugt ist …. dann muss man zusehen, dass er Nachahmer findet, denn der Einzelhandel braucht auch am Ende auch große Mengen. Und Vorleistung heißt, …

Herr Plöger, ich hab da mal ein paar Fragen

Weil seit Tagen eine Gewitterfront nach der anderen über das Rheinland zieht, (gestern Abend erst wieder 43 mm in 60 Minuten) habe ich mir überlegt, mal jemanden zu fragen, der sich mit dem Wetter auskennt: Sven Plöger, der wie ich auf einer Veranstaltung als Redner eingeladen war. Ich wollte auch wissen, ob eine andere Wetterbeobachtung stimmt. und zwar, das in den letzten Jahren immer häufiger das Wetter aus Osten kommt statt der bisher „üblichen“ Westwind-Drift. Hier die Fragen und Antworten: > 1. Wir haben seit vielen Tagen im Süden und Westen eine brisante Gewitterlage, im Osten regnet es dagegen kaum oder überhaupt nicht. Warum ist das so? Sven Plöger: Wir haben eine sogenannte Blocking-Lage. Das Hoch über dem Süden Skandinaviens bewegt sich ebensowenig weiter, wie das Tief über Frankreich und der Biskaya. So hat der Nordosten Deutschlands wiederkehrend mit Hitze und Dürre zu tun und der Südwesten mit Gewittern, Hagel und Starkregen. Extrem unterschiedliches Wetter steht sich also auf engem Raum quasi bewegungslos gegenüber. > 2. Lässt sich aus den hohen Temperaturen im Mai eine seriöse Prognose für das Sommerwetter machen. …

Verteufeln und verteidigen…

…oder warum weder das eine noch das andere zielführend ist. Bernhard Barkmann erläutert, wie unterschiedlich die Situation in den Betrieben ist und warum eine Neuausrichtung der GAP sich so schwierig gestaltet. EU-Agrarpolitik- verteufelt und verteidigt 0

Wonnemonat Mai – eher nicht

Während unsere Mitbürger sich über den täglichen Wetterbericht „Weiterhin sonnig und warm“ freuen, weil schon Anfang Juni das Strandbad geöffnet hat und gut besucht ist, stellt sich die Situation für einige Landwirte vollkommen anders dar: In vielen Teilen Deutschlands, vor allem im Osten und Norden, aber stellenweise auch im Süden ist es seit Wochen viel zu trocken. Die alte Bauernweisheit „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun und Fass“ trifft daher in diesem Jahr voll zu, leider im umgekehrten Sinne. Bei der Wintergerste, die meist erst Anfang Juli geerntet werden sollte, ist schon von Notreife die Rede. Notreife bedeutet, dass das Getreide schon soweit vertrocknet ist, dass selbst jetzt einsetzender Regen nicht mehr helfen würde. Entsprechend klein sind die Körner oder die Ähre bleibt sogar ganz leer. Dann würde der Mähdrescher im wahrsten Sinne des Wortes „nur leeres Stroh dreschen“. https://www.presseportal.de/pm/6949/3963348 Wer sich für die konkreten Zahlen interessiert, findet hier auch eine regionale Aufteilung für Winterraps. Der Trend dürfte aber auch für Getreide gelten. https://www.presseportal.de/download/document/493574-2018-26rt-tabellenvierteernteschaetzungfinal.pdf Und es trifft nicht nur Deutschland, sondern auch die Ackerbauregionen in Dänemark, …

Bauern und Bürger zur Ackerbaustrategie

Die fünf Mitgliedsverbände des Zentralauschusses der deutschen Landwirtschaft, bestehend aus DBV, DLG, DRV, VLK und ZVG, haben ihre gemeinsame Zukunftsstrategie Ackerbau vorgestellt. https://media.repro-mayr.de/16/714816.pdf Ich habe sie mir durchgelesen und mit möglichen Antworten aus Sicht der Bauern und der Bürger versehen. Oder wie hättet ihr geantwortet? Schreibt uns eure Meinung. Die Kernziele der Ackerbaustrategie Die deutsche Landwirtschaft setzt sich zum Ziel, Die Versorgung mit hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen zu sichern Der Bauer: Was ist daran neu? Machen wir doch schon immer. Der Bürger: Das machen doch alle Bauern weltweit. Und was ist mit der Überproduktion? Und den Exporten? Das muss doch nicht sein. Die Ackerbausysteme unter Beachtung der Fruchtfolge und der Sortenwahl so zu gestalten, dass Krankheiten und Schädlinge eingedämmt und Risiken des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln weiter reduziert werden. Der Bauer: Machen wir. Ohne Fruchtfolge geht es nicht und wir spritzen nur so viel, wie unbedingt sein muss. Weniger geht doch kaum noch. Der Bürger: Ich sehe überall nur Monokulturen. Und dann kommt ihr jetzt bei den Sorten wohl noch mit Gentechnik. Dabei zeigen …