Jahr: 2017

Jakobskreuzkraut ausreißen

Wenn bei Willi die Ernte losgeht, dann hat Alois auf der Alp auch eine Art Ernte: Das Jakobs-Kreuzkraut blüht. Er reißt das hochgiftige Jakobskreuzkraut aus, denn es soll nicht verblühen, weil sonst jede verblühte Pflanze wieder tausende Samen streut. Abmähen ist auch keine Alternative, da das Kreuzkraut danach sofort notreif wird und wieder versamt. Zudem verliert die abgemähte Pflanze ihre Bitterstoffe, sodaß die Weidetiere die trockene Pflanze fressen. Die „Kreuzkraut-Ernte“ muss also extra entsorgt werden, auch deshalb weil die Giftstoffe des Kreuzkrautes, sich auch nicht durch Kompostierung abbauen. Und zu guter letzt ist Alois Bio-Bauer. Da bleibt dann nur die Handarbeit.Vielleicht heißt das Kraut ja deshalb „Kreuzkraut“, weil das Rausziehen „ins Kreuz geht“…   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Kurze Info zur Ernte

Heute hat auch im mittleren Rheinland die Ernte von Weizen und Raps begonnen. Im südlichen Rheinland ist man schon weiter, allerdings auch mit sehr enttäuschenden Erträgen. Zwei Berufskollegen nannten mir Durchschnittserträge von 4,5 und 5,2 t/ha. Das ist weniger als die Hälfte einer normalen Ernte. Die extrem hohen Proteingehalte von 14 bis 18% weisen darauf hin, dass dieser Weizen vertrocknet ist. (Konzentrations-Effekt). Vom Raps gibt es noch keine Zahlen. Persönlich erwarte ich einen leicht unterdurchschnittlichen Ertrag mit Ölgehalten um die 44%. Ist aber noch Kaffeesatz-Lesen. Unser Gemeinschaftsmähdrescher läuft heute im Nachbardorf, wir werden ihn morgen mittag bekommen. Für morgen gegen Abend sind Gewitter gemeldet. Bis dahin wollen wir eine Parzelle von 12 ha mit frühem Grannenweizen geerntet haben. Drückt uns die Daumen, dass das klappt. Und dann darf ich morgen einen Termin nicht vergessen. Sonst könnte es sein, dass meine Frau leicht angesäuert reagiert. Dabei habe ich den Termin immer an der Hand….sogar in Metall… Euer Bauer Willi   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf …

Bienenweide

Mein Nachbar hat an den Ecken seines Kartoffelfeldes eine Blühmischung für Insekten ausgesät. Da ist richtig was los! Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, es summt und brummt. Da sag mal einer, die Bauern würden nichts für die Artenvielfalt tun. Im Neubaugebiet sehe ich nur Rollrasen, Thuja und Kirschlorbeer. Da blüht nix.. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Die Abschaffung der Natur

Vor ungefähr einer Million Jahre begannen unsere Vorfahren damit, das Feuer zu domestizieren. Feuer wurde zum bestimmenden Faktor im Leben des Menschen. Ohne Feuer hätte es keine Bronzezeit gegeben. Der Mensch hätte keine Möglichkeit, Metalle zu verarbeiten. Ohne Feuer hätten wir keine Technologie und keine Industrie. Feuer reduziert organische Strukturen zu Asche und Rauch. Das heißt, Feuer vernichtet Natur. Manchmal ist das notwendig, damit die Natur sich verjüngen kann. Dank seiner Technologie vernichtet der Mensch ebenfalls Natur, und wo er die Natur nicht vernichtet, gestaltet er sie vollständig zu seinen eigenen Zwecken um.   Kulturlandschaft Wer glaubt, dass es in Deutschland noch Natur gibt, macht sich was vor. So gut wie jeder Quadratmeter ist vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft. Wo es wieder Wildnis gibt, ist dieser Raum explizit dafür vorgesehen. Die Menschen in Deutschland leben in einer „vollkommen artifiziellen Umgebung, in einer im Maßstab 1:1 umgesetzten Faller-Modellbahnwelt“, so der Philosoph Stephan Schleim in einem Artikel bei novo-argumente. Der Mensch ist nicht der Freund der Natur. Das brauchen wir uns gar nicht erst einzubilden. Der Mensch ist …

Dentabites für Katzen

40 g für 1,49 €. Hilft gegen Zahnstein. Bei Katzen !!! Enthält tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse. Preis pro kg: 37,30 €. Das bekommt der Bauer für 20 (zwanzig!) Kilo Schweinefleisch. Das sind 20.000 g. Weiß aber jetzt nicht, ob das auch gegen Zahnstein bei Katzen hilft. Und wem das noch nicht reicht sei dieses Video über die „Ernährung studierender Katzenbabys“ empfohlen: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Doch es geht noch doller: Making of Netto-Katzenfilm, sehr tiergerecht… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wenn es beim Alpenbauer Mango-Orange gibt…

Ist das schon der Klimawandel? Bonbons vom Alpenbauer mit der Geschmacksrichtung Mango-Orange? Wachsen die jetzt schon in den Alpen? Natürlich vegan, gluten- und lactosefrei, was anderes ist ja auch kaum noch verkäuflich… 😉 Und noch etwas Verwirrendes: Bavarian Sweets hergestellt in Österreich. Sind die Bayern jetzt aus der Bundesrepublik ausgetreten? Zuzutrauen wäre es denen…. Übrigens gab es die Bonbons neulich im Zug. Kostenlos…

Praktiker-Netzwerk – eine bunte Truppe

Am 12. Juli hatte das BMEL, allen voran Minister Schmidt zum ersten Treffen des Praktiker-Netzwerkes eingeladen. Nun ist Herr Schmidt nicht unbedingt ein begnadeter Rhetoriker, aber man merkte in seiner Begrüßungsrede sehr deutlich, dass ihm an der Meinung der Basis sehr viel gelegen ist und er sich freute, dass sich so viele dafür interessieren. Von den über 500 Bewerbungen konnten nur rund 100 angenommen werden, aber die Auswahl war wirklich gelungen. Da saß die Biobäuerin mit 20 Kühen aus dem Schwarzwald neben dem ostdeutschen Großbetrieb, der Selbstvermarkter neben der solidarischen Landwirtschaft, der/die Tierhalter/in mit 50 Legehennen oder 2000 Mastschweinen neben dem Acker- und Gemüsebauern, der Ökowinzer neben dem Imker. Eben eine sehr bunte Truppe aus allen Teilen der Bundesrepublik. Auf Augenhöhe Und das wirklich bemerkenswerte: alle haben sich verstanden und ohne Scheuklappen miteinander geredet und zugehört. Es wurden eben keine bekannten Sprechblasen produziert wie sie oft von Partei- oder Verbandsebene zu hören sind. Und eben auch kein wissenschaftlicher, sondern ein ganz praktischer Beirat, der aber mit einfachen Worten genau das zum Ausdruck bringt, was die …

Rundgang im Bio-Mustergarten Teil 2

Nun der zweite Teil des Rundgang im Bio-Mustergarten von Sascha und Ralf. Hier geht es um Reihenweite bei Kartoffeln, um die richtige Wahl der Zwischenfrucht, um Humus im Boden und um Nährstoffe ganz allgemein. Aber auch ganz andere Themen, die im Hausgarten eine Rolle spielen, werden angesprochen. Mir hat der Rundgang viel Spaß gemacht und ich habe auch was gelernt. Ist doch gut, wenn man miteinander redet… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Kuckucks-Ei

Sauberer ist nicht immer besser…Jedenfalls nicht für den Kuckuck… Also quasi ein „Kuckucks-Ei“ der „Verbesserungen“. Gut erklärt vom Evolutionsbiologen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

„Übernehmen Sie Verantwortung!“

Offener Brief an Ministerin Dr. Barbara Hendricks Unter der Federführung von Susanne Günther (schillipaeppa.net) schreiben die Agrarblogger von www.blogagrar.de und www.bauerwilli.com einen offenen Brief an die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anlass ist ein Treffen des Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Nahrungs- und Futtermittel (PAFF) am 19. Juli 2017 zu einer erneuten Diskussion über Glyphosat. Hier der Brief im Wortlaut: „Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, topagrar.com meldet, dass Ihr Haus weiterhin einer EU-Neuzulassung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat nicht zustimmen will. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bestätigte diese Information auf Twitter mit den Worten: „Mehr Negative #Glyphosat-Wirkungen auf Pflanzen, Tiere & Nahrungsnetze auf den Ackerflächen sind gut belegt. Unsere Haltung ist daher unverändert.“ Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. In früheren Twitter-Dialogen mit Maria Krautzberger, der Präsidentin des Umweltbundesamtes, oder mit Jochen Flasbarth, dem Staatssekretär Ihres Hauses, wurde als Beleg stets auf eine Arbeit verwiesen, die im Auftrag des UBA erstellt worden ist. Es handelt sich dabei um die Veröffentlichung Jahn, Hötker et al. 2014: „Protection of biodiversity of free living birds and mammals in respect of the effects …