Jahr: 2017

Bauernregeln sind voll hipp!

Nach so viel Abstimmerei heute hab ich keine Lust mehr zum angestrengt nachdenken. Darum gibt es nun lockere Videos zum gucken… Video1 vom „Bochholter Landschwein“. Total lockerer Videoclip zu einem so ernsten Thema – Klasse gemacht! 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Deine Stimme zählt!!!

Puh, das waren jetzt ein paar wilde Tage. Vielen Dank auch für die vielen Mails, die Alois und ich zum Thema „Neue Bauernregeln“ bekommen haben. Wir können leider nicht alle beantworten, weil wir ja so „ganz nebenbei“ auch was auf unseren Höfen tun müssen. Doch das jetzige Thema passt sehr gut und jetzt könnt ihr beweisen, wie ernst ihr es mit der Meinungsbildung meint. Ist nämlich etwas Arbeit: Die EU-Kommission hat vor wenigen Tagen eine Befragung gestartet, in der Landwirte, Bürger und Organisationen ihre Meinung zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) abgeben können. Die Möglichkeit der Teilnahme besteht bis Anfang Mai. Ich habe die Fragen beantwortet. Sie sind interessant und sehr aufschlussreich, nicht nur im Hinblick auf die möglichen Antworten der Landwirte sondern auch auf die zu erwartenden Antworten der Bürger und Organisationen. Die könnten nämlich ganz anders ausfallen als die der Landwirte. Deshalb ist deine Stimme jetzt gefragt. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa 15 Minuten. Wenn ihr wollt, dass eure Meinung gehört wird, solltet ihr euch diese Viertelstunde Zeit nehmen. Hier der Link: https://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de Und bitte nicht …

Frau Hendricks, packen wir´s an!

Positiv denken, den Konsens suchen, auch wenn es schwer fällt. Deshalb dieser Brief an Frau Hendricks: Sehr geehrter Frau Hendricks, Sie möchten ja gerne in den Dialog mit den Bauern kommen. Sie möchten sich mit uns unterhalten, wie wir die Landwirtschaft nachhaltiger und zukunftssicherer machen können und dazu noch ein gutes Einkommen erzielen. Und da habe ich jetzt einen Vorschlag bei dem Sie sich und Ihre Vorstellungen vom Ackerbau selbst verwirklichen können. Und der Vorschlag lautet so: Vor meinem Büro ist ein Feld, das zwei Hektar groß ist. Dort habe ich im Herbst Weizen eingesät. Mehr ist bisher nicht gemacht worden. Dieses Feld möchte ich gerne mit Ihnen teilen. Einen Hektar davon bewirtschafte ich. Sie bekommen den anderen Hektar, den Sie so bewirtschaften können, wie es Ihren Vorstellungen entspricht. Sie können dort düngen, oder auch nicht. Sie können dort Herbizide ausbringen, striegeln oder das Unkraut stehen lassen. Sie können Pilzkrankheiten mit Fungiziden behandeln oder auch nicht. Wenn Blattläuse kommen entscheiden Sie, was gemacht werden soll. Sie sagen mir, was gemacht werden soll und ich mache das. …

Du bist schuld – Nein Du…

Die Auseinandersetzung um die „neuen Bauernregeln“ eskaliert. Im Nachfolgenden der Link zum Brief von Minister Schmidt an Ministerin Hendricks:           Einen Tag später die Antwort von Ministerin Hendricks an Minister Schmidt:         Und nun??? Sind die Probleme damit gelöst? Doch wie es enden kann, wenn einer versucht dem anderen die Verantwortung in die Schuhe zu schieben, zeigt folgendes Video: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Die Regierungs-Kampagne…

…gegen die eigenen Bürger In der vergangenen Woche bin ich wieder quer durch Deutschland gefahren und habe Vorträge gehalten, in denen ich Landwirte motivieren, ihnen Mut machen möchte und sie auffordere, sich dem Dialog mit unseren Mitbürgern zu stellen. Als ich dann auf der Heimfahrt von der Kampagne des BMUB mit den Bauernregeln erfuhr, stieg zuerst Wut in mir auf. Doch dann folgte kurz darauf  ein Gefühl von Resignation und Traurigkeit. Und ich fühle mich verletzt, weil in diesen Aussagen alle über eine Kamm geschoren werden.  Gefühle hat man, und da sind dann auch Kommentare wie „nur getroffene Hunde bellen“ nicht wirklich hilfreich. Und dann habe ich mich gefragt: wozu machst Du das alles? Wozu sollen wir Landwirte uns dem Dialog öffnen, wenn uns Vertreter der eigenen Regierung so ins Kreuz treten? Von Seiten der „Schützer“ von Tier und Natur, von NICHT-Regierungsorganisationen (NGO’s)  kennt man das ja. Aber von einer Ministerin im Amt? Das ist dann doch eine andere Qualität… Jeder gegen jeden Aber was lernen wir aus diesem erneuten verbalen Ausrutscher: Wenn staatliche Institutionen sich …

Bauernregeln und der Karneval

Um den nachfolgenden Text zu verstehen, müsst ihr euch erst das Video darunter ansehen: Elke, Du triffst mal wieder den Nagel auf den Kopf!!!. Und wie Du schon sagst: immer entspannt und locker bleiben, Ende September ist dieser Spuk (hoffentlich) zu Ende. Wir Bauern machen derweil weiter mit richtiger Öffentlichkeitsarbeit, reden mit unseren Mitbürgern und, vor allen Dingen, hören zu. So geht Dialog. Frau Hendricks rufe ich ein dreimal kräftiges „Kölle Alaaf“ zu. Hier im Rheinland ist schon Stimmung und da kommen uns die „witzigen und humorvollen (?)“ Bauernregeln gerade recht. (Damit ich es mir mit den rechtsrheinischen Kollegen nicht verderbe, auch noch ein leise dahingehauchtes „Düsseldorf Helau“. ) Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Schöne Scheiße…

…und das meine ich jetzt wirklich wörtlich. War gerade auf dem Acker, wo die Schafe vor ein paar Wochen die Zwischenfrucht abgefressen haben. Da liegen jetzt die Schafs- „köttel“ (wie wir im Rheinland sagen) und warten aufs Frühjahr. Solange die Temperaturen so niedrig sind, haben auch die Regenwürmer oder andere Lebewesen „keinen Bock“, sich mit der Umsetzung dieses organischen Materials auseinanderzusetzen. Die Nährstoffe sind so gut konserviert, können nicht ausgewaschen werden und dienen als natürlicher Langzeitdünger. Und kostet nix extra. Wer in der Nähe wohnt, kann sich gerne ein paar „Kügelchen“ absammeln und die im Frühjahr an die Blumen geben. Ein echter Knaller! (Kann man übrigens auch trocknen. Aber besser nicht im Backofen. Könnte Ärger geben 😉 ) Für die Agrarexperten: Die Rettiche sind durch den Frost auch durchgefroren und werden im Frühjahr keinen Ärger machen. Ich brauche also kein „böses Glyphosat“ spritzen, sondern nur einmal mit dem Grubber 15 cm tief lockern und schon können anschließend Rüben gesät werden. Wird aber noch was dauern. Bis dahin lege ich mich erst noch mal hin, mach …