Bauer Willi
Kommentare 14

Wenn der Weizen unter der Trockenheit leidet…

Vor 2 Wochen hat mich ein Drehteam besucht und ich zeigte ihnen die Auswirkungen der Trockenheit für meinen Weizen. Vielleicht erinnert Ihr Euch an den Blick von oben?

Nun ist der Film fertiggestellt und die Weizenernte ist  in vollem Gange. Die Befürchtungen von damals haben sich zum Teil bestätigt. Der Ertrag ist unterdurchschnittlich und sinkt mit dem Saattermin. Je später gesät wurde, um so niedriger ist der Ertrag.

Wahrscheinlich müssen wir uns aufgrund des  Klimawandels häufiger auf solche Szenarien einstellen. Die Züchtung beschäftigt sich schon damit. Dazu die Ausführungen von Professor Leon von der Uni Bonn in der zweiten Hälfte des Videos, der mit einem fahrbaren Gewächshaus entsprechende Versuche macht. Es wird aber noch dauern, bis sich erste Erfolge einstellen.

Euer Bauer Willi

P.S.: Danke an das Team von i-bio (www.i-bio.info)

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14 Kommentare

  1. Mark sagt

    Wenn der Weizen unter der Trockenheit leidet… kann Wasser während der Ernte genau so schaden! 2Tage Dauerregen sind angesagt, damit dürften die Backqualitäten weg sein (Auswuchs)!

    • Bauer Willi sagt

      Ja, wir sind zur Zeit (Sonntag 21.00 Uhr) noch im Raps. Der würde den Regen nicht mehr aushalten. Dann stehen noch 8 ha Weizen draußen, bisher alles als Backweizen geerntet. Vor kommenden Samstag dürfte wohl nichts mehr gehen. Dann sind die Fallzahlen wohl im Keller. Schade, aber so ist Landwirtschaft… 🙁
      Bauer Willi

  2. bauerhans sagt

    ich hatte gestern abend hybridroggen “FORSETTI” dreschen lassen,weil die maschine gerade frei war,der ca.9to gebracht hatte mit 20% feuchtigkeit,allerdings relativ viel mutterkorn enthält.
    der roggen wird mit säure eingelagert und verfüttert,allerdings warte ich damit erst ein paar monate,weil die giftigkeit des mutterkorns mit der zeit der lagerung abnimmt.

  3. Stefan B. sagt

    mit Oberflächenwasser meine ich Wasser aus Schifffahrtskanälen oder Flüssen…
    Ein Problem ist, wenn der normale Grundwasserstand in ca. 2 m Tiefe liegt und dann durch hohen Verbrauch auf 3 m oder mehr absackt… dann kommt das Getreide nicht mehr dran und der Ertrag fällt gewaltig ab. Bei 2 m Tiefe kann es durch die Wurzeln bei guten Bodenverhältnissen noch angesogen werden.

    • Mark Rössler sagt

      Aus 3m tiefen Brunnen kann man vielleicht seinen Garten beregnen, für 40m³ und weit aufwärts, wird man da keine wesentliche Wassermenge pumpen können.

      Und Flüsse oder Kanäle liegen selten in erreichbarer Nähe zu den Feldern.
      Zu dem sind zB entlang der Elbe eher schwere Böden, die brauchen eher weniger eine Beregnung.

      Durch das beregnen wird der Grundwasserstand in der Regel nicht gesenkt, Ausnahme scheint die Region um Drawehn. Ansonsten sinkt der Wasserspiegel nicht signifikant und steigt sich nach wenigen Tagen nach der Nutzung wieder auf seinen ursprünglichen Pegel.
      Zu dem gibt es für die Flächen nur so viel an Wassermenge bei der Genehmigung, dass die Grundwasserneubildung über der Entnahmeerlaubnis bleibt, dazu müssen heute allerhand Gutachten vorgelegt werden. Niedersachsen lässt sich damit mittlerweile das gesamte Land geologisch Kartieren, die Kosten zahlen die Beregnungsbetriebe.

      http://www.umwelt.niedersachsen.de/grundwasser/bewirtschaftung/mengenmaeige-bewirtschaftung-des-grundwassers-8270.html

  4. Friedrich sagt

    Während unser Willi im Rheinland vertrocknet , saufen wir hier in Südhannover fast ab.Im Juni hatten wir 90 mm Regen und bis jetzt im Juli 101 mm. Von Jan. bis Mai waren es 194 mm , also bis jetzt 385 mm in diesem Jahr. Im Mai kam der Regen für die Wintergerste zu spät. Dadurch war der Gerstenertrag 15% unter dem Mittel. Im Weizen hoffen wir auf gute Erträge, obwohl durch die Gewitterböen mit Starkregen schon Weizen im Lager liegt. Für Mais ,Kartoffeln und Zuckerrüben ist der Regen aber optimal. Die Zuckerrüben haben bei uns schon hohe Zuwächse und die 500 dt/ha überschritten. Allerdings kommen durch den Regen auch die Blattkrankheiten , sodaß wir schon alles durchspritzen mußten. –Unser Getreidelager ist für den Weizen vorbereitet, aber wir gehen erst in einer Woche frühestens vom Weizenmähen aus. Inzwischen haben wir ,wie
    unser Willi, die Rüben von Unkraut und Wildrüben gesäubert.

    • Sandra Harms sagt

      anders geht es mir in der lüneburger heide auch nicht, immer wider regen, krautfäule gefahr hoch 10 in den kartoffeln… getreide passt soweit noch alles ins zeitliche, aber viele stellen die einfach unbefahrbar sind zur zeit.

  5. Stefan B. sagt

    @Sandra Harms: Eine Bewässerung rechnet sich doch nie bei einem Ertragspotential in guten Jahren von 125 dt/ha wie im Video geschildert! Auf reinen Sandstandorten mit weniger als 650 mm Niederschlag im Jahr sieht das anders aus, das wird auf Bauer Willis Flächen aber nicht zutreffen. Außerdem finde ich Bewässerung aus Grundwasser eh nicht richtig, da man so langfristig den Grundwasserspiegel so weit absenkt, dass man irgendwann nicht mehr bewässern kann und dann ein viel größeres Problem hat. Wenn Bewässerung, dann doch bitte aus Oberflächenwasser.

    • Mark Rössler sagt

      Und wie soll sich Grundwasser neu bilden, wenn man das Oberflächenwasser “verbraucht”?
      In Deutschland ist das Beregnen aus dem Grundwasser eigentlich kein Problem, da wir mehr als genug Wasser haben.

    • Sandra Harms sagt

      @stefan b
      also willis standort, wird wohl in der regel nicht eine volle beregnung brauchen wie wirs sie in der lüneburger heide benötigen, in normalen jahren jedenfalls, bei willi denke ich würde eine oder zwei wassser gaben zum richtigen zeitpunkt nicht nur eine ertragssicherung bringen sondern auch bei gut gewhltem zeitpunkt bis zu 25% ertrag mehr. also eine sache die zu den kosten in keinem verhältnis steht und somit gewinnbringend ist.
      die nutzung von grundwasser bzw die beregnung im allgemeinen sorgt dafür das die grundwasser neubildung nicht bzw nr unwesentlich unterbrochen wird, ausschlaggebend sind nicht die jhrliche regenmenge sondern der zeitpnkt an dem es regnet.

  6. bauerhans sagt

    in nrw eine genehmigung für den bau eines brunnens zu bekommen,ist ein abenteuer!

  7. Sandra Harms sagt

    Willi, wir haben hier auch kleinere betriebe in deiner größe, und auch die haben beregnung. ich denke du weist das wir hier oben ohne beregnung nichts machen können, von daher sag ich mal ganz platt, deine aussage das sich beregnung für dich nicht rentabel ist, ist falsch. Denn wenn man so etwas geschickt angeht, liegt der bau einer beregnungs anlage also, brunnenbohren,erdleitung,strassenspressungen,elektro anschluss, und unterwasserpumpe je nach aufwand und länge der erdleitung bei 2000-2500€ je ha. bei einer abschreibung auf 20 jahre sind das dann um die 100€/ha/jahr… und die lassen sich genau wie der stromverbrauch für die pumpen durch ertragssicherung locher flockig realisieren.
    Natürlich ist es schwierig an solche baukosten heranzukommen, wenn man alleine ist, da ist endweder ne menge eigenleistung gefragt, oder wie es hier bei uns üblich ist, die gründung von Beregnungsverbänden.
    http://wasser-uelzen.de/wbv10/index.php/verband/bv-elbe-seitenkanal/83-bv-esk-neue-anlagen

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