Jahr: 2017

Nix als Widersprüche…

Ein Gastartikel von Sandra, die ganz schön verärgert ist über die Forderungen des Umweltministeriums. Und die vernünftige Lösungsansätze vermisst. Mir läuft gerade einmal mehr die Galle über, meine Stirn zieht Falten und ansprechen sollte man mich besser auch nicht. Denn unsere allseits bekannte Frau Ministerin Dr. Barbara Hendricks und ihr Ministerium bringen mich zur Weißglut – logisches Denken, Folgen abschätzen, Ursachen zu erkennen – bislang suche ich das im Bundesumweltministerium vergeblich. Ich frage mich, was wollen die eigentlich? Heute geht es einmal mehr darum, die weitere Zulassung von Glyphosat zu verhindern. Gut, ok. Soll sie versuchen, aber STOP! War da nicht etwas mit dem Emissionsausstoß in der Landwirtschaft, der ihr sauer aufstößt, und den sie gerne weg haben möchte…? Dumm nur, dass Glyphosat mit der Feldspritze ausgebracht 3 mal weniger CO2 ausstößt als die Alternative, das Pflügen. Blühstreifen, Brache und Zwischenfrüchte findet die gute Frau Hendricks ganz toll, ihre Leute natürlich auch… aber STOP ZUM ZWEITEN MAL! Blühstreifen und Greening machen wir Bauern ja. Dumm nur, dass keiner aus dem Ministerium, in der Lage ist …

Starkregen auf der Alp

Hallo, hier ist der Alois. Seit gestern regnet es unablässig im Oberallgäu. Eine Unwetterwarnung hat der Deutsche Wetterdienst auch herausgegeben. Der Höhepunkt der Niederschläge soll am Nachmittag erreicht werden. In dem Video zeige ich Euch, wie sich das bei mir auf der Alp auswirkt.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Online-Petition – jetzt sofort unterschreiben!

Es ist ja heute allgemein üblich geworden, Probleme mit Online-Petitionen lösen zu wollen und dazu die Verantwortung an Dritte zu delegieren. Das versuchen wir jetzt auch einmal. Alois und ich sind vollkommen unzufrieden mit dem Wetter. Alois müsste dringend den dritten Schnitt einbringen, ich bin immer noch nicht mit der Weizenernte fertig. Und dauernd regnet, nein, schüttet es wie aus Eimern. Doch nicht nur die Bauern sind unzufrieden, auch die Urlauber werden langsam sauer weil sie Sommerferien haben und sich kaum draußen aufhalten können. Und das ist nicht das erste Mal so! Wer ist verantwortlich? Petrus! Deshalb: unterschreiben Sie die Petition sofort, bevor die Ernte verdirbt und die Sommerferien vorbei sind. https://www.change.org/p/petrus-kein-regen-w%C3%A4hrend-der-ernte-und-ferienzeit Willi und Alois

Eine Frage der Treckerfarbe…?

Ein Gastbeitrag von „Gurkenhobel“, der selbst kein Landwirt ist, aber der Landwirtschaft nahe steht. Ist das Abstellen des Motors wirklich eine Frage der Schleppermarke? Lieber Bauer Willi, ich möchte auch mal was loswerden. Wir wollen ja Dialog. Du kennst ja mein Büro, mein Fenster geht direkt raus zur Filiale der Genossenschaft, wo zurzeit die Traktoren Schlange stehen und Getreide und Raps aus der Region anliefern. Das ist schön, ich gucke gerne Trecker. Ich arbeite ja schließlich auch im vorgelagerten Bereich. Dadurch erlebe ich immer wieder, dass sehr viele Landwirte jammern, dass das Saatgut zu teuer wäre, dass Pflanzenschutz zu teuer wäre, dass die Erzeugerpreise zu niedrig sind, und so weiter. Eines aber, und das erlebe ich gerade wieder, scheint noch nicht teuer genug zu sein: Diesel! Da stehen riesige Trecker (JD 8er usw.) 10 Minuten in der Schlange vor der Waage und dröhnen im Leerlauf vor sich hin, die Captains der Giganten stehen daneben und brüllen sich über den Maschinenlärm hinweg gegenseitig ihre Ernteerfahrungen zu. Ein Claas-Besitzer ist der einzige, der seinen Bock abstellt. Ich …

Das Wetter ist mal so, mal so…

So habe ich das noch nie gesehen. Habe ich ja mit meinem Jammern tatsächlich recht. Und auch noch wissenschaftlich belegt… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Getreideernte 2017

Hier ein Video von der Getreideernte 2017. Gezeigt wird die Anlieferung und Probenahme bei „meiner“ Genossenschaft am vergangenen Freitag, wo wirklich alle geerntet haben. Deshalb wurde auch Weizen, Raps und vereinzelt Triticale gleichzeitig angeliefert. Bei einer Verweildauer von nur rund 30 Minuten zwischen Voll- und Leerwaage (Annahmekapazität 500 t/h) müssen die Mitarbeiter immer „auf Zack“ sein, dass alles reibungslos funktioniert. Erst nach Mitternacht war Feierabend und Samstag morgen standen schon wieder die ersten vollen Fahrzeuge auf dem Hof. Hut ab und Danke für so viel Einsatz. Sollte auch mal gesagt werden…   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wenn das Konzept der Angst kein Geld mehr bringt…

 …verschicken NGO’s Rundmails mit Spendenaufrufen. Über einen Freund bin ich auch an einen solchen gekommen. Demnach ist Angela Merkel „schuld“, dass Campact die Spenden fehlen, mit denen sie gegen TTIP, Gentechnik, Glyphosat und Neonicotinoide arbeiten können.  Zitat: „ein furchtbares Szenario, das wir verhindern wollen“. Die Offenheit, mit denen Campact seine Strategien darlegt, ist bemerkenswert. Das Konzept der Angst scheint nicht mehr zu funktionieren. Hier der Brief im Original:

Wenn der Weizen unter der Trockenheit leidet…

Vor 2 Wochen hat mich ein Drehteam besucht und ich zeigte ihnen die Auswirkungen der Trockenheit für meinen Weizen. Vielleicht erinnert Ihr Euch an den Blick von oben? Nun ist der Film fertiggestellt und die Weizenernte ist  in vollem Gange. Die Befürchtungen von damals haben sich zum Teil bestätigt. Der Ertrag ist unterdurchschnittlich und sinkt mit dem Saattermin. Je später gesät wurde, um so niedriger ist der Ertrag. Wahrscheinlich müssen wir uns aufgrund des  Klimawandels häufiger auf solche Szenarien einstellen. Die Züchtung beschäftigt sich schon damit. Dazu die Ausführungen von Professor Leon von der Uni Bonn in der zweiten Hälfte des Videos, der mit einem fahrbaren Gewächshaus entsprechende Versuche macht. Es wird aber noch dauern, bis sich erste Erfolge einstellen. Euer Bauer Willi P.S.: Danke an das Team von i-bio (www.i-bio.info) Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Biodiversität anderswo…

Wir haben hier schon häufiger über Biodiversität diskutiert. Darum möchte ich euch mal ein paar Bilder zeigen, die ich selbst auf mehreren Reisen durch die Ukraine (Zeitraum März bis Juni, Westukraine) aufgenommen habe. Von Gesprächen mit Betriebsleitern weiß ich, dass die meisten Parzellen zwischen 500 und 2.000 Hektar groß sind. Das letzte Bild (mit mir drauf) ist eine Schwarzerde-Parzelle von 900 Hektar, die seit mehreren Jahren nicht bewirtschaftet wurde. Zum Vergleich: in unserer Betriebsgemeinschaft bewirtschaften wir 90 Hektar auf 19 (!) Parzellen. Die paar Grünlandflächen nicht mitgezählt. Und wir haben Blühstreifen und Bienenweiden angelegt. So, und jetzt können wir weiter über fehlende Biodiversität in Deutschland diskutieren…   Euer Bauer Willi  

Lehrfilm

Die Landwirtschaftskammer Tirol hat aus aktuellem Anlaß eine Art Lehrfilm für Touristen erstellt. Hintergrund sind die zahlreichen Unfälle von Wanderern und Touristen mit Weidetieren in den Alpen. Wenn ich mir das so recht überlege, könnten wir Landwirte noch viele solcher „Lehrfilme“ gebrauchen… 😉 Was meint Ihr? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren